#469: Blaze of Glory (DS9 5.23)

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12. Mai 1997:
Die Überreste des Maquis-Widerstands schicken einen Schwarm getarnter Langstreckenraketen Richtung Cardassia und riskieren, dass der kalte Krieg zwischen Föderation und Dominion zu einem heißen eskaliert. Da hilft nur eins: Ben Sisko holt seinen liebsten Feind, Verräter Michael Eddington, aus dem Knast für eine Art Buddy-Komödie. Indes sehnt sich Nog nach klingonischem R-E-S-P-E-C-T.

In Deutschland: Glanz des Ruhms, ausgestrahlt am 20. März 1998.

Dieser Beitrag hat 20 Kommentare

  1. Maestro84

    Gut, dass meine Englischkenntnisse so miserabel sind, denn ich hab den deutschen Titel für eine perfekte Umsetzung des englischen gehalten. Naja, eine Generation eine Sprache nicht zu nutzen, in der man schon zu Schulzeiten miserabel war, ist da sicher nicht hilfreich….

    Die Folge selbst hat mir recht gut gefallen. Ich finde es gut, dass die Maquis-Story endet, auch wenn mir deren Ende an sich leid tut. Lachen musste ich am Anfang, als Martok zugab, dass man dem Maquis vielleicht….aus Gründen….Tarntechnologie übergeben hat. Waffengeschenke dieser Art sind ja auch in der Realität immer eine gute Idee, gell Ami und Mudschaheddin *hust*. Natürlich klingt die Täuschung, durch die der gute Eddie vom Spencer mitgenommen werden soll, konstruiert, aber ich mag das Duo mit unterschiedlichen, aber durchaus beide Male richtigen Ansichten. Dass die Jemies, die Ultragutengenetischdragonballsupersoldaten kämpfen wie Sturmtruppen in Star Wars, ist halt der Geschichte geschuldet, ich gönne aber dem guten Eddi den Tod als Held in der Schlacht. Weniger Valjean, aber Leonidas geht auch immer – auch ohne Sixpack und Lendenschurz.

    PS: Ich hätte übrigens gerne Actionfiguren meiner Podcaster, also nicht nur von Sebastian und Simon, sondern auch gerne von u.a. Heinrich Lenhardt oder Jörg Langer oder, als Erinnerung an früher, von David, Suse und Zam – da gerne mit optionaler Angel 😀 .

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  2. Don

    Das beste an der Folge ist, dass hiermit diese unsägliche Eddington-Story endlich ein Ende findet.
    Als stocksteifen Sternenflottenmann, den eigentlich keiner von der DS9-Crew so wirklich mag, fand ich ihn durchaus interessant, als Maquis-Superchef aber empfand ich ihn dagegen immer als völlige Fehlbesetzung.

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    1. stef baura s

      da hast Du wirklich recht!

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  3. BjoernHH

    Eine Folge der Ohrwürmer für mich:

    „Going out in a blaze of glory
    No price is high enough,
    I‘m fighting back with feeling,
    I‘m fighting back with love!“
    (The Alarm, Blaze of Glory)

    Nicht nur diesen Song aus den 80ern hatte ich immer im Ohr, natürlich auch Jon Bon Jovi mit dem Titelsong des zweiten Young-Guns-Films.
    Und dann fliegen sie auch noch in die Badlands, und in meinem Kopf läuft Bruce Springsteen! 😉

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  4. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    Ach, was war ich erleichtert zu hören dass dieses ewige „Lameful Banter“ zwischen Sisko und Eddington Euch ebenfalls so sehr auf den Keks ging wie mir. Ich war schon bei der Knastszene so gelangweilt weil sich das ganze Gelaber nur im Kreise drehte und dann Eddingtons ständiges Entrüstetsein, hatte aber befürchtet vielleicht den „wahren Kern“ der Dialoge-Lyrik verpasst zu haben, den Ihr natürlich pinibel sezieren würdet. Tut aber richtig gut und war erleichternd mein Guckgefühl bestätigt zu sehen.

