#273: Dramatis Personae (DS9 1.17)

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30. Mai 1993:
Als ein klingonischer Kreuzer detoniert, nachdem es an Bord offenkundig und deftig meuterte, dreht die Besatzung der Station ebenfalls durch – alle bis auf den rettenden Constable Odo. Gleich drei TOSsige Ansätze werden in unvergleichlichem DS9-Stil miteinander verquickt… 1.) die Crew ist besoffen, 2.) uralte Seelenkugeln suchen neue Körper und 3.) ein nicht enden wollender Krieg wird gefochten.

In Deutschland: Meuterei, ausgestrahlt am 15. Mai 1994.

Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. Dennis

    Als Sebastian beim Fazit sagte das in der Folge keiner zu schaden kam, muste ich an den Bajoraner denken der von Sisko zusammen geschlagen wurde. Oder Quark. Obwohl man bei Quark nicht weiß ob er etwas simuliert hat.
    Die Besatzung des Klingonischen Schiffes nehme ich mal da raus. Weil die ja nicht zu ds9 gehören.
    Aber das ist von mir auch grade jammern auf Kleinlichkeiten.
    Ein schöne Folge TaD. Freue mich schon auf die Nächste Folge von TaD.
    Mal schauen ob ihr da zu ein ähnlichen positiven Fazit kommt wie bei dieser.
    Wünsche euch noch eine schöne Woche.

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    1. Simon

      Moin Dennis, ich glaube, mit „zu Schaden kommen“ meint Sebastian ziemlich offensichtlich etwas, was nachhaltig ist – wie etwa ein verlorenes Ohr oder Leben. Das ließe sich dann nicht so einfach verzeihen sich selbst gegenüber.

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  2. Maestro84

    Hm, ein Transporter mit Dolomiti an Bord. Ansonsten merke ich aktuell, dass die Folgen am Ende der ersten Staffel leider so sind, wie ich diese im Gedächtnis hatte. Die letzte war auch schon nicht mehr mein Fall.

  3. Kai

    Wie unterschiedlich die Ansichten sein können 😉

    Eine der schlimmste DS9 Folgen; hatte ich völlig verdrängt.
    Nach 5 Minuten „Veränderungen“ der Personen war klar was passiert ist und was passieren wird.
    Ähnlich wie Babel sind die Änderungen langweilig; zumal man genau weiß, wie das Ende sein wird.
    Null Spannung, Null Innovation, Null Drama.
    Daumen klar nach unten.

    Und warum bliebt ihr Euch nicht treu? Bei TNG sagt Ihr immer wir dürfen das nicht mit späterem Wissen sehen, das beeinträchtigt.
    Bei DS9 macht Ihr das ständig und lasst es nach meinem Gefühl in die Bewertung einfließen.

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    1. Simon

      Hallo Kai, Deine Meinung in allen Ehren, ich erwähne ja im Cast auch, dass die Folge recht umstritten ist.

      Allerdings haben wir schon oft gesagt, dass wir in unserer Bewertung keine objektiven Maßstäbe anlegen können/wollen und es nicht sinnvoll ist, unsere Bewertungskriterien unter die Lupe zu nehmen oder uns hier und da Inkonsistenz zu unterstellen. Dass die sich bei so vielen Folgen Podcast verändern oder manchmal sogar von der Tagesform abhängig sind, gehört bei Trek am Dienstag dazu. Wir sind keine „Stiftung Trektest“ oder „Trek-TÜV“, die am Ende ein Gütesiegel vergibt, das auf Packungen gedruckt wird. Wir sind auch keine Trek-Beamten, noch haben wir die Meinungshoheit für uns gepachtet. Wir wollen erzählen, was die Folge gefühlsmäßig mit uns anstellt, auf welche Gedanken sie uns bringt. Was hinter den Kulissen passiert ist. Und das möglichst unterhaltsam. Mehr nicht.

