#301: The Pegasus (TNG 7.12)

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10. Januar 1994:
Am Kapitän-Picard-Tag ist Bill schwer erschüttert, denn die Sünden der Vergangenheit holen ihn ein in Gestalt des Badmiral Pressman – und das Zwölf-Jahre-her-Trinkspiel ist das Harmloseste, was der olle Fascho mit ihm vorhat. Außerdem bekommen wir die Frage beantwortet, warum die Sternenflotte keine Tarnvorrichtungen verwendet, obwohl sie schon vor 102 Jahren eine solche mopste.

In Deutschland: Das Pegasus-Projekt, ausgestrahlt am 8. Juli 1994.

Dieser Beitrag hat 35 Kommentare

  1. Dennis

    Danke Sebastian. Ich habe es auch gedacht das Picard mit zweierlei Maß anlegt.
    Das der Admiral am Ende kein Actionschluss bekommt liegt vermutlich an sein Charakter. Er glaubt das er auf der guten Seite steht. Und das seine „Freunde“ ihn helfen. Und das Picard und Bill hier die bösen sind. Der Badmiral ist halt verblendet.
    Bin gespannt drauf ob das noch jemand so sieht, oder ob es da noch Dinge gibt die ich nicht in Betracht gezogen habe?
    Wünsche euch allen eine schöne Restwoche

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  2. Maestro84

    Terry O’Quinn sah ich immer wieder gerne früher. Ich muss immer wieder an seine Rolle in J.A.G. denken. Diese harten Hunde hat er immer gut verkörpert.

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  3. Umbi

    Neutrale Zone: Ich stelle mir das Wie folgt vor.

    Nehmen wir mal an, Frankreich und Grossbritannien hätten ein Krieg gehabt. Und um den Waffenstillstand/Frieden zu sichern, wurde festgelegt, dass der Ärmelkanal eine neutrale Zone sei, in dem sich keine Kriegsschiffe bewegen dürfen.

    Aber die Franzosen düfen Schifffahrten machen, die Briten auch. Also könnten sich beispielsweise je ein Schiff bei den Galapagosinseln befinden, ohne die neutrale Zone zu verletzen oder auf der falschen Seite davon zu sein.

    So stelle ich mir das vor.

    PS: Natürlich müsste man noch Abstände zum Festland rund um die Insel bzw. die Westküste Frankreichs definieren, aber dann wird es zu kompliziert für das Beispiel

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    1. Christian Berger

      Ja, im Prinzip muss das so sein, wobei man natürlich die genauen Regeln quasi beliebig aushandeln kann. Das ist ja wie beim Ärmelkanal da auch ein dreidimensionales Gebilde, ein Raum.

      Wie man das überwacht ist ein praktisches Problem. Man könnte beispielsweise auf beiden Seiten Raumstationen oder Raumschiffe stationieren welche dann immer aufpassen was so passiert.

      Aber um die Verwirrung zu klären. Es können durchaus beide Schiffe in der neutralen Zone sein, so dass es keine „falsche“ oder „richtige“ Seite gibt.

      Man kann sich ja mal ein praktisches Beispiel wie das hier anschauen:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Korean_Demilitarized_Zone

    2. Einsamer Schütze

      Hallo Umbi,

      genau dieser Vergleich mit dem Ärmelkanal kam mir auch in den Sinn.

  4. Michael from Outer Space

    Hi,

    die Frage, wie Sternenreiche in der SF aufgebaut sind und funktionieren, lässt sich wahrscheinlich nicht leicht beantworten. Zumal wir in unserer Gegenwart schon genug Probleme haben, die oft keiner Logik folgen.

    In Star Trek habe ich mir immer vorgestellt, dass es sowas wie „internationale Gewässer“ im All gibt, also Regionen, die außerhalb der staatlichen Hoheit oder Gerichtsbarkeit irgendeines Staats liegen. Andererseits basieren die internationalen Gewässer auf einem Abkommen der UN. Eine vergleichbare Organisation, zu der die diversen Zivilisationen wie Vereinigte Föderation der Planeten, Romulanisches Sternenimperium, Klingonisches Reich, Cardassianische Union usw. gehören, gibt es in Star Trek ja gerade nicht.

