#285: Invasive Procedures (DS9 2.04)

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17. Oktober 1993:
Kaum ist die Belagerung durch die kreistreue Miliz vorüber, ereilt DS9 ein schwerer Plasmasturm und die Station wird erneut evakuiert. Quark will die Gelegenheit für einen dreckigen Deal nutzen, geht diesmal aber zu weit: Dümmliche Klingonen und ein stotternder Trill brechen ein und plötzlich steht Jadzias Leben auf dem Spiel. Doch hat man die Rechnung ohne Benjamins Psychospielchen gemacht.

In Deutschland: Der Symbiont, ausgestrahlt am 1. September 1994.

Dieser Beitrag hat 29 Kommentare

  1. Joe

    Hi. Ich hätte eine Bitte: Nutzt so viele Anglizismen, wie Ihr wollt, aber bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte hört auf mit dem „um mal einen Anglizismus zu verwenden“.
    Der Spruch war schon kurz vor dem Ende der ersten Folge (Rückspultaste war es glaube ich), in dem das anfing, nicht mehr lustig.
    😉

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    1. Sebastian

      Hey Joe,

      was soll ich sagen? Running Gags kommen, bleiben eine Zeit und gehen dann wieder. So sind Running Gags, so sind wir. Wir bitten um Dein Verständnis dafür, dass wir einerseits schon einige Wochen vorproduziert haben und andererseits eigentlich keine Sprachvorschläge annehmen können. Die haben nämlich sonst die Angewohnheit, im Hinterkopf umherzuspuken und unsere Spontaneität zu hemmen.

      Schöne Restwoche Dir,
      Sebastian

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      1. Simon

        Was Sebastian sagt. Wir treffen sicher nicht immer jedermanns Humor-Geschmack, aber solche Dinge gehören halt einfach zu uns. Wir beschneiden uns ungern, sonst wird es zu klinisch – und bei der Menge Content, die wir fabrizieren, machen diese Dinge ja nur einen winzigen Teil aus. Der nächste Running Gag wartet sicher schon.

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        1. Joe

          Ja, das stimmt natürlich alles was Ihr sagt. Ich wollte Euch auch nicht vorschreiben, wie Ihr Euren Podcast gestalten sollt. Hoffe, dass kam nicht falsch rüber. Ich wollte nur sagen, dass so ein Runninggag manchmal auch zu einem „running nuisance“ werden kann, um mal einen unechten Anglizismus zu verwenden. 😀

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          1. Simon

            Kam es nicht, alles super. Sind ja immer dankbar für Feedback und versuchen auch, Vorschläge umzusetzen, wenn wir das können. Bei solchen Dingen sind wir allerdings in der Tat aus genannten Gründen etwas unflexibel. Alles andere täte dem Podcast nicht gut. Sind ja auch nur zusammengenommen vielleicht 20 Sekunden von zwei Stunden Spielzeit. Und es wird weniger, versprochen. 🙂

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    2. Florian

      Jo also natürlich könnt Ihr mit Eurem tollen Cast machen was Ihr wollt, aber ich muss Joe Recht geben aus Sicht der Höhrer (aus meiner jedenfalls) ist das nur unheimlich nervig & was da dran lustig sein soll hab ich nie verstanden..Aber ich bin auch schon oft 49 und merk oft das ich scheinbar zu alt bin für manche Gags.. gefühlt kommt das ja pro Cast 10-15x vor… Aber wenn ihr Spaß damit habt ist es natürlich OK lg flo

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    3. Mister Incredible

      Ich möchte das aber weiterhin hören!

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  2. Nils

    Mein Daumen geht hier auch nach oben – eine Klasse Folge, die im Zusammenspiel der Charaktere sehr organisch wirkt und immer das richtige Erzähltempo findet. Jadzias „Belehrungsspruch“ Verad gegenüber hätte man sicherlich anders lösen müssen, aber einer Jadzia Dax, bzw. Terry Farrell konnte ich schon damals als Jugendlicher alles verzeihen und auch heute noch 🙂 Das Jadzia ab Mitte der Folge etwas in den schauspielerischen Hintergrund treten muss, find ich schlüssig, aber stört mich überhaupt nicht, da sie für mich dennoch das zentrale Element der Folge bleibt.

