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14. Mai 1997:
Unter den Maquis auf der Voyager herrscht große Unzufriedenheit und als Captain Janeway auf diplomatische Mission davonfliegt, meutert Chakotay und reißt das Kommando an sich. Die Verwirrung der Zuschauenden ob dieses längst beigelegten Konflikts ist perfekt, als auch noch die längst tote Verräterin Seska mitmischt. Achso, ein Holodeck-Programm! Das finden plötzlich alle reizvoll.
In Deutschland: Rebellion Alpha, ausgestrahlt am 23. Oktober 1998.
Moin alle zusammen,
ich bin nicht gleich darauf gekommen, dass Tuvok den „Holo-Roman“ als Trainingsprogramm geschrieben hat. Aber ich war auch nicht sehr überrascht, als Tuvok sagte, dass es von ihm ist und warum er es geschrieben hat. Die Szene fande ich allerdings auch sehr lustig, als sich alle der Reihe nach gemeldet haben als Captain Janeway fragte, wer das Programm schon abgerufen hat.
Tuvok schrieb das Programm ja zu Beginn der Reise. Er kannte Seska ja schon von Chakotay’s Maquis-Schiff. Vielleicht hatte er ja schon eine Ahnung, in welche Richtung sich Seska entwickeln könnte und hat ihren Charakter deshalb so geschrieben. Bliebe dann nur die Frage, ob er Janeway am Anfang der Reise wegen Seska nicht hätte vorwarnen sollen, ob man nicht ein Auge auf sie hat.
So fande ich auch, dass es eine sehr schöne Folge war und auch eure Besprechung war wieder lustig und unterhaltsam.
LG Babett
Moin zusammen,
es war wirklich ein großer Spaß! Und es fühlte sich herrlich „fresh“ an, mehr als „The Game“ in TNG an das ich mich stellenweise erinnert sah als es hieß dass es „immer mehr Besatzungsmitglieder spielen“. Auch die Freude der Darsteller war spürbar. Ich hatte immer wieder den Eindruckl so etwas Ähnliches schon mal gesehen zu haben, dass da ein Bösewicht von außen mit echten Menschen was Fieses treibt und sie wie Spielfiguren einsetzt. Wahrscheinlich keine allzu seltene Erzählung… und hier gelungen umgesetzt.
Da man mich zu Beginn der Episode auch beim zweiten Ansehen mächtig hinter die Fichte führen konnte, hätte auch ich einen Landarzt gezückt. Auch wenn man an der Mimik B’Elannas in der ersten Einstellung so etwas wie gespannte Erwartung erspähte und hätte ahnen können, dass es wie die Vorfreude auf die Geisterbahn aussehen könnte. Wendungen und Täuschungen zwinkern dem Zuschauer zu und wenn eine Episode Lust macht auf „nochmal bitte“ wie bei einem gelungenen Fahrgeschäft, dann haben wohl die Macher viel richtig gemacht. Zwischendurch dachte ich „Der Writers Room nimmt sich selbst auf die Schippe“! Wie toll! – Spoilerwarnung an VOY-Neulinge –
Da wir kürzlich die akademische Warpschnecke kennenlernen durften erscheint mir eine überlichtschnelle Janeway gar nicht mehr so utopisch. Ein denkwürdiges Zitat von ihr war mir in Erinnerung – betrifft jedoch die TaD-Zukunft – Besprechung #538, VOY S5 E5: „Once Upon a Time“. Neelix kommt auf die Brücke und bietet Kaffee an. Janeway:
„No thanks. I’ve had enough. One more cup and I’ll jump to warp.“
Mir hat „Worst Case Scenario“ beim ersten Anschauen Anfang der 2000er Jahre auch gut gefallen. Trotzdem hätte ich lieber eine „reale“ Meuterei an Bord der Voyager gesehen als die Holo-Meuterei. Letztendlich führt uns diese Episode vor Augen, wie viel Potential die Serie links liegen ließ.
Ja, im Autor*innen-Team wurden Diskussionen geführt, wie wir sie hier gezeigt bekommen. Das Ergebnis war leider zu oft der einfache Weg nach den bekannten Mustern: Alien der Woche, Planet der Woche, Weltraum-Dingenskirchen der Woche.
Ich finde, die Schwesterserie DS9 ging mit „Far Beyond the Stars“ einen innovativeren Weg.
