#180: The Best of Both Worlds, Part II (TNG 4.01)

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24. September 1990:
Für US-Zuschauer waren seit The Best of Both Worlds drei Monate des bangen Wartens vergangen. Für euch Zuhörende eine Woche. Für ZDF-Gucker ein Sommertag. Und für die Crew der Enterprise nicht eine Sekunde. Nahtlos geht es weiter, denn der Chef ist ein Borg, Bill muss einen großen Stuhl füllen – und die Lösung ist ein Pillerscher Zen-Zaubertrick.

In Deutschland: Angriffsziel Erde, ausgestrahlt am 12. August 1993.

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare

  1. SarahCrusher

    Hallo,
    interessant irgendwann in eurer Podcast Folge hatte ich plötzlich Star Trek II: Der Zorn des Khan und Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock im Kopf. Will Riker der wie James Kirk die Person zu retten sucht die sein Gemütszustand wieder runter fahren kann und ein T. hatten beide ja auch in ihre Namensmitte reinbekommen. Beide hatten irgendwie keine Wahl und haben den Satz „Das Wohl von Vielen, es wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen.“ einfach Satz sein lassen. Auch Spock und Picard waren danach erst mal auch nicht mehr dieselben. Mit der nächsten Folge Familienbegegnung passt das ja dann auch als Dreiteiler mit Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart in dem Film ging es ja auch familiär zu.

    Damals als ich die Folge das erste mal sah dacht ich … so viele Raumschiffe – bei weiteren Wiederholungen … ein paar Raumschiffe mehr währen nicht schlecht gewesen und jetzt … nur so wenige Raumschiffe für diesen übermächtigen Feind das konnte ja nix werden. Das Ende mit dem Schlafen fand ich genial so ein einfaches Ding um die Borg zu überlisten, jetzt mit vielen Jahren abstand find ich dies doch komisch das wirklich alle eingepennt sind. „Widerstand ist zwecklos! – solange wir wach sind!“ ? da müsste doch eine Art Rufbereischaft bei den Borg geben die dann nicht einschlafen dürfen.

    Ach und was Shelby angeht ihre Frisur ist nicht schlimm vielleicht ein bisschen Edo-Frauen-mäßig hochgesteckt aber Shelby war eine Q, deshalb war sie am Schluss so fröhlich. Wer hat uns die Borg zu erst gezeigt? Q – in Zeitsprung mit Q und Shelby ist getarnt als Mensch gegen sie in Krieg gezogen.
    Wie ich darauf komme? John de Lancie und Elizabeth Dennehy treffen sich Jahre später in Charmed (in der 150.Folge Der verlorene Leo/The Seven Year Witch) und spielen die „Die Ältesten“ auch solche mächtigen Lichtwesen. Ich weiß sehr weit hergeholt aber mit der Überlegung sind die Sticheleien gegen Riker von Shelby irgendwie nachvollziehbarer der Q wollte oder will Riker ja auch mal zu mehr berufen.

    So jetzt gehen mir grade die Serien durcheinander und beende. LG

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  2. Lichtecho

    Hallo Simon und Sebastian,

    es ist eigentlich nicht verwunderlich, dass die zweite Folge die schwächere ist. In vielen Geschichten ist doch der Aufbau der Bedrohung, die Entfaltung der Welt und der Charaktere viel aufregender als die eigentliche Lösung des Problems. Ein schönes Beispiel dafür ist „High Noon“ („Zwölf Uhr mittags“). Man fiebert auf das große Duell hin und diese Spannung auf das bevorstehende Duell macht den Reiz des Zuschauens aus. Das eigentliche Duell um zwölf Uhr mittags ist dann erstaunlich unspektakulär. Heute würde man das genau umgekehrt machen: kurz die Figuren einführen, dann 60 Minuten Actionrumgeballere. Daher sind alte Filme einfach besser.

    Was mich an der Sciencefiction oft nervt ist das, was Ihr auch beschreibt: Die Einführung von allmächtigen Gegnern, die sich am Ende aufgrund eines Kniffs wie Pappkameraden ausnehmen. Ganz schlimm finde ich das bei Stargate (egal welches Franchise). Man kann die Gegner dort einfach nicht mehr ernst nehmen.
    Viel interessanter sind doch Gegner, die von vorneherein gewisse Schwächen haben, wie die Klingonen oder Romulaner.