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  3. Michael from Outer Space

    Hi,

    R. I. P. Louise Fletcher!

    Wenn ihr wissen wollt, wer den Enkeltrick erfunden hat, hört euch einfach mal die Rückspultaste Nr. 028: „Liebesgrüße aus Eternia“ an! 😉

    ich finde „Invasive Procedures“ insgesamt gut. Mich stört aber, dass Quark mit seinen krummen Geschäften jedes Mal davonkommt und nie ernsthafte Konsequenzen zu spüren kriegt. Aha, Kira ist also sauer auf ihn? Das scheint Quark ja geradezu anzutörnen, weil er sie dadurch noch mehr auf die Palme bringen kann! In vier Wochen wird er in der Folge „Melora“ eine ganz ähnliche Nummer abziehen und mit einem Gangster unter einer Decke stecken, wodurch WIEDER Besatzungsmitglieder in Gefahr geraten! Meiner Meinung nach sollte der Ferengi-Bartender eine ganze Weile in einem bajoranischen Knast „urlauben“, wo ihm seine Tricks NICHT weiterhelfen.

    LL&P 🖖 👋
    Michael from Outer Space

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    1. Emma

      Ich kann mir das inzwischen eigentlich nur so erklären, dass Odo in langwierigen Verhandlungen mit dem Klingonischen Imperium steht, damit er, wenn er Quark denn irgendwann verhaftet, ihn direkt nach Rura Penthe schicken kann.

      1. Michael from Outer Space

        🤣🤣🤣
        Begegnet Quark dann wie Kirk dem blauhäutigen Alien, dessen Geschlechtsteile nicht dort liegen, wo sie bei anderen humanoiden Spezies zu finden sind?

  4. Driver 8

    „Knüppel AUS dem Sack!“, „Knüppel IN dem Sack!“ sind Befehle, um nicht „Imperative“ zu sagen, aus dem Märchen „Tischlein, deck‘ dich!“. Der Titel ist natürlich auch ein Befehl, um nicht „Imperativ“ zu sagen.

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    1. Michael Kleu

      Jetzt hör mal mit diesen Barbarismen auf, um mal einen Gräzizismus zu verwenden!

      😉

      1. sternburg

        Hervorragende Crosspromotion.

        Wenn ich von denen bisher lediglich – aber immerhin komplett und mit großer Freude – die #077 gehört habe, liegt es dann an mir oder kommt es in dieser Ausgabe nicht vor?

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        1. Sebastian

          Möglich, gerade nicht aufm Schirm… aber in der ersten Ausgabe lüften wir das Geheimnis auf jeden Fall.

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          1. sternburg

            *scrollt im Podcatcher*

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    1. Joe

      Ist es nicht IGWGIDS? [VON DER REDAKTION EDITIERT], glaube ich. [HÖRT MEHR RÜCKSPULTASTE].

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  5. Driver 8

    Spaß macht die Folge, Langeweile kommt nicht auf. Auch das zögerliche Agieren des Antagonisten ist immer gut eingebettet. Überhaupt beherrschen alle Darsteller ihre Rollen in deren Interaktionen.
    Aber es ist nicht der Anthony Perkins in „Psycho“. Der Anthony Perkins in „North Sea Hijack“ hätte es für dieses Szenario sein müssen! Dann hätte man vllt nicht gleich gewusst wie es ausgeht …
    Doch ich „leane mich mal weit out of the window“: könnte es eine „bottle show“ sein?
    *** SPOILER ***
    Keine grundsätzlichen Bedenken dagegen, aber ALLE Trillfolgen sind ihr Jod-S11-Körnchen nicht wert. Mary Sue, Mary Lou, Mary Drew … Mary-Dax! „Ich kann das aus meinem früheren Leben“ … frühere Leben am Symbointen, du Spock!
    *** SPOILER ***
    Wir werden die „Wahrheit“ über Trill und Symbionten und die Symbiosekommission noch sehen. Aber auch dann noch kein Taboo-la-rasa …
    *** SPOILER ***
    Und dann kommt, nein nicht schon wieder Mary, es ist Ezri die endlich eigene Persönlichkeit einbringen wird, da spüre ich Symbiose!

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  6. BjoernHH

    Das war eine sehr schöne DS9-Folge.

