#109: The Last Outpost (TNG 1.04)

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19. Oktober 1987:
Schon im Pilotfilm hörte man von den mysteriösen Ferengi, die der große Antagonist des 24. Jahrhunderts sein sollten, heute begegnen wir ihnen endlich. Niemand rechnete mit dem inszenatorischen Trip, den Regisseur Richard Colla ablieferte. Zappelnde Trolle und schlecht gealterte Rockstars inklusive.

In Deutschland: Video-Fassung veröffentlicht auf Die unheimliche Macht im Mai 1988; Der Wächter (TV-Fassung), ausgestrahlt am 5. Oktober 1990.

33 Gedanken zu “#109: The Last Outpost (TNG 1.04)

  1. Diese Art Bahnhof heißt, soweit ich weiß, Sackbahnhof – abgeleitet von Sackgasse.

    Und ich schließe mich Benj und Kai an: Wo sollen sonst die Fingerfallen herkommen? Übrigens ist das gar nicht ungewöhnlich, von 1000 Personen, die paar Kindernamen zu kennen – insbesondere, wenn man Kinder mag. Ich kenne von unserem 2500 Seelendorf auch die Namen von mindestens 100 Kindern im Kindergartenalter und noch jede Menge, die älter sind. Und so viele Kinder scheint es auf der Enterprise ja nicht zu geben.

    Ich freu mich schon auf die nächste Folge

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  2. Hallo ihr Lieben,

    hm, in gewissem Sinne gibt es schon eine richtige Flaggenfarben-Reihenfolge, aber wer wird schon pingelig sein, womöglich hat Data sich was dabei gedacht, wer weiß was die Zukunft noch bringt… und die Synchro hat die Farben unserer Flagge ja auch umsortiert.

    Neben den schon genannten Gründen für die Kinder im Besprechungsraum (hinterlassene Fingerfalle, Gefahr im schlimmsten Falle sogar für Kinder…) zeigt es für mich auch, dass Regeln bei der Besatzung vielleicht erst noch verinnerlicht werden müssen, dass das Schiff für jeden nahezu überall zugänglich ist (immer noch, das hat in TOS ja so manchen Ärger erst geschaffen…) und auch wie menschenfreundlich und zugänglich Riker ist. Der Sympathikus der sogar kurz nach Dienstantritt die vorlauten Kids des Schiffs namentlich kennt, sicher auch mal Zeit für Quatsch mit ihnen findet und das neben einem Captain, der schon im Piloten verdeutlichte, dass er zu Kindern weniger Zugang als zu Insekten oder Blümchen im Arboretum findet. 😉 Die zwei ergänzen sich und werden voneinander profitieren.

    Für mich war das eigentümliche Auftreten, die Tattoos und Kleidung der Ferengie etwas von diesen Leuten im Speziellen. Ich hab mich immer gefragt, ob sie ’ner bestimmten Kulturgemeinschaft o.ä. angehören. Die Energie-Peitschen waren sicher ganz aktuell der geile Scheiß in ihrer Peergroup, ’ne Modeerscheinung. Die Fingernägel sehen mir fliederfarben aus, in mancher Einstellung bei dem „Kleinen“ sogar hellblau.

    Aber sagt mal, wer steuert die Kamera bei visuellem Kontakt? Ganz köstlich 😂 Ich frage mich da auch seit Jahrzehnten, was die Anderen von der Enterprisebrücke in solchen Momenten sehen. Macht Worf dann mal auf Regisseur und wechselt zwischen unschönen Close-ups und Weitwinkel?

    Troi – ja, ich hatte ja … gewarnt 😉 … ich werde bei diesem Rewatch besonders darauf achten, ob diese Rolle wirklich so sinnarm ist, wie ich es nicht wahrhaben möchte. Sie gibt hier Einschätzungen ab, obwohl sie nichts von den Ferengie „erspüren“ kann, ganz in ihrer Funktion als Beraterin, es macht sie ja nicht nur ihre Herkunft aus. Und ja, manches ist vielleicht auch so zu erahnen, aber Dinge auszusprechen ist ihr Job, manchmal ist es ja auch gut, Dinge bewusst zu sagen. Sie ist auch diejenige, die nach eifrigem Kopfzerbrechen im Hintergrund, den Blick auf den Planeten lenkt! Damit tut sie mehr als so manch anderer.

