#195: Galaxy’s Child (TNG 4.16)

Episode herunterladen (MP3, 85 MB)

11. März 1991:
Als Geordi hört, dass Dr. Leah Brahms der Enterprise einen Besuch abstattet, denkt er freudig zurück an gemeinsame Stunden mit ihrem holographischen Abbild. Wir hingegen denken unfreudig zurück an unsere Besprechung von Booby Trap, wo wir den Chefingenieur als Sittenstrolch bezeichneten. Derweil wird die Enterprise Hebamme.

In Deutschland: Die Begegnung im Weltraum, ausgestrahlt am 10. März 1994.

Dieser Beitrag hat 51 Kommentare

  1. Parlatio

    Ja, hier hat sich Geordi einen Einlauf verdient. 😀
    Aber ein guter Chefingenieur muß ja seinen Schiffscomputer lieben. Der war schließlich Geordis „Leah“. LOL

  2. Parlatio

    Wenn ihr schon drüber redet, könnt ihr mal für Doofe erklären, was dieses Twitter eigentlich ist? Das kenne ich nur aus den Nachrichten. Da albert dieser Trump immer rum. Ist das so was wie Facebook?

    (Dieser Eintrag ist ernst gemeint.)

    1. Claudia

      Kurz gesagt ist Twitter ein Mikroblog.
      Ausführlicher ist es eine Online-Kommunikationsplattform, bei der die Nutzer Textnachrichten (max. 280 Zeichen) – inkl. Verlinkung zu Bildern, Videos, Websites u.ä. – privat oder öffentlich austauschen können.

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  3. Volker

    Diese Folge hat mich auch damals als Teenager sehr verstört. Die Frau will doch nicht, wieso begreift er das nicht ? Das Gefühl von der Mutter mit dem Quelle Katalog ( es gab noch kein Internet ) erwischt zu werden, trifft es da am besten. Heute geht die Folge bei mir auch nicht durch, impliziert es ja Stalking ist bei Brückenoffizieren okay…. Nein, ist es nicht. Daumen runter auch von mir.
    Dafür freue ich mich umso mehr auf nächste Woche, denn diese Folge hat mich für das luzide Träumen begeistert.
    Also bis, Dienstag

    1. Parlatio

      Dieser Folge bin ich immer etwas aus dem Weg gegangen. Du hast Recht. Sie löst ein starkes Gefühl der Fremdscham aus! Ach Geordi, Geordi…
      Wenn man sich schon „Holoporn“ anguckt, muß man wenigstens den Verlauf löschen! 😜

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  4. MickTargPig

    Großartige Podcast-Folge einer eher „geht so“ Folge. Mit dem Weltraumbaby habe ich gar kein Problem. Es stellt für mich einfach einen anderen Tag im Leben eines Sternenflottenoffiziers da, auch wenn der Plot ein paar Jahre später wohl eher „SeaQuest DSV“ verkauft worden wäre.
    Den anderen Teil der Folge sehe ich heute, wie auch Simon, mit erwachsenen Augen diverenzierter als mit Kinderaugen. Fremdscham pur! Wenn man sich dann noch einen kleinen, aber in diesem Kontext schwerwiegenden Satz in „All Good Things“ in Erinnerung ruft, schlägt das dem Fass den Boden aus. Ihr wisst schon. Auf dem Weinberg. Aber den Satz erwähne ich jetzt lieber nicht. Ich will BEA nicht spoilern! 😉

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  5. Michael from Outer Space

    Hi,

    Simon, war es mit erholen und nicht-aufregen vorbei, als du am 6. Januar die Tageschau eingeschaltet hast? Im Mutterland von Star Trek gibt es zurzeit einen Demagogen, der seine fanatischen Anhänger zur Gewalt anstachelt. Parallelen zur deutschen Geschichte sind reiner Zufall.

    Ich fand es schon in „Booby Trap“ merkwürdig, dass Geordi die Infos, die Leah in der Sternenflottendatenbank hinterlegt hat, zu einem Hologramm formt. Wieso sind das nicht Textdateien, Tabellen oder technische Zeichnungen, die sich der CHEFINGENIEUR (!) anschaut oder meinetwegen daraus 3D-Modelle erzeugt? Warum muss das eine menschliche Gestalt sein? Star Trek macht das öfter. In VOY gibt es eine Folge, in der der Holodoc auf die Daten eines cardassianischen Artzes zugreift, um ein medizinisches Problem zu lösen. Später stellt sich heraus, dass dieser Arzt ein Kriegsverbrecher war und im cardassianischen KZ Bajoraner zu Tode folterte. Die Daten sind aber keine Texte, Bilder oder ähnliches, sondern werden in Form eines Hologramms dargestellt. Was bringt denn das bitte? Es dient nur zum Aufbauen von Fallhöhe, weil eine menschliche oder menschenähnliche Figur eben mehr Emotionen hervorruft als ein Excel-File. Ich finde das plump und platt geschrieben. Apropos „sich in ein Hologramm verlieben und es nach den eigenen Wünschen gestalten“: Davon kann Captain Janeway auch ein Lied singen! 😍😉

    Ich hab Geordis Verhalten beim ersten Anschauen auch nicht als so schlimm wahrgenommen, aber es ist heftig. Am Ende entsteht überhaupt nicht der Eindruck, dass er etwas draus gelernt hat, das ist vielleicht das Schlimmste daran. Die Story mit dem Weltraum-Wesen ist eine gute Idee, sie wird jedoch von Geordis Stalking überschattet. Es tut weh, wenn Charaktere so kaputtgeschrieben werden. Manchmal frage ich mich, was die Menschen im Writer’s Room sich bei einigen Episoden dachten.

    Geordi soll in PICARD wieder auftauchen. Ich bin mir sicher, dass die Autoren diesen Schandfleck ignorieren und/oder ausbügeln werden, indem sie Geordi als glücklich verheirateten Familienvater/Opa zeigen.

    LL&P 🖖 👋
    Michael from Outer Space

    P.S.: Über „First Contact“ (Star Trek VIII) müssen wir uns in ein paar Jahren ausführlich unterhalten! 😉

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    1. Claudia

      Ich glaube da legst du Maßstäbe aus unserer heutigen Sicht an.

