#170: Sins of the Father (TNG 3.17)

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19. März 1990:
Simon & Sebastian, Cha’DIch & Cha’DIch, besuchen die First City des imperialen Imperiums und stürzen sich kopfüber in eine Geschichte aus Ehre, Hochverrat, Korruption und Ammen. Denn auf einmal stößt die Next Generation eine Tür auf und erlaubt episoden-, ja gar staffelübergreifende Handlungsbögen.

In Deutschland: Die Sünden des Vaters, ausgestrahlt am 13. November 1992.

Dieser Beitrag hat 31 Kommentare

  1. Michael from Outer Space

    Hallo allerseits,

    TNG schafft den „Landarzt-Hattrick“! 😅 Ich bin bei „The Sins of the Father“ auch wieder auf eurer Seite. Die Serie hat jetzt wirklich Oberwasser und gewinnt mit den Charakteren und Arcs immer mehr an Tiefe. So habe ich die Serie damals Mitte/Ende der 90iger kennengelernt. Ich kam von Babylon 5, was zwar interessant, aber anfangs irgendwie zu verworren war. Da wollte ich einfach wieder das gute, alte Star Trek sehen und – siehe da! – auch hier spannen die Autoren schon komplexe, staffelübergreifende Handlungsbögen. Das war für mich eine Art „Offenbarung“ und ich verstand, dass moderne Serien einfach so sind und nicht wie TOS mit Einzelfolgen hantieren. DS9 hat das ja noch viel weiter ausgebaut, bis man – meiner Meinung nach – bei VOY wieder ein paar Schritte rückwärts machte.

    Ein klein wenig stören mich die klingonischen Attentäter. Kurn wird von zwei Meuchelmördern angegriffen und überlebt. Danach lauern zwei Auftragskiller dem guten Jean-Luc auf und werden erledigt. Waren das dieselben Typen? An K’mpecs Stelle würde ich mal bei der klingonischen Attentäter-Gewerkschaft anrufen und fragen, wieso die so inkompetent sind. Mit solch unfähigen Henchmen kann man doch keine vernünftige Politik betreiben! 😉

    Ich lese zurzeit übrigens auf eure Empfehlung aus dem TOS-Buchclub den Roman „Strangers from the Sky“ und bisher gefällt er mir sehr gut. Danke dafür! 👍😀

    LL&P 🖖 👋
    Michael from Outer Space

  2. neo2374

    Hi,
    Wow, was für ne Story. Das erste Mal den hohen Rat und die heiligen Hallen auf Kronos(ich sags einfach, auch wenn es noch First City heißt) zu sehen ist schon irgendwie genial. Wenn man überlegt, was hieraus alles entsteht. Wieviele Kernpunkte der nächsten Jahre hier entstehen. Wäre Worf bei DS9 gelandet, ohne diese Folge? Ich denke nicht. Ich bin sehr froh, dass es sie gibt und wir hier noch sehr viel mehr Canon bekommen werden. Der Award-Hattrick wird hier verdient voll gemacht🖖
    Die Entehrung ist für Worf einer der schwersten Wege, die er gehen muss und man merkt es auch dem Schauspiel Michael Dorns an. Das ist einfach die Rolle seines Lebens.
    Heute ist ein guter Tag zum Sterben!
    LG Markus

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    1. Pappelzeisig

      Danke für den Link!

  3. Torq

    P.s. Die Absatzformatierung funktioniert!

    👍🏻

  4. Don

    Moin!

    Herrlich – die Outtakes kommen gleich am Anfang! 😀

    Livestream am 28.07.? Kollidiert das dann nicht mir der Veröffentlichung der TaD-Folge #171?

    Im Prinzip begann dieser Story Arch ja bereits mit „Heart Of Glory“.

    Tony Todd ist einfach ein toller Schauspieler! Ich freue mich immer, wenn ich ihn in Film und Fernsehen mal wieder sehen kann.

    Immerhin sagt Kurn ja „Execute!“ und nicht „Obey!“.

    In dieser Diner-Szene wirkt es fast so, als würde Kurn die Beverly anflirten.

