#205: Redemption (TNG 4.26)

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17. Juni 1991:
Worf verlor in Sins of the Father seine Ehre, in Reunion seine K’Ehleyr. Weil unser stoischer Held aber auch den fiesen Möpp Duras abmurkste, scharrt nun Gowron mit den Kanzler-Hufen. Doch da hat er auf diesem Höhepunkt der Klingonen-Saga die Rechnung ohne die schrecklichen Schwestern gemacht. Staffelfinale, Qapla‘! Fortsetzung folgt nächste Woche.

In Deutschland: Der Kampf um das Klingonische Reich, Teil 1, ausgestrahlt am 24. März 1994.

Dieser Beitrag hat 34 Kommentare

  1. Florian

    Bin total gespannt auf den Cast. Fand die Folge immer super obwohl kein Klingonen Fan. Gowron fand ic h immer Super gezeichnet.

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  2. manuimkanu

    s̶i̶n̶s̶ ̶o̶f̶ ̶t̶h̶e̶ ̶f̶a̶t̶h̶e̶r̶ -> Re-zhenko
    😉

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  3. Chris

    revelations

    Zum Kanzlermantel gibt es auch noch die Geschichte, dass dieser, der ja für Charles Cooper (als Korrd und K’mpec) geschneidert wurde, wie ein nasser Sack auf Robert O’Reillys Schultern lag und vor Ort mit Panzerband in Form gebracht werden musste.
    Leider finde ich die Quelle nicht mehr.

  4. Anarch

    Genes Bemerkung zu Worf hat was von „Um gut dazustehen reicht es, wenn unser Quoten-[Minderheitdeinerwahl] zu sehen ist“.
    Ich weiss ja, ihr schätzt ihn, aber der Mann hat sich für mich komplett entzaubert. Dank der Trivia kann ich nur noch den sexistischen, misogynen Rassisten unter der Maske eines Möchtegern-Aufgeklärten sehen. Trotz Zeitgeist.
    Was bin ich froh, als die begonnen haben, diesen Typen zu ignorieren. Sie waren alle keine Heiligen, aber zumindest nicht so verklärt, wie Gene es wurde.

  5. Roger

    Oh Gowron, mein absoluter Lieblings-Klingone! Seine wohl kultigste Szene war für mich jene im Klingon-Videogame. Die mit den Pakleds. 🙂

    Ich gratuliere euch jedenfalls zum Abschluss der 4. Staffel TNG. Freue mich auf das was kommt.

    Mit dieser Episode endete 1994 bei der Erstausstrahlung übrigens mein damaliges „Star Trek Universum“ – Buch. Während den nun folgenden Staffeln 5, 6 und 7 hatte ich null Ahnung, was mich von da an jeden Tag erwarten sollte. Ein viermonatiger Blindflug, der aber irgendwie auch seinen Reiz hatte.

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    1. MickTargPig

      Ahhh, das Klingon Video Game hatte ich mir auch damals für meinen 6x86er gekauft und habe es geliebt. Besonders die Sprachsoftware hatte es mir angetan, wo die Vokabeln in richtiger Aussprache ins Mikrofon gesprochen werden mussten. Kindheitserinnerungen.

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  6. Don

    Moin!

    …er hätte im Badezimmer in den Spiegel gesehen und er hätte dort irgend nen Geist von irgend nem toten Autor gesehen, der hätte dann zurückgeguckt.
    => Eine Erfahrung, die der Autor dann wohl gleich in „Clues“ eingebaut hatte, in der Troi etwas Ähnliches erlebt.

    Spätestens seit heute kennt jeder die Bezeichnung „Gründonnerstag“! #MPK

    Im Schwabenländle gibt es neben der Kar- auch noch die Kehr-Woche.

    Ich finde, ehrlich gesagt, den Titel „Redemption“ eher unpassend.

    Vielleicht hätte man „Sins of the father“ auch „Revelation“ nennen können?

    „Predecessor“ steht auch weiterhin im Wikipedia-Artikel.

    „Springer“ ist das Pferd. Der Ritter heißt „Läufer“.

    In der deutschen Synchro ist Picard der „Überwacher des Nachfolge-Ritus“.

