#336: Meridian (DS9 3.08)

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14. November 1994:
Invasion der Creeps! Quarks Geschäftspartner Tiron – Jeffrey Combs in seiner ersten Star-Trek-Rolle – findet Kira toll und bringt eine Lustiges-Taschenbuch-Geschichte (jedoch FSK 12) ins Rollen. Derweil erreicht die Sternenflotten-Fraktion einen verwunschenen Planeten, auf dem wir wohl oder übel glauben müssen, dass Jadzia und der ortsansässige Widwér Deral wie füreinander geschaffen sind.

In Deutschland: Ausgestrahlt am 23. Februar 1996.

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare

  1. Anton

    Moin.
    Ob man gleich körperliche Anspielungen machen sollte… Es geht ja immerhin um Außerirdische. Sollte man da nicht toleranter sein und Erwachsene Erwachsene sein lassen. Dax ist auch kein Mensch.
    Vielleicht findet sie es auch besonders interessant, weil sowas bei der politisch korrekten Sternenflotte (theoretisch) nicht mehr vorkommt.
    Klar sollte man das im richtigen Leben nicht machen, aber wahrscheinlich haben dreiste Typen damit mehr Erfolg als man denkt.
    Zur B-Handlung… Dürfte man sich dann eigentlich bei der Selbstbefriedigung jemanden vorstellen, ohne ihn zu fragen? 😜

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  2. Nils-MS

    Meridian ist wieder einmal so eine Folge bei dem die Frage ist, wie weit man sich auf andere Kulturen/Aliens einlässt oder man eher aus der menschlichen Perspektive draufschaut (schließlich ist die Serie auch für uns Menschen gemacht). Das Deral so forsch vorgeht, ist vielleicht normal bei den Meridianern und ein Zeichen von Ehrlichkeit und Offenheit. In unserem Kulturkreis ist das den Meisten eher unangenehm. Dax hingegen ist durch die Erfahrung ihrer vielen Leben wohlmöglich aufgeschlossener zu solchen Verhaltensweisen (deshalb versteht sie sich auch wunderbar mit Klingonen und Ferengis). Das Dax Entscheidung, ihrer altes Leben so schnell hinter sich zu lassen, macht die Handlung für mich aber leider auch unglaubwürdig und wertet für mich die an sich tolle Idee deutlich ab. Dennoch hat es die Folge geschafft, dass ich in der Abschiedsszene zwischen ihr und Sisko eine Träne im Knopfloch hatte, das war aber auch einfach gut geschrieben und geschauspielert.
    Die B-Handlung habe ich auch nicht so kritisch gesehen und musste einige Male laut lachen (vielleicht weil ich früher nie Entenhausencomics lesen durfte und diese Art Plot noch nicht so ausgelutscht ist 😉). Das am Ende der Kopf von Quark auf Kira´s Körper war, musste einfach so sein und hat für mich überhaupt nichts damit zu tun, das Ferengis als hässlich angesehen werden. Auch in dieser Szene ist wieder die Frage, wie man persönlich draufschaut, aus der menschlichen Perspektive oder einer offeneren Sicht. Die Serie hat ja auch schon an anderer Stelle gezeigt, dass Ferengis durchaus attraktiv für andere sein können, z.B. Natima in „Profit und Verlust“ oder Grillka aus „Das Haus des Quark“.

    Hätten sich die Macher mehr Mühe mit einer glaubwürdigeren Entscheidungsfindung von Dax genommen, hätte es eine hervorragende Folge werden können. So ist sie mich für leider nur okay.

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  3. Maestro84

    Ohoh. Woher nehme ich nur die fünf Stunden Zeit für die Folge nächste Woche? :/

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    1. Bridge66

      ist doch Feiertag. Oder hast du was besseres vor? 😉

      1. Maestro84

        Auf dem Arbeitsweg und im Büro hab ich aber mehr Zeit zum Hören. 😉

  4. Maria

    Ich muss jetzt mal dem lieben Simon ganz energisch widersprechen. Die schlechteste Rückspultasten-Episode ist auf gar keinen Fall besser als die beste TaD-Folge.

    Die Rückspultaste ist nice und hat auch ein paar richtig tolle Folgen. (Die Michael Ende Folgen habe ich unfassbar gern gehört). Vielen Dank für die große Mühe, die ihr euch mit dem Podcast gebt. Aber da waren auch ein paar Folgen dabei, die ich irgendwann total genervt abgebrochen habe, weil sie mir so überhaupt gar nicht gefallen haben.

    Aber TaD macht mir mit so großer Regelmäßigkeit so große Freude, da muss ich meinen Lieblingspodcast einfach verteidigen.

    Über Geschmack lässt sich schlecht streiten. Aber vielleicht ist das mal ein guter Moment, euch zu sagen, wie viel mir euer Podcast bedeutet.

