#194: First Contact (TNG 4.15)

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18. Februar 1991:
Diese Woche drehen wir den Spieß um. Eine Zivilisation, dem 20. Jahrhundert der Erstausstrahlung nicht unähnlich, steht im Mittelpunkt – und Jean & Co. sind die kleinen grünen Männchen, die in Frieden kommen. Von Emergency Room über Cheers bis hin zu The West Wing wird kein 90er-Serien-Betrachtungswinkel ausgelassen.

In Deutschland: Erster Kontakt, ausgestrahlt am 9. März 1994.

Dieser Beitrag hat 56 Kommentare

  1. Parlatio

    Schön besprochene Folge, mal wieder.

    Was die Wissenschaft angeht, müssten uns die Malkorianer voraus sein. Vor dem Warpantrieb steht mit Sicherheit die interplanetare Raumfahrt; Und zwar mehr, als nur ’ne Sonde zum Steinesammeln auf den Mond zu schießen. Da müßte man eigentlich schon etwas aufgeschlossener sein. Zum Beeindrucken hätte ich an Picards Stelle die Leute nicht mit auf die Brücke, sondern auf’s Holodeck genommen. Bars haben die auch selber. „Komm, ich zeige dir mal die Erde, etc.“

    Ja, es ist halt billiger. Aber natürlich sind die Aliens wieder mal humanoid. Anders kommt man in die Föderation wohl nicht rein. Und zum Glück teilt man die selbe Körperchemie. Der Alkohol hätte ja auch wirken können wie: „Komm, ich lade dich auf ein schönes, kühles Gläschen Borsäure ein.“

    Aber Alles in Allem sieht man schön, daß die Masse einer Spezies nicht ebenso weit sein muß wie zum Beispiel die wissenschaftliche Elite. Kommen wir halt in 100 Jahren noch mal, Wiedersehen. Mirasta mit zu nehmen, war aber auf jeden Fall richtig. Die Entscheidung von Durken auch. Der sieht halt, daß seine Leute das nicht auf die Reihe kriegen. Picards Vorgehen als Voyeur und Riker als Stalker ist zwar verständlich, aber auch fragwürdig. „Heimlichkeiten sind Schlechtigkeiten.“, heißt das hier. 😉

    Der Typ, von dem ihr am Anfang redet, ist wahrscheinlich der Hornauer mit seinem Kanal Telemedial? Abseits vom Kalkofe ist mir der unerträglich. Was sagt das über eine Gesellschaft aus, wenn gerade solche Charaktere immer wieder auf die Füße fallen? Na, vielleicht im nächsten Zeitalter.

    Stellt euch mal vor, die Aliens kämen wirklich, die Industrienationen wählen ihre Botschafter aus, und dann heißt es: „Nö, zu euch wollten wir gar nicht.“ Danach geht man dann in die dritte Welt. Ich würde mich schlapplachen. 🙂

  2. Nils

    Moin! 🖖

    Es tut Mir unheimlich leid, aber ich muss mich einmal beschweren.

    Ihr sprecht am Anfang davon, dass Riker auf einer Bahre liegt. Glücklicherweise ist dem nicht so, denn ansonsten hätte unser Captain sich einen neuen ersten Offizier suchen müssen. Eine Bahre wird lediglich für Tote benutzt. Verletzte oder verwundete Menschen liegen auf einer Trage. Versteht mich bitte nicht verkehrt! Ich höre euch unheimlich gerne zu und ich möchte mich eigentlich auch überhaupt nicht beschweren, aber da ich aus dem Bereich Notfallmedizin komme tut es meinen Ohren weh, wenn ich höre das nicht-tote-Menschen auf einer Bahre liegen. Das hat wirklich nichts mit euch zu tun, da kommt nur mein persönlicher kleiner Sheldon Cooper raus. Ich „musste“ neulich sogar den Hoaxmaster Waschkau berichtigen. Konnte nicht anders. 🙈
    Ansonsten: Vielen Dank für diese tolle Folge! Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gekommen und ich wünsche euch viel Gesundheit und ein schönes Jahr 2021!

    Viele, liebe Grüße Nils

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    1. Parlatio

      Hallo Nils!

      Du irrst dich leider. Auf einer Bahre im Sinn von Tragbahre können durchaus auch Verletzte getragen werden. Steht auch so im Wörterbuch.

      Ich kann auch seinin kleiner Sheldon sein. 😉

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    2. Sebastian

      Mahlzeit Nils,

      solche Zusammenzuck-Begriffe hat wohl jedes Arbeitsfeld.

      Ganz früher™, als ich in der Lichtbranche arbeitete, wurde man nervös, sobald unbedarfte Menschen „Lampe“ sagten, obwohl „Leuchte“ gemeint war. Wobei man natürlich eine Lampe (auch Leuchtmittel genannt) in eine Leuchte einschrauben oder -setzen muss, damit Licht rauskommt.

      Heute arbeite ich in der Fahrradindustrie, da ist es der Begriff „Reflektor“. Der meint im Volksmund oft die weißen, orangenen oder roten Dinger mit der Waffeleisen-Struktur, die einfallendes Licht dorthin zurückwerfen, von wo es kam. Die heißen korrekterweise aber „Rückstrahler“, denn „Reflektoren“ sind wiederum die Spiegelflächen z.B. in einem Scheinwerfer, die das austretende Licht formen und lenken.

      Watt willze da machen? Unser Seniorchef gibt dem Korrektur-Impuls grundsätzlich nach, das legt der auch mit knapp 80 nicht mehr ab. Ich bin da mittlerweile kraftloser. Aber wehe, jemand sagt „Triologie“ oder „einzigste“, dann gehe *ich* steil! Trigger sind halt dazu da, dass man sie hegt und pflegt.

      Also, natürlich danke für Deinen sachdienlichen Hinweis.

      Schöne Restwoche Dir,
      Sebastian

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      1. Nils

        Moin Sebastian,

        ich freue mich, dass ich nicht der Einzige™ bin, der solche berufsbedingten Worttrigger hat. Es beruhigt doch, wenn man erkennt, dass es auch andere Berufsgruppen mit ähnlichen „Problemen“ gibt.
        Grundsätzlich gebe ich dir recht, denn besonders nach der Geburt meiner Tochter bin ich auch viel entspannter geworden, was Verbesserungen angeht. Ich versuche sogar nicht mehr Menschen davon zu überzeugen, das ST Discovery schlecht ist. 😉 Komischerweise ist die „Bahre“ ein rotes Tuch für mich. Keine Ahnung, ob ich auch das irgednwann mal ablegen kann.
        Danke für den Hinweis, dass es Rückstrahler heißt. Da war ich auch einem Irrtum unterlegen. Da habe ich wieder etwas gelernt.

        Auch dir eine schöne Restwoche!
        Nils

  3. Daniel

    10 Aliens in Lüdenscheidt..
    das klingt wie ein Film, den ich auf jeden Fall sehen muss!

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  4. Nils

    Hallo Parlatio!

    Du hast sicherlich Recht, aber innerhalb der letzten 20 Jahre wird der Begriff Tragbahre synonym für den Begriff der Fahrtrage benutzt. So steht es in den Ausbildungsverordnungen für Rettungsdienstmitarbeiter. Und als Gegendarstellung zu dem Wörterbuch hier der Artikel aus der Wikipedia: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Trage
    Wie gesagt: Ich bin seit 20 Jahren im Rettungsdienst tätig und sowohl meine Ausbilder haben mir das so beigebracht und so habe ich es auch meinen Azubis weitergegeben. 😉👍

    LG Nils

    1. Parlatio

      Daß es die optimale Lösung ist, sage ich ja gar nicht. Ist halt ein veralteter Begriff. Es könnte auch an der Region liegen, welches Wort man benutzt?

      Wkipedia als Referenz heranzuziehen finde ich immer schwierig, Internetseiten sowieso. Da kann ja Jeder erst mal reinschreiben, wozu er gerade Lust hat. Das erinnert mich daran, daß die hier zuständige Bibliothek einfach mal ihren gesamten, vollständigen Brockhaus *weggeschmissen* hat, weil es ja Wikipedia gibt. Sind die noch zu retten? 🙁

      Aber wenn ein Link hilft:
      https://www.wortbedeutung.info/Bahre/

  5. Nils

    Du meine Güte!