    Ich finde es eigentlich besser so, dass in „Yesterday’s Enterprise“ eben gerade nicht der Angriff auf Khitomer thematisiert wurde. Dadurch, dass mit Narendra III ein weiterer klingonischer Außenposten angegriffen wurde, wird doch der ganze Konflikt zwischen den Klingonen und den Romulanern viel plastischer und auch glaubwürdiger.

    Die erste Stadt des klingonischen Imperiums hat irgendwie so eine pagodenartige Architektur, so wie bei Angkor Wat oder ähnlichem.
    (Ah, wie ich jetzt gerade höre, sieht auch der Sebastian dies ähnlich. :))

    Manchmal geht der Jean nicht zum Picard, sondern in die Altstadt!

    Was mich an der Geschichte etwas stört, ist, dass so ein Schwachsinn wie Sippenhaftung in dieser Geschichte Futter bekommt. Es ist nicht einfach nur ein obskurer klingonischer Brauch, dass auf den Sohn die verlorene Ehre des Vaters abfärbt, nein, es ist auch in Wirklichkeit so: Duras ist genauso ehrlos wie sein Vater (und wie auch alle anderen im Duras-Clan). Das finde ich vom Storytelling etwas eindimensional!

    Worf wird leider nie Chef von allen, sondern lässt Martok den Vortritt, was ich persönlich nicht sehr schön gelöst fand von den Autoren, denn Martok hatte sich ja nunmal nicht in den Zweikampf mit Gowron begeben.

    Hier in TNG ist es für mich noch nicht sonderlich soapig. Anders als dann später in DS9, dass ist dann schon wirklich ne Seifenoper, „Lindenstraße“ im Weltraum.

    Fazit:
    Jaaa! Es ist einfach ne großartige Folge. Und das Landarzt-Prädikat ist ja mal sowas von berechtigt!

    1. Bridge 66

      Hallo Don,

      „kollidiert das nicht mit TAD 171?“

      Nö, warum? Morgens TAD und abends Trek Night. Geht doch. 😁

      Bridge

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      1. Don

        Ja sicher, gehen tut es. An zwei verschiedenen Tagen wäre es mir aber doch irgendwie lieber.

    2. Pappelzeisig

      Hi Don,

      in der DS9-Folge „Kampf mit allen Mitteln“ wirft Worf dem Kanzler Ehrlosigkeit vor und es kommt zum Kampf, bei dem er Gowron tötet. Nach meinem Verständnis war er zu diesem Zeitpunkt der „Chef von allen Klingonen“ – wenn auch nur für ein paar Momente. Erst als General Martok ihm die Kanzlerkutte überwirft, wird ihm dies bewusst und er lehnt die Führerschaft ab.

      Live long and prosper!

      1. Don

        Ok, „für ein paar Momente“, das will ich mal akzeptieren.

  5. Michael

    Diese Folge oder besser der Handlungsbogen ist ein gutes Beispiel für den Begriff „schlecht“ gealtert. Für mich war es damals neu, dass Handlungen nicht am Ende aufgelöst werden. Beim ersten gucken fand ich das Sensationell. Jetzt ist das aber in der Zwischenzeit Gang und Gebe geworden. Im Laufe der Jahre wurden solche Ideen perfektioniert. Das bedeutet die Pionierleistung hat nur noch einen historischen Wert. Ohne diese bleibt ein „Politkrimi“ dem der Durchschlag fehlt. Schon Minuten nach Betreten der Ratskammer steht doch fest, dass hier eine Intrige läuft. Ganz unvorhersehbar ist das alles dann auch nicht. Früher wäre das ein Daumen hoch gewesen, jetzt nur noch quer. Ich fürchtete da steht uns allen in Sachen Alterung von Storybogen bei DS9 eine harte Zeit ins Haus.

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    1. Pappelzeisig

      Lieber Michael,

      ja, so ist das mit der Zeit. Sie ändert sich – sekündlich. Die Sehgewohnheiten ändern sich, das eigene Antlitz auch. (Auf älteren Fotos sieht man doch auch immer jünger aus.) Wir sind mit dem TaD-Podcast eben auf einer Reise durch die vergangene „Zukunft“. Eine willkommene Ablenkung vom Hier und Jetzt.