    Bestehen eigentlich Handelsbeziehungen zwischen der Föderation und dem Romulanischen Imperium? Ein kalter Krieg bedeutet nicht zwangsläufig totale Abschottung! Auch die BRD und die DDR betrieben Handel, obwohl sie sich im Kalten Krieg feindlich gegenüberstanden.

    Mir gefällt „The Pegasus“ insgesamt auch. Schade finde ich aber, dass Bills Fehler, den er VOR ZWÖLF JAHREN an Bord der Pegasus unter Pressmans Kommando beging, weder in TNG noch in den TNG-Kinofilmen aufgegriffen wird. Er und der Jean haben sich in den sieben Jahren ihrer gemeinsamen Dienstzeit sehr gut kennengelernt und angefreundet. Sie haben ein enges Vertrauensverhältnis, durch das sie sich als Charaktere weiterentwickeln. Müssten die Ereignisse dieser Episode nicht einen schweren Schaden an ihrer Freundschaft hinterlassen? Der Jean muss annehmen, dass sein Erster Offizier an einer Verschwörung gegen die Föderation/Sternenflotte beteiligt war oder ist! Der Bill sagt dazu nix und beruft sich auf Pressmans Befehle. Laut der Sternenflottenhierarchie ist das zwar formal korrekt, aber menschlich finde ich es katastrophal. Ein Captain wird von einem zwielichtigen Admiral gezwungen, sein Schiff und seine Crew bei einer Mission in Gefahr zu bringen, über die er bewusst im Unklaren gehalten wird. Der Erste Offizier des Captains weiß über die Hintergründe der Mission genau Bescheid, teilt sein Wissen aber nicht mit dem Captain. Für den Zusammenhalt der Crew ist das nicht gerade förderlich. Was sagen eigentlich Worf, Geordi, Data, Beverly usw. zu Bills Verhalten?

    Mir kommt es vor, als wollte das Autorenteam dem Bill einen großen, ZWÖLF JAHRE ALTEN Rotweinfleck auf die weiße Weste verpassen. War ihnen der Bill bisher zu nett? Brauchte er unbedingt diese düstere Vergangenheit? Wieso machen sie sowas, ohne es wieder aufzugreifen? Ich hätte in einer späteren Folge einen B-Plot eingebaut, der sich nochmal mit Bills Loyalität zum Jean und zur Sternenflotte befasst. Es gibt ja eine andere Figur, die am Ende der Staffel in „Preemptive Strike“ ebenfalls mit ihrer Loyalität hadert, und zwar Ro Laren! Ich hätte viel lieber eine Verbindung zwischen „Preemptive Strike“ und „The Pegasus“ gesehen als zwischen „These Are The Voyages“ und „The Pegasus“. Die Vorstellung, dass der Bill, während er hier mit sich ringt, aufs Holodeck geht, um sich eine Simulation der Enterprise (NX-01) anzuschauen, finde ich bis heute merkwürdig.

    LL&P
    Michael from Outer Space

    1. Kleiner Bruder

      Hallo Michael!

      An dieser Stelle möchte ich den Riker, bzw. seine Autoren gerne verteidigen. Tatsächlich sehe ich hier die Schilderung einer Entwicklung zum positiven. Wird er uns als zu Anfang noch auf Befehle und Regeln fixiert geschildert, ist er in der Serienrealität viel lockerer geworden. Ausserdem geht es hier ja auch um einen klassischen Loyalitätskonflikt, nicht unbedingt um eine „Verschwörung gegen die Föderation“. Die Verantwortlichen wollen ja nur die Regeln ein ganz klein wenig brechen, und das gerade zugunsten der Föderation. Und dieses „ein Schiff und seine Crew bei einer Mission in Gefahr zu bringen“, das gehört in so einem militärischen Komplex wie der Sternenflotte eben dazu.

