#328: The Jem’Hadar (DS9 2.26)

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12. Juni 1994:
Eine Staffel lang musste er reifen – nicht bloß der Plan des Dominion, sondern auch der des Ira Behr. Ein trügerisch komödiantischer Campingausflug wandelt sich, als die dreigesichtigen Antagonisten zu zwei Dritteln aus dem Schatten treten, und zeigt eine Bedrohung, die seit den frühen Borg nicht so ernst war – und geliebte Bilder stürmt, von denen wir uns erst vor zwei Dienstagen verabschiedeten.

In Deutschland: Der Plan des Dominion, ausgestrahlt am 3. Oktober 1994.

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare

  1. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    „Row your Boat“ und Marshmelonen, wer musste bei diesem Campingausflug nicht daran denken? So wie wie die augenzwinkernden Macher inzwischen kennen, sollte es nicht wundern, wenn man auch hier dem Zitierspaß frönt.

    Quark, Nog und die beiden Siskos sind schon eine irre zusammengestellte Truppe, die Potenzial auch für Comedy hat. Ein brennend kreischender Quark hat mich sehr erheitert, und dass hier ein Ferengi mal zum Hauptstichwortgeber wurde: super. Ich freue mich schon auf Quark und Odo bei der Bergsteige-Odyssee… danke für die vielen tollen Hintergrundinformationen!

    Ein Gestalt annehmender (Metapheralarm) neuer Gegner schürt freudige Erwartung. Sehr schöne Besprechung!

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  2. Dominik Hug

    Tolle DS9-Episode,
    Tolle TaD-Episode!

    Ich hab immer das Gefühl gehabt, man will sich mit der Zerstörung der Odyssey vom grossen Bruder TNG lösen. The old king is dead, long live the new king – oder so.

    Kurze Ergänzung: The Shield-Darsteller Michael Jace spielt hier den ersten Offizier der Odyssey. Ich hab mich beim Gucken von The Shield irgendwie gefreut, dieses Gesicht aus dieser Folge wiederzusehen.

    Jace mittlerweile… nun… der hat 2014 nach einem Streit seine Frau erschossen und wurde wegen Mordes verurteilt.

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  3. Patrick

    Hola,

    auf mich wirkte die Szene zwischen Dax und dem Captain ganz anders, zumindest im Deutschen. Es klang ehr so als wolle er Dax abwerben.

    In dieser Episode ist mir zu der Entwicklung der Ferengi noch etwas aufgefallen, das Dominion stellt hier klar dass Sie nicht am Handel interessiert sind und sich einfach nehmen was sie wollen. Mit diesen Infos und den zukünftigen Ereignissen hätte ich mir gewünscht das die Ferengi Allianz (FA) sich dem Bündnis später anschließt. Denn ganz klar hat die FA eine mächtige Flotte die Ihrer Interessen schützen soll, ähnlich wie heute viele Kriegsschiffe vor Afrika Transporter schützen sollen. Es hätte den Ferengi noch mehr tiefe und Bedeutung gegeben und hätte die alten TNG Ferengi aufgreifen können. Und auf meinen alten Karten der Föderation ist die FA gar nicht so klein.

    VG Patrick

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    1. sternburg

      auf mich wirkte die Szene zwischen Dax und dem Captain ganz anders, zumindest im Deutschen. Es klang ehr so als wolle er Dax abwerben

      Ich hab es gerade nochmal geguckt und für mich klingt das auch im Originalton so. Wobei das nach meinem Verständnis eher als Ausdruck des Respekts gemeint war.

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  4. Kleiner Bruder

    Ja toll, ihr nehmt da bei Hitze auf und hier ist es kalt und nass wie in manchem Herbst nicht.

    Tach auch!

    Wieder eine faszinierende Folge, die sowohl das Dominion als auch die Föderation nicht gut dastehen lässt. Das Dominion schaut also erst mal zu, wer da kommt, sagt nichts, wartet, bis die sich eingerichtet haben – und haut dann zu! Und die Föderation sagt sich, oh, da fühlt sich jemand auf den Schlips getreten, ach, der ist uns technisch in allen Belangen überlegen – na, da schicken wir jetzt mal ein Kriegsschiff hin und sagen denen, dass das so nicht geht! Kann ja passieren, klug ist das alles nicht.

