#238: True Q (TNG 6.06)

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26. Oktober 1992:
Der unvermeidbare Q hatte in der fünften Staffel Sendepause, heute kehrt er zurück in einer Episode, die ein Fest ist für alle Hundefreundys. Amanda, ihres Zeichens Praktikantin auf der Enterprise, steht im Fokus des Allmächtigen. Während die junge Frau ihr Schicksal sortiert, hören Simon und Sebastian so manches Echo vergangener Episoden. (Charlie X, Hide and Q und Suddenly Human, um nur drei zu nennen.)

In Deutschland: Eine echte „Q“, ausgestrahlt am 25. Mai 1994.

Dieser Beitrag hat 25 Kommentare

  1. Asterix

    Moin aus Hamburg
    Danke für die meiner Meinung nach extrem langweiligen Folge. Eure Besprechung war wie immer super schön zu hören. Ihr könnt ja nichts dafür das diese Folge so viel an Spannung links liegen lässt oder sogar ignoriert. Ein Q Kampf wäre nur das I Tüpfelchen der Folge gewesen. Ich finde die Folge ist nicht nur langweilig sondern auch lieblos. Mir kommt es so vor als wäre die Q Folge nur geschrieben worden damit Q noch einmal mitspielen darf. Hier hätte man nun endlich mal zeigen können wie die Q so ticken und was ihre genauen Fähigkeiten sind oder welche Macht sie haben. Das alles wird meiner Meinung nach wissentlich nicht gemacht. Oder und nun stelle ich mal eine Frage: Sind die Macher von TNG ihrer eigen Serie überdrüssig/ Müde geworden. Ich bin mir da nicht so sicher, aber dieser Gedanke drängt sich mir auf.
    Bis ich angefangen habe TaD zu hören habe ich extrem neutral Star Trek geschaut. Das bedeutet ich habe jede Folge einfach nur konsumiert und mir keine weiteren Gedanken gemacht. Erst durch TaD und das finde ich sehr schön, fange ich an über Star Trek nachzudenken.
    Danke für diesen Gedanken-Anstoß.

    Mein Daumen geht auch ganz klar nach unten.

    MFG Asterix

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  2. Michael from Outer Space

    Hallo allerseits,

    ich mag „True Q“ auch nicht. Mich stören hier mehrere Aspekte:
    1) Q als Charakter bzw. die Q als Spezies wurden in „Encounter at Farpoint“ als gottgleiche, übermächtige außerirdische Wesen eingeführt. Die Vorgeschichte von „True Q“, welche nur erzählt und nicht gezeigt wird, geht davon aus, dass zwei Q nichts Besseres zu tun hatten, als sich in Menschen zu verwandeln und auf der Erde zu leben. Das Star Trek-Universum ist UNENDLICH groß und von UNENDLICH vielen intelligenten Spezies bevölkert. Wenn sich aber zwei Q eine Spezies aussuchen, die sie gern sein möchten und einen Planeten, auf dem sie leben möchten, DANN sind das ganz selbstverständlich die Menschen auf der Erde. ERNSTHAFT?! Warum verwandeln sich diese Q ausgerechnet in Menschen, die auf der Erde leben? Lustig ist auch, dass Amanda blond ist. Ihre Eltern waren demzufolge hellhäutig. In Afrika, in Asien, in Nord- und Südamerika, in Ozeanien und in Australien leben indigene Völker, die allesamt mehr oder weniger dunkelhäutig sind. Die überwiegende Anzahl der Menschen auf der Erde ist NICHT hellhäutig. Mister und Missus „Q-bert“ Rogers wollten aber unbedingt hellhäutig sein. Ich werfe TNG nichts vor, aber das kommt mir alles sehr merkwürdig vor.

    2) In „Ethics“ wurde der Sicherheitschef Worf beinahe von einem Frachtcontainer erschlagen. Schon damals fragte sich niemand, wie es zu diesem Unfall kam und wie man solche Unfälle in Zukunft verhindern kann. In „True Q“ wird der Erste Offizier Riker beinahe von einem Frachtcontainer erschlagen und WIEDER fragt sich niemand, wie es zu diesem Unfall kam und wie man solche Unfälle in Zukunft verhindern kann. Klar, Q hat das eingefädelt. Kurz nach dem Unfall weiß die Crew das aber noch nicht, weil es erst später herauskommt! Direkt nach Rikers wundersamem Überleben gehen alle wieder an die Arbeit, als wäre nichts passiert. Moment mal, die Enterprise ist das Flaggschiff der Sternenflotte, aber Arbeitssicherheit und Unfallverhütung spielen dort keine Rolle? Wird das an der Sternenflottenakademie nicht unterrichtet? Ich dachte immer, da würden „die Besten der Besten“ ausgebildet!

