#149: Star Trek V: The Final Frontier (MOV 05)

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9. Juni 1989:
Was für Nimoy recht ist, ist für Shatner billig, der beim nunmehr fünften Kinoabenteuer im Regiestuhl Platz nahm. Die größte (und vielleicht unbeantwortbare) Frage galt es zu stellen, doch vom ersten Tag der Planungsphase an schien es, als hätte sich das Universum oder Gott oder der Great Bird of the Galaxy gegen ihn verschworen. Kann der legendäre Captain diesen Film retten?

In Deutschland: Star Trek V: Am Rande des Universums, uraufgeführt am 16. November 1989.

52 Gedanken zu “#149: Star Trek V: The Final Frontier (MOV 05)

  1. Hallo, ich bin noch ziemlich am Anfang des podcasts, aber wie immer sehr Unterhaltsam und informativ.

    Wenn man betrachtet, dass Sybock in Discovery überhaupt nicht berücksichtigt wurde, wäre das nicht der Beweis, dass Star trek V erfolgreich aus dem Canon gestrichen wurde. Letztendlich hat Gene Roddenberry doch gewonnen…

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    • Hallo Julien,

      Sybock wurde auch (meines Wissens nach) in den anderen Star-Trek-Serien (TV) nicht mehr erwähnt. Dass dies ein Beweis für das Herausstreichen aus dem Kanon darstellt, bezweifele ich. Das gleiche Schicksal ereilt ja aktuell auch „Michaela“ Burnham in dieser „tollen“ Serie Discovery.

      Im Übrigen hat Roddenberry #damals gesagt, dass alles, was im Fernsehen gezeigt wird, Kanon ist. Fazit: ST5 wurde gezeigt, also Kanon. In der Hoffnung, Deine versteckte Frage beantwortet zu haben, verabschiede ich mich von Dir mit der altbekannten Grußformel

      Live long and prosper!

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      • Wenn es nach der Logik von Gene geht, gehört Discovery als postkonstitutionelle Schrift nicht zu den kanonischen Werken. Provokativ gesagt: Es lässt ihn kalt.

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    • Naja, es gibt ja eine Erklärung innerhalb des Franchise bezüglich Spock Geschichten und eine Allgemeine von mir.

      Grundsätzlich ist für mich einfach alles Kanon. Ich finde es irgendwie unredlich, etwas von Star Trek in welcher Art auch immer als Nicht-Star Trek zu diskreditieren … aus welchen Gründen auch immer (nicht mögen, ungewohnte Wege gehen, persönliche Gründe der Beteiligten usw).

      Warum alles Kanon sein kann.

      1. In Bezug auf Spock.

      Wir wissen kaum was über Spocks Kindheit und Privatleben. Sein Vater scheint ja sehr umtriebig gewesen zu sein und ein eher untypischer Vulkanier. So könnte man (schwache Erklärung) aus Scham Details über Spocks Geschwister verschweigen wollen. Oder aber (stärkere Erklärung, da Spock dies so ähnlich formuliert), er hält diese Details aus seinem Privatleben für unwichtig. Bei Sybock stimmt es ja sogar durchgängig, bei Burnham nur bis zum aufeinander treffen.

      2. Grundsätzlich

      Alles ist Kanon und wieder auch nicht. Denn das Star Trek Universum ist keine geschlossene, stringente, einheitliche Welt. Rein handwerklich, da die Serien und Filme in der. Art und Weise wie sie ihre Geschichte erzählen, sehr unterschiedlich sind. So als hätte man verschiedene Erzähler. Stellt euch vor der TOS Erzähler würde Discovery erzählen und der Discovery Erzähler TOS.
      Und viel entscheidender ist folgendes.
      Einige Filme und viele Episoden handeln von Zeitreisen. Viele dieser Zeitreisen führen vor der Zeit, in der die Serien spielen. Jede Zeitreise müsste eine Zeitlinie mit und ohne Besucher aus der Zukunft verursachen. Spielt Star Trek V in der Zeitlinie in der die Borg beim ersten Kontakt dabei waren oder nicht? Hätte Archer mit den Suliban zu tun, oder nicht? Spielt Burnham eine Rolle, oder nicht (will nicht zu viel DSC spoilern, aber auch die Ereignisse von DSC können mit der zweiten Staffel zeitreise-technisch für die anderen Serien für irrelevant erklärt werden.

      Daher meine ich, alles kann willkürlich als kanonisch und nicht-kanonisch erklärt werden. Selbst untypisches Verhalten der Spezies, Charaktere und Institutionen könnte mit Veränderungen der Vergangenheit erklärt werden. Hinzu kommen ja noch die vielen Träume, Visionen, Spiegeluniversen und Gedankenmanipulationen.

      Um zu Star Trek V zurück zu kommen. Wer weiß, ob dass Wesen im Zentrum des Universums nicht telepathischen Kontakt zu Sybock hatte (was sein Drang „Gott“ zu suchen erklären könnte). Ja vielleicht hat er sogar Spock so manipuliert, dass er Sybock vergessen hat, damit er nicht mit ihm schon früher Kontakt aufnimmt und dahin gehend beeinflusst, von seiner Suche abzulassen. Würde in normalen Verhältnissen sehr weit hergeholt klingen, in Bezug auf Star Trek, insbesondere bezogen auf Star Trek V, ist es nicht viel verrückter als der Rest der Geschichte

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      • Hallo ihr,

        mit „zunehmendem Alter“ finde ich den Begriff Kanon seltsamer und versuche, ihn selbst so wenig wie möglich zu benutzen.

        Zum einen ist doch wohl *alles*, was auf irgendwelchen Bildschirmen lief und von Desilu/Paramount/CBS produziert wurde, Teil der „fiktiven Realität“, an der sich nachfolgende Produktionen orientieren sollten. (Allerdings auch nicht zu sklavisch. Diese „Realität“ ist kein starres Ding, sondern kann elastischer Verformung durchaus standhalten.) Bücher, Comics und alles andere dagegen sind zwar ein netter Zeitvertreib, können aber von der „Bildschirmrealität“ jederzeit überschrieben werden. So lässt sich wunderbar und eindeutig sortieren – und die Frage nach „Kanon“ stellt sich gar nicht erst.

        Zum anderen wird mit dem Wort Kanon meines Erachtens zu viel Schindluder betrieben. Manche Fans hauen Sachen raus wie „XY ist nicht Kanon“, wollen damit aber sagen, dass ihnen XY nicht gefällt oder nicht ihren Vorstellungen entspricht oder was auch immer. Solche persönlichen Gefühle sollen alle gerne haben. Jeder hat „sein“ Star Trek. Aber in dem Moment, wo man den Kanonbegriff in diese persönlichen Gefühle bringt, schleicht sich dieser Gedanke ein: „Mir passt XY nicht in den Kram, also muss es ungültig sein. Nicht nur für mich, sondern für alle.“ Ab da fängt es dann an, unschön zu werden, weil man andere Menschen in ihrer individuellen Wahrnehmung nicht ernst nimmt. Absolutistisches Zeug raushaut und abweichende Meinungen nicht mehr zulässt.

        Und wenn man dann erfährt, dass Roddenberry – fraglos ein wunderbarer Mensch, denn er gab uns Star Trek – aus „niederen Beweggründen“ solche Kanon-Aussage rausgehauen hat, dann ist das einerseits ernüchternd, aber andererseits auch beruhigend. Er ist ein fehlerbehafteter Mensch wie wir alle anderen auch, keine Lichtgestalt, und er wäre der erste, der das zugibt. Auch das ist für mich Teil des Star-Trek-Gedankens: Wir alle machen manchmal Blödsinn.