      In meinen Augen ist der Handlungsbogen dieser Episode (auch heute noch) als gelungen zu betrachten. Hier wird erstmals Einblick in die „obere Etage“ der Klingonen und in die First City gewährt. Nicht nur das – wir lernen Worf´s jüngeren Bruder kennen, erfahren etwas über den familiären Background der Beiden. Auch in Sachen klingonischer Kommandostil gibt diese Episode Aufschluss. Wir wissen nun: Der gemeine Klingone neigt zum autoritären Führungsstil.

      Worf als Bauernopfer – wunderbar in Szene gesetzt. Er opfert bewusst seinen Namen für das Fortbestehen des klingonischen Reiches in seiner aktuellen Form und für das Bündnis zwischen den Klingonen und der Föderation. Nebenbei schützt er auch seinen Bruder Kurn. Chapeau!

      Alles in allem eine großartige Folge der 3. Staffel, die den Award völlig zurecht erhalten hat. Von mir gibt es den Daumen auch hoch. Im Übrigen haben Pionierleistungen immer nur historischen Wert.

      Live long and prosper!

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      1. Kleiner Bruder

        Hallo Pappelzeisig!

        Das mit dem „autoritären Führungsstil“ wissen wir spätestens seit Kruge😡. Was mich hier fasziniert, ist die Diskrepanz zwischen dem Ideal von Mut und Ehre zur Realpolitik der Klingonen. Das verleiht der Folge etwas ungemein realistisches.

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        1. Pappelzeisig

          Hallo Kleiner Bruder,

          der Herr Kruge pflegte zwar den autoritären Stil gegenüber den anderen Klingonen, war aber Herrn Spock gegenüber letztendlich kollegial eingestellt. Spock durfte den Waffenapparillo bedienen – war nicht unbedingt erwartbar.

          Kurn hingegen war als Austauschoffizier auf der USS Enterprise D, umgeben von Nicht-Klingonen (Ausnahme Worf selbstredend), etwas unangepasster. Er zog seinen klingonischen Stil durch – zum Missmut der Besatzung und zur Freude der Zuschauer*innen. Nur für Worf fand er lobende Worte, was diesen schlussendlich auch auf die Palme brachte.

          Diese von Dir angesprochene Diskrepanz der idealisierten Mut-und-Ehre-Agenda und das eher „romulanische“ Verhalten in der klingonischen Realpolitik fand und finde ich auch etwas merkwürdig. Aber, und da stimme ich Dir voll und ganz zu, die heutige Politik auf unserem Planeten funktioniert leider fast nur so.

          Live long and prosper!

          1. Michael from Outer Space

            Hi Pappelzeisig!

            „der Herr Kruge pflegte zwar den autoritären Stil gegenüber den anderen Klingonen, war aber Herrn Spock gegenüber letztendlich kollegial eingestellt. Spock durfte den Waffenapparillo bedienen – war nicht unbedingt erwartbar.“

            Kruge aka Mike Krüger war der klingonische Captain in „The Search for Spock“ und als er Spock begegnete, konnte dieser keine Waffen bedienen. Ich glaube, du verwechselst ihn mit Klaa aus „The Final Frontier“.

            LL&P
            Michael from Outer Space

          2. Pappelzeisig

            Nachtrag:
            Ach, da hab ich mir ein ganz dickes Ding ins eigene Nest gelegt. Herr Kruge wurde ja von Kirk auf dem Planeten Genesis besiegt. Ich bin manchmal etwas kleingeistig und bitte, meine Unachtsamkeit zu entschuldigen. Den Spock am Abzug gab es ja in ST V und nicht in ST III. Bitte streicht den ersten Absatz. (Warum gibt es eigentlich keine Editierfunktion? Dies wäre einer dieser perfekten Momente dafür gewesen.)

            Das zum Thema die Zeiten ändern sich. Mein Gedächtnis wird mit den Jahren auch nicht besser – zumindest in diesem Falle. Man wird halt nicht jünger…

          3. Pappelzeisig

            Michael, Du hast ja so recht.