      Wenn ich mir vorstelle ich lebte im Star Trek Universum, dann wäre es für mich völlig normal, mir nicht stundenlang öde Tabellen anzuschauen. Das scheint mir eine extrem veraltete Arbeitsweise zu sein.

      Klar würde ich den Computer bitten die Daten handlich aufzubereiten und zu analysieren. Und wenn es durch ein virtuelles Gespräch mit der Wissenschaftlerin am einfachsten geht, dann wäre das für mich gar keine Frage. Es ist ja auch der Vorschlag des Computers.

      Von daher hab ich gar kein Problem mit „Booby Trap“, abgesehen von der ziemlich unreifen Reaktion von Geordie, die eher zu einem Teenager passen würde. Genau so wie sich Teenies in Musik- oder Filmstars verlieben, und das sogar ohne jemals ein Wort mit der Person gesprochen zu haben. Die stürzen sich doch sogar aus dem Fenster, wenn ihr Idol stirbt….

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      1. Michael from Outer Space

        Hi Claudia!

        „Daten handlich aufzubereiten“ ist ja ok, aber Geordi soll in „Booby Trap“ ein technisches Problem lösen! Was hat ein Spruch wie
        „I’m with you every day, Geordi. Every time you look at this engine, you’re looking at me. Every time you touch it, it’s me.“
        mit Problemlösung zu tun? Wieso massiert Holo-Leah ihm die Schultern? Wieso küssen sie sich am Ende? Was hat das alles mit der Technik der Enterprise zu tun?

        LG
        Michael from Outer Space

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        1. Parlatio

          Spock hätte wahrscheinlich gesagt: „Diese Vorgehensweise ist schlichtweg unprofessionell.“

  6. TaFiB

    Ich habe die Folge gerne gesehen. Der Stalking-Charakter ist mir erst jetzt bewußt geworden.

    Zu dem Licht um 0:13/0:14 Uhr
    Könnte das eine dieser analogen Zeitschaltuhren sein, wo man in so einem 24-Stundenkreis kleine Plastikteile für Strom_an/aus verschieben muß? Die sind so grobkörnig (15 Minuten), da könnte ich mir diese Schwankung durchaus erklären.

  7. Roger

    Auf diese Besprechung habe ich mich sehr gefreut und wurde bestens unterhalten, vielen Dank!

    Das war jetzt genau andersrum als letzte Woche… da hatte ich „First Contact“ viel lascher in Erinnerung und war danach positiv überrascht. Hier hingegen hatte ich die Episode einiges besser abgespeichert, als sie sich dann präsentierte.

    Es ist nicht nur die Geordie-Handlung… auch die „Teigtaschen im Weltall“ (meine Assoziation zu diesen Lebewesen) mögen mich hier nicht überzeugen. Picards Monolog nach dem Tod der Muttertasche erinnerte mich übrigens stark an eine Szene mit dem Doktor in Voyager. Irgendwas hat der mal verbrochen oder verursacht und er gerät in eine Monolog-Endlosschlaufe, was zum Programmabsturz führt. Ein paar Jahre später. Immerhin blieb Picard dies hier erspart.

    Ja, und Geordie/Leah … nun, nach dieser Konfrontation auf dem Holodeck erstaunte es mich in der Tat sehr, dass die beiden quasi mit einem „Unentschieden“ aus der Szene rausgehen. Da hätte Geordie einiges mehr zu Kreuze kriechen müssen… und ja, Leahs Entschuldigung am Schluss ist einfach nur deplaziert. Aber wie ich das damals 1993 als Teenager wahrgenommen oder interpretiert habe? Keine Ahnung mehr.

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  8. Myriam

    Ihr macht aus der schlechtesten Episode ein Vergnügen! Ja, das ist für mich eine der schlechtesten TNG-Folgen überhaupt, was haben die sich bloss dabei gedacht! Ich habe mich sowas von fremdgeschämt für den Sittenstrolch Geordi.

    Am Interessantesten ist für mich die Frage, was denn da um 00:13/00:14 los ist?

  9. Parlatio

    Endlich ist es mir eingefallen. Und zwar, woran mich Geordi mit seiner, nennen wir es mal „Unbeholfenheit“ Frauen gegenüber, so erinnert. Wenn ich ihm mal unterstellen darf, daß er auf diesem Gebiet schlichtweg unerfahren ist, wofür seine ganze Art spricht, dann weiß er natürlich auch nicht, wie er sich zu verhalten hat. Von der Crew erbarmt sich seiner ja scheinbar niemand. Vielleicht wäre das was für Tasha gewesen. Der Geordi braucht definitiv eine starke Frau. So, um jetzt zum Punkt zu kommen:

    Es gab da vor einiger Zeit in Deutschland ein Ereignis mit einem „Politiker“.

    Zitat: „Philipp Amthor muss sich mal richtig einen Saufen und eine Alte ballern.“

    Da gibt es bestimmt auch ein schönes Video zu… 😉

    Ich kann mir genau vorstellen, daß Geordi unter seinem Bett diese Ratgeber liegen hat, die man in Filmen immer sieht: „So werden auch sie ein Casanova“, oder so. Wahrscheinlich hat er da auch dieses peinliche „Hiiiii!“ her.

  10. Torq

    Hallo Leute,

    Eurer Sichtweise auf diese Folge muß ich entschieden widersprechen. Sebastian führt im Fazit unter anderem aus, dass die Folge Einfühlungsvermögen vermissen lasse. Das sehe ich anders.

    Aus meiner Sicht seid Ihr beide bei der Prequel „Die Energiefalle“ irgendwann auf den Holzweg geraten und blickt aus einem „unsittlich gerahmten Blickwinkel“ auf das Geschehen.

    Tatsächlich ist es aber so, dass Ihr in der Besprechen beider Folgen Handlungsstränge unterstellt, die nicht Teil der Handlung sind.

    Beide Folgen erzählen vielmehr ein zutiefst menschliches Schicksal über das Auseinanderfallen von schwärmerischen Vorstellungen und der Realität. Das betrifft jeden von uns. Hier entsteht lediglich das Trugbild nicht nur in der eigenen Gedankenwelt, sondern anschaulich auf dem Holodeck. Dieser technische Kunstgriff ist für das Thema aber ohne Belang. In letzter Konsequenz ist das Holoprogramm Teil von Geordis Privatssphäre, nicht Teil der Privatssphäre von Leah. Daran ändert sich auch nichts, als Leah behauptet, sie sei „missbraucht worden“. Denn Geordis Gedanken sind frei. Er DARF für sich selbst träumen und sich ein eigenes Bild machen. Das darf jeder von uns – und das tut auch jeder von uns.