    Grüße
    Stefan

  3. Don

    Moin!

    Der Padawan Riker muss nun (erstmal) ohne seinen Lehrmeister klarkommen!

    Marina und „My big fat greek Dining“…

    Dieses „Feuer“ vom Mr. Worf hat mich gleich mal sehr enttäuscht. Weil gar nicht gleich losgefeuert wurde, sondern Geordi erstmal erzählt, dass sich die Energie aufbaut und es dann in sechs Sekunden (für mich als Zuschauer eine halbe Ewigkeit!) soweit ist. Das hat mich sehr an meinen alten Tintenstrahldrucker erinnert, der hat sich auch immer nicht ausgemärt!

    Die Idee mit dem mächtigen Energiestrahl über den Deflektor wird dann übrigens in „Night Terrors“ nochmal aufgegriffen werden.

    Ich glaube, dieses „Number One“ soll wirklich verdeutlichen, dass etwas von Picard immer noch in Locutus steckt. Das sieht man auch deutlich an der Reaktion von Riker, der nämlich daraufhin sein typisches Riker-Gesicht mit den leicht zugekniffenen Augen macht: Riker ist einerseits verblüfft, dass er diese Anrede von Locutus erhält, andererseits ist der Samen gesetzt für eine möglicherweise rettende Idee, der nun in ihm keimen wird!

    Ja, die Borg Queen ist nochmal ein ganz eigenes Thema. Ich kann zwar durchaus nachvollziehen, warum die Star-Trek-Autoren sie später eingeführt haben, aber wünschte mir trotzdem, sie hätten es nicht getan. Dadurch verloren die Borg viel zu viel von ihrer Andersartigkeit.
    Ein bisschen ist das wie mit den Weinenden Engeln in „Doctor Who“. Man hatte mit ihnen in „Blink“ eine wirklich geniale und mitreißende Spezies geschaffen, das Ganze war mit dieser einen Folge aber irgendwie auch schon auserzählt. Sie konnten einen mit ihrer „Lebensweise“ nicht mehr wirklich überraschen.
    Das führte dazu, dass die ratlosen Autoren die Engel zwar nochmal zeigen wollten, aber nicht wussten, wie man sie wieder angsteinflößend darstellen könnte. Also machte man sie in „The Time Of Angels“ plötzlich zu blutrünstigen Killern, die den Menschen das verlängerte Rückenmark rausreißen. Und das, obwohl es in „Blink“ noch hieß: „The only psychopaths in the universe to kill you nicely. No mess, no fuss, they just zap you into the past and let you live to death.“
    Es wurde zwar in der Folge auch angesprochen, warum die Engel sich hier so verhalten. Aber trotzdem: In meinen Augen wurde dadurch viel von dem Mythos der weinenden Engel zerstört!

    Ja, diese Marathon-Story vom Admiral Hanson fand ich auch etwas merkwürdig und unpassend. Auch wenn es Hanson ja wohl v.a. darum ging, darauf hinzuweisen, dass Picard kein Überläufer, sondern ein Kriegsopfer ist.

    Die Szene, in der Picard/Locutus die Träne aus dem Auge kullert, ist für mich die berührendste in ganz „Star Trek“. Ich bekomme immer wieder Gänsehaut, wenn ich sie sehe.
    Dieser innere und aussichtslose Kampf Picards um seine Persönlichkeit, seine Individualität wird ja dann zum Glück auch in „Family“ nochmal aufgegriffen.

    Als Riker im Besprechungsraum darüber referriert, dass er die Kommandokette auf der Enterprise erstmal weitgehend unangetastet lassen möchte, sieht man, wie Beverly sich von der ganzen Szenerie abwendet. Sie trauert um Picard und kann mit solchem alltäglichen Kram derzeit überhaupt nichts anfangen.

    Naniten gegen Nanosonden – eine hübsche Vorstellung. ^^

    Jellico hätte Guinan achtkantig aus dem Bereitschaftsraum geworfen.

    In „The Emissary“ sieht man ja, wie Sisko und Überlebende seiner Crew im Rettungsschiff das Wrack verlassen. Wo sind sie dann hingeflogen? Bei Wolf 359 sind sie ja offenbar nicht geblieben, sonst hätte die Enterprise ja ihre Lebenszeichen detektiert.