        Wo wollte ich eigentlich hin mit dem Gedanken? Keine Ahnung, aber es musste mal raus.

        – Sebastian

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        • Ja, manchmal muss es einfach raus – Danke dafür, finde ich sehr schön schrieben. 😊✌🏻🖖🏻

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  2. Hallo alle zusammen,
    erstaunlich, wie schnell die Wochen vergehen! Dass wir jetzt schon bei ST:V sind!

    Ich mache mich gleich schon mal der Unsitte schuldig, zu kommentieren, bevor ich die Podcast-Folge auch nur annähernd zu Ende gehört habe, denn diesmal muss ich sofort die Meinung los werden 😉

    Ich finde, dass ST:V der TOS-Film schlechthin ist.
    – Er greift die Idee des Triumvirats aus TOS super auf! Die Interaktion zwischen Kirk, Spock und McCoy finde ich in diesem Film viel besser als bei den gängigen Fan-Favoriten ST:II und ST:VI (wo Spock sogar die meiste Zeit von den beiden anderen getrennt agiert). Und auch die anderen Crew-Mitglieder bekommen verhältnismäßig viel Screen-Zeit und „Aufgaben“.
    – Die Story ist abgedreht: Ein esoterischer Vulkanier, der nach Gott sucht, und besagter „Gott“ will die Enterprise übernehmen, um seinem Gefängnis zu entrinnen. Natürlich gibt es bessere Geschichten, aber dieser Plot könnte wirklich auch aus der Originalserie stammen. Als TNG-Fan habe ich TOS immer auch aus Gründen der Skurrilität charmant gefunden – und das transportiert der Film.
    – Die Effekte sind schlecht, okay, aber nicht so schlecht, dass sie das Zuschauen quasi verhindern 😉 Aber auch hier gilt: TOS brauchte nie besonders glaubwürdige Effekte, um zu unterhalten. Und als Gegengewicht zu den Effekten hat Jerry Goldsmith immerhin einen sehr guten Soundtrack abgeliefert.
    – Bei mir punktet ST:V auch, weil er mMn die Balance zwischen Ausgelassenheit / Humor und Spannung / Ernsthaftigkeit hinbekommt. Mit Ernsthaftigkeit meine ich, dass es einige melancholische Momente gibt, die für mein Dafürhalten überzeugender rüberkommen als zum Beispiel bei ST:II, in dem sich Kirk anfangs alt und am Ende ziemlich unvermittelt wieder jung fühlt. ST:V hat auch einige Szenen, die richtig in Erinnerung blieben; das Campen mit „Ich mochte ihn lieber, bevor er tot war!“ oder den Durchflug durch die Barriere samt „To boldly go where no man has gone before“.

    Alles in allem ist ST:V nicht nur trotz, sondern vielleicht sogar wegen seiner Schwächen ein Film, der ziemlich unterhaltsam ist.

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    • Hallo Max!

      Aus deinem Kommentar schließe ich, dass du TOS sehr magst. Das geht mir genauso und darum kann ich deine Argumente gut nachvollziehen. Die Serie ist eine Seite und funktioniert in ihrer eigenen Welt. Ein Kinofilm ist aber die andere Seite muss auch anderen Anforderungen genügen. Wenn ein Serien-Franchise auf der Kinoleinwand fortgesetzt wird, dann habe ich ganz bewusst einen bestimmten Anspruch. Du hast recht, TOS brauchte nie gute Effekte, um seine Story zu erzählen. Genau das ist ja einer der Gründe, weshalb ich es nach Jahrzehnten noch mag! Es hat seinen eigenen, unverwechselbaren Charme. Dieser Charme lässt sich aber nicht ohne Weiteres und 1:1 auf einen Kinofilm übertragen. Du wünschst dir vielleicht einen Film, der an eine TOS-Folge erinnert. Das möchte ich nicht, weil es eine bloßer Aufguß des Bekannnten wäre.

      Wenn ich TOS schon erwähne, muss ich auch über Scottys Rolle sprechen. Er war in TOS immer der ultimative Ingenieur, der alles reparieren konnte. Egal, wie aussichtslos die Lage zu sein schien, Scotty hat’s irgendwie hingebogen! Nicht umsonst sagte Bones über ihn:
      „Back home, we call him ‚the miracle worker‘.“
      In „The Final Frontier“ ist er aber die meiste Zeit über ein tollpatschiger Idiot, der nix auf die Reihe kriegt und sich im Korridor leicht den Kopf stößt, was auf wundersame Weise zu einer Platzwunde führt. Erst am Schluss kann er endlich den Transporter reparieren und wird dadurch etwas re­ha­bi­li­tie­rt. Scotty ist einer meiner Lieblinge und darum möchte ich ihn nicht so sehen!

      Mein 2. Lieblingscharakter ist Spock, der hier auch eine seltsame Rolle einnimmt. Schon in seiner 1. Szene trägt er die albernen Raketenstiefel, die mich schier wahnsinnig machen. Spock trägt RAKETENSTIEFEL!!! WIESO?!? Das passt nicht zu Star Trek, sondern eher zu Buck Rogers oder Flash Gordon. Es gibt in STAR TREK so viel tolle Technik: Energieschilde, Transporter, Warp-Antrieb, Kommunikatoren, Tarnvorrichtungen… in TOS und im Vorgängerfilm „The Voyage Home“ wurden diese Technologien auch gewinnbringend eingesetzt. Wieso greift man hier auf so einen Blödsinn wie Raketenstiefel zurück? Natürlich muss Spock mit seinen Raketenstiefeln dem alten Kirk den Arsch retten.

      Die 2. Szene mit den Raketenstiefeln finde ich auch blöd:
      Als Sybock die Enterprise übernimmt, stehen Spock, Kirk und Bones im Turboliftschacht. Spock verlässt den Schacht und kommt kurze Zeit später mit seinen Raketenstiefeln wieder. Ist er gerade seelenruhig in sein Quartier gelatscht, um die Raketenstiefel zu holen, während das Schiff von einer feindlichen Macht (Sybock + seine Kumpels) in Besitz genommen wird?

      Spocks „Salamitaktik“ bezüglich Sybock kapiere ich auch nicht. Als sie bei Nimbus III ankommen und sich Sybocks Übertragung ansehen, gibt Spock ein paar Details über ihn preis. Er kommt aber nicht auf die Idee, mit der wichtigsten Info herauszurücken, nämlich dass Sybock sein Halbbruder ist! Wieso erzählt Spock das nicht gleich und lässt sich damit solange Zeit, bis er mit Kirk und Bones in der Gefängniszelle sitzt? Hatte er einfach keinen Bock dazu? Erschien es ihm „nicht wichtig genug“? Wollte er die Dramatik steigern? Das ergibt keinen Sinn!