    3) Die gesamte Story besteht, wie Simon und Sebastian das so schön herausgearbeitet haben, aus Versatzstücken früherer Episoden. Ich finde das nicht kreativ oder spannend. Alles wurde schon in ansprechenderer Form dargestellt. Hier hätte man viele interessante Dinge erzählen können, z. B. über den freien Willen, wie stark eine Person von ihrer Herkunft beeinflusst wird, ob sie sich davon befreien und ihren eigenen Weg gehen kann usw. Das passiert aber nicht, stattdessen gibt es eine lauwarme, ruckzuck abgehandelte Geschichte über ein Volk, das seinen Heimatplaneten zerstört, aber dank Amandas Q-Kräften doch gerettet wird und am Ende ist alles wieder in Butter. Simon und Sebastian benutzten in den letzten Wochen den schönen Begriff der „anrührenden Moritat“. Genau das ist „True Q“ für mich: nicht Fisch, nicht Fleisch, überambitioniert, unfokussiert (tote Eltern, toter Ehemann, moralisches Dilemma, aber JETZT machen wir mal alberne Comedy!), TNG, das kannst du besser!

    Daumen runter für „True Q“.

    LL&P
    Michael from Outer Space

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    1. Roger

      Zu 1.) Ja, find ich auch. Dazu kommt für mich noch: Im Pilotfilm von TNG erscheint Q auf der Brücke und erzählt sowas wie „Ihr Menschen seid schon zu weit vorgedrungen ins Weltall. Kehrt zurück in euer Sonnensystem.“ … ja ok, aber was ist mit den Klingonen, Romulanern, Andorianern? Den anderen Völkern im Alpha- und Beta-Quadranten? All den Völkern aus dem Gamma- und Deltaquadranten? DEN BORG?? DEM DOMINION??? Den netten Kelvanern aus der Andromeda-Galaxie… Die dürfen sich dann weiter austoben im Weltall???

      Ja, das ist tatsächlich etwas, was ich völlig unlogisch finde. WARUM findet Q ausgerechnet die Menschen von der Erde so spannend und entscheidend? Fast jedes raumfahrende Alien-Volk aus dem Star-Trek-Universum hat – für sich gesehen – gleichviel Bedeutung wie die Menschen.

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      1. Michael from Outer Space

        Hi Roger!

        Die Q sind im Vergleich zu uns noch weiter entwickelt als wir im Vergleich zu Einzellern. Kennst du jemanden, der als Einzeller leben möchte? 🤣

        Nicht nur der John DeLancie-Q findet die Menschen so toll, dass er sich ständig mit ihnen abgibt. Auf andere Q, wie Amandas Eltern, trifft das genauso zu! Haben sie zufällig „Pleasantville“ gesehen und wollten das mal ausprobieren?

        Ich finde es halt lustig, dass und das als ernsthafte Geschichte verkauft werden soll, obwohl die Prämissen hirnrissig und absolut nicht ernstzunehmend sind.

        LL&P
        Michael from Outer Space

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        1. Roger

          Das Leben als Einzeller könnte eventuell für einige Zeitgenossen erstrebenswert sein… zur Entschleunigung 🙂

        2. Don

          Wir sehen ja später in „Voyager“ beim Quinn-Q, in welche Lethargie sich das Kontinuum manövriert hat.
          Da kann das Leben als Einzeller vielleicht durchaus mal eine gewisse Abwechslung bringen. Zumindest für eine Weile.

      2. Kleiner Bruder

        Ist doch klar, warum ausgerechnet die Menschen. In praktisch jeder Space Opera sind die Menschen dominierend. Was natürlich auch an der Knappheit an ausserirdischen Schauspielern liegt. Aber auch an den Stories. Ich kann mich nur an eine Story erinnern, von der ich vor langer Zeit mal einen Comic in die Finger bekam, in dem Menschen eine nur geduldete Minderheit im All waren.