    Als in der letzten Folge Worf auf Locutus zulief, prallte er an dessen Schutzschild ab und flog weit durch die Gegend. Davon ist jetzt nichts mehr zu sehen.

    Herrlich dieser entsetzte Blick von Wesley, als Riker den Kollisionskurs befiehlt.

    Ich denke eher, dadurch, dass alle Borg schlafen, sind sie nicht mehr in der Lage, die Funktionen, Energiefluktuationen oder was weiß ich zu überwachen und gegebenenfalls gegenzusteuern oder einzudämmen, sodass dies zu einer fatalen Spirale führt, die dann die Katastrophe herbeiruft.

    Aber im Prinzip ist das doch alles sehr plausibel, dass die Borg Schwächen haben. Jedes System ist vulnerabel, deswegen gibt es doch bei jeder Software andauernd Sicherheitspatches.
    Wieviel komplizierter muss es da noch für die Borg sein, die sich Technologie von tausenden der verschiedensten Spezies einverleiben, dies alles unter einen Hut zu bringen?
    Die Borg, die vermutlich am Anfang eher so wie die Pakleds waren, sind sicher im Laufe der Jahrtausende immer besser darin geworden, irgendwelche Fehlerquellen auszumerzen, aber die Grundgefahr, dass ihr System kompromittiert wird, wird immer bestehen!

    Wenn die Enterprise das einzige gewesen wäre, was von der Föderation übrigblieb, so wie Simon das hier beschrieb, dann wär die Serie zu solch einer Mischung aus „Andromeda“ und „Mondbasis Alpha 1“ geworden.

    Als der Kubus explodiert, hat Picard einen kleinen Schwächeanfall, genauso wie Obi Wan Kenobi, als Alderaan zerstört wurde.

    Picard hat Kopfschmerzen, das letzte Mal hatte er das in „The Battle“ und Beverly behauptete, sowas gäbe es im 24. Jahrhundert gar nicht mehr.

    Riker hat die Menschheit gerettet und wird zum Dank dafür am Ende wieder zum Commander degradiert?

    Wobei ich das Ende von LOST, sprich: die letzte Episode, eigentlich ganz gut fand. Ich halte lediglich die sechste Staffel, die bis dorthin führte, für wirklich furchtbar.

    Fazit?
    Ja, die Folge fällt gegenüber Part I etwas ab. Aber ich finde sie immer noch grandios. – Daumen rauf!

    „Klingonenbegegnung“, „Begegnung mit der Vergangenheit“, „Familienbegegnung“, später noch „Die Begegnung im Weltraum“ – die deutschen Synchro-Titel haben es irgendwie mit Begegnungen!

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    1. SarahCrusher

      Wieder etwas was die beiden T.s gemeinsam haben. Kirk will nicht Admiral sein und Riker ist lieber Commander. Beide durch die Rettung der Menschheit wieder degradiert.

      Bei Picards Träne war und bin ich noch immer sehr ergriffen. Damals war ich sicher jetzt ist er verloren.

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  4. Kai

    My 2 cents:
    Es muss sich sicher immer ein Teil der Borg regenerieren
    Da kann es schon sein, dass „sleep“ nicht geschützt ist.
    Und wenn der Befehl von einem besonderen Borg wie Locutus kommt wird es vielleicht noch eher befolgt.
    Auch wenn wir erst später wissen, dass er praktisch zum Borg König werden sollte kann man doch erkennen, dass er kein 08/15 Borg ist.
    Damit kann ich mir auch erklären, dass man nicht versucht mehr Borg zu retten und das die Zeit eh verdammt knapp ist.

    Und ja wenn die Borg gerade die Enterprise zerlegen wollen, staut sich jetzt die Energie im Würfel 😉

    Zu Don:

    >Naniten gegen Nanosonden – eine hübsche Vorstellung. ^^
    Das hat der Holodoc dann ja geschafft 😉

    >Rettungskapsel
    Gute Frage, die muss in der Zeit außer Sensorreichweite geschafft haben.
    Halte es nicht für unplausiebel, dass z.B. Frachter sie aufgenommen haben.