    Der von Euch geübte Rückgriff auf Sexszenen und dergleichen beruht auf Eurer eigenen Vorstellung und freien Ergänzung der Handlung, nicht auf der erzählte Geschichte. So endet jedenfalls „Die Energiefalle“ mit einem traurigen Kuss als Abschied vom eigenen Traum, der erkannter Weise zu schön ist, um wahr zu sein.

    Die beiden Schlüsselszenen dieser Folge sind die Gespräche zwischen Guinan und Geordi. Geordi muß bitter lernen, daß zu akzeptieren, was er ohnehin schon seit „Die Energiefalle“ weiß: sein Schwarm existiert nicht. Dieser Loslösungsprozess vom selbstgeformten Trugbild eins anderen ist das Schwerste, was ein Mensch leisten kann. Und es gelingt ihm.

    Natürlich stellt er sich dabei plakativ dämlich an. Aber nicht unangemessen.

    Geordi hier als Sittenstrolch oder als Stalker zu bezeichnen, ist nicht gerechtfertigt. Es ist seinerseits nicht einfühlsam.

    Jungs, diesmal war das nichts. Ihr habt den Bogen aus meiner Sicht weit überspannt und liegt mit Eurer Deutung neben dem Thema.

    Dennoch, haut rein!

    Zehn Unten!

    Euer Torq

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    1. Parlatio

      Klar. Geordi DARF träumen so viel er will. Das endet aber an dem Punkt, an dem er sich an den *persönlichen* Daten von Frau Brahms vergreift, um sein Holospielzeug zu erschaffen. Das ist hier das Problem. Der Reginald beispielsweise benutzt nur die Optik und nicht etwa Rikers Tagebucheinträge oder so was.

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    2. Claudia

      Ich stimme Torq großteils zu und auch die „Sittenstrolch“-Einschätzung kommt für mich aus einer heutigen Sicht. Im 24. Jahrhundert scheint mir, dass Interaktionen mit virtuellen Personen völlig normal sind – sei es zur Freizeitgestaltung als auch für wissenschaftliches Arbeiten.

      Eine völlig andere Sache ist es, wenn Geordie dieser idealisierten Person im echten Leben gegenübersteht und zwischen Illusion und Realität nicht unterscheiden kann und einfach ignoriert, dass sein virtueller Kontakt in keiner Relation zur tatsächlichen Leah steht.

      Gerade er als Ingenieur sollte doch verstehen, dass die technisch generierte Fiktion jetzt nicht genauso ist wie die lebendige Leah. Dass er die ziemlich offensichtliche Ablehnung nicht kapiert, muss ich wieder der sehr unangenehm-unreifen Charakterpersönlichkeit (eine Sache, auf die sich die Schreiberlinge leider eingeschworen haben) von Geordie zuschreiben. Dort wird es für mich persönlich richtig cringeworthy und fühlt sich ziemlich übergriffig an. Aber das kommt in der Serie so oft vor, dass man es irgendwann als normal ansieht. (woher kommt mir das gerade so bekannt vor…)

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  11. Torq

    P.s. Was ich vergessen habe!

    Ein schönes Detail in der deutschen Fassung ist, dass Leah in der Fortsetzung eine andere Stimme hat. In „Die Energiefalle“ spricht sie mit der Stimme, die später die Gründerin in DS9 haben wird. In dieser Folge ist es eine andere, viel sanftere Stimme.

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  12. SarahCrusher

    Beim schauen der Folge hab ich ich schon eure Daumen nach unten gehen sehen.

    Die Folge mag ich trotzdem, ich sehe sie als eine Art Weltraum SiFi Märchen / Anti Märchen.

    Diese Wesen haben mich an Weltraumwale erinnert, irgendwie niedlich das Bild mit dem angedockten Baby an der „Mutter“ Enterprise. Vielleicht hat mir die Folge aber durch diese Wesen eingebracht dass ich gefüllte Teigtaschen nicht ganz so unbefangen essen kann. 🤔

    Mich haben die Geordi Szenen irgendwie immer an diese typischen Fangirl Szenen zu den Boygroups der 90er erinnert wenn halt in umgekehrt Form. Der Fanboy der total Ausrastet weil seine Lieblingssängerin in der Stadt auftritt. Auch so als Kritik am Exzessiven Fan Sein sehe ich in der Folge, hier eben auf wissenschaftlicher Seite. Der „Einfache“Ingenieur der die „Akademikerin“ anhimmelt…. da gibt es ja auch die passenden Seiten und Storys zu finden.

    Es ist ja eigentlich eine heimliche Schwärmerei. Geordi hat sich ja nur zu träumen gewagt Leah je in echt zu treffen. DIe Sternenflotte ist ja auf die Idee gekommen Leah dorthinzuschicken. Daher verstehe ich den Vorwurf von Staking nicht so recht, wenn er ein richtiger Staker gewesen wäre, wäre sein Konstrukt in der Jefferies-Röhren Szene ja nicht so gnadenlos zusammen gestürzt, er hätte gewusst Leah ist verheiratet. Hätte sich nicht nur auf die wohl veraltete persönlichen Infos über sie in der Bauphase der Enterprise verlassen. Die das Holodeck für dieses Hilfestellungsprogramm zur Erstellung benutzt hat. Es sind ja um die 4 Jahre dazwischen da sind ja heutzutage schon mache mehrmals geschieden und wiederverheiratet. Leah trägt in dem Fall auch kein Ehering oder sonst ein Symbol verheiratet zu sein was sie früher „verraten“ hätte. Das Gespräch für das sie in Geordis Büro geht ist hier für mich der erste Hinweis eines privaten Gesprächs das sie mit ihrem Mann führt.

    Der Geordi in der Folge erinnert mich an ein Teenager der den Lieblingssong seiner Lieblingssängerin covert, die Eltern schicken das an ein Radio Sender der gerade ein Treffen mit dem Star verlost, der Song gewinnt, unverhofft kommt es zum Treffen. Daraufhin spinnt der Teenager seine Träume weiter, und das Aufeinandertreffen wird dementsprechend zum Desaster. Leah als „Star“ hat natürlich ganz andere Vorstellungen über das Zusammentreffen.