      Sybock ist auch so ein Phä­no­men. Wann und warum flog er eigentlich nach Nimbus III? Er kann Menschen, Romulaner, Klingonen und wahrscheinlich auch andere Spezies zu seinem „Glauben“ „bekehren“. Er hätte also auf Vulkan oder einem anderen Föderations-Planeten bleiben und dort fleißig Anhänger um sich scharen können. Danach hätte er sich ein Raumschiff besorgt und wäre ganz einfach „legal“, d.h. ohne die Entführung der Enterprise, ins Zentrum der Galaxis geflogen. Sybocks Überzeugung besteht doch darin, dass die „Undurchdringlichkeit“ der Energiebarriere ein Mythos ist und man nur fest genug an sich glauben muss, um sie zu überwinden. Darum wäre jedes andere Raumschiff außer der kaputten Enterprise-A genauso gut für diese Reise geeignet gewesen. Der ganze Hokuspokus um den Angriff auf Paradise City, die Geiselnahme der 3 Botschafter und die Entführung der Enterprise ist also für die Katz‘ (leider nicht für die Katz aus der Bar, den die ist jämmerlich ersoffen).

      Den superschnellen Express-Flug von der Erde ins Zentrum der Galaxis finde ich auch schwierig. Bei TOS hätte ich das den Autoren noch abgekauft, aber 1989 nicht mehr! Ich hatte mich auch über DISCO und den Sporenantrieb geärgert. STAR TREK V ist leider genauso unlogisch + unglaubwürdig + kanonignorierend.

      Simon und Sebastian haben viele andere Logiklöcher genannt. Wenn die Charaktere einigermaßen logisch und so, wie wir es kennen, handeln würden, käme diese Story nicht zustande. Die Story ist Kappes, die Charaktere werden unwürdig behandelt, die Effekte sind schlecht und die lahme Inszenierung tut ein Übriges. Die Frauen kommen auch nicht gut weg: Uhura tanzt nackt auf einem Hügel, Caithlin Dar verliebt sich in einen viel älteren Mann und Vixis hat kaum etwas zu tun. Sulu und Chekov starren ihr auf den Po und geilen sich auf. „Boys Will Be Boys!“

      Ich finde es nachvollziehbar, wenn jemand den Film mag, weil er für ihn/sie auf der emotionalen Ebene funktioniert. Wenn ich aber an emotionale, dramatische oder witzige Szenen mit der TOS-Crew denke, dann kommt mir nicht dieser Film in den Sinn. In meinen Augen ist es definitiv der Schlechteste der ersten 6 Filme und er gibt mir nichts. Das Spannenste an „Star Trek V – The Final Frontier“ sind tatsächlich Reviews und Podcasts, in denen ich mir die Meinungen anderer Trekkies anhören kann.

      LL&P

      Michael from Outer Space

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      • Hi Michael, danke für Deinen Kommentar 🙂

        Ja, ich sehe die Schwächen von ST:V auch und ich kann gut verstehen, wenn man sich über sie ärgert und den Film deswegen einfach auch berechtigt nicht mag.

        Es ist auch richtig, dass ein Film anders funktionieren und / oder auftreten sollte als eine Serienfolge. Aber wenn ich TOS wirklich in den Sechzigern erlebt hätte und mir das dann gefallen hätte, dann glaube ich, dass mir ST:V mehr Spaß gemacht hätte als andere Filme der Reihe.

        Ich bin über TNG zu Star Trek gekommen, deswegen habe ich TOS immer als den albernen bis etwas peinlichen, manchmal sogar dummen, oft aber unterhaltsamen und charmanten Vorgänger gesehen.

        Ich würde auch gar nicht mal behaupten, dass ich mir automatisch einen Film wünsche, der mich an TOS erinnert. Aber wenn es da einen Film gibt, der mich – leider auch durch Dinge wie verrückte Einfälle, Logikfehler, erzwungene Passagen, generelle Ungereimtheiten, besonders aber auch idiotische Pläne – nun mal wirklich an die Serie erinnert, kann ich das dem Film irgendwie nicht vorwerfen.
        Das ist natürlich nur ein ganz subjektiver Eindruck: Aber ich hege immer so ein bisschen den Verdacht, dass ST:V für die Kinofilmreihe das ist, was „Spock’s Brain“ für die Serie ist – eine Art Sündenbock, um sich von Facetten des Franchises zu distanzieren, die zwar (leider) unverwechselbar dazu gehören, aber nicht wirklich Werbung für das Format darstellen. Dabei gehören diese Aspekte dazu und treten in besagtem Film oder in besagter Folge nur besonders augenfällig zu Tage.
        Das heißt nicht, dass man ST:V deswegen gut finden muss, aber ich bin deswegen wohl hier recht nachsichtig.

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        • Hallo Max,

          danke für DEINEN Kommentar! 😁 Die schlechtesten, weil SCHLIMMSTEN TOS-Folgen sind für mich „Platos Stepchildren“ und „Patterns of Force“. Da stecken Aussagen drin, die mich schaudern lassen. Ja, das gehört zu STAR TREK und ich setze mich damit auseinander. Sie stehen aber in einer „dunklen Ecke“ des Franchises, die man nicht zu oft betreten sollte.

          Im Vergleich dazu ist „The Final Frontier“ natürlich besser, obwohl er mich ärgert, nervt, aufregt und langweilt. Er macht insofern auch nichts kaputt, im Gegensatz zu „Nemesis“.

          LL&P

          Michael from Outer Space

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  3. Mir sind damals bei ersten mal schauen vier Dinge aufgefallen. 1. Hat die Voayger Sonde geschrien, als sie abgeschossen wurde ? 2. War der Sound beim Schuss des klingonischen Schiff aus Star Wars ? 3. Hat man in der Zelle das erste mal in Star Trek ein Klo gesehen ? 4. Die Katze aus der Bar hat mich an „Hellfleck“ aus dem Roman „Uhuras Lied“ erinnert.

    Super Podcast mit über 4 Stunden. Wow.

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    • Hallo Volker!
      Deine Fragen möchte ich gern soweit es mir möglich ist beantworten.
      Antwort zur 1. Frage: Ja.
      Antwort zur 2. Frage: Ja.
      Antwort zur 3. Frage: Ja.

      Grüße,

      Michael from Outer Space

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  4. Als erstes möchte ich mal das Crossover zum Picard Podcast machen. Im Grunde genommen erfüllt der Film alle Ansprüche die dort insbesondere von Simon formuliert worden sind. Er macht Sachen anders als bisher. Die Charaktere stehen im Vordergrund. Als Beispiel sei hier der Tod von McCoy‘s Vater genannt oder das gemeinsame Campen. Er bietet erfahrene Darsteller jenseits des Alters der CW Riege. Und der Plot kommt zuletzt. Im Prinzip ist der Film das Star Trek, was ihr euch dort gewünscht habt. Alle Kriterien sind erfüllt. Sogar die gewünschten Einsparungen bei den Effekten zugunsten der Charaktere hat er. Was aber auch ein Beweis dafür ist, dass ihr an anderer Stelle Recht habt. Idealerweise folgt man nicht den Forderungen des Fandoms bei der Produktion von Serien oder Filmen.

    Was ich dem Film anrechnen kann ist, dass er eine Logiklücke aus der TOS schließt. Seit der Pon Far Folge wissen wir, auf Vulcan regiert die Zwangsehe. Wie haben also Sarek und Amanda zueinander gefunden? Es muss also nach dem Ende der versprochenen Ehe aus der Sybok entstanden ist gewesen sein.

    Der Film hat einen dürftigen Plot, aber einige starke Szenen für das Triumvirat.

    Zum Kanon gehört er für mich, da Klaa uns im nächsten Teil erhalten blieb.
    Wenn es nicht so wäre, wärs auch egal. Nicht kanonische Geschichten sind halt fiktiv. Aber sind das nicht alle Geschichten?