    Vielleicht war die Möglichkeit Sterne bewegen zu können gerade der Grund für die Supernova. Manchmal ist es auch besser die Finger von Sachen zu lassen. 😉
    Ich bin eher beeindruckt über die stille Post, dass Starfleet überhaupt etwas über das Tkon-Reich hat. Aber vielleicht auch etwas, das zu Discovery schielen lässt, Sphären-Daten oder so.

    Auch schlimm, ob es eine männliche Perspektive wäre, Wesley in Angesicht des Todes nicht zu sedieren, knottert Picard (anstatt „Rubbish“) in der Synchro: „Typisch Frau“ raus.
    Was mich in dieser ganzen Situation aber immer irritierte, ist die Notdürftigkeit. Als gäbe es keinen richtigen Plan wie man sich in bestimmten Bereichen des Schiffs zusammenfinden kann, um Energie zu sparen und wo sind denn jetzt die ganzen 80iger-Jahre Strickpullover? Man kann sich im Quartier doch mal was überziehen, sind ja nicht sonst wo gestrandet.

    Für mich stehen die Folgen 3, 4 und 5 auf einer Ebene. Mit einem Auge auf TOS und dem anderen dabei sich in den 80igern zu finden.

    Freue mich wie immer auf die nächste Folge.

    🖖🏻 LG

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    • Mir war auch aufgefallen, dass Troi fast zehn Minuten, bevor es relevant wird, alle auf der Brücke auf den Planeten hinweist. Außerdem war sie maßgeblich daran beteiligt, dass der erste Kontakt mit den Ferengi nicht in einer gewalttätigen Konfrontation endete, wie es Yar und Worf beim Meeting vorgeschlagen hatten. Insofern hat sie zumindest in dieser Folge durchaus Einfluss und liefert mehr als nur Worthülsen.

      An sich fand ich die Folge beim Rewatch zumindest unterhaltsam, auch wenn die in der Diskussion angesprochenen Kritikpunkte auch mir aufgefallen sind. Ein schöner Kniff war es, dass der erste Kontakt mit den Ferengi – auch visuell – erst auf der Hälfte der Folge stattfand. So konnte man gemeinsam mit der Crew rätseln und es wurde eine geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen. Leider blieb die zweite Hälfte stark dahinter zurück. So wirkte der gute Portal wie eine Hintergrundfigur aus „Masters of The Universe“ – vielleicht haben sich die Produzenten ja ein Kostüm des ebenfalls 1987 produzierten Films ausgeliehen, wer weiß…

      Das bereits kritisierte Verhalten der Ferengi hat mich auch eher genervt. Dass sich hinter diesem Volk eine Allegorie auf den Kapitalismus verbirgt, ist mir schon bewusst gewesen. Die von Euch im Podcast erwähnte Hintergrundinfo, dass die meisten Schauspieler jüdischer Abstammung sind, war ein Zusammenhang, der mir hingegen noch nicht aufgefallen. Hier hinter eine Art „Type Casting“ zu vermuten, halte ich aber doch für eine eher verwegene These. Für mich waren es vielmehr immer kürzer gewachsene Schauspieler, die die Ferengi gespielt hatten. Die Religion hatte ich persönlich nie als Castinggrund erachtet.

      Ein interessanter Punkt, der erst vorige Woche auf http://www.startrek.com aufgeworfen und auch im Memory-Alpha-Artikel über die Ferengi angeführt wurde, betrifft die Abstammung des Wortes „Ferengi“ vom persischen Begriff für „Ausländer“ oder insbesondere „Europäer“. https://intl.startrek.com/news/ferengi-farangi-fearing-others Dies fügt sich ja noch einmal ganz gut ein zum fremdartigen und anstrengenden Verhalten der Ferengi in dieser Folge, finde ich.

      Eine Frage an die Allgemeinheit zum guten Schluss: Wird eigentlich aufgelöst, dass die Enterprise den T-9 Energiekonverter zurückbekommt? Ich glaube, dass dieses McGuffin so unwichtig war, dass das einfach nicht mehr erwähnt wurde 😀

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      • Stimmt, der T-9-Energiekonverter ist am Ende und auch sonst nie wieder erwähnt worden. Nicht wichtig genug um dafür zu sterben, da hat man die Produktion direkt einstellt. Material belegt mit schlechter Erfahrung, wer will das schon haben. 😉

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        • Riker sagt am Ende der Folge, dass der Energiekonverter mit Hilfe der audiellen „Überzeugungskraft“ von Portal zurückgegeben wurde.