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  3. Christian aus der Pfalz

    Es gibt schlechte Folgen und es gibt True Q. Ganze 2 mal habe ich diese Folge gesehen. Irgendwann in den 90ern und gestern. Und sie ist genauso grottenschlecht wie es in meiner Erinnerung war. Ihr habt euch durch diese Besprechung gebiesen wie schon lange nicht mehr, aber ihr könnt ja nichts dafür. Hut ab.

    Zur Folge ganz kurz: Amanda ist der weibliche Wesley Crusher nur mit Superkräften. Ein blaser, Strberhafter Charakter. Total Oberflächlich. Q ist in der Folge ein Witz und kein richtiger Gegner. Die Story hätte Potenzial gehabt, aber mit einem „fiesen bzw bösen Q“ und einer ebenbürtigen Amanda. Ein ordentlicher Fight, Action, Kräftemessen usw und die Folge hätte Schwung gehabt.

    Aber das ist einfach nur schlechtes Fernsehen.

    Daumen wie damals bei Julius Cäsar klar nach unten👎

    Bis zu DS9 ist es ja auch nicht mehr weit! Durchhalten. Freue mich wie ein Schnitzel.

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  4. Spammy Sammy

    Ich fand die Folge auch eher mittelmäßig bis schlecht, aber hey, wie wäre es mit einem Masters am Mittwoch Podcast?
    Das wäre echt der Hammer!

    Viele Grüße aus Dresden.

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    1. Simon

      Gute Idee und danke für den Vorschlag! 🙂

      Zwei Dinge sprechen allerdings dagegen:

      – die liebe Zeit
      – Wir sind beide zwar mit dem Thema verbunden, aber auch nicht komplett darin verliebt. Ein wöchentlicher Podcast wäre wohl schnell auserzählt. 🙂

  5. Florian

    Ach ich mochte Q Folgen immer da gibt es schlimmere finde ich..

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  6. BjoernHH

    Daumen quer, wegen der vielen tollen Hunde!!!

    Der beste war der Beverly-Hund, und nennt mich einfach gestrickt, aber ich fand diese Szene ABSOLUT GROSSARTIG.

    Der kleine Hund auf der Couch hinter Q war mir auch aufgefallen. Ich dachte, da hätte der Regisseur gepennt, aber dann war es wohl doch ein Überbleibsel der geschnittenen Szene.

    Insgesamt hat mich an der Folge am meisten gestört, dass die Szenen mit Q und Amanda so furchtbar übergriffig wirken. Das mag ich in der heutigen Zeit gar nicht mehr sehen. Dieses Ganz-nah-herankommen. Allein deshalb wäre ich an ihrer Stelle nicht mitgegangen. Aber andererseits steht sie ja auch auf Bill…

    Und die romantische Szene mit Zylinder hat mich mehr an Jane Austen als an Fackeln im Sturm erinnert.

  7. Martin

    Mir gefällt diese Folge, Daumen hoch! Als ich die als Kind sah habe ich darüber nachgedacht, was ich als Q machen würde oder ob ich überhaupt einer sein will wenn ich so wie Amanda plötzlich diese Fähigkeiten entwickle.

    Frage: warum hat man Gates Mc Fadden fünf Jahre unter eine Perrücke gesteckt?! Die Friese ist doch total in Ordnung.

  8. Sebastian

    Als wir die Folge aufnahmen, waren wir ein wenig neben der Rille (hat ja zum Glück niemand bemerkt), deswegen kann ich erst heute formulieren, was mir wirklich gefallen hätte…

    Amanda erfährt, dass die Q ihre Eltern auf dem Gewissen haben – und ihre Reaktion darauf ist nur ein mildes Schulterzucken. So schade! Und eine vertane Chance, denn was wäre gewesen, wenn sie in diesem Moment die Kontrolle verloren hätte? Eine Q als unaufhaltsamer Racheengel, das wär’s gewesen.

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    1. Kleiner Bruder

      Ich weiß ja nicht. Amanda alleine gegen das Q-Kontinuum? Mit ihren gerade erst entdeckten Kräften hätte sie doch keine Chance. Und wie hätte das aussehen sollen, wenn die sich doch in ganz anderen Dimensionen herumtreiben?
      Aber ja, das geht zu glatt. Vielleicht hätte eine Begründung für den Tod ihrer Eltern geholfen. Waren sie dabei, ihre Macht zu missbrauchen? Haben die anderen Q eine Katastrophe verhindert? Das wäre doch ein Motiv gewesen, Amanda nicht unter den Menschen zu lassen.
      Mich wundert eher, warum sie ihr ihre Kräfte nicht einfach nehmen konnten, wie in dieser anderen Episode. War doch kein Problem.
      So bleibt einfach die Geschichte einer jungen Frau, die sich zwischen zwei Welten entscheiden muss. Und ein ziemlich witziger Q, der Amanda offenbar tatsächlich helfen will. Joa, kann man machen.
      Fandet ihr den englischen Titel nicht auch schon zu vielsagend? Die Szene am Anfang mit den Hunden hätte so geheimnisvoll wirken können. Aber, wir wissen ja, es geht um Q. Also ist das nichts besonderes mehr.

