#284: Gambit, Part I (TNG 7.04)

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11. Oktober 1993:
Schockschwerenot, Chef Jean wurde in einer Star-Wars-Kneipe vaporisiert! Die Emotionen der Crew laufen daraufhin Amok und es dauert nicht lange, bis sogar zwischen Deanna und Bill die Fetzen fliegen. Die Misere mündet im Intrigenspiel auf einem Schiff voller Hair-Metal-WeltraumpiratInnen, was einen posthumen Affront für Gene Roddenberry darstellte. Fortsetzung folgt übernächste Woche.

In Deutschland: Der Schachzug, Teil 1, ausgestrahlt am 28. Juni 1994.

Dieser Beitrag hat 29 Kommentare

  1. Der Reisende

    Tolle Uploadzeiten, ich kann erstmals eine Folge schon Montagabend hören! Grüße aus der Vergangenheit / UTC-3 / Brasilien

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  2. Alexander

    Lieber Simon und Sebastian,

    Vielen Dank für eure Besprechung. Ich liebe es einfach euch zuzuhören. Vorallem bei dieser Folge der Schachzug 1. Wenn ich Sebastians Parallele zur World Wrestling Föderation hier höre fange ich schon an zu lachen.
    Ich glaube ihr anderen Trekkies wisst was ich meine. Jedenfalls kann ich den B-Movie Charme und das Wrestling Storyniveau hier auch erkennen. Ich finde diese Folge irgendwie abgefahren. Angefangen von Deanna und Will Rikers emotionalen Ausbruch nach Picards angeblichen Tod. Die Söldner sind Stylisch und der Humor ist klasse, gerade was die Interaktion zwischen Riker und den Söldnern auf der Brücke angeht. Wenn ich wirklich kritisch wäre, würde ich den Daumen allerdings quer geben. Komischerweise dachte ich eure Bewertung würde auch so ausfallen. Das ihr ihn jedoch hoch gegeben habt spricht für diese Folge. Da sind soviele Elemente zb die Schauspieler der Söldner die ihr erwähnt habt. Und die Art und Weise wie der Baran beeinflusst werden soll indem Riker auf der Brücke glänzt und Galen wiederum gegen ihn anstinkt ist wirklich hervorragendes B- Movie, Wrestling, Videospielniveau über das ich sehr wohl lächeln kann.
    Danke Trek am Dienstag!😃
    Grüße Alexander

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  3. Dennis

    moin
    Für mich geht der Daumen wie bei Alexander auch quer. Wobei er leicht nach oben zuckt. Ich frage mich wie der Söldnercaptain mit seiner Dummheit seinen Vorgänger aus dem weg geräumt hat? Bei den Foltergerät mußte ich an die Agoniegeräte aus TOS denken. Wiederum gut hat mir gefallen das wir unsere Helden (besonders zwei davon) mit anderen Verhaltensweisen gesehen haben. Und das sie (wenn auch nur zum Schein) auf die böse Schiene gehen könnten.
    Wünsche euch allen eine schöne Restwoche

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  4. Julien

    keinen Pirat unter Roddenberry? was ist denn mit Harry Mudd?

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    1. Bridge 66

      Ja, Harry Mudd wollte ich auch anführen, obwohl man da noch drüber streiten kann. Aber die Orion-Piraten sind ja auch noch da.
      Dass Roddenberry keine Piraten haben wollte, muss ich irgendwie überhört haben.
      Charmebolzen Okona ein Pirat? Nicht doch. Er ist selbstständiger Frachterkapitän. Bisher ist er meines Wissens nach keines Verbrechens überführt worden, im Gegensatz zu Mudd.

      LL&P
      Bridge

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      1. Michael Kleu

        Ja, Okona ist doch letztlich so lieb, da kann man kein Problem mit haben 😉

      1. Sören

        Irgendwas ist ja immer. 🙂

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  5. Swente

    Und wieder eine super launige Folgenbesprechung, danke dafür.
    Dass es Picard erwischt haben könnte, hat glaub ich niemand geglaubt, für mich hat das aber insofern trotzdem auch damals schon funktioniert, weil es ja spanned war herauszufinden, was mit ihm passiert ist.
    Dass Simon Golan statt Galen aufgeschrieben hatte, ist total logisch: Er hat unterbewusst bei der Story an Menahem Golan von Cannon Films denken müssen. Und das liegt nicht nur an der leicht trashigen Art und Weise der Story, sondern auch an Richard Lynch, den ich erst vor wenigen Tagen wieder in der Cannon Trashperle Die Barbaren als Schurken bewundern durfte. Und so schließt sich der Kreis. 😉
    Manchmal muss eine Folge einfach nur Spaß machen, da geht der Daumen zurecht hoch.