    Das Einzige, das ich zu beanstanden habe, ist wieder mal dieser viel zu schnell einsetzende Schluss. Man hat ja doch noch ein paar Fragen, und schon wird abgeblendet.

    Ein paar Sätze in einer Walk-and-Talk-Szene auf der Promenade über das Schicksal von Verad hätten der Folge gutgetan, finde ich.

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  7. stef baura s

    hallo Ihr beiden,
    das war wieder eine superschöne Besprechung. War ja auf Ausflug, habe es aber geschafft, während der Busfahrt zum Z D F (hier die Stimme von D.T.Heck denken) und auf dem Heimweg Eure Folge zu hören.

    Ich muss gestehen, ich mag diese Folge überhaupt nicht. Ich finde den Gastdarsteller total unsympathisch, und zwar der Darstellung der beiden Teilrollen, und seine Geliebte find ich genauso unsympathisch, und deshalb wird die bei mir in rewatches am liebsten übersprungen.

    War daher wirklich erstaunt, als ihr beider Schauspielerkunst so gelobt hat. Meine Antipathie gegen die beiden Personen überdeckt alles.

    Grüße
    Eure Stef

    PS: würde mich freuen, wenn Sebastian erzählen würde, was Louie (so heißt doch der eher laute Schlawiner) gerade so angestellt hat, wenn es im Hintergrund rumpelt…

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    1. Sebastian

      Hey Stef,

      Louie findet seinen eigentlichen Kratzbaum nicht hoch genug, deswegen liegt er gern ganz oben auf dem Aktenschrank, direkt neben meinem Podcast-Schreibtisch. Wenn es ihm da zu langweilig wird, „schlägt“ er unmittelbar am Mikro ein.

      Schöne Restwoche Dir,
      Sebastian

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  8. CptCalhoun

    Also mir hat die Folge damals schon gefallen und tut es auch noch heute. Das einzige was ich Schade finde, ist das einfach nicht mehr aus dem Sturmsezenario gemacht wird. So eine Enterprise kann halt einfach immer easy wegfliegen, DS9 nicht. Da hätte aus Dramatikgründen zumindestens mal irgendwo der Blitz einschlagen können, oder der Strom ausfallen etc. Hätte dann aber die Handlung wahrsscheinlich zu sehr durcheinander gebracht.

    Und Anglizismen mit dem Spruch könnt ihr gerne weiterverwenden. Find das irgendwie sehr lustig und erheitert mich immer. Denk bei jedem englischen Wort dann immer schon jetzt gleich wieder der Spruch.

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  9. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    Auch wenn mein erster DS9 Watch erst 2020 oder 2021 statt fand, war ich überrascht, dass speziell diese Folge mit dem Symbiontenklau mir sehr im Gedächtnis geblieben war. Aber ach, ich dachte tatsächlich: „Evakuiert? Immer noch? Komisch, letztes Mal war aber kein Blitznebel unterwegs!“ Zwei Folgen nacheinander mit „Evakuation“, echt ungeschickt. Schade, dass die deutschen Titel immer den Plot enthüllen müssen. Ich sach nur „Horta rettet…“. Invasive Procedure, soll anklingen wie“Evasive Manoever“ .. denke ich.

    Die Übertölpelung war sowas von plump… „hust, hust, Attacke, Ätschibätschi.“ Und wenn es dem Drehbuch passt, steht auf einmal im Weltraum falsch abbiegen die Todesstrafe. („GENESIS???“) Wenn aber Raub, Körperverletzung, Geiselnahme oder Sachbeschädigung und Zollvergehen passieren, och… egal. Schade.

    Mir gefiel die gespannte Wartesituation auf Ops. Draußen Unwetter und alle müssen sich dem Schicksal stellen, das hat auch Agatha Christies Mausefalle. Wer weiß wie gemütlich es in Odos Schlafkiste oder -Eimer ist? Ich denke, so wie in der Flasche von „Jeannie“? Mit gemütlichem Sofa! Bis auf die fehlende Rechtsprechung nach Quarks Missetaten sehr Thumbs Up, um mal einen Anglizismus zu verwenden…

  10. Kleiner Bruder

    Ups!

