#198: The Nth Degree (TNG 4.19)

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1. April 1991:
Gute Fortschritte hat unser Problem-Lieutenant Reg Barclay gemacht, zumindest in Beverlys Theater-AG. Doch als er sich mit Geordi in ein Shuttle schwingt, schickt ihn eine Sonde auf die intellektuelle Überholspur. Erinnerungen werden wach an Gary Mitchell (aus Where No Man Has Gone Before), doch am Ende wartet ein toller Gaststar.

In Deutschland: Die Reise ins Ungewisse, ausgestrahlt am 15. März 1994.

Dieser Beitrag hat 35 Kommentare

  1. Michael

    Nette Folge, netter Podcast. Ich mag Barclay.

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  2. SarahCrusher

    Meine Überlegung zu dem Licht Rätsel, warum… vielleicht muss der Mensch zu ganz bestimmten Zeiten Medikamente einnehmen die sich zusammen nicht vertragen und damit er es ja nicht vergisst das Licht.

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  3. Parlatio

    Der Feststellung, übermächtige Aliens die sich der Enterprise bemächtigen seien immer gut/harmlos, muß ich hier widersprechen. Man war schon in einer Sphäre aus Nichts gefangen, mit so einem breitgezogenen Kindergesicht, das mal eben an der Crew das Sterben erforschen wollte. Der hatte einen Namen, der Sinn ergibt, wenn man ihn rückwärts liest. Aber Namen halt – schon wieder vergessen.

    Und zunehmende Intelligenz schaltet Hemmungen ab? Keine Chance! Ich mag Barclay auch, aber diese Folge funktioniert für mich nicht, sorry.

    Was die Enterprise braucht, ist jemand, der in solchen Fällen in den Maschinenraum oder so geht, und den Netzschalter an der Mehrfachsteckdose mit den ganzen Systemen der Enterprise *physisch* ausstellt. Dann erreicht man mit der Übernahme des Computers auch nichts mehr. Kein Strom, kein Spaß.

    Hmmm. Aliens, die faul zu Hause rumsitzen und Sonden aussenden, die andere Spezies zu ihnen bringen sollen? Ich fühle mich hier schon wieder stark an „The Dig“ erinnert.

    1. Sebastian

      Mahlzeit Parlatio,

      hm, naja, ich meinte schon „freundliche“ Aliens, bei denen man am Ende gar keinen anderen Ausweg sieht, als es über sich ergehen zu lassen. Nagilum war dann am Ende doch austricksbar mit Jean ihm seinem Selbstzerstörungspokertrick.

      Schöne Restwoche Dir,
      Sebastian

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  4. Sebastian

    Hallo!
    Zum nächtlichen Lichträtsel des Nachbarn: es klingt danach als würde er Pflanzen ziehen und durch die Intervalle den Tag/Nachtzyklus verkürzen um in den Pflanzen bestimmte Eigenschaften zu verstärken. Bei Cannabis wird das zum Beispiel gemacht um den THC gehalt zu erhoehen. 🙂

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    1. Parlatio

      Die Marihuana-Frage ist hier tatsächlich schon mal angesprochen worden. Ich glaube sogar, im Podcast selber. Aber mal ehrlich. Wer ist denn so bekloppt, und läßt bei solchen Aktivitäten nicht die Rollos herunter? Obwohl, Bescheuerte gibt’s genug. 😉

      Auch mir wäre eine Erklärung aus der Twilight Zone lieber. Aber es wird wohl was Banales und Ödes sein. Wie immer.

      Vielleicht ist ihm ein Alien in die Garage gekracht, das sich jetzt dort versteckt, und versucht, seinen Kameraden Lichtzeichen zu geben? „Legen sie die Pizza unter die alte Eiche hinter’m Haus!“ 😊

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  5. Don

    Moin.

    Recherchen und Archiv: Richard Arnold
    Gute Reise, Richard!