    Ich bin jemand, der vergleichsweise schnell reizüberflutet ist. Daher sehe ich mir in aller Regel Star Trek Folgen ohne Bild an. Ich höre auf den Ton und werfe hin und wieder mal einen Blick auf den Bildschirm, wenn der Ton alleine die Geschichte nicht genug trägt.
    Eure detailverliebte Episodenbesprechung mit eurem wunderbaren Blick für Details lässt mich Star Trek auf einer Ebene erleben, die mir sonst gar nicht offen stehen würde.

    Den besten Podcast der deutschen Podcast-Landschaft lasse ich mir daher selbst von seinen Machern nicht schlecht reden. :-*

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  5. Gödeke

    Zu 39:30 ich denke eher, dass der Platz ein Problem beim Holodeck/der Holosuit ist. Gerade auf Raumschiffen und Raumstationen ist der ja nicht unendlich.

    Quark und sein Kunde kommen aus und leben ja eh in Gesellschaften die noch kapitalistisch arbeiten. Und in solchen Gesellschaften wird eine Holosuit eben sehr teuer sein. Zu DS9 und das dort bezahlt wird kann man auch anmerken, dass es eben keine Föderationsstation ist. Und Bajor ist defenetiv keine post scarcety Gesellschaft so kurz nach dem Ende der Besatzung.

    Aber ja 100% Durchhalten lässt sich das mit der Gesellschaft ohne Geld eh nicht. Wie wird dann z.B. entschieden wer das tolle Sisko Restaurant haben darf (die Immobilie) oder wie halt Dinge wie Holodeckzeit oder Replikatorzeit verteilt werden. Und es gibt ja durchaus auch hinweise, dass selbst die Föderation in Bereichen endliche Resourcen hat. So erfährt man später z.B., dass Bajor nur ein industrieller Großreplikator zugeteilt wurde.

    Ich bin mir aber auch unsicher ob der Fernsehvergleich nicht hinkt. Die haben ja alle 20 I-Pads überall rumliegen und gefühlt einen Bildschirm mit Touchscreen in jedem Möbelstück. Also wird normale Audiovisuelle Unterhaltung vorhanden sein. Das Holodeck ist ja eher mit einem Besuch im Vergnügungspark zu vergleichen.

    Zu Dax Verhalten ich finde gerade einem vereinigten Trill könnte ich das abkaufen. Ja sie sollte Lebenserfahrung bezüglich frisch verliebt haben. Aber sie verspürrt auch den Drang zu einzigartigen Erfahrungen. Und was kann da schon 60 Jahre Erfahrung in einer anderen Dimension in einer nicht Coporalen Existenz schlagen?

    1. sternburg

      ich denke eher, dass der Platz ein Problem beim Holodeck/der Holosuit ist. Gerade auf Raumschiffen und Raumstationen ist der ja nicht unendlich.

      Kein schlechter Punkt. Aber ich glaube schon, es ist eher ein Energie-/ Computerzeit-Problem.

      Klar, uns wird erzählt, dass die Föderation und Föderationsraumschiffe beides derart in Übermaß haben, dass man sich jederzeit einen Dürum aus dem Replikator holen und danch irgendwo hinbeamen kann. Und was dabei an Energie-Materie-Transformation und Rechenleistung verballert werden muss, das können wir uns kaum vorstellen. Aber beides ist relativ klein und vor allem statisch im Vergleich zu dem, was in 4D in einem Holodeck abgeht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das einfach zu viel wird.

      Vielleicht gibt es aber auch eine psychologische Grenze. Wir sehen ja an Geordi und Barklay, wie schwierig der stabile Umgang mit diesem Gerät ist. Und das sind gefestigte, vielfach geteste Sternenflottenoffiziere. Eventuell wäre es wirklich gar nicht so richtig clever, wenn jeder eine Holosuite zu Hause haben könnte.

  6. René

    Hallo zusammen,

    als Kira sich am Anfang einen Raktajino zieht, kam mir eine seltsame Erkenntnis. Raktajino ist ja auf DS9 ein ganz besonderes Ding, soll heißen der schmeckt da ganz besonders gut. Ich vermute, ich weiß jetzt woran es liegt.

    Es sind die Tassen. Die haben ja unten am Boden diesen spitzen Winkel. Da kommt keine Flaschenbürste so richtig rein… und weil da immer Reste bleiben … naja …

    Jetzt könnte man sagen, der Abwasch wird doch eh dematerialisiert. Aber das ist ja im Grunde auch nur eine Art Spülmaschine. Ehrlich, es gibt Geschirr, welches selbst aus der Spülmaschine nie wirklich sauber rauskommt.

    Soviel zur Unappetitlichkeit des Tages.

