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3. November 1997:
Das Finale des großen Staffel-6-Handlungsbogens und Fortsetzung von vorletzter Woche. Nur wenige Stunden bleiben, bis das Minenfeld vorm Wurmloch außer Gefecht gesetzt wird. Die größte Starfleet-Task-Force aller Zeiten wirft sich in die gewaltige Schlacht, während Helden, Fieslinge (und alle Grautöne dazwischen) auf Terok Nor wie Schachfiguren agieren. Epos, Tragödie & Götterdämmerung.
In Deutschland: Sieg oder Niederlage?, ausgestrahlt am 13. Juni 1998.
Die Raumschlacht der Folge beinhaltet die Folgenden Schiffsklassen:
Defiant Klasse
Galaxis Klasse
Peregrine Klasse (Sternenjäger)
Excelsior Klasse
Miranda Klasse
Akira Klasse
Steamrunner Klasse
Modifizierte Galaxy Klasse in der letzten Szene mit neuen Warpgondeln
Und am Rande des Bildes könnte die USS Yaeger ein Mashkit aus Marquisschiff und Voyager zu sehen sein.
Außerdem nimmt noch die USS Centauer der Centauer Klasse an der Schlacht Teil.
…nicht zu vergessen dass wir beim legendären Quark-Manöver die Cloche-Klasse sahen. (Französisch für „Glocke“).
Noch zur Ergänzung, da Sebastian und Simon mit den Schiffsklassen nicht so viel anfangen können:
– die Miranda Klasse ist die Schiffsklasse, zu der auch die Reliant und die Saratoga gehören
– sehr ähnlich sieht die Soyuz Klasse aus, die zusammen mit der Enterprise-D in einer Zeitschleife hing
– die USS Excelsior gab auch der Klasse ihren Namen, Excelsiorklasse Schiffe sieht man immer reichlich sowohl in der alten als auch in der neuen Variante (wie die Enterprise-B oder die Lakota)
– Ein weiteres Kitbash ist die Curry Klasse (zu ehren Dan Currys benannt), die wie eine seltsam angeordnete Excelsiorklasse mit Constitution Warpgondeln aussieht
– möglicherweise sieht man auch Schiffe der Norway Klasse und Sabre Klasse, bin mir aber grad nicht ganz sicher
Das digitale Modell der Norway-Klasse, das für „Der erste Kontakt“ erstellt worden war, war zu der Zeit leider durch einen Computerfehler verloren gegangen. Erst später durch Star Trek: Online wurde das Modell neu erstellt. Daher sind in Siskos Flotte keine Norway-Klasse-Schiffe zu sehen.
Das Gedicht „The Charge of the Light Brigade“ ist von Alfred Lord Tennyson, und beschreibt eine Episode des Krimkriegs. Ca. 10 Jahre vor dem amerikanischen Bürgerkrieg.
Moin Jungs,
Hier meldet sich euer A&A-Offizier. „The Charge of the Light Brigade“ hat nichts mit dem Amerikanischen Bürgerkrieg zu tun.
Es bezieht sich auf ein Ereignis im Krim-Krieg (1853-1856). Hier stritten sich das Russische Kaiserreich und das Osmanische Reich um die strategisch wichtige Halbinsel im Schwarzen Meer. Auf der Seite der Osmanen kämpften auch die Briten. Am 25. Oktober 1854 erhielt eine Abteilung der britischen Kavallerie, eben die besagte Leichte Brigade, den Befehl, zuvor von den Russen eroberte Stellungen zurück zu erobern. Aufgrund von Kommunikationsfehlern ritten die Männer jedoch quasi sehenden Auges in ihr Verderben. Den Bericht darüber hat der Dichter Alfred Lord Tennyson später in einer Ballade glorifiziert.
Guckst du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Attacke_der_Leichten_Brigade
Und hier https://youtu.be/LlzIvneMCII?is=M9cR3w4DTcOyQfkD
Danke Bridge,
ich wollte auch darauf hinweisen, vor allem, weil das Gedicht / der historische Hintergrund die Interpretation der Episode vertieft. Die Einleitung zum Angriff der leichten Brigade auf Wikipedia:
„The Charge of the Light Brigade was a military action undertaken by British light cavalry against Russian forces during the Battle of Balaclava in the Crimean War, resulting in many casualties to the cavalry. On 25 October 1854, the Light Brigade, led by Lord Cardigan, mounted a frontal assault against a Russian artillery battery which was well-prepared with excellent fields of defensive fire. The charge was the result of a misunderstood order from the commander-in-chief, Lord Raglan, who had intended the Light Brigade to attack a different objective for which light cavalry was better suited, to prevent the Russians from removing captured guns from overrun Turkish positions. The Light Brigade made its charge under withering direct fire and reached its target, scattering some of the gunners, but was forced to retreat immediately.
The events were the subject of Alfred, Lord Tennyson’s narrative poem „The Charge of the Light Brigade“ (1854), published six weeks after the event. Its lines emphasise the valour of the cavalry in carrying out their orders regardless of the risk. “
Zusammengenommen mit den hohen Verlusten bei dieser Kavalerieattacke ist es nicht mehr notwendig, den dramatischen Verlust an Leben in der Schlacht zu zeigen und die Tapferkeit der Besatzungen zu verdeutlichen. In diesem Sinne ist dann auch der Angriff der Defiant auf die Dominion-Flotte im Wurmloch als „Tollkühn“ zu verstehen – oder wie der französische Marschall Pierre Bosquet auf Wikipedia zitiert wird: „“C’est magnifique, mais ce n’est pas la guerre.“ („It is magnificent, but it is not war.“)“ https://en.wikipedia.org/wiki/Charge_of_the_Light_Brigade
Noch einen Tipp: Der Angriff wurde auch bei „Geschichten aus der Geschichte“ besprochen: https://www.geschichte.fm/podcast/gag290/
Ergänzend noch eine Info für interessierte Metalheads da draußen: Der Song ‚The Trooper‘ von Maiden handelt von dem Gedicht bzw. der Attacke der leichten Brigade.
Und ja, Geschichten aus der Geschichte. Immer mal wieder ein Reinhören wert! Unaufgeregt, entspannt. Mein zweitliebster Podcast.
Man lernt hier wirklich jede Woche was!
Und: brillanter Song!
wusst ich doch, dass mir die Geschichte bekannt vorkommt, natürlich hab ich auch diese Episode bei GAG gehört.
Auch für mich gilt, zweitliebster Podcast.
Guten Morgen in die Runde.
Danke für die Richtigstellungen!