    Zumindest kann man sagen, dass Picards Meinung über Worfs Entehrung sich nie geändert hat, denn schon in „Sins of the Father“ war er ja auf einem viel konfrontativeren Kurs als Worf. So dass es dann gar hieß: „Der cha’DIch soll schweigen!“

    Duras mag tot sein, aber seine Diadochen vielleicht nicht. Und die sehen sich dann als Erbe seiner Macht.

    Wir durften Gowron und seine großen Augen ja auch bei Sebastians Trekburtstag bewundern! <3

    Diesen Schießstand haben wir damals in "A matter of honor" schonmal gesehen.

    Stimmt Guinan hat Worf schonmal zum Lachen gebracht. Sie sagt aber auch zu Worf: „I’ve seen you laugh. I like it.“

    „Glück auf, der Krieger kommt…“

    Kurns späteres Schicksal in DS9 hab ich doch sehr bedauert.

    Ist denn bekannt, welche „Simon & Simon“-Episode Ron Moore sich da anschauen sollte?

    Wenn da aber ein Föderationsschiff zwischen die Fronten geraten und zerschossen worden wäre, wie Simon sich das wünscht, dann hätte sich die Sternenflotte nicht mehr raushalten können. Das wäre solch ein Lusitania-Moment gewesen!

    Fazit?
    Tja, das war die Folge, in der die Klingonen anfingen, mir etwas auf die Nerven zu gehen. Politische Ränkespiele hin oder her, aber irgendwie war es dann doch alles immer das Gleiche.
    Tasha Yars vermeintliches Gesicht am Ende der Folge zu sehen, war natürlich schon ein ziemlicher „Häh?“-Moment, das fand ich dann doch ziemlich spannend. (Leider wird dies in der zweiten Folge dann fast ein wenig belanglos aufgelöst.)
    Seis drum, ich finde die Folge insgesamt schon gut, aber ein „Hurra!“, „Aldé!“ oder gar „Hömma!“ kommt mir da sicher nicht über die Lippen!

    Gibt es eigentlich irgendwo eine Auflistung der D-Kelley-Awards? Bei „Unsere Wertungen“ findet man ja immer nur die der abgeschlossenen Staffeln.
    „The Wrath of Khan“ dagegen wird z.B. dadurch nicht mit aufgeführt.

    Nächste Woche dann: Die zweite Erlösung.

  7. Steffen (Faceman

    Halli Hallo,

    sonst auf Twitter, heute hier weil da so wenig Platz ist 😀

    Zum Machtvakuum im Reich. Am Ende von DS9 ist es ja ein Kampf aus dem Worf als Sieger hervorgeht. Könnte es dann nicht so wie auf einem Raumschiff sein, dass wenn du deinen direkten Vorgesetzten besiegst, deren Position erbst, der dann aber sagt ich gebe mein Amt weiter?

    Sonst wieder eine super Folge.

    Steffen

  8. SarahCrusher

    Mir hat diese Folge sehr gefallen, eine die hängen bleibt. Ich finde es interessant dass Worf sich bis zu der Folge zu einem so wichtigen Charakter entwickelt hat weil Tasha aus der Serie gegangen ist und ausgerechnet hier taucht diese „Tasha“-„Klonin“ auf. (Das die sich dann auch noch als ihre Tochter entpuppt wusste man da ja noch nicht. Mich hat dies damals aufgeregt und genervt weil ich die Tasha halt einfach nicht mochte und diese Anomalie Geschichte dann noch die Krone aufgesetzt hat.)

    Karfreitag – Carfreitag gibt es tatsächlich auch für Auto Tuner Treffen.

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  9. Michael from Outer Space

    Hallöchen,

    ich mag „Redemption“ auch sehr. Ja, es kommt nicht an „The Best of Both Worlds“ heran, ist aber trotzdem ein Event. Den Twist mit Sela finde ich genial. „Skin of Evil“ gehört zu den Folgen, denen ich wenig abgewinnen kann, aber mit Tashas Entwicklung über „Yesterday’s Enterprise“ bis zu Sela entsteht ein schöner Bogen und das gefällt mir.

    Übrigens wurde heute bei „Bares für Rares“ im ZETT-DE-EFF Datas Kopf versteigert:
    https://www.zdf.de/show/bares-fuer-rares
    Wundert euch nicht, wenn im Video Namen usw. falsch ausgesprochen werden.