    >Locutus Schild
    Gute Frage, die Borg brauchen wohl die Energie anderweitig 😉

    Die Queen ist auch für mich der größte Mist mit den Borg.
    Aber gut, vielleicht haben sie durch Locutus gesehen, wie toll so ein Leader ist und haben ihre Präsenz hochgefahren.
    Auch vielleicht um einen Mangel wie das „alle einschlafen“ zu verhindern, eben weil eine Queen darüber wacht.

    Ja die Borg wurden, besonders in Voyager, schwächer. Bzw., laut Erklärung wurde Starfleet stärker…
    In First Contact konnten die Schiffen dem Kubus ja ordentlich Schaden zufügen.

    Warum die Borg aber auch immer nur einen Kubus schicken kann auch eine Queen nicht erklären 😉

  5. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!
    Zunächst freut es mich zu hören, dass es die Jupiter-Aussenbasis noch gibt (Orion lebt!).
    Wie die Borg funktionieren? Ich vermute ja, dass, in Analogie zu einem Ameisenstaat, jedes Schiff eine Königin hat. Wir haben sie bisher nur nicht gesehen. Vielleicht war die bisherige Königin dieses „Nests“ gestorben und sie brauchten einen Ersatz. Das könnte erklären, warum Picard einen Rest an Individualität behalten konnte.
    Sollen wir uns vorstellen, dass die Borg ursprünglich ein Volk waren, das sich technisch verbessern wollte, was dann aber schiefging, weil sich die Sache verselbständigt hat? Oder steckt da ein irrer Plan eines Androiden dahinter (siehe mein Kommentar der letzten Woche)? Das passt für mich eher zu dieser aggressiven Vorgehensweise.
    Ich kann mich noch an die Bilder aus DS9 erinnern, wo die Schlacht gezeigt wurde. Da war keine Strategie erkennbar, jeder flog drauflos und versuchte, einen Schuss anzubringen.
    Die Idee, die Borg einfach schlafen zu schicken klingt erstmal eher dämlich. Aber letzten Endes ist es wohl doch besser die Borg an einem Softwarefehler scheitern zu lassen, als sie einfach mit der nächstgrösseren Kampfmaschine einfach niederzuknüppeln. Hat ja bei Independence Day auch geklappt.
    Allerdings bin ich sicher, dass Kirk sich nicht so leicht hätte assimilieren lassen. Der hätte nur so getan als ob oder sich mit eisernem Willen aus dem Bann befreit und nachher noch einen Witz gerissen… okay, das wäre vielleicht noch dämlicher gewesen.
    Warum man sich nicht mit dem Studium oder der Rettung der Borg aufgehalten hat? Leute, die standen schon direkt vor der Erde! Einmal den falschen Schalter umgelegt, und die machen da weiter, wo sie aufgehört haben!
    Gewundert hat mich am Schluss nur noch, dass Picard wieder in seiner Captainsrolle dasitzt und Papierkram erledigt. Müsste er nicht erst mal in die Reha? Oder gleich in den Zwangsurlaub? Oder wenigstens zur MPU?
    Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von diesen beiden Folgen halten soll. Insgesamt ist mir die Geschichte doch zu düster, aber das ist ja das Gute an Star Trek, es ist für jeden was dabei.

  6. Michael from Outer Space

    Hallo nochmal!

    Sebastian, ich finde deine (indirekte) Erwähnung des VOYAGER-Cliffhangers „Unimatrix Zero“ spannend, weil Marta & Kuba ihn kürzlich auch diskutierten und dabei genau wie du die Borg-Queen mit der Herzkönigin aus „Alice im Wunderland“ verglichen.

    Ich finde die Idee des dezentralen Kollektivs sehr cool und bin etwas enttäuscht, dass die Borg so schnell einen Anführer bekommen. Für mich funktionieren sie immer dann am besten, wenn sie keinen Anführer haben und eher an eine unaufhaltsame Zombiehorde oder einen Heuschreckenschwarm erinnern.

    Dennoch ist Picards Assimilierung und sein Charakterdrama der stärkste Teil dieses Cliffhangers und der gefällt mir auch richtig gut. Die Szene mit seiner Träne finde ich ergreifend, v.a. weil er in „Family“ weinend im Schlamm liegt. Überhaupt ist dieser Arc in meinen Augen ein Dreiteiler. Wenn sie in der nächsten Folge schon wieder zur Tagesordnung übergegangen wären, würde es mir weit weniger gut gefallen. Riker wird nach dem vorläufigen Sieg über die Borg aber leider wieder vernachlässigt, das ist nicht so toll. Er bekommt zwar seine Episoden, die aber nichts mit „The Best of Both Worlds“ zu tun haben.