    Den Plot fand ich ebenso lahm wie die endlosen Dialoge. Da flötet eine Unbekannte an einen Michael was von Raketen und schon wird es für bare Münze genommen und alles in Bewegung gesetzt um das Ungemach abzuwenden, kommt gar nicht erst auf die Idee den Wahrheitsgehalt solcher Depeschen zu überprüfen. Au wei. Ich frage mich, wieso ansonsten eigentlich immer ganze Riesenflotten bemannter Raumschiffe los segeln, dabei ihre Besatzungen gefährdend und oft genug im Feuerball verglühend, um irgendwas zu zerdeppern wenn das doch mit Fernlenkwaffen auch klappen kann – wie man leider in aktuellen Kriegen der Jetztzeit erleben muss. Was ist es für eine schlaffe James-Bond-Krücke für Anfänger zu postulieren dass man ein Abbruchsignal nur vom Abschusspunkt senden könne? Es krachte und ächzte an allen Logikenden. A propos „Bond“. Mir fielen als Scherzkeks-Buddies noch „Die Zwei“ ein – Moore und Curtis – deren Wortwitz durch Rainer Brandts Synchro erst zum Kult wurde.

    Das Wort „Kammerspiel“ ploppte mir auch ins Bewusstsein beim Ansehen, aber ich konnte letztendlich nur ein Nebelkammerspiel entdecken. Hat mir wenig Spaß gemacht und auf allerhöchstens den Querdaumen gehofft. Da Eure Quark-Morn-Nog-Liebe so nachvollziehbar groß ist war und deren kurze (Off-) Screen Time so erfrischend erschien wurde mir klar dass es wahrscheinlich nicht gänzlich Richtung 6 Uhr gehen könnte. Dass die Astronomische Einheit auftauchte fand ich bemerkenswert, denn man könnte doch annehmen, dass die Föderation gerade bestrebt sei bei Maßeinheiten eine gewisse Erdendominanz zu vermeiden. Kellicams wären auch lustig gewesen.

    Habt Ihr schon mal „Corn on the Cob“ zubereitet – ganze Maiskolben? Mit Butter bestreichen, in Alufolie einwickeln und im Backofen bei 180°C eine Dreiviertelstunde garen? Ich finde es köstlich und Euer Stichwort San Francisco rief diese Erinnerung wach, denn genau dort auf einem Dach-BBQ unweit Market / Powell – damals waren die Verhältnisse dort „aushaltbar“ – bekam ich Anno 1997 von echten Kennern (US-Bürgern) großes Lob für meinen Side Dish. O-Ton „I always boil them in water“. Episode war nix, Euer Podcast ganz doll was. Macht den Dienstag zum Feiertag.

  5. Florian

    Ich hab den Maquis nie begriffen war froh das es das dann nun war

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    1. Mister Incredible

      Vielleicht so eine Art Space-RAF, denke ich…

      1. Florian

        Na das ist was hart so war es denke ich nicht gemeint

        1. sternburg

          Ich weiß (und hab die Winke mit ganzen Zäunen vernommen), das Thema ist in diesem Theater ernsthaft ausdiskutiert.

          Aber Space RAF finde ich wirklich neben der Spur (das klingt jetzt voll harsch; es ist bitte nicht so gemeint – ich krieg das nur gerade nicht besser formuliert). Das ist wenn, dann eher Schottland. Also der zeitgenössische US-Blick darauf. Wir stellen uns also eine Siedler-Separaristenbewegung in sagen wir mal Alaska vor. Vermutlich auf den Aleuten, das passt doch. Und aufgrund von … Dingen gab es eine Grenzbereinigung (schuld war bestimmt die machtvolle internationale Kalenderbewegung), weshalb die USA einige dieser Inseln an Russland abgibt. Die Russen haben – nicht völlig unverständlich – keinen Bock auf diese Leute. Und die USA bieten jedem einzelnen neue Siedlungsgründe in Alaska an, was die aber ablehnen. Denn dort müssten sie plötzlich jagen statt bisher fischen, und ihre Toten sind ja auch dort bestattet und ihre Häuser dort gebaut oder was auch immer. Sie wollen jedenfalls ihre (immer noch recht neue) Heimat nicht verlassen. Und vor allem und ganz insbesondere wollen sie nicht die Legitimität der USA als Staat anerkennen, dessen Bürger sie sind und der über ihr Schicksal entscheiden darf. Und das ist aus ihrer Sicht auch alles verständlich irgendwie.

          In der Folge gibt es einen Simpsons-Turn, die Sowjetunion wird re-errichtet, und die neue sowjetische Führung führt – nach einem reasonable Ultimatum – eine strategische Säuberung auf diesen Inseln aus. Auch aus deren Blickwinkel verständlich: Die Inseln sind zwar in sich uninteressant, aber ihre Lage ist strategisch wichtig. Und da kann man keine separatistischen Störenfriede brauchen, die nichts tun, außer Truppen binden – US-Bürger schon gar nicht.

          Und das, liebe Freunde, ist der Maquis.