Merkwürdig ist auch die Doppelung zwischen Eddington und Seska. Ihre sehr ähnliche Charakterentwicklung inklusive Maquis-Zugehörigkeit, Verrat, fiesen Machenschaften, comicartigem Bösewicht-Verhalten und unspektakulärem Ende in zwei direkt aufeinanderfolgenden Episoden irritiert mich. Die Borg-Queen wird später ebenfalls in diese Richtung geschrieben werden. Meine Hypothese ist, dass der langsame Niedergang von Berman-Trek u. a. durch solche eindimensionalen Figuren verursacht wurde. Shinzon in „Nemesis“ ist ja auch ein Bösewicht, der böse ist, weil er eben böse sein muss.
Eure Besprechung war trotz der fast zwei Stunden natürlich wieder sehr kurzweilig!
Ich bin nur froh, dass man nicht auf die Idee kam, auch Lon Suder für diese Folge zurückzuholen. In einer solchen Simulation wäre er nur zu einer „Ich bring euch alle um!“-Karikatur verkommen, weg von Hans Beckert, mehr hin zu Felix Leech. Das wäre dieser im Innersten doch tragischen Figur nicht gerecht geworden!
Eine launige Episode, deren Inhalt ich völlig falsch in Erinnerung hatte, die ich aber auch nicht zu ernst nehme. Ich mochte die leichte Kritik von Kunstschaffenden an der Werkinterpretation oder gar Fortführung durch Andere oder gar durch Darsteller. Einen Landarzt sehe ich in der Folge nicht, aber durchaus einen soliden Daumen nach oben. 1-2 Folgen vor einem Staffelfinale darf so eine launige, günstige Episode ruhig mal sein. Im Vergleich freue ich mich aber mehr auf Empok Nor nächste Woche.
Beim Thema Kes bin ich mal gespannt zu deren Abgang. Da gibt es sicher interessante Hintergrundinfos, die ich so noch nicht kenne. Persönlich hab ich Kes früher nie wirklich vermisst, war aber auch kein Fan von Booberella 08/15.
Mir sind heute zwei Dinge aufgefallen: In der deutschen Erstausstrahlung lief diese Folge NACH dem Scorpion Zweiteiler, sofern Memory Alpha korrekte Zahlen hat. Beim Nachlesen der Daten bin ich darüber gestolpert, dass sich die Ausstrahlung der zweiten Staffel von Oktober 1996 bis April 1998 gezogen hat mit zwei halbjährigen Unterbrechungen. Das erklärt mir, warum ich in Voyager damals nicht so richtig rein gekommen bin und mir der ganze Kazon Handlungsbogen zäh wie Kaugummi vorkam.
Die deutsche Ausstrahlung von Voyager war ein Desaster. Lief Freitag Abends zusammen mit JAG. Dann erfuhr man per Laufschritt bei der DS9a-Folge am Freitag Nachmittag, dass Voyager ausfällt und zwei Folgen JAG liefen. Oder eine Wiederholung von Der Bergdoktor. Dann lief mal vereinzelt Voyager, weil irgendwo Sport lief und man eh keine Quote machte. Dann hat man Voyager auf den Samstag Nachmittag gelegt und Freitag Abend Farscape gezeigt. Lief auch nicht gut. Ich schaltete Freitag Abend Farscape ein und Voyager lief. Farscape dann auf den Voyager Sendeplatz. Bis sie es plötzlich zurück tauschten.
Sat.1: Nein!
Besser JAG als die dritte Staffel Voyager. 😀
Vielen Dank für diese überaus launige Besprechung. Ich kann mich nicht aufraffen, die Serien nochmal zu schauen – aber eure Analyse versetzt mich Woche für Woche in die Kindheit vor Sat.1 zurück. Euer Podcast ist ein absolutes Highlight für mich!
Schon wieder so eine gute Voyager-Folge!
Die dritte Staffel wird unterschätzt. Oder zumindest dreht sie im letzten Viertel gewaltig auf.
Sehr launige und interessante Besprechung mal wieder.
Interessiert vermutlich niemanden. Aber ich finds mittlerweile fast bisschen spooky, wie ähnlich Simons und meine Wahrnehmung dieses begleiteten Voyager-Rewatch ist. Nachdem ich die letzten Wochen langsam begann, an mir zu zweifeln, ob ich überhaupt jemals Voyager wirklich geguckt habe, hatte ich bei dieser Folge hier und da den Eindruck: „Oha ja, das hab ich schon mal gesehen“. Ich erinnere mich nicht genug, um zu wissen, was jeweils als nächstes passiert. Ich kann das gucken, als würde ich es zum ersten Mal sehen. Aber ich weiß, ich hab das schon mal gesehen.