    Daher ist es schon okay ihre Entschuldigung am Schluss, ich empfinde das ziemlich erwachsen von ihr weil sie ja dieses Missverständnis durchschaut hat, die Situation von zwei Seiten sieht.

    Irgendwie wäre diese Art der Geschichte für einen deutlich jüngeren Charakter besser gewesen. Die Szenen auf dem Holodeck als Geordi Leah dann erwischt könnte ja alles mögliche sein … für eine Serie aus der Zeit um die 80,90er hätte man lose Zettel, Tagebücherszenen, eigene gefilmte VHS-Videos und heute vielleicht Videoclips die auf dem Smartphone endeckt werden dargestellt, die sowohl als Ideenfindung, Beweisdarstellung (Riker unter Verdacht) oder halt andere Arten der Phantasieauslebung (Picard/Data als altertümliche Ermittler und sonst noch was) genutzt werden.. die Leah in Geordis Unterlagen findet und ihn dann damit konfrontiert.

    Vielleicht hinkt mein Vergleich aber so ein schmierigen Stalker hab ich in Geordi in der Folge nicht gesehen. Er hat sich ja auch rührend wenn auch tapsig um Leah bemüht.

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  13. Torq

    @Parlatio:

    Du sagst, Geordi darf träumen, sich aber nicht an den persönlichen Daten von Leah vergreifen.

    GENAU das hat er nicht getan. Er hat lediglich die frei(!) verfügbaren Daten für das Programm genutzt. Und nicht in übler Absicht ihr Tagebuch gestohlen, sie verdeckt verfolgt oder ihr privates Umfeld ausgespäht.

    Es mag mit unserem heutigen Verständnis von Datenschutz schwer vereinbar sein, dass derartige Daten zugänglich sind. Das sind sie bei TNG aber. Daher kann ihm das auch nicht zum Vorwurf gemacht werden, – zumal die Romanze ungewollt als „Nebenprodukt“ des ursprünglichen Rettungsversuchs entstand.

    Das Beschämende an der Folge ist nicht der Umstand, dass Geordi auf dem Holodeck ein Phantom erschafft, in das er sich verliebt, sondern die Vorstellung, dass andere unsere eigenen Gedanken wie auf einem Holodeck begehen und erkennen könnten.

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    1. Ronnsen RD

      Stimmt! Nur das Mittel (Holodeck) ist hier neu, aber nicht die Methode.
      Ich möcht gar nicht wissen, wie viele Leute früher den BRAVO Star-Schnitt „umfunktioniert“ haben. 😀

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    2. Parlatio

      Mag sein. Ich habe das anders verstanden. Es handelt sich immrrhin um dermaßen detaillierte Informationen, daß der Computer dem Holgramm eine Persönlichkeit geben kann. Daß die, mehr oder weniger, frei verfügbar sind, ist keine Entschuldigung. Sonst wäre es ja auch okay, mit den Daten im Telefonbuch Schindluder zu treiben. Wird gemacht, ist nur halt Scheiße. In der Star Trek-Zukunft geht man eben davon aus, daß die Menschen vernünftig sind.

      Mit einem Starschnitt kann man das nicht vergleichen. Diese Leute sind zum einen Promis, und zum anderen dafür bezahlt worden. Außerdem ist ein Foto keine 1:1 Kopie des ganzen Körpers.

      Wir haben da halt verschiedene Perspektiven.

  14. SarahCrusher

    Was sind das überhaupt für persönliche Daten die der Computer für das Holodeck benutzt hat?
    Um in meinem Star Vergleich zu bleiben, in Jungendzeitschriften gibt es auch Steckbriefe, Interviews ect. da könnte der Computer auch ein Hologramm erstellen – der jeweiligen Mensch dahinter wird dann ja aber bestimmt nicht 100% so sein, vielleicht hat derjenige manche Aussagen auch aus irgendeiner Laune heraus getätigt, was ein Computer ja nicht unbedingt berechnen kann.
    Vielleicht hat Starfleet auch solche Interviews/Steckbriefe in der Personalakte?

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    1. Don

      Ich hatte mir das so zusammengereimt, dass der Computer z.B. beim Federation-Youtube Aufzeichnungen fand von Auftritten von Leah Brahms z.B. bei wissenschaftlichen Kongressen und so ein halbwegs stimmiges Bild der Bewegungen und der Art zu reden erstellen konnte.
      Dass Brahms auf ihrem Federation Instagram-Account andauernd Fungilli-Fotos veröffentlichte, ließ den Computer folgern, dass sie dieses ominöse Gericht offenbar liebt.

      Usw…

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  15. Driver 8

    Ahoi!

    Ein Gegenvorschlag:
    „What ever happens on the Holo Deck …“
    deutsch
    „Was wäre wenn …“
    Ich pitche …
    Das „Baby“ fliegt raus.
    (Kapitän an Lt.Cmdr LaForge): Sie bekommen Besuch!
    Alles wie gehabt: Hallo, hallo, na nu na na … echt jetzt kann doch nicht!
    dann
    Geordi: COMPUTER! Simulation beenden … und LÖSCHEN!!! (was hab ich mir nur dabei gedacht?!)
    — Blende —
    Geordi: Willkommen Dr. Brahms, ich habe mir eingebildet dass ich sie kenne, lassen sie mich das erklären …

    take a break 😉

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    1. Parlatio

      Ja. Das wäre perfekt gewesen! Hätte einige Peinlichkeiten erspart. Auf beiden Seiten. ☺

  16. Parlatio

    Danke für die Erklärung, Claudia!

    Es ist also eine Art „SMS an Alle“.

  17. Ralf

    Die Folge ist mir von Anfang an immer unangenehm gewesen. Später habe ich sie bei jedem rewatch übersprungen. Nur habe ich nie wirklich hinterfragt, warum ich immer ein Gefühl gewaltiger Fremdscham verspürte. Jetzt weiß ich warum! Ich gebe euch 100-prozentig recht. Wieder eine sehr erhellende Podcastfolge. Danke dafür!