    @Kai:
    „In First Contact konnten die Schiffen dem Kubus ja ordentlich Schaden zufügen.“
    Ja, aber erst nachdem Picard in die Schlacht eingreift! Vorher wurde zwar seine Außenhülle stark beschädigt, aber er konnte wieder eine ganze Flotte inkl. des Admiralsschiffs zerstören. Das müssen wir bei der Filmbesprechung zu Star Trek VIII nochmal diskutieren! 😉

    Unbedingt erwähnen möchte ich einen (relativ) neuen Star Trek-Podcast, der von Tanja aka TaoTao zusammen mit Peter, den manche von euch als „Anrufer“ vom Discovery Panel kennen, betrieben wird. Sie besprechen darin keine einzelnen Episoden oder Filme, sondern übergreifende Themen:
    https://trekkiepedia.podigee.io/
    Hört mal rein, wenn ihr Zeit und Lust habt! Ich finde den Podcast jedenfalls sehr cool.

    Ich freue mich schon auf die Diskussion zu „Family“. Bis dahin wünsche ich euch allen Gesundheit und eine gute Zeit!

    LL&P 🖖 👋
    Michael from Outer Space

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    1. Randolph Carter

      Apropos Voyager, etwas Kurioses:
      Recht am Anfang der “The Real Ghostbusters”-Folge “Citizen Ghost” ist von einem “Transwarp Drive” die Rede. Die Folge stammt von 1986, ist also nicht von TNG oder VOY beeinflusst.
      Immerhin heißt es nicht nur “Transwarp”, sondern sogar “Transwarp Drive”. Ein erstaunlicher Zufall.

      Bei der Bewertung der Borg bin ich zwiespältig:

      Ich mag die Stimmung, die Spannung, die Charaktermomente und Picards schöne historische Anspielung im ersten Teil.
      Zudem sind die Borg eine kluge Idee: In unserer Welt gewinnt die Philosophie des Transhumanismus ganz real an Bedeutung, also die Perfektionierung unseres Wesens durch biologische Optimierung und durch eine enge Verbindung zu Computern.
      Zudem sind wir heute in einem Maße vernetzt, wie man es sich damals kaum vorgestellt hätte.

      Auf der anderen Seite ist es eine Stärke von Star Trek, von dem Klischee von Außerirdischen abzurücken, die die Erde erobern wollen. Zudem haben die Borg in Star Trek schnell ihre faszinierende Fremdartigkeit verloren, wie Du auch geschrieben hast.
      Viele Autoren scheinen zu erkennen, dass das Borg-Konzept interessant ist, und haben die Borg daher häufig eingesetzt, sowohl im Fernsehen als auch in den Büchern — für meinen Geschmack zu häufig.

      Da es mein erster Kommentar ist: Danke für die Liebe, die ihr in den Podcast steckt, den ich ca. seit Mai 2019 höre und den ich endlich angemessen unterstützen kann.
      Ihr lasst mich im Alltag wieder in die interessante, wohlige Star Trek-Welt eintauchen, die mir seit frühester Jugend am Herzen liegt. Danke, dass ihr so viele auf eurer Reise auf der ”Memory Lane” mitnehmt und auf sympathische Weise neue Einsichten und Perspektiven auf Details oder Grundsätzliches bietet.

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      1. Don

        Wobei es „Transwarp“ ja auch schon bei der Excelsior in Star Trek II/III gab.

        1. Randolph Carter

          Also darauf wurde in der “The Real Ghostbusters”-Folge Bezug genommen.

          Danke für den Hinweis, Don! 🙂

  7. Michael

    Die Auflösung der Folge war mir immer schon zu mager. Aber die Szene mit dem Einsatz der Untertassensektion entschädigt dafür. In Summe Daumen hoch, aber kein Award für beide Teile.

  8. Kernkrank

    Kann es sein, dass ab dieser Staffel die alten Uniformen auch für die Statisten endgültig abgeschafft worden sind? Fiel mir beim schauen irgendwie auf, und auch bei „Brothers“ konnte ich keine entdecken.