    Ich bin ja in der DDR aufgewachsen und da wurde mir ein Buch mit dem Namen “Der ewige Sindbad” geschenkt, dass ich geliebt habe und auch immer noch sehr liebe. Darin wurden phantastische Geschichten von der Antike bis ins 20 Jhd. nacherzählt, angefangen mit Etana und Gilgamesch über Lukians Mondreise, Gullivers Reisen, aber auch H.G. Wells “Die ersten Menschen auf dem Mond”, bis zu Stanislaw Lem. Ein bunter Reigen aus Fantasy, Utopien und Science Fiction.
    Und dort habe ich auch zum ersten Mal Cyrano de Bergeracs Geschichten vom Sonnen- und vom Mondstaat gelesen, die mir sehr gefallen haben. 🙂
    Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, wenn er/sie es mal im Antiquariat vorfinden sollte. Einzig das Kapitel “Wie Marx und Engels den Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft entwickelten” wirkt wie ein Fremdkörper in diesem Buch und ist vermutlich als Konzession an den Verlag dort mit eingefügt worden.

    Das hier ist, glaube ich, das erste Mal, dass wir Beverlys Theaterprojekt erleben, oder?

    Dass man aus Höflichkeit klatscht, kann ich ja noch nachvollziehen, aber die Bravo-Rufe sind dann doch etwas übertrieben.

    “Passive Scans! Aktive Scans! Dreh mal lauter!” ist für Euch schon Techno Babble?

    Was Ihr gar nicht angesprochen habt: Geordi, nachdem sich Barclay bedankt hat, spricht über seine Motivation, warum er eigentlich zur Sternenflotte gegangen ist. Mit seinem Fazit (zeigend auf die unbekannte Sonde): “This, this is why I’m in Starfleet.”
    Das fand ich einfach sehr schön!

    Ich weiß gar nicht, was alle immer gegen das “Enterprise”-Intro haben. Also ich jedenfalls mag es!

    Yeah, Worf hat mit dem Phaser die Sonde sogar getroffen! Sonst schießt er immer erstmal daneben.

    Aber der Hinweis, dass die Photonentorpedos nicht eingesetzt werden können, weil dann auch das Schiff beschädigt werden könnte, ist doch gerade der Anlass dafür, dass Reg die Schilde verstärkt und dadurch das Feuern der Torpedos dann doch möglich ist. Es war wichtig für den Fortlauf der Handlung, also hätte man das doch gar nicht verschweigen können.

    Und der Riker so: “Wie, wat? Raff i net!”

    Albert Einstein werden wir ja auch in “Descent” nochmal wiedersehen, ich glaube, auch vom gleichen Schauspieler verkörpert.

    Doch, Simon hat Geordi und nicht Troi gesagt. 😀

    Das fand ich ja damals bei Gary Mitchell so geil, als er über Spinoza sagt: “Ja, eigentlich sind seine Gedankengänge geradezu kindisch.” 😀

    Keine TaD-Folge ohne “Das schwarze Loch”-Remineszenz!

    Wenn das das Zentrum der Galaxie ist, müsste sich doch dort ein schwarzes Loch befinden. Soll das dieser weiße Nebel da darstellen?

    Barclay hat seine Genialität verloren wie seinerzeit McCoy in “Spock’s Brain”.

    Fazit?
    Im Gegensatz zu “Hollow Pursuits” mag ich diese Folge. Es ist interessant, mal einen völlig selbstsicheren und gewinnenden Barclay zu erleben. Die beiden Gespräche mit Albert Einstein auf Augenhöhe und mit Cmdr. Riker ganz und gar nicht auf Augenhöhe finde ich einfach herrlich.
    Ich fühlte mich gut unterhalten – Daumen rauf!

    Das Ende Eurer Podcast-Folge war ja echt geil! 😀

    1. Parlatio

      Klingt gut, das Buch. Ach, man hat im Westen so viele schöne Sachen verpasst. Dürfte inzwischen schwrr zu bekommen sein? Man sollte es scannen und online stellen. Rechteinhaber kann es ja nicht geben. Weil erstens Sozialismus und zweitens Auflösung. (Was für ein furchtbares Deutsch! ☺)

      Das „Enterprise“-Intro? Das wüßte ich auch gern. Vielleicht, weil es sich vom Stil der anderen Serien so unterscheidet?
      Mich hat das früher sofort an die Titelmusik meines allerersten Sci-Fi Hörspiels erinnert. Auch da ist versucht worden, dem ganzen so eine sehnsuchtsvolle Aufbruchstimmung zu verleihen. Allerdings war das damals von Rolf Zuckowski…

      Wartet mal, wie ich klatschen werde, wenn der Riker in der Theater-AG seine Hauptrolle spielt!