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  18. Parlatio

    Mal ein ganz anderes Thema. Bei der Enterprise wurden duch, ich kenne die Zahl nicht, sagen wir mal 4 Holdecks eingebaut. Für eine Besatzung von etwa 1500. Bei DS9 sieht man später, daß ein kleiner Raum für eine Person völlig ausreicht. Also wären viele kleine Holodecks logischer gewesen.

    ABER: Es könnte doch sein, daß es von vornherein gar nicht für Einzelpersonen gedacht war, sondern für Gruppen von Freunden? Frei nach dem Motto: „Don’t drink alone.“
    Also nicht Realitätsflucht, sondern ein Gemeinschaftserlebnis?

    1. René

      Die Mannschaft würde ja gerne Betriebsausflüge im Rahmen ihrer Teileinheiten machen. Aber ständig besetzen die Stabsoffiziere und ihre Adjudanten die Kabinen und bringen durch ihre etwas krude Phantasiewelt Schiff, Besatzung und Mission in Gefahr. Schon gut das es nicht mehr Kabinen gibt 😉

  19. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!
    Woher hatte das Holodeck eigentlich die Daten, um die Figur von Dr Brahms zu erschaffen? Ich stelle mir vor, dass es Aufnahmen von virtuellen Konferenzen gewesen sein könnten, auf denen sie in holographischer Form Vorträge gehalten hat. Dazu noch Urlaubsfilme oder solche von Partys, die sie leichtsinnig ins Netz gestellt hat. Alles öffentlich.
    Jetzt versetzt euch mal in ihre Lage. Ihr seid ein/e Expert/in auf eurem Fachgebiet (aber nicht als Sänger/in oder Schauspieler/in). Jetzt macht ihr einen Firmenbesuch. Bei der für euer Fachgebiet zuständigen Person findet ihr ein Album. Darin sind lauter Fotos von euch, kopiert aus Fachzeitschriften und von Youtube. Zusammenmontiert mit Bildern dieser Person zu einem „Fotoroman“. Wie fühlt ihr euch da? Leichtes Grummeln im Magen? Wahrscheinlich würdet ihr diese Person kräftig zusammensch- äh, stauchen, mit dem Hinweis:“Get a life!“
    Psychologisch ist das durchaus interessant, ob das denn auch gut umgesetzt ist, kann ich nicht beurteilen.
    Mit dem zweiten Teil der Folge kann ich so rein gar nichts anfangen, zumal beide Teile nur lose zusammenhängen. Solche „Weltraumwesen“ finde ich immer zu unwahrscheinlich. Wo kommen die her, wovon leben sie, wie bewegen sie sich? Da ist mir jeder Märchendrache lieber (wo wir doch letzt gerade von märchenhaften Elementen gesprochen haben). Ausserdem tauchen sie immer nur dann auf, wenn sie für die Handlung gebraucht werden. Wie wäre eine Szene: „Durch dieses Raumgebiet können wir nicht fliegen, das ist ein Schutzgebiet. Dort lebt eine Population von Wobblewobbs, wie wir sie damals bei Mission Farpoint kennengelernt haben“. „Okay, dann machen wir eben einen Umweg“.
    Eine durchwachsen Folge, definitiv kein Highlight.

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    1. Parlatio

      Dr. Bramhs Facebook-Profil, ihr Browser-Verlauf, das Amazon-Konto… 😉

      Ich fürchte mal, da bleiben als Erklärung nur die paar mageren Dialogzeilen aus „Booby Trap“.

      Bei dem, was du da beschreibst, muß ich an die Szene aus der Truman-Show denken, wo sich Jim Carrey ein Bild aus zerrissenen Frauengesichtern (Fotos!) bastelt. Brrrrr. Irgendwie creepy.

  20. BjoernHH

    Über Geordi wird immer geschimpft, dass er sich Holofrauen basteln muss, aber als Picard und Riker damals im Jazzclub Minuet begutachtet und bewertet haben, hätte man auch mal aufhorchen können. Das war auch eine sehr toxisch-maskuline Vorstellung.

    Und dieses ganze „Wenn Du die Maschine berührst, berührst Du mich“, das hat sich doch Geordi nicht ausgedacht, das hat doch der Computer entworfen und getextet, oder liege ich da falsch?

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    1. Parlatio

      Zur Entstehungszeit dieser Folge gab es diesen „Hologramme sind Lebewesen“-Unsinn aus Voyager noch nicht. Die haben da ein völlig falsches Gleis erwischt. Alles war schlicht und einfach eine Simulation des Computers gedacht, also höchstens eine Art Fata Morgana. Du bist ja auch kein Killer, weil du Ego-Shooter spielst. Auch wenn das Abschießen von Pixelhaufen in den Medien gerne als „töten“ bezeichnet wird, was Quatsch ist. Da stirbt ja nix. Was gilt dann sonst für Worfs „gelben Skeletor“?

      Denk nur mal an den Barmann, mit dem Lawxana (?) Troi schäkert, der hat auch keine Gedanken. Es ist ja nicht so weit gegangen, daß nach der Minuet-Story jemand die Gummilaken hätte abspritzen müssen. So was hätte auch noch gefehlt. Aber wenn ich den Erzählungen über Mr. Roddenberry so zuhöre…

      Und bei Moriarty hat der Computer einfach nur eine gehörige Schippe Rechenpower drauf geschmissen (Was auf der Brücke auffällt.), um den gestellten Anforderungen nach zu kommen. (Damit er Data besiegen kann, muß er selbstständig denken können.)

      So wahrscheinlich auch bei „Holo-Brahms“. Geordi bekommt das, von dem die KI des Schiffscomputers glaubt, das es das ist, was er haben möchte.

      Bleibt nur die Fage, wie intelligent dieser Computer ist. Ein eigenes Bewusstsein kann er ja nicht haben. Das wäre sonst ja eine Art monströse Sklavenhaltung oder?

      Picard: „Computer, Selbstzerstörung starten!“
      Computer (zögerlich): „Aber… Aber…“

      Dann wäre die Föderation genau auf dem Level von Botschafter Zorns Leuten (Farpoint Station).

      Ab welchem IQ hört die Maschine auf? Wo beginnt das Leben?