    Das haben die doch nicht glücklich gemacht, oder? Was für eine Katastrophe! Du hast auch hier wieder recht. Wikipedia ist nicht das Allheilmittel und teilweise Bild ist diese Internetseite sogar falsche Information ab. Aber wenn ich jetzt Fachliteratur, die den „Notfallsanitäter heute“ aus dem Elsevier-Verlag oder die „LPN-Reihe“ aus dem S&K-Verlag als Referenz nehme, dann glaube ich jetzt einfach mal, dass du eben zur Hand hast. Ich wollte jetzt auch definitiv keine Diskussion losreißen. Das liegt mir wirklich fern! Sagen wir einfach mal so: in Fachkreisen wird der Begriff Bahre Nur noch so verwandt, wie ich es oben an gebracht habe. Wie nicht-medizinisches Personal diesen Begriff benutzt, oder wie dieser Begriff in verschiedenen Regionen benutzt wird ist mir nicht geläufig. Ich wollte niemandem auf die Füße treten.
    Frieden und langes Leben! 😊🖖

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    1. Parlatio

      Ja. Doch. Das haben die tatsächlich getan, kein Scherz! (Kostenpunkt: mindestens 1500 Steine) Hört sich ein Bisschen nach dem „realen Irrsinn“ von Extra 3 an. Ich weiß nur nicht, ob sie wenigstens den Rechtschreib-Duden behalten haben. Und das in einer Uni-Stadt. Ts ts

      Was das andere angeht: Wir streiten uns ja nicht. *Ich* habe mich gut unterhalten. Die anderen können dann ja nach unten scrollen. 🙂

      Dir auch noch ein frohes, neues Jahr, wenn wir schon dabei sind!

      1. Nils

        Endlich kann ich antworten. Irgenwie wollte mein Standardbrowser das nicht zulassen.
        Ich mich hat das nicht losgelassen und ich habe noch ein wenig rumgetüftelt. In den meisten Fachliteraturen ist es tatsächlich so, wie ich gesagt habe. Dort wird die Bahne lediglich für die Toten benutzt. Also kann aus einer Trage vin eine Sekunde zur nächsten eine Bahre werden. (Ich mag es, wenn dir Deustchen uns in Definitionen verhhäddern. 😉 *Sarkasmus aus*) Im Duden und den meisten allgemeinen Wortschatz-Webseiten steht tatsächlich, dass eine Bahre zum Transport von Verwundeten.
        Also haben wir irgendwie beide Recht.
        Ich freue mich, dass die das hier nicht als Streit siehst, das tue ich nämlich auch nicht! Ich bin harmoniebedürftig und kann Streit nicht leiden. Aber eine schöne Diskussion, wie diese hier kann man gerne mal machen!
        Dir auch noch ein gesundes und frohes neues Jahr!

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  6. JackJean'n'Walker-Buddy-Movie

    Gerade gedacht, da eure Besprechungen mit TNG immer länger wurden und bestimmt bei DS9 nicht kürzer werden: Wenn ihr mal nach Enterprise aufhört, ist soviel Stunden an Material, dass man sich alle folgenden Besprechungen munter daraus zusammenschnipseln kann, selbst zusammen mit den gerne mal launischen Intros (aus dann randomisierten Sätzen und Antworten).
    Frohes Neues in die Runde.

    1. Schalksmühler Trekkie

      Warum sollten die Beiden nach Enterprise aufhören, wenn so grandiose Serien wie Discovery und Picard noch anstehen? Eigentlich ist es schade, dass es aufgrund des Wochenrhythmus und der Vielzahl an Episoden von Star Trek-Serien eher unwahrscheinlich ist, dass überhaupt alle Serien bis einschließlich Enterprise besprochen werden. Bei noch verbleibenden 89 TNG-Episoden, 176 Episoden von DSN, noch 172 VOY und 98 ENT-Folgen, sowie 7 Filmen, die noch vor DISCO kommen, reden wir von 542 Wochen in denen Simon und Sebastian eine Folge abliefern „müssen“. Wenn ich mich nicht allzu sehr vertue, wäre die erste Folge DISCO dann am Dienstag, dem 3. Juni 2031.

      Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn die Beiden über all die Jahre immer gesund und munter und fröhlich bleiben, so dass es nie zu einem Ausfall einer Folge oder dem Ende des Podcasts kommt. Auf der anderen Seite ist der Podcast ein Hobby und als Hörer dürfen wir weder erwarten, noch verlangen, dass sich bei den Beiden alles diesem Podcast unterordnet. Genießen wir es, solange es dauert.

      1. Sebastian

        Einen schönen Abend in die Nachbargemeinde,

        *fast* richtig gerechnet bzw. ein paar Sachen doppelt gezählt!

        TaD endet – ständige Gesundheit und Internet vorausgesetzt – mit der Enterprise-Episode „These Are the Voyages…“ am 11. März 2031. Wenn ich es laut vorlese, klingt es verrückt, aber es ist ja ebenso verrückt, dass wir seit knapp vier Jahren keinen Dienstag ausgelassen haben. Wir sind guter Dinge!

        Schönen Abend noch,
        Sebastian

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        1. Schalksmühler Trekkie

          Zunächst einmal freut es mich zu hören, dass ihr guter Dinge seid. Ich wünsche euch aus ganz egoistischen Motiven natürlich nur das Beste, denn wenn es euch gut geht und ihr immer Spaß habt, kriege ich jeden Dienstag eine neue Folge. 😉

          Ich glaube aber nicht, dass ihr TaD nach ENT beenden würdet. Momentan ist das sicherlich eure Planung, aber so fabelhafte Serien wie Discovery und Picard werdet ihr euch dann nicht entgehen lassen. Ich weiß, insbesondere Disco ist im Fandom momentan nicht sehr wohl gelitten, obwohl die Zuschauerzahlen und serienspezifischen Merchandising-Umsätze wohl bei den Produzenten sehr große Zufriedenheit auslösen. Ich gehe aber durchaus davon aus, dass sich im Laufe der nächsten zehn Jahre auch bei den zur Zeit eher ablehnenden Fans die Serie durchsetzen wird.

          Ich weiß noch wie man TNG ablehnte, weil es nicht wie TOS war. Später wurde über DSN gemault, weil es nicht auf einem Raumschiff spielte. Bei VOY war man unzufrieden, da man von der Föderation und der Sternenflotte nichts mitbekam. Diese Serien haben sich dennoch durchgesetzt und liefen ihre Zeit. Bei ENT hat man leider vorschnell den Stecker gezogen. In der Rückschau wird diese Serie von den Fans auch sehr viel wärmer und liebevoller besprochen. Für einen (kleinen) Teil der Fans ist sie sogar die beste Serie.

          Was ich sagen will: wir Trekkies sind verdammt konservativ. Wenn etwas Neues kommt, sind wir voller Vorfreude, nur um es dann erst einmal zu verdammen, weil es nicht so ist, wie wir es bisher kannten. Aber wir nach einer Weile lernen wir es dann doch zu lieben, weil wir die Dinge entdecken, die uns zunächst entgangen sind. Ich mochte Disco überhaupt nicht, aber habe mir die Serie vor der dritten Staffel zwei Mal angeschaut um die Zeit zu überbrücken. Somit habe ich sie jetzt vier Mal gesehen (davon einmal im Original) und ärgere mich über mich selbst.

          Mein Tipp ist übrigens: schaut die Synchron-Fassung zuerst und dann im Original. Dankt mir später. 😉

          P.S.: Meint ihr der Rathaustunnel in Lüdenscheid wird eher fertig oder euer Podcast?

      2. Stefan Topo.

        ,,Warum sollten die Beiden nach Enterprise aufhören, wenn so grandiose Serien wie Discovery und Picard noch anstehen?“

        Das kann man so sehen, ich möchte niemanden seine Sicht absprechen, aber nach den letzten Folgen Staffel 3 DSC und nach der ersten Staffel PIC kann ich nicht verstehen, wie man bei diesem Mumpitz, der da an Plots zusammen geschustert wird, noch irgendwie von ,,grandios“ reden kann?
        Und das hat nichts mit Old Trek oder New Trek zu tun oder dass ältere Fans die neuen Serien generell nicht mögen. Die Autoren haben doch aber wirklich irgendein seltsames Kraut geraucht beim Schreiben der Bücher für DSC und PIC. Sehr gutes Beispiel ist doch die Folge, über die wir hier schreiben, First Contact! Da ist auch nicht alles logisch, auch bei vielen anderen Folgen gab es viele Logiklöcher oder Dinge, die seltsam waren. Aber letztendlich hat man doch früher oft Geschichten erzählt, denen man folgen konnte und die in sich in dem Universum halbwegs Sinn machten. Das ist doch bei DSC mittlerweile gar nicht mehr so, da werden reine Märchen-Lösungen aus dem Hut gezaubert oder vorher als spannend aufgebauschte Plots mit einem Ende aufgelöst, dass unsinniger bekloppter und auch noch uninteressanter ist als alle Folgen GZSZ zusammen!
        Wie neue SF-Serien funktionieren können, so dass man sie sogar als älterer Zuschauer mag, zeigen Serien wie The Expanse oder von mir aus auch Dark und The Orville!

        1. Schalksmühler Trekkie

          Doch, es hat etwas mit Old Trek(kie) zu tun. Man kann Disco vieles vorwerfen, aber nicht, dass es nichts mit Star Trek zu tun hätte. Man hält sich schon fast sklavisch an den Kanon, so dass die paar Punkte, wo man den Kanon mal gedehnt oder gebrochen hat, im Fandom schon zu massiven Shitstorms führten, die es mangels weit verbreitetem Internet zur Zeit der alten Serien nicht in der Form gegeben hat.