      1. Kleiner Bruder

        (Sebastian: Admin-Edit wegen Doppelpost, hier nur das neu Hinzugekommene.)

        Ach ja, „Sie haben mich geliebt“. Dem Vernehmen nach leiden Waisen- und Adoptivkinder häufiger unter dem Trauma, die Elternliebe nicht gespürt zu haben, und unter dem Gefühl, verlassen worden zu sein.

        1. Sebastian

          Die Möglichkeiten wären ja mannigfaltig.

          Szenario 1:
          Amanda ist, wie bei Space Fantasy üblich, trotz ihrer Unerfahrenheit mächtiger als die anderen Q. Besonders viele Midichlorianer, das Kind der großen Prophezeiung, Balance to the Force!

          Szenario 2:
          Amanda verliert den Verstand und fängt an, wahllos Tod und Zerstörung auf die Enterprise und umliegende Planeten regnen zu lassen. Q bleibt keine andere Wahl, als sie wahrhaftig zu töten. So ein richtig tragisch-dramatisches Ende hatten wir in der sechsten Staffel TNG schon lange nicht mehr. Fühlt sich alles recht weichgespült an aktuell, so ein Schock hätte mir gut gefallen.

          1. Don

            So etwas wie Szenario 2 erleben wir ja später in „Voyager“ mal mit Kes.

  9. 666 hinten - der geheime Metalkeller der USS Enterprise

    Ich fand die Folge ganz unterhaltsam. Ich frage mich nur, warum sie nicht ein Patch Work Modell organisieren: unter der Woche lernt Amanda im Kontinuum angewandte Magie und am Wochenende geht es zu Vattern Picard und Tante Bevely.

  10. Roger

    Naja, halt so eine TNG-Folge, die man sich nicht freiwillig nochmal reinzieht … unterer Durchschnitt für mich.

    Ok, der „Beverly-Hund“ hat mich aber wiederum schön abgeholt, denn der erinnerte mich frappant an die Zeichentrick-Serie von D’Artagnan und den drei Musketieren 🙂

    1. Michael from Outer Space

      Nochmal „Hi, Roger!“

      Meinst du die Zeichentrick-Serie „Dogtanian“? Die hab ich als Kind bis zum Abwinken geguckt!! 😉😍 An das Intro konnte ich mich aber nicht erinnern, obwohl es meiner Meinung nach ein Ohrwurm ist. Man kann die Serie kostenlos auf YouTube gucken und ich denke, eine Folge werde ich mir geben, um die alten Zeiten aufleben zu lassen:
      https://www.youtube.com/watch?v=Ag-7H-7KCMo&list=PL5FBC7E585118F5EE&index=2

      🎵
      „D’Artagnan D’Artagnan, dein Stern wird hell erstrahlen
      D’Artagnan D’Artagnan, du wirst schon jetzt gefallen
      D’Artagnan D’Artagnan, wirst deinem König dienen
      als ein tapf’rer Held!“
      🎵

      LL&P
      Michael from Outer Space

      1. Roger

        Hi Michael

        Ja, genau diese Serie 🙂

        Die hab ich als Kind geliebt… und sogar für die Fasnacht (Karneval) einen Plastikdegen und einen Musketierhut bekommen!

  11. Michael Kleu

    Ich fand die Folge ok. Daumen runter finde ich arg hart.

    Ich habe Wonder Years und auch Olivia D’Abo geliebt. Mehr verliebt war ich aber in Danica McKellar 😁

  12. Michael

    Mir gefällt diese Folge. Die ist auf jeden Fall mal besser als der Auftritt von Q im Sherwood Forrest. Die Folge hat zwei sehr schöne Szenen, die die ganze Sache deutlich rausreissen. Zum einen Q´s trockene Antwort, auf die Frage was gewesen wäre, wenn Amanda den Warpkern nicht wieder unter Kontrolle gebracht hätte. Ein schöner Rückgriff auf das „Oh please“ aus Q Who. Zum anderen die Unterhaltung von Q mit dem Schatten. Da blitzte in der Folge zum zweiten Mal die Bedrohlichkeit von Q und den seinen deutlich auf.