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  5. Moin!

    Ich hatte aber mal gelesen, dass Nimoy den William Shattner explizit darauf aufmerksam gemacht hatte, dass dieser ja nun ein Anrecht auf die Regie hätte.

    Diese dubiosen Fernsehprediger waren die Inspiration für Star Trek V? Wow, ich gebe zu, das lässt mich jetzt doch irgendwie etwas gnädiger auf diesen Film schauen!

    Das ist ja krass, was ich hier alles erfahre! Diese unfassbare Albernheit, die den ganzen Film durchzieht, geht also gar nicht auf Shattner zurück, sondern wurde ihm von den Produzenten aufs Auge gedrückt?

    Diese ganzen Produktionsnotizen sind ja besser als der ganze Film!

    Bärtige Vulkanier hatten wir zu diesem Zeitpunkt zumindest im Spiegel-Universum vorher schonmal gesehen.

    Eine noch nicht voll funktionsfähige Enterprise scheint ja ein Sujet zu sein, dass sich durch viele der Star-Trek-Filme zieht. Denn auch die Enterprise-B muss später ja schon ran, obwohl die noch gar nicht wirklich fertig ist.

    Die Crewmitglieder, die von Sybok umgedreht sind, gucken so selig wie damals, als ihnen McCoy diese Droge zum Schutz vor Redjac injiziert hatte.

    Nach der tiefsten verborgenen Angst wird ja auch an der Sternenflotten-Akademie bei diesem Psychotest gebuddelt, wie wir damals in „Coming Of Age“ sahen.

    Dass die Leute Sybok folgen, liegt ja vielleicht daran, dass er sie gerade bei der Aufdeckung ihres größten Schmerzes besonders verwundbar antrifft und sie so leichter manipulieren kann?

    „Stand back!“

    Diese „Scotty gegen den Gang-Rahmen“-Szene finde ich mit das Schlimmste an diesem Film. Sowas konnte Buster Keaton in „Toll trieben es die alten Römer“ viel besser und trotzdem fand ich es auch da nur so semi-lustig.

    Naja, Sebastian, viele Menschen haben „Dinner for One“ sicher auch schon das hundertste Mal gesehen und können trotzdem immer noch drüber lachen.

    Eine „Wir sind jetzt hier, dann können wir den Ort ja auch erstmal erforschen.“-Haltung ist aber doch schon ziemlich Starfleet, finde ich! Ähnliches hat z.B. auch Data zu Picard in „Where No One Has Gone Before“ gesagt.

    Gott hat es am Ende doch noch aus der Barriere geschafft, hat Karriere bei der Sternenflotte gemacht und wurde aber letztlich von den Borg bei Wolf 359 geschlagen und getötet.

    Tja, Fazit, was soll ich sagen. Ich fand die eigentliche Plot-Idee gar nicht mal so schlecht, die Umsetzung war allerdings furchtbar!
    Schon interessant, dass diese ganzen albernen Gags, die den Film erst so richtig scheiße gemacht haben, gar nicht auf Shattners Mist gewachsen sind. Aber auch ohne die ist der Film einfach schrecklich. Daumen runter. Tiefer sinkt für mich eigentlich nur noch Abramstrek!

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    • Hi Don!

      „Nemesis“ finde ich genauso bescheiden wie „The Final Frontier“. Ja, danach kommt J.J.-Trek, insbesondere „Into Darkness“.

      LG

      Michael from Outer Space

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      • Ja, „Nemesis“ ist auch schlimm, aber für mich irgendwie anders schlimm als „TFF“. Richtig erklären kann ich’s nicht, aber vielleicht gelingt mir das ja dann, wenn Simbastian im Podcast an dieser Stelle angekommen sind.

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        • Mahlzeit Don,

          „anders schlimm“, sehr geil.

          Vielleicht ist der Unterschied, dass Shatner Leidenschaft für Star Trek hat, Stuart Baird hingegen das Sujet nicht weiter am Arsch vorbeigehen könnte. Das ist aber auch nur eine Arbeitshypothese, ich hab Nemesis 2011 zuletzt gesehen.

          Bis nächsten Dienstag,
          Sebastian

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    • danke Don, für die 2 schönen Videoverlinkungen.

      „touch the screen“…. lange nicht mehr gehört und gesehen. Herrlich!

      ernsthaft: das Lied ist 30 Jahre alt, der Einfluss dieser Kaste ist in USA stärker denn je – siehe z.B. hier: https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/2019/11/05/wo-sie-ist-ist-gott-trumps-neue-beraterin-paula-white/

      Dass der Film als Kritik auf diese Fernsehprediger gemünzt sein soll, ist bei mir auf jeden Fall sowas von überhaupt nicht angekommen.

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  6. Diese Plakette mit den grüßenden Menschen war übrigens an den Pioneer-Sonden angebracht, nicht an Voyager.
    Die hatten dagegen die von Sebastian erwähnten „Golden Records“.

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  7. Ich hab am Sonntag brav meine Hausaufgabe gemacht, und den bereits letztes Jahr aufgenommenen Film (pro7maxx sei dank) angeschaut.
    Dabei stellte ich fest, dass ich diesen noch nie gesehen habe.

    Da mein Herz sowieso nicht so an Kirk und Co. hängt, fiel es mir schwer, den Film konzentriert zu schauen, und ein Handy-Daddeln zwischen drin konnte ich mir nicht verkneifen.

    Als Erstseher stelle ich fest, dass die von Euch besprochenen „schlechten Effekte“ aus 30 Jahre später betrachtet nicht weiters auffallen, weil es schwierig ist, beim nur-schauen zu merken, ob der Film nun 30 oder 40 Jahre alt ist. Schlechte special-effects in alten Filmen sind dann halt einfach so, weil sie so sind, die toleriert man so

    Bei Jurassic Park z.B. empfinde ich die effects ganz anders, wenn ich den heute sehe, weil da eben noch die eigene Erinnerung an das Kinoerlebnis so präsent ist.

    Die tanzende Uhura konnte mich nicht schockieren, zum Glück ist es die meiste Zeit nur eine Silhouette in der Ferne und von der Nähe betrachtet alles weitestgehend verdeckt, und ich hoffe einfach, Nichelle Nichols konnte diese Szene selbstironisch filmen. Und für Ende 50 sahen die Beine doch echt gut aus, quasi Tina-Turner-Level…

    Die einzige Szene, die mir heute, 3 Tage nach dem Schauen noch ins Hirn eingebrannt ist, ist das aus der Wand herausfahrende Klo. Bitte nein, das war echt schlimm.

    Bei den Raketenschuhen, die ebenfalls recht peinlich waren, vor allen Dingen in der Fluchtszene (ich hab den Deck-Beschilderungsfehler gesehen!), hat man unvermeidlich Assoziationen zum Raketenmann der Eröffnungsfeier Los Angeles 1984. Dass man das 5 Jahre später in einem Film verwurstet ist dann auch noch arm.

    Ansonsten kann ich für den Film weder Hass noch Liebe empfinden, dazu ist er zu weit weg von mir.