    1. Michael from Outer Space

      Ach ja, die gute alte Zeit, als jeder Punk eine Ketchupflasche dabeihatte! Die Punks von heute sollten sich daran mal ein Beispiel nehmen.

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    2. stef baura s

      wow, danke dafür. Hab mich noch gewundert, von was die Rede ist.

      Ich stelle fest, ich kenne diese Werbung nicht. Ich bin wahrscheinlich zu alt dafür, zu der Zeit war ich gerade mit der Ausbildung fertig und hatte ich einen echten Halbtagsjob (10 – 12 Stunden täglich) und wenig fern geschaut.

      Bin mir sicher, wenn ich den öfters gesehen hätte, wäre mir die Prämisse eines punkigen Ketchup-Experten (!) im Gedächtnis geblieben.

  6. Galen

    Für mich war und ist diese Folge total unterhaltsam, trotz – und vielleicht auch wegen – einiger logischer Abstriche. Richard Lynch spielt Baran tatsächlich genauso, als wenn er ohne sein Gerät nur 5 Minuten Captain wäre, leicht dümmlich, aber trotzdem zielstrebig. Insbesondere die Optik hat mir sehr gefallen, angefangen vom äußerlich wunderschönen und markanten Raumschiff bis hin zur Optik der Crewmitglieder, die mich jedes Mal wieder an die Glam Metal Band Steel Panther erinnert 😉
    Der Charaktername Galen taucht übrigens später in einer anderen Sci-Fi Serie auf. Im Babylon 5 Ableger Crusade ist Galen ein Technomagier und mich einer der wenigen Lichtblicke der Serie. Leider konnte Crusade nie die Qualität von Babylon 5 erreichen.

  7. René

    Hallo zusammen,

    also diese Schmugglercrew um Arctus Baran hat ihre Missionsvorbereitung vermutlich bei den Pakled gemacht. „Wir sind gerne sehr schlau“… Pustekuchen. Die sind auf Mission gegangen, mit einem sehr genialen Analysegerät, welches die Fundstücke, die man in die Mitte legt, auf eine vorspezifizierte (Sonst macht die Mission keinen Sinn!) Eigenschaft hin untersucht. Man muss dem Gerät nur sagen „Analyse neu – Analyse an – Ergebnis ausdrucken“. Das ist das Geheimnis der Bedienung. Und Galen schafft es diesen Intelligenzfleißmeisen zu verklickern: „Nur ich kann das machen, ich bin so geil und unverzichtbar für Euch“. Wer sollte denn die monotonen Unterhaltungen mit dieser Zentralanalyse führen, bevor Galen an Bord kam? Bleibt nur der vorherige Chef … den Arctus „Wir sind gerne sehr stark“ Baran aus den Latschen gehebelt hat.

    Diese Mission kann für die Schmuggler und deren Auftraggeber nur in einem Meer von Tränen enden.

    Es gab übrigens noch einen üblen TV Bösewicht mit einem ganz ähnlichem Namen wie Arctus. Der konnte seine Macht auch nur mit Gewaltandrohung und Einschüchterung durchsetzen. Arctos der Schneemann. Das kann alles kein Zufall mehr sein.

    Grüße an alle!

  8. 666 hinten - der geheime Metalkeller der USS Enterprise

    Der Gewinner des Gewinnspiels: AT= Anton aus Tirol?

  9. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    bei mir reichts nicht für mehr als für quer. Ich dachte …Kneipe, Zivilverkleidung, ach, da läuft jetzt wieder mal so eine Holodecknummer, dafür in echt. Das übliche Weltraumspelunkenambkente à la Star Wars haben wir nun auch schon x mal gesehen. Immer hockt da ein zwielichtiges Alien mit speziellem Insiderwissen herum. (Genesis???) . Moralisch vermodert… ist immer ein Muss, oder? Diesmal war das Alien eine Runzelratte mit Schießwollefrisur. Zu nah an der Kerze – puff!