Soweit, so uninteressant. Zur Folge:
Auch da ging es mir weitgehend wie euch. Der erste Teil ist fantastisch. Er wird mir dann zu abrupt abgebrochen, nur um in etwas noch viel großartigeres überzugehen: Diese ganze Meta-Nummer mit den Darstellern, die plötzlich die Rolle ihrer eigenen Drehbuch-Autoren einnehmen. Und alle diese subtilen und weniger subtilen Gags und Kommentare übers schreiben einer Star-Trek-Folge, über Logiklöcher vs Spaß, über die Erwartungen des Publikums, die Befindlichkeiten der Darsteller, die vielen verschiedenen Angrifswinkel auf diese Aufgabe, und wie jeder einem reinreden will (und die meisten mit durchaus berechtigten Anliegen und Anregungen), das ist so unfassbar fantastisches Fernsehen. Und so unfassbar … witzig. Nicht lustig. Witzig.
Ich saß vor dem Fernseher und habe vor Freude in die Hände geklatscht, wie Sebastian sagen würde. Ich habe vor Freude gequickt wie ein sanft gekitzeltes frischgeborenes Ferkel, wie ich sagen würde. Tatsächlich habe ich selbstredend nichts davon getan. Ich saß da einfach und hab das geguckt. Aber ich war sehr, sehr angetan.
Was ich leider erst heute wirklich wertschätzen kann. Damals oder auch – sagen wir mal – in einem Rewatch 2005 hätte ich das vermutlich zwar schon irgendwie kapiert … aber niemals so kapiert. Wenn das Sinn macht. Ich musste schon heute Jahre alt werden, um das wirklich wertschätzen zu können.
Und ich hätte sooooo gerne noch mehr davon gesehen.
Ich hätte so gerne gesehen, wie Herr Tuvok und Herr Paris den weiteren Schreibprozess forken und jeweils ihre eigenen Varianten des Programms zuende schreiben. Und wie dann jeweils ihre Freunde und Kollegen darauf einwirken. Wie zwischenzeitlich nochmal deutlicher Tuvok sein Urheberrecht an der Ausgangslage geltend macht und wie Janeway vermittelnd eingreift. Und wie dann am Ende das Publikum auf die beiden Versionen reagiert. Spoiler: Tuvoks Version begegnet erst wenig Liebe, aber wenige Tage später stellt sich raus, dass seine Version öfter gespielt wird. Weil sie fordernder ist und Paris‘ Version zwar funny, aber erzählerisch doch ganz schön flach.
Im Epilog setzen sich dann Janeway, Torres und Ensign $Frauenname zusammen, und schreiben das Ding mal ernsthaft zusammen. Mit Gefühl und Herz, aber auch mit ordentlich Geballer, Gewalt, Wissenschaft und Schraubenziehereinsatz.
Jetzt mal ehrlich, die Folge schreibt sich ab diesem – extrem geilen – Ausgangspunkt doch von selbst. Und zwar zu einer der besten TV-Episoden, die je gedreht wurden.
Stattdessen biegen wir ab zu einer generischen „das Holodeck macht Probleme“-Folge.
Und ich gebe gerne zum, ab dieser Stelle war ich in meiner Bewertung sehr unfair zu dieser Folge. Alles an diesem Holodeck-Shit, Hinleitung, Aufbau, Durchführung, Humor, Oneliner, Auflösung, ist mindestens solide. Die Böser-Doktor-Szene (nochmal high five an Simon) ist wirklich stark. Man kann an diesem ganzen Part einiges zum dran meckern finden, wenn man denn wollte. Aber sowas als drittes Drittel einer ohnehin schon komplexen einzelnen Voyager-Folge? Mal ehrlich, wie sollte man das ernsthaft viel besser machen?
Aber ich wollte das nicht sehen.
Ich wollte meine Folge weiterlaufen lassen. Ich wollte sehen, wie die weiter an diesem Drehbuch schreiben.
Und deshalb war ich im dritten Drittel dieser Folge schlecht gelaunt. Und deshalb gehe ich da auch schlecht gelaunt raus. Was in diesem Fall ein Akt der gesonderten Wertschätzung ist. Nunja, so ist das manchmal.
ps: Als jemand, der das in den Kommentaren eingefordert hat; hier hatte ich keine Fragen bezüglich des nicht gezückten Landarzts. Weil Simon schon im Audio sagte, dass er nicht super begeistert ist. Für _mich_ hätte man das in dieser Sendung nicht weiter begründen müssen.