    Ja, auch ich mochte eure Besprechung, und auch eure Outtakes. Und auch die Folge. Hier war es mehrxSF als in manchen anderen Episoden, denn es ging nicht nur um eine, sagen wir, Organtransplantation, wie in einer Krankenhausserie. Diese Operation war im wahrsten Sinne des Wortes Bewusstseinsverändernd. Was fehlte zum Award? Wahrscheinlich, dass auf die philosophischen und moralischen Fragen, die ja sonst die Stärke von Star Trek sind, nicht näher eingegangen wurde. Picard hätte da eher eine Ansprache gehalten. Aber das geht in Ordnung, wer will, der darf sich ja gerne selber Gedanken machen.

    Mir gefällt auch, wie die Klingonen als Söldner auftreten. Nach dem Frieden mit der Föderation haben die Krieger so ein wenig ihre Daseinsberechtigung verloren, ähnlich den Samurai damals. Es bleiben nur die Fragen: Was ist mit Quark? Was geschieht mit Verad und Mareel? Meine Vermutung: Quark bekommt die für einen Ferengi härteste Strafe: eine Geldstrafe. All seine Latinum-Guthaben werden eingezogen. Verad bekommt wegen psychischer Probleme eine Therapie und Mareel bekommt Bewährung und darf ihn pflegen. Klar, das hätten sie noch erwähnen dürfen.

    Dass die Trill eine Zweiklassengesellschaft wären sehe ich hier nicht. Auch hierzulande kann nicht jeder Doktor sein, es muss auch Handwerker geben. Und niemand kann behaupten, Verad hätte keine Chance gehabt. Wie würden wir jemanden sehen, der durch die Prüfung gefallen ist und trotzdem seinen Doktortitel haben will?

  11. Florian

    Das Trill Konzept fand ich immer recht seltsam.. es gibt also Wesen die ganz heiß sind sich so einen Wurm einplanzen zu lassen? Wie sah hier wohl die Evolution aus? Was haben die Würmer voher gemacht? In der Trill Steinzeit dachte sich einer… ach komm ich schlitz mir man den Bauch auf und mach dann so einen Wurm rein? 🙂

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    1. Der Reisende

      Ich stecke nicht so tief in der Materie drin. Meines Wissens nach funktioniert die Trillgesellschaft so, dass theoretisch alle Trill sich mit einem Symbionten verbinden könnten, aber nur die Crème de la Crème es auch darf. Ich sehe aber einerseits keinen großen Selektionsvorteil des Traits „symbiosekompatibel“ an sich (reproduktive Fitness – bekommen vereinigte Trills viel mehr Nachwuchs pro Zeit als der Rest?) und andererseits angesichts des immensen zahlenmäßigen Ungleichgewichts von Wirten zu Symbionten (auf eine Population von etlichen Milliarden Trill kann eine Population von ein paar Zehntausend Symbionten gar keinen Einfluss haben). Für viel wahrscheinlicher halte ich es, dass nur eine Region des Trillplaneten jemals für die Vereinigung infragekommt. Am ehesten eine spirituelle Gemeinschaft, weil der Symbiosehokuspokus volkswirtschaftlich keinen nennenswerten Nutzen haben kann. Oder dass vor wenigen tausend Jahren eine Katastrophe die Symbiontenpopulation stark dezimiert hat und seitdem Scouts überall auf dem Planeten nach genetisch kompatiblen Wirten suchen, weil der dazugehörige Genotyp verloren geht.

      In jedem Fall kommt mir das Konzept äußerst merkwürdig vor und macht nur dann Sinn, wenn die Symbionten extrem machtbewusste Wesen sind, die ihren Wissensvorsprung und ihre soziale Stellung nutzen, um stets mit neuen Wirten gefüttert zu werden und gleichzeitig den Ottonormaltrill ruhig und still zu halten. Was dann aber schon deutlich in Richtung Parasitismus abdriftet.

  12. Michael Kleu

    Wo ich jetzt gerade heute meinen DS9-(Re)watch beendet habe, kommt es mir ewig lang her vor, dass ich diese Folge gesehen habe. Ich meine aber, dass ich sie gemocht habe.

    Als ich TaD noch hinterherhinkte und immer direkt die passende Podcast-Folge gehört habe, wenn ich mit der Episode fertig war, war es irgendwie wesentlich leichter, gedanklich am Ball zu bleiben.

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