  5. Kleiner Bruder

    „Ist ja irre – unser Raumschiff ist verschwunden!“

    Hallo zusammen! Nachdem wir jetzt bei DS9 mehrere gute, ernsthafte Politikfolgen hatten, ist diesmal wieder TNG dran. Ein passender Titel könnte auch sein „Befehl und Vernunft“ (aber der würde doch zuviel verraten). Der Befehl lautet hier, die Föderation zu schützen. Die Vernunft fragt, ob das, wenn man das auf diese Weise tut, noch die Föderation wäre? Also, ob das den Grundprinzipien von Moral und Vertrauenswürdigkeit noch entspräche.

    Dabei geht es normalerweise nicht darum, auf Befehle zu pfeifen, weil man meint, es besser zu wissen. Keine Organisation der Welt kann so auf Dauer funktionieren. Aber nicht blind zu gehorchen, dass ist eben manchmal nötig. Dabei gibt schon die Eingangsszene beim Picard-Tag die Stimmung vor. An Bord herrscht ein recht vertrauter, geradezu salopper Umgangston. Und da geht man dann auch mit Whistleblowern anders um als heutzutage.

    Hier kommt auch der Vergleich zwischen Riker und Wesley ins Spiel. Bei Wesley war das Problem akut, und er musste erst dazu gedrängt werden, die Wahrheit zu sagen. Die Rückstufung würde ihm auch nicht gleich seine weitere Karriere verbauen. (Zitat aus „TrekWars – Beyond the Night“: „Wir waren nicht Team Starfleet, wir waren Team Locarno. Der Verweis war das Beste, was uns passieren konnte.“). Riker dagegen hatte sich in den letzten Jahren schon bewiesen, das Problem war – wieviele Jahre? 12? – nicht akut, und er hatte schnell das Richtige getan.

    Dass an Tarnvorrichtungen geforscht wird, könnte trotz des Vertrags von Alderaan sein. Wir haben ja schon einmal eine getarnte Wissenschaftsstation gesehen. Das war dann eben eine „zivile“, keine militärisch nutzbare. Und es wird garantiert daran geforscht, wie man solche Tarnungen durchdringen kann.

    Das mit dem Zusammentreffen der beiden Raumschiffe hätte ich nie hinterfragt, aber ihr habt natürlich recht. Wenn sie nicht in der neutralen Zone waren – das hätte besonders für die Föderation Fragen aufgeworfen, wegen der Pegasus – dann waren beide in nicht beanspruchtem Raum. Kaum zu glauben, dass es den noch geben soll. Die Föderation zu umfliegen könnte allerdings sehr lang dauern, die Klingonen haben das doch schon mal versucht. Es dauerte 75 Jahre, bis es zur „Klingonenbegegnung“ kam.

    Im Moment habe ich das seltsame Gefühl, dass sich eure Besprechung der Serien etwas „ziehen“ würde. Das liegt natürlich daran, dass ihr die Serien abwechselnd besprecht. Und das ist auch gut so. Nur dauert es dann eben länger, bis es „vor Ort“ weitergeht.

    Zitat der Woche: (34:20) „…als Riker und Picard das erste mal aufeinandergetreten sind…“

    Carry On!

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  6. Einsamer Schütze

    Dass man für die Rolle von Sirol einen Afroamerikaner dermaßen blass geschminkt hat, wirkt aus heutiger Sicht schon ein wenig unangenehm. Man könnte jetzt annehmen, dass die Macher sich einfach an den früheren Folgen orientiert haben, die alle den Eindruck vermittelt haben, dass Vulkanier und Romulaner neben der Einheitsfrisur auch nur eine einheitliche Hautfarbe besitzen.