          Auch die „plot holes“ wurden (fast) alle aufgeklärt. Meist eben im Staffelfinale oder in der darauf folgenden Staffel. Bei Disco wird immer über die plot holes geschimpft, noch bevor der plot überhaupt zu Ende ist. Ist der plot hole dann geklärt und aufgeklärt, bleibt man trotzdem bei seiner Meinung. Erlebe ich in den Diskussionen immer wieder. Einige plot holes muss man aber halt auch mal hinnehmen, damit eine Geschichte dramaturgisch funktioniert. Du sprichst es mit dem Verweis auf die in dieser Podcast-Folge besprochene TNG-Folge „First Contact“ richtigerweise an. Aber warum gesteht man das dann nicht auch Disco zu?

          Ich liebe TNG. TNG hat mich zu Star Trek gebracht. Genau deswegen höre ich auch diesen Podcast. Ich habe die Serie im Laufe der Jahre bestimmt schon 8x komplett gesehen, manche Folgen auch locker schon 20x. TNG ist voller plot holes. Viel schlimmer als Disco. Auf Anhieb fällt mir keine Folge ein, die kein plot hole hat und bei einigen sind sie sogar sehr massiv, selbst bei meiner Lieblingsfolge „Darmok“. Na und?

          Ich kann jedem nur empfehlen sich Disco noch einmal am Stück anzusehen, durchaus in der Synchro. Zum Einen kriegt man dann schon durch die Muttersprache tatsächlich alle Infos mit, zum Anderen vergisst man beim wöchentlichen Abstand auch schon einmal die eine oder andere Sache und ärgert sich dann grundlos über ein plot hole, das gar nicht da ist. So erging es mir, wie ich später feststellen musste.

          1. Stefan Topo.

            Ich möchte keine endlose Diskussion aufwerfen und respektiere ja auch andere Meinungen wie die Deine. Wenn Du das so gut findest, ist das in Ordnung. Ich habe mir das alles angesehen und ich bleibe dabei…ich kann das nicht mehr schauen!
            Ich habe auch nicht geschrieben, dass das nichts mit Star Trek zu tun hätte. Und ich habe auch nicht von Plot Holes gesprochen bei DSC und PIC. Ich habe von Plot Holes bei TNG gesprochen und ja, da gibt es ne Menge. Das Problem bei DSC und PIC ist aber…es gibt gar keine Handlung mehr in dem Sinne, die einem irgendetwas sagen soll, die irgendwie zum Diskutieren anregt, wie etwa First Contact oder solche Folgen! Es gibt deswegen dort gar keine Plot Holes, weil schon die Handlungsstränge totaler Kokolores sind. Es ist ja gar keine SF-Serie mehr, denn es fehlt vollkommen das Element Science. Science-Fiction hat immer einen Bezug zu naturwissenschaftlichen Überlegungen und entwickelt daraus Fiktionen. Das fehlt ja in DSC auch komplett. Die Serien sind zu reinen Fantasy-Produktionen verkommen…und die sind auch noch schlecht!
            Ich wollte diese Serien nicht hassen, ganz, ganz viele Menschen wollten Discovery sehen und vor allem auch Picard…die sind auch technisch gut gemacht, da kann man kaum etwas sagen…naja, außer die Schiffe, die man auch kaum sieht, aber selbst damit könnte ich leben. Und ich bin der erste, der sagen würde, dass sind gute Serien…wenn die Storys wenigstens irgendwie Sinn ergeben und einem was erzählen würden! Oder wenn etwas von den Figuren erzählt würde, was den Zuschauern diese näher bringt mit Aspekten, wo sich die Leute mit identifizieren können, sie zum Überlegen anregt oder irgend etwas in die Richtung!
            Das alles gibt es nicht in DSC und PIC…dass da Star Trek drauf steht, ist da noch das geringste Übel.

            Und wenn die Serie ,,Issues in Space“ heißen würde, hätte ich sie mir auch angesehen und würde sie genau so mies finden!

      3. Michael from Outer Space

        Hallo Schalksmühler Trekkie!

        Ich freue mich, dass du Spaß an DISCOVERY und PICARD hast. Darum möchte ich dir meine Meinung zu den beiden Serien kurz darlegen und dir die eine oder andere Frage stellen.

        Der Vergleich zwischen TNG und den neuen Serien hinkt meiner Meinung nach. Gerade wenn wir über eine Einzelfolge wie „First Contact“ sprechen, hat das wenig mit DISCOVERY und PICARD zu tun. In den alten Serien wie TNG gibt es noch viele Einzelfolgen, die nur von der Rahmenhandlung zusammengehalten werden. „First Contact“ hat aber beispielsweise nichts mit dem Rest von TNG zu tun, bis auf – na ja – die Rahmenhandlung. Da kann ich Plotholes gut verkraften, wenn der Rest vernünftig geschrieben ist. Bei TNG kann man z.B. manchmal durch Schilde beamen, wenn der Plot es erfordert. Das passiert, wenn ich mich recht entsinne, in zwei Episoden, die ich beide sehr mag („The Wounded“ und „Relics“). Wenn es in einer anderen Folge anders erklärt wird, stört mich das nicht besonders, weil es eine neue, relativ unabhängige Story ist. In den neuen Serien möchten die AutorInnen aber eine zusammenhängende Story über mehrere Episoden erzählen. Da fallen Plotholes stärker ins Gewicht, weil es eine große Rolle spielt, was vor ein, zwei, fünf oder zehn Episoden gesagt und gezeigt wurde – es hängt ja alles miteinander zusammen.

        Von DISCOVERY habe ich bisher nur die 1. Staffel gesehen. Nach dem Finale war ich sehr enttäuscht und wollte mit der Serie erstmal nichts mehr zu tun haben, darum verlängerte ich meinen NETFLIX-Account nicht.

        Generell ärgert mich am Storytelling der neuen Serien, dass sie mir viele Dinge nur erzählen, aber nicht zeigen. So wird z.B. in „The Vulcan Hello“ einfach behauptet, Burnham und Georgiou würden schon seit sieben Jahren zusammenarbeiten. Angeblich haben sie ein gutes Verhältnis, vertrauen einander usw. Davon sehe ich aber wenig bis nichts! Was ich stattdessen sehe, ist die Meuterei, die Burnham gegen ihren Captain und ihre Crew begeht. Michael Burnham wird mir auf diese Weise von Anfang an nicht als Teamplayerin und Sympathieträgerin vorgestellt, sondern als egoistische Person, die um jeden Preis ihren Willen durchsetzen möchte. Deshalb ist ihr Verhältnis zu Captain Georgiou egal, denn ein anderes (wahrscheinlich schlechteres) Verhältnis zu einem anderem Captain hätte sie nicht von der Meuterei abgehalten.
        Nach Georgious Tod weint Burnham um sie. Wie soll ich das bitte nachvollziehen können? Ich kenne diese beiden Frauen doch erst seit 90 Minuten! Die Sternenflotte verurteilt Burnham für die Meuterei, aber letztendlich gibt ihr die Serie recht, weil sie rehabilitiert wird. Soweit ich es in Podcasts gehört habe, missachtet sie auch in der 2. und 3. Staffel konsequent die Befehle ihrer diversen Vorgesetzten. Deswegen frage ich mich, was ein Charakter wie Michael Burnham überhaupt in der Sternenflotte verloren hat.

        Der Krieg zwischen den Klingonen und der Sternenflotte ist ein weiterer meiner Kritikpunkte. L’Rell ist über einen großen Teil der Staffel auf der Discovery eingesperrt und behauptet, soweit ich mich erinnere, bis kurz vor Schluss steif und fest, dass der Krieg „durch nichts zu stoppen“ sei. Im Finale nimmt sie dann aber mir nichts, dir nichts von Michael die Fernsteuerung für die Bombe entgegen und schon ist der Krieg beendet. Wieso hat L’Rell, die mir als fanatische Anhängerin von T’Kuvma vorgestellt wurde, plötzlich keinen Bock mehr auf Krieg gegen die Föderation? Etwa weil sie in ihrer Zelle brutal von Mirror-Georgiou verprügelt wurde? Sie hat am Ende doch die Bombe und könnte der Föderation jetzt erst recht in den Arsch treten! Wieso zieht sie sich einfach so zurück? Was sollte überhaupt diese unnötig brutale Folterszene? Sie hätten doch gleich Tyler fragen können, der hat ja alle Erinnerungen von Voq! Na gut, zum Schluss ist L’Rell also die uneingeschränkte Herrscherin der Klingonen. In der 3. Folge der 2. Staffel ist ihre Herrschaft aber schon durch eine Intrige bedroht. Was ist denn in der Zwischenzeit passiert? Wie konnte L‘Rell so schnell an Macht verlieren, obwohl sie ihr Volk kurz zuvor noch mithilfe der Bombe „vereint“, (d.h. erpresst) hat? Die 2. Staffel schließt doch unmittelbar an die 1. an, beide spielen im Jahr 2257. Es liegen also höchstens ein paar Monate zwischen dem Antritt von L’Rells Herrschaft und der Intrige, mit der sie jetzt vom Thron gestoßen werden soll. Wieso zeigt sie den anderen Klingonen nicht einfach nochmal die Fernsteuerung für die Bombe? Welchen Plan verfolgten L’Rell und Voq? L’Rell meinte zu ihm, dass er „alles opfern“ müsse. Wofür musste er alles opfern? Voq wurde auf welchem Weg auch immer in einen Spion verwandelt, der das Aussehen des Menschen Ash Tyler hatte. Als solcher schlich er sich an Bord der Discovery ein. Was hatte er dort vor? Was war seine Mission? Wieso tötete er Culber? Wieso versuchte er Burnham umzubringen? Inwiefern half ihm und L’Rell das bei ihren gemeinsamen Plänen?