    Sorry wenn das schon im Podcast erwähnt wurde, muss mir dann irgendwie entgangen sein…

    1. Kai

      Sie werden immer weniger, aber ab und an sieht man sie doch noch.
      Bzw. gibt eine neue „Hintergrund Uniform“: Mit Kragen und Reißverschluss vorne.

  9. Stephan

    Also für mich ist das mit der beste Zweiteiler der TNG-Zeit. Fand und finde den immernoch großartig.

  10. Michael Kleu

    Ich fand es unglaublich klasse, dass man Riker als Captain das Picard-Manöver machen lässt. Großartig!

    Damit wären wir jetzt also in Staffel 4, die ja, zumindest in ihrem ersten Drittel (weiter habe ich noch nicht geguckt), eine richtige Familienstaffel ist. Bisher gefällt mir die Staffel richtig gut.

  11. Krassling

    Die Borg sind ja ungeheuer beliebt, obwohl sie als einzelne Figuren ja nicht so viel Charakter haben. Muss wohl irgendeinen Nerv treffen.
    Es gibt übrigens ein Hörspielprojekt, in dem euer Vorschlag einer Enterprise als einzigem Schiff einer desolaten Föderation umgesetzt wurde. Star Trek Lost Frontier von loyal books.

    Ich finde die Lösung mit dem Schlafbefehl auch heute noch elegant. Vermutlich das nächste zu einem Computervirus, was man damals dem Zuschauer verkaufen konnte. Und es ist eben doch eine menschliche Idee der Figuren und nicht eine reine Tech-Lösung.

  12. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    Dir Beilegung des Shelby-Riker-Konflikts fand ich auch eine Nummer zu flott und reichlich platt. Die Abwesenheit Geordis ist mir bis zu Eurem Podcast gar nicht aufgefallen, und super dass Transporter-Miles mal aus der Busfahrerrolle auskommt.

    Die Problemösungen erscheinen mir viel zu simpel. Jo,,dann beamen wir mal rüber und holen den Boss wieder raus. Gesagt, getan. Und dann die Drohnenschlaf-Lösung? Ich hätte der Schwarmintelligenz schon zugetraut ein Dreischichtsystem zu implementieren, das auch per Fernbefehl nicht zu unterlaufen wäre. Selbstzerstörung, wenn alle am pennen sind? Och nööö. Es wäre ein leichtes gewesen per Virus, durch Data eingeschleust, die Reaktorkühlung lahm zu legen oder wo immer der Kubus seinen Saft her bezieht. Das alles mag so 1990 funktioniert haben, heute wirkt das etwas banal.

    Wie schon anderweitig erwähnt, sind es oft die simpelsten Schwachstellen, durch welche sich außerirdische Supermächte überrumpeln lassen. Mal werden Aliens von irdischen Mikroben angefressen (War of the Worlds) oder durch einen antiquierten Computervirus gemeuchelt (Independence Day). Das ist schade, dass man uns so simple Lösungen verkaufen möchte.

    Die Gesichtsfarbenänderung Picards war mir auch nicht aufgefallen. Danke für die Erleuchtung. Die kurze Szene ohne HD ist hingehen auffällig.

    Die spätere Einführung einer Borg Queen finde ich passend und stimmig. Hinter dem Bienenhaufen muss ein Mastermind stehen, denn sonst wäre zielgerichtetes Handeln, Abwägen, Entscheiden, Priorisieren kaum möglich, taktisches Handeln schon gar nicht. Eine KI wird das vermutlich nie können, wenn Optionen zu komplex sind und man auch noch die Aktionen eines Gegners abschätzen muss. Dramaturgisch ist das Borgkollektiv auch nicht „böse“ genug, weil es ja nur einem Programm folgt, die Borg Queen aber weiß was sie tut.

    Die Picard-Drohne befindet sich auf einer LIEGE. Eine Bahre wäre es erst nach dem biologischen Ende, siehe Aufbahrung. Beim Notarzt ist es eine KrankenTRAGE, aber keine Tragbahre.

    Wie auch immer, es war mit dem Cliffhanger ein fulminanter Start in die 4. Staffel und vielleicht waren die zwei Episoden auch das Ticket ins 21. Fernsehjahrhundert für Star Trek.

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