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    2. Kleiner Bruder

      Es gab von ca. 1980 an eine Reihe vom Heyne Verlag „Bibliothek der Science Fiction Literatur“, mit der Unterreihe „Wege zur Science Fiction“. Da wurden auch einige ganz alte Geschichten abgedruckt, z.B. Cyrano de Bergeracs Mondstaaten und wohl auch der Lukian. Eine Liste der Ausgaben findet sich bei Wikipedia. Meine Bücher liegen leider ganz hinten im Keller.

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      1. Don

        Klingt auch danach, als wäre es was für meine Leseliste. 🙂
        Wenn da nur nicht das Tsundoku wäre…

  6. Torq

    Moin!

    Aus dienstlicher Erfahrung kann ich berichten, dass die gesteuerte Beleuchtung nach Euren Berichten vermutlich nicht ausreichen wird, um (erfolgreich) eine Indoor-Plantage zu betreiben. Typischer Weise sind hierfür UV-Lampen mit sehr hoher Leistung erforderlich. Danach klingt es aber eher nicht. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Ermittlungen noch entwickeln!

    Im Hinblick auf die Folge gebe ich Euch Recht. Die Geschichte ist nicht schlüssig. Sie vergleicht Äpfel mit Birnen.

    Soziale Zwangsstörungen stehen in keinem inneren Zusammenhang zur geistigen Leistungsfähigkeit. Insoweit ist trägt die Folge nichts zur Entwicklung der Charaktere bei. Das scheinen die Autoren schlicht übersehen zu haben. Das Bild, dass hier nicht zwei Seiten einer Medaille, sondern vielmehr zwei willkürlich gewählte Aspekte beleuchtet werden, trifft den Nagel auf den Kopf.

    Unabhängig davon, dass soziale Angststörungen als Aufhänger für Comic-Relief grundsätzlich unangebracht sind, ist Barclay der falsche Anker für die Entwicklung.

    Interessant finde ich, dass bisher niemand daran Anstoß genommen hat, dass Barclay Einstein auf dem Holodeck erschaffen hat und mit dessen Hilfe wissenschaftliche Probleme löst. Gab es doch einen vergleichbaren Fall in jüngster Vergangenheit, bei dem ein anderes Besatzungsmitglied bei exakt der gleichen Vorgehensweise Schimpf und Schande erntete!

    Haut rein!

    „MEIN LEBEN!“ 😂

    (Das habe ich ja seit 25 Jahren nicht mehr gehört!)

    – Euer Torq

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    1. Parlatio

      Du meinst, das Haus müßte strahlen, wie das Gewächshaus in „Grasgeflüster“?

      Beruflich, sagst du. Das müßte heißen, du hast mit Licht oder Gärtnerei zu tun.

      Nein, der Versuch hier mit Barclay die „Rasenmähermann“-Nummer abzuziehen, geht in die Hose. Ist ja auch blödsinnig. Bei Starfleet gibt’s ja quasi nur Uni-Absolventen. Sorry, wenn das fies klingt. Hoffe, was gemeint ist, kommt auch rüber.

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  7. Michael from Outer Space

    Hallo!

    R.I.P. David Arnold!

    Ich mag „The Nth Degree“ auch. Bei Barclay sehe ich über die Serie hinweg durchaus eine Entwicklung: In „Hollow Pursuits“ wird er eingeführt, aber auf seine sozialen Probleme und merkwürdigen Eigenschaften reduziert, darum nervt er dort. Als La Forge in hier auf die Mission mitnimmt, freut Barclay sich darüber und arbeitet gut mit. Wie Don schon schrieb, zeigt er auf die Sonde und meint, genau deswegen wäre er der Sternenflotte beigetreten. Das zeigt seine Motivation und dass er mehr ist als ein schrulliger Typ, mit dem niemand klar kommt. In der Folge „Ship in a Bottle“ in Staffel 6 ist Barclay dann ein ganz „normaler“ Offizier, der zwar seine Eigenheiten hat, aber eben nicht der „Freak“ vom Anfang ist. Bei „First Contact“ hat er einen Gastauftritt und darf seinem Idol Cochrane die Hand schütteln. Ich jedenfalls mochte Barclay schon immer.

    LL&P
    Michael from Outer Space

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  8. Torq

    @Michael: Ich mag Barclay auch sehr. in gewisser Weise ist er vermutlich sogar mein Lieblingscharakter.