Ein Wunsch jedoch: Neulich in Behind the Lines haben wir aktiv um Rückmeldung gebeten, was ein Behandeln des neuen Klemmbaustein-Sets anging.
Und in der Folge zu Star Trek in den 1970ern & 1980ern haben wir ebenso aktiv darum gebeten zu schreiben, in welches der – in der schweinsgaloppartigen Sendung lediglich angerissenen – Themen wir bei Gelegenheit tiefer einsteigen sollen.
Bei ersterem kam keine Rückmeldung. Bei letzterem ein einzelner Wunsch nach mehr Folgen über die Soundtracks (obwohl ausgerechnet das gar keines der in der genannten Folge angerissenen Themen war).
Also: Danke für die Korrekturen, keep them coming. Ich würde mich aber auch über Rückmeldungen zu tatsächlich in die Community gegebenen Fragen freuen. Gerne ebenso zahlreich und verlässlich bereits vor 7:30 am Erscheinungstag.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Hören & einen guten Dienstag,
Sebastian
lieber Sebastian,
von meiner Seite aus null Interesse an Video zu Klemmbausteinen.
Angerissene Themen in der genannten Folge, peinlicherweise kann ich mich an nichts konkretes erinnern, im Prinzip überrascht Ihr mich immer wieder, was es alles so spannendes gibt.
Mir geht es da wie stef, Klemmbausteine wäre auch eher kein Thema für mich.
Ansonsten, ich weiß nicht, fällt mir nicht so richtig was ein.
Interessant wäre aber vielleicht mal zu erfahren, wie die Star-Trek-Rezeption in anderen Teilen der Welt ist, in Asien, Australien, Afrika, vielleicht gar Ozeanien.
Gibt es da ein ausgeprägtes Fandom? Wie unterscheidet es sich von anderen Gegenden der Welt.
Ich kann mich an Beiträge von Benjamin Stöwe erinnern, der mal Ausschnitte einer skurrilen türkischen „The Man Trap“-Adaption zeigte oder dass Leonard Nimoy mal in einem Interview sagte, die Synchro der ST-Filme habe in Japan einen deutlich militärischeren Tonfall. Diese kulturellen Unterschiede, da würde ich gerne mehr von hören.
Aber auch mal mehr über das Leben der von Euch oft angesprochenen Bjo Trimble zu erfahren, wäre sicher spannend.
Danke für die Vorschläge! Beides steht in der Tat bereits auf der internen Liste.
Kurzer Blick hinter den Vorhang: Mittlerweile sortieren wir Themen bereits danach, in welche Erzählung sie besser passen, in TaD oder in TaD 2.0.
Soll heißen, ich bin mir ziemlich sicher, dass wir beides aufgreifen. Nur wie, wann und in welchem Rahmen, das wird sich zeigen.
Moin, ich denke dass das Fandom wirklich global ist. Im letzten Jahr war ich nach dem Einchecken des Gepäcks auf dem Weg zum Gate am Flughafen Buenos Aires (hatte wie oft einen Starfleet-ComBadge am Hemd) und einer stürzte auf mich zu „Star Treeeeek!“ – wir hatten eine nette Unterhaltung und es gab ein gemeinsames Vulcan-Salute-Foto. Erst kürzlich schon wieder am Security Check in Valencia.
Es wäre doch mal eine nette Erweiterung der TaD-Website oder ein Ableger derselben wenn wir dort die Fotos unserer globalen / galaktischen Begegnungen hochladen könnten.
Warum nicht auf Discord?
Danke, Bridge, yes, genau dafür ist Discord bestens geeignet. Ein eigener Bereich hier auf der Seite wäre tatsächlich doppelt gemoppelt (nebst unnötigen Aufwänden für Einrichtung/Wartung/etc.).
Hallo,
da habe ich wohl was überhört. Ich dachte es ging allgemein darum, an welchen Themen wir interessiert wären und da viel mir als erstes ein, dass ich gerne mehr über die Soudtracks und eure Meinungen dazu hören wollte, weil mir die Folge zum Motion Picture-Soundtrack extrem gut gefallen hat.
Grüße
Hey Alexander,
ach, Du warst das! Danke für Dein Lob.
Alles gut, ist ja ein Supervorschlag, auf den ich persönlich viel Bock hätte. Und sofort Ideen.
Es gab nur letztes Jahr vergleichsweise wenig Resonanz auf die erste Musikfolge. Aber eigentlich sollten wir nochmal.
-Sebastian
der Soundtrackidee schließe ich mich an. ich besaß mal die CDs von Film 2 , 5, 6 und 7 und habe nur den 6. behalten und bin sehr gespannt auf andere Meinungen.
warum ich auf solche Aufrufe nie antworte? ich höre euch oft um 1 Woche zeitversetzt und meistens nachts. bis ich am Rechner bin um auf etwas zu antworten habe ich es vergessen. sorry 😢
Soundtracks ist ein äußerst reizvolles Thema, finde ich! Mir persönlich würden auch die Designs in Star Trek (v.a. Raumschiffe, aber nicht nur) interessieren, wobei das vielleicht schon die Domäne anderer Podcasts ist.
Dass ich ein paar Aufrufe nicht mitbekomme, liegt ehrlich gesagt natürlich daran, dass ich bei Weitem nicht jede Folge höre, v.a. auch bei DS9 🙁
*Mich
Halli hallo
Mein Interesse an völlig überteuerten Klemmbausteinen hält sich sehr stark in Grenzen.
MfG, Der Mop
Von nun an entwickelte sich Dukat zur bloßen Marionette.
Ein willfähriges Werkzeug – einer der enttäuschendsten Villains der Star-Trek-Geschichte!
ich weiß nicht, er trifft die Entscheidung, die zur „Marionette“ führt, ja selbst, und auch dann denkt er sich ja seine irren Pläne – meiner Meinung nach – selbst aus.
Ich stimme dir allerdings insofern zu, dass der ziemlich-am-Schluss-Dukat auf eine Art ziemlich bescheuert ist. Wir werden sehen, wie es wird, wenn das bei TaD zerlegt wird. (ich hoffe, das war spoilerfrei genug.)
Für mich ist der Charakter des Dukat auch jetzt irgendwie fertig. Sein Weg zum unheiligen Abgesandten inkl. Mature-Knatterung hat mir nicht gefallen. Hoffentlich erklären unsere Tadderiche auch, wie der gute Marc die Charakterentwicklung so fand.
Das stimmt, es ist selbstgewählt.
Das macht es aber nicht besser, eher im Gegenteil!
Ich meine voller Impuls wäre 1/4 Lichtgeschwindigkeit. Ich hab das Technische Handbuch der Enterprise D allerdings vor knapp 40 Jahren gelesen.