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      • In der ersten Staffel gefällt mir Troi eigentlich noch ganz gut, weil sie da stets (mit wenigen Ausnahmen) sehr ruhig und souverän agiert und auch aktiv Probleme und Konflikte anspricht, so wie man sich einen Counsellor auf einem Schiff am ehesten vorstellen könnte. Das nimmt in den nachfolgenden Staffeln immer weiter ab.

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  3. Hallo Simon, hallo Sebastian, hallo zusammen,

    tatsächlich ist mir das Thema Antisemitismus und Ferengi nicht zum ersten mal hier im Podcast begegnet, sondern eines, das immer mal wieder im Zusammenhang mit den Ferengi auftaucht. Und eines, das mir am Ende auch immer schwer im Magen liegt, gerade weil ich Charaktere wie Quark, Rom und Nog wirklich ins Herz geschlossen habe.
    Vorab, nur um fruchtlose Diskussionen zu vermeiden: Nein, ich glaube nicht, dass Star-Trek eine antijüdische Propagandasendung ist. Ich vermute als letztes irgendeine rechte Agenda oder einen unterschwelligen Masterplan. Ganz im Gegenteil, das „Große Ganze“ spricht eine ganz andere Sprache.

    Aber, ob bewusst oder auch unterbewusst, finde ich es bemerkenswert, dass die Darstellung des radikalen Kapitalismus auch in Star Trek nicht gelungen ist, ohne eben doch Klischees zu bedienen. Nein, Ferengi sind nicht 1:1 die unselige Karikatur des bösen Juden, aber ja: Die Ohren sind groß, die Nase hervorgehoben, die Zähne sind schlecht, die Sprache ist nuschelnd.
    In „The Nagus/Die Nachfolge“ sitzen Ferengi hämisch lachend um den großen Nagus und planen den Gammaquadranten wirtschaftlich abzuzocken. Sinngemäß wird gesagt, dass das vor allem funktionieren dürfte, weil noch niemand von ihrem schlechten Ruf gehört hat.
    Später wird klar: Igitt, sie essen auch noch Insekten. Wie widerlich. Sie lassen ihre Frauen keine Kleidung tragen. Die sind ganz anders als wir.
    Und: Oft sind Ferengi hinterhältig, verschlagen, aber dann auch furchtbar devot wenn sie erwischt werden. Man denke nur an diese „Gnadengeste“der zusammengepressten Oberarme mit auseinandergehaltenen Händen, garniert mit wortreichem Gejammer.

    Das sind nur Beispiele und für sich genommen Kleinigkeiten, aber im Gesamtbild fühlt sich mein Magen eben, wie gesagt, mindestens unwohl. Und es ist ja auch bezeichnend, dass ihr im Podcast direkt darüber gestolpert seid. Ich finde, genau wie der Rassismus in „Code Of Honor/Der Ehrenkodex“ und der immer mal wieder durchscheinende oder auch manchmal sehr offensichtliche Sexismus diverser Folgen gehört auch das aufs Tablett.

    Nicht, weil ich Star Trek madig machen will, ganz im Gegenteil. Aber gerade Antisemitismus ist ein jahrhundertealtes kulturelles Gift. Und wenn er einem begegnet, lohnt es sich einfach, darüber nachzudenken.

    Viele Grüße – und danke für einen Lieblingspodcast,
    chrysomeles

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  4. Hallo, Jungs,

    Diese Folge war einfach nur peinlich. In der deutschen Fassung ist sie vermutlich noch schlimmer als im Original. Hölzerne Dialoge und Gags, die keinen Sinn ergeben. Als es im englischen um die Nationalfarben geht, wird im deutschen von Flaggen gesprochen und Tasha fragt ganz dumm, wozu eigentlich Flaggen benutzt wurden. Arrrgh!

    Ach, und wenn ich kurz aushelfen darf: Ihr meintet Brüssel, nicht Brügge, stimmt’s? 😉

    LL&P
    Eure Bridge

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    • In der Deutschen Fassung werden die Ferengis auch nicht mit Yankee… äh… wasnochmal? verglichen, sondern mit Piraten. Und das Thema Flaggen kommt über die Totenkopfflagge auf.