    LL&P
    Michael from Outer Space

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  10. Michael Roski

    Wie wäre es denn mit „Rejection“ statt „Sins of the father“? Worf wird in der Folge ja quasi von den Klingonen rejected. Wäre zudem ein noch viel offenerer Titel als das Original…

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    1. Driver 8

      RÜCHTÖÖCH! … genau das war auch mein erster Gedanke.
      Für Ausschluss hätte ich noch „reprobation“ im Angebot, was zwar eher im religiösen Sinn verwendet wird, aber dadurch auch wieder der klingonischen Fixierung entspräche.

  11. Andi K. aus M.

    Wie ist das eigentlich mit der „Entehrung“? Erfahren das alle Klingonen? Müssten sie ja eigentlich. Oder? Sonst weiß man ja nicht ob der mit dem man da gerade zu tun hat, nicht gestern entehrt wurde. Wie läuft das denn? Gibt es da einen Mail-verteiler, den jeder Klingone nach dem Aufstehen erstmal checken muss um auf dem Laufenden zu sein? Oder kommt das im „Fernsehen“ (Oder dem Klingonischen Äquivalent dazu) in den Nachrichten? Das würde mich mal interessieren.

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    1. SarahCrusher

      Die „entehrten“ Klingonen zieren die Informationstafeln jedes noch so kleinen Dorfs, jeder Zeitung, Werbung ist ein Flyer beigelegt. Im Klingon TV gibt es einen extra Kanal und natürlich Laufbänder in jeder Sendung auf jedem Flachbildschirm des Imperiums. Im Klingonischen Facebook, Twitter, Job-, Partnersuch- oder Wohnungsuchportalen ect. wird das Profilbild dick und fett mit Entehrt „verziehrt“. Mit solchen Klingonen will man nix mehr zu tun haben außer man braucht einen Söldner den man dann schließlich auch um die Ecke bringt und als ehrenhafter Klingone auch noch sauber da steht. So stelle ich mir das bei den Klingonen vor.

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      1. Andi K. aus M.

        Das klingt schlüssig. Die kann man dann auch nur noch nach Links wischen, bei „Klingon-Tinder“.

        1. SarahCrusher

          Ich weiß nicht, könnte mir eher vorstellen dass bei KlingonInnen eine kleine Anzahl an Leuten gäbe die dies dann gerade aufregend finden. So in etwa wie beim Bonnie-und-Clyde-Syndrom.

  12. Cosmo

    Schön wäre es ja noch gewesen, wenn Worf, als er Picard seinen Kommunikator so dienstmarkenartig auf den Tisch knallt, noch einen kleinen Phaser aus dem Stiefel zieht und ihn ebenfalls abgibt.

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  13. Legat

    Hab ich einen Denkfehler oder macht Picard totalen Murks, als er Gowron die Unterstützung verwehrt?
    Die Oberste Direktive kann an der Stelle ja nicht zählen, denn sonst dürfte man ja auch politischen Flüchtlingen kein Asyl gewähren.
    Außerdem besteht doch eine Allianz zwischen dem Klingonischen Reich und der Föderation. Wo ist dann das Problem, wenn das rechtmäßige Oberhaupt des Klingonischen Reiches formell um Unterstützung bei einem Alliierten bittet?
    Hätte Picard das Hilfsgesuch nicht zumindest an die Admiralität und/oder den Föderationsrat weiterleiten können oder gar müssen?

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    1. Ronnsen RD

      Moin Legat,
      das ist genau der Knackpunkt. Picard ist erstmal überhaupt gar nicht zuständig für diplomatische Angelegenheiten. Er ist (nur) ein Captain der Sternenflotte. Die Klingonen haben aber einen Vertrag mit der Föderation. Gowron müsste sich also offiziell an die Föderation wenden und dort müsste der Rat dann prüfen, ob sein Anliegen von den Bestimmungen des Vertrages gestützt wird und in welchem Rahmen die Föderation intervenieren kann.
      Picard überschreitet hier seine Kompetenzen, indem er Gowrons Bitte einfach wegbügelt. Zudem gilt die Oberste Direktive pauschal erstmal primär für die Sternenflotte und nicht zwingend für jedem Vertreter der Föderation.
      Ich stimme Dir zu: Picard hätte das Ganze umgehend im Sinne es Antragsstellers an die richtige Stelle weiterleiten müssen und dann wäre er raus gewesen.