Stimmt, wurde da sogar so erklärt, dass mit Impuls theoretisch auch Beinah-Lichtgeschwindigkeit möglich wäre, man dann aber Zeitdilatationen hätte, daher begrenzte man Impulse auf 1/4 Lichtgeschwindigkeit. Und dank Warp wäre es ja auch nicht nötig schneller zu fliegen.
1/4 c sind aber auch immer noch 75000 km/s.
Wenn man überlegt, dass Kirk gerne befielt, mit 1/4 Impuls (also 18750 km/s) aus dem Raumdock zu fliegen. Sportlich! Hoffentlich krieg Scotty die Schotten rechtzeitig auf!
Noch ein bißchen „Fan Fiction World Building“. Bei Star Trek gibt es immer wieder große Mysterien, die nie aufgeklärt werden. Z.B. was mit den Invasoren aus Conspiracy passiert. Oder eben was mit der Dominion Flotte geschehen ist…und woher die Walsonde aus Star Trek 4 kam. Wie wäre es mit folgender Erklärung:
Die Wurmloch Wesen haben die Flotte zwar nicht zerstört, aber außer Gefecht gesetzt, indem sie sie durch Raum und Zeit geschickt haben. Und zwar weit in die Vergangenheit in ein abgelegenes Sonnensystem, das nicht mehr bewohnt ist, seit die dort ansässige Kultur aus welchen Gründen auch immer untergegangen ist.
Um sicherzustellen, dass die Flotte keinen Schaden anrichten kann, haben die Wurmlochwesen sämtliche Warpantriebe unbrauchbar gemacht.
Die Vorta in der Flotte haben ihr Dilemma schnell erkannt. Sie sitzen isoliert in der Vergangenheit fest und werden dieses Sonnensystem nicht weit hinter sich lassen können. Das Ketracel White wird nicht allzu lange reichen.
Allerdings gibt es in dem Sonnensystem noch Überbleibsel der alten Kultur: zum Beispiel gigantische Forschungssonden, die zurückgeblieben sind. Also hecken sie einen kühnen Plan aus. Alle Jem’Hadar, die sie nicht benötigen, werden auf einem Planeten ihrem Schicksal überlassen. Nur die Ingenieure und minimale Besatzungen für die Schiffe erhalten noch Ketracel White.
Dann beginnen sie, eine der Sonden zu modifizieren. Sie berechnen, wann die unterlichtschnelle Sonde die Erde erreichen könnte, was vermutlich viele hundert oder tausend Jahre dauern wird.
Sie programmieren sie so um, dass sie die Mission erhält, eine aquatische Lebensform, die beim Erreichen der Erde auf dieser bereits ausgestorben ist, zu kontaktieren….Buckelwale (das wissen sie natürlich aus ihrer umfangreichen Datenbank).;-)
Da sie davon ausgehen, dass keine korrekte Antwort erfolgen kann, hoffen sie, dass die Sonde beim Kontaktversuch die Meere der Erde verdampft, die Erde unbewohnbar macht und die Föderation damit bereits in der Vergangenheit geschwächt wird und das Dominion im 24. Jahrhundert leichteres Spiel mit dem Alpha Quadranten hat.
Aufgrund der extrem langen Reisezeit der Sonde ist dies der beste Plan, da die robuste Technik der ausgestorbenen Zivilisation diese lange Zeit überstehen würde, während die Dominiontechnik möglicherweise bei der Ankunft nicht mehr funktioniert (darum packen sie die Sonde nicht voll mit Torpedos und schicken keine automatisierte Dominion Schiffe auf die Reise).
Die Sonde wird auf die Reise geschickt. Die übrigen Jem’Hadar werden ebenfalls ausgesetzt und die Vorta verbringen den Rest ihrer Tage auf einem oder zwei der großen Schiffe mit allen Resourcen, die sie zusammenkratzen können. Alle anderen Schiffe werden zerstört, damit sie keinem möglichen Feind des Dominion in die Hände fallen können.
2286 erreicht die Sonde nach Jahrhunderten die Erde, aber der Plan des Dominions wird vereitelt, weil Kirk und Co in der Zeit zurückreisen und Buckelwale mitbringen können.
Ist ziemlich zurechtgebogen, aber ist ja auch nur etwas Herumgesponnen. 🙂
Viele Grüße,
Jochen
Star Trek Online hat sich diese Frage tatsächlich gestellt und die Flotte ein paar Jahre nach dem Krieg wieder auftauchen lassen. Die greifen natürlich direkt DS9 an und der Spieler muss eine Lösung finden.
Der Story-Arc markiert auch den erste Auftritt der Enterprise-F.
In den Romanen gibt es eine andere „Lösung“. Die Flotte verbleibt in der Milchsuppe im Wurmloch. Später werden dann die wieder aufgetauchten Conspirity-Parasiten ebenfalls dort hingeschickt und von den Jem’Hadar erledigt. Nicht ganz die beste Geschichte.
Alle hier denken an komplexe Dinge – ich bin fürs Futter zuständig 🙂 Die Servierhauben nennt man Gloche (frz.). Braucht man wenn der Weg von der Küche zum Gast speisetemperaturgefährdend lang ist, aus Gründen der Diskretion und Exklusivität (muss ja nicht jeder wissen dat der Jean die 2 Personen Portionen Croissänggs aufs Quartier liefern lässt) und um die Speisen und Aromen an der Flucht zu hindern (Gagh. aber heute auch so Räucherdinge). im Netz findet man ganz possierliche Gloches aus dem Rokoko die sich vorzüglich auf einem klingonischen Kreuzer als Gagh-Einhegung machen würden 😉
Moin zusammen,
Ein gelungener Abschluss dieses Arcs, und „Zeit zum Packen!“ fand ich großartig. Probleme werden bei Starfleet üblicherweise durch Innovationskraft, Vernunft und Kooperation gelöst und ethische Grenzen sind gesteckt (meistens) damit keiner auf der Strecke bleibt. Wenn dann die göttliche Entität / das überlegene Alien den „Guten“ hilft und „die Bösen weg macht“, krieg ich leider Schluckbeschwerden. Ich hätte Rom einmal den Erfolg gegönnt. Dukats Sturz vom Orbit der selbsterklärten Großartigkeit ins bodenlose Nichts des Totalverlustes – wunderbar, da Schadenfreudepotenzial.
Finde ich tatsächlich nicht. Das ist eine spirituelle Story, ebenso wie eine politische und eine heroische. Es geht um zwei verschiedene Arten von Religion.
