#486: Scientific Method (VOY 4.07)

Episode herunterladen (MP3, 77 MB)

29. Oktober 1997:
B’Elanna und Tom können nicht voneinander lassen – Neelix bekommt Fleckenfieber – Chakotay wird zum alten Knacker – und die Chefin ist noch beschissener drauf als sonst. Keine Frage, auf der Voyager sind Experimente im Gange. Doch stellt sich die Frage, als Seven die verwerfliche Ursache ermittelt: Wie entfernt man eine bestens getarnte Invasion, die bis auf Molekularebene alles im Griff hat?

In Deutschland: Verwerfliche Experimente, ausgestrahlt am 18. Dezember 1998.

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Nagus Zek

    Guten Morgen! Danke Simon, dass Du beim Hochdaumen geblieben bist. Ja, die Schwächen sind evident, aber insgesamt war es doch ein großer Spaß. Janeway im Tee, herrlich. Chacos Maske, o Gott. Seven lobenswert, B’Elana und Tom glaubwürdig. Ich mochte es. Der subtile Horror wurde gerade am Anfang mit der Kamera, die immer ein bisschen zu lang auf den Figuren blieb, genial vorbereitet. Die Musik war aber wirklich oft etwas drüber. Gute Besserung, Sebastian und eine schöne Restwoche.

  2. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    Die spaßigen Szene weiß ich durchaus zu schätzen, nur hängen sie wie kostbare mundgeblasene Kristallkugeln an einem ansonsten entnadelten Weihnachtsbaum. Das Beiwerk reicht mir einfach nicht wenn der Inhalt wenig überzeugend ist, und der Titel sagt uns was der Hauptplot ist. Wieder einmal die Aliens der Woche aus dem Hut zu zaubern welche einer Infektion ähnlich die Crew befallen, angeblich um ein (ehrbares) höheres Ziel zu verfolgen das auch nicht ansatzweise erklärt wird, lässt mich recht ratlos zurück. B’Elannas und Toms spätpubertäres Verhalten fand ich unglaubwürdig – angesehen davon bleibt es unklar ob die Aliens daran mitwirkten – immerhin tourt die Crew seit vier Jahren durch den Delta-Quadranten und klammert sich an das philosophische „was darf ich hoffen?“, bedeutet es aber unumstößlich dass alles Handeln und Denken nur auf dieses eine Ziel ausgerichtet sein soll, welches – wie uns mitgeteilt wurde – alles andere als wahrscheinlich sei zu erreichen, oder sind situationsgerechte Optionen legitim oder sogar geboten? Voyager geht mir auf dieses Basis-Problem allgemein viel zu wenig ein, was ich schade finde, denn es böten sich zahlreiche ethische, moralische und philosophische Fragestellungen. Dieses ständige „ach, da ist ein Klasse-M-Planet, gucken wir doch da mal kurz vorbei“ zeigt mir nicht dass es einen Konsens innerhalb der Crew gibt oder auch einen Dissens, denn ich möchte annehmen, dass nicht alle weitere Verzögerungen gutheißen.

    Seven als die Ermittlerin undercover, Neelix im Spiegel, Tuvok mit Janeway, die geschüttelte Massage – alles wunderbar, jedoch bleibt mir zu wenig Fleisch am Knochen, wenn man am Ende aus den Doppelstern zurast und schwupps, die Aliens verschwinden. Der Salat-Epilog erschien mir wie drangetackert weil die Episode sonst zu kurz geraten wäre. Bei mir geht der Damen nur auf 3 Uhr.

    Empfehlung: wer sich durch ein moralisch-ethisches Dilemma gedanklich inspiriert fühlt – gerade wenn es historisch ist statt wie hier fiktiv – dem lege ich den Youtube-Kanal „Zwischen Fortschritt und Frevel“ ans Herz von der WDR Quarks Science Cops. Die beiden Journalisten graben größtenteils haarsträubende und ungaubliche Experimente aus der wissenschaftlichen Forschung aus welche oft mit immenser Qual und Leid freiwilliger oder sogar auch ahnungsloser Probanden einher gingen, so dass sich bei jeder Folge die Frage auftut: rechtfertigt das Forschungsergebnis den angerichteten Schaden? Hier übertrifft die Realität in vielerlei Hinsicht oft jede Fiktion, und gerade ein Fan mit trekkigerm Blick auf reale Fragen der Ethik könnte einige Leckerbissen für den Kopf entdecken.