      Wenn ihr den mal irgendwo in einer ungeschnittenen Fassung sehen könnt, dann empfehle ich zu diesem Thema den großartigen Film „NIRVANA“ mit Christoper Lambert. Da geht es genau darum. Warum wird der nicht mehr im TV gezeigt? Schäm dich, ZDF!

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  21. Dennis

    Moin
    Kann es sein das die Idee des Weltraumwesen in dieser Folge der Prototyp für den Gormaganda aus Discovery ist?

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    1. Ronnsen RD

      Moin Dennis,

      ich würde nicht direkt sagen, es der Prototyp für die Gormagander, denn wir haben ja auch schon vorher organische Spezies gesehen, die im Vakuum des Alls leben, z.B. Gomtuu (‚The Telepath“). Die zahlreichen Energiewesen zähl ich jetzt mal nicht.

      Wo Du aber recht hast: Dieses Konzept wurde mit jedem Aufgreifen in den Episoden immer weiterentwickelt: Weltraumamöbe (Einzeller), dann Gomtuu (komplexes Lebewesen), in dieser Episode sehen wir schon Sozialverhalten (Mutter, Kind bzw. eine Herde). Bei DISC sind sie dann sogar vom Aussterben bedroht.

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  22. René

    Seit dieser Folge weis ich endlich an wen mich Geordi mich mit seiner Tapsigkeit und seiner Eigenschaft als Fettnapfsuchmaschinist erinnert. Auch optisch. Kennt noch jemand die alten Folgen von der „Der Prinz von Bel Air“? Da gab es diesen Cousin Carlton gespielt von Alfonso Ribeiro. Und als Geordi hier so in seiner 90´er Jahre Freizeitklamotte langsam seinen Liebesspacedampfer in ein Schwarzes Loch steuerte … da kam mir die Erleuchtung. Das isser 🙂

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    1. Parlatio

      Ich mochte die Figur des Carlton immer wesentlich lieber als die eigentliche Hauptfigur (und Jeffrey mochte ich auch).

      Aber kannst du dir Geordi dabei vorstellen, wie er auf der Brücke den „Carlton-Dance“ gibt? 😂

      Vielleicht klappt es so bei den Frauen!

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      1. René

        Ja … ich kann es mir vorstellen … Und meine Befürchtung ist, dieses Bild geht nicht mehr weg 🙂

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  23. Dennis

    Moin Ronnsen RD,
    da hast du recht. Wobei ich Gomtuu zwar auch als eine im All lebendes wesen sehe. Aber Gomtuu ist auch so eine art Raumschiff was eine Crew benötigt.
    Und mit der Weiterentwicklung von Gomtuu bis hin zum Gormaganda kann ich dir zustimmen.

  24. Torq

    Leude,

    das empfinde ich als ganz großartig und als im besten Sinne von Star Trek:

    Hier stehen wir und debattieren über (Holo)-Datenschutz. Und zur gleichen Zeit entfaltet sich das Leben, das wir ausgezogen sind zu entdecken. Das eine nimmt dem anderen nicht die drängende Wichtigkeit, gleichwohl zeigt es uns den Platz auf, von dem wir streiten.

    Das ist Star Trek: verlasse Dein Refugium und lerne friedlich dazu.

    UMUK!

    Zehn Unten!

    – Euer Torq

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    1. Parlatio

      Hi Torq!

      Im Moment sollte lieber niemand ausziehen, um irgendwas zu entdecken. Das Leben findet eh nicht statt. Nicht, wenn ich mir die Nachrichten ansehe.
      Wir haben also Zeit um über fiktive Probleme zu quatschen. Bei Star Trek fühlt sich das ein Wenig an, wie bei einem Kind: Du liebst es heiß und innig. Aber es wäre schön, wenn es nicht dauernd bei den Nachbarn die Scheiben einschmeißen würde oder so etwas…

      Und beides, die realen und die fiktiven Probleme, kann man alleine sowieso nicht lösen. Man könnte allerdings mal damit aufhören, immer wieder Leute als Entscheider zu wählen, die erst Jahrzehnte (und ohne Ergebnis) über eine Sache diskutieren müssen, wenn sofortiger Handlungsbedarf besteht. Was? Wer anders steht gar nicht zur Auswahl? Na so ein Pech aber auch. Wir schalten zurück in die fiktive Welt. 😉

  25. Parlatio

    Sorry Torq, habe ich vergessen: Was ist UMUK?

  26. LaForges Anwalt

    Ich habe diese Folge, wie auch seinerzeit „Die Energiefalle“ gar nicht so negativ empfunden. Die sexuelle Komponente habe ich nie gesehen. Ich hatte immer den Eindruck, dass Geordie durch das Hologramm und der Arbeit bei der Energiefalle ein Fanboy wurde. Zumal er auch nichts dafür kann wie der Computer Leah Brahms Verhalten gestaltet hat. Das ist anders als bei Barclay, der ganz bewusst die Abbilder der Menschen in seinem Sinne gestaltet hat.

    Was die „personal files“ angeht, die ihr im Podcast „Persönlichkeitsfiles“ nennt, geht ihr einem Missverständnis nach. Ihr äußertet Befremden, dass Starfleet so eine Art Stasi-Akten hat und Geordie darauf zugreifen konnte. Das ist etwas anders. Es handelt sich um eine Datenbank, die man sich ähnlich einer Suchmaschine wie Google, Bing, Ecosia oder DuckDuckGo vorstellen kann. Dort sind alle frei verfügbaren Daten als Querverweise erhältlich, z.B. Zeitungsartikel, Buchveröffentlichungen, TV-Auftritte, Mitschnitte von Symposien, Fotos, etc. In „Die Energiefalle“ wurde auch deutlich, dass der Computer nicht auf alle Daten zugreifen kann, bzw. darf. Diese unzugänglichen Daten flossen auch nicht in die Persönlichkeitsgestaltung des Holograms ein.

    Mir tut LaForge leid. Ich glaube nicht, dass er so ein Sittenstrolch ist, wie ihr ihn wahrgenommen habt. Sicher, er hat sich in seine Verehrung für das Hologramm hinein gesteigert, aber ich glaube auch, dass da nichts gelaufen ist. Für die Sprüche wie „immer wenn du den Warpkern ansiehst, siehst du mich an“, kann er nichts. In keinem Moment wurde gezeigt, dass Geordie das Hologramm so programmiert hat.