    Allerdings wurde parallel zur 7. TNG-Staffel schon an Voyager gearbeitet. Hier wurde schon im August 1993 von Jeri Taylor ein schwarzer Vulkanier als Crewmitglied konzipiert. Das Drehbuch zu „The Pegasus“ wurde im Oktober 1993 geschrieben. Es wäre also genug Zeit gewesen, auf diese Idee zu reagieren und uns hier einen schwarzen Romulaner zu zeigen.

    1. Kleiner Bruder

      Whitefacing! Kulturelle Aneignung! Jetzt können wir nur hoffen, dass keine Beschwerde von den Romulanern kommt.

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    2. André

      Wobei man auch sagen muss das Romulaner immer sehr Rassistisch und Faschistisch dargestellt wurden und es mich in der Kultur nicht wundern würde, wenn andere Hautfarben einfach nicht Existieren. Vulkanier sind da wahrscheinlich toleranter. Besonders in der Folge als Gordi und der Romulaner auf dem Planeten stranden, wird einem Jahr gezeigt, dass Romulaner alles, was nicht der Norm in den Augen der Romulaner entspricht, schon bei der Geburt töten.

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  7. Kai L.

    Hallo, ihr Lieben!

    Eine bemerkenswerte Folge. Bevor ich dazu einen Rand ablasse: Ich fand sie super unterhaltsam und spannend und hätte deswegen auch den D.-Kelly gezogen!

    Trotzdem: Im Nachhinein tut vieles an der Story weh. Einige Gedanken:

    1. Natürlich wäre es ein Witz, den Kommandanten der Enterprise nicht in die Hintergründe der Mission einzuweisen. Das funktioniert gar nicht – ok, brauchte die Story aber so. ABER, wenn das so ist, dann muss Picard das doch mit dem Admiral klären, und nicht seinen Ersten Offizier derart persönlich unter Druck setzten, Dienstgeheimnisse auszuplaudern. Wie arschig war das denn?? Eine echt beklemmende Szene, die Picard sehr schlecht aussehen lässt.

    2. Es ist nicht ganz klar, was uns hier erzählt wird. Eine Whistleblower-Geschichte? Oder eine Verschwörungsgeschichte? Hat sich da mit dem Pegasusprojekt eine kleine Gruppe innerhalb Starfleet verselbstständigt? Oder ist hier ganz Starfleet – oder gar die Föderation – auf dem Irrweg?

    3. Es wird so getan, als ginge es hier um den Konflikt Befehlstreue vs. Gewissen/Moral. Das Problem: Nichts am Pegasusprojekt ist unmoralisch. Es handelt sich nicht um eine Massenvernichtungswaffe oder die Planung eines Angriffskrieges – sondern um eine ethisch völlig unproblematische Technologie. Es geht also um eine Vertragsverletzung und ist somit „so schlimm“, wie heimlich in die Neutrale Zone zu fliegen — uups, hat die Enterprise schon gemacht. Also: woher kommt diese Empörung???

    4. Somit stellt sich die Frage, was Pressmen – neben seinem asozialen Auftreten – überhaupt vorzuwerfen ist? Das wird überhaupt nicht klar! ER hat doch nicht heimlich die Technologie entwickelt, sondern ist auch nur im Auftrag seiner Vorgesetzten unterwegs und ein kleines Rädchen im Ganzen. Ein Verbrechen wird nicht deutlich.

    5. Picards Lösung, die Tarnvorrichtung zu nutzen, ist doch genau das einzige, was Pressmen vorgeworfen wird: das Schiff in Gefahr zu bringen mit einer unausgegorenen Technologie. Dies dann hinterher den Romulanern zu zeigen ist vollkommen unnötig und arg gegen die Interessen der Föderation. Ist es moralisch richtig? Wissen wir nicht, weil wir den Vertrag, die Gründe dazu und die Ebene der Entscheidung nicht kennen. Man hätte ja auch erstmal getarnt wegfliegen und die ganze Sache von irgendwelchen Instanzen prüfen lassen können . Hier trifft Picard Entscheidungen „way above his paygrade“.

    So. Ich habe fertig/keine Zeit mehr.