      War das ein insgesamt positives Erlebnis für uns? Dann geht der Daumen hoch. Manchmal ist es nicht nur die Handlung, das können auch persönliche Erinnerungen sein, die an die Folge geknüpft sind, manchmal ist es das gute Gespräch mit Sebastian, warum mir persönlich eine Folge gut gefällt. Denn unser Fazit entwickelt sich immer während der Folge, das ist nie in Stein gemeißelt.

      Am Ende ist für mich folgendes entscheidend: Macht mich die Folge glücklich? Die Antwort ist im Fall von dieser hier: Ja, die Gründe lege ich im Cast dar. Kann man komplett anders sehen und darlegen. Aber nicht mit dem Argument, bei Folge xy oder Serie z würden wir das von unserer „Methodik“ irgendwie anders machen.

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      1. Kai

        ??? Habe ich was anderes gesagt? Nein! Natürlich kann jede*r die Folge gut oder schlecht finden.

        Das ihr aber bei DS9 das „foreshadowing“ mit reinnehmt sagt Ihr ja selber 🙂

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        1. Simon

          Na ja, Du schreibst, wir würden uns nicht treu bleiben und DS9-Folgen nach Deinem Gefühl anders bewerten als TNG-Folgen. Das tun wir nicht. Das Thema „Foreshadowing“ hat kein Gewicht bei einer Bewertung, sondern das, was ich oben schrieb.

          1. Sebastian

            … und selbst, wenn Foreshadowing doch mal meine Daumenwertung beeinflusst: Dann ist das eben so. Ich bewerte Folgen individuell nach Gefühl, und werde mich im Leben nicht auf ein Schema F festnageln lassen, besonders nicht in Detailfragen.

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  4. Einsamer Schütze

    Mir ging es ähnlich wie euch, was die Frage angeht, wieviele Personen denn nun eigentlich von den Persönlichkeitsveränderungen betroffen waren. Diese Frage scheint die Folge tatsächlich nicht genau zu beantworten. Eure Vermutung, dass hier tatsächlich nur fünf Entitäten in unsere Hauptfiguren geschlüpft sind, ist etwas unbefriedigend. Da sind ja schließlich noch Bashirs bajoranischer Scherge und die beiden Wachen, die O’Brien vorm Quartier des Sisko abgestellt hat. Wenn denen nicht komisch vorkommt, was sie da machen sind sie entweder auch besessen oder unglaublich obrigkeitshörig.

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  5. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!

    Eine (mögliche) Vorlage für diese Episode hattet ihr nicht genannt: „Das zweite Leben“. Und das ist auch schon das, was mich an dieser Folge stört. Die Handlung entsteht nicht aus den Figuren, so dass sie in gutem Glauben handeln würden und nur fehlgeleitet wären. Nein, sie sind von einer fremden Macht „besessen“, werden davon befreit – Ende.

    Die Schauspieler machen ihre Sache gut und die Figuren bleiben auch soweit in ihren Rollen, Sisko, der Boss, mit der Sternenflotte auf der einen Seite gegen Kira, die Widerstandskämpferin auf der anderen Seite. Aber mit DS9 selbst hat das herzlich wenig zu tun. Wir erfahren noch nicht einmal ein wenig über die Zivilisation, die dieses Archiv hervorgebracht hat, wer, wo, wann, was. Das reicht bei allem Wohlwollen gerade mal für einen Querdaumen.

    Ein weiteres Archiv wird ja in Kürze bei TNG noch kommen. Seltsam, wie viele Völker darauf aus waren, anderen die Erinnerung an sie aufzudrücken, ob sie wollen oder nicht.

    Mit den Klingonen sehe ich dagegen kein Problem. Die sind natürlich immer auf der Suche nach etwas, das ihre „Feinde erzittern lässt“.

    Was meintet ihr, dass euer Einstieg seltsam gewesen wäre? Also, mir ist nichts aufgefallen…

  6. Michael from Outer Space

    Late last night and thenight before,
    Tommyknockers, Tommyknockers knocking at the door.
    I want to go out, don’t know if I can,
    ‚caus I’m so afraid
    of the Tommyknocker man.