    Dann dieser Rollenwechsel von Picard. Jetzt spielen die Guten mal wieder bei den Bösen mit, natürlich toral „undercover“ und die blöden Bösen merken es nicht. Troi als Romulanerin, Data als neue Borg Queen… und nun schon wieder?

    Die Vorhersagbarkeit ist mir bei diesen Kindergartenplots einfach immer viel zu groß, das fühlt sich an wie in einer klapprigen Geisterbahn zu sitzen, wo ich weiß „jetzt gehts um die Ecke und dann poppt der Gepfählte hoch aus seinem Sarg – wie gruselig.“ Die mähnige Hippieband, singend, hatten wir mal bei TOS. Ick weeß nicht. Mich holt es nicht ab. Man hätte Nana Mouskouri fragen sollen als schwarzbebrillte Alien-Blitzeschleuderin oder sowas.

    Danke, dass Ihr meinen Blick geschärft habt bezüglich der Lore-Rückgriffe, Worldbuilding und Darsteller-Details. Das gibt dem Ding mehr Facetten, macht das Plöttchen aber nicht aufregender. Denn die sicherlich geplanten Schreckmomente wie „Oh, nein, Jean Luc ist tot!“ und „Oh, nein, sie nehmen unseren Bill mit!“ das kauft doch niemand ab. Vor allem… den Superstar lässt man 1. nicht am Beginn der 7. Staffel sterben und 2. nicht off screen. Wer mal in einer Spelunke durchbohrt wurde, fortan mit Kunstherz durchs Leben wandelt, den haut so schnell nix aus den Latschen. Gibts eigentlich Kunstherzen mit Schutzschildfunktion? Die Borg konnten das doch auch.

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  10. stef baura s

    hallo Ihr beiden,
    wie immer, danke für die formidable Besprechung.

    Besonderen Dank an Simon, denn „Glamrocker“ trifft es bei Galen haargenau (Woooortspiel). Ich dachte nämlich die ganze Zeit, er könnte gut bei „Sweet“ mitsingen…

    Ich weiß noch, dass ich den Zweiteiler damals mochte, aus dem einfachen Grund, weil die Crew andere Klamotten getragen hat. Ja, ich bin so leicht zu begeistern.

    Beim rewatch am Montag war ich allerdings über Beverlys Kappe etwas erschüttert. Hatte ich sie noch als verwegene Franzosenkappe in Erinnerung, wirkte sie nun eher wie eine zusammengedatschte Duschhaube.

    ja, die Story ist hanebüchen, aber ich kann mich Sebastians Argumentation voll anschließen, es macht einfach Spaß.

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  11. Halbschuh

    Hallo Sebastian & Simon,

    kurze Frage: Was ist das eigentlich für ein „Ding“ mit den Anglizismen? Ist da irgendwas an mir vorbeigegangen? Diese ständigen Hinweise, dass man mal einen Anglizismus verwenden würde, sind mir schon seit einigen (?) Folgen aufgefallen, heute hat es sich dann aber dermaßen gehäuft, dass ich mich schon fragte: Häh?! Also versteht mich bitte nicht falsch: Macht was ihr wollt (BITTE!), aber mich interessiert schon irgendwie, wo das plötzlich herkommt. 🙂

    Bis ganz bald … und Danke für wieder mal eine tolle Folge!

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    1. Sebastian

      Hallo Halbschuh,

      da gab’s irgendeinen Kommentar zu unserer Verwendung von Anglizismen, der zur Geburt dieses Insiders in der Folge The Circle geführt hat – was sich dann verselbständigte, wie es Insider so an sich haben.

      Schönen Abend noch,
      Sebastian

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      1. Halbschuh

        Na dann ist „The Circle“ wohl einfach nochmal fällig … „as soon as possible“, um mal einen Anglizismus zu verwenden. 😀

        Vielen Dank für die schnelle Aufklärung und Dir selber auch noch einen schönen Abend.

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  12. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!