    Warum sagt die Eris zunächst, dass die Founder ein Mythos seien? Will sie prüfen, wieviel Sisko schon weiß? Wenn die sich schon so gut informiert haben, dann sollten sie doch wissen, dass ungelöste Rätsel geradezu eine Einladung darstellen.

    Der Name Eris ist aber auch schon verräterisch, das ist nämlich der Name der griechischen Göttin des Streits und der Zwietracht. Oder ist das jetzt schon ethnozentrisch? Quark hatte ja durchaus einen Punkt mit den Vorurteilen der Menschen gegenüber den Ferengi. Ich glaube, das ging den meisten Zuschauern genauso, „ach, ein Ferengi, alles klar“.

    Ja, Deep Space 9 ist gut, aber damals fing es an, unbequem zu werden. Es war nicht mehr die Wohlfühlserie, in der (fast) jeder Konflikt in fünfundvierzig Minuten mit Diplomatie gelöst werden konnte. Hatten die „Propheten“ einen Plan? Gute Frage. Ich bin gespannt, wie das Fazit am Ende der Serie ausfallen wird.

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  5. Friday

    Tach ihr beiden!

    Die zweite Season DS9 als neue Nummer 1 in der Bewertungliste? Das ist echt stark und hätte ich nicht erwartet.
    Vor allem wenn man weiss, was da alles noch bei DS9 passieren wird, kann ich mir NICHT vorstellen, das es dabei bleibt! Wir werden es erfahren.
    Eigentlich hätte ich bei dieser Folge sogar noch erwartet dass ihn den Landarzt noch zückt. Aber ich kann Sebastians Argument duchaus selbst nachvollziehen, in der Mitte zieht sich das Ding ein kleines bisschen, endet aber mit einem fulminanten Knall, eben besagter Odyssey!
    Kann man eigentlich auch hier einen kleinen Metakommentar der Macher ablesen, weil besagtes Galaxy-Class Schiff, was man als Zuschauer immer als die Enterprise identifiziert, so auf tragische Weise aus dem All geblasen wird, sprich: Odyssey´s End? Oder intrepretiere ich da zu viel hinein?

    Liebe Grüße, Thomas

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  6. Dirk

    Die Darstellerin der Eris, Molly Hagan, spielte übrigens in der zweiten Staffel von The Orville die Ehefrau von einem Charakter, welcher von Robert Picardo verkörpert wurde.

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    1. Maestro84

      Warum sieht Sebbe aus wie Arcturus Mengsk? ;p

      1. Randolph Carter

        Zugegeben, Sebastian sieht zwar würdevoll aus, wirkt aber vielleicht etwas zu ernst, fast schon pastoral. ^^ Ich hatte dem KI-Bild-Generator u. a. nahegelegt, Sebastian solle von sanfter Abenddämmerung beleuchtet in einer prächtigen, altehrwürdigen Bibliothek stehen. Mein Gedanke dabei galt dem Stadtarchiv von Lüdenscheid.
        Die KI dachte dann wohl, dass dann auch Sebastian altehrwürdig sein müsse. 😀

        Zum Schreiben des Gedichtes habe ich GPT Sebastian u. a. als Podcaster und als „media and history journalist intrigued by his town’s local history“ beschrieben. Daraus wurde „a scribe of history and screen finds in his local tales an unseen sheen“. Okay, kann man machen.
        Leider fiel mir zu spät ein, dass ich ihn auch noch als „Haircut Connoisseur“ hätte beschreiben können. ^^

        Mit dieser Zeile war ich zunächst nicht ganz zufrieden:
        „He seeks the truth, though details may be frail.“
        Man könnte es einerseits so verstehen, dass Sebastian aus dürftigen Informationen alles rausholt, was ja gut ist. Man könnte es aber auch so deuten, dass Sebastians Blick für Details „frail“ sei, was ja nun gar nicht stimmt.

        Ich habe GPT daher mal gefragt, wie er diese Zeile selber versteht. Die Antwort:
        „In this line, the poet notes that the scribe is in pursuit of truth, which is a common theme in both history and journalism. The phrase ‚details may be frail‘ suggests that information may be incomplete, incorrect, or ambiguous, reflecting the complexity and uncertainty inherent in seeking the truth in any narrative. The ‚frail‘ details could also represent the imperfections and subjective nature of human memory and storytelling.“

        Na gut. Dann ist es ja doch recht treffend.