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    2. Michael from Outer Space

      Hallo Legat!

      Ich stimme dir zu, die Ablehnung des Hilfegesuchs liegt außerhalb von Picards Befugnissen. Ein ähnliches Problem wird uns in der Folge „I, Borg / Ich bin Hugh“ begegnen, wenn Picard einen GENOZID befiehlt, ohne mit der Sternenflotte oder wem auch immer Rücksprache zu halten. Die Storys sind eben sehr auf die Enterprise konzentriert.

      LL&P
      Michael from Outer Space

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  14. Elias Arndt

    Sehr schöne Sendung wie immer!
    Ich muss ja sagen, dass ich „Redemption“ früher deutlich cooler und spannender fand. Wahrscheinlich habe ich inzwischen einfach genug von den Klingonen, zum damaligen Zeitpunkt war eine solch intensive Auseinandersetzung mit einer Rasse ja noch eher eine Ausnahme.

    Zur Abschlussdiskussion: Ich muss ja sagen, dass ich es immer sehr feier, wenn ihr die ersten beiden Staffeln von TNG positiv erwähnt. Im Fandom scheint ja weiterhin diese Meinung zu dominieren, dass jene Staffeln bis auf wenige Ausnahmen gaaanz schlecht waren. Auch ich hatte lange diesen Eindruck, bis ich mich etwas mehr mit ihnen beschäftigt habe. Und heute bin ich absolut fasziniert von diesen frühen Tagen der nächsten Generation. Alles wirkte etwas atmosphärischer und stimmungsvoller (was sicherlich auch Ron Jones zu verdanken ist), die Weltraum war, wie ihr sagtet, gefährlicher und mysteriöser. Man hatte auch eher das Gefühl, das die Enterprise, zumindest in ein paar Episoden, wirklich im unerforschten Raum unterwegs war. Die späteren Staffeln spielen sich ja gefühlt nur im Föderationsraum ab, weswegen man sich auch die Frage stellen muss, wieso man mit einem riesigen Forschungsraumschiff mit 800 Besatzungsmitgliedern an Bord, welches sich perfekt für eine jahrlange Mission in den Tiefenraum eignet (in einer Version der Serien-Bibel von TNG war ja glaub mal von einer „twenty-year-mission“ die Rede) , in der näheren Nachbarschaft herumfliegt und Diplomat*innen von A nach B bringt oder regelmäßig Föderationsbasen einen Besuch abstattet. Natürlich passiert all dies ja auch schon in den ersten 50 Episoden, aber zugleich gibt es halt auch echt kreative Geschichten, die davon etwas ausbrachen (Where No One Hase Gone Before, We’ll Always Have Paris, Where Silence Hase Lease, The Royale…) und ein fremdes und gefährliches Universum zeigten. Zugleich ist es natürlich auch super, wenn Star Trek politisch wird und wir mehr über die verschiedenen Mächte der Galaxie etwas erfahren. Das macht Redemption ja auch wirklich gut.

    Noch eine kleine Beobachtung, die mich fasziniert: Diese Episode heißt ja im Original „Redemption“, die Fortsetzung „Redemption II“, ähnlich wird es ja bei dem „Unification“-Zweiteiler sein. Später bei „Time’s Arrow“ oder „Chain of Command“ wird da ja stets ein „Part I bzw. II“ hinzugefügt. In den Zweiteilern der spätereren Serien wird das dann so durchgezogen. Ich frage mich nun, ob das irgendeinen Grund hat. Gibt es da vielleicht Vorgaben von der Writer’s Guild oder den Fernsehsendern oder sind das einfach zwei Arten, wie man Mehrteiler kennzeichnen kann? Und wieso hat man dann bei der Fortsetzung von „Redemption“ „Redemption II“ gewählt und nicht „Redemption, Part II“? Eigentlich ist das ja total wurscht, aber als jemand, der sich sehr für die Produktion von Fernsehserie interessiert, hat mich diese Kleinigkeit gerade irgendwie zum Nachdenken gebracht.