    Eure Anspielungen auf das „Kingverse“ sind für mich eine starke Motivation, den Podcast weiterzuhören. Hört sich seltsam an, ist aber so! 😉

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  7. BjoernHH

    Was passiert denn da eigentlich mit Odo?
    Versucht da, eins der Energiewesen ihn zu übernehmen, aber es klappt nicht, weil er kein „Solid“ ist, und dann schnappt sich das Wesen eben den O‘Brien oder jemand anderen?
    Irgendwie wird das, wie vieles andere, nicht wieder aufgegriffen oder erklärt.

    Ich denke, die Wachen vor dem Quartier haben halt nur Befehle befolgt und sagen sich: Ich verbrenne mir hier nicht die Finger, nur weil die Chefs mal wieder durchdrehen.
    Der Bajoraner, der Sisko schlafen legen wollte, war vielleicht ein eher fanatischer Bajoraner. Wer weiß…

    Noch ne King-Anspielung: Da ich gerade den Dunkler-Turm-Zyklus wieder lese, hat mich Sisko nicht an einen Adligen, sondern an einen Mafiaboss erinnert. Da musste ich dann an Enrico Balazar aus dem New York der 80er denken, der sein Kartenhaus aufbaut, während die anderen ihm Bericht erstatten.
    Bei Sisko war es halt ne Uhr.

  8. Mister Incredible

    Moin zusammen!

    Diese Folge hat es offenbar in sich, vor allem wegen der sehr gegensätzlichen Betrachtung. Über die Art der privaten Nachrichten auf DS9 bzw. Starfleet musste ich mich wundern. Dax weiß, dass Keiko und Molly auf Bajor angekommen sind und teilt es Miles mit? Dass es mal personalisierte Pads oder Devices geben könnte, war in den 1990ern offenbar unvorstellbar. Wie weit sind wir da heute. In unserem Unrernehmen haben 17.000 Besatzungsmitglieder von „Star(alliance)fleet“ iPads mini, fernverwaltet vom Administrator mit allen arbeitsrelevanten Daten: Einsatzpläne, Flugzeugdaten, Passagierinfos, Umsteigeverbindungen, eMail, Fortbildung, Gehaltsabrechnung, Betriebsrente, Crewverpflegung, Reporting, Feedback, ALLES! Ich finde es bemerkenswert, dass man so eine Art SubspaceWhatsApp nicht sah damals… und was geht OPS an wo Miles‘ Eherfrau rumfliegt? Datenschutz?

    Beim Gucken, zum zweiten mal jetzt nach maximal einem Jahr, wusste ich nichts mehr über die Folge. Schnell musste ich denken „Och, nee, jetzt sind sie wieder alle anders und dürfen sich mit einer ganz anderen Persönlichkeit austoben.“ Und „wann lösen sie es auf, ist doch bestimmt wieder so ein Alieneinflussdingsbums…“ und „Boah, muss Kira jetzt so eine Intrigengurke geben?“ Ganz ehrlich, mich hats genervt. Ja, ich hab gesehen, was die Darsteller können, ich hab es ihnen zugetraut, aber nach dem xten Mal den falschen Kirk und sonstige Körper-Takeover-Plots durch Mächte, Geister, Entities ödete ich nur noch der Auflösung entgegen. Und wieder sind alle nur kollektiv Opfer, können nichts dafür und „Schwamm drüber“.

    Mich hat es nicht bespaßt, weil es die soundsoviele Besessenheitsnummer war und das Ende eigentlich schon von Anfang an klar ist, durch zahllose Vorlagen. Eure Besprechung war hilfreich, weil sie mich auf Details stieß, die ich wegen meiner Abneigung vermutlich übersah, aber nun ist es doch erstmals so, dass ich meinen Süd-Daumen geben muss, komplett konträr zu den Euren. (Das hat sogar bissle Überwindung gekostet *lg*, ich bin wohl harmoniebedürftig…). Hab Euch aber immer noch ganz doll lieb. Dennoch wunderschön, wie bunt und vielfältig die Star Trek Cocktails gemixt sind, so ist immer wieder was für jeden Geschmack dabei und man kann sich daran abarbeiten. Jeder Nachdenkanlass ist gerade ein Zeiten medialer Flachheit umso mehr willkommen.

