Trek am Freitag #64.1: Im 21. Jahrhundert…

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TaDs Beitrag zum 60. Star-Trek-Jubiläum ist ein Vierteiler; monatlich erscheint je eine Folge. Star Trek begleitet seit 60 Jahren unsere Kultur und Weltgeschichte. Existiert in ihr, ist ein Produkt aus ihr. Stellt sie auf trekkige Art und Weise dar. Kommentiert. Prangert an. Zeigt Alternativen auf. Skizziert eine bessere Zukunft, geboren aus unserer Gegenwart. Simon & Sebastian schauen sich diese enge Verwobenheit an. Im Rückwärtsgang bis zurück zum Anfang in den 1960ern – los geht’s mit dem 21. Jahrhundert. Ein düsterer Freitagstrek, aber die Nacht ist immer am dunkelsten, kurz bevor die Sonne aufgeht.

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Maestro84

    Am Strand in Scharbeutz sitzen und TAF hören, wo Simon und Sebastian KESs erzählen. Ehrenmänner.

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  2. Don

    Was mich an „Enterprise“ fasziniert hat, waren nicht die Xindi oder der temporale kalte Krieg oder überhaupt Story Arches.
    Nein, was mir wirklich gut gefallen hat, ist, hier auch mal die Entwicklung der anderen (späteren) Föderations-Völker zu sehen, allen voran die Vulkanier und Andorianer. Man hatte vorher immer das Gefühl, die Menschen hatten sich Laufe der Jahre immer weiterentwickeln müssen, aber alle anderen Spezies sind völlig monolithisch seit Jahrhunderten immer gleich geblieben. Weit gefehlt! Gerade die Vulkanier haben auch noch einen längeren Weg vor sich, manche kommen in „Enterprise“ sogar richtig verschlagen rüber. Da ist noch lange nichts zu spüren von dieser allgemeinen passiv-aggressiven Emotionslosigkeit, wie wir sie dann im 23./24. Jhdt. erleben, wenn Spocks rechte Augenbraue nach oben geht.
    Und auch Shran, der sich von einem gewaltbereiten und rassistischen Andorianer langsam zu einem Freund Archers entwickelt, ist auch einfach eine tolle Figur!
    Die Erklärung, warum es Klingonen ohne Stirnwülste gibt, hätte ich dagegen nicht gebraucht. Trotzdem war auch diese Erzählung noch halbwegs ok.

    Auch ich fand „Deep Impact“ um Längen besser als „Armageddon“.

    Ein Film, der auch so aus heiterem Himmel, wie Sebastian es nannte, kam, ist, denke ich, dann noch „Gladiator“. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Sandalenfilme ein totes Genre.
    Und mir würde vielleicht noch Christopher Nolan einfallen. Der hat zwar auch viele Superhelden-Filme gemacht, aber eben auch Sachen, die nicht wiederkäuend auf Früherem aufgebaut hatten, z.B. „Memento“, „Interstellar“ oder „Dunkirk“.

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  3. Mister Incredible

    Moin zusammen,
    „Enterprise“ fühlte sich schon recht fremdartig an. Dass man endlich ohne Brühwürfeloptik / schwarze Seitenbalken 16:9 gucken konnte war schon toll. Aber als der Knödelbarde los legte „It’s been a long road…“ dachte ich „Nee, oder?“ und das Wechselbad der Emotionen ging weiter. Die Evolution der Exploration vom Boot auf dem Meer bis Warp in der Titelgraphik – das hatte was. Als man den Song dann später poppig-gefälliger aufmotzte, wurde es für meinen Geschmack hörbarer.

    Euer Eindruck, dass man alte Geschichten wieder aufkochte und an den ausgelutschten tossigen Konflikten klebte, beschlich auch mich. Und natürlich dachte auch ich beim Anblick von T’Pol zuerst an den „Seven-of-Nine-Catsuit-Effect“, mochte dann aber die Vulkanierin mit ihrer alles verdorrenden Trockenheit sehr. Begeistert hat mich (und wohl auch viele andere) die Episode „Carbon Creek“. Ach, und Dr. Phlox war mein Favorit unter den Charakteren, John Billingsley – he nailed it. Das Werden der Föderation und Starfleet taugten sicher als Grundlage einer Serienerzähung, aber leider-leider sind es dann doch fast nur Weltraumabenteuer geworden. Vielleicht sollte man es noch einmal wagen – immerhin geht durch CGI heute mehr, sofern sinnvoll eingesetzt, und ich würde zu gern wissen wie es am 6. April 2063 und danach weiter ging. Und bitte die Bewohner „des Planeten“ in der Vordergrund rücken! Natürlich freue ich mich auf Eure ENT-Besprechungen, auch wenn es dann bedeutet, dass etwas Schönes sich zum Ende neigt.