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  15. John

    es hat zwar nichts mit der Folge zu tun, ABER heute ist

    https://www.kuriose-feiertage.de/live-long-and-prosper-day/

    Star Trek-Fans feiern den 26. März natürlich als internationalen bzw. intergalaktischen Live Long and Prosper Day (LLAP Day – dt. in der Regel: Lebe-lang-und-in-Frieden-Tag). Zumindest wenn es nach dem US-amerikanischen Grafiker und Illustratoren Matt McCarthy geht, der diesen Aktionstag 2017 ins Leben gerufen hat. Grund genug, die Geschichte dieses eher nerdigen Anlasses mit den folgenden Zeilen des Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt zu erzählen.

    Alles Gute 😀

    John

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  16. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!
    Beim Hören musste ich feststellen, dass ich so gar keine Erinnerungen an diese Episode habe. Auch ich hätte ja lieber Abenteuer gesehen als politische Ränkespiele.

    Was mich am meisten wundert ist, als Worf schon zum zweiten Mal praktisch den Dienst quittieren will, nach „Reunion“. Im Wilden Westen mag es ja genügt haben wenn der Sheriff seinen Stern abgab und damit wieder Privatmann war. Aber beim Militär? Die Sternenflotte mag das ja etwas lockerer sehen, aber genügt es zu sagen „Ich kündige“? Bei einigen Führungsposten in der Wirtschaft gibt es doch die Klausel, dass derjenige nach dem Ausscheiden aus der Firma zumindest eine Zeit lang nicht in derselben Branche arbeiten darf, damit keine Firmeninterna genutzt werden können.

    Dass Picard Gowrons Hilfegesuch nicht weiterleitet kann ich mir dagegen erklären. Er hatte schon von der Admiralität die Anweisung, die Föderation da raus zu halten. Wäre natürlich nett gewesen, wenn man uns die Szene gezeigt hätte: „Die Föderation darf so wenig wie möglich in Erscheinung treten. So lange es ein innerklingonischer Konflikt ist, können wir nur verlieren, wenn wir uns einmischen. Selbst wenn Gowron gewinnt werden die ihm und uns das ewig vorhalten. Und wenn er verliert, wird die Duras-Partei noch enger an die Romulaner gebunden sein. Dann sind wir der nächste Feind. Aber sie haben doch den Commander Worf an Bord. Wenn er zu den Klingonen geht, wird das nicht gross auffallen. Damit hätten wir einen Kontaktmann auf deren Seite, um immer auf dem laufenden zu bleiben. Vielleicht ermutigen Sie ihn ein wenig, da gab es doch noch so eine Familiensache, die er klären wollte. Aber: immer inoffiziell!“

    Die Klingonen bieten insgesamt aber auch ein klägliches Bild. Nicht nur, dass sie auf tribalistische Weise zerstritten sind, da ist auch nichts mehr von Ehre zu sehen. Alles dient dem Machtgewinn, bzw. dem Machterhalt. Dafür paktiert die Duras-Partei sogar mit den Romulanern, ohne zu merken, dass die nur ihre eigenen Ziele verfolgen. Und Gowron sucht die Hilfe dar Föderation offenbar nicht wegen der Romulaner, sondern gegen die anderen Klingonen.

    Okay, jetzt bin ich doch langsam gespannt, wie es weitergeht.

  17. Kleiner Bruder

    @Legat, @Ronnsen
    Ich glaube, der Vertrag zwischen der Föderation und den Klingonen kann hier nicht wirksam werden, solange es sich um eine innere Angelegenheit handelt. Man stelle sich vor, ein Nato-Staat bittet die Nato um Hilfe gegen eine „Rebellengruppe“ im eigenen Land (mir fiele da ein Beispiel ein). Vielleicht könnte die Nato dann bei der Grenzsicherung helfen wenn klar ist, dass diese Gruppe aus dem Ausland unterstützt wird. Mehr dürfte aber nicht drin sein.

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    1. Don

      Und das ist ja genau das, was Picard und die Sternenflotte dann in der zweiten Folge machen:
      Grenzsicherung, weil klar ist, dass die Duras-Schwestern Hilfe von außen bekommen.