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  9. sternburg

    Ich mag Euren Blick auf diese Folge, obwohl oder weil ich einen völlig anderen habe. Und zwar hänge ich auch nicht der Alternative an, sie voll schlimm zu finden: Für mich ist das exakt so eine Folge, die Ihr als „existiert“ beschreibt.

    Mir war das irgendwie zu wirr, um es wirklich zu mögen.

    Aber ich fand es auch nicht scheiße.

    Ich hab es geguckt, ich fand es okay, ich hab in meinem Rewatch direkt die nächste Folge angemacht und diese weitgehend wieder vergessen. Paradebeispiel für einen Daumen zur Seite von mir.

    Ein paar wirklich gute Dialoge und schauspielerische Einlagen (insbesondere, wie von Euch erwähnt, Odo mit Quark). Aber das hebt es nicht so weit raus. Eine ganz schön herbeigewürgte Auflösung, dazu die alte Frage, wieso sich so ein ätherisches Geistwesen vom Unterdruck hinaussaugen lassen soll, aber die Humanoiden können sich festhalten (und was für eine irre Idee von Odo, der damit ja wahrscheinlich tatsächlich kein Problem hätte und wohl kaum wirklich beurteilen kann, wie problematisch das für seine Kollegen ist). Aber das zieht es nicht so weit runter.

    Einfach nur okay. Kann man gucken, muss man nicht gucken.

    Bemerkenswert finde ich aber, wie sehr hier (mal wieder) die Sets von DS9 der eigentliche Star sind. Ja, es war eine preiswerte Bottle Show, aber das merkt doch gar nicht. Da lohnt es sich, 1 x zu Anfang so richtig viel Kohle in seine Sets zu stecken. DS9 hat so eine gleichzeitige Weite, Verzweigtheit und Kompaktheit, niemand kann diese Folge als enges Kammerspiel bezeichnen. Obwohl sie es produktionstechnisch sicher war. Ich find das großartig.

    Noch eine Anmerkung: Kann das sein, dass Ihr diese „Wir hatten den Mut, bereits in der ersten Staffel so eine Persönlichkeitenwechsel-Story zu bringen“ ein wenig auf die falsche Goldwaage gelegt habt? Klar haben die anderen Serien das noch früher gemacht und es ist auch sehr gut, dass Ihr mir das zur Einordnung nochmal erzählt habt. Aber vielleicht war es in der damaligen Serienumgebung trotzdem immer noch mutig? Halt nicht ganz so mutig wie TOS und TNG, aber das Fernsehen besteht ja nicht nur aus TOS und TNG. 🙂

    Und das wirklich wichtige daran ist ja der stumme Nachsatz: „… und so mutig war das eigentlich gar nicht, einfach weil wir die Charaktere
    bereits so früh derart gut ausgefeilt hatten, dass die Schauspieler und Drehbuchautoren was zum dran reiben hatten – und das Publikum selbst mit kleinen Andeutungen was zum Unterschiede erkennen.“ Und das ist wahr und keine kleine Leistung. Müsste man mal allein dafür einen extra Rewatch der ersten 16 Folgen von TNG machen, um zu beurteilen, ob das dort zu diesem Zeitpunkt auch bereits der Fall gewesen wäre.

    Obligatorisches ps: Ihr weckt in mir beständig mehr den Wunsch, irgendwann doch mal so richtig TOS nachzuholen. Macht ruhig so weiter, vielleicht kippt das irgendwann.

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    1. Sören

      Einfach mal machen – TOS ist immer wieder einen Retwach wert.

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  10. Michael from Outer Space

    Bei der Bewertung von „Dramatis Personae“ schließe ich mich Mister Incredible und sternburg an: ich finde sie nicht schlimm, aber auch nicht toll. Irgendwie ist sie nur „die Folge vor ‚Duet'“. Zu DER werde ich am nächsten Dienstag sehr viel mehr zu sagen bzw. zu schreiben haben.