    🙂 Sorry für den Rant. Es war eigentlich eine gute Folge;)

    LG Kai

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  8. Christian H.

    Jetzt bin ich platt, nie hätte ich den Namen Clive Cussler in TAD zu Hören vermutet! Ich bin seit Schulzeiten (etwa zusammen mit TNG im ZDF) großer Fan der Bücher von CC und habe bis heute alle zum Teil mehrfach gelesen und im Regal stehen. Besonders die alten selbst geschriebenen bis etwa zum Jahr 2000 veröffentlichten, denn er ist vor 3 Jahren verstorben und inzwischen gibt es inflationär viele vom Sohn und weiteren Ghostwritern veröffentlichte Fortsetzungen und Spin-Offs. Ich bezeichne es immer als eine Mischung aus Indiana Jones und James Bond und hat immer irgendwas mit Wasser (drüber und drunter) und alten Luft-/Wasser-/Landgefährten zu tun. Mir gefällt besonders die physikalisch korrekt detailreich beschriebene Technik der Gerätschaften, da Cussler hier beruflich vorbelastet ist. Mit den Tantiemen hat er einen Hangar voll Oldtimer gesammelt (wie der Held im Buch) und einige vermisste bekannte Schiffswracks gefunden.
    Verfilmt wurden die Romane „Hebt die Titanic“ (1980) und „Sahara“ (2005), leider hat er aber mit den Verfilmungen kein so gutes Händchen gehabt. „Hebt die Titanic“ ist der vierte Roman und erste Bestseller der Serie und wurde geschrieben als das Wrack noch nicht gefunden und noch nicht bekannt war dass es in zwei Stücken auf dem Meeresgrund liegt. Mein Lieblingsbuch ist Sahara, das ist aber wesentlich komplexer als der Popcorn-Film mit Matthew McConaughey und Penélope Cruz. TNG „Pegasus“ gefiel mir schon immer gut, der Zusammenhang mit CC ist mir gar nicht aufgefallen.

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    1. Don

      Von „Hebt die Titanic“ kenn ich nur die Verfilmung u.a. mit dem Seifenopern-„Fiesling“ David Selby.
      Ich fand den Film recht unterhaltsam. An den Kinokassen war er aber wohl ein ziemlicher Flop.

  9. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    die Länder der Erde haben weder Kreisform noch sind sie quadratisch. In der Galaxie dürften Sterne mit bewohnten Planeten, die Mitglied in der Föderation sind, nicht zufällig in einem kugelförmigen Raum liegen, sondern eher ein unregelmäßig geformtes dreidimensionales Ding sein, ähnlich einer modernen Skulptur. Da können die Kontakt- oder Grenzflächen zum Bereich der Romulaner so oder so aussehen. Der Hesser sagt: Mer waaßes net, mer mungelt nur.

    Die Ankunft das Badmirals war wieder mal ein Paradebeispiel der Respektlosigkeit. Kommt an, stürzt auf Bill zu und den Ranghöheren beachtet er gar nicht und den Jean scheint es nicht zu stören. Oh je. Überhaupt… wie geht man eigentlich bei Starfleet mir Kapitänen um, wenn man da immer wieder diese Badmirals hinschickt um geheime Dinger zu stricken und den Chef im Dunkeln tappen zu lassen?

    Data fand ich etwas blass. Stichwortgeber: „theoretically it is possible, but…“ Es ist fast ein Theaterstück um Charakterbildung und Moral, ich finde es bühnenhaft. Am Ende hätte ich noch gedacht, dass der Badmiral doch in der Nachbarzelle hockt und alle mit hört. Der hätte doch sicher seinen Senf dazu gegeben. Enterprise fliegt in Asteroiden, das sah gut aus! Den Award hatte ich nicht kommen sehen. Gut guckbar war es sicher. Und extrem gern hörbar wart Ihr mal wieder.

  10. Paolo

    Hallo. Danke für die unterhaltsame Besprechung. Mir sind zwei Fragen in den Sinn gekommen.