      Die deutsche Fassung ist wirklich schmerzhaft. Aus technischen Gründen konnte ich diesmal nur die sehen, das hat einiges an Geduld gefordert.
      So überaltert vieles aus den ersten Staffeln TNG wirkt, aber mMn ist nichts aus dieser Zeit so schlecht wie die deutsche Synchro!

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      • In der Syncro aus Hamburg für die Videothek Fassung wurde von Yankee Händlern gesprochen. In der Syncro aus Berlin fürs TV waren es Piraten.

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  5. „Die…die beißen!“

    Tja, auch wieder so eine Folge, die nichts Halbes und nichts Ganzes ist!

    Im Voyager-Pilotfilm wurde ja mal eine „Kauf nicht beim Ferengi.“-„Empfehlung“ angedeutet, indem Kim sagt, an der Sternenflotten-Akademie wurde vor den Ferengi gewarnt was Quark empört und gleichzeitig als Instrument dient, evtl. doch noch was zu verkaufen.

    So sehr sich Blaubart auch Iggy Pop gewünscht haben mag, dessen schauspielerische Fähigkeiten waren eher so mittel.

    Ich glaube, Picard sagt nur nochmal in der 2. Staffel „Merde“. (War das bei „Pen Pals“?)

    Wurden die Daten eigentlich bei aktivierten Schilden abgerufen?

    Was ich sehr schön fand an dieser Unterredung im Bereitschaftsraum, dass nicht einfach jeder irgendeinen Vorschlag macht, sondern dass man auch einen, nämlich Geordi, explizit sagen lässt, dass er keine Idee für dieses Problem parat hat. Das macht das ganze Gespräch irgendwie glaubwürdiger.

    Ich habe den Hinweis mit dem verzerrten Bild so verstanden, dass die Close Ups auch durch den Wächter-Planeten verursacht wurden.

    So einen „Holographischen Monitor“ sieht man irgendwann nochmal in Picards Büro, als er darüber sinniert, warum irgend so ein Planet solch eine merkwürdige Umlaufbahn hat.

    So ein Imperium kann schnell mal untergehen, wenn die Katastrophe an einer Schlüsselstelle stattfindet. Nachdem Praxis explodierte, hätten die Klingonen ohne Unterstützung der Föderation möglicherweise auch nicht wieder erstarken können.

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    • Und ein Imperium muss nicht zwangsläufig die halbe Galaxie umspannen. Vielleicht war das Leben damals unkomplizierter und man galt schon als ordentliches Imperium, wenn man sich nur über ein (vielleicht ursprünglich mal sehr dichtesiedeltes Sonnensystem, mit Kolonien und unterworfenenen Reichen auf jedem einzelnen Planeten im System) verbreitet hat.
      Wenn man z.B. noch keinen überlichtschnellen Antrieb hat, ist so ein Sonnensystem ganz schön groß!
      Die Römer haben zu ihren besten Zeiten noch nicht mal einen ganzen Planeten geschafft, und das schimpft sich heute immer noch „Römisches Imperium“! 😉😁

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      • Nun ja, etwas größer muss dieses Empire schon gewesen sein. Eine Supernova hätte bestimmt noch den äußersten Planeten/Kleinplaneten/Asteroiden dieses Sonnensystems gegrillt. Das hätte der Wächter doch wohl mitbekommen? Und es hieß ja auch, dass sie Sterne verschieben konnten. Obwohl das natürlich auch eine spätere Legendenbildung sein könnte.

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    • „So einen „Holographischen Monitor“ sieht man irgendwann nochmal in Picards Büro, als er darüber sinniert, warum irgend so ein Planet solch eine merkwürdige Umlaufbahn hat.“
      Zu Beginn der Folge 2.05 „Loud As A Wisper“.