        Wenn die Vorlese-KIs noch besser werden, werde ich das Gedicht vielleicht von Patrick Stewart — bewusst ein wenig over-the-top und theatralisch — vortragen lassen. 🙂 Mal schauen.

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  7. sternburg

    Krass gute DS9-Folge, tolle TaD-Folge, herausragend gute (und toll vorbereitete) Einführung einer fremden Bedrohung in einer Serie.

    Dabei mehrere fantastische Dialoge inklusive Qarks wahnwitzig geiler Erschütterung der Föderations- Menschen-Utopie und unser aller feisten Gewissheit, den Ferengi moralisch überlegen zu sein. Roddenberry an exakt der richtigen Stelle an den Eiern gepackt und über Bord geworfen. Und dazu passt dann auch der von Simon ausgebuddelte Drehbuch-Gag mit den Souvenirnadeln. Ich höre Euch nicht nur für sowas, aber da lag ich ernsthaft baff auf dem Rücken.

    Für mich ein Award. Kann man anders sehen. Aber anderes als ein Daumen hoch lasse ich hier nicht gelten. Geschmack hin oder her.

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    Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich als Kind/Jugendlicher auf Sat 1 zum ersten Mal auf die Jem’Hadar stieß und wie das für mich war. Es muss diese Folge oder einer der anderen gewesen sein, wo man in einem Wald mit ihnen zu tun hat. Und mein Gefühl damals war leider: „Schade, ich weiß null, worum es geht und wer diese Leute sind, ich habe anscheinend zu viel verpasst, diese Star-Trek-Serie ist wohl nichts für mich.“

    Und ich hab DS9 dann fürderhin weitgehend ignoriert. Immer in dem Gefühl, etwas tolles zu verpassen. Weil faszinierend fand ich diese Leute schon.

    Wir reden oft darüber, wie geil und modern es ist, dass sie bei DS9 eine mehr oder weniger kontinuierliche Handlung haben. Und ich bin der erste, der dieses Wort schwingt. Aber meine persönliche Erfahrung als TV-Konsument in den 90ern spricht dagegen. DS9 hatte mich damals, als es darauf ankam, als Konsument verloren. Mit meiner vermarktbaren Aufmerksamkeit mussten dann andere Produktionen Geld verdienen.

    Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem es im Wortsinne undenkbar war, sich zur Abhelfe dieser Situation VHS-Boxen zu kaufen (oder später DVD-Boxen). Das war einfach so. Mein erster richtiger DS9-Run fand dann erst viel später statt, als ich schon Student war und wir alle Internet hatten und ich mir das ohne schlechtes Gewissen ob der Kosten auf schattigen Internet-Seiten streamen konnte. Und seitdem bin ich großer DS9-Fan und werde das bei jedem Rerun mehr.

    Mein zweiter und dritter rerun fand ebenfalls auf so schattigen Internet-Seiten statt, mein vierter bis sechster auf Netflix und aktuell gucke ich das auf Paramount+. Insofern habe ich wohl im Laufe der Zeit meinen fairen Teil an die Produktion gezahlt. Aber wer auch immer denen damals damit auf die Nerven ging, mit der kontinuierlichen Erzählweise verstoßen sie Zuschauer – ich war damals einer dieser Zuschauer. Ich bin nicht stolz drauf. Aber es ist so.

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    Nunja, ähm, können wir kurz darüber reden, dass Nogs so schlimm feiger erster Impuls, zurück auf den Flitzer zu beamen, auch für Jakes übermütigen Befreiungsimpetus die klügere Variante gewesen wäre? Von da aus mit Übersicht, überlegener technischer Ausstattung und in gewisser Sicherheit nachschauen, was da unten eigentlich los ist? Und wenn das nicht weiter führt, dann könnte man ja immer noch zurückbeamen und in Handarbeit den Spuren folgen? Gibt von mir als Science Project Crime Search jedenfalls allenfalls ein wohlwollend gemeintes Befriedigend.

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  8. Tom

    Man kann Quark einiges vorwerfen (Profitgier, Hinterhältigkeit), aber das muss ich ihm lassen: Er ist fleißig, tüchtig und strebsam.