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  8. Ich liebe diesen Film. Und zwar im absoluten Bewusstsein darüber, dass er schlecht ist und warum er schlecht ist

    Ich hätte hier ja einen, aus nostalgischen Gefühlen begründeten, simonischen Daumen quer gegeben. Wie herrlich abstrus ist das nicht alles. Diese Wüstenplaneten, die Cantina Bar mit ihren fantastischen Aliens, ein lachender Vulkanier, ein wirklich noch unbekanntes Stück Weltraum, Klingonen, Romulaner, Freundschaft, „unser the influence“ sein, Spock unter Verdacht („Jetzt schiess doch!“) usw. Es ist ein wenig so, als würde man als Erwachsener in freudiger Erinnerung an seine Kindheit eine große, gemischte Tüte von der Bude holen um dann zwar einige Gummitiere zu genießen, aber auch mal die Plomben von einem harten Weingummi Smiley gezogen zu kriegen oder sich an einer eingeatmeten Veilchenpastille zu verschlucken.
    Genau dieses Gefühl habt ihr Recht gut eingefangen. Ist sowieso immer ein Genuss euch zu zuhören und die Anekdoten, vom Making Off bis hin zur Leverkusen Hotel Bett Geschichte hat diese Episode wieder sehr bereichert.
    Leider war diesmal euer Urteil mal wieder sehr früh raus zu hören. Umgekehrt wäre es für langjährige Hörerinnen auch sonst keine große Überraschung gewesen. Man (meint man) kennt euch, man mag eure Urteile und auch wenn ich wohl weniger hart geurteilt hätte, hab ich euch mit Genuss zu gehört. Und genau so sollte auch das Fandom sein. Wie der Planet des himmlischen Friedens. Ja, es sieht manchmal trostlos aus, man hält sich mit unsinnige Sachen wie Wasserbillard auf und manchmal möchte man einfach nur fliehen. Aber irgendwie schaffen es dann doch Romulaner, Klingonen und Menschen, TOS, TNG, DSC, JJ,-Trek-Fans zusammen zu leben und Widersprüche und andere Meinungen auszuhalten; bis einer daher kommt, der meint die einzige Wahrheit, dass Paradies, das Urteil über das wahre wahrhaftige wirklich einzige „Star Trek“ zu kennen und eine spalterische Sekte zu gründen, nur um am Ende fest zu stellen, dass sein Absolutheitsanspruch auch für die Tonne ist. Und somit spinne ich mir zusammen, dass Star Trek V auch viel über uns Star Trek Fans aussagt.

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  9. Ein Film, der im Laufe der Jahre bei mir schon jede Position auf der Skala eingenommen hat, von JIPPIE! bis OCH NÖ! Ich müsste ihn mir eigentlich doch noch mal frisch ansehen, um herauszufinden, auf welchem Punkt der Skala er bei mir gerade rangiert…

    Ein Detail, das ich immer wieder schön finde, das Simon auch bemerkt hat: Sybok hat auf dem Planeten eine ganz andere Frisur! Und nicht nur das: auch andere Klamotten.
    Er hat sich nicht nur umgezogen, den Zottel-Dress gegen ein weißes, schlichtes Messias-Gewand eingetauscht, sondern hat vor dem Abflug des Shuttles auch nich die Zeit gefunden, zum Bordfrisör zu gehen und sich den Pferdeschwanz abschneiden zu lassen!
    Ich meine, gut, so viel Zeit muss sein, wenn man einigermaßen präsentabel vor Gott treten will!

    Jetzt versuche ich, in meiner Erinnerung zu kramen: hat sich auch das Triumvirat umgezogen für den Trip nach ShaKaRe?

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  10. Tach miteinander!

    Ich mag den Film… warum auch immer? Immerhin ist es der erste und einzige ST Film, in dem alle auf der Brücke da anzutreffen sind, wo wir sie von der Serie her kennen, d.h. abgesehen vom Ende des Vorgängers, denn nach vielen hin und her sitzt Chekov endlich wieder auf seinem Platz an der Navigation und alles ist wie bei TOS.

    Ich mag auch, dass der Kahn (nicht Khan) nicht richtig funktioniert, denn wie langweilig wäre es, wenn bei einem Raumschiff alles gut läuft? Insofern keine schlechte Entscheidung, Kirky mit unterbesetzter Crew und halbfertigem Schiff auf die Reise zu schicken, denn ja, sonst wär die Sache auch ganz fix vorbei… wobei selten die Frage gestellt wird, wie Leute im ST-Universum irgendwo hinkommen. In „Kampf um Organia“ sagt Spock, dass oft Händler von ihnen dorthin kommen, aber Kor unterlässt es sträflichst, sich von ihm mal sein Raumschiff zeigen zu lassen, was uns zu den Fragen führt, wie es Sybok und die nette Remuladerin dahin geschafft haben?

    Was Sean Connery angeht, nun, ich weiß, dass ihr beiden hier den O-Ton bevorzugt, aber es mag ja auch Leute geben, die die deutsche Fassung mögen bzw. darauf angewiesen sind. Für die Synchro wäre Connery wahrscheinlich auf ein kleines Desaster hinausgelaufen, da man es mit ST 4 gerade mal wieder geschafft hatte, sowas wie die alte deutsche Synchronbesetzung zusammenzubekommen, d.h. Shatner wurde endlich wieder von Gerd Günther Hoffmann gesprochen. Der nun wiederum war auch der Stammsprecher von Connery, was dann dazu geführt hätte, dass er wohl einen von beiden hätte abgeben müssen, was so oder so unerfreulich gewesen wäre.

    Katzen mit drei Brüsten… da sagt uns die Betaversion von Memory Alpha (oder die Alphaversion von Memory Beta), dass Katzenwesen wie sie mit Kiemen ausgestattet sind und Kirk, der sich in Sachen mehrbusige Frauenwesen genauso auskennt wie Wesley Crusher mit rumstänkernden Außerirdischen, wusste natürlich, dass das Kätzchen ersticken würde, läge es an der frischen Luft, aber überlebt, wenn man es mit dem Kopf im Wasser lässt. Das… ist natürlich alles Quatsch, aber man kann sich alles schönreden, wenn man es denn möchte. Allerdings dürfte ST 5 ein Jahr vor „Total Recall“ rausgekommen sein, also die 3 Brüste vorweggenommen haben… die nun wieder bei Verhoeven von keiner Geringerenren getragen werden als der Schauspielerin Lycia Naff, die wir vor wenigen Folgen zweimal als Fähnrich Sonya Gomez hatten.

    Wenn mich mein Gedächtnis nicht ganz im Stich lässt, dann wurde im Buch zum Film erklärt, dass Pille den Computer umprogrammiert hatte, damit Spock Marschmellonen und noch ein paar andere falsche Informationen bekommen sollte, aber die Lektüre liegt ein paar Jahrzehnte zurück.

    Und zum Abschluss eines langen Textes: Kanon… Tjaaaaaaaa. Ja, es ist ein fiktives Universum, aber unterliegt das nicht in gewisser Weise einer eigenen Historie? Oder sagen wir es so: Wenn man sich bei VERY DISCO nicht die Mühe macht, wie z.B. bei ENTERPRISE, Kostüme und Designs so aussehen zu lassen, wie bei TOS, wenn die Uniformen ähnlich aber weit vom Original sind, wenn die Enterprise anders aussieht… warum sollen wir dann glauben, dass das total und völlig das selbe ist, obwohl der Unterschied nicht zu übersehen ist? Hätte man sich bei DISCOVERY, wo sie im Bonus gerne vom Kanon labern, die Mühe gegeben, sich visuell in das Universum einzufügen, dann wär das kein Thema, so aber fallen die Abenteuer von Michael Burnham für mich aus dem bis dahin existierenden Kanon heraus und bilden eine neue Zeitlinie, die zwar von sich behauptet, sie wäre die originale, von der ich mir aber kein U für ein X vormachen lasse. Aber das darf jeder so halten, wie er das möchte.