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  6. Hallo zusammen!
    Um es kurz zu machen : die Folge ist einfach nur trashig! Vieles habt ihr ja schon genannt, die Ferengi sind einfach affig (Entschuldigung an alle Affen), der Wächter ist einfach nur blöd („ich bin der Vertreter eines riesigen, supermächtigen Reiches – ach, es existiert nicht mehr? Tja, dann geh ich halt schlafen.“). Was bei euch nicht so herauskam: das Landeteam war erschreckend unprofessionell. Da ist man also auf einem fremden Planeten auf dem eine unbekannte Macht herrscht und möglicherweise feindlich gesinnte Ferengi herumlaufen. Was macht man da? Klar, man stellt sich hin und ruft möglichst laut:“Hallo, wo seid ihr?“ Als hätte man sich auf einem Sonntagsspaziergang im bayrischen Wald verlaufen. So ähnlich kam das wohl noch in späteren Folgen immer wieder vor. Als gäbe es bei der Sternenflotte keinerlei taktische Ausbildung. War Kirk jemals derart unprofessionell?
    Das da Kinder praktisch im Chefbüro herumlaufen, ohne dass es vielleicht der Arbeitsplatz ihrer Eltern wäre (obwohl – Riker?), das fällt da schon gar nicht mehr ins Gewicht. Vielleicht waren tatsächlich zu viele Köche am Rühren. So im Nachhinein ist es mir echt schleierhaft, wie diese Serie das erste Jahr überstehen konnte.

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    • Hallo Kleiner Bruder!

      Ja, die TOS-Crew war zuweilen sehr unprofessionell! Ich empfehle dir z.B. die TaD-Sendung zur Folge „Dagger of the Mind / Der Zentralnervensystemmanipulator“. Da beamen sie von einem Gefängnisplaneten eine mannsgroße Kiste hoch, in der sich ein ausgebrochener, gewalttätiger Häftling (so wird er anfangs dargestellt) versteckt. Der steigt dann aus der Kiste, schlägt den Transporterchief nieder und versteckt sich an Bord des Schiffes. Anschließend suchen sie erfolglos nach ihm, obwohl so viel tolle Technik zur Verfügung steht. Am Ende „findet“ man ihn nur, weil er mit einem Phaser bewaffnet auf die Brücke stürmt. Natürlich kommt keiner auf die Idee, den Typen aufzuhalten. Professionalität ist was anderes! 😉

      Auch sonst verhalten sich die perfekt ausgebildeten Sternenflottenoffiziere manchmal sehr dumm. „Spocks Brain / Spocks Gehirn“ ist ein anderes Beispiel dafür. Das zieht sich aber durch das ganze Franchise, DS9 und VOY haben auch solche Folgen, bei denen ich mir an den Kopf fasse.

      MfG

      Michael from Outer Space

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  7. Danke für die Folge und das ihr am Ende doch noch den Trichter mit den Kindern gefunden habt :-).
    Das mit den Ferengi hört man öfter. Schön ist, das ihr herausstellt, dass der spätere Produzent selbst jüdisch ist. Es hat halt so ein geschmäckle, ob intentional oder nicht (schaut euch hier auch mal die Bankkobolde in Harry Potter an).
    Aber als Fan des klassischen Doctor Who ist man da eh einiges Leid, was fiese Stereotype angeht, gewohnt und denen glaube ich es auch, dass die damals nicht so drüber nachgedacht haben und sich heute schämen.
    Dennoch, danke für Sendung. Freue mich auf die weiteren Folgen.

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  8. Hi, ich bin’s wieder! 🙂

    Sebastian sagt an einer Stelle: „Eine Supernova löscht eigentlich ein Sonnensystem aus.“ Laut Wikipedia könnte eine Supernova, die in einer Entfernung von weniger als 100 Lichtjahren von der Erde stattfindet, erhebliche Auswirkungen auf die Erde haben. Es ist möglich, dass die massive Gammastrahlung einer solchen Supernova die komplette Ozonschicht zerstört.

    Bei der Ausdehnung des ehemaligen Tkon-Imperiums erscheint es aber auch mir seltsam, dass nicht mal ein einziger Planet oder eine weit entfernte Kolonie diese Supernova überlebt haben soll. Und ihre fortgeschrittene Technik hat ihnen nicht geholfen… naja, es war eben eine mächtige Zivilisation, die nur in dieser einen Folge erwähnt wird! 😉