    1. Tarnvorrichtung. Die Klingonen haben doch eine Tarnvorrichtung und die gehören doch auch zur Föderation? Wieso kann Starfleet nicht die Tarnvorrichtung der Klingonen benutzen? Ist sie nicht kompatibel?

    2. Abtrennung der Untertassensektion. Wenn es so gefährlich ist, in diesen Asteroid zu fliegen, wieso hat man keine Abtrennung gemacht und ist nur mit der Antriebssektion hineingeflogen? Wegen dem Budget?
    Generell wird die Abtrennung fast nie gemacht. Ich erinnere mich nur an 2-3 Fälle. Schade.

    Die Folge hat mir gut gefallen. Leider war das Ende schon nach 10 Minuten absehbar. Es war sonnenklar, dass Riker die richtige Entscheidung treffen wird. Somit null Spannung und keine überraschende Wendungen. Ich hätte kein DeKelly vergeben.

    1. Don

      Nein, die Klingonen sind eigenständig und gehören nicht der Föderation an.

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    2. Don

      Und wenn die Föderation die Tarnvorrichtung der Klingonen nutzte, wäre doch vermutlich auch dies ein Bruch des Vertrags von Algeron.

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    3. André

      1. Die Klingonen gehören nicht zur Föderation und ich glaube in den Kithomer Verträgen hat sich die Föderation auch den Klingonen gegenüber dazu verpflichtet, keine Tarnvorrichtungen zu nutzen.

      2. Dass sie überhaupt mit dem Schiff da reinfliegen, macht keinen Sinn, wenn es so geheim ist und niemand darf davon erfahren und es für die Enterprise gefährlich ist da rein zufliegen, warum nimmt man nicht ein Shuttle, gibt ja mehr als genug davon an Bord.

      1. Sebastian

        Au Backe, ja! „Warum nimmt man kein Shuttle?“ ist einfach die beste Frage, die man zu The Pegasus stellen kann. Ich werde die Folge nie wieder so gucken wie vor diesem Hand-Stirn-Moment. Da hat die Folge echt Schwein gehabt, dass ich zu vernagelt war, um selbst drauf zu kommen. Denn: Quatsch erzählen um eines Effekts Willen hätte ihr wahrscheinlich mein De-Kelley-Veto eingebracht.

        1. Thorsten

          Mir ist noch ein filmischer Bezug zu dieser Folge eingefallen:
          Das Philadelphia-Experiment

          US-Zerstörer ist Testfahrzeug für eine neue Tarntechnologie und verschwindet.

      2. Emma

        Die Folge dazu: „Shuttle ist zu gefährlich, weil das gravimetrische Blablub bei so einem kleinen Schiff…“ Eine faule Ausrede liefert die Folge schon.

  11. Lock Riker up

    Die Vorzugsbehandlung von Will Riker

    Einen Punkt, den ihr in der Folge bei der Diskussion um die Bestrafung Rikers gar nicht angesprochen habt, ist der, dass sein weiterer Lebensweg nach dem Vorfall gar keine Rolle spielen darf. Jeder Mensch macht Fehler, gar keine Frage. Nur haben eben all jene, die für diese Fehler entsprechend bestraft werden, gar nicht erst die Chance 12 Jahre lang zu zeigen, dass sie aus einem anderen Holz geschnitzt sind als sie es gezeigt haben.

    Ein Kadett Locarno wurde direkt bestraft. Wer weiß denn, was aus ihm in den darauffolgenden 12 Jahren für ein toller Typ geworden wäre? Die Vertuschung einer Straftat und Verschleppung der Aufklärung einer solchen darf nicht dazu führen, dass man im Endeffekt auch noch dafür belohnt wird. Der Lebensweg zwischen dem Vergehen und dann der letztlichen Verurteilung darf eigentlich keine Rolle spielen, wenn man es gerecht halten möchte. Sonst wäre das ein prima Aufruf an alle, die mal einen Fehler gemacht haben, diesen solange wie möglich zu vertuschen.