Auf der einen Seite die Founder, harsch, dominant, unbarmherzig, und letztendlich falsche Götter, die mit Tricks und genetischer Zauberei herrschen. Und auf der anderen Seite die Propheten, die (vielleicht) keine sein wollten, aber es gerade deswegen sind. Die nicht herrschen, sondern beraten, anleiten, in Visionen dem Volk von Bajor helfen, ohne es zu zwingen.
Und die erzwungene Hingabe der unterworfenen Völker an ihre falschen Götter scheitert, als sie die Domäne der echten betreten, den himmlischen Tempel missbrauchen, um das unschuldige Bajor (nebst Rest-Quadrant) unterwerfen. Für die echten Götter genügt ein Nicken, um sie hinauszuwerfen – aber es hat auch einen Preis, denn als Sterblicher erbittet man nicht ohne einen solchen die Gunst des Himmels.
(Ein persönlicher, spiritueller Preis, nicht die harten, kalten Kosten, die das Dominion seinen erzwungenen Anhängern auferlegt, natürlich).
Wobei doch eigentlich auch die Dienerrassen der Wechselbälger wissen, dass die Gründer keine „echten“ Götter sind. Jem’Hadar und Vorta gehorchen den Gründern aus genetischem Zwang zwar, aber so richtig harte Verehrung sehen Wir eher selten.
So ganz ehrlich war der Sisko übrigens nicht, denn es ist durchaus glaubhaft, dass das Dominion dem kleinen Bajor am Ende einen Status als eigenständiger Vasall gewährt hätte. Aber hätte, hätte, Warpkette.
Meine Lieblingstheorie zu den Retcons der WurmlochPropheten: Das passiert tatsächlich, in-universe.
Kreaturen, außerhalb der Zeit, begegnen dem ersten linearen Wesen (The Sisko), dass die Geduld und kommunikativen Fähigkeiten hat, ihnen zu erklären, wie so etwas sein kann. Und sie werden neugierig. Und verlassen ihr Wurmloch, interagieren mit der linearen Zeit, dann und wann. Aber eben in allen Wanns.
Bis Sisko kam, waren sie nicht „of Bajor“, aber jetzt sind/waren sie es. Sisko war nicht The Sisko, aber jetzt war er es schon immer. Und ihre Entscheidung, im (relativen) Jetzt in die Aktivitäten der Linearen einzugreifen (Flotte durch Raum und Zeit verschieben) ist eine Entscheidung, die in allen Zeiten gleichzeitig passiert. Die Propheten waren/sind/werden Götter, weil Sisko sie als solche anspricht (und wir laufen in ein nettes Kausalitätsparadoxon, aber das ist ja immer so mit Zeitreisen).
„I hate temporal mechanics!“
Eine sehr interessante Idee, ähnlich dem, was der Jeam mit Q in „Gestern, heute, morgen“ erlebt. Seine Handlungen in der Zukunft lösen Ereignisse in der Vergangenheit aus, an die er sich aber nicht erinnert.
Sisko macht die Propheten erst zu den Propheten und sie ihn zum Sisko, der sie zu den Propheten macht.
Zeitgeschichten sorgen immer für Kopfschmerzen 😉
Für mich ist das Ende dieses 6-Teilers die Stelle an der DS9
für mich bricht. Ja, es kommen noch wirklich grandiose Episoden, aber diese ganze Kriegshandlung fand ich ab diesem Zeitpunkt unlogisch. Das Dominion verlor in diesem Kampf seine Nachschubroute – die Wurmloch-Aliens blockieren den Weg. Mir kann keiner erzählen, dass das Dominion solch starken Vorräte hatte um den Krieg voranzubringen. Auch fehlen in der Folge der Serie weitere Versuche die Station und damit den Weg zum Gammaquadranten zurückzuerobern.
Auch Odo wird es in meinen Augen zu leicht gemacht, sich zu rehabilitieren, hier hätte ich mir einen deutlich längeren Arc gewünscht.
Wobei das Dominion ja die Zeit genutzt und ihre Stellungen in der Cardassianischen Union ausgebaut haben. Dazu hat die Föderation katastrophale Verluste erlitten, u.a. bei der Schlacht um DS9. Plus die Rekrutierung von Hilfsvölkern durch das Dominion in Form z.B. der Sona. Die Einzigen, die aktuell noch gut dastehen dürften, sind die Romulaner, die keine Kriege in der letzten Zeit geführt haben.
Bei Odo hätte ich mir auch gewünscht, dass er wenigstens 2-3 Folgen um neues Vertrauen kämpfen muss.
Ich bin und bleibe Team Deux ex machina
Mich hat es total rausgebracht, dass die Flotte des Dominion durch die Propheten / Götter / Geister / Aliens / Deus ex machina zerstört wurde.
Vielleicht auch weil mich der ganze „Sisko ist Jesus“ Arc damals wie heute nervt und abstößt.
Das geht ja leider weiter bis zum Ende der Serie.
Auch wird, glaube ich, nie wieder erwähnt was mit dem Wurmloch ist.
Man geht einfach davon, dass keine Schiffe mehr durchfliegen können, weil sie vernichtet würden?
Jetzt fangen sie endgültig an zu „vergessen“, dass Schiffe Schilde haben, bzw. nur dann wenn es das Heldenschiff braucht gibt es sie.
Und wo kommen die ganzen Schiffe her?
Seit TOS heißt es immer die Enterprise wäre das einzige Schiff im Sektor. Sogar bei der Erde scheint es nur das eine Schiff zu geben.
Das setzt sich praktisch fort bis dem Beginn der 6 Staffel DS9. Dann sind plötzlich 1000sende Schiffe verfügbar.
Und zum Minefield kann mir niemand sagen, dass wenn man 10.000 Torpedos drauf feuert, oder 100 Schiffe reinfliegen lässt
die Mienen nicht alle zugleich explodieren.
Und selbst wenn wenige übrig bleiben wird das nicht ausreichen, aber gut den HokosPokus müssen wir eben schlucken.
Das niemand scannt welche Lebewesen an Bord eines Schiffes sind ist ja (leider) auch StarTrek Standard. Dann würden Stories wie die Zerstörung der
White-Fabrik nicht funktionieren.
Hallo Kai! 😀
Danke für deinen Kommentar. Ich finde es immer wieder beruhigend, zu lesen, dass ich mit meiner kritischen Haltung nicht allein bin.
Tatsächlich wurden die Produzenten auch gefragt, warum die Raumschiff so wirken, als dass sie keine Schilde mehr hätten.