  13. sternburg

    Was war denn das für ein professioneller, ja fast schon aalglatter Einstieg? Ich dachte schon, ich hätte mich im Podcast-Player verklickt. Des isch nich meh mei TaD!!!11

    An der Folge ist im Grunde alles falsch, und alle Gründe wurden im Podcast und in dieser Kommentarspalte bereits genannt (letzteres insbesondere von „Michael from Outer Space“). Ich schließe mich jedem inhaltlichen Kritikpunkt vollumfänglich an und möchte nur noch ergänzen, dass ich die ganze Zeit keine Ahnung hatte, ob die junge Frau, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, nun 14 oder 24 Jahre alt sein soll oder irgendwas dazwischen.

    Ich muss mich aber ebenfalls der Fraktion „einfach gestrickt“ anschließen. Ich habe die Folge brav vorgestern als Hausaufgabe eines TaD-Hörers geguckt. Und was soll ich sagen? Ich war über weite Strecken super unterhalten. Q als narzistisch-sarkastisches, aber auch leicht debiles Störelement, dass die geleckten Abläufe unserer Crew gehörig durcheinander würfelt, das trifft einfach meinen Humor, ich kann es nicht bestreiten (liegt natürlich auch am Schauspieler). Das erfreut mein Herz, da brauche ich nicht mal eine sinnvolle Story dazu.

    Und insbesondere der von Euch – objektiv völlig zutreffend – gescholtene Hunde-Gag mit Beverly gefällt mir sehr. Weil genau dieser geföhnte Hollywood-Setter (leider) halt recht exakt das Bild trifft, dass mir die gute Frau Dr. Crusher beständig von sich vermittelt. Da ist Q einfach nur der heimliche Verbündete des Publikums. Wie so oft.

    Versteht mich nicht falsch, ich brauche sowas ganz sicher nicht immer. Aber so eine Folge pro Staffel kann ich das als Auflockerung schon mitnehmen.

    Deshalb von mir der Daumen quer. Es ist – da beißt die Maus keinen Faden ab – eine richtig beschissene Episode, aber sie macht mir Spaß. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ich sehe es aber auch nicht so eng wie ihr, dass damit der Q-Charakter im Grunde unter den Bus geworfen wird. Weil, sind wir doch mal ehrlich: So fantastisch die Q-Episoden oft sind, Q ist ein absoluter Fremdkörper in diesem Universum. Mehr noch: Q zu Ende gedacht bedeutet nicht weniger als die Vernichtung dieses Universums, das ja eigentlich das Unsrige sein soll.

    Die schiere Existenz von Q macht jede Physik, jede empirische Wissenschaft, jede Philosophie, jede Religion und jedes Nachdenken und jedes Handeln und jedes Sein an sich obsolet.

    In einem Universum, in dem ein Q existiert, kann man nur den Verstand verlieren. Völlig egal, wie dieser Verstand ausgestaltet ist. Und das gilt übrigens für den Q selber auch.

    Deshalb darf Q nie mehr sein als ein Story-Vehikel, das hier und da wie Kai aus der Kiste auftaucht und je nach Wunsch Humor und/oder gewisse Fragen mitbringt. Und dann wieder verschwindet. Da wird also aus meiner Sicht nichts kaputt gemacht.

    ps: Kann das sein, dass Q mit dieser Episode endgültig zum Janitor in Scrubs wird? Ein quasi allmächtiger Charakter, der aus irgendwelchen abstrusen Gründen – die ausschließlich darin liegen können, dass die arme Sau das Drehbuch gelesen hat – ständig gezwungen ist, als humoristischer, narzistischer, sarkastischer und ein wenig grausamer Fremdkörper in der Welt einer Gruppe von Personen aufzutauchen, die in einer TV-Serie an ihrem Arbeitsplatz dargestellt werden?

    Oder historisch korrekt formuliert: Ist der Janitor Q?

    Zumal beide aus meiner Sicht gemeinsam haben, dass sie als schon sehr durchsichtiges Story- und Gag-Vehikel nur funktionieren (und wahnsinnig gut funktionieren), weil sie derart gut gespielt sind.

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