    Cumberbatch als Khan war für mich wieder so ein Nee-Oder-Moment und dieses absurde Herumspringen auf umherfliegenden Rostmöhren in Form eines CGI-Exzesses, holte mich nicht ab. Von New Trek sind es gerade mal einige Folgen von Strange New Worlds die mich ansprechen, Academy empfand ich als den absoluten Tiefpunkt. Ach ja – Lower Decks als schräge Fan-Fiction-Fantasie konnte man auch mal gucken und Exocomp mit Narzissmus-Defekt auf einem Vogelplaneten – huch – Star Trek kann (darf) jetzt sogar Tabubruch und Widerwärtigkeiten zulassen! Geht Star Trek weiter? Ich kann mir „nein“ als Antwort nicht vorstellen. Eine 60jährige Popkultur-Legende gibt man doch nicht auf! Man kann noch immer alles Mögliche in die Wundertüte hinein legen, und wenn sie uns und die Nachgeborenen zu überraschen vermag, darf sie auch 100 werden und ihre eigene fiktive Vergangenheit überholen. Hoffentlch gibt’s dann kein temporales Paradox.

  4. Doris

    So oft wenn ich euren Podcast höre überlege ich, ob all diese Serien nicht immer für die „aktuelle“ Zielgruppe gemacht werden und in einer bestimmten Zeit am besten funktionieren – wobei ich jetzt auch nicht sagen kann, wer diese „aktuelle“ Zielgruppe ist. Als Voayager raus kam war ich als Teenager begeistert: endlich wieder ein Raumschiff, endlich wieder Geschichten wie in TNG, nur eben in einer modernen Optik und mit mehr Action. Heute seh ich das etwas anders 🙂 Aber auch Enterprise war eine Serie, die mir damals sehr gut gefallen hat. Vielleicht ist es doch so, dass uns vieles aus der Zeit gefällt, in der wir erwachsen werden und unsere Vorlieben entwickeln – so auf eine e
    intuitiv-emotionale Art und Weise. Oder ist es der Gänseeffekt? man mag die ersten Serien, die man als frisch geschlüpfter Fan sieht immer ein bisserl mehr als andere? 🙂

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  5. Bridge66

    Hallo Jungs,

    das ist ja spannend. Eure Vorgehensweise erinnert an Kes‘ Zeitreise in „Before and after“. Und es ist total nachvollziehbar. Star Trek, wir müssen reden. Oder: Quo vadis, Star Trek?

    Als sich Voyager dem Ende näherte und schon über Planungen für eine neue Serie berichtet wurde, dachte ich „Och nö, muss das sein? Wäre es nicht besser, eine kreative Pause einzulegen?“ Wie ich schon an anderer Stelle erwähnt habe, hat mich Voyager mit der vierten Staffel erst mal verloren und als in DS9 der Dominion-Krieg ausbrach, hatte ich mich auch da zurückgezogen. In Stargate hatte ich Ersatz gefunden. Ich war schon großer Fan des Films und nachdem ich den Piloten von SG1 gesehen hatte, war ich „hooked“ wie der Engländer und Simon sagen würden. Ja, Stargate hat Humor, jede Menge sogar. Jedes Mal, wenn Colonel O’Neill den Mund aufmacht. Und vielleicht ist dieser Humor für euch Jungspunde altbacken, aber ich bin schließlich auch altbacken.