Sie meinten, dass es nicht interessant wäre, Raumschiffe zu sehen, die beschossen würden und an deren Schilde die Waffen einfach verpuffen.
Zusätzlich meinte sie dann auch, dass man es in-universe so erklären könnte, dass die Schiffe off-screen bereits länger beschossen wurden und daher die Schilde bereits ausgefallen sind oder, dass viele Schiff aus Verzweiflung, unfertig in den Kampf geschickt wurde und daher keine oder sehr schwache Schilde hätten.
@Kai „Auch wird, glaube ich, nie wieder erwähnt was mit dem Wurmloch ist.
Man geht einfach davon, dass keine Schiffe mehr durchfliegen können, weil sie vernichtet würden?“
Was soll den da noch erwähnt werden 🙂 Das Dominion ist ja nicht bescheuert Sie haben ja gesehen was passiert gegen diesen Gegner haben Sie null Chancen.. die Götter könnten ja auch sagen was ihr macht es wieder dann vernichten wir nicht nur die die durch das Wurmloch kommen sondern gleich Alle Gründer… kann ich nachvollziehen
Bei genauer Betrachtung von „Sacrifice of Angels“ komme ich zu einer anderen Bewertung als die beiden TaDeriche.
Den Vergleich zu „Errand of Mercy“ finde ich nicht gerechtfertigt. In besagter TOS-Folge sind BEIDE Kriegsparteien, also die Sternenflotte (vertreten durch Kirk) und das Klingonische Reich (vertreten durch Kor) kriegsgeil und wollen sich auf dem Planeten unbedingt gegenseitig die Köpfe einschlagen. Die Organier verhindern das, indem sie die beiden Armeen gleichermaßen entwaffnen und sich somit neutral verhalten. Diese Neutralität macht die Episode für mich stark.
Die Propheten tun das EXAKTE Gegenteil, indem sie sich klipp und klar auf die Seite Bajors stellen! Das sei ihnen unbenommen, aber dann kann man nicht einfach behaupten, die beiden Situationen wären vergleichbar.
Außerdem verbergen die Organier ihre Kräfte, was man von den Propheten nicht behaupten kann. Und die feindlichen Flotten in „Errand of Mercy“ waren annährend gleich stark, was in „Sacrifice of Angels“ ebenfalls nicht der Fall ist. Die Dominion-Armada im Wurmloch ist RIESIG, darum haben ja alle die Hosen voll! Die kleine Defiant stellt sich ihr mutterseelenallein und todesmutig entgegen; der Bezug zur Geschichte „David gegen Goliath“ aus dem 1. Buch Samuel ist unübersehbar. Auch hier sehen wir also einen gravierenden Unterschied zur TOS-Episode.
Insgesamt bestehen zwischen „Errand of Mercy“ und „Sacrifice of Angels“ so viele Unterschiede, dass ich hier kaum Gemeinsamkeiten erkenne. Einzig die Tatsache, dass sowohl Organier als auch Propheten das Leben der „niederen“ Wesen beeinflussen, ist in beiden Episoden vorhanden. Das trifft auf andere überlegene Völker oder Wesen aber auch zu, z. B. auf die Metronen in „Arena“ und auf Q.
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Ich finde das „Propheten ex Machina“ schwierig, weil es willkürlich ist. Warum greifen die Propheten ausgerechnet *jetzt* ein und nicht zu einem – aus unserer Sicht – „früheren“ Zeitpunkt? Sie hätten z. B. in „Emissary“ verhindern können, dass Dax und der Spencer das Wurmloch überhaupt entdecken. Damit wären die Ereignisse, die letztlich zum Dominion-Krieg führen, nie in Gang gekommen. In „Rapture“ warnten sie ihn mit der Vision eines Heuschreckenschwarms vor den Plänen des Dominion. Das heißt: die Propheten beeinflussen das Schicksal der Sterblichen – wenn sie es für richtig halten (aber auch NUR dann!).
Dieser Kniff ist jedoch nicht mein größter Kritikpunkt an der Folge. Problematischer finde ich, dass der Sieg, den die Sternenflotte einfährt, VIEEEL zu leicht vonstatten geht! Er wirkt auf mich nicht verdient. DS9 wird ihnen ja praktisch auf dem Silbertablett serviert.
Wie ist es in-universe zu erklären, dass die Defiant durch die Dominion-Flotte gleitet wie eine heiße Messerklinge durch ein Stück Butter? Na gut, sie ist eben DAS Kick-Ass-Schiff der Sternenflotte, damit kann ich noch leben.
Warum wird Terok Nor nicht von Dominion-Schiffen bewacht? OK, sie rechnen fest damit, dass ihre Verstärkung gleich das Wurmloch passieren wird. Aber auch das finde ich konstruiert. Immerhin hätte die große Schlacht eine Finte der Sternenflotte sein können, um das Dominion abzulenken und den eigentlichen Angriff auf die Station zu erleichtern. Die Gründer haben in der Vergangenheit *selbst* mit solchen Plots gearbeitet, um ihre Ziele zu erreichen! Man denke nur an die grandiosen Doppelfolgen „The Die Is Cast“ und „Homefront/Paradise Lost“.
Seit wann zieht sich das Dominion bitteschön nach einer verlorenen Schlacht einfach so kampflos zurück?!
Weshalb hat das Dominion während der monatelangen Besatzung nicht eine ganze Batterie von verschiedenen „Booby Traps“ platziert, um der Sternenflotte das Leben nach einer eventuellen Rückeroberung so schwer wie irgend möglich zu machen? Sie hätten ALLE Möglichkeiten gehabt: Sprengfallen, Computerviren, Biowaffen oder getarnte Jem’Hadar-Trupps, die sich verstecken und Sabotageakte verüben… In einer späteren Folge werden wir lernen, dass die Jem’Hadar sehr wohl Booby Traps zur psychologischen Kriegsführung nutzen. Ich hätte es an Stelle der Gründerin jedenfalls getan. Und dass sie die Möglichkeit einer Rückeroberung durch die Sternenflotte nicht in Betracht gezogen haben soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wir reden hier vom *f-ing* DOMINION und nicht von einem Rosenzüchterverein!
Das „Opfer“, das im Titel genannt wird, kann ich nicht erkennen. Der einzige Charakter, der stirbt, ist die Nebenfigur Ziyal, die sowieso nur in einigen wenigen Folgen überhaupt anwesend war und, wie im Podcast richtig gesagt wurde, insgesamt blass blieb. Dukat verliert darüber vollends den Verstand. Der Spencer wird *irgendwann in der Zukunft* ein *nicht näher beschriebenes* Opfer bringen müssen. Welche Opfer bringen z. B. Leeta, Keiko, Kira, Rom, Bashir oder Worf HIER und JETZT?