        2. Don

          Stimmt, das ist der entscheidende Punkt in dieser Folge: Anspruch und Wirklichkeit!

          Picard kommentiert das entsprechend:
          „You admit the truth and yet expect him to accept punishment? What does this say of an Empire who holds honour so dear?“

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  6. Eine schöne Folge, hat mir mal wieder gefallen! So wie jede Woche!

    Diese Zweiteilung der Folge ist mir auch aufgefallen – nun kenne ich den Hintergrund. Wie interessant!

    Also John Cusack hat eigentlich seine Schauspielkarriere aufgegeben, wird aber trotzdem immer wieder von Kameras fälschlicherweise eingefangen. Ich habe vor ein paar Jahren ‚Drive Hard‘ mit ihm gesehen.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Drive_Hard

    Und ich war erstaunt, wie schlecht er in dem Film schauspielerte. Es war eine US-amerikanische Independent-Produktion, die im Westen Australiens gedreht wurde. Aber dank des miesen Schauspiels dürften die 12 Millionen Dollar nicht wieder eingespielt worden sein. Schätze ich mal.

  7. BjoernHH

    Genau, bei Cha‘DIch musste ich auch sofort an Dune denken.
    Muad‘dib und Kwisatz Haderach!

    Nur noch fünf Monate bis zur neuen Dune-Verfilmung! Von Denis Villeneuve. Bin so gespannt.

    Apropos Villeneuve: Wir schlagen eine Brücke zu Blade Runner 2049, und von dort zum alten Blade Runner, und ich finde: die First City Der Klingonen sieht aus wie die Tyrell-Pyramiden aus diesem Ridley-Scott-Film!

    Dreimal Award! Mit The Enemy schon vier! Aber trotzdem denke ich nicht, dass die erste Staffel TOS (schon) geschlagen wird.

  8. Bridge 66

    Hallo Björn,

    Wart’s ab, ich sehe noch mindestens zwei Awards, bevor die Staffel durch ist. 😁

    LL&P
    Bridge

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  9. Torq

    War es nicht Björn, der die Jungs zum Umzug nach Hamburg anstiften wollte?

    Björn, bleib drann!

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  10. Bridge 66

    Wir bilden dann ein Begrüßungskomittee. 👋👋👋

    Bridge

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  11. Ronnsen RD

    Nabend zusamm‘

    eine längst überfällige TNG-Episode! Da juckelt man ganz TOS, TAS und zweieinhalb Staffel TNG von einem fremden Planten zum anderen, die Heimatplaneten unser bekanntesten außerirdischen Völker haben wir aber noch nie gesehen. Hier haben wird das nun auch noch schön eingeflochten in eine tolle Worf-Story.

    Und dann auch noch mit so einem Schwergewicht wie Tony Todd. Ich freu mich auch immer, wenn ich den sehe. Der macht hier ganz viel mit seiner Artikulation. Es ist diese Art wie er Wörter ausspricht, die sein Schauspiel für mich sehr spannend macht. Wenn man mal drauf achtet, bei Michael Dorn spielt sich viel um und mit den Augen ab und Tony Todd nutzt eben mehr seine riesige Gusche.

    Hervorheben möchte ich ein kleines Detail, dass ich aber sehr schön gemacht finde: die klingonische Schädelkämme werden hier eindeutig als optisches Merkmal unter Blutsverwandten dargestellt. Worf und Kurn haben fast identische Schädelkämme. Auch wenn die Schauspieler sich vielleicht nicht ähnlich sehen, kann man über ein ähnliches Stirn-Makeup eine Verwandtschaft herstellen. Später sehen wir das auch bei Alexander und die Duras-Familie hat z.B. auch diesen charakteristischen Knochenkranz an den Stirnseiten.

    Die Ausstattung und das Setting der Folge find ich auch sehr stimmig, allerdings wirkt die „Hohe Halle“ der Klingonen im Nachhinein ein bisschen mickrig. Wenn man sich allein mal das Tribunal in Star Trek 6 im Vergleich anguckt. Gut, dann war das hier womöglich der kleine Nebenraum der „Hohen Halle“ für alltägliche Anhörungen… die kleine „Hohe Halle“.