    Doch zurück zu Star Trek: Ich hatte das damals so verstanden, dass die Quoten dramatisch gesunken waren. Und trotzdem sollte eine neue Serie entwickelt werden? Das müsste aber schon etwas ganz besonderes sein, wenn das funktionieren soll. Ich kannte Scott Bakula aus „Zurück in die Vergangenheit/ Quantum Leap“ und mochte ihn, auch wenn ich nur wenige Folgen davon gesehen hatte. Ich wollte „Enterprise“ eine Chance geben, doch vom Piloten war ich enttäuscht. Gähn, been there, done that, bought the T-Shirt. Vielleicht wäre es wirklich besser gewesen, wenn zumindest die erste Staffel auf der Erde gespielt hâtte, die Verhältnisse post First Contact gezeigt hätte und die Vorbereitungen für den Aufbruch ins Unbekannte. Ich war einfach Star Trek müde. Ich brauchte ein paar Jahre, bis ich mich wieder herantraute und dann doch auf den Geschmack kam. Die dritte Staffel war mir zu düster. Es mag ein oder zweimal funktioniert haben, dass ein Film erfolgreich war, wenn die Erde in Gefahr war, aber das nutzt sich schnell ab. Es ist ja klar, dass der Erde nichts passiert, wir wissen ja, dass es sie 100, 200 und 1000 Jahre später immer noch gibt. Und wie will man das noch steigern? Die Föderation? Die Galaxis? Das Universum? Tja und da ist wohl spätestens Schluss. Einzelschicksale bewegen die Menschen (s. Timmy der Wal) aber je größer die Dimensionen, desto unpersönlicher wird die Sache (…und biss genüsslich in sein Fischbrötchen). Und immer wieder wurde über sinkende Einschaltquoten berichtet. Dann kam die vierte Staffel, wo sie angefangen haben, Lücken in der Star Trek Timeline zu füllen. Das hätte ich gerne weiter gesehen, aber da war es dann zu spät.

    Nemesis war auch für mich eine Enttäuschung. Aber dazu zur gegebenen Zeit mehr.

    Ansonsten habe ich um die Zeit nicht viel gesehen. Akte X, Firefly, Farscape, Battlestar Galactica. Auch wieder düster, düster, düster. WARUM???

    Was die Reboot-Filme betrifft war ich zunächst skeptisch. Als ich jedoch in der Filmzeitschrift ein Foto von Zachary Quinto als Spock sah, dachte ich, ja, das könnt was werden. Und was soll ich sagen, ich war durchaus angetan, auch wenn ich einiges davon too much fand. Aber hey, es spielt in einer alternativen Zeitlinie, also kein Grund sich aufzuregen.
    Bein zweiten Film war ich aber dann richtig verärgert. Die Khan-Story ist auserzählt, die muss nicht noch mal aufgewärmt werden. Ich mochte Cumberbatch als Sherlock und hatte mich auf einen neuen interessanten Charakter gefreut, stattdessen muss man eine komplizierte Erklärung an den Haaren herbeiziehen, um aus einem Inder (Khan) bzw Mexikaner (Montalban) einen blassen Briten zu machen. Häää??? Und dann der Gipfel – aber dazu zur gegebenen Zeit mehr.

    Ja, Sebastian, da sagst du was. Wiederkäuer. Teil 2, 3, 4ff, direct-to-DVD-Fortsetzungen, Remakes schon nach wenigen Jahren, Live Action Remakes von Animationsfilmen, und das ganze bis zum Erbrechen. Das macht auch vor meinem Lieblingsgenre, dem Mantel-und-Degen-Film (im engeren und weiteren Sinne) nicht Halt. Robin Hood, Die drei Musketiere, der Graf von Monte Christo oder Zorro – teilweise gab es im selben Jahr zwei voneinander unabhängige Produktionen zum selben Thema. Mit zweifelhaftem Erfolg bei Zuschauern und Kritikern.

    Auch ich hatte mich auf Discovery gefreut. Endlich wieder Star Trek im Fernsehen. Netflix? Na gut, wenn’s sein muss… Aber dann kamen die Einzelheiten. Ein Prequel – schon wieder? Und so kurz vor Kirk & co? Ein weiblicher Charakter mit männlichem Vornamen? Hmmm… Und eine (Adoptiv)Schwester von Spock? Wie klein die Galaxis doch ist… Und – och nööö, nicht schon wieder die Klingonen! Trotzdem, ich war gespannt und wollte es mögen. Und bis zu einem gewissen Grad funktionierte es dann auch. Lorca war so ein toller mysteriöser Charakter, aber dann kam das Spiegel-Universum und Lorca wurde zu Donald Trump. Aus Discovery wurde ein Unfall, bei dem man vor Entsetzen nicht weggucken konnte. Tja, die Hoffnung stirbt halt doch zuletzt. Parallel dazu habe ich an meiner Version der Star Trek Chronology gearbeitet, ein never ending Jigsaw Puzzle, und da bin ich Komplettist.