Da hätte ich mir deutlich mehr Drama gewünscht, vor allem nach einem 6-Episoden-Arc! Ich bin geneigt, diese Folge als „underwhelming“ zu bezeichnen. Sie geht an zu vielen Stellen den einfachen, bequemen Weg.
Ich habe den Eindruck, dass eine siebte Folge des Geschichtsstrangs für mehr Tiefe gesorgt hätte. Aber in den 90ern waren so lange Geschichtsstränge eben noch nicht etabliert. Heute wäre dies eine Geschichte für eine ganze Staffel aus zehn Folgen.
„“Ich finde das „Propheten ex Machina“ schwierig, weil es willkürlich ist. Warum greifen die Propheten ausgerechnet *jetzt* ein und nicht zu einem – aus unserer Sicht – „früheren“ Zeitpunkt?“
Sehe ich nicht so das sind eben Götter warum sollten die so handeln wie wir uns das wünschen, das war denen nicht wichtig lansgamn wurde denen das Domion lästig und dann reichte ein Nicken weg sind se ich fand genial
Vielleicht noch ein Kommentar zur Beziehung Garak – Ziyal. Garak empfindet schon deutlich mehr für Ziyal als wir meinen – vielleicht mehr als eine Art „Mentor“, aber er fühlt sich für sie verantwortlich. Der Beweis dafür ist in „By Inferno s Light“ zu finden, als er in der Röhre sitzt und den Transmitter adaptiert. Er sagt dort zu sich selbst: „…People are depending on you. Ziyal is depending on you. You promised her you’d come back, and that young lady has had quite enough disappointments in her life without you adding to them, so control yourself. … “
Später dann bei seiner Rückkehr trifft Garak dann Ziyal in Quark’s und sie küssen sich. Hier spielt Sacrifice of Angels auf die By Inferno s Light an bzw. zitiert die frühere Episode auf düstere Art und Weise.
Als ihr damals mit eurem tollen, grandiosen Podcast begonnen habt, habe ich diesem Sechsteiler entgegengefiebert. Endlich war es soweit: Die Besprechung dieser sechs Teile war einfach phänomenal. Vielen Dank, Jungs! Was wir hier gesehen haben, war aus meiner Sicht der absolute Höhepunkt von Star Trek. Besser wurde es danach nie wieder. Die ganze Story ist episch, grandios, mit tollen Charakteren. Ich habe mich damals wahnsinnig mitgenommen gefühlt. Sicherlich ergeben nicht alle Dinge Sinn. Was mich damals und auch heute beim Rewatch unheimlich gestört hat, ist der beispiellose Verrat von Ode und dass es im Prinzip niemanden juckt. Wenn man es genau nimmt, sind die ja so eine Art Space-Nazis, vielleicht sogar noch schlimmer. In einigen Folgen wird ja auch mal erwähnt, wie viele Millionen Tote es gab. Sie haben ganze Planeten vernichtet. Sie sind völlig emotionslose, durchgeknallte Massenmörder. Und Udo macht sich in der schlimmsten Situation einfach mit ihr breit und ist quasi mit dir zusammen. Er erwähnt Kira gegenüber auch total lapidar. Dann werde ich halt an Interstellar Warlord denken, aber es gibt nichts Besseres als diese große Verbindung. Und er verzichtet dann ja auch nur weiter darauf, mit der Space-Nazi-Frau zusammenzuarbeiten, weil er Keira noch mehr liebt. Das ist kein Grund. Warum kann man ihn nicht vor ein Kriegsgericht stellen? Warum ist er nicht weggesperrt worden? Das ist super unglaubwürdig. Niemand hätte so gehandelt und mir hätte auch niemand wieder Vertrauen geschenkt. Zu diesem Zeitpunkt war der Krieg eigentlich verloren, da klar war, dass keine Verstärkung durch das Wurmloch kommen konnte. Es war ein unglaublich befriedigender Augenblick, als die richtigen Götter den falschen Göttern gezeigt haben, wie es geht, und schwupps waren Sie Alle weg.
ging’s leider auch teilweise etwas abwärts, weil dann wieder viele Füller Folgen kam und viel Klingonen, Unsinn und andere Sachen, die mich nicht interessieren. Die letzten Folgen der siebten Staffel waren dann noch mal richtig groß.
Auch war die Argumentation der Gründerin, teilweise absurd, dass Odo wichtiger ist als dieser Krieg. Warum haben Sie ihn dann als Baby einfach weggeschossen Das wirkt doch dann schon etwas seltsam, wenn man überlegt, was für Ressourcen sie da reinstecken und dass sie im Prinzip ihr ganzes Reich riskieren, um die Föderation zu besiegen was dann ja letztendlich nicht gelingt Die Kritik an dem Deux Ex Machina Moment kann ich nicht so ganz nachvollziehen, weil wie Ihr im Podcast ja aufzeigt, waren die Propheten von Anfang an dabei. Mir war damals auch klar, als Sisko ins Wurmloch fliegt das ist das jetzt für das Dominion war . Dieser Gegner war eine Nummer so groß.
„weil wie Ihr im Podcast ja aufzeigt, waren die Propheten von Anfang an dabei.“
Das erklärt aber nicht, wieso die Propheten in diesem Moment genau so handeln, oder?
Das sind eben Götter die machen was se wollen 🙂 Ihr Verhalten soll ja weder nachvollziehbar noch logisch sein
Die Erklärung findet sich im Drehbuch. Die Wurmlochwesen* haben einen Plan für den Verlauf der Geschichte. Sisko fliegt ins Wurmloch auf einer Himmelfahrtsmission. Sisko ist aber Teil des Plans, also müssen sie, um sein Überleben sicherzustellen, eine andere Variable anpassen. Nun ist ihnen zusätzlich an der Unversehrtheit Bajors gelegen. Was sie tun, ist pragmatisch und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.
Warum konnten sie Siskos Handeln nicht vorhersehen, wenn sie doch angeblich die Zeitcheckung haben? Dieses Handlungselement wurde tatsächlich (wie so vieles) seit dem Pilotfilm angepasst. Denkbar: Die Wurmlochwesen haben diese Checkung nur, was normal lineare Wesen angeht, [spoiler]Ihresgleichen[/spoiler] können sie nicht durchblicken. Oder dürfen nicht, DSGVO.
Warum schickt das Dominion keine weitere Verstärkung? Weil sie davon ausgehen müssen, dass diese Schiffe zum Schutze Siskos/Bajors erneut verschwinden. Die Situation muss sich erst klären, bis dahin sammeln und stärken sie ihre Macht rund um Cardassia und anderen eroberten Welten im Alpha/Beta-Quadranten, was offenkundig auch nicht von schlechten Foundern ist.