    1
    1. Maestro84

      Ich hatte mal vor Äonen einen Bericht zum Thema „Nutzung der Forschungsergebnisse von Ärzten z.B. der SS und der Einheit 731“ gelesen. Abartigste Menschenexperimente, aber wo die Ergebnisse schonmal da waren, wurden sie natürlich auch teilweise verwendet.

  3. Marco Kurt

    Wieder einmal eine tolle Besprechung. 👍
    Das ist eine meiner Lieblingsfolgen.
    Ich musste dabei auch ein klein wenig an Nagilum denken, der ebenfalls Experimente durchführen wollte. Aber mit der Crew der USS Enterprise NCC-1701-D.
    Wie gesagt… ich freue mich darauf, euch in Quickborn kennenzulernen! 😊

    1
  4. Veit

    Vielen lieben Dank für die Einleitung mit nachts wachliegen und nachdenken usw. Ich höre euch meistens auf der Fahrt zur Arbeit und eure einleitenden Worte haben mir mal wieder den Tag gerettet. Es ist ein beruhigendes Gefühl, wenn man merkt, dass man nicht der einzige ist, dem es so geht.

    LG

    1
  5. Kleiner Tipp, der mir einfiel, als Sebastian von dem georgischen Wein sprach: Georgische Worte werden in der Regel auf der ersten Silbe betont. (Sagt zumindest meine Frau. Die ist Georgierin.)

    1. Maestro84

      Ich trinke nur wenig Wein, aber der (nord)mazedonische ist recht angenehm. Kennt auch nicht Jeder, wird aber – keine Ahnung – wohl in die Richtung des griechischen gehen.

  6. Maestro84

    Diese Folge hat bei dieser Runde eindeutig das Problem, dass sie zwischen dem genialen DS9-Block vom Anfang der sechsten Staffel läuft. Damit „unterbricht“ sie schonmal eine gute Geschichte und kann nur verlieren. Persönlich wurde ich aber ganz ok unterhalten und die Geschichte erklärt recht gut, warum der Nick und s‘ Lanchen so heftig direkt am Arbeitsplatz übereinander herfallen. Die angepisste Chefin erinnerte mich ja an einen jungen Chef, den ich mal hatte und mit dem ich mich auf dem Flur heftig gestritten habe. Der war absolut ungeeignet in einer Führungsposition. Ansonsten war die Folge recht solide und für mich einen guten Querdaumen, auch wenn die Prämisse mit den getarnten Forschern über min. Wochen jetzt hier und da hakt. Wobei ich eine ähnliche Spezies auch schon bei Stellaris gespielt habe.

    Ach ja, das mit dem Grübeln nachts um 2 Uhr kenne ich „Dank“ zweier Depressionen. Eine XO einer bekannten Raumstation hat mal dazu geraten, in dieser Stunde des Wolfes ein paar Wodka zu trinken. Mein Probleme dabei:

    1. Ich trinke keinen Wodka, nur Whiskey.
    2. Ich kann nicht um fünf Uhr betrunken zur Arbeit gehen, denn ich bin schließlich kein Chef – der trinkt gerne Kaffee mit Mariacron (weiß offiziell natürlich Keiner von…..).

    PS: Ich lasse als Katzendiener nachts gerne aktuell die Balkontür auf. Eine Katze liegt gerne in der Nachtkühle und Dank Netz kann auch Nichts passieren. Als Hundebesitzer sollte man sich eventuell auch die Anschaffung von Schutzfüßlingen für die Pfoten überlegen – auch im Winter bei Salz und Split eine gute Idee.

Schreibe einen Kommentar

Dein erster Kommentar bei uns? Lies dir vorher bitte unsere TaD-Netiquette durch.