        Und so kann ich immer weiter Fragen stellen: Wieso rettete Burnham der massenmordenden, kelpianerfressenden Kriegsverbrecherin und Imperatorin Georgio das Leben und holte sie in ihr Universum? Weshalb kam niemand auf die Idee, dass diese Frau einen fiesen Plan verfolgt? Warum macht man sie zum Captain der Discovery? Weshalb erklärt Georgiou AUF DER BRÜCKE, dass sie Saru essen möchte? Warum hält der Rest der Brückenbesatzung sie trotzdem für die „echte“ Georgiou? Wieso lässt man Georgiou am Ende einfach gehen? Sie ist eine MASSENMÖRDERIN!!! Warum gibt es in der 3. Staffel eine rührselige Verabschiedungsszene mit der Crew, obwohl Georgiou zu jedem dieser Charaktere irgendwann mal gemein war?
        Du meinst, die Plotholes wurden (fast alle) aufgeklärt. Kannst du mir vielleicht ein paar meiner Fragen beantworten?

        Bei PICARD geht es mir auch so wie in DISCOVERY: Es gibt Fragen über Fragen. Wieso behauptet Picard plötzlich, Data hätte sich geopfert, um IHN zu retten? Data opferte sich in NEMESIS, um die Enterprise-E und die Erde zu retten und NICHT Picard! Data hätte genauso gehandelt, wenn Picard damals nicht dabei gewesen wäre. Er hätte genauso gehandelt, wenn ein x-beliebiges Redshirt mit ihm auf die Scimitar gebeamt wäre. Es ging bei Datas Opfer NIEMALS um Picard! Laut den Autoren vergeht zwischen der Lösung des Konfliktes mit den Romulanern in „Et in Arcadia Ego, Part II“ (viel?) Zeit. Warum nutzt Picard diese Zeit nicht, um Datas Freundinnen und Freunde Guinan, Geordi La Forge, Worf, Miles und Keiko O‘Brien, Bill und Deanna Troi-Riker, Wesley und Beverly Crusher anzurufen und zu seiner Beerdigung zu holen? Ich wiederhole: Data opferte sich nicht um Picard zu retten, sondern um ALLE seine Freunde (z.B. Geordi, Bill und Deanna) zu retten! Weshalb erzählt Picard ihm nicht, dass Bill und Deanna jetzt eine gesunde Tochter haben? Warum nimmt Soji nicht Kontakt mit Data auf, wenn sie schon mal da ist? Ihre „Beziehung“ zu Data ist doch soooooo unglaublich wichtig!

        Der Zhat Vash wird mir als Super-Elite-Geheimdienst der Romulaner eingeführt. Zhaban sagt sinngemäß zu Picard: „Wenn der Zhat Vash hinter dir her ist, kann dich niemand (oder kaum jemand) beschützen.“ Na ja, die Zhat Vash-„Agenten“ sind die ganze Staffel über Vollhonks, die sich reihenweise abknallen, niedermetzeln, von Borg-Drohnen überrennen und auf sonstige Weise umbringen lassen. Eine Bedrohung stellten diese Typen nie wirklich dar. Sie scheitern ja auch bei nahezu jeder Mission: Sie versuchen Dahj zu entführen und scheitern. Ihre Zwillingsschwester Soji wird erst getötet, nachdem sie mit Picard Kontakt aufgenommen und ihm entscheidende Infos geliefert hat. Der Angriff des Zhat Vash auf Picards Chateau schlägt ebenfalls fehl, weil das Gebäude von einer Eliteeinheit der Sternenflotte… ähm, ich meine natürlich: einem 94-jährigen, todkranken Mann, zwei Tal Shiar-Agenten im Ruhestand, einer ständig versoffenen, bekifften, geschassten Ex-Offizierin und einer schusselig-schüchternen Wissenschaftlerin verteidigt wird. Der Zhat Vash schafft es auch nicht, den Schwertkämpfer (!) Elnor zu töten. An Seven scheitern sie ebenfalls. Wieso sind die angeblichen Superagenten solche Knalltüten, die nix auf die Reihe kriegen? Wurden sie von Frank Drebin ausgebildet?

        LL&P
        Michael from Outer Space

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        1. Kleiner Bruder

          Hallo zusammen!
          Ich habe auch so meine Probleme mit Discovery. Nur kurz an dieser Stelle:
          Man kann eine Serie machen, die vor Kirk und Co spielt, man kann auch eine Serie mit heute zeitgemäßer Technik machen – aber beides gleichzeitig, das muss nicht sein. Für Pike haben sie es anscheinend behutsam modifiziert, das scheint besser zu funktionieren.
          Der Focus auf Krieg und Gewalt, und dass Burnham alles besser weiss – obwohl die das gar nicht tut! Der Krieg gegen die Klingonen bricht trotz ihrer Befehlsverweigerung aus.
          War es denn überhaupt ein Fehler, der hätte vermieden werden können, wie diese Folge suggeriert? Da hätte ich mir eine stimmigere Handlung gewünscht.
          Und die Auflösung hat nichts mit Diplomatie zu tun, sondern mit der Androhung massiver Gewalt. Ist das Star Trek? Nun, jeder setzt andere Schwerpunkte und es mag so viele „Treks“ geben, wie es Fans gibt. Meines ist es nicht.

  7. Roger

    Als ich die Folge jetzt nochmal angeschaut habe, ist sie mir sehr viel positiver aufgefallen als früher. Ich glaube, als 13jähriger hatte ich damals Mühe damit, dass die Enterprise-Crew ihre Mission in diesem Fall nicht erfolgreich gestalten konnte.

    Gefiel mir jetzt aber super (das war doch die deutsche Stimme von Janeway, bei der Mirasta?) und eure Besprechung war erneut tiptopp und unterhaltsam.

    Was mich früher gestört hat, war die Tatsache, dass sich Spezies wie die Malkorianer selber als „Malkorianer“, ihren Planeten als „Malkor 3“ und ihre Sonne als „Malkor“ bezeichnet haben. Als ob wir selber uns als Solianer von Sol 3 (oder Sonnianer von Sonne 3) bezeichnen würden oder so. Erst später habe ich begriffen (ich glaube dank Star Trek Enterprise) wie der Universalübersetzer wohl funktioniert (soweit man das begreifen kann). D.h. die haben wahrscheinlich selber eine ganz andere Bezeichnung in ihrer Eigensprache. Man darf aber definitiv nicht zuviel nachdenken über das Thema, sonst wird es kompliziert…

    Ah ja, ebenfalls ein frohes neues Jahr – bzw. aus der Schweiz „es guets Neus!“

  8. Picards rutschendes Hemd

    Mich hat etwas irritiert, dass ihr die Vergewaltigung von Riker als Comedy-Szene bezeichnet habt. Riker wurde von der Krankenpflegerin zum Sex genötigt und das ist eher nicht so witzig. Er hat mehrfach argumentativ versucht der Situation zu entkommen, aber ihm wurde keine Wahl gelassen. Die Pflegerin hat die Notsituation Rikers zur Befriedigung der eigenen Sexualität ausgenutzt. Das erfüllt den Tatbestand der Vergewaltigung. Entweder Sex oder keine Freiheit ist für mich keine Comedy.

    1. Sebastian

      Nabend!

      Darüber hätte man sprechen können und sollen. Sieh uns dieses Versäumnis nach; es war unsere letzte Aufnahme vor dem Urlaub, wir waren ratzenalle und wollten fertig werden. Da gehen einem Dinge durch.

      Kurzfassung meiner Gedanken: Es war auf jeden Fall das missbräuchliche Ausnutzen einer Notlage. Gehört zur Vergewaltigung auch der Tatbestand, dass man sein Opfer vorsätzlich festsetzt mit dem Ziel sexuellen Missbrauchs? In dieser rechtlichen Definition bin ich nicht versiert genug, es möge sich ein Jurist äußern. Falls die Antwort „Ja“ lautet, trifft dieser Tatbestand auf Lanel nicht zu. Sie hatte Riker nicht gefangen genommen (schon gar nicht mit Hintergedanken) bzw. über seine eventuelle Freilassung zu entscheiden. Schmierige Nutznießerin wäre mein spontanes Urteil, auf das man mich allerdings nicht festnageln möge.