          Alle Beteiligten haben ihre Gründe. Und jeder einzelne dieser Gründe ist in sich nachvollziehbar. Aber am Ende ist es eine einzige Tragödie und macht sehr viele Leute sehr wütend.

          Als Ausgangslage wahnsinnig interessant und vielschichtig. Man könnte ganze, leider nie gedrehte Firefly-Staffeln da drin spielen lassen. Hat man leider nicht.

          ps: Und wer jetzt fragt, wo in dem Beispiel die indigenen Einwohner der Aleuten vorkommen … nunja. Wie „leer“ genau waren eigentlich diese ganzen vom späteren Maquis besiedelten Welten? Welten, auf die Cardassia die ganze Zeit einen sehr alten Anspruch zu besitzen zumindest behauptet? Auch so ne Frage, die Star Trek nie wirklich behandelt.

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      2. Maestro84

        Die RAF war eine linke Terrororganisation, die Menschen umbrachte, weil diese auf der „falschen“ politischen Seite stand. Der Maquis war eine Widerstandsgruppe, die im besetzten Frankreich gegen deutsche Besatzer und französische Kollaborateure – die mehr waren, als in Frankreich seit 1945 propagiert wird….. – kämpfte. Das Einzige, was man in DS9 dem Maquis vorwerfen kann, ist, wie Simon mal erwähnte, dass die von ihnen bewohnten Welten teilweise kaum eine Dekade bewohnt wurden. Da passte dieses „Wir kämpfen für unsere uralte Heimat.“ leider so gar nicht, auch wenn grundsätzlich der Kampf der Siedler gegen die faschistischen Cardassianer als richtig angesehen werden kann.

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        1. Florian

          Klar die Cardassianer hatten ja ganz klar so Nazi Vibes per se also ok die zu bekämpfen nur wie Du schreibst der Grund war ja das die irgendwelchen obskuren Ecken des doch angeblich so unendlichen Weltraumes nach einigen Jahren als Ihre Heimat ansahen und dafür sterben wollten…was hatte Chakoty oder Eddington mit diesen Welten zu tun… aber mit der RAF hatte das nun echt nix zu tun

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        2. sternburg

          auch wenn grundsätzlich der Kampf der Siedler gegen die faschistischen Cardassianer als richtig angesehen werden kann

          Gegenargument: Dies zu entscheiden steht in einer Demokratie wie der Föderation irgendwelchen Siedlergrüppchen weder legal noch moralisch zu.

          Muss man sicher nicht so sehen. Finde ich aber erstmal nicht zwingend abwegig.

          Im übrigen möchte ich vorsichtig darauf hinweisen, dass Du Dich mit Deiner Argumentation ein wenig im Kreis drehst, weil auch die Mitglieder der RAF vermutlich schon recht sicher der Überzeugung waren, einen gerechten Kampf gegen einen faschistischen Unterdrückerstaat zu führen. Das mit den persönlichen Motiven ist immer so ne Sache, und letztlich ist doch jeder Eddington in seiner persönlichen Story immer der gerechte Held.

          1. Maestro84

            „Gegenargument: Dies zu entscheiden steht in einer Demokratie wie der Föderation irgendwelchen Siedlergrüppchen weder legal noch moralisch zu.“

            Wenn jene Siedler, wie in der Serie erläutert, massiven Restriktionen (u.a. direkte Gewalt durch die Regierungsmacht oder auch durch von dieser bewaffnete Siedler (andere Cardassianer)) ausgesetzt ist, dann erkenne ich durchaus ein Recht auf Verteidigung.

  6. CptCalhoun

    Ich muss sagen, dass mich 1998 mit meinen 16 Jahren das Finale der Handlung um die Maquis bei DS9 voll abgeholt hat. Dafür hat mich der Maquis bei Voyager von Beginn an nie so richtig für mich funktioniert. Da war mir immer zu viel Freude und Eierkuchen als Tennie. Die Story um den Michael hat mich dafür immer richtig abgeholt und ich fand es super, dass sie bei DS9 immer wieder aufgegriffen wurde.
    Allerdings habe ich die angesprochenen Schwächen beim Rewatch als Vorbereitung auch gesehen. Auf der anderen Seite bleibt die gute Erinnerung die ich immer mit der Handlung hatte.
    Was allerdings auch nicht mehr funktioniert beim Rewatch ist der Martok. Denn nach der letzten Fedcon erwarte ich immer, dass er gleich eine Banane zückt, oder an einem Foodstand auf der Promenade steht, um irgendwas zu futtern.

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  7. sternburg

    Große Liebe für den Querdaumen wegen der – aus meiner Sicht herausragenden – kleinen B-Handlung.