    Kanzler K’mpec, übrigens auch der Erfinder des nach ihm benannten mobilen Speisenerhitzers (Badumtzzz!) ist auch wieder ein schönes Beispiel für eine Machtelite, die das Volk mit einer Ideologie (Ehre und Loyalität) regiert, selbst aber einen Scheiß auf das ganze gibt und für seinen Machterhalt sich alles so zurechtbiegt, wie es für ihn am besten ist. …und er ist immer noch zu fett! 😀

    Alles in allem eine tolle Episode, die die Tür aufmacht für viele weitere Handlungsstränge mit und um die Klingonen. Daumen hoch & Award völlig zu Recht!

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    1. Michael

      Dem Kanzler ging es nicht um seinen eigenen Machterhalt. Der war in Sorge vor einem Zerfall des Reiches. Am Ende droht noch ein Bürgerkrieg oder die Führung wird von Gestaltwandlern untergraben.

      1. Ronnsen RD

        Er wollte den Status Quo erhalten und damit ja auch zwangsläufig seine eigene Macht. Das wird zwar nicht ausdrücklich so gesagt, ist aber die logische Konsequenz. Ein Bürgerkrieg bedeutet auch den Zerfall seiner Herrschaft.

  12. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!

    Shakespeare im klingonischen Original, da haben wirs. Jetzt fehlt nur noch die klingonische Oper.

    Seifenoper würde ich dazu allerdings nicht sagen, dafür ist das Thema doch zu brisant. Im Gegenteil, dagegen war TOS – so leid mir das tut – viel mehr Seifenoper. Da trafen die Helden doch alle naselang Leute, die sie nicht einfach nur von früher kannten, nein, es bestand immer wieder irgend eine besondere Beziehung. Kirk und seine vergangen Liebschaften, Chapel und ihr verschollener Verlobter in „Der alte Traum“, Chekov und seine Exfreundin in „Die Reise nach Eden“, sogar Spock traf die Leila Kalomi in „Falsche Paradiese“.

    Ein kleiner, ein klitzekleiner Wermutstropfen bleibt, weil dieses „Wo niemand zuvor gewesen ist“ in TNG gefühlt immer weniger wird. Mit Klingonen konnte ich schon früh nicht viel anfangen und ich fürchte, ich habe diese Folge tatsächlich nie gesehen.

    Lag das jetzt nur an Roddenberry, das es keine Vulkaniergeschichten gab? Ich kann mir vorstellen, dass er sich seine Schöpfung von damals nicht kaputtschreiben lassen wollte.

    Hütet euch vor klingonischen Grossmütterchen!

  13. Kleiner Bruder

    Fast hätte ich’s vergessen, Patrick Stewart hatte so eine ähnliche Rolle nur wenige Jahre früher, als er in David Lynchs „Dune“ von 1984 den Offizier und Kampflehrer von Paul Atreides, Gurney Halleck, spielte.

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  14. Bridge 66

    Hallo Jungs,

    Wird höchste Zeit, dass ich mich mal wieder melde. Es geht ja wieder Schlag auf Schlag hier, da kommt eine alte Frau wie ich nicht mehr hinterher. 😁

    Mit dem Landarzt bin ich einverstanden. Das hatte ich mir schon fast gedacht, war aber nicht sicher, ob ihr drei hintereinander vergeben würdet. Andererseits, wenn es sich so ergibt, warum nicht?

    Die Story erinnert mich an „Der eiserne Ritter von Falworth (The Black Shield of Falworth)“, einen Abenteuerschinken von 1955 mit Tony Curtis. Er spielt darin einen jungen Knappersmann, äh Ritt, im England des frühen 15. Jahrhunderts, der die Ehre seines zu Unrecht hingerichteten Vaters wiederherstellen soll. Nur dass da die Sache ungleich positiver ausgegangen ist. Aber Worf kriegt ja noch seine Chance.