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  9. Maestro84

    Dass die Ferengi keinen Völkermord oder Sklaverei kennen, glaube ich Quark aber nicht. Es mag sein, dass man untereinander nicht so weit ging, wobei die Arbeitsverhältnisse schon nach Sklaverei klingen, aber außerhalb der eigenen Spezies sind die Ferengi schon dafür bekannt, als Piraten, Sklaven- oder Waffenhändler umtriebig zu sein. Deshalb sind die Vorurteile von u.a. Sisko eher keine solchen, sondern das Ergebnis von Erfahrung der Föderation mit diesen kleinen Kobolden.

    Ansonsten erinnere ich mich irgendwie oft an diese Folgen, wenn ich an schlechte Raumkämpfe denke. Ich habe DS9 nachgeholt, als B5 schon in Staffel 3 oder 4 lief und war ich arg unterwältigt. Da hilft es noch weniger, dass ein Eliteschiff Marke Galaxy so leicht aus dem Weg geräumt wird, während drei Begleitschiffe davondüsen. Dass hingegen die ganze Führungsgruppe mit in die Schlacht zieht, ist ja so ein Blödsinn vieler Serien. Jeder, der mal länger gedient hat, kann da immer nur laut lachen.

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  10. Florian

    Für mich irgendwie der wahre Beginn von DS9! 🙂

  11. BjoernHH

    War die Odyssee wirklich ein Galaxy-Class-Schiff? Der Teil unten sah irgendwie anders aus als bei der Enterprise. Fast schon mehr wie dieser Hängebauch bei der Excelsior(?)-Klasse.

  12. Thorsten

    Die Folge hat mich gut unterhalten.
    Damals dachte ich: „Ja, sicher! Galaxy -Klasse zerstört. Doofe Serie, taugt nix!“
    Nur der Plan des Dominion leuchtet mir immer noch nicht ein.
    Die warten auf Hintertupfingen VII bis eine Föderations-Campingtruppe dort landet, holen die zufällig vorbereitete Vorta raus, starten das Schauspiel „Wir tun so als ob…“ und jubeln die Vorta dann dem Sisko unter.
    Wieso schicken die nicht einfach eine Vorta durchs Wurmloch, damit diese mit einer präparierten Hintergrundgeschichte um Asyl bittet und sich dann in aller Ruhe in der Föderation umsieht?

    Andere Frage: Habt Ihr in dieser Folge nicht die Landarzt-Frage gestellt? Und habt Ihr bei der Beschreibung des Gefechts ein paar Sekunden rausgeschnitten?
    Die fehlende Landarzt-Frage ist mir in vergangenen TaD-Episoden schon mal aufgefallen. Oder vertue ich mich da?

    1. Sebastian

      Nabend Thorsten,

      ganz bestimmt habe ich da geschnitten, denn jede unserer Folgen enthält eine vierstellige Anzahl Schnitte. Zum allergrößten Teil sind das aber nur Stummschalten des Nicht-Sprechers, Pausen, Atmer, Schmatzen, Stuhlknarzen, Ähs, andere Denklaute, Füllwörter und gedankenlose Floskeln. Viel seltener was Inhaltliches – wenn z.B. ein Satz missglückt und der Sprecher nochmal neu ansetzen möchte. Kann sein, dass hier ein solcher Fehlstart passierte, aber ich erinnere mich nicht mehr, denn die Folge schnitt ich schon vor sieben Wochen. Sinngemäß wird ganz selten mal was gekürzt. Nur dann, wenn einer von uns am Morgen nach der Aufnahme nach Einer-Nacht-drüber-Schlafen nicht einverstanden ist mit einer seiner Äußerungen. Das kommt vielleicht einmal im halben Jahr vor. Hier war es nicht der Fall, das wüsste ich auch nach sieben Wochen noch.

      Die De-Kelley-Frage stellen wir uns nicht jede Woche. Nur dann, wenn wir beim Fazit merken, dass wir beide voll am Start sind. Bei dieser Episode z.B. stellte sich im Fazit heraus, dass wir den Mittelteil in der Höhle etwas zäh fanden. Damit stand’s eigentlich schon fest – kein Award, so hatte sich die Frage am Ende erübrigt.

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

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      1. Thorsten

        Danke für die Erklärung 😊

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