    Leider ist es bei dieser Folge genau so, wie es der Held der Steine für Lego-Technik feststellt: diese mittelmäßige Folge hat uns eine gute Folge mit Barclay gekostet.

  9. Torq

    @Parlatio:

    Interessanter Weise dachte ich auch immer, dass alle Star-Fleet-Angehörigen Absolventen der Akademie seien.

    Doch das trifft nicht zu. In einigen Wochen lernen wir in „Das Standgericht“, dass es auch quasi-Unteroffiziere gibt, die an anderer Stelle – wo auch immer – ausgebildet werden. Dieser Hintergrundstrang scheint aber später im Kanon nicht mehr weiter verfolgt worden zu sein.

  10. Roger

    Diese Episode habe ich entweder völlig vergessen gehabt oder sie hat sich bei mir mit der späteren Folge «Genesis» vermischt, wo Barclay auch zu irgendwas Komischem mutiert. Fand sie aber ganz ok.

    Zum Zentrum der Galaxis: Ja, irgendwie können unsere Leute halt extrem schnell und zuverlässig die Position ihres Schiffs innerhalb der Milchstrasse bestimmen. Das fällt mehrmals auf, etwa beim ersten Treffen mit den Borg (irgendein System im Deltaquadranten) und bei der Voyager im Pilotfilm (ebenfalls Deltaquadrant). Sofort ist die Position korrekt trianguliert. Vielleicht sind ja doch Meeressäuger an Bord, die bei der Orientierung mithelfen?

    Merkwürdiger Satz von Deanna ganz zu Beginn: «Das ist keine Fantasie, das ist Theater!» (???) Diese Logik entzieht sich mir…

    Vielen Dank für diese Besprechung. Einmal mehr sehr unterhaltsam.

    (uhh, Olli Kahn… ich sag nur «Khan gegen Chapuisat»… und ich war auf Chappis Seite 😊 )

  11. Myriam

    Das Spannendste ist mittlerweile das Licht-Rätsel!
    Es gibt Barclay-Lastige Folgen, die ich mag (Todesangst beim Beamen, und die Folge, wo sich die Crew zurückentwickelt), diese find ich recht unterhaltsam, mehr aber auch nicht. Wieder mal eine spassige Besprechung von euch!

    Next: QPid. Musste kurz nachsehen, welche das war, und dachte: oh je, die eine Q-Folge, die ich so gar nicht mag.

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    1. Parlatio

      Da bist du nicht allein. 😉
      Aber ich kann es kaum erwarten. Denn vielleicht sieht jemand einen Sinn in dieser Q-Folge. Habe nie verstanden, was das Ganze eigentlich bezwecken soll. (Worst Q Plot ever!)

      Und Vash… Das habe ich irgendwann schon mal geschrieben.

  12. Benjamin

    Sebastian, hast du deinen Nachbarn mal mit einer Infrarot Kamera beobachtet? Das mag aufschlussreich sein was die Pflanzentheorie betrifft 😃

    1. Parlatio

      Nein, Sebastian! Werde kein fieser Stalker! 😦

    2. Parlatio

      So, jetzt habt ihr es geschafft. Ich werde dieses Bild nicht los, wie sich Sebastian seinen Nachbarn bei der Polizei anschwärzt. Vorzugsweise unter falschem Namen.

      „Uns hat ein gewisser Willi Tanner angerufen und behauptet, sie hätten ihre Frau hinter dem Haus vergraben.“

      Vorsicht vor dem Mann mit dem Eispickel! 😉

      Oder sind es doch die „höllischen Nachbarn“???

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      1. Don

        Diese Information ist streng ochmonek!

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      2. Bridge 66

        Mich erinnert das so langsam an Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“…

        1. Parlatio

          Mich erinnert das mit den automatischen Lichtern an „Kevin allein zu Haus“. Vielleicht schleichen Harry und Marv bereits um Simons Haus – weil, das offensichtlich bewohnte muß natürlich zuerst ausgeraubt werden. Oder fast zuerst. 😉

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          1. Parlatio

            Sebastians Haus. Sorry.