      Angenehmen Abend weiterhin,
      Sebastian

      1. Picards rutschendes Hemd

        Alles gut. Es hatte mich halt irritiert, weil ihr sonst die Dinge durchaus ansprecht und beim Namen nennt. Teilweise auch deutlich Positionen vertretet, die bestimmt auch nicht jedem eurer Hörer gefällt. Das schätze ich sehr.

        Eine Vergewaltigung ist (inzwischen) jede Form der Handlung eines Menschen, die in die sexuelle Selbstbestimmung eingreift. Bis vor ein paar Jahren hat man gesellschaftlich und juristisch noch feiner unterschieden, aber seit 2016(?) ist auch in Deutschland das Nein-heißt-Nein-Prinzip in Gesetzesform verankert. Riker hat mehrfach auf verschiedene Weise „Nein“ gesagt. Letztlich musste er es machen, weil dies der einzige Weg für ihn war dort weg zu kommen und Schaden von der Föderation zu nehmen.

        Aber auch nach altem Recht wäre es eine Vergewaltigung, da es offensichtlich gegen seinen Willen zu Handlungen gekommen ist. Es ist wie mit dem Schüler und seiner Lehrerin.

        1. Parlatio

          Es ist sowieso ein wenig fragwürdig, welches Recht man hier anwenden wollte. Das malkorianische, wahrscheinlich; Auf keinen Fall aber das deutsche Recht des 21. Jahrhunderts.

          Wenn ihr es aber so nennen wollt – immerhin ist TNG eine Familienserie – da ist ja dem Wortsinn folgend keine Gewalt im Spiel. Der Riker ist auch nicht gerade die Jungfrau vom Lande. Und da ihr euch auf diesem Gebiet auszukennen scheint, warum auch immer, hätte ich eine Frage: Würde der Riker sein Gerät überhaupt flott kriegen, wenn er partout nicht will? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Gottogott, das ist ja eine furchtbare Diskussion. Aber jetzt will ich alles wissen. 😓

          1. Parlatio

            Um wenigstens *einen* meiner Fehler selbst auszubügeln, es heißt natürlich „Die Unschuld vom Lande“, sorry. 😟

          2. Ronnsen RD

            Hallo Parlatio,

            welches Recht hier anzuwenden ist, hängt davon ab, aus welchem Winkel man die Sache betrachtet.

            Bleibt man in der Story, ist die Frage, ob sich Lanel nach malcorianischem Recht strafbar gemacht hat, nicht zu beantworten, weil wir darüber schlicht nichts wissen. Nach dem Recht der Föderation mutmaßlich ja, allerdings stellt sich hier die Frage der Anwendbarkeit (großes Thema, siehe TAD-Blog zu „Reunion“).

            Schaut man in unsere reale Welt, so kann man die Folge als Erzeugnis der Unterhaltungsindustrie mit den dort dargestellten Inhalten durchaus am Maßstab des geltenden Rechts (oder der geltenden Moralvorstellungen) bewerten.

            Aus Sicht der Macher kommt hier vorrangig der Rechtsrahmen aus den 90er Jahren in den USA zum Tragen. Ansonsten kann man ohne Probleme auch jedes andere Rechtsauffassung darauf anwenden, wenn man lustig ist.

            Da TAD ein deutscher Podcast ist, wird hier natürlich auch öfter die aktuelle deutsche Messlatte angelegt.

            ———–
            Zu deiner Frage: Würde der Riker sein Gerät überhaupt flott kriegen, wenn er partout nicht will?

            Ich hoffe mal, da schwingt nicht (absichtlich) der Unterton mit, dass es keine sexuelle Handlung gegen seinen Willen sein kann, wenn er dabei eine Erektion bekommt.
            Das ist nämlich ein Denkansatz, der ganz leicht die stolze Fregatte der Argumentation in gefährlich flache Gewässer führt.
            Dann kommt man z. B. irgendwann zu der Frage, ob es denn überhaupt eine Vergewaltigung sein kann, wenn die Frau dabei einen Orgasmus hat. Die Antwort kann sich jeder selbst zusammenreimen, denke ich.

          3. Picards rutschendes Hemd

            Es ist nicht die Frage welches Recht man ansetzt, sondern welche Ethik und Moral. Vergewaltigung ist in keinem Kontext okay. Ich muss da immer an die Bild-Zeitung denken: „Diese heiße Lehrerin verführte ihren Schüler (13) und soll dafür jetzt 25 Jahre ins Gefängnis“ als Schlagzeile zu einem Fall in der USA. Im Artikel dann jede Menge Anspielungen auf die erotische Ausstrahlung der Lehrerin und subtile Andeutungen, dass wohl jeder Mann diese Lehrerin nur zu gerne mal näher kennen lernen würde. Man stelle sich vor es wäre ein männlicher Lehrer gewesen und eine 13jährige Schülerin.

            Das sind genau diese double standards, die ich auch hier in dieser Folge sehe. Sicher, Riker ist Abenteuern nie abgeneigt, aber grundsätzlich war es bei ihm doch auf Basis wechselseitigen Einvernehmens. Er hat nie seine Partnerinnen zu etwas gezwungen. Jedenfalls wissen wir nichts davon. Hier hingegen hat die Krankenschwester ihn dazu gezwungen.

            Riker musste davon ausgehen, dass seine Entdeckung schweren Schaden auf die Gesellschaft ausübt. Er musste so schnell wie möglich weg, schon aus Gründen der Obersten Direktive. Eine größere psychische Belastung, kann es für ihn kaum gegeben haben und genau diese wurde ausgenutzt.

            Zum Glück spielt es übrigens keine Rolle wie „funktionsfähig“ man bei der Vergewaltigung ist. Es gab noch Zeiten, da konnten sich Täter mit „ihr hat es doch Spaß gemacht“ noch heraus reden. Männlichen Vergewaltigungsopfern wurde oft auch zum Verhängnis, dass sie eine Errektion hatten. Inzwischen weiß man, dass die mechanischen Vorgänge beim Sex eben auch gegen den Willen ausgelöst werden können. Frauen haben bei Vergewaltigungen ebenso Orgasmen und erleben das sogenannte „feucht werden“ wie Männer eine Errektion und auch einen Orgasmus erhalten können obwohl sie in dem Moment ein persönliches Martyrium durchmachen. Übrigens ein Aspekt, der in der psychologischen Opferbetreuung nicht unerheblich ist.

            Gerade im 24. Jahrhundert ist davon auszugehen, dass man diese Dinge noch viel aufgeklärter betrachtet als heute. In meinen Augen war die Szene ein Fehler der Produzenten. Sie ist erklärbar mit der Zeit in der das gedreht wurde.

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          4. Dancing Vulcan

            Hallo,
            bitte keinen vorwurfsvollen Unterton reinlesen, ich will’s nur der Vollständigkeit halber geschrieben haben, da das auch von weniger verständnisvollen Seiten teilweise gerne genutzte Argumente sind.
            TRIGGERWARNUNG: Ich zitiere auch Argumente, die zum Victimblaming genutzt werden.

            Für den Tatbestand einer Vergewaltigung muss (meines Wissens seit 2016 auch juristisch) keine körperliche Gewalt ausgeübt werden. Wenn jemand „nein“ sagt oder in sonst irgendeiner Form der sexuellen Handlung nicht zustimmt („hab grade keine Lust“, „hab Kopfschmerzen“ etc.), ist jedes Zuwiderhandeln übergriffig.
            Und insbesondere die sexuelle Vorgeschichte der betroffenen Person (hier Riker) darf dabei keine Rolle spielen. Ob die Person vorher noch nie Geschlechtsverkehr hatte oder „normalerweise“ sexuellen Handlungen mit verschiedensten anderen Personen zustimmt („stell dich nicht so an, du machst es noch sonst mit jeder:m“) ist vollkommen unerheblich. Auch wenn die Aufforderung von der Person ausgeht, mit der man regelmäßig intim verkehrt, und sogar der konkreten Praktik bisher immer zugestimmt hat, kann man jederzeit „Stopp“ sagen und die andere Person hat das zu akzeptieren, sonst ist keine Einvernehmlichkeit mehr gegeben.

            Lebt lange und in Frieden 🙂

    2. SarahCrusher

      Von der Seite hätte ich das jetzt nicht betrachtet aber ja da ist was wahres dran. Ich hab mir eher überlegt wie dies anatomisch funktionieren soll, wenn Herz und Rippen schon bei diesem Volk anders angelegt ist. Vielleicht ist Lanel trotz ihrer Neugier auch enttäuscht gewesen als sie schließlich den unbekleideten Fremden gesehen hat und hat ihm dann einfach so geholfen.