    Daran ist wirklich alles fantastisch (bis auf die doofe Kippelszene). Und zwar exakt so, wie ihr das ausgearbeitet habt. Diese ganze Szene am Anfang ist schlicht perfekt. Perfekt.

    Eine Ergänzung: Nog als körperlich so super unterlegener Ferengi-Zwerg, das ist natürlich auch eine ziemlich menschliche Sichtweise. Im Auge eines typischen Klingonen hingegen …. Moment. Wir haben ja erst kürzlich nochmal tiefer gelernt, dass auch die Klingonen eine ausdifferenzierte Spezies sind. Also im Auge eines typischen, an der Frontlinie auf DS9 stationierten Klingonenkriegers, der mithin zu den erfahrensten und furchterregensten Kräften des klingonischen Imperiums zählt. Und der sich dessen auch sehr bewusst ist. Und der seinen kurzen Landurlaub benutzt, um sich mit seinen Waffenbrüdern zu amüsieren, sich angemessen heillos zu betrinken und angemessen Lieder über seine Heldentaten zu singen – bevor er sehr bald wieder dem Tod ins Auge blicken wird. Aus dessen spezifischen Blickwinkel:

    Wenn da so ein Uniformierter der lokalen Sicherheitstruppe antanzt, und an die Ruhezeiten und die Hausordnung und sowas gemahnt, ein Praktikant von der Akademie zudem noch, wie groß ist da aus dessen Sicht wirklich das Delta zwischen einerseits dem Unterschied zwischen seiner Gefährlichkeit und dessen Gefährlichkeit, wenn das ein Mensch ist, und andererseits, wenn das ein Ferengi ist? Hätte ein menschlicher Akademie-Praktikant an Nogs Stelle wirklich weniger Probleme damit als Nog? Ich glaube kaum.

    Ja, Martok ist da spitze. Und er erkennt und vermittelt, was ein echter klingonischer Ehrbegriff ist. Aber ich bin der festen Überzeugung, was Sisko vorher gegenüber Nog sagt, das ist einfach die Erfahrung dessen, wodurch sowohl er selber als auch schon hunderte, tausende Star Fleet Offiziere vor ihm im Umgang mit Klingonen durchgehen mussten. Und Sisko erkennt in der Situation, dass das für einen kleinwüchsigen Ferengi allenfalls in Nuancen eine andere Sache ist, als z.B. für ihn damals.

    Und ich finds toll, dass Nog das direkt kapiert und umsetzt. Während Jake das überhaupt nicht kapiert. Weil Nog ist halt Star-Fleet-Kadett. Und Jake ist zwar Siskos Sohn, aber alles andere als sowas. Zwei Freunde, die in völlig anderen Welten leben. Und agieren.

    Und das tollste ist, dass Jake dabei keineswegs unter den Bus geworfen wird. Jake wirkt ja nicht naiv oder so. Jake hat einfach nur einen anderen, ebenfalls sehr sinnvollen Blick auf die Dinge. Ist ja nicht so, als wäre es dumm, auf den Respekt dieser Leute keinen Wert zu legen. Und ebenfalls nicht dumm wäre es, statt der 1:1-Konfrontation Verstärkung zu rufen, und Autorität im repräsentierten System auszustrahlen. Das wäre nicht dumm – außer natürlich, man hat die Ambitionen, die Nog hat.

    Rundum erwachsen. Und das alles in so einer kleinen, und – man muss das so sagen – im Grunde auflockernd humoristischen B- oder eher C-Handlung. Toll, toll, toll.

    Zurück zur A-Handlung. Seufz.

    Hier hilft echt eure Zusatzinfo: Soso, das wurde vor allem geschrieben, um mal wenigstens einen Handlungsstrang abzuschneiden, zu dem man in den nächsten Staffeln nicht mehr zurückkehren muss.

    Um ehrlich zu sein, die Motivation finde ich nicht verkehrt. Gar nicht.

    Aber genau so fühlt sich diese Folge dann leider auch an.

    Insofern will ich zu dem von euch gesagten eigentlich gar nichts weiter ergänzen. Nur ein Detail:

    Ich war wirklich erschrocken (beim ersten gucken und jedes mal aufs neue), wie Eddington von der Föderationsjustiz … also Haftbedingungen kann man das ja kaum noch nennen, wie dieser Mann von der Föderation verwahrt wird.

    Oder sollten wir eher sagen, wie Star Fleet den Mann wegsperrt, mit Duldung der Föderationsjustiz? Utopie anyone?

    Ich will hier nicht falsch verstanden werden: ich verstehe schon, warum man jemanden wie Eddington weder auf Neuseeland unterbringt, noch in so einem Low Security Resort, in dem z.B. aktuelle Regime unserer Tage befreundete Verbrecher wie Ghislaine Maxwell logieren lassen.

    Aber deshalb muss man den doch nicht in so ein fensterloses, von jedem äußeren Reiz befreites Loch stecken. Das ist schlicht Folter. Von der schlimmsten Art.

    Dazu keine Rückzugsmöglichkeit, jederzeit beobachtet durch ein Kraftfeld, das einzige Möbelstück ist eine harte Pritsche, und als Bonus werden ihm die News von seinen abgeschlachteten Lieben und Kameraden reingereicht.

    Ist ja kein Wunder, dass der so viel Scheiße labert, sobald er endlich mal Besuch kriegt. Was soll der denn sonst den ganzen Tag gemacht haben? Außer sich auszumalen, und wieder auszumalen, und wieder auszumalen, was er Sisko erzählt, sobald der vorbeikommt?

    Ja okay, es ist bloß Fernsehen. Und man wollte das vorhandene Set der Voyager-Arrestzelle benutzen, kapier ich. Aber meine Güte, dann häng da doch ne Leinwand vor die Wand mit einem Fenster, wodurch man einen umzäunten Sportplatz sieht oder sowas. Das kann ich wirklich nicht gelten lassen.

    Weil es ist vielleicht bloß Fernsehen. Aber das bewirkt was im Zuschauer. Und das ist nichts gutes.

    1. Maestro84

      Bzgl. Eddis Karzer: Ich denke, dass er von dem Haupttrakt des Gefängnisses – die Station ist quasi die Festung Ziegenhain des Sektors – in den „Überstellungsbereich“ transferiert wurde und da eben hinter dem Kraftfeld hockt. Ansonsten wäre diese Unterbringung selbst für einen Hochverräter übel. Andererseits: In anderen Serien mit einer Station gibt es auch die Strafe, bei der man aus der Luftschleuse geworfen wird. Von daher.

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      1. sternburg

        Die Besuchszelle.

        Das ist eine super Idee, und ab jetzt für mich Kanon. Danke, das erleichtert mich tatsächlich. 🙂

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        1. Maestro84

          Schade, dass der Spenser (doch nicht Spencer oder umgekehrt?) keinen Kuchen mitgebracht hat. So echt mit Feile drin.

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  8. Michael from Outer Space

    Ich bewerte „Blaze of Glory“ im Grunde wie die TaDeriche:
    B-Handlung Top, A-Handlung … na ja.

    Mich erschreckt einfach des Siskos unglaubliche Einfältigkeit. Er hinterfragt ja *keine Sekunde*, ob es die angeblichen Maquis-Raketen wirklich gibt! Er begibt sich mit Eddington auf eine Zwei-Mann-Mission in die Badlands (etwas ganz ähnliches wird er mit Dukat auch tun)! Und das als Starfleet-Captain, über dessen Schreibtisch im Endeffekt der ganze Dominion-Krieg läuft … meine Zeit! Die Starfleet-Inkompetenz erreicht hier „Ganz neue Dimensionen“.

    Warum hat Starfleet eigentlich keine Möglichkeit, zu überprüfen, ob diese Raketen tatsächlich unterwegs sind? Sollte es im All nicht Horchposten und Sensorstationen geben?

    Eddington ist für mich nach seinem Verrat einfach zu übertrieben geschrieben. Am Anfang wollte er noch den Maquis unterstützen, okay. Aber wie „hilft“ er dem Maquis, wenn er den Konflikt mit Starfleet eskaliert und sich Waffen besorgt, die die Atmosphären ganzer Planeten für eine Spezies vergiften können? Gibt das der Sternenflotte und anderen Fraktionen nicht erst recht einen Grund, noch härter gegen den Maquis vorzugehen? Dukat hat garantiert auch einen Hass auf ihn. Trägt am Ende vielleicht Eddington eine Teilschuld an der Auslöschung des Maquis?

    Weil am nächsten Dienstag „Worst Case Scenario“ besprochen wird, können wir Eddington und Seska wunderbar gegenüberstellen. Die beiden haben nämlich einige interessante Gemeinsamkeiten: beide gehören dem Maquis an, beide verraten ihre jeweilige Sternenflottencrew, beide verfolgen egoistische Motive, beide verkommen zu platten Bösewicht*innen, deren Aktionen mit ihren eigentlichen Zielen nichts zu tun haben und beide sterben einen unspektakulären Tod.

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