  13. Florian

    Ich mochte Barclay immer La Forge ist hier ihm gegenüber wieder recht arrogant und Troi geht erst mit ihm spazieren, als sie sich ihm wieder überlegen fühlt. Die Folge fand ich an sich aber damals OK.. Typisches Trek eben. Bin nur mal gespannt was Ihr zu der nächsten Folge meint! 🙂

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    1. Ronnsen RD

      Genauso kam mir die Sache mit Troi auch vor! Erst als es Barcley wieder eine gewisse Überwindung kostet, tut sie es. Sie braucht anscheinend immer das Gefühl, über andere bestimmen zu können und die Kontrolle zu haben.

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  14. BjoernHH

    So, hier jetzt meine endgültige Theorie zu Sebastians Nachbarn:

    Die überwintern irgendwo, wo die Sonne scheint, und damit keine Einbrecher kommen, soll mit einer Zeitschaltuhr gerade nachts simuliert werden, dass jemand zuhause und wach ist. Hat ja keiner mit der Hartnäckigkeit von Sebastian gerechnet.

    Zum Podcast: Simon hat „Troi“ gesagt. Das kann aber durchaus wie „Geordi“ klingen.

    Der Autor dieser Folge, Menosky, ist definitiv kein Fan von Riker!
    Zweimal hat Riker die großartige Zeile: WHAT ??
    Dann kann er Barclays Erklärung nicht folgen: Ah, I see…
    … und dann macht er sich auch noch dümmlich Sorgen, dass Barclays Anmache bei Deanna Erfolg hatte.
    Großes Kino!
    Auch sowas kann Jonathan Frakes!

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  15. Roger

    Vielleicht ist die Sache mit den Lichtern ein Fall für die temporalen Ermittler…

    Möglicherweise reisen Simon und/oder Sebastian (oder irgendjemand von den Hörern) im Jahr 2050 zurück ins Jahr 2020 (Ende Jahr). Weil sie von irgendjemandem aus einer noch ferneren Zukunft einen Zeittransporter oder so erhalten haben. In unserer Gegenwart angekommen stellt man aber fest, dass die besagte Wohnung leer steht. Um die Zeitlinie nicht zu verändern, mietet man die Wohnung, installiert die Lampe und stellt somit sicher, dass der Gegenwarts-Sebastian seine Beobachtungen machen kann. Und harrt dort aus, solange die Sichtungen im Podcast weiter dokumentiert werden/wurden.

    Ich bin mir bewusst, dass ich mit diesem Eintrag nun aktiv in diese Zeitlinie eingreife. Vielleicht hat Captain Ransom mich schon auf dem Schirm… 🙂

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  16. Kleiner Bruder

    Ja, hallo nochmal!
    Hm, Nerds leben „seltsame“ Phantasien aus? Glaubt das wirklich jemand? Ich denke eher, dass Nerds durchaus Phantasien haben, sie aber kaum ausleben. Denn, ehrlich, selbst wenn man zufällig im Krankenhaus arbeitet, gibt es doch einfach zu wenig Aliens dafür…
    Wegen „Blumen für Algernon“ habe ich noch mal nachgeschlagen. Na ja, so ganz passt das alles ja nicht.
    Die Hauptfigur in der Geschichte, Charlie Gordon, hat einen IQ von gerade mal 68, arbeitet als Hilfsarbeiter und wird von seinen Kollegen gemobbt. Deswegen meldet er sich freiwillig für das Experiment zur Steigerung des IQ, das bei der Maus namens Algernon bereits geklappt hat. Gegen Ende stellt er fest, dass der Effekt zeitlich begrenzt ist, kann aber auch nicht mehr in sein altes Leben zurück. Immerhin können wir bei Barclay hoffen, dass der Effekt noch nachwirkt. Und vielleicht hat sich ja auch der Blick seiner Kameraden auf ihn verändert. Schüchternheit kann nämlich auch eine Folge sein von negativen Reaktionen, die man erlebt hat. Da kann man noch so gut sein in seinem Fach, wenn einem keiner was zutraut, dann wirkt das suf einen zurück.
    Von daher ist die Wahl von „Cyrano de Bergerac“ als Theaterstück durchaus bedeutsam. Er ist nämlich auch sehr gut als Dichter und als Fechter, er hat sich aber durch ständige Zurückweisung – „Selbst meine Mutter fand mich nicht hübsch“ – daran gewöhnt, nichts für sich erreichen zu können. Das Theaterstück gibt es übrigens auch als Film mit Gerard Depardieu. In dem spielt er auch wunderbar komisch auf die Erzählung von den Mondstaaten an.
    Kirks Enterprise wurde ja schon mehrfach übernommen und immer von weniger freundlichen Zeitgenossen. Da gab es z.B. die Tentakelwesen aus Andromeda oder Norman von Mudds Planeten. Mir fielen auch noch die „Gamesters of Triskelion“ ein, die auch einfach Leute zu ihrer Unterhaltung entführten.
    Dass eine Verbindung zu ST V besteht hätte ich nicht gedacht, aber ihr habt recht. Das ist witzig, gerade gestern habe ich auf YT gesehen, dass Star Wars Fans sich beschweren, weil angeblich im nächsten Film eine weibliche Jedi ein „Machtgott“ werden sollte. Frei nach dem Motto „Je mächtiger desto besser“. Tja, mit der Idee kommen die Macher wohl ein paar Jahrzehnte zu spät.
    Das Technobabble ist doch aber gerade ein Markenzeichen von Star Trek. Natürlich ist die meiste Technik und Physik, die hier vorkommt, pure Fantasy, wie in den allermeisten SFSerien. Sie haben es nur geschafft, das wissenschaftlich klingen zu lassen.