  9. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!
    Heute gehe ich absolut mit eurer Wertung mit. Science Fiction at its best – eben „Social Fiction“ und nicht „Hard SF“ – mit Star Trek typischem Humanismus. Ein paar Dinge sind mir dennoch aufgefallen, aber das ist vielleicht Jammern auf hohem Niveau.
    Da ist einmal Picards Aussage „es geschieht nichts, was ihr nicht wollt“. Ja, ausser dass wir euch schon seit Jahren wie Schatten an den Hacken kleben – danke für nichts.
    Dann Krolas Aussage „die kommen, weil wir Raumfahrt haben, und wollen uns erobern.“ Quatsch, Herr Minister, wenn die wollten, dann wären die doch längst da, so überlegen wie die sind. Die würden doch nicht die weitere technische Entwicklung abwarten.
    Seine Aktion mit Riker ist aber höchst aktuell: „Ich weiss, das du ein Terrorist bist, und wenn ich es nicht aus dir rausprügeln kann, dann fälsche ich eben die Beweise“. Ich vermute, dass er nach dieser Aktion einen langen Erholungsurlaub nimmt und dann in den wohlverdienten Ruhestand geht. Wozu ein Verfahren? Es gibt ja keine Ausserirdischen, also ist praktisch nichts passiert…
    Diese Form des Erstkontakts, auf dem Planeten spionieren und dann auch noch persönlich zu erscheinen, halte ich eher für problematisch. Mir gefiel, was mal in einem Roman über den Erstkontakt der Menschen mit den Vulkaniern zu lesen war. Die Vulkanier hätten sich nämlich in einem „havarierten“ Raumschiff von den Menschen „retten“ lassen. Das gibt so einem Kontakt doch gleich ein ganz anderes Gefühl. Das hätte ich gerne gesehen.
    Die Szene mit der Krankenschwester, ja, die ist problematisch. Dabei passt sie durchaus organisch in die Geschichte. Es ist eine der möglichen Reaktionen auf den „Exoten“. War nicht auch Spock der Schwarm vieler weiblicher Fans?
    Mir kommt es ein wenig so vor, als wäre es die weibliche Retourkutsche für MeToo, und das Jahrzehnte vorher. Aber vielleicht sollte es auch nur witzig sein, in dem Sinne, dass die „Normalität“ (und für viele ist es das heute immer noch), dass der Mann der „Jäger“ sei, hier umgekehrt wird.
    2031? Na, am meisten bin ich auf eure Besprechungen zu den Kinofilmen gespannt. Bei Data sein Hals hatten sie jetzt „Treffen der Generationen“ am Wickel. Ich hatte so den Eindruck, dass die Begeisterung sich in Grenzen hielt.

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    1. Michael from Outer Space

      Hi Kleiner Bruder!

      „Mir gefiel, was mal in einem Roman über den Erstkontakt der Menschen mit den Vulkaniern zu lesen war. Die Vulkanier hätten sich nämlich in einem „havarierten“ Raumschiff von den Menschen „retten“ lassen. Das gibt so einem Kontakt doch gleich ein ganz anderes Gefühl. Das hätte ich gerne gesehen.“

      Ich mag „Strangers from the Sky“ auch sehr für seine Art, den Erstkontakt zwischen Menschen und Vulkaniern zu beschreiben. Sogar die Hardlinerin Melody Sawyer war mir sympathisch. T’Lera und Sorahl gehören für mich zu den besten Vulkaniern des Star Trek-Universums. Die Story mit den drei verschiedenen Zeitebenen ist zwar etwas verwirrend, aber dennoch gut. Ich hatte immer das Gefühl, die bekannten TOS-Charaktere zu begleiten.

      LG
      Michael from Outer Space

      P.S.: Frohes Neues! 😉

  10. Parlatio

    Da stelle ich mir eine weitere Frage. TNG sei eine Familienserie, habe ich geschrieben. Das läßt sich, während eine Serie läuft, schlecht für das Ganze festlegen. Hat jede Episode einer Serie ihr eigenes Rating?

    Auf die Frage von vorher muß mir nicht unbedingt jemand antworten, wenn euch das Thema zu peinlich/schwierig ist, aber ihr habt damit angefangen. :p

  11. SarahCrusher

    Sehr intressante Folge die mit der Zeit auch aktuell bleibt.
    Im Deutschen wird Mirasta Yale von Gertie Honeck (Captain Janeway) und Dr. Nilrem von Michael Tietz (Neelix) gesprochen. Fand ich irgendwie lustig beim Wiederanschauen, die Stimmen sind ja doch mittlerweile mehr mit den anderen Star Trek Hauptcharaktere verbunden.
    Mirastas Neugier auf die Enterprise/Sternenflotte konnte ich beim ersten Anschauen nachfühlen und jetzt Jahre später auch noch. Das Verhalten von Kanzler Durken zu Krola dem Innenminister als er auf der Liege der Krankenstation der Enterprise lag hat mich auch wieder bewegt, vermutlich haben beide eine lange Vergangenheit vielleicht schon von Kindesbeinen an? Durken weiß um Krolas Verhalten und wie man ihn nehmen muss. Krola konnte ich damals nicht verstehen, jetzt mit dem Alter wiederum doch. Die Neuerungen und Veränderungen gehen im viel zu schnell, gedanklich ist er warscheinlich noch in seiner Jugend, der Versuch sich mit dem Phaser ins Aus schießen zu „lassen“ ist aber mehr wie unklug gewesen. Mir tat diese verzweifelte radikale Tat irgendwie auch leid.

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  12. Stefan Topo.

    Hallo,

    Erster Kontakt ist eine Folge, die ich auch schon immer klasse fand…aber komischerweise habe ich die auch erst sehr spät gesehen, wenn ich mich recht erinnere…so Ende der 90er! Aber dennoch sehr gut gemacht.
    Der Punkt der Vergewaltigung…nun ja, ich denke, da haben die Autoren seinerzeit nicht groß drüber nachgedacht…sie wussten, der Bill ist kein Kostverächter, da bauen wir das da mal mit ein. Das könnte man so sicherlich heute nicht mehr bringen in einer Serie. Es ging sicher um den komischen Moment, da würde ich jetzt keine große juristische Diskussion entfachen, denn wenn man damit anfängt, dürfte man 70% aller Filme und Serien nicht mehr zeigen! Im Grunde war es ja auch sehr unrealistisch, das haben Simon und Sebastian auch angesprochen…wie soll man da schön auf dem Krankenbett rumpimpern? Bill war immer noch schwer verletzt, die Situation war weder romantisch noch irgendwie anders stimulierend und die Lanel war nun auch nicht wie die übelste Sex-Bombe dargestellt…da geht doch dann gar nichts! Und sie hat ja im Grunde auch gar nichts getan, um Riker zur Flucht zu verhelfen, außer den Wächter kurz abzulenken! Das hätte Bill auch allein irgendwie geschafft!

    Zur Entscheidung des Kanzlers am Ende, den Kontakt abzubrechen: Naja, ich fand es schon gut dargestellt. Aber ganz ehrlich…der Krola hat mit dieser Aktion am Ende das erreicht, was er wollte, obwohl es reines Unrecht war. Die Entscheidung für einen ganzen Planeten, für eine ganze Gesellschaft wird aufgrund eines Vorkommnis getroffen, von dem gerade einmal 5 Leute betroffen waren! Nur weil einige die Außerirdischen skeptisch sehen, wird das so entschieden? Und dann aufgrund einer strafbaren Handlung? Das ist doch sehr eng gedacht. Es wird doch bei so einem ersten Kontakt immer Defizite geben, es wird immer Individuen geben, die andere ablehnen, die fremdartiges ablehnen. Und deswegen soll man den Fortschritt auf Eis legen? Nicht mal den Versuch starten, auch wenns schwierig ist? Dann entwickelt sich doch eine Gesellschaft nie weiter!
    Man kann ja im Grunde auch nicht davon ausgehen, dass alle außerirdischen Besucher so wie die Sternenflotte sind, die einfach wieder abhauen, wenns so ne Situation gibt. Was, wenn zuerst die Ferengi auf solche Planeten treffen, die gerade an der Schwelle zum Warpflug stehen….hauen die auch einfach ab? Mit Sicherheit nicht, für die ist das die reinste Goldgrube!

    Ich schaue ja auch immer auf deutsch, ich bin englisch nicht so fit…und hier gibt es mal wieder wahrscheinlich einen Fehler in der Synchro: bei Zeitindex 12:00 spricht Mirasta in 10Vorne von ihren Träumen als Kind, dass sie von Raumschiffen träumte, mit denen sie zu anderen Welten fliegen würde, um andere Menschen zu treffen! Aber sie müsste doch von Lebewesen oder zumindest Malcorianern sprechen und nicht von Menschen. Und was auch komisch ist…gleich nach diesem Satz redet sie davon, dass sie immer noch denkt, sie träumt das alles mit den Besuchern, wacht gleich auf und das Programm sei zu Ende. Haben die auch Holodecks? Oder warum soll das ein Programm sein? Komisch!