    Bei Lower Decks hat es ein wenig gedauert, bis ich mit dem anarchischen Humor und dem Tempo warm geworden bin. Aber als liebevolles „durch den Kakao ziehen“ hat es mir viel Spaß gemacht. Prodigy habe ich geliebt (Rok-Tahk 🥰), ich weiß nicht, was da hinter den Kulissen los war.

    Ich mag „Strange New Worlds“. Die Serie ist weniger düster, die Charaktere sind sympathisch, Papa Pike macht Frühstück, der Humor ist auf meiner Linie, nur James T. spielt mir hier eine zu große Rolle. Wäre er in der letzten Episode der Serie aufgetreten, um das Schiff von Pike zu übernehmen, wie es bisher Kanon war, okay, aber musste das sein, dass er schon in der zweiten Staffel auftritt?

    1:43: „Ich wollte Hoffnung haben, ich wollte Picard wiederhaben, der mir hilft in einer zunehmend komplexeren Zeit, der mir einen Ausweg bietet“. Das klingt dramatisch. Muss ich mir Sorgen machen? Wie verzweifelt muss man eigentlich sein, um seine Hoffnung aus einem TV-Franchise zu ziehen? Natürlich fühle ich mich von einer positiven Darstellung der Zukunft besser unterhalten als von einer Dystopie, deshalb bin ich ja Star Trek Fan. Es gibt Leute, die machen aus Star Trek eine Religion, aber da kann ich nur William Shatner zitieren: „Get a life!“. Und ja, ich war auch von Picard enttäuscht, weil die Stories der Staffeln weder Hand noch Fuß hatten. Es gibt einen Roman zur Serie, der die Vorgeschichte erzählt „Die letzte und einzige Hoffnung“ von Una McCormack. DAS hätte ich gerne als Serie gesehen, nicht den unausgegorenen Quark, der dann kam. Was war da los im Writers Room? Zu viele Köche?

    Interessante Fragen, die du aufwirfst, Simon. Vielleicht könnten diese in einer Serie behandelt werden, die auf der Erde spielt, z.B. Star Trek United, aber ich weiß nicht, ob ich die Antworten hören möchte, wenn Trump-Anhänger im Produktionsstab sitzen. Warten wir’s ab und harren der Dinge, die da kommen sollen.

    LL&P 🖖
    Eure Bridge

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  6. Kleiner Bruder

    Oha, dickes Brett heute. Der Zustand von Star Trek und das 21ste Jahrhundert in einem Trek. Ist es ein Zufall, dass es mit beiden schlecht aussieht?
    Der Niedergang von Trek begann für mich allerdings schon mit den TNG Filmen und mit Voyager. Über „Generationen“ und „Der erste Kontakt“ habe ich im Blog ja schon meine Rants geschrieben, „Der Aufstand“ juckt mir schon in den Fingern. Schon länger wollte ich eine Story schreiben, die meine Vorstellung wiedergibt und auch die von euch am Schluss gestellten Fragen behandelt. „Nemesis“ war für mich dann ein verspäteter Lichtblick. Aber irgendwie wurde Star Trek damals belanglos. „Voyager“ ließ die Prämisse nach der ersten Folge fallen und brachte Episoden, die keinen Eindruck hinterließen. Bei „Enterprise“ ließ mich der Vorspann zweifeln, nicht wegen der Musik an sich, sondern wegen der Optik, wie der Vorspann vom History Channel, und der Textzeile „Es war ein langer Weg, bis wir hierher kamen“. Ja und? Wo ist der Aufbruch ins Unbekannte, die Sehnsucht, der Startschuss? „Wir starten jetzt!“ hätte ich passender gefunden. Und nachdem wir Gestaltwandler, TNG Klingonen und einen „Temporalen Krieg“ quasi vor den Latz geknallt bekamen, waren die wenigen Episoden, die ich dann noch gesehen habe, erschreckend unspektakulär. Belanglos.