    2. Ronnsen RD

      @Kleiner Bruder

      Ich stimme Dir völlig zu, offensichtlich das ist eine interne Angelegenheit der Klingonen und damit nicht vom Vertrag gedeckt.

      Womit ich ein Problem habe: ich halte Picard weder für befugt, noch in Rechtsfragen für kompetent genug, als dass er Gowrons Anfrage mal so eben in einem Satz wegbügeln könne, wie er es tut.
      Ich unterstelle mal, dass der Bündnisvertrag ein hochkomplexes Regelwerk ist, dass nicht mal eben auf eine DinA4 passt. Setzt man irdische Maßstäbe an, müsste da ein ganzer Stab an Diplomaten und Juristen beteiligt gewesen sein, das Ding zu verfassen und eine vergleichbare Expertise müsste vorhanden sein, um damit zu arbeiten. Da sehe ich Picard einfach nicht.

      Allein ob Gowron als (nur) Kanzler-Anwärter überhaupt antragsberechtigt ist, müsste geprüft werden, noch bevor man zur Frage kommt, ob es noch eine „interne“ Angelegenheit, wenn externe Mächte Einfluss nehmen (Romulaner). Ich persönlich finde das ganze schon nicht mehr „intern“, weil Picard als Überwacher des Nachfolgeritus nicht als Privatmann, sondern in seiner Uniform offiziell als Captain der Sternenflotte agiert.

      Mit ist natürlich völlig klar, dass dramaturgisch überhaupt keinen Sinn macht, solche langweiligen Formalitäten hier in der Folge zu behandeln.
      Mit Deiner Erklärung, dass die Prüfung aller möglichen Eventualität bereits vorher durch die Föderation vollzogen und Picard im Vorfeld gebrieft und mit allen Vollmachten ausgestattet wurde, kann ich aber gut leben. Leider wird das nicht mal kurz erwähnt.

      1. Ronnsen RD

        Nachtrag: Ich erkenne gerade, dass ich mir in dem Beitrag oben selbst widerspreche (erster (Ab)Satz dritter Absatz), darum möchte ich den Anfang umformulieren:

        „Ich stimme Dir völlig zu, man kann die Sache durchaus als interne Angelegenheit ansehen und damit die Anwendung des Vertrages ausschießen.“

      2. Don

        Ich kann mir allerdings durchaus vorstellen, dass Klingonen interstellare Verträge abschließen, die bequem auf eine DIN-A4-Seite passen.

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  18. Florian

    Sehe das auch nicht das Picard hier wen fragen sollte? Wenn Föd und Klingoen haben ja nicht sowas wie die Nato sondern eher einen Friedenvertrag, das die Föd. hier nicht in einem Bürgerkrieg mitmacht dürfte klar sein. Was ich heute an TNG nicht mehr mag und deshalb DS9 und VOY Fan bin… wenn sich Trek selber klein und lächerlich macht, Worf kann aus der Flotte austreten kämpft was mit im Bügerkieg und eine Folge später kommt er zurück..

    1. Kleiner Bruder

      Na, etwas mehr als Friedensvertrag muss es schon sein, wenn es sogar Austauschoffiziere gibt.
      Worf erscheint mir mehr wie ein Agent wider Willen, der für die Föderation die Kohlen aus dem Feuer holt, ohne dass die „offiziell“ etwas davon weiß, wie schon in „Reunion“. Den wirft man natürlich nicht raus, den kann man noch brauchen. 😈

      1. manuimkanu

        Sie sind Allierte. Florians Argument ist aber trotzdem richtig.
        Picard sagt es ja, es ist eine innerklingonische Angelegenheit. DDas müssen die intern klären. Stell dir ein befreundfetes Pärchen vor, dass sich wie die Kesselflicker streitet. Wenn du mit dem Paar als Ganzes befreundet bleiben willst, dann kannst du vlt. vermittelnd auftreten, aber dich offen klar auf eine Seite zu stellen wäre vlt. keine gute Idee.
        Zumal hier ja für alle klar ist, dass die Föderation eigene Interessen hat, sie also nicht objektiv ist. Wenn sich die Föderation einmischt, kann sie den Kampf vlt nur verlieren, selbst wenn sie ihn zunächst mit Gowron gewinnt, weil dann die klingonische Öffentlichkeit gegen sie ist.