* Keine Götter, an die Lingo bzw. nicht in die bajoranische Perspektive zu verfallen muss ich mich selbst ständig erinnern. Sie sind wie die Q, Metrons, Organians oder Ardra, die Trek-Fans ja auch nicht als Götter bezeichnen.
Klemmbausteine wäre auch kein Thema für mich
Ich fand den Hinweis sehr interessant, dass diskutiert worden war, den Krieg mit dieser Folge enden zu lassen. Das wusste ich nicht – danke für solche Infos!
Um ehrlich zu sein: mich wundert nicht wirklich, dass man sich letztlich dagegen entschieden hat. DS9 hat viele verschiedene Facetten gezeigt. Dennoch habe ich so meine Theorien und zwar erstens (wobei das hier nicht der wichtigere Punkt ist), dass die Einführung der „Defiant“ belegt, dass man mit dem „statischen“ Konzept „Raumstation“ erzählerisch doch in eine Art Sackgasse geraten war, und zweitens, dass sich DS9 nach einer gewissen Zeit ebenfalls erzählerisch nicht mehr zu helfen wusste und deswegen auf das Thema Krieg verfiel, denn dabei entstehen Geschichten mit Drama und Action ja bedauerlicherweise quasi wie von selbst.
Ich kann das nur schwer positiv bewerten. Auch wenn das Thema Religion alles andere ST-typisch ist, habe ich mich daran bei DS9 nie wirklich gestört. Aber Krieg als alles umspannender Hintergrund?
Es wäre heuchlerisch, zu behaupten, dass ich – speziell als Jugendlicher – die Schauwerte von Weltraumschlachten nicht ab und an schlicht beeindruckend fand. Aber wie leicht ist darauf zu verzichten, denn ST stand für mich immer für inspirierende Abenteuer ins Unbekannte! Diese Folge zeigt(e) bzw. diese Folgen zeig(t)en mir halt leider auch wieder, wie wenig mir DS9 in dieser Hinsicht zu bieten hat 🙁
Der Podcast schafft es wirklich, dabei bleibe ich, mir interessante Aspekte von DS9 zu zeigen; das ist cool. Aber ich verstehe nach wie vor nicht, warum die Serie generell so beliebt ist und gelobt wird.
Naja, die Antwort gibst Du Dir doch selbst mit den Sätzen.
„ST stand für mich immer für inspirierende Abenteuer ins Unbekannte!“ – „Aber ich verstehe nach wie vor nicht, warum die Serie generell so beliebt ist und gelobt wird.“
Für mich gilt: Star Trek steht selbstverständlich *auch* für Abenteuer ins Unbekannte, aber nicht *nur*.
Erst gestern sprachen wir im Freitagstrek über zwei hervorragende TOS-Episoden: The Conscience of the King und A Private Little War. Zwei Folgen, die sich auseinandersetzen mit menschlichen Abgründen, Verbrechen, Drama, Krieg. Folgen aus den 1960ern, also ist das eingebacken in die urtümliche DNS von Star Trek.
Wenn Du findest, dass gutes Star Trek für Dich die Folgen sind, die Abenteuer ins Unbekannte darstellen, dann bleibt Dir das unbenommen. Nur blendest Du damit zahllose Folgen aus, auch von TOS und TNG. Auch das bleibt Dir unbenommen.
Woran ich hängenbleibe, ist Deine Verwunderung. Also sich in Star Trek auf eine bestimmte Geschmacksrichtung exklusiv einzuschießen und sich dann zu wundern, warum das nicht alle anderen Menschen auch tun.
Für mich ist Star Trek auch (vielleicht sogar vorrangig): Stark charakterbezogenes Erzählfernsehen in einer in teils vordefinierten, teils frei gestaltbaren Handlungswelt. Im Idealfall sauber geschrieben und geschauspielt. Warum ist das verwunderlich oder merkwürdig? Das zu erfahren interessiert mich sehr.
Interessant auch, dass ich so häufig lese, DS9 wäre so actionlastig. Ich hab mal gerechnet: Im Rest von Staffel 6 kommen noch 10% Actionfolgen. Die Serie ist sehr weit entfernt davon, das A-Team zu sein. Geschmack ist ja eine Sache, aber Zahlen & Fakten noch mal was ganz anderes. Die Star-Trek-Serie, die sich (oft ohne Not) für die Action entscheidet, ist, meine ich, viel eher Voyager.
Da stimmt mit Voyager ich mag aber auch Voyager nur ist es meilenweit von DS9 entfernt. Und die Action bei DS9 ist was ganz anderes weil es um einfach alle geht in dem Krieg. Bei Voyager ist am Ende jeder Folgeeh alles wieder gut 🙂 und wir sehen die meisten Völker nie wieder. DS9 ist für mich die beste Serie aller Zeiten ( danach Lost und GOT)gerade wegem dem Domion Strang
>und wir sehen die meisten Völker nie wieder.
Das war nun schon in TOS, TAS und TNG so.
Und bei Voyager ergibt es sogar Sinn, weil sie eben immer weiter fliegen. Da war man eher zu lange bei den Kazon in Staffel 1+2.
@ Sebastian: Du verstehst nicht, dass ich mich wundere? Kann es einem nicht so gehen, dass man eine andere Meinung toleriert und anerkennt, ohne deren Zustandekommen vollumfänglich nachvollziehen und ohne sie selbst damit teilen zu können?
„Also sich in Star Trek auf eine bestimmte Geschmacksrichtung exklusiv einzuschießen und sich dann zu wundern, warum das nicht alle anderen Menschen auch tun.“ – Ich bin etwas in Sorge, dass wir in den Bereich der Missverständnisse abdriften könnten; Kommunikation im Internet kann ja argwöhnisch machen… Mit Sicherheit wolltest Du mir nicht unterstellen, dass ich meinen Geschmack zum allgemein gültigen Maßstab erheben wollte.
Im Zentrum meines Kommentars: Ich hatte vor allem schlicht und ergreifend versucht, kurz darauf hinzuweisen, wie schwer ich mich damit tue, dass Krieg für eine gesamte Star-Trek-Serie quasi die sinnstiftende Grundlage ist.