    Grüße an alle

  7. Marcus

    Ich musste bei den Szenen mit Quark, wie er versucht Kira zu holographieren, an Eugene Levy in „Splash“ von 1984 denken. Dort versucht er wiederholt, Daryl Hannah mit einem Eimer Wasser nass zu machen, um zu beweisen dass sie eine Meerjungrau ist, und das dann sofort zu fotographieren. Sogar der Blickwinkel durch das Kameraobjektiv wurde dort so gezeigt; es endete für den Pechvogel mit einer Tracht Prügel, weil er die falsche Frau erwischte und deren Begleiter dann wie Odo sehr wütend auf die Kamera zugeht. Für mich ist diese 80er Jahre Comedy Remineszenz eine Erinnerung, wie der Humor seinerzeit bei der Entstehung von DS9 im allgemeinen war. Der paradiesische Planet nimmt andererseits schon den Kinofilm Insurrection vorweg mit seinen Gutmenschen und der Romanzenanfälligkeit einer Hauptfigur, in dem Fall Picard. Tolle Besprechung von euch, den Daumen runter habe ich nach dem Rewatch der Episode vorausgesehen.

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  8. Tom

    Das Motiv des Planeten, der zwischen zwei Dimensionen hin- nd her switcht, kam mir bekannt vor. Einen solchen Planeten gibt es auch später bei „The Orville“. Allerdings hat Seth MacFarlane die Rahmenbedingungen abgeändert. Der Planet verfällt nicht – wie hier – für 60 Jahre in eine Art Schuckstare. Stattdessen vergeht in der Paralleldimension die Zeit deutlich schneller, so dass innerhalb weniger Stunden mehrere 100 Jahre vergangen sind. Diesen Ansatz finde ich interessanter.

    Erstmals bekomt es die Crew der Orville in Staffel 1, Folge 12 („Gotteskult“) mit dem Phänomen zu tun. Wieder aufgegriffen wird das Thema in Staffel 3.

  9. Mister Incredible

    Moin zusammen,
    wie hat denn Deine Ex-Freundin, lieber Simon, das zerstörte Deko-Element aufgenommen? Und gab es großen Wasserschaden an Deiner Sammlung?

    Das mit dem Singen hätte man schon früher mal einführen sollen. Julian, oder wer auch immer… bei Star Trek Picard gibt es das: Frau in rotem Kleid und Anwärterin auf den Borg-Thron, man glaubt eine Musicalepisode zu sehen.

    Ein übergriffiges Holoprogramm hat unser Schwerenöter Geordi bereits verzapft mit Dr. Brahms. Bei solchen Vorbildern darf uns Quarks Sünde nicht wundern.

    Meine zwei kleinen Highlights waren Kiras Freude über ihren Gewinn und natürlich die erwähnte Abschiedsszene zwischen Jadzia und Sisko. Die Stalkingkiste auf DS9 und Jadzias nicht nachfühlbarer Liebestaumel hatten jedoch Fremdschämfaktor. Diese Flecken-Fütter-Anmache hat mir Gruselschaudern verursacht. Daumen runter ist gerechtfertigt. Tröstlich, dass die Macher selbstkritisch genug waren.

  10. Florian

    Also das mit dem wie weit die Flecken gehen kommt aber noch oft später auch bei Ezri… da seit ihr aber was verklemmt ;.) das ist doch kein schlimmer Spruch?

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  11. BjoernHH

    Ich finde auch, dass bei DS9 teilweise ein sehr geringer Abstand zu anderen Personen eingehalten wird.
    Hier ist Deral, schon als er nach den Flecken fragt, so furchtbar nah an Dax dran.
    Vielleicht hat die Coronazeit bei mir dafür gesorgt, dass eine bestimmte Zone um mich herum nicht von anderen fremden Personen eingenommen wird, aber seitdem fällt mir sowas total oft auf.
    Give me some space, dude!

    1. Sebastian

      In der Tat. Er könnte auch fragen: „Hatten Sie gestern Tsatsiki?“

      Das klassische 4:3-Phänomen. Als jemand, der das Fernsehen in den Achtzigern „gelernt“ hat, fällt mir das selten bis nie auf, obwohl es sollte. Es sei denn, eine Sendung wird bei späterem Release nach links und rechts zu 16:9 geöffnet, dann werde ich ganz kribbelig: „Warum kuscheln die in der Bildmitte, da ist doch genug Platz!“ Einer der vielen Gründe, warum ich großer Fan von originalbelassenem Bildseitenverhältnis bin.

      1. Florian

        Aber Tsatsiki aus dem replikator macht doch wohl kein Mundgeruch??😃

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      2. Don

        Bei Tsatsiki würde er dann vermutlich wirklich mehr Abstand halten.

        1. Tom

          Es sei denn, das Tsatsiki Flavour ist ganz nach seinem Geschmack. Das soll es auch geben. ^^

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