    Aber wie gesagt, die Folge ist schon sehr gut und das Problem sehr gut dargestellt…es ist Star Trek in Reinst-Form und wenn man mich fragen würde, warum ich etwa Discovery und dessen Storylines nicht mag, dann würde ich auf Folgen wie diese verweisen und sagen, das war Star Trek, so erzählt man SF-Geschichten nach Star Trek-Art und die fehlen leider in New Trek völlig!

    Troll2 ist übrigens wirklich bei Amazon Prime verfügbar…werde ich mir reinziehen!

    Zu der

    1. Stefan Topo.

      ,,Zu der“ am Ende meines Beitrags war ein Copy&Paste-Fehler!

      Kleiner Nachtrag: Troll2 wird zwar angezeigt bei Prime Video, allerdings kann man es derzeit nicht anschauen…;-(
      Schade…habe ich nicht gleich gesehen!

    2. Ronnsen RD

      Hallo Stefan,

      also im Deutschen wird das englische Wort „people“ sehr oft mit „Menschen“ übersetzt, obwohl es eigentlich die spezies-neutrale Bezeichnung „Leute“ sein müsste. Darüber wurde sich früher in der Synchro wohl keine Gedanken gemacht.

      In der Szene im 10vorne spricht Mirasta von ihren Besuche im Planetarium. Wenn sie sagt, sie wartet immer noch darauf, dass die Lichter aufleuchten und das Programm zu Ende geht, meint sie kein Holodeck, sondern das (Projektions)Programm im Planetarium ihrer Heimat.

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      1. Stefan Topo.

        Die Szene mit dem ,,Programm zu Ende ist“…habe ich mir noch mal angeschaut…Du hast Recht, dass bezog sich auf das Programm im Planetarium! Das habe ich erst nicht im ganzen Zusammenhang nochmal angeschaut, ich habe mir nur das mit den Menschen gemerkt und die Szene gesucht, dabei ist mir dieser Satz danach direkt aufgefallen!
        Mit den people…das kommt relativ oft vor in Star Trek, dass dann von Menschen gesprochen wird, obwohl man andere Spezies meint. Müsste man, wenn man über andere Lebewesen spricht, nicht eigentlich den Begriff ,,humanoids“ verwenden?

        1. Ronnsen RD

          Ich würde sagen, nicht wirklich. „humanoid“ heißt nichts anderes als menschenähnlich. (zur Einordnung im ST-Univerum: https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Humanoid)

          „people“ (Leute) ist durchaus ein gängiger Begriff für „Volk“ oder „Bevölkerung“, also eine bestimmten Gruppe von Personen. Jetzt kann man hinterfragen, was eine Person in dem Zusammenhang ist. In der realen Definition ist das auch ein Mensch, allerdings schlicht in Ermangelung eines außerirdischen Bezugsrahmens.

          In Star Trek muss eine Person auch gar nicht mal zwangsläufig humanoid sein (die Sheliak aus „The Ensigns of Command“). Daher ist der Begriff „people“ (Leute) hier auf jeden Fall angemessen.

          1. Kleiner Bruder

            Ich kann mich dunkel erinnern, auf einer Con (lange her) wurde mal jemand (keine Ahnung welcher Stargast) gefragt, wann wir denn mal richtige Nichtmenschen in Star Trek zu sehen bekämen und nicht immer nur Humanoide. Die Antwort war: Dann, wenn nichtmenschliche Schauspieler zur Verfügung stünden.
            Heute wäre mit CGI sicher mehr möglich, aber wohl immer noch zu teuer für häufigeren Einsatz.
            Bis dahin müssen wir uns mir der Erklärung aus „Das fehlende Fragment“ zufrieden geben oder mit prähistorischer Astronautik. Oder mit dem „Stargate“.

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  13. SarahCrusher

    Ich habe den Eindruck im Deutschen wird von Menschen gesprochen wenn es auch nur menschenähnliche Wesen sind. Ich bin nicht sicher Deanna spricht in der Folge mein ich auch, wir sind „Menschen“ Captain Picard von der Erde, ich bin von Betazed.. als sie sich Mirasta vorstellen. Vielleicht meint sie mit Programm Fernsehprogramm?
    Oder ihre Art Holodeck sind einfach ihre sehr lebendige Tagträume.

    1. Parlatio

      Das ist so ein „Übersetzungsfehler“, der in Filmen/Serien/Büchern oft vorkommt. Wenn ich recht erinnere, war es sogar ein Klingone, dem man vorgeworfen hat, sein Verhalten wäre „unmenschlich“. Eigentlich müßte der dann stirnrunzelnd innehalten: „Ach ja? Was du nicht sagst!“ Er kann doch als Nicht-Mensch schlecht menschlich sein. Ich gebe dem Universal-Übersetzer die Schuld. 😉

      Es gibt auch eine ganze TNG Folge nur um zu erklären, warum sich die ganzen Aliens miteinander fortpflanzen können. Das sollte eigentlich auch nicht funktionieren. Getrennte Welten, getrennte Entwicklung. Es war eine dieser Archäologie-Folgen.

      1. Stefan Topo.

        Ja, das ist 6.20 ,,Das fehlende Fragment“ bzw. ,,The Chase“.

        Das stimmt, diese Übersetzungs-,,Fehler“ kommen recht oft vor!
        Ich bin mir sogar sicher, dass man mal in einer Episode gesagt hat, das wäre ,,weltweit“ der Fall, obwohl man eine Weltraumregion meinte mit verschiedenen Spezies….ich weiß leider nicht mehr den genauen Zusammenhang und wo das vorkam!

  14. Ronnsen RD

    Hallo zusammen,

    was für eine schöne Folge und noch schönere Besprechung! Macht beides Spaß anzusehen/hören und da steckt so viel drin. Arbeiten wir es mal der Reihe nach ab.

    Wie Parlatio es schon richtig vermutet, ist der Typ den Simon am Anfang so schön imitiert natürlich Thomas G. Hornauer (Kanal Telemedial). Auf Youtube kann man ein paar vergnügliche Momente mit dem Herrn erleben. So durch muss man erstmal sein, wie der gute Mann.

    Der Begriff „Tschakka“ allerdings stammt nicht von Hornauer, sondern kam Ende der 90er in den dt. Sprachgebrauch aufgrund der RTL-Sendung „Tsjakkaa – Du schaffst es!“ mit Motivationstrainer Emil Ratelband.

    ——————–
    Zur TNG Folge:

    An sich finde ich die Episode auch super. Die Thematik ist hochinteressant und die Umsetzung auch in gewissem Rahmen stimmig. Allerdings haben mir ungeachtet der ihrer narrativen Notwendigkeit doch folgende Dinge zu denken gegeben:

    1. Warum nimmt die Crew der Entersprise überhaupt den Ersten Kontakt auf und was hat Riker da überhaupt zu suchen?
    Wir haben doch gelernt, dass einem geplanten Erstkontakt mehrere Monate der Vorbereitung und „Infiltration“ vorausgehen. Warum muss dann die Crew für ein paar Tage da hindüsen und dann Riker runterschicken, damit der da unten rumläuft? Gibt es keine Spezialisten dafür? Wäre da nicht ein gelernter „Erstkontakt-Experte“ viel besser geeignet. Auch um sich ein viel besseres Alibi für den Fall, dass man auffliegt, bereitzulegen und mit einer besseren kosmetischen Anpassung als nur Handschuhe?!
    Das wirkt auf mich alles ein bisschen unkoordiniert und nicht wirklich logisch, wenn es doch eine so hochkritische Angelegenheit ist. Zu einer älteren Diskussion zur Erstkontakt-Politik der Sternenflotte geht es hier lang: https://trekamdienstag.de/2020/07/08/trek-nights-1-maya-und-die-unterhosen-zwillinge/#comment-3217

    2. Probleme mit der Darstellung der Malcorianer

    Die Bedienflächen auf dem Planeten sind nicht offensichtlich für die Hände der Malcorianer gemacht. Im Krankenhaus oder auch im Labor von Mirasta sieht man Bedienfelder/Tastaturen für die Rechner dort. Die Tasten sind einfach zu klein. Realistisch wäre eine Version mit viel größeren Tasten, um das Gerät komfortabel bedienen zu können. Einzig die Stempel von Durken sind glaubhaft der malcorianischen Physiognomie entsprechend ausgestaltet.

    3. Sexuelle Nötigung von Riker

    Auf den ersten Blick ist das ja ein ganz neckischer Moment. Ein Alien-Fan der Sex mit Riker will, weil er das Alien ist. Raus aus der biederen „Star Trek“ Etikette und rein in die Porno-Fantasie. Das kann man lustig nehmen oder auch etwas ernster.
    Wie Stefan Topo hier oben schon anmerkt: Wir sind hier in den 90ern und da wurde sowas zumindest bei Männern wohl eher auf die Comedy-Schiene geschoben/ nicht ernst genonmmen. Zumal sich Riker auch nicht wirklich abgeneigt zeigt, so ist zumindest mein Eindruck. Sie verabschieden sich sogar ganz freundlich danach. Außerdem weiß doch jeder, dass Riker der größte Knatterfred seit Captain Kirk ist und alles wegknallt, was nicht bei Drei weggebeamt wird. Also geht das schon klar, höhöhö!