    Schönigliche Grüße

    PeeWee

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    • Mahlzeit Peewee,

      ja, an Lycia Naff dachte ich auch – aber das (wie so viele ungenutzte Notizen) hätte dann eine ohnehin überlange Sendung gesprengt. Irgendwer muss das ja auch noch schneiden – und der irgendwer bin ich.

      Zum Thema Burnham und Kanon noch eine Frage, die mich wirklich interessiert und schon länger umtreibt, weil ich diese Äußerung oft lese: Warum musst Du es Dir als andere Zeitlinie erklären? Warum reicht es nicht aus zu sagen, dass es nicht Deinen Vorstellungen entspricht? Steckt da eine Art Ordnungsbedürfnis hinter?

      Wie Du sicher schon längst aus dem Podcast herausgehört hast, bin ich kein großer Freund von Discovery. Aber es schmälert nicht meinen Genuss der restlichen Serien, wenn ich für Discovery keine spezielle „Abstellkammer“ im Kopf baue.

      Ich finde das komplett faszinierend, schreib mal bitte, wenn Du magst.

      Bis die Tage,
      Sebastian

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      • N’Abbend Sebastian

        Vielleicht bin ich einfach ein wenig spießig in Bezug auf das ST-Universum. Und das klassische ST ist halt klassisch, d.h., wenn ich mir schon aufbürde, idiotischerweise, dass ich etwas 12 Minuten vor Kirk spielen lasse, dann VERSTEH ICH NICHT, warum man das so macht, als hätte man nie ne Folge TOS gesehen. Da stimmt letztlich nix, keins der Designs, keine der Uniformen, Schiffe, Formen, Technik. Und all das ohne Not, da die Serie an keiner Stelle eine Begründung dafür liefert, dass sie so unbedingt vor Kirk spielen muss. Hätte mans nach Picard verlegt, oder sogar nach STAR TREK: PICARD, kein Problem, kein Thema, ALLES erklärt durch Weiterentwicklung. Ordne ich die Serie aber dort ein, wo man es tut, dann sollte man sich verdammtnochmal an dem ortientieren, was vorher war, damit es auch dazu passt. Ich meine, ich mach ja auch keinen Film über den Sonnenkönig, in dem alle Jeans tragen, weil das irgendwie cooler aussieht und wenn die die schon gehabt hätten, hätten die die ja auch getragen, oder? Ja, hätten sie, ist aber historisch Quatsch.

        Hmmm, wie hätte „Trials and Tribbelations“ von DS9 (kommt ihr in wievielen Jahren zu?) funktioniert, wenn man drauf geschissen und Sisko und Co. die Uniformen von DISCOs Pike und Konsorten angezogen hätte? In einem Wort: gar nicht! Es ist eine erfundene Historie, aber wenn man etwas der erfundene Geschichten hinzufügt, sollte man sich verdammtnochmal an die Vorgaben halten. Das wäre so, als würde man bei einem Bond-Film die Gunbarrel-Sequenz erst ans Ende packen… Moooooment.

        Also was wollen uns die Macher von DISCO Glauben machen? Dass… wir uns falsch an die alten Kostüme erinnern? Dass die Enterprise so ausgesehen hat? Irgendwie empfinde ich es schon fast als Frechheit, beim „vorher bei Star Trek“ einen Ausschnitt aus „Der Käfig“ zu zeigen. Und wenn ich, wie im Bonus gesagt wird, die Originaldesigns an meine Serie anpasse, ähm, ja, dann ist das offensichtlich nicht das Original.

        Seufz, und mit all dem haben wir noch kein Wort über die Handlung verloren. Die Adoptivschwester Spocks, von der wir nie gehört haben, aber kein Wort über Sybok? Ich meine, wenn schon, denn schon. Sporenantrieb, schwarzer Alarm, Section 31, die hier mit 30 Schiffen offen aktiv ist, ne Raumstation mit Minenfeld hat und bei der Sisko Jahre später nachfragen muss, wat dat denn is? Nach so ner Raumschlacht gibt es Berichte im FedNet oder wie immer das da heißen würde, manche Dinge bleiben haften, oder weiß auch keiner mehr, was die STASI, die GESTAPO und die AFD waren…? Zumal am Ende der Staffel(n) die Gedächtnisse der Zuschauer mit dem Befehl zu löschen: „Sie reden kein Wort über a) Paralleluniversum, b) Skynet und d) Michael Burnham samt Sporendiscozeugs“, das ist ein armseliger Versuch darüber hinwegzuteuschen, dass sich dieser Puzzlestein an keiner einzigen Stelle so recht in das große ST-Puzzle einfügen will. Ach ja, Spock ist jetzt Legastheniker – Danke, DISCOVERY.

        Lange Rede kurz: In meinen Augen fügt sich die Serie nicht stimmig in das vorhandene Universum, auf dem sie angeblich aufbaut, ein und dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, warum man es dann überhaupt so macht?

        Schönigliche Grüße

        PeeWee

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        • Hallo PeeWee!

          Du sprichst mir aus der Seele! Ich habe das DISCO-Problem dadurch gelöst, dass ich die Serie einfach weitgehend ignoriere und mir höchstens Podcasts dazu anhöre oder Reviews lese, um zu erfahren, wie lange dieser Unsinn noch weitergeht. LOL „Kanon“… ich habe ja wirklich an jeder STAR TREK-Serie/Film was zu meckern, aber bei DISCO platzte mir die Hutschnur. Mittlerweile halte ich es auch nicht mehr für ein „Versehen“, sondern für eine gezielte Provokation der Autoren/Produzenten. „Aha, wir haben das Fandom gespalten? Sehr gut, dann wird wenigstens über unsere Serie gesprochen!“
          „Any publicity is good publicity.“

          Alles Gute,

          Michael from Outer Space

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        • Mahlzeit PeeWee,

          sehr interessant, danke für Deine ausführliche Antwort.

          Ich störe mich weniger an den Unstimmigkeiten (die gab es in Star Trek seit Tag 1), sondern daran, dass ich die Serie an sich schlecht finde. All dieses Knarzen im kanonischen Gebälk könnte ich locker wegstecken, wenn man mir eine gute, intelligente und atmosphärische Geschichte erzählt. Da wäre ich bereit, sehr nachsichtig zu sein, ist ja eh schon alles fiktiv und unstimmig. Die Klingonen sahen schon immer anders aus. Auch Aussagen über Antriebe widersprechen sich laufend (Darf man nun in einem Sonnensystem Warpgeschwindigkeit einlegen oder nicht?), also Sporenantrieb, geschenkt. Aber wenn ich mir als Zuschauer von der Kern-Erzählung für dumm verkauft vorkomme, bin ich raus. Da liegt für mich der Hase im Pfeffer. Discoverys Erzählweise ist schwunglos, leicht dümmlich und auf Mainstream gebügelt.

          Über die Phase, in der ich das als Fan persönlich nahm, bin ich seit „Into Darkness“ hinweg. Die Serie ist für mich wie „Alarm für Cobra 11“. Ich weiß, dass es sie gibt. Ich freue mich für andere Menschen mit, wenn sie daran Freude haben. Ich kann sie mir (maximal einmal & mit halber Aufmerksamkeit) ansehen, fiebere aber nicht jeder neuen Folge entgegen, denn sie geht mir am Pöppes vorbei.

          Gleiches gilt übrigens für „Picard“, da habe ich mich mittlerweile auch „abgemeldet“.

          In diesem Sinne, ein schönes Wochenende,
          Sebastian

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        • @ Sebastian
          Ich bin auch fast so weit. Mit jeder neuen „Picard“-Folge wurde ich immer etwas ernüchterter und „Stardust City Rag“ war dann wirklich in mehrfacher Hinsicht inakzeptabel.

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  11. Mensch, was war ich gestern erstaunt, als ich gesehen habe, dass sowohl ihr als auch das Bahnhofskino am selben Tag einen Podcast zu „Star Trek V“ veröffentlicht habt. War das abgesprochen?
    Finde ich aber super, dass da auch so verschiedene Meinungen artikuliert werden.

    Noch eine Frage, weil ich Neu-Hörer bin: Was bedeutet das Wort „Schabunsen“ und wie schreibt man es richtig?

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      • Nabend allerseits,

        erstmal: Herzlich willkommen, Heidschnucke, schön dass Du da bist. Und nein, abgesprochen war das mit dem Bahnhofskino, das war ein verrückter und wunderschöner Zufall.

        Ansonsten was Felo sagt: SCHLABUNSEN, alternativ auch SCHABUNSEN oder SCHARBUNSEN, ist lautmalerisch für einen starken Aufprall oder eine mittelschwere Explosion. So ähnlich wie KRABOTTICH.

        In diesem Sinne,
        Sebastian

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        • Hi Sebastian,

          wo wir schon mal bei „Fremdwörtern“ sind: Was ist eigentlich eine „Wimmelquirke“? Das ist übrigens mein Lieblingswort in eurem Podcast! 😉

          LG

          Michael from Outer Space

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        • Guten Sonntagmorgen, Sebastian, ich muss jetzt mal Erbsen zählen gehen:

          Als alter Comiczeichner möchte ich anmerken, dass das Onomatopöien SCHLABUNSEN! (interessant, ich hätte das nicht mit S gelettert), lautmalerisch eher suggerieren könnte, dass bei dem beschriebenen Zusammenprall eine der beiden zusammenprallenden Parteien (also entweder die Wand oder Deine Birne) weich sein müsste.
          KRABOTTICH! hingegen (ich gebe es zu) suggeriert eher ein Zerbrechen oder Bersten – was ich weder deinem Schädel noch der Wand (schon wegen der Hotelrechnung) wünschen würde.
          (Tatsächlich kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass KRABOTTICH! exakt das Geräusch ist, das man hört, wenn ein alter Küchenstuhl unter einem schwergewichtigen Comiczeichner zerbricht und besagter Comiczeichner mit Wucht auf den Küchenboden prallt.)
          Beide Onomatopöien sind also mMn eher ungeeignet, um die beschriebene Szene zu unterlegen. Ein lyrisches PARDAUZ! oder ein ganz schlichtes BOTZ! hätten möglicherweise ausgereicht.

          So, zurück zu… worüber habt Ihr sonst noch geredet? …ach ja, Star Trek V, mein Gott, wie nebensächlich! Aber gut… 😉

          Ich habe auf Facebook das deleted scene Video von dem Felsenmonster gesehen, dass Du gepostet hast. Grandios! Das hätte dem Film (und im schlimmsten Fall auch dem damals noch recht wackeliugen Franchise) zwar wahrscheinlich den letzten Gnadenstoß gegeben, aber wie herrlich trashig wäre das gewesen! Endlich mal wieder ein richtiges Monster-of-the-week, wie wir sie in TOS immer mal wieder bekommen, ausgelacht und gefeiert gleichzeitig haben! Das hat 4 Filme lang gefehlt – und eigentlich auch danach, denn wir haben erst auf J.J. warten müssen, bis Kirk mal wieder gegen ein richtiges Alien-Monster antreten durfte.

          Aber ernsthaft: war wohl wirklich auch besser so.

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  12. Hmm, ich kann mir nicht helfen, aber ich hatte mich im Vorfeld ziemlich auf diese Podcast-Folge gefreut und bin leider doch ein Stück weit enttäuscht. 😦
    Gerade weil der Film so viele Schwächen hat, dachte ich mir, dass Ihr, Simon und Sebastian, sicher viele lustige Kommentare bereithalten werdet. Mir war klar, dass dabei berechtigter Weise der Finger auch in die Wunde gelegt werden würde, aber ich habe mir das irgendwie netter und witziger vorgestellt. Die Abrechnung geriet mir persönlich ein bisschen zu ernsthaft und unversöhnlich. So ganz verstehe ich nicht, woher der, jaoh, Groll gegen diesen Film kommt.
    Dennoch danke für sehr interessanten Hintergrundinformationen! 🙂 Ich habe einiges dazugelernt.

    Viele Kritikpunkte kann ich nachvollziehen. (Der Planet ist wirklich eine Enttäuschtung, um nur einen Punkt zu nennen).
    Ein paar nicht. Wenn zum Beispiel Spock plötzlich hin- und hergerissen gewesen wäre, wem er helfen soll, wäre das kritisiert worden – und zu Recht! Es wäre doch ziemlich unglaubwürdig gewesen, dass er plötzlich nicht nur pflichtvergessen handelt, sondern auch seine Freunde verrät.

    Der Humor an sich war oft wirklich nicht auf hohem Niveau, das stimmt schon. (Scotty, der sich den Kopf anschlägt, war zum Beispiel wirklich nicht gut, auch nicht gut gespielt). Nebenbei bemerkt ist „Insurrection“ in diesem Punkt leider aber auch nicht besser. Da finde ich einiges nach wie vor ziemlich peinlich und kann das auch nicht mit dem TOS-Faktor gut erklären.
    Die Witze in ST:V zünden oft nicht, aber ich mag am FIlm, dass er auf diesem Wege nicht düster gerät. Auch das ist TOS: Selbst in der größten Bedrohung war die Atmosphäre schon manchmal angespannt, aber bei Weitem nicht immer. Die Ur-Serie ist halt auch oft ein fröhliches Abenteuer.
    Aber ich glaube, Sebastians Sorge ist völlig unbegründet: Wenn der Dusch-Gag im Lift witzig war, dann ist der wahlweise kindische oder kindliche Humor nun wirklich nicht verloren gegangen 😉

    Meine Meinung zum Film habe ich weiter oben schon mal wiedergegeben. Noch nicht erwähnt habe ich, dass ich ein paar Einstellungen auch wirklich gut fand. Die Ent-A vor dem Mond – das war doch einfach schön!
    Was mich persönlich am Film aber vielleicht am meisten gestört hat, ist dass alle außer dem Triumvirat (und Scotty) der Gehirnwäsche unterzogen sind und Sybok folgen; das ist schon schlimm genug, aber vor allem werden sie ja nie wieder „aus dem Bann gelöst“. Das hat mich immer gestört. Aber es ist halt dann doch auch wieder etwas, was mich bei TOS überhaupt nicht wundert.

    PS: Ich glaube, alle bisherigen Kommentare hier gelesen zu haben, aber ein Punkt ist mir dabei nicht untergekommen; möglich, dass ich ihn überlesen habe. In diesem Fall schicke ich eine Entschuldigung vorweg. Aber die 78 Decks (natürlich an sich dämlich) sollen nach dem, was ich mal gehört habe, eine Anspielung auf die Folgenzahl von TOS gewesen sein. Ich mag es nicht, wenn Anspielungen als Selbstzweck unelegant in eine Folge oder einen Film gezwungen werden, aber es ist immerhin eine Erklärung für diesen Fehler.

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    • Nabend Max,

      tut mir leid, dass wir Dich etwas enttäuscht haben, aber ehrlich gesagt war ich ja auch etwas vom Film enttäuscht. Das haben wir da wohl weitergegeben. Den Film hatte ich seit neun Jahren nicht mehr gesehen und war mit diffusen Erinnerungen und dem festen Vorhaben hineingegangen, dass es von mir einen gnädigen Daumen quer gibt. Und dann hat der Film mich diesmal zermürbt, was willste machen. Am Ende soll unser Fazit ja auch ehrlich sein, da verstehe ich uns vorrangig als Rezensenten und nicht als Gaglieferanten. Obwohl ich mich an viele Stellen in der Sendung erinnern kann, an denen wir großen Spaß hatten.

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

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  13. Eine interessante Besprechung von euch! Vor allem einige Hintergründe der Produktion kannte ich noch gar nicht!

    Da ich den ersten Film nicht so sehr mag wie Sebastian kann ich bei vielen Vergleichen auch nicht mitgehen. Am Ende war ich dann doch überrascht, dass ihr beide den Daumen runtergegeben habt.

    Bei vielen TAS- und TNG-Folgen hatte ich den Eindruck, ihr drückt beide Augen zu und hier hatte ich den Eindruck, dass ihr zu harsch seid. Der Film hat eine ambitionierte Prämisse, einen grandiosen Score und das Triumvirat ist wieder zusammen. Ich kehre immer wieder gerne zu dem Film zurück – trotz der Defizite.

    Als jemand, der eine Dissertation zu Diplomatiegeschichte schreibt, finde ich natürlich die Idee eines gemeinsamen Kondominiums auf Nimbus 3 sehr interessant. Auch natürlich, wie es sich entwickelt hat.

    Ich fand Laurence Luckinbill immer einen interessanten Antagonisten – der ja nicht so wirklich der Antagonist ist. Er ist halt verblendet. Das ist eigentlich nur die Entität am Ende. Der Umstand, dass er verblendet ist, passt ja wieder zu dem Bild des Teleevangelisten.

    Bei eurer Besprechung des Yosemite-Teils kam mir ein Einfall: Warum spielt dieser Part auf der Erde? Haben alle gar keine Familie oder Freunde? Wirklich niemanden? Ist es nicht irgendwie traurig, dass alle nur mit ihren Kollegen Urlaub machen? Wenn sie auf einem Planeten am Rande des Föderationsraums gewesen wären, dann hätte es auch mehr Sinn ergeben, warum die Enterprise zu Nimbus 3 gerufen wird.

    Aber naja, nun ist es zu spät, noch Änderungen am Drehbuch vorzunehmen.

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  14. Hallo zusammen!
    Jetzt ist schon fast alles gesagt (nur nicht von jedem), aber ein paar Dinge wollte ich noch loswerden. Ja, mir gefällt der Film immer noch, trotz der von euch aufgezählten Schwächen. Für mich ist das ein klassischer altmodischer Actionfilm, da muss nicht alles stimmig sein. Auch ST IV hat seine Schwächen und ist nicht immer logisch.
    Gerade die Figur des Sybok gefällt mir. Er ist nicht einfach nur böse oder rachsüchtig, wie so viele Antagonisten, er will auch nicht die Weltherrschaft. Er sucht Erkenntnis, und das ist für mich nicht nur nachvollziehbar, das ist für mich auch ein zentrales Thema in Star Trek. Dass er andere zu ihrem Glück zwingen zu müssen glaubt und doch selbst auf der falschen Spur ist, macht ihn zu einer tragischen Figur.
    Seine „Therapie“ besteht offenbar nicht nur darin, den Schmerz noch einmal zu durchleben, er greift da sichtlich in die
    Psyche der Anderen ein.
    Dass er vorher nie erwähnt wurde ist nicht so seltsam, wenn man bedenkt, wie verschlossen Spock immer war, wenn es um sein Privatleben ging. Auch dass Sarek schon früher verheiratet war ist nur logisch. Und da sein erster Sohn ihn schon so maßlos enttäuscht hatte, ruhten seine ganzen Hoffnungen jetzt auf Spock.
    Dessen Problem schien mir auch nicht sein innerer Konflikt zwischen menschlicher und vulkanischer Seite zu sein, sondern die Ablehnung durch seinen Vater. Ich meine, das wird auch so ähnlich in „Die Reise nach Babel“ thematisiert. Wobei ich mich frage, wie Sarek darauf kommt. bei Spocks Geburt „so menschlich“ zu sagen. Spocks Physiologie wird immer als typisch vulkanisch geschildert. Mein Gedanke dazu wäre, dass vulkanische Väter normalerweise nicht bei der Geburt ihrer Kinder dabei sind und Sarek nur da war, weil seine Frau ihn darum gebeten hatte. Und er hatte gedacht, vulkanische Kinder müssten bei der Geburt doch besser aussehen…
    Nostalgie ist bei mir sicher auch dabei. Vielleicht war das Problem des Films, dass er zu spät kam, oder dass nostalgischer Fanservice alleine nicht ausreicht, genug Zuschauer anzuziehen. Wer will schon in einem SF Film drei alte Männer beim Campen sehen.
    Das Ende fand ich auch nicht enttäuschend. Im Gegenteil halte ich es für einen netten Twist, dass sich die Erwartungen, die sich immer mehr gesteigert hatten, plötzlich ins Gegenteil verkehren. Da gibt es später noch die TNG Folge „Das fehlende Fragment“, an deren Ende nur so ein Typ dasteht und sagt: „Schön, das ihr da seid“. Na, das wäre ein Ende für den Film geworden…
    Den Titel finde ich allerdings auch total daneben. Nur, der Originaltitel ist es doch auch. Ist es wirklich „Die letzte Grenze“, wenn man im Zentrum der Galaxis schaut, was da so los ist? Zumal sie schon einmal da waren, in der TAS Folge „Das Geheimnis von Megas-Tu“. Und auch da sind sie einem eher unliebsamen Zeitgenossen begegnet. Mir gefällt ja der Gedanke, das auch der Planet der Sith aus Star Wars in dieser Gegend liegt.
    Ja, es liegt wohl in der Natur des Menschen, eine Ordnung, einen Sinn im Ganzen suchen zu wollen. Daher kommen ja zum Beispiel auch die Sternbilder, die doch in Wirklichkeit nur zufällig angeordnete Lichter sind. Und deswegen kochen die Emotionen wohl auch so hoch, wenn Jemand oder Etwas diese Ordnung stört. Und Discovery stört das Bild mit der unzeitgemässen Technik gewaltig. Da braucht es viel Phantasie, um sich das schönzureden. Auch wenn ich Sebastian zustimmen muss, dass das, was gezeigt wurde, dazugehört. Für mich persönlich kann ich mir natürlich mein ST Universum zurechtschnitzen, „gültig“ ist es dann aber nicