#467: Children of Time (DS9 5.22)

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5. Mai 1997:
Beim Ausflug in den Gamma-Quadranten begegnet die Crew der Defiant ihren eigenen Nachfahren – geschaffen von einer Zeitschleife und nach zwei fruchtbaren Jahrhunderten auf 8000 Seelen angewachsen. Sie leben glücklich im Einklang mit der Natur, doch werden sie nie existiert haben, falls Sisko & Co. nicht freiwillig stranden. In diesem Dilemma hat Odos geheime Liebe zu Kira ein Wörtchen mitzureden.

In Deutschland: Kinder der Zeit, ausgestrahlt am 19. März 1998.

Dieser Beitrag hat 21 Kommentare

  1. Ingo

    Hab erst den Anfang eurer Besprechung gehört und will nur vorab festhalten: Nach Distant Origin sofort die nächste Folge aus meinen persönlichen TOP 15 Star Trek Episoden. Und ja, 8.000 aus, keine Ahnung, 45 Leuten ist eine enorme…Leistung. Vielleicht führen Starfleet Schiffe für solche Fälle tiefgefrorene Ei- und Samenzellen oder gar Embryonen mit?
    Ich mag die Folge einfach. Eine schräge Zeitschleifen-Geschichte, ein ethisches Dilemma, Emotionen und eine – für mich – gute Auflösung. Man hätte es sich einfach machen können, durch ein temporales Ding haben auch die 8.000 überlebt, aber wir sehen sie nie wieder, schade, lasst uns nie mehr drüber reden. Oder schade, war ein doofer Unfall, nun sind alle weg, aber keiner hat Schuld, Credits. So geht man aber einigermaßen geschockt aus der Folge.
    Es stellen sich natürlich wahnsinnig viele Fragen und ich freue mich darauf zu hören, wie ihr diese herausgearbeitet habt. Euch ist sicher viel mehr aufgefallen als mir.

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    1. sternburg

      Und ja, 8.000 aus, keine Ahnung, 45 Leuten ist eine enorme…Leistung. Vielleicht führen Starfleet Schiffe für solche Fälle tiefgefrorene Ei- und Samenzellen oder gar Embryonen mit?

      Irgendwie bin ich der einzige im Raum, aber ich find diese Zahl gar nicht so wahnsinnig neben der Spur?

      Ich bin _sehr_ schlecht mit Zahlen. Aber nehmen wir doch mal zusammen, was wir wissen:

      Die Absturzstelle ist nahe am Ideal. Angenehmes Wetter, fruchtbarer Boden, sie haben ausreichend Technik um ne Zivilisation ans Laufen zu bringen und zu halten. Inklusive einer ausreichenden medizinischen Versorgung um nicht hier und da mal an einer Blutvergiftung oder einem gebrochenen Bein oder sowas zu krepieren – und auch die Wochenbett- und Säuglingssterblichkeit sollte gegen Null tendieren. Die Topographie ist geeignet für Energiegewinnung aus z.B. Windrotoren. Und ganz wichtig: Es gibt keine gefährliche Fauna (die „Klingonen“ finden niemanden zum töten).

      Die Kolonisten mögen Kinder und ähm es gibt daneben auch wenig anderes zu tun.

      Wir haben es selbstredend mit einer streng heteronormativen Zweier-Pärchen-Kultur zu tun. Und alle an Bord waren jung, kräftig, fit, super smart und ausgesprochen attraktiv. Man darf hier in Sachen Knick-Knack Parallelen zu einem typischen Olympischen Dorf der 90er ziehen.

      Davon ausgehend finde ich es nicht lebensfremd, anzunehmen, dass sich die 48 Kolonisten zu 24 Paaren zusammengefunden haben, die jeweils vier überlebende Nachkommen haben, die sich wiederum zu Paaren zusammenfinden und ca. alle 30 Jahre weitere vier Nachkommen zeugen. 200 Jahre durch 30 ist 6,6 Periode; runden wir auf auf 7, denn die erste Generation war ja schon erwachsen.

      Verdoppel ich 48 siebenmal, dann komme ich auf gut 6000. Das ist nicht 8000. Aber in derselben Größenordnung. Dann hatten halt hier und da mal ein paar Paare fünf oder sechs Kinder, andere nur drei, das geht sich schon aus IMHO (nochmal: ich bin schlecht mit Zahlen; vielleicht ist das auch Quatsch).

      Aus einem heute zeitgenössischen Blick finde ich etwas ganz anderes _leider_ sehr interessant an dieser Betrachtung:

      Wir sehen exakt einen Bewohner, der klare genetische Abstammungszeichen von Worf zeigt. Es wird noch mehr geben (wir sehen schließlich lange keine 8000 Leute), aber es ist offenkundig nicht überdurchschnittlich. Da musste ich an diese in der toxischen ~~Manosphere~~ des globalen Internet-Westens weit verbreitete Incel-Lüge des angeblichen Alpha Male denken. Ihr wisst schon, die Tüpen, deren Venn-Diagramm mit den Leuten, denen aktuelles Star Trek „zu woke“ ist, weitgehend einen Kreis beschreibt. Worf ist unter den Abgestürzen der Defiant-Besatzung die Definition dieses Alpha Male. Er ist allen anderen männlichen Besatzungsmitgliedern körperlich weit überlegen. Und der Firniss der Zivilisation, die ihm auferlegten Grenzen unmännlicher gesellschaftlicher Zwänge, sie sind hinfort gewischt. Es wird inmitten der Wildniss eine neue, frische Zivilisation geboren und eine neue Gesellschaft aufgebaut. Liebe Incels, liebe angeblichen Star-Trek-Fans (aber nicht von „solchem“ Star Trek), wenn eure Märchen stimmen: Was hindert diesen Alpha Male, dieses Bildnis von einem Mann, daran, sich mit allen verfügbaren ~~Females~~ zu paaren? Warum werfen sich ihm nicht alle ~~Females~~ willenlos an den Hals? Warum trägt dort nicht jeder zweite Nachkomme der ursprünglichen Siedler Klingonen-Merkmale? Seltsam, oder?

      1. Maestro84

        „Und ganz wichtig: Es gibt keine gefährliche Fauna (die „Klingonen“ finden niemanden zum töten).“

        Zumindest eine Art Bären gibt es, aber es kann durchaus sein, dass deren nächste Population hunderte Kilometer entfernt ist. Die Rockerklingonen wandern eventuell lange durch die Gegend.

        „Die Kolonisten mögen Kinder und ähm es gibt daneben auch wenig anderes zu tun.“

        Colonia Defiant?

        Der Teil mit Worf klingt ganz amüsant, aber wir reden ja von Mitgliedern der Föderation, die sind so geil aufgeklärt – bis zumindest zu Picard -, die tolerieren auch Weicheier. Wobei ja eigentlich sogar ein Milster der geilste Hengst sein müsste, denn der kann wenigstens nur mit einer selbstdichtenden Schachtbolzen und einer Plasmafräse bewaffnet eine ganze Stadt zusammenlöten. Kein Wunder, dass jedes zweites Mädchen Molly heißt.

        1. Kleiner Bruder

          Es gab da diesen Film, „Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam“. In dem spielt Colm Meaney einen walisischen Pubbesitzer zur Zeit des ersten Weltkriegs. Und interessanterweise haben die meisten Kleinkinder am Ort die gleichen feuerrroten Haare wie er. 😳

  2. Mister Incredible

    Moin zusammen,
    diese Episode hat mich voll gecatched, um mal einen Anglizismus zu verwenden. Ja, die Findung einer Entscheidung „Bleiben oder wegfliegen“ fiel ein bisschen holprig, hat mich aber nicht so sehr gestört. Diese bedrückende Atmosphäre hat mich eingefangen – durch gutes Schauspiel konnten Stamm- wie Gast-Darsteller ihre Sorge und das Unwohlsein über Konsequenzen hervorragend rüber bringen. Es gab dieses Mal auch keinen der ein richtiger Schmutzfink / Bösewicht gewesen wäre da jene aufgeflogene Technobabbel-Fälschung aus nachvollziehbarer Motivation heraus geschah – ohne die viel zitierten „niederen Beweggründe“.

    Überraschend fand ich – auch wenn nur der Wind wehte, aber nicht „verwehte“ – die große Zahl der Statisten, und auf mich wirkte die Pflanz-Szenerie doch sehr episch, für Star-Trek-Papptreppendörfer-verhältnisse sowieso, das güldene Licht gefiel mir sehr, auch in der Stadt gefilmte Szenen fand ich weit weniger beengt als man es sonst kennt und ich fand es nett in Bashir einen Land-Arzt auf der Scholle zu erblicken. Auch ich erspähte eine Dorftreppe nicht. Vielleicht hätte man als Schlussbild auch noch das einst belebte Tal zeigen können, in dem nun Stadt und Windräder verschwunden waren mit einem melancholischen Klang gewürzt, oder das Verschwinden in Form einer simplen Überblendung. Bräuchte ja nicht mal CGI. Das hätte die Fern-Analyse an Bord („keiner mehr da“) erübrigt. Runde Sache, ziemlich fesselnd, also 12-Uhr-Daumen auch von mir.

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    1. sternburg

      +1 für die filmische Qualität. Schon sehr stark für sone mittelgroße 90er TV-Show. Umso beeindruckender zu hören, unter welchen Bedingungen das alles entstanden ist. War aber die Entbehrungen wert imho.

      Und in Ergänzung dazu und was Simon an der entsprechenden Stelle gesagt hat: Ich dachte letztens in einer gewissen – leider auch insgesamt gar nicht guten – Folge von Star Fleet Academie auf einem ~Heiratsmond~, der sehr deutlich vor mit diesem tollen CGI-360-Grad-Monitor gefilmt wurde: „Oh man, was würde ich jetzt für ein schönes Matte Painting geben“. Und bei dieser Folge erinnerte ich mich daran und dachte: Oh ja. Das ist ein wirklich tolles Matte Painting.

      Was das an Stimmung setzt.

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  3. Alexander

    Hallo zusammen,

    wie immer eine wunderbare Besprechung, die auch gut zeigt, dass Zeitreisen eben einfach jeder verständlichen Logik entbehren.

    Eigentlich muss man eure Überlegungen sogar noch weiterführen. Es gibt keinen „ersten Durchgang“. Im Prinzip gibt es entweder unendlich oder keinen Durchgang. Denn egal, wann die Defiant an dem Planeten ankam. 200 Jahre vorher ist dort eine Defiant abgestürzt. Also auch die „erste“ Defiant hätte eigentlich schon auf eine Kolonie treffen müssen.
    Und durch Old Odos Einwirken hat es dann nie eine Kolonie gegeben, weil nie eine Definat dort abstürzte. Also dürfte es auch keine Erinnerung daran geben.
    Es sei denn, wie erinneren uns an „Die Übernahme“. Kira spricht es ganz klar an. Wenn Akorem Laan in die Vergangenheit zurückkehrte und sein Gedicht zu Ende schrieb, warum kann sie sich dann daran erinnern, dass es vorher unvollendet war.
    Gleiches gilt für „Gefangen in der Vergangenheit“. Wenn Sisko so ein Gabriel Bell-Experte ist, warum ist ihm dann nie aufgefallen, dass sein Bild im Bell-Artikel ist?
    Drei seltsame Zeitreisen, die scheinbar einen „Anfang“ haben und alle haben Sikso gemeinsam. Liegt es an den Propheten, dass diese Zeitreisen sich anderes verhalten? Wollen sie Den Sisko auf seinem Weg halten und ihn hier gleichzeitig irgendwie belehren/vorbereiten auf das, was kommt? Ist Sisko prädestiniert? Die Propheten ließen ihn in „Sieg oder Niederlage?“ auch nicht sterben. Verhindern sie, dass er in Zeitschleifen festhängt oder irgendwo in der Vergangenheit verloren geht? Lassen sie ihm seine Erinnerungen, damit er etwas daraus lernt?
    Und was ist dann mit „Der Besuch“?

    Auf der anderen Seite, darf man aber auch nicht vergessen, was uns „Parallelen“ beigebracht hat. Jeder Augenblick bringt mehrere unterschiedliche Quantenrealitäten hervor, die alle irgendwie und irgendwo existieren. Für Worf gab es aber nur eine einzige richtige Gegenwart. Alle anderen Entwicklungen auf dem Wettkampf oder vorher auf der Enterprise hatten zu verschobenen Quantenrealitäten geführt, die man auch feststellen konnte. Worfs Quantensignatur passte nicht zum Universum. Daher dürften Zeitreisen auch keine Auswirkung auf die eigene Gegenwart haben, denn egal, was ich in der Vergangenheit ändere, ich würde nur eine neue Quantenrealität schaffen, meine eigene aber nicht beeinflussen, da sie ja schon existiert.
    Daher müsste es auch eine oder mehrere Quantenrealitäten geben, in der die Kolonie existiert. Der Einfluss der Defiant-Crew, die weiß, dass sie abstürzt und wer wen heiratet, würde eben einfach wieder die Realitäten aufsplitten und ändern.

    Vielleicht bekommt Sisko morgen auch wieder Besuch von der Temporalbehörde. Vielleicht existiert in einer fernen, fernen Zukunft auch eine Omni-Temporalbehörde, die alles Veränderungen, egal wie klein, überwacht und abändert.

    Vielleicht sitzt auch Q irgendwo und kichert, weil er wieder was Kleines in der Zeit geändert hat.

    Zeitreisen werden immer sowohl verwirrent, als auch faszinierend sein. Vorallen, wenn man sich überlegt, dass unser Verstand es zwar nicht vollständig bereifen kann, es sich aber ausdenken kann.

    Am Ende noch eine kleine Idee für die Anthology-Serie. Da die Crew jetzt weiß, wer wen heiratet, könnten lustige Szenen entsehen. Vielleicht interessiert sich Rita Tannenbaum zuerst für Julian und Miles wird dann eifersüchtig: „Versuchst du mir mein Mädchen auszuspannen? Du weißt doch, dass ich sie heiraten werde!“ Und dann wird ihm bewusst, was er sagt. Oder Worf und Jadzia streiten sich und Jadzia geht wütend weg und Worf meint nur: „Ich weiß, dass du zurückkommt.“
    Was passiert, wenn sie nicht zurückkommt?

    Macht diese ganze Vorsehung eigentlich unverwundbar? Wenn Miles weiß, dass er ist 10 Jahren Rita heiratet, kann er dann vorher bei einem Unfall sterben? Kann er von einer Klippe springen und überlebt doch?

    Zeitreisen, Janeway sagt schon zu recht, dass sie Kopfschmerzen verursacht.

    Zum Schluss noch ein kleiner Einwurf, was das ungewollte Verdoppeln von Menschen angeht. Ich denke, dass man in dem Moment kein großes Problem damit hätte, weil die Doppelgänger hinter der Energiebarriere bleiben würden und keinen Einfluss auf das „normale“ Universum der Personen hätten. Ganz im Gegensatz zu den Klonen von Riker und Pulasky, die vielleicht mal irgendwann irgendwo auftauchen könnten. Thomas Riker hat ja gezeigt, dass das zu Problemen führen könnte.
    Ich frage mich da aber im Nachhinein, warum es eigentlich Folgenlos für Riker blieb, dass er die Klone einfach vaporisiert hat? In „Unter Verdacht“ wurde doch klar gesagt, dass Mord an einem Klon auch Mord ist und dass Klone ihr eigenes Leben leben dürfen, egal ob sie existieren wollten. Müsste man Riker nicht einsperren oder ist hier ein Unterschied, weil Ibudan seinen Klone wollte und Riker nicht? Oder hat sich die Ethik der Föderation in den paar Jahren verändert?

    So, genug Kopfzerbrecher angerichtet.
    Ich wünsch euch allen noch einen guten Tag!

    Grüße
    Alexander

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  4. Birgit

    Zu Zeitreisen usw möchte ich mich nicht auslassen. Da halte ich es auch mit Janeway!
    Was ich zu der Kaffeeszene noch ergänzen wollte: Ich dachte da sofort an Yeoman Rand und fand es eine schöne Remineszenz.

    Was mir bei der Folge immer etwas schwer im Magen liegt, ist das Verhalten des alten Odo. Irgendwie finde ich es übergriffig dem jüngeren Odo gegenüber, dass er Kira von seinen Gefühlen erzählt. Er stellt den jüngeren Odo damit schon auch ein bisschen bloß. Aber kann man sich selbst gegenüber übergriffig sein? Wieder Kopfschmerzen…
    Zudem erinnert er mich unangenehm an Curzon-Odo. Ich mag ihn irgendwie nicht.
    Dennoch mag ich die Folge und wie sie die Handlung voranbringt und wie unsere Crew mal wieder so herrlich miteinander agiert.

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  5. sternburg

    Off Topic: Hilfe!

    Ich wollte gerade meine Hausaufgaben für nächste Woche anfangen. Ich schaue das derzeit über Paramount+ via Amazon Prime.

    Und dort kommt in der dritten Staffel nach Folge 23 „Herkunft aus der Ferne“ die Folge 24 „Rebellion Alpha“. Und das ist alles. Das ist die dritte Staffel.

    Laut eurer Podcast-Episodenliste und diverser anderer, ebenfalls vertrauenswürdigen Quellen ist die korrekte Reihenfolge jedoch:

    VOY 3.23: Distant Origin (Herkunft aus der Ferne), VOY 3.24: Displaced (Translokalisation), VOY 3.25: Worst Case Scenario (Rebellion Alpha), VOY 3.26: Scorpion (Skorpion, Teil 1)

    Jetzt kommt die gute Nachricht, auch an alle Mitlesenden mit derselben Ausgangslage: Aus gewissen Erfahrungen heraus hab ich da gerade einfach mal kurz drinrumgeklickt und ausweislich der On Screen Folgenbezeichnung ist die Folge im Amazon Frontend schlicht (mal wieder) falsch benannt. Hinter Folge 24 „Rebellion Alpha“ versteckt sich tatsächlich das Video von Displaced. Aufatmen. Meine Woche ist gesichert.

    Aber das verschiebt das Problem ja bloß. Wo sind denn jetzt die restlichen Folgen 25 und 26?

    Ich kann unmöglich der einzige hier mit demselben Problem sein (nicht jeder besitzt physische Speichermedien – aber Glückwunsch an die zufällig Mitlesenden, die das tun). Was sollen wir denn jetzt machen? Den dortigen Support anschreiben? Hahaha … seufz. Die allgegenwärtige Enshittification uns mal wieder in den Allerwertesten beißend.

    Lieber TaDeriche, ihr habt doch Kontakt zu Paramount Deutschland? Könntet ihr in unserem Namen da vielleicht, eventuell, falls es nicht zu viel Mühe macht und realistisch einrichtbar ist, mal höflich nachfragen? Das wäre ganz und gar zauberhaft. Vielen Dank im Voraus.

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    1. Sebastian (TaD)

      Oha, das ist aber ein dicker Hund!

      Wir haben Kontakte zu einzelnen Paramount-Abteilungen bzw. zu Firmen, die für Paramount arbeiten. Aber zu niemandem, der in der Streaming-Sparte arbeitet. Und naja, der Konzern ist, so unsere Erfahrung, wunderbar zersplittert. Abteilung A kennt für gewöhnlich niemanden, der bei Abteilung B arbeitet. Oder nur mit Passierschein A38.

      Ich sach’s, wie es ist: Physische Medien werden immer regeln.

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      1. Simon (TaD)

        Ich nutze P+ als hinzu gebuchten Kanal bei Apple TV. Und siehe da: Beide Folgen sind dort verfügbar.

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        1. sternburg

          Ich kriegs gerade nicht hin, das folgende nicht volle kanne zynisch und passiv aggressiv klingen zu lassen, also sag ich es einfach und ihr müsst mir das glauben:

          Finds voll lieb, dass ihr immerhin darauf nachgedacht habt, ob ihr mir helfen könnt.

          Aber ich hab gerade extra nochmal nachgeschaut. Und die dritte Staffel bleibt, wie sie ist. Und die vierte Staffel beginnt dort (Geistesblitz meinerseits, das zu überprüfen) mit Skorpion Teil II, also das ist es auch nicht.

          Ich bin allerdings doch etwas irritiert darob, dass ich anscheinend der einzige hier bin, den das betrifft. Und ansonsten, ich meine, zur Not fallen diese zwei Folgen sicher auch irgendwo vom LKW. Ist auch nicht so, als würde ich keine spezifisch geeignete Raststätte an der Datenautobahn kennen. Aber jetzt mal ehrlich, Leude, ich zahle doch extra dafür? Dann gebt es mir doch auch legal und schmutzig? Ich möchte das nicht ohne Not sauber einsflixen, auch wenn das noch so die vermutlich gewaschenere User Experience ist?

          Ich zahle übrigens ebenfalls für Apple TV. Und zu hören, dass den Zusatzkanal dort zu abbonieren eine andere Erfahrung bedeutet, also ganz ehrlich, ich beginne langsam meinen Piratenhut zu entstauben.

    2. Peter

      In meiner ganz gewöhnlichen paramount+ Mitgliedschaft ist in den Listen der verschiedenen Staffeln auch immer mal wieder der Hund drin. Da steht dann zum Beispiel die Inhaltsbeschreibung der nächsten Folge unter dem Titel einer Folge zuvor. Ich bin diesen Fällen allerdings nie nachgegangen weil ich am Ende gefunden habe was ich gesucht habe. Wirklich gefehlt hat also bisher nie was.

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  6. sternburg

    Wo ich schon hier bin on topic:

    Erstaunlich, dass professionelle Podcaster gerne in der Straße des Bohrhammers leben möchten. Geiler Name aber in der Tat. NRW hits einfach different I guess.

    Jadzia Dax insitiert auf die Erforschung des Phänomens, denn sie ist die Wissenschaftsoffizierin an Bord, haut ihr mal so locker raus. Stimmt zwar, aber die Defiant ist kein Wissenschaftsschiff. Und sie war auch nicht im Namen des Katalogisierens und Erkenntnisgewinnen im unbekannten Raum des Gammaquadranten unterwegs, nichtmal auf Erkundungsmission, sondern auf einem streng militärischen Aufklärungsflug.

    Was wie so oft in solchen Folgen nicht das einzige Seltsame ist, um uns zum high Sci-Fi moralischen Dilemma der Woche zu führen. Ich sehe das mittlerweile entspannt: Die Hinleitung zu dem, was uns die Folge eigentlich erzählen will, ist – man kann das nicht anders sagen – auf diversen Ebenen (und der ganze Zeitreisen-Kopfschmerz ist nur eine davon) ein großer Haufen Quatsch. Da kann man drüber hinwegsehen. Und genießen, was die Folge uns eigentlich erzählen will. Oder man lässt es bleiben. Hier finde ich die eigentliche Folge so interessant, gut geschrieben, gefilmt und geschauspielert, dass ich das einfach ignoriere. Es macht Spaß, sich darüber Gedanken zu machen, und da bin ich auch sofort an Bord. Aber es macht mir diese schöne Folge nicht kaputt. Da finde ich das, was die Charaktere eigentlich durchmachen, viel viel interessanter.

    Ich finde es überhaupt nicht seltsam, dass irgendwelche Kolonisten einfach an Bord kommen und den Flugplan sabotieren können. Der „alte Odo“ _ist_ schließlich Odo. Welches Sicherheitssystem soll die beiden denn woran unterscheiden können?

    Achtung, im folgenden persönliches Befindlichkeitsbloggen:

    Star Trek hinterlässt mich die letzten Wochen zunehmend irritiert. Erst war da diese Folge Academy, in der in einem Nebensatz gedroppt wurde, dass der Doctor im Laufe von Voyager auch schon mal sone Datas-Tochter-Situation hatte und deshalb niemanden mehr an sich ranlässt. Ich so: Guck an, ist mir neu, nehme ich zur Kenntnis. Und wenige Tage später mache ich meine TaD-Hausaufgaben und da kommt genau diese Folge? Immerhin – mit Verlaub – beschissen genug, dass ich weiß, warum mir das neu war. Dann kommt im Ablauf eine Folge Voyager mit DiNos iM wEltAll. Großes Augenrollen hier. Die 90er waren teilweise auch einfach strange. Nun gut, da müssen wir jetzt durch. Und die Folge war … gut? Sehr gut sogar? Richtig interessant und ich hab noch lange darüber nachgedacht? (btw: wer mag, der findet ein spätes Ergebnis dessen in der Kommentarspalte unter der besagten Folge hier)

    Und jetzt kommen wir zu dieser Folge. Ich muss da etwas ausholen, für wen es juckt, sorry wenn nicht: Ich hab schon seit einiger Zeit bei meinem begleiteten TaD-Rewatch so ein latentes Störgefühl. Weil ich mich einfach ums verrecken nicht erinnern kann, wann und wie die Odo-Kira-Sache aufgelöst wird. Also auf welchem Wege Odos Gefühle für Kira schlussendlich offenbar werden. Hier ist jetzt dieser Punkt und ich …

    Ich habe diese Folge noch nie im Leben gesehen? Das ist mir alles komplett neu?

    Also ich könnte schwören, ich hab das noch nie vorher gesehen. Übersprungen oder zwischenzeitlich vergessen. Aber das ist eigentlich kaum möglich. Bei Voyager jederzeit. Bei mir weniger wichtigen Charakterbeziehungen vielleicht auch bei DS9. Aber bei DS9 und Kira und Odo?

    Das ist nicht mein dreißigster konsistenter DS9-Rewatch, wie bei einigen anderen Anwesenden (unter anderem, weil ich damals bei Erstaustrahlung die Großartigkeit dieser Serie noch nicht begriffen hatte und erst sehr viel später zu meiner Lieblings-Star-Trek-Serie fand). Aber halt doch schon mein … dritter oder so? Was war da denn los? Wie kann ich diese Folge nicht kennen? Was passiert hier?

    1. sternburg

      ps: Und da hab ich noch die neue super irritierende Frisur von Kes vergessen, wie mir jetzt beim Hausaufgaben machen wieder auffällt.

  7. BjoernHH

    Eine meiner liebsten DS9-Folgen!
    Da werden so viele verschiedene Themen aufgemacht, und es ist trotzdem nicht zu viel. Star Trek pur!

    Das einzige kleine Manko: Die Alter-Odo-Szenen bewegen sich stimmungstechnisch irgendwo zwischen Heimatfilm und Unsere kleine Farm, aber irgendwie ist es trotzdem in Ordnung. Schön, das mal wieder gesehen zu haben!

  8. Tom

    Mir ist bei „Children of Time“ eine alternative Lesart eingefallen, die das Zeitparadoxon etwas sauberer macht:

    Was wäre, wenn es genau einen Durchlauf vor der Episode gab?

    Im ersten Durchlauf:

    Defiant trifft Kolonisten (beide Seiten überrascht)
    Sisko erkennt die Situation und hinterlässt Aufzeichnungen
    O’Brien versucht die Barriere zu durchbrechen → scheitert
    Absturz in die Vergangenheit → Kolonie entsteht

    In der Episode sehen wir dann den zweiten Durchlauf:

    Kolonisten sind vorbereitet (wegen der Aufzeichnungen)
    kennen Zeitpunkt und Crew
    handeln gezielt (inkl. Täuschungsversuch)

    Der große Vorteil:
    → Das Wissen der Kolonisten hätte einen Ursprung (kein Bootstrap-Paradoxon)

    Odos Eingriff wäre dann einfach die erste echte Abweichung, die den Ablauf durchbricht.

    Übersehe ich etwas – oder könnte das so funktionieren?

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    1. Tom

      Umgekehrt wird ein Schuh draus:

      O’Brien versucht die Barriere zu durchbrechen → scheitert
      Sisko erkennt die Situation und hinterlässt Aufzeichnungen.

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  9. Alexander

    Hallo zusammen,

    ich habe in der englischen Memory-Alpha etwas nach Ensign Tannenbaum geforscht. Offensichtlich wurde ein von der Schauspielerin Ivy Borg – was für ein passender Name für Star Trek 😉 – verkörperter Charakter nachträglich zu Rita Tannenbaum umgewittmet (Retcon ick hör dir trampsen!). Bzw. wurden ihre Auftritte zu einem Charakter zusammengenommen.
    Damit hätte der Charakter tatsächlich eine lange Verbindung zur DS9-Crew und wäre wenigstens seit der 2. Staffel auf der Station.
    Sie ist ein wenig die Lieutenant Jae von DS9.

    Grüße
    Alex

  10. Babett

    Moin alle zusammen,

    mir ist beim Hören eurer Besprechung noch was aufgegallen. Als sie sich das Klassenzimmer angeschaut haben hat ja Jadzia, zu dem Mädchen, Lisa, gesagt, dass es schöne Flecken hat. Darauf hin hat sie gemeint, dass es nur noch wenige mit Flecken gibt.

    Jetzt meine Frage: Wie funktioniert das denn eigentlich mit dem Symbionten. Die Trill-Gene sind ja dann nur noch geringfügig vorhanden, wenn nur noch wenige Flecken haben. Besitzen die Trill in der Kolonie automatisch die Fähigkeit den Symbiont zu übernehmen? Also von der physiologie her? Und es wurde ja schon in früheren Folgen gesagt, dass nur wenige Trill auch tatsächlich geeignet sind einen Symbiont zu erhalten. Was würde denn eigentlich passieren, wenn der Symbiont Dax dann jemand „falschem“ eingesetzt wird?

    Das war jetzt viel „Trill“ und „Symbiont“….😵‍💫

    LG Babett

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  11. Bastian

    Bei mir sind zwei Sachen hängen geblieben:

    Es wurde ja immer wieder diskutiert, ob es eine einheitliche Entscheidung aller Besatzungsmitglieder sein muss. Ist diese Entscheidung wirklich so anders als die Entscheidung von Janeway die Fürsorgerphalanx du zerstören? Ganz realistisch gesehen wäre die Voyager 70 Jahre unterwegs gewesen und die Familien hätten auch ohne die Geliebten überleben müssen…

    Ich hätte es am Ende übrigens viel stärker gefunden, wenn festgestellt wird, dass ein Besatzungsmitglied des Schiffes die Manipulation vorgenommen hat, man aber ohne tiefergehende Recherche nicht weiß, wer, die Kamera dann noch mal alle Charaktere zeigt und Sisko schließlich sagt, dass es ist, wie es ist und man nicht weiter forschen wird….

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