    Sieht man das realistisch, dann könnte hier $ 177 Abs. 2 Nr. 5 StGB berührt sein, wenn „der Täter die Person zur Vornahme oder Duldung der sexuellen Handlung durch Drohung mit einem empfindlichen Übel genötigt hat.“
    Lanel hat geäußert, Riker nicht unbemerkt gehen zu lassen, also quasi die Wachen zu alarmieren, sollte er nicht mit Ihr „Liebe“ machen. Das könnte durchaus ein für Riker ein empfindliches Übel darstellen, da er damit rechnen muss, weiter festgehalten und/oder wieder verprügelt zu werden.

    Vielleicht sollte es wirklich eine „Trek am Freitag“ Folge zum Thema „Strafsache Enterprise“ geben, wo markante Sachverhalte juristisch aufgedröselt werden. Mit Grimms Märchen macht man das im Jura-Studium auch öfter mal.

    Witzig wäre es in de Tat gewesen, wenn Riker mit Lanel gar keinen menschlichen Sex, sondern z. B. nur die vulkanische Finger-Streichelei abgezogen hätte.

    —————-

    Schön finde ich, dass Data sich selbst mittlerweile als „Künstliche Lebensform“ sieht und nicht mehr als Maschine oder nur Android, wie er es noch in „A Matter of Perspective“ tut, als Riker ihn fragt: „Data, was sind Sie?“. Wieder ein Zeichen für seine Entwicklung und den Einfluss, den Picard auf ihn hat.

    Die Brille von Krola find ich phänomenal! 😀

    Ich glaube, Simon kann die Ankunft von Ro Laren kaum noch erwarten, so oft, wie er in der letzten Zeit immer wieder neue Crewmitglieder anwerben wollte. Erst Tashas Schwester und jetzt Mirasta. Zum Glück dauert es ja nicht mehr so lang.

    Zu der Frage: War Durkens Entscheidung richtig bzw. wäre es gut gegangen oder wäre die Gesellschaft breit dafür?

    Das kann man schwer beantworten, dazu hat man mMn einen zu geringen Einblick in die Gesellschaft erhalten. Allerdings denke ich, da spielt die Optik der „Aliens“ auch eine wichtige Rolle. Was für ein Glück, dass die Menschen auch humanoid sind und den Malcorianern so sehr ähneln und eben keine grünen Schleimklumpen sind. Je weniger man sich selbst in einer fremden Spezies erkennt, desto weniger Sympathie entwickelt man (Spinne vs. Menschenaffe).

    —————–

    Fazit: Ganz klar Daumen hoch! Award kann man auch gerne machen, das geht schon klar.

    1. Parlatio

      Ich kann das nicht verifizieren. War „Tschakka“ nicht dieses Getanze von Hella von Sinnen in „Alles Nichts Oder“, so kurz vor Schluß? Zumindest meine ich, daß sie währenddessen diese Laute von sich gab. Das wäre dann irgendwann am Anfang der 90er.

      1. Ronnsen RD

        Hallo Parlatio,

        das mag sein, allerdings bezieht sich Simon ganz klar auf den Ausspruch in Sinne einer Ausrufs zur Motivation und nicht auf einen Tanz von Hella von Sinnen. In diesem Zusammenhang ist die RTL-Sendung stilprägend gewesen.

        Das Zitat mit den „Millionen verdienen“ von Hornauer kann man sich hier angucken: https://www.youtube.com/watch?v=sQUTWsXelUA&t=3m39s
        Hier geht ganz klar der Motivationsaspekt im Vordergrund, den Simon mit dem Begriff „Tschakka“ verbindet.

  15. 666 hinten - der geheime Metalkeller der USS Enterprise

    Schön, das wir das Jahr 2021 haben und das Internet, was uns täglich neue Podcasts bringt.
    Schönen Dank noch mal an euch zwei für die ganze Arbeit, bleibt gesund.
    Zur Folge: ziemlich cool gemacht das ganze und mit vielen aktuellen Bezügen. Die ganze Verbindung Föderation-andere Rassen ist natürlich nicht komplett ausgearbeitet. Dass die meisten Alien dann doch wieder wie abgewandelte Menschen ausschauen und handeln, ist für die Laufkundschaft bon Vorteil. Dann gibt es keine Anpassungschwierigkeiten.Gibt bestimmt auch viele Leute, die deswegen Star Trek schauen, weil es eben immer ähnlich abläuft mit Menschen/Aliens.

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  16. Myriam

    Eine schöne und vergnügliche Besprechung mal wieder von euch, danke!
    In jungen Jahren erkannte ich die Klugheit dieser TNG-Episode gar nicht und hatte sie deswegen nicht auf meinem Radar. Aber zum Glück hat man ja die Möglichkeit, beim älter werden auch an Weisheit zu gewinnen. 👵😉
    Diese TNG-Folge ist hervorragend gealtert, finde ich, man kann sie sich heutzutage gut ansehen, ohne dass sie einem anachronistisch vorkommt. Gut auch euer Vergleich mit “der Tag, an dem die Erde still stand”.
    Der Film, den ihr dieses Jahr noch besprecht, dürfte ja “Generations” sein und die nicht-TNG-Folgen DS9. Ein Grund, mich auch dieses Jahr immer wieder auf den Dienstag zu freuen!

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  17. Parlatio

    Hallo Ronnsen RD!

    Nein, ich beziehe mich nicht auf die Frage des Wollens, sondern auf die Frage des Könnens. Wie sage ich das bloß unmißverständlich und jugendfrei? Es ist schwer, mit gekochten Spaghetti Mikado zu spielen. Vielleicht nicht völlig unmöglich, aber schwer. 😉

    Die Frage des Willens brauche ich nicht zu bedenken. Für mich ist *jeder*, der irgendjemanden zu irgendetwas zwingt, was der nicht will, ob sexuell oder nicht, ein schleimiges Gewürm von ganz unten. Es ist auch egal mit welchen Mitteln (Physische, psychische,emotionale, wirtschaftliche Gewalt/Druck, und so weiter). Bittet, überzeugt mit Argumenten oder lasst die Leute in Ruhe. Wer nicht will, will halt nicht.

    Ich hoffe, das kommt jetzt richtig rüber. Ich entschuldige mich bei dem schleimigen Gewürm, das sicher besser ist. Wenn nicht: Kruge, Genesis Planet, Die „Sarg-Mikroben“☺

  18. Parlatio

    Ah, Dancing Vulcan, dir auch ein „Lebe lang und in Frieden!“
    Es heißt ja eigentlich immer, das Original wäre besser als die Übersetzung. Aber hier denke ich jedes Mal wieder, die deutsche Version ist besser. Frieden anstelle von Prosper.
    Schön, schön. 😊

  19. René

    Hallo zusammen,
    ich denke die fast zärtliche Kommunikation zwischen Kanzler, Innenminister und Wissenschaftsministerin am Schluss resultiert aus einer langen gemeinsamen politischen Karriere. Man hat schon vor Jahrzehnten zusammen Straßenwahlkampf gemacht, sich gegenseitig Wege und Ämter geöffnet. Es sind alte Weggefährten … man muss ja dafür keine dicke Freundschaft haben. Aber man kennt sich lange … das prägt.

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  20. BjoernHH

    Schnell noch was zur Folge schreiben, bevor die nächste Sau durch‘s Dorf getrieben wird:

    Damals in den 90ern fand ich die Folge eher so mittel und überhaupt nicht einprägsam.
    Und jetzt erfreue ich mich an den Hammerdialogen von Jean-Luc und dem Kanzler (der Weltregierung? DAS finde ich faszinierend! Mit wie vielen Regierungen müssten sie bei uns reden?) und gehe bei dem Award voll mit!

    Alte Perlen neu entdecken, allein dafür lohnt sich dieser Podcast.

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    1. Kleiner Bruder

      Wie die einzelnen Länder reagieren würden:
      Amerika: Seid ihr Kommunisten?!
      China: Wir würden gerne eure Technik studieren.
      Deutschland: Ihre Papiere bitte!

  21. Parlatio

    Und das sind noch die positiven Reaktionen. Wenn ich da zum Beispiel an Nordkorea oder die kriegsgeilen Idioten in Nahost denke…
    Dann muß Amerika dann natürlich auch mitmischen.

    Raketen los!

  22. Parlatio

    Kommunismus wird Star Trek ja oft vorgeworfen. Ich habe aber eher den Eindruck, daß dort der Weg der Eudämonie beschritten wird. Das könnte auch die spärlichen Freizeitgestaltung erklären. Die sind so schon glücklich, wenigstens im Allgemeinen. ☺

    1. Kleiner Bruder

      Zumindest in der Sternenflotte. Wir haben ja schon gehört, in dieser Zukunft muss niemand arbeiten. Wer den Job macht, der tut das, weil es ihm Spaß macht.

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