  11. Dirgo

    Eine schöne Folge, die ich schon immer irgendwie mochte. Die Parallelen zu den verschiedenen TOS-Episoden sind mir aber erst durch Eure Aufarbeitung der Episode klar geworden.

    Man hat sogar den Fehler des fehlenden Abzeichens aus der Episode „The Enemy Within / Kirk : 2 = ?“ in einer der letzten Szenen übernommen: Als Sisko sich festhält, um nicht ins All geblasen zu werden, fehlt sein Kommunikator.

    Mir ist noch ein Hinweis auf eine andere alte Sci-Fi-Serie aufgefallen, die evtl. sogar ein wenig als Inspiration zu Deep Space Nine gedient haben könnte – Nein, nicht Babylon 5. : )
    Kira erwähnt, dass der valerianischen Transporter auf seinem Weg zur Station Ultima Thule angeflogen hat. In der Serie Space 1999 / Mondbasis Alpha 1 besucht die Besatzung in der (recht beliebten) Folge Death’s Other Dominion (deutscher Titel Ultima Thule) ebenfalls einen Planeten dieses Namens. Vielleicht wollten die Autoren aber auch nur den antiken, mythischen Namen verwenden.

    LLAP

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  12. Barash

    Auch wenn ich die Folge selbst nicht so dolle finde, konnte ich eure Bewertung total nachvollziehen, habe auch so meine objektiv nicht zu verteidigenden das-muss-man-eher-fühlen-Favoriten, fragt mal nach Maskenball mit Corgano…

    Zwei Anmerkungen noch:

    1. Glaube, die Valerianer waren kein Namens-Einfall von Behr, ihr sagt doch selbst, Menosky war lange in Frankreich… 🙂
    2. An Odo sollte offensichtlich zum ersten Mal in der aufgezeichneten TV-Geschichte der sogenannte Splitting Headache visualisiert werden. Kann gar nicht anders sein.

  13. Myriam

    Ich habe mich gefragt, warum Odo – obwohl bewusstlos – seine Form behält… 🤔 Sollte nicht der Dok eine Pfütze auf dem Krankenbett haben?

    Eine tolle TaD Folge, mit dem „Urteil“ den ihr euch erarbeitet habt. Ich wurde gut unterhalten, sowohl von der Folge selbst als auch von eurer Besprechung. Und am Ende ist mir DAS am wichtigsten 😁
    Vielen Dank!

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  14. Odo sein Eimer

    Ach, ich kann alle Seiten mit Ihren Ansichten verstehen, aber ich habe diese Folge schon immer irgendwie gemocht und finde sie auch weiterhin gut. Nicht überragend, aber gut.. Für mich ist das eine Odo-Folge und ich mag insbesondere den Film-Noir-Detektiv-Odo, den er in der ersten und zweiten Staffel abgibt. Wie der gewiefte „alte“ Kauz die beiden Seiten zum Schluss ausspielt und sich gegenüber Sisko, O’Brien und Kira verhält, macht mir Spaß – auch wenn da (wie von euch in der Besprechung erwähnt) nicht alles stimmig ist. Mich hat es unterhalten. Ebenso die Schauspielleistung von Brooks, Farell, Visitor und Meany. Natürlich machen und Odo+Quark auch noch Spaß. Daher Daumen hoch.

    Bei den Charakteränderungen, die der Cast erlebt, fühle ich mich im Nachhinein ein wenig an TNG 7×19 (Genesis) erinnert als auf der Enterprise noch alle humaniod waren, aber man schon merkt, das etwas nicht stimmt. Der dusselige und zerstreute Riker und der übermotivierte Barclay passen irgendwie auf Dax und O’Brien. Aber dann hört es auch schon auf 😉