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  19. manuimkanu

    Wer sagt eigentlich, dass Picard offscreen nicht doch Rücksprache mit dem Flottenkommando gehalten hat?
    Ich hab die kommende Folge nicht mehr so gut im Kopf, aber dieses (alberne) Romulaner-Abwehrnetz das da kommen wird hat er ja sicher auch nicht selbst befohlen.
    -Und wenn das auf Admiralsmist gewachsen ist, dann segnet das ja seine juristische Einschätzung der Lage als den Bossen irgendwie genehm ab.
    Sonst hätte man zumindest noch nen Rüffel für Picard zeigen müssen, ähnlich dem von Admiral Nechayev (Schreibweise nachgeschlagen^^) im Nachgang der „I, Borg“-Folge.
    Ich wäre aber auch völlig zufrieden mit der Erklärung, dass die Sternenflotten-Captains eine relativ weit reichende Entscheidungsbefugnis entlang ihres Verhaltenskatalogs haben und der Flachschiffshauptmann sich dieses Recht einfach mal konsequenzlos rausnimmt. 😉

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  20. Ronnsen RD

    Danke für die umfangreiche Besprechung und bevor Teil 2 ansteht, möchte ich hier noch schnell meinen Senf allgemein zur Folge dazugeben, heute mal mehr oder weniger ohne Struktur.

    Warum trägt Worf in seinem Urlaub auf dem Klingonenschiff eigentlich seine Sternenflottenuniform? Darf man die nicht nur im Dienst tragen?

    Die Maßeinheit „Kellicam“ kennen wir doch schon länger. Die wurde erstmal von Kruge-topher Lloyd in Star Trek III benutzt.

    Lursa und B’Etor machen wirklich was her. Sowohl in Erscheinung, als auch in der Rolle, die sie spielen. Da mischen zwei Frauen eine von Männern dominierte Gesellschaft auf und setzen dabei statt auf Stärke, Einschüchterung und Imponiergehabe eben auf Intriganz, Manipulation und Sex-Appeal, um ihre Ziele zu erreichen. Das brachte damals durchaus mal ein bisschen frischen Luft in die leicht muffige Vorstellung, die man von den Klingonen bis dahin hatte.

    Es sind genau 28 Leute, die bei Worfs Abgang auf dem Gang stehen. Für einen der Führungsoffiziere eines Schiffs mit über 1000 Besatzungsmitgliedern schon ein bisschen wenig… und wo sind denn Data, Guinan, Barcley, Miles und Mr Mot?
    Beverly lächelt? Die Gute ist den Tränen nahe und kämpft hart mit sich, nicht laut loszuheulen.

    Ich fand den Cliffhanger am Ende damals schon sehr gut gemacht, auch gerade mit diesem zweideutigen Satz. Klar, es ist jetzt kein Schockmoment mit unmittelbarer Bedrohung wie in „Best Of Both Worlds“, aber durchaus eine überraschende Wendung vergleichbarer Qualität. Damit konnte man nicht rechnen.
    Das alles passt auch zu der Vorgeschichte, die über mehrere Folgen komplett im Hintergrund konstruiert wurde und das alles ohne offensiv aggressive Bedrohung, die auf unmittelbare Konfrontation setzt.
    Jetzt wird der Schleier gelüftet und was da zum Vorschein kommt, wirft viel mehr Fragen auf, als es beantwortet und ist in der Auflösung dann wiederum mit einer alten Episode aus Staffel 3 verknüpft ist. Find ich auch immer noch toll, diesen Überbau.
    Das Ganze passt sehr gut zum Wesen der Romulanern, die ja auch nicht wirklich gerne offensiv aggressiv sind, sondern verschlagen aus den Schatten heraus agieren und langfristig planen.

    Ganz klar, Daumen hoch!

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    1. Roger

      Ja, für den Urlaub müsste es eigentlich eine „Ausgehuniform“ geben, welche etwas weniger förmlich ist, aber trotzdem als Starfleet erkennbar. Könnte ja ein schickes Poloshirt sein oder so 😉 Wird aber offenbar nicht im Angebot geführt.

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