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    1. Parlatio

      Die Verwendung der Vokabel “ Sittenstrolch“ war vielleicht von Anfang an etwas unglücklich. Das klingt nämlich, als würde Geordi „off-duty“ durch die Gänge der Enterprise schleichen, und sich vor vorbeikommenden Frauen entblößen. Und dieses Hobby wollen wir ihm mal nicht unterstellen. ☺

      In einem ganz anderem Zusammenhang (ohne Geordi) finde ich dieses Zusammentragen persönlicher Daten heute schon problematisch. Etwa wenn zum Beispiel das Web von Personalchefs nach privaten und peinlichen Partybildern, oder so was, durchsucht wird, und von deren Existenz man vielleicht selber nichts (mehr) weiß. Das wird gemacht, aber nicht unbedingt zugegeben. Dabei ist das Freizeit und deshalb für die Arbeit unerheblich. Es geht die Firmen also einen Dreck an und ist in meinen Augen Mißbrauch. Ob das nun legal ist, weiß ich nicht. Den Nachweis zu führen, dürfte den Betroffenen sowieso schwer fallen. Von dem, was man in China so treibt, will ich gar nicht erst anfangen.

      Und im Rückblick auf die Episode finde ich das heute sehr viel unangenehmer als damals, wenn ich mir vorstelle, es gibt da einen Datenpool, und jeder kommt da dran.
      Die alte Floskel „Aber wer nichts zu verbergen hat…“ will ich in diesem Zusammenhang auch nicht mehr hören. Da geht es um’s Prinzip. Wer weiß schon, welche peinlichen Daten im Netz über einen schlummern, wenn man ein wenig tiefer gräbt? Ihr googelt euch doch auch nicht pausenlos selbst. (Hoffe ich zumindest.)

      Daß Geordi da wegen irgendwelchen sexuellen Defiziten handelt, glaubt doch eh keiner! Hier wollten die Autoren eher eine Art liebenswerte Unbeholfenheit aufbauen. Nur ist das halt ein wenig in die Hose gegangen.

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  27. Torq

    Hallo Parlatio!

    UMUK ist (ein) das Kürzel für die vulkanische Philosophie.

    Unendliche Mannigfaltigkeit in Unendlichen Kombinationen.

    Jetzt, da ich da so genau drüber nachdenke, bin ich mir da aber gar nicht mehr so sicher…

    Es ist von Vulkan und Cool 👍🏻🤣

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    1. Parlatio

      Es ist jedenfalls besser, als hättest du Oo-mox gemeint. ☺

      Danke für die Erklärung.

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    2. Michael from Outer Space

      Hi Torq!

      Du hast schon recht, „UMUK“ ist die deutsche Version des englischen (bzw. vulkanischen) „IDIC“ (infinite diversity in infinite combinations).

      MfG
      Michael from Outer Space

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  28. Claudia

    @Michael from Outer Space

    Ich stimme zu, dass das komplett daneben ist – aber auch nicht von Geordie, sondern vom Computer produziert… und hier wird es – wie so oft – sehr fragwürdig, was sich die damaligen Autoren so zusammenreimten 😉 Da komm ich aus dem genervten Augenrollen gar nicht mehr raus.

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  29. Don

    Moin!

    Zum Thema „soziale Netzwerke“:
    Ich hatte ja für viele Jahre in Google+ meine SN-Heimat gefunden. Nachdem dies zu Ende ging, begab ich mich auf die Suche nach Neuem und muss zugeben, ich war doch schockiert, wie rauh und hasserfüllt es z.B. auf Facebook und Twitter zugeht, das war nach den Jahren der eher familiären Stimmung auf G+ nur schwer zu ertragen.
    Und irgendwie ist da jede/r Fachmann/-frau für alles und muss sich dementsprechend auch zu jedem Thema äußern!
    Ich habe mich nun erstmal auf Twitter niedergelassen, aber wirklich wohl fühle ich mich dort nicht.
    Andererseits bin ich ja dort erst auf „Trek am Dienstag“ gestoßen und dafür bin ich unendlich dankbar!

    „Von ‚Deep Space Nine‘ lässt sich doch jeder gerne aufhalten.“
    => Nachdem ich mal in letzter Zeit ein paar Folgen davon so quergerewatched habe, bin ich mir da nicht mehr so sicher.
    Es gibt sehr gute Folgen, sogar einige Juwele, aber leider auch viel mehr Grütze. Wer weiß, wie es geworden wäre, wenn man die ursprüngliche Grundthematik beibehalten hätte.

    Hat Maurice Hurley extra für diese Folge nochmal einen Abstecher in den Writer’s Room gemacht? Oder lag das Drehbuch einfach schon so lange rum und man hatte sich nun, in der vierten Staffel erst damit beschäftigt?

    „Dieser Holodeck-Variante […] ist der Geordi unangenehm nahgekommen.“
    => Naja, eigentlich war es genau andersrum. Man bekam fast den Eindruck, als wurde der Computer mal eben auf Cygnet XIV einer Generalüberholung unterzogen und entwickelte daraufhin Gefühle für den Chefingenieur. Aber Geordi hat sich zumindest nicht gewehrt und es offensichtlich auch genossen, er hätte da einen Cut setzen können/müssen.

    War es nicht so, dass Picard in „Booby Trap“ diese besondere Holodeck-Simulation kurz besucht hatte? Demnach müsste er Dr. Leah Brahms ja eigentlich kennen (bzw. ein ungefähres Abbild von ihr) und auch wissen, was Geordi da so auf dem Holodeck tat.

    Wer möchte nicht Mitglied im Morn Fanclub werden?

    Susan Gibney hat doch auch diesen Commander in „Homefront/Paradise Lost“ gespielt.

    Aha, hier wurde also das erste Mal das „0:13/0:14“-Mysterium präsentiert. 😀

    Ein Verhältnis 1:1 bei Materie/Antimaterie ist das einzig Logische. Keine Ahnung, was Brahms da meint.
    Lt. Dan Browns „Illuminati“ wird ja im CERN Antimaterie hergestellt. Die Leute dort könnten vielleicht mehr dazu sagen.

    Brahms spricht Geordi als „Commander“ an. Ist dies als Kurzform von „Lieutenant Commander“ zulässig?