    Die Bedrohnung, die der Abzug der Energie von der Enterprise verursacht, finde ich total unglaubwürdig und konstruiert. Riker beamt nach ca. 30 Minuten mit dem Außenteam auf den Planeten. Zu diesem Zeitpunkt läuft an Bord des Schiffes noch niemand Gefahr zu erfrieren. Danach vergehen (wie Picard sagt) sechs Stunden und alle Besatzungsmitglieder haben mit dem Leben abgeschlossen und liegen im Sterben. Warum ist das so? Selbst wenn die Enterprise keine Energie mehr hat und sogar Energie verliert, hat sie doch trotzdem eine Wärmedämmung/Isolierung in der Außenhülle, mit der sich die Leute vor der Strahlung und den extremen Temperaturen des Weltraums schützen! Ohne eine solche Isolierung könnte das Schiff gar nicht funktionieren, es sei denn alle Crewmen tragen ständig Raumanzüge, was nicht der Fall ist. Im Weltraum gibt es keine Konvektion wie auf der Erde (Wärmetransport von einem warmen Körper zu einem kalten Körper durch ein Fluid wie z.B. Luft). Wärmeenergie kann also nur durch Strahlung übertragen werden, was sehr langsam vonstatten geht. Die Körper der Crewmen geben selbst auch Wärme an die Luft ab, sie wärmen sich sozusagen gegenseitig. Insgesamt kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Besatzung nach nur sechs Stunden in so schlechter Verfassung sein soll.

    Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken. Ich finde es halt schade, wenn in den letzten 20 Minuten einer Episode so eine angeblich lebensbedrohliche Situation geschaffen wird, die dann natürlich auch ruckzuck gelöst ist.

    MfG

    Michael from Outer Space

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    • Ich denke, dass einige Leute es Tkon-Reichs überlebt haben, auf ihren Außenposten um ihre Geschichte (weitere Zeitalter) fortzuschreiben und an die Vergangenheit zu erinnern. Aber wenn das Zentrum des Imperiums zerstört wurde, werden sich die Überlebenden ohne die Ressourcen des Imperiums (ggf auch abgeschnitten von einander) vielleicht ob unterschiedlicher Ziele und Nöte auseinander entwickelt haben. Wer weiß, wer heutige Nachfahren sind, die das nicht mal wissen.

      Deine Überlegung über die Bedrohung auf dem Schiff teile ich. Bei „liegen im Sterben“ muss ich an den Typ auf der Brücke denken, der sogar „im Sterben steht“ 😉 – naja er lehnt an der Wandverkleidung, aber wie albern ist das? 😉

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      • Man denke nur daran, was aus den Überresten des römischen Imperiums geworden ist. Wenn dann noch der Verlust historischer Aufzeichnungen dazu kommt, würde man sich auch fragen „Was habe ich noch mit den alten Römern zu tun?“

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  9. Hallo zusammen
    Ich habe eine eher generelle Frage. Es wurden extra die Kinder gezeigt, damit man sieht, dass auch Familien an Bord sind. Die Enterprise gerät doch unzählige Male in grosse Gefahr, wie auch in dieser Episode. Ist es denn eigentlich nicht zu gefährlich für Kinder? Wieso schickt man Familien auf solche Missionen die im Prinzip immer schief gehen können und auch kriegerische Auseinandersetzungen beinhalten?
    Wieso gibt es überhaupt so viele Leute an Bord? Es gibt Episoden wo das Schiff von ganz wenig Leuten geführt wurde.
    LG
    Paolo

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    • Eine gute Frage, ich finde, dass es überall Gefahren gibt, wie oft sehen wir Familien auf Planeten und Stationen bedroht, unter Beschuss etc. und die Enterprise will in erster Linie forschen und diplomatischen Dienst tun, auch wenn das Risiko sicher um einiges höher ist als auf der Erde. TOS zeigte uns die einsamen Wölfe, die nicht die Möglichkeit sahen oder hatten, sich eine Familie aufzubauen oder sie zurückgelassen hatten. Hier schließt es sich nicht aus, wenn man möchte und das ohne die Familie irgendwo alleine zu lassen.
      Warum so viele Leute? Ich denke es sind sehr viele Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, die die Chance vor Ort nutzen wollen, sowie das Personal fürs Schiff plus aller Angehörigen. Kurzzeitig kann das Schiff mit wenigen Leuten gesteuert werden, langfristig braucht es sicher aber weit mehr Personen um bestimmte Funktionen einzurichten und alles zu erhalten.
      Die Sternenflotte schaut auf eine große Missionserfahrung zurück und ich dachte immer, dass es irgendwann ein logischer Schritt war, ein Schiff zu haben, auf dem man nicht „nur arbeitet“, sondern auch in allen Belangen leben kann. Aber das kann auch einfach meine tiefsitzende Naivität gegenüber TNG sein.
      Was meint ihr anderen? Ist es ein zu großes Risiko, so viele Leute und Familien auf einem Schiff?