    1. Maestro84

      Locarno wurde als Paris ja auf die Voyager versetzt. 😉

      1. Thorsten

        Frage zu Tarntechnologie:
        Die Föderation nutzt doch auf Mintaka III eine Tarnvorrichtung. Wird da nicht der Vertrag von Algeron verletzt?

        Ansonsten:
        Clive Cussler-Bücher sind super!
        Die „Titanic -Verfilmung“ ist eine Katastrophe. War Cussler auch so unglücklich drüber, dass er sich für „Sahara“ erhebliche Mitspracherechte gesichert hat, was den Dreh sehr verkompliziert hat. Ist aber absolut sehenswert; trotz der Abweichungen zum Buch.

  12. André

    Star Trek macht ja wie fast alle SciFi geschichten immer den fehler das der Weltraum 2D wie unsere Erde dargestellt wird. Raumschiffe sind wie durch einen Zufall immer auf derselben Ebene und begegnen sich „richtig herum“ als wenn es im Weltall ein für alle definiertes oben und unten gibt. Auch auf den Sternenkarten wirkt es immer so, das alle Planeten zu sich in einer Ebene befinden, aber das ja nun mal nicht so und deswegen macht eine neutrale Zone und eine Grenze, wie wir sie kennen im Weltraum keinen Sinn. Das hat mich bei Star Trek immer am meisten gestört, den das ergibt halt absolut keinen Sinn.

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  13. Maestro84

    Wie gerade Raumschlachten besser dargestellt werden, zeigte ja Babylon 5.

  14. KhlavKhalash

    Herrlich, der Titanic-Bild-Bezug am Anfang. „was Siiiiiiie da geMACHT haben“ „eine ganz üble Macherei“ 😀 es rattert sofort los in meinem Kopf…

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    1. rodfly1701@gmail.com

      HaHaHa… das wollte ich auch grade loswerden.
      Habe Bauchschmerzen vor Lachen!!!

  15. Kai L.

    Ich habe keine Ahnung, aber ist es nicht so, dass das Universum eher flach ist, sich also so strudelförmig auf einer Ebene bewegt? Es gibt also ein „Höhe“, aber im Vergleich zu „Tiefe“ und „Breite“ ist die sehr gering?? Unter dieser Prämisse macht ein „Oben“ und „Unten“ ja schon irgendwie Sinn…

    Mein größerer Brainfuck ist, dass sich ja ALLES bewegt. Das macht Kartographie und die Vorstellung von Grenzen oder Neutralen Zonen ziemlich kompliziert..

    1. Kleiner Bruder

      Hallo Kai!

      Das sind ein paar gute Fragen. Ich versuche mal, das etwas anschaulicher zu machen. Unsere Milchstraße – die meintest du doch – ist tatsächlich eher flach. Etwa so, wie du dir einen dicken Atlas vorstellen kannst, der zwar flach ist, aber doch dicker als eine einzelne Karte. Wenn du nun auf eine Karte eine Grenze malst, erscheint die nicht auf den Seiten darunter oder darüber. Was aber grundsätzlich kein Problem sein sollte, denn wenn auf einer normalen Karte eine Grenze ist, dann gilt die ja auch für alles darüber und darunter, sprich, für den Luftraum und für Gewässer. Daher sehe ich auch die Verwendung zweidimensionaler Sternkarten etwas entspannter, es ist halt praktischer.

      Was die Bewegung der Sterne betrifft, so rotiert unsere Milchstraße relativ konstant um ihr Zentrum. Relative Bewegungen der Sterne zueinander gibt es zwar auch, aber sie gehen sehr langsam, so dass sie innerhalb der Existenzdauer eines Sternenimperiums oder der Laufzeit einer TV-Serie kaum messbar wären.

  16. Kai L.

    Cool, kleiner Bruder, danke für deine Antwort.