    Die JJ Filme waren ein Reboot, das mehr auf Spektakel als auf Story setzte. Man hat geschaut, was erfolgreich war – „Der Zorn des Khan“ – und hat fleißig kopiert. Ein Romulaner nimmt Rache, weil sein Planet nicht gerettet wurde, Khan nimmt Rache, weil die Föderation böse zu ihm war, ein Captain nimmt Rache, weil er nicht gerettet worden war – ernsthaft?
    STD oder DIS (wie Dissens) war ein verkapptes Reboot, das alles neu machen wollte, was Star Trek einmal ausgemacht hatte. SNW und SFA sind die Nachfolger, die noch die Schwächen von STD in sich tragen, und PIC kann ich nur als Jean Lucs Albträume verstehen. Man hat nichts zu erzählen, setzt auf Spektakel vor Story vor Charakter. Und das nicht nur in Trek, andere Filme zeigen das gleiche Symptom. Projekt Hail Mary hat so ziemlich alles weggelassen, was nach ernsthafter Wissenschaft ausgesehen hätte und eine Variante der Big Bang Theory gezeigt. Und jedesmal, wenn es dramatisch wurde, haute mir die Musik die volle Ladung Posaunen und Chor auf die Ohren. Star Wars brauche ich hier wohl nicht zu erwähnen.

    Unsere Gesellschaft ist wohl weder besser noch schlechter als frühere, sie hat nur mehr Möglichkeiten. Als jemand, der mit der Bibel großgeworden ist und sich für alte Geschichte interessiert, hat mich 9/11 weder großartig überrascht noch sonderlich schockiert. Ihr habts gesagt, es passiert viel mehr und Schlimmeres jeden Tag, als wir in den Nachrichten sehen, und das seit Jahrtausenden. Wir glauben gerne, wir wären weiterentwickelt als die Höhlenmenschen, die ständig mit der Keule rumrannten und nur „uga uga“ brabbeln konnten. Was ja alles längst widerlegt ist. Das ist eine Vorstellung, die mit der europäischen Aufklärung und der Evolutionstheorie aufkam. Als die Gelehrten glaubten, wenn Philosophen und Ingenieure herrschen würden, hätten wir ein Paradies auf Erden. Stattdessen haben wir Diktaturen und Atommüll.

    Kann Star Trek etwas verändern? Es war, glaube ich, letzte Woche, da meinte einer von euch, man solle Star Trek nicht überschätzen. Es ist kein Schulfernsehen, kein staatlich gefördertes Integrationsprogramm für Minderheiten. Es ist ein kommerzielles Unterhaltungsprogramm, das Eindruck hinterlassen hat, weil es auch gesellschaftliche Themen aufgriff. Und oft genug war die Botschaft konservativ, TOS 1/24, Falsche Paradiese – ihr sollt arbeiten und nicht rumhängen! TOS 2/23, Das Jahr des Roten Vogels – Flagge! Verfassung! TOS 3/20, Die Reise nach Eden – folgt nicht den Versprechen kranker Gurus!

    Übrigens kam der Klimawandel in Star Trek indirekt auch vor. In „Past Tense“ soll es in dem Ghetto auch Aushänge für Soylent Rationen gegeben haben. Der Film „Soylent Green“ spielt im Jahr 2022 und zeigt eine Erde, die von Trockenheit und Umweltzerstörung geplagt ist.

    Wird es mal besser werden? Ich kann mir vorstellen, wenn die Krisen noch mehr und heftiger werden, dann wird man mehr Zusammenarbeit versuchen. Aber es wird nicht lange halten.

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  7. Soleta

    Noch ein paar Pluspunkte (aus meiner Sicht natürlich) zu Battlestar Galactica: Die Uniformen (vor allem die „Hemdchen“), die starken Frauenrollen, die Unisex-Umkleiden etc. Das war der Zeit weit voraus.
    Minuspunkt: Zu viel Religion (das mögen ja auch viele an DS9 nicht).
    Übrigens, ich fand „Beyond“ auch toll.

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