Gleichwohl fand ich Sebastians Ausführungen dazu überraschenderweise echt interessant. Ich hab das gern gehört. Insofern – und mich überrascht das selbst – eventuell zukünftig vielleicht doch sowas immer erläutern? Nur als Anregung. Ich bin mir da selbst nicht sicher.
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pps:
Wo Simon das in dieser Folge schon anspricht. Vielleicht interessiert irgendjemanden, wie das, was ich in einem Kommentar hier anspracht, sich zwischenzeitlich entwickelte?
Das ist eine lange Geschichte, voller Helden und Monster, von der noch Generationen nach uns Lieder singen werden. Denn ich hab mich in den Infight mit dem Amazon-„Support“ begeben.
Ich will das hier kurz fassen. Zwei Wochen später (langsam pressierte es mir, das war ungefähr letzten Freitag) hab ich diesen ganzen FAQ-Irrgarten, all die seltsamen „KI“-Chatbots etc ignoriert und per E-Mail die Mailadresse im Impressum der Amazon-Website angeschrieben.
Plötzlich bekam ich Antwort-Mails von echten Menschen. Also sie klangen wie echte Menschen und sie unterschrieben mit Vor- und Nachnamen. Sie sprachen mich an mit „Sehr geehrter [Amazon-Kunde]“ (kein Scherz) und sie ballerten mir einiges an Textbausteinen rüber, warum es voll sinnvoll sei, deren normalen Abwimmelungs-Support zu benutzen. Aber über zwei handvoll Mails entwickelte sich ein menschlich anfühlender Austausch. Und ich gab mir jede Mühe, mein Anliegen wertschätzend, fair und verständlich rüber zu bringen, ich schwöre.
Ist ja an sich sich auch nicht so schwer, wenn man ehrlich ist. Jungs, euch fehlen da zwei Folgen in dieser alten TV-Serie, in einem bei euch gebuchten Kanal eines Dritt-Anbieters. Sagt doch da mal Bescheid bitte, da läuft wohl was quer.
Wir spulen vor zu diesem Dienstag. Und hier kommt, was Simon falsch zitiert hat: Mir geht es nicht um „die App“. Mir geht es um die Amazon-Website. Weil da gucke ich das gewöhnlich. In einem Geistesblitz habe ich mal die Amazon-Prime-Video-App auf meinem Telefon geöffnet (die ich nie nutze). Stellt sich raus: Da sind die Folgen vorhanden. Abends zuhause hab ich die Fernbedienung meines Fire-TV-Stick entstaubt (literarisch, das Ding war verdreckt). Und ich hab die Folge auf meinem Fernseher mittels der Amazon-Prime-Video-App via FireTV geguckt. Denn dort war sie vorhanden.
Auf der Website hingegen ist sie das bis heute nicht.
Ich denke, ich verfolge einfach mal weiter die Mails, die bei mir eintrudeln. Sie alle wollen mir helfen. Und sie alle wollen, dass ich anklicke, ob sie mir geholfen haben. Für den Fall, dass da wirklich ein Mensch dahinter steckt – der ja im Zweifel nichts dafür kann -, klicke ich lieber nicht. Grüße an der Stelle sowohl an Amazon, als auch an Paramount+. Einfach geile User Experience. Da zahlt man doch gern für.
Hallo zusammen,
ich hätte da noch eine Frage zu der Folge: Warum stört es eigentlich niemanden aus der Crew, dass in dem Holodeckprogramm die persönlichen Parameter der einzelnen Personen benutzt werden? Bei Barclay wurde das ja durchaus als übergriffig empfunden, als er die Brückencrew für seine Fantasien benutzt hat.
Und auch die Voyager-Crew wird es in einigen Folgen nicht sehr toll finden, wenn der Doktor die Geschichte vom Raumschiff „Vortex“ erzählt. Da finden es alle furchtbar, dass sie so verkehrt dargestellt werden. Aber hier ist es für alle in Ordnung, ist ja nur ein lustiger Spaß.
Hat eigentlich jeder Zugriff auf die persönlichen Daten? Kann jeder einfach Holodeckprogramme von allen Personen in der Föderation erstellen? Gibt es da keine Rechte am eigenen Bild? Zumindest auf DS9 schien es die zu geben, da Quark von Kira heimlich Aufnahmen machen musste um ein Sexprogramm von ihr zu erstellen.