    Eine klassische Abenteuerfolge, wie sie auch zu Indiana Jones gepasst hätte. Fast schade, dass Picard nur zufällig (wieder einmal!) über diese Schmuggler gestolpert ist. Und auch schade, dass wir nicht erfahren, was da so verzweifelt gesucht wird. Ein Schatz aus Bergen von Latinum? Die ultimative Waffe? Ein verlorener Schlüsselbund? Das nimmt dem Ganzen ein wenig die Dynamik, denke ich. So, als ob wir bei Indiana Jones erst ganz am Ende erfahren würden, dass es die Bundeslade ist, die gesucht wird.

    Gut hingegen, dass Picard hier als Experte für Altertümer in dieser Folge „im Charakter“ bleibt, statt den John McClane zu geben. Da verzeiht man auch gerne unfähiges Verhalten der Schurken und den kleinen Ausraster von Riker und Troi, der nicht so recht passen will.

    Keine Piraten in Star Trek? Auf die Orioner in TOS wurde ja schon hingewiesen. Und in TNG erinnere ich mich an verschiedene Gruppen von Leuten, die Piraten oder sonstigen Schurken ähnelten, etwa in „Yuta, die letzte ihres Clans“, „Endars Sohn“ und „Die Rettungsoperation“ mit Tashas Schwester.

    Daumen rauf würde ich schon geben für die gute Unterhaltung, aber es hängt doch sehr vom zweiten Teil ab, ob die Erwartungen, die hier aufgebaut werden, erfüllt werden. Vielleicht hätte man beide Folgen als einen Fernehfilm senden sollen.

    Darauf den „Ketchup Song“ von Las Ketchup!

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    1. Michael Kleu

      Die Geschichte lehrt: Wer ein Pirat ist und wer nicht, liegt immer im Auge der Betrachtenden 😉

      Da hast Du Recht. Da kommen ein paar Kandidaten in Betracht.

  13. Michael from Outer Space

    Hi,

    ich mag die Cheesiness (um einen Anglizismus zu verwenden) von „Gambit“ auch sehr. Gestern habe ich mir wieder mal den Schwarzenegger-Action-Klassiker „Commando“ von 1985 angeschaut, weil er für mich der Gipfel der cheesigen Actionfilme ist und hatte wie immer viel Spaß.

    An „Gambit“ stört mich leider, dass die Story im Finale des 2. Teils meiner Meinung nach unbefriedigend aufgelöst wird. Im 1. Teil überlege ich, worum es hier eigentlich geht, welche Rolle die Artefakte spielen und wieso eine romulanische Agentin mit Schmugglern zusammenarbeitet. Im Finale des 2. Teils kommt aber heraus, dass diese „Waffe“ ein Rohrkrepierer ist, der so gut wie keine Wirkung hat. OK, die Serie muss den Status quo wiederherstellen, aber etwas mehr Mühe hätte man sich beim Schreiben schon geben können.

    LL&P
    Michael from Outer Space

  14. BjoernHH

    Passend zur Rock-Metal-Band auf dem Schiff verhalten sich Riker und Geordi an der Ausgrabungsstätte.
    Da stellt Bill seinen Fuß auf die Monitorbox bzw. auf einen Felsen, das hätte Klaus Meine von den Scorpions nicht schöner hingekriegt. Und Geordi macht es ihm sogar nach! Festivalatmosphäre!
    Großes Kino! Ich musste laut lachen!

  15. Florian

    Kann mit der Folge gar nix anfangen. Sehe den lustigen Trash auch nicht, so meinten die Macher das ( denke ich ) auch nicht, sondern die meinten das ernst. Der Bösewicht ich hochgradig lachhhaft.

  16. Roger

    Hallo zusammen

    Vieles wurde schon gesagt. Ich möchte anfügen…

    a) Gab es nicht im PC-Spiel „25th Anniversary“ die „Elasi-Piraten“? (gut, es war „nur“ ein Game, also nicht-Kanon, und der Roddenberry da vielleicht schon tot?) .

    b) Aus heutiger Sicht ist es sehr befremdlich, dass Picard da einfach so eine neue Identität annehmen kann, ohne dass ihn jemand erkennt. Können die ihn nicht „googeln“ oder sowas ähnliches?

    Danke für die Besprechung, wie immer 1A.

    Lg Roger

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