    Es wird zwar nicht explizit gesagt, aber als die Enterprise Kurs aufnimmt zum Alpha-Omicron-System, werden sie ja wohl mit Warp geflogen sein. Auf der Brücke werden sie dann alle nicht schlecht gestaunt haben, als Geordi mal so mir nichts, dir nichts, den Warpkern abgeschaltet hat!? (Er hat noch nichtmal vorher die Brücke davon informiert, dass er dies jetzt tun wird?)

    Die Flosse kann aber dadurch funktionieren, dass sich das Wesen einfach durch die Wellenbewegung fortbewegt. Dadurch muss man nicht zwangsläufig was verdrängen.
    In einen Raum ohne z.B. Luftwiderstand müsste das Wesen auch relativ gut voran kommen.

    Ja, dieses „you remember“ von Geordi ist großer Quark. So daneben, dass er Realität und Holodeck nicht mehr auseinanderhalten kann, ist er ja dann doch nicht.
    Aber was in dieser Szene nochmal herausgearbeitet wird, ist die Tatsache, dass die Leah Brahms des Holodecks eben nicht nur deren Persönlichkeit, sondern auch ihren wissenschaftlichen Background abbildet, was dazu führt, dass Geordi eine Modifikation der Dilithium-Kristalle durchführt, die Leah überhaupt erst erdacht hatte.

    Geordi hat genau sechs Bücher im Regal zu stehen. Muss ne echte Leseratte sein!

    Lieben sie Brahms?

    Dass man sich später nicht mehr für die Jefferies-Röhren umziehen muss, bedeutet vielleicht, dass sie da mal ein Ölleck, Plasmaleck oder was auch immer hatten, das sie dann endlich irgendwann in den Griff bekamen.

    Dass Junior denkt, die Enterprise sei die Mutter ist gar nicht so abwegig oder, wie Ihr es bezeichnet, so schlumpfig. Es ist geprägt, das tritt im Tierreich doch sehr häufig auf.

    Bei Leah Brahms‘ Vorschlag, das Shuttle-Hangar zu öffnen in der Hoffnung, Junior würde dann ablassen von der Enterprise, muss Riker gut zugehört haben. Denn in einer Folge der nächsten Staffel wird er auch mal in einer Gefahrensituation diesen Vorschlag vorbringen (da ist es dann allerdings die Hauptshuttlerampe).

    Das Ende der Holodeck-Simulation ist aber auch wirklich sehr merkwürdig. Es bestätigt meine These, dass die Annäherungsversuche eher vom Computer ausgingen als von Geordi selbst. (Auch dass Holo-Leah damals Geordi die Schultern massierte, deutet darauf hin.)
    Aber Leah Brahms‘ Empörung ist natürlich verständlich und auch vollkommen berechtigt!

    Sebastian hat natürlich recht. Geordi wollte nicht nur Freundschaft mit der echten Leah Brahms, er wollte mehr. An dieser Stelle redet er sich raus.

    Aber immerhin scheint man dadurch nun klar Schiff gemacht zu haben. Jetzt fängt man an, auch wirklich professionell miteinander zusammenzuarbeiten. Es stimmt, was Simon sagt, Geordi verhält sich und spricht wie ein Stalker, aber es ist zumindest gut, dass er dies nach seinem Rant endgültig ablegt.

    Dass man die Wellenlänge verändern muss, war allerdings Geordis Idee, aufbauend auf Brahms Ansatz, dem Junior die Milch zu säuern. Auf das „Was“ folgte das „Wie“.

    Geordi antwortet aber immerhin auf Brahms‘ Bemerkung, sie wäre ihm eine Entschuldigung schuldig, dass dem nicht so sei. Er ist also zumindest mit Sebastian einer Meinung.

    Jetzt musste ich erstmal den Begriff „Incels“ googeln.

    Fazit?
    Schwierig. Die Geschichte will uns erzählen, dass jemand sich seine Traumfrau erschaffen hat und nun erkennen muss, dass diese in der Realität aber dann doch ein wenig anders ist. Erzählt wird dieser Plot aber auf eine insgesamt ziemlich unangenehme Weise, die damit auch die Ereignisse in „Booby trap“, in der ja eigentlich die Avancen eben gerade nicht von Geordi selbst ausgingen, hierdurch ziemlich runterziehen. (Für diesen Teil der Folge Daumen runter!)
    Die Geschichte um Junior, um Picards Zerknirschtheit, dass er gewissermaßen Verrat an seinen heiligsten Prinzipien begangen hat und die Idee mit der Entwöhnung des Babys dagegen fand ich gut und unterhaltsam. (Daumen rauf.)
    Deshalb komme ich insgesamt, allerdings unter schwersten Bedenken auf einen Querdaumen.

    Ich hätte es gut gefunden, wenn man es so wie in dieser Folge hier dabei belassen hätte, dass Geordi und Leah beruflich miteinander harmonieren, aber im Privaten da nicht mehr draus werden wird. Leider wird uns in „All Good Things“ dann erzählt, dass Geordi in der Zukunft mit Leah verheiratet ist und aus den Details der Szene wird klar, dass nicht irgendeine andere Leah damit gemeint ist. Das ist keine gute Entscheidung des Writer’s Room, vielleicht hätte man seine Ehefrau besser Aquiel nennen sollen.
    (Aber immerhin ist es ja nur eine mögliche Zukunft, die uns gezeigt wurde und spätestens seit ST:Picard wissen wir, dass die tatsächliche Geschichte offenbar etwas anders verläuft.)

    „Der Jean hat den Combat Chief.“
    => Hä, was bedeutet das?

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  30. Anarch

    Die Booby-Trap-Sache hätte mir durchaus passieren können. Mit fremden, unerreichbar erscheinenden Personen finde ich das weniger bedenklich. Da ist Seven of Nines‘ Romanze mit einen Crewmitglied bedenklicher.

    Was in dieser Folge passiert, ist ein anderes Kaliber. Arbeitstreffen mit einer fremden Person im (fast) Schlafzimmer? Unangenehm.
    Realität und Fiktion vermischen? Ungesund.
    Gaslighting, wenn sie nicht so will, wie man selbst? Widerlich.

    Wenn sowas jovial als normal bzw. nachvollziehbares Fehlverhalten eines „jungen Mannes“ dargestellt wird, sagt es über die Autoren so einiges aus.

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