Oder gibt es einfach nur Grenzen von dem, was zugelassen ist. Dennoch bleibt dann Barclay.
Wäre das nicht auch schon ein Hinweis auf den Autor der Geschichte? Jemand, der freien Zugriff auf die Personendaten hat? Jemand vom Führungsstab?
Und noch zum Thema „veränderte Seska“. Ich glaube auch, dass Seska ihren Charakter vorab verändert hat. Personen liegen bestimmt nicht perfekt ausgeschrieben in den Programmen vor, sondern vielmehr als eine Sammlung von Einstellungen, da das Programm ja verschiedene Handlungen realisieren muss. Vielleicht hat Seska ihren „Gewalt“-Schieberegler einfach mal etwas hochgestellt. Ihr habt dann gefragt, was wäre, wenn Tuvok das bemerkt hätte? Vielleicht wollte sie das ja auch, denn was wäre passiert? Tuvok will die Veränderung Rückgängig machen, aktiviert die Bearbeitungsfunktion und schon startet Seskas Schachtelteufel. Vielleicht war die Veränderung ihres Charakters sogar reine Absicht, um Tuvok zu locken.
Da frage ich mich aber auch, werden Holoprogramm immer 1:1 im Holodeck geschrieben, oder schreibt man die nicht besser in Ruhe im Quartier und macht dann nur das endgültige Aussehen und die Testläufe im Holodeck?
Und zu eurer Frage, warum Seska das überhaupt einen Monat vor ihrem Verlassen des Schiffes gemacht hat. Sie würde doch ihre wahre Identität damit aufdecken. Ich denke, dass Seska zu dieser Zeit schon lange mit den Kazon in Kontakt stand und sich schon die eine oder andere Sicherheit zulegte, falls die Eroberung der Voyager schiefgehen würde. Eine Agentin der Obsidianischen Ordens (wissen wir eigentlich ob sie vom Orden ist? Machen auch normale Soldaten die Umwandlung in Bajoraner mit?) hält sich sicher immer mehrere Möglichkeiten offen und nutzt jede Gelegenheit aus, um Schaden anzurichten. Wer weiß, was noch in den Datenbanken der Voyager gelauert hätte. Wer weiß, was Garak alles in Bashiers Holodeckgeschichten versteckt hat.
Liebe Grüße
Alexander
Moin Zusammen,
ich komme leider erst jetzt dazu die Folge zu hören und möchte einen Funfact zu Sebastians Kneipengeschichte zugeben. Die Schilder über den Pissoirs „mit Alkohol“ und „ohne Alkohol“ haben sogar mal Sinn ergeben. Ich komme aus der nähe von Erfurt und habe dort schon Stadtführungen mitgemacht und auch selbst früher mit Kunden welche gehalten. Erfurt hat eine sehr schöne und gut erhaltene Altstadt. Aus Erfurt kommt auch das Erfurter Blau. Dadurch war Erfurt mal sehr wohlhabend. Durch die Waidpflanze wurden Stoffe blau gefärbt, was zur damaligen Zeit gar nicht so einfach war. Dies hat man tatsächlich auch mit Urin gemacht und je mehr die Leute getrunken hatten desto intensiver wurde das Blau der Stoffe. Daher ist man heute auch Blau, wenn man einen über den Durst getrunken hat.
Darauf aufbauend hat das auch eine ganze Weile wirken müssen. Ich glaube erst beim Trocknungsprozess ist es richtig blau geworden und daher kommt der Begriff „Blau machen“. Man wartet halt und hat grad nichts zu tun.
Ich hoffe, andere finden dies auch recht Amüsant und passend zur kleinen Anekdote.
Sagt gerne Bescheid, wenn ihr mal in Erfurt seid. Dann kann ich euch noch mehr davon erzählen 😉.
Liebe Grüße 🖖
Markus von Qo’noS
Moin zusammen,
Ich hab jetzt mal eine Verständnisfrage: In einem Holoroman hat man innerhalb gewisser Parameter ja gewisse Handlungsfreiheit. Wenn man dann Holoroman-Autor ist, ist man nicht eigentlich mehr eine Mischung aus Dungeonmaster und Lebelbauer bei einem PC-Spiel? Weil man muss ja die Aktionen der „Romanerleber“ voraussehen und entsprechend Reaktionen darauf vorhersehen, oder seh ich das jetzt falsch?