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      • Hallo!

        Ich finde TaoTaos Erklärung schon ganz zutreffend. Fiktive Geschichten haben generell ein Problem: Die Story soll einerseits spannend sein, die Zuschauer müssen sich aber auch mit den Figuren identifizieren können und im Idealfall wirkt das Ganze auch glaubwürdig. In meinen Augen entsteht zwischen diesen drei „Polen“ Spannung, Glaubwürdigkeit und identifikation ein Zielkonflikt. Ein Autor kann versuchen, alle drei Ziele zu erreichen. Dann wird er/sie aber jeweils nur das Mittelmaß erreichen, was sowohl für die Künstler (Autoren, Regisseure, Schauspieler) als auch für die Zuschauer unbefriedigend wäre. Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, dass sich der Autor auf ein bis zwei Ziele konzentriert. Das führt natürlich dazu, dass der Rest auf der Strecke bleibt.

        Beim „Familienschiff“ Enterprise-D könnte man sagen:
        Die identifikation mit den Figuren wird durch die Kinder und Familien an Bord erhöht, weil in gefährlichen Situationen einfach mehr auf dem Spiel steht. Allerdings geht hier die Glaubwürdigkeit ein Stück weit verloren. Aus der Sicht der Produzenten ist es aber sinnvoller, auf die ersten beiden Punkte zu setzen. Schließlich möchte der Zuschauer von einer Serie v.a. unterhalten werden.

        Vergleicht mal ein Gerichtsdrama wie „Inherit the Wind“ (Wer den Wind sät) mit einem Action-Abenteuer wie „Raiders of the Lost Arc“: Das Gerichtsdrama ist wahrscheinlich glaubwürdiger, weil das Skript durchdacht und gut geschrieben ist. Möglicherweise basiert es sogar auf wahren Begebenheiten. So ein Film kann durchaus spannend sein, wird aber niemals als Blockbuster hunderte Millionen Dollar einspielen. Das Action-Abenteuer Marke „Indiana Jones“ IST aber genau dieser Blockbuster, weil es beim Massenpublikum besser ankommt.

        Vielleicht ist das einer der Gründe dafür, dass es bei Star Trek keine Gerichtsdramen mehr gibt. Dabei ist „The Drumhead“ doch eine meiner absoluten Lieblingsfolgen… *seufz*! 😉

        FAZIT:
        Ja, ich finde es auch etwas unlogisch (UND unglaubwürdig, das sind zwei verschiedene Dinge!), so viele Kinder an Bord zu haben und gefährliche Missionen zu beginnen, die in politischen Minenfeldern oder in unerforschten Gebieten spielen, aber aus Sicht der Produzenten kann ich es nachvollziehen. So ein Borg-Angriff wirkt halt auch nur dann richtig bedrohlich, wenn man das Raumschiff mit einer Menge Kinder beschützen muss! 😀

        MfG

        Michael from Outer Space

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      • Das Argument der einsamen Wölfe gefällt mir. Dank dieser Möglichkeit müsste niemand auf Familie verzichten. Es fällt aber auf, dass in 178 Folgen niemand von der Stammbesatzung heiratet oder ein Kind bekommt.

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        • Das ist mMn das Schicksal des Protagonisten, der für möglichst viele Zuschauer interessant und als Identifikationsfigur zur Verfügung stehen soll. 😉 Deswegen endet eine Sitcom o.ä. wenn die Leute heiraten, ausziehen etc. würde ich sagen. Änderung des Familienstands könnte es kippen lassen. Das obliegt den „anderen“ wie Miles oder Alyssa Ogawa. Erst DS9 ist so mutig und legt alles auf Charaktere und deren Entwicklung, was auch ernsthafte Beziehungen und Familienplanung zulässt.
          Oder Riker, ich möchte ihn ehrlich nicht missen, aber wie albern, dass er keine Beförderung annimmt…

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  10. In meinen Augen ist dies die erste richtig gute Folge der 1. Staffel. Auch wenn ihr an dieser Folge recht viel Kritik habt, ich fand sie echt gut.
    Zwar sind die Ferengi noch seltsam und nicht so wie wir sie später kennen und mögen, trotzdem nett.
    Insbesondere die KI des Außenpostens hat mir immer schon gut gefallen. Auch wie auf der Enterprise alles immer kritischer wird.

    Klarer Daumen hoch von mir.

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