    Das sog. Soap-Element mit den plötzlich auftauchenden Verwandten ist mir in Star Trek nie so aufgefallen, auch nicht in DS9. Natürlich kann man nicht erwarten, dass die Hauptfiguren gleich in den ersten Episoden einer Serie ihren ganzen Familienstammbaum vorlegen. Schlimmer finde ich die Inflation von Toten, die wieder auferstehen. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Übrigens: Tote anklagen können nicht nur die Klingonen. Habt ihr schon mal von der „Leichensynode“ von 897 gehört? Guckst du hier:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Leichensynode

    Warum wundert ihr euch, daß Worfs Fall vor dem Hohen Rat verhandelt wird? In ST IV musste sich Kirk auch vor dem Föderationsrat verantworten, anstatt vor einem Militärgericht der Sternenflotte.

    „Auch Klingonen sind irgendwie Menschen“ – Sag ich doch! 😁

    Mir geht es genauso wie Simon: Am Anfang waren sie noch faszinierend, aber irgendwann nervten sie nur noch. Ich weiß nicht, wann es bei mir so weit war, aber spätestens als Worf nach DS9 kam, war für mich das Maß voll. Och nööö, schon wieder Klingonenbrimborium… 😕

    Das Problem ist ja auch, dass dabei andere Welten zu kurz kamen. Wir wissen mehr über die Klingonen als über die Vulkanier – immerhin Spocks Volk! In „Enterprise“ wurde einiges aufgeholt, aber für meinen Geschmack nicht genug. Über die Romulaner haben wir so gut wie nichts erfahren. Und dann wurde mit einem Klick der ganze Senat ausgelöscht und dann das System in die Luft gejagt und aus war’s. Dabei hatte ich gehofft, daß wir im Laufe von TNG erfahren, wie aus Gegnern Partner oder gar Freunde werden, was wir bis dahin über die Klingonen nicht erfahren hatten. Erst in ST VI wurde dies nachgeholt. In diesem Film bekam der Heimatplanet übrigens auch erstmals seinen offiziellen Namen.

    Das ist auch wieder so ein Ding, worüber ich mich aufregen könnte: Ich weiß, es ist nicht einfach, sich Namen auszudenken, bevor man die Figur oder die Welt einigermaßen ausgestaltet hat. Aber ich erwarte von Profischriftstellern, daß sie wenigstens ein bißchen Hirnschmalz darauf verwenden, anstatt einfach nur „xy-Heimatwelt“ zu sagen. Über manche faule Lösungen kann man sich streiten; so ist Vulcan sicher nicht der Eigenname der Vulkanier für ihre Welt, oder Romulus und Remus für deren Welten. Aber es sind immerhin Namen, mit denen man arbeiten kann.

    Wie dem auch sei, ich freue mich auf den Marathon nächste Woche. Und am Freitag kommt ja auch noch die neue Rückspultaste dazu! Jungs, ihr macht mir Angst… 😁

    LL&P
    Eure Bridge

  15. Sören

    Ich konnte mit Klingonen nie viel anfangen – schon in TOS hab ich in denen nur den Rüpel / Bully vom Schulhof gesehen. Für Worf beginnt hier zwar ein laaaaanger Handlungsbogen, aber ich fand den besser als Vehikel für andere Gechichten als die Worf Geschichte.
    Die Folge ist sehr gut gemacht und unterhaltsam, aber für mich eben nur eine gute Folge und krin absoluter Klassiker. Eure Folgenbesprechung wusste aber wieder bestens zu unterhalten, Danke!

  16. Bridge 66

    Hallo Jungs,

    kleiner fun fact am Rande: nachdem die Synchronisation in der vorigen Episode zu wünschen übrig ließ, wird hier im deutschen sogar ein Fehler ausgebügelt, der eigentlich noch keiner ist. Im Original sagt Kahlest, Mogh sei „always loyal to the Emperor“ gewesen. Im Deutschen sagt sie „Empire“. Allerdings erfahren wir erst in einer späteren Episode, dass die Klingonen seit 300 Jahren keinen Imperator hatten.

    Bridge

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