    Die Frage, was da aber eigentlich mit den Hauptfiguren passiert, hat mich auch schon immer beschäftigt. Ich hab mir das immer so vorgestellt, dass da nur gewisse Grundgedanken/charakterzüge in die Köpfe der Figuren steigen, die guten Dünger für ohnehin schon latent vorhandene Wesenszüge bieten. Diese sind sonst durch positive Seiten der Personen ausgeglichenen worden sind oder bewusst unterdrückt worden, erhalten aber überproportionales Wachstum durch das Archiv. O’Brien kann ich mir bspw. schon als relativ roh verstellen. Dazu kommen noch ein paar Erinnerungsfragmente, die teilweise in den Köpfen der Figuren unbewusst hängen bleiben, damit Sisko bspw. seine Uhr bauen kann. Und dass das nicht alle betrifft oder mehr Einfluss auf die Leute hat, liegt dann einfach daran, dass das telepatische Archiv so alt und abgenutzt ist. Was nicht ganz in meine Erklärung passt, ist die Verdutztheit der Leute nach dem „Blow-Out“, insbesondere Siskos fragendes „Constable?!“. Das hört sich so an, als wäre er da erst wieder bei der Sache.

    Und noch was: Zwar geht ihm zum Schluss auch ein Licht auf, aber ich bin mir immer nicht so sicher, ob Bashir wirklich beeinflusst ist. Das könnte bis zur letzten Szene auch der normale Doktor sein.

    Et finallement: Ich hatte es schon einmal geäußert, aber vielleicht ist das untergegangen. Ich würde mir echt gerne Kapitelmarken wünschen. So etwas wie die folgenden würden schon genügen: Begrüßung, Real Life, Besprechung, Produktionsnotizen, Fazit. Da der Podcast ohnehin geschnitten wird, dürfte es doch relativ leicht sein, diese zu setzen oder vllt. schon während der Aufzeichnung.

    1. Sebastian

      Guten Abend OsE,

      zum Thema Kapitelmarken: Bei unserer 2021er Umfrage kam der Wunsch nach Kapitelmarken genau einmal. Unter knapp 600 Antworten. Sicher, es macht nur ein paar Minuten Arbeit, aber das steht für uns trotzdem in keinem Verhältnis.

      Außerdem – und das ist uns noch wichtiger: Wir möchten den „Daumen-Hounds“, die nur auf unsere Wertung scharf sind, keine Autobahn zum Fazit bauen. Denn einerseits überhöht das die Wichtigkeit unserer Wertung (man könnte sagen, wir halten unsere Wertung für überbewertet) und andererseits steckt schon in der Besprechung so viel Meinung, dass ein losgelöstes Fazit eine starke Verkürzung/Zuspitzung bedeuten würde. Und davon gibt es z.B. auf Social Media viel zu viel. Wir möchten, dass sich unser Podcast (hoffentlich) wohltuend abhebt von der Gesellschaftskrankheit „Meinungsrausknallen“.

      Wir haben uns da auf jeden Fall viele Gedanken gemacht und hoffen, Du hast dafür Verständnis.

      Schöne Grüße,
      Sebastian

      1. Odo sein Eimer

        Hallo Sebastian,

        danke für deine Antwort. Tatsächlich war meine Intention bei den Kapitelmarken eher das spätere Nachhören, wo man bspw. zu den Produktionsnotizen springen möchte, und nicht das Auf-das-Rating-stürzen. Man kann die „Kapitel“stellen zwar schätzen, weil eure Folgen meist identisch aufgebaut sind, aber es wäre mit Marken dann einfacher. Vielleicht haben mir Tim Pritlove’s Podcasts da aber auch einen Bias verpasst. 😉

        Ich verstehe allerdings die beiden Contra-Argumente und kann nachvollziehen, dass es beim Status Quo bleibt.

        Unabhängig davon, freue ich mich auf weitere Folgen von euch beiden.

  15. Michael Kleu

    Ganz so begeistert war ich von der Folge nicht, aber unterhaltsam ist sie schon.

    Ich war ja anfangs ein bisschen skeptisch, was DS9 angeht, aber Stand jetzt meines Rewatches (Ende 6. Staffel) ist es meine zweitliebste Serie nach TOS.

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