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  17. Ronnsen RD

    Schöne Folge, gefällt mir immer wieder gut. Hatte sie lange nicht mehr gesehen, aber doch positiv in Erinnerung. Zum einen kommt Barcley vor und ansonsten ist das Ganze durch und durch Sci-Fi.

    Ich hab mich aber früher immer eines gefragt: wenn die Cytherianer so ein friedliches Forscher-Völkchen sind, warum greift die Sonde dann die Enterprise an?! Das war für mich damals unlogisch.
    Jetzt beim Rewatch wurde es dann klarer: Die Sonde greift nicht an, sie möchte nur das Gleiche mit der Enterprise tun, was sie mit dem Shuttle getan hat. Mittels Energieimpuls die Schilde durchdringen und den Computer umprogrammieren, um das Schiff zu den Cytherianern zu bringen. Das hat allerdings zum Ausfall der Shuttlesysteme geführt und wird von Picard klar als kriegerischer Akt gedeutet, den es zu verhindern gilt.

    Laut Script sagt Einstein auch nicht „Groß Gott“ sondern „Gruss Gott“, also noch viel falscher. Vermutlich sollte es das deutsche Äquivalent zu „Great Scott!“ darstellen. Wir kennen es auch von Doc Brown aus „Back to the Future“.

    Fazit:
    Die Folge ist voll mit Sci-Fi Elementen, tollen Effekten und auch zügig und spannend erzählt. Allein der Gedanke, dass man interstellare Forschungsreisen auch machen kann, indem man andere zu sich holt, darauf muss man erstmal kommen. Ich hätte gerne noch erfahren, was für Spezies die Cytherianern noch so geangelt haben… die Borg oder die Klingonen? Wenn ja, was ist mit denen dann dort passiert?
    Auch, dass Barcley hier wohl am Ende keine Charakterentwicklung durchmacht, sehe ich nicht so kritisch. Dafür war seine Veränderung unter Sonden-Einfluss tiefgreifend genug, sodass man am Ende eigentlich recht froh ist, den alten, schüchternen Barcley wiederzuhaben. Auch das Schauspiel von Dwight Schultz überzeugt mich hier in der ganzen Bandbreite von „Zuständen“, die Barcley hier durchläuft.
    Schöne Folge… zwar leichte Kost, aber unterhält mich immer wieder gut. Daumen hoch!

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    Nebenbei frage mich gerade beim Blick auf das Bild der Enterprise oben: Was sind für Räume mit der markanten blauen Fensterfront unterhalb der Main Shuttlebay, die wie so zwei rechteckige Cartoon-Augen aussehen?
    Laut technischen Plänen aus dem Netz soll sich da ein Casino befinden, aber warum dann solche großen Fenster? Hat jemand das „Technical Manual“ zur Hand und kann das kurz prüfen? Würde mich sehr interessieren… Danke im Voraus. 🙂

    1. Parlatio

      Meinst du Casino wie Spielbetrieb, oder wie Offiziersmesse?

      Äh. Andere Rassen interstellar zu sich holen. Wird hier etwa der gedankliche Grundstein für Voyager gelegt???

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