    Meine Überlegungen zur „Flachheit“ der Milchstrasse bezog sich auf einen Kommentar weiter oben von Andre, der sich wunderte, dass alle Schiffe scheinbar das gleiche Verständnis von oben und unten zu haben scheinen. Aber ja, daraus folgt auch, das eine zweidimensionale Darstellung einer Sternenkarte sinnvoll sein kann.

    Bzgl. der Bedeutung der Bewegung von Sternen bin ich nicht überzeugt. Kurze Recherche ergab: der Mond bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 3.600 km/h um die Erde. Die Erde bewegt sich mit 100.000 km/h um die Sonne. Je größer also das System, desto schneller bewegt es sich. Auch wenn es natürlich ewig dauert, bis das Sonnensystem sich einmal um das Zentrum der Milchstrasse gedreht hat – es war zwischendurch auf der fucking ANDEREN SEITE! 😉

    Gedankenexperiment: nimm Dir drei Planeten in unserem Sonnensystem und versuch eine Grenze darum zu denken……

    1. Kleiner Bruder

      Hallo Kai!

      Wie du ganz richtig sagst, bewegt sich unser Sonnensystem um das Zentrum der Milchstraße herum. Aber die meisten anderen Sterne bewegen sich mit, wie kleine Lämpchen, die an den Speichen eines Fahrrads befestigt sind.

      Wir haben hier drei verschiedene Bezugssysteme:

      In unserem Sonnensystem bewegen sich die Planeten und Monde relativ schnell und sind praktisch jeden Tag an einer anderen Stelle. Dass sie sich auf elliptischen Bahnen bewegen, verkompliziert das noch ein wenig.

      Unsere Galaxie, die Milchstraße, bewegt sich relativ gleichmäßig, so dass wir bei den Sternen innerhalb der Milchstraße kaum eine Bewegung wahrnehmen, siehe obiges Beispiel.

      Dann gibt es allerdings noch Objekte ausserhalb unserer Galaxie. Das sind in der Regel andere Galaxien, die uns wegen der großen Entfernung als Sterne erscheinen. Die drehen sich zwar nicht mit, aber wegen der großen Entfernung zu uns und weil sich die Milchstraße recht langsam dreht, ändert sich der Blickwinkel für uns auch nur sehr langsam. Du kennst das sicher vom Autofahren, wenn Objekte, die nahe sind, nur so vorbeirauschen, und Ferne Objekte fast stillzustenen scheinen. Diese „Sterne“ bewegen sich für uns tatsächlich, aber auch nur kaum merkbar.

      Das alles sind natürlich eher laienhafte Erklärungsversuche. Astronomie ist halt nur ein kleiner Teil meiner Interessen.

  17. Nippel

    Hallo Zusammen!
    Zu dem Thema „Neutrale Zone“ hab ich etwas in meinem Fundus gestöbert und bin auf ein Buch gestoßen von einer gewissen Kathleen Sky mit dem deutschen Titel „Mission auf Arachnae“… Auf Seite eins steht im Logbuch geschrieben: „Logbuch der Enterprise – Sternzeit 6451.3, Captain James T. Kirk.
    Die Situation verschlimmert sich von Tag zu Tag. Die durch gewaltige Ionenstürme hervorgerufenen Veränderungen im Magnetfeld unserer Galaxis halten weiterhin an und führen zu Verschiebungen der Neutralen Zone zwischen dem Gebiet der Föderation und dem Romulanerreich. Bald wird ein Sonnensystem erreicht und passiert haben, das noch zur Föderation gehört, danach aber in die Hände der Romulaner fallen wird.“ -Zitat Ende…
    Ja, es gehört nicht zum Regelwerk aber ich finde die Idee einer sich ständig ändernen Grenze eigentlich ganz gut!
    In diesem Sinne, Habe die Ehre!!!

  18. Nicole

    Eine Frage der Ehre ist definitiv der beste Film überhaupt! (Neben Apollo 13) und ja, Jack Nicholson spielt in einer anderen Liga.

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