Ja, schon interessant, dass Du die Beobachtung gemacht hast, dass DS9 von vielen mit Action in Verbindung gebracht wird. (Was ich z.B. oft gelesen habe, ist, dass einfach in den Raum gestellt wird: „DS9 ist viel realistischer als andere ST-Serien“). Ich könnte mir vorstellen, dass auch das mit der Action an dem die Serie doch bestimmenden Thema des Dominion-Kriegs liegt. Die Raumschlachten etc. dürften den Leuten im Gedächtnis geblieben sein. Bestimmte Folgen und Szenen können das Image einer Serie, vielleicht nicht grundlos, mehr prägen, als es eine statistische Auswertung abzubilden vermag – zumal, wenn ihnen (wie zum Beispiel hier) ein besonderer Status zukommt.
Falls Ihr das in der ein oder anderen Form nicht schon tatsächlich gemacht habt, könnte das vielleicht sogar ein Thema für eine Sonderfolge sein: „Wie wird Star Trek wahrgenommen?“ mit (echten und scheinbaren) Klischees, (echten und scheinbaren) Mythen und dem „erarbeiteten“ Nimbus rund um das Franchise – spannend, aber teilweise auch schwierig zu greifen.
Naja: Andere Meinungen nicht teilen ist doch voll okay.
Dein ursprünglicher Beitrag kam bei mir so an, dass Du nicht verstehst bzw. Dich darüber wunderst, dass andere Meinungen überhaupt existieren. Und naja, das hab ich in den letzten Wochen mal wieder mindestens einmal zu oft gelesen. Das macht mir immer Bauchweh und dann muss ich mal ordentlich pupsen.
Aber das denkst Du ja anscheinend doch nicht.
Deswegen sorry für den Gestank & danke für die Komplimente!
Ja da bin ich auch öfter gedanklich. Was wäre aus DS9 geworden, wenn sie hier den Krieg beendet hätten oder das Dominion, wie eigentlich geplant, nur ein Mehrteiler in Staffel 3 geblieben wäre.
Ich fürchte sehr viel mehr, wie der B-Strang neben dem Krieg jetzt schon wird.
Und was Odo angeht muss man sagen, dass es bei ST so gut wie Konsequenzen für Charaktere gibt. Quark kann Waffelschmuggel begehen, Riker den Vertrag von Algeron brechen, Odo die Föderation und Bajor verraten: In der nächsten Folge ist alles vergeben und vergessen.
*nie Konsequenzen
Auf tvtropes.org werden im Artikel „Deus ex Machina“ vier Kriterien genannt, die einen Twist zu einem Deus ex Machina machen:
1) Dei ex Machina are solutions to a problem.
2) Dei ex Machina are sudden or unexpected.
3) Dei ex Machina are used to resolve a situation portrayed as unsolvable or hopeless.
4) Dei ex Machina are external to the characters and their choices throughout the story.
Ein Deus ex Machina erfordert NICHT, dass der Charakter/die Partei/die Technologie etc., durch die das Problem gelöst wird, nur in dieser einen Situation auftaucht.
Ich finde, dass diese vier Kriterien in der Episode erfüllt werden. „Sacrifice of Angels“ wird auf der Seite unter „Live-Action TV“ explizit als Beispiel für ein Deus ex Machina aufgelistet.
Klar, die Propheten wurden schon in der Pilotfolge „Emissary“ eingeführt.
ABER seit „Emissary“ haben *immer wieder* Raumschiffe das Wurmloch durchquert und *niemals* wurde auch nur angedeutet, dass die Propheten sie zerstören könnten oder würden. In „Call to Arms“ flogen etliche (hunderte? tausende?) Dominion-Schiffe unbeschadet durchs Wurmloch. Jetzt zerstören sie nicht nur ein einzelnes Schiff, sondern gleich eine ganze Armada aus *tausenden* Schiffen!
Zerstört? Ich habe keine Explosion gesehen. Die Schiffe sind verschwunden. Vielleicht in der Zeit transponiert wie der Solarsegler von Akorem Laan in Accession. Interessant, dass, wie jemand anderes oben schreibt, ein nicht-kanonisches Computerspiel genau diese Lösung für die Dominion-Flotte aufgegriffen hat.
Unabhängig davon: Dass das Wurmloch durchaus Schiffe beschädigen kann, haben wir in Emissary gesehen. Da durchquerte Dukats Schiff leichtfertig das Wurmloch, kam am anderen Ende britzelnd und manövrierunfähig heraus und musste von Siskos Runabout abgeschleppt werden.
Seiten wie tvtropes.org, wo Hobbyisten ihre Sicht der Dinge reinschreiben, sind genauso sakrosankt wie Trek am Dienstag. Will sagen: Gar nicht.
Doch selbst wenn: Punkt 4 ist nicht erfüllt, im Gegenteil.
Wäre denn die Anwendung des „Deus ex machina“ bei DS9 so schlimm?
Die Ilias ist voll von solchen literarischen Kniffen und gilt immerhin als Meisterwerk der abendländischen Kulturgeschichte.
Schlimm ist ein großer Begriff, deswegen: Nein, schlimm ist bei der Diskussion um (immer noch lediglich) eine Fernsehserie nichts, was nicht die Leute beleidigt oder verletzt.
Die Frage hier ist: Haben wir hier (A) eine gemogelte Auflösung, die wahllos einen Fremdkörper reinbringt, weil die Autoren „nicht mehr weiter wussten“? Oder haben wir hier (B) das Einschreiten zwar eines „dickeren Fisches“, aber folgerichtig und geschickt in die größere Erzählung eingebettet?
Wie im Podcast gesagt: Bereits beim ersten Anschauen anno 1997, als das Minenfeld explodierte, da ging mir die Glühbirne über dem Kopf an: „Ach so lösen sie das! Chapeau.“ Noch vor dem Befehl zum Flug ins Wurmloch erschien mir diese Auflösung zwingend.
Wenn das nicht ein Fall von (B) gewesen wäre, hätte ich es ja in dem Moment gar nicht erraten. Als treuer Zuschauer, der zu dem Zeitpunkt Staffeln 1-5 mehrmals rauf und runter geguckt hatte, war dieser Aha-Effekt und das „Yes, ich lag richtig!“ wenige Minuten später eine große Belohnung. Und der Beweis für das, was Du meisterliches Schreiben nennst.
Und damit lösen wir uns vom Begriff des „Deus ex machina“, denn der kann sowohl (A) als auch (B) sein. Der Begriff wird aber oft leichtfertig synonym mit (A) verwendet, was mindestens sprachlich unsauber ist, wenn nicht sogar gezielt unsachlich. Aber nicht „schlimm“.
Ja, da kann ich mitgehen.
Denn ein Deus ex machina ist es ganz eindeutig für mich, ich finde es so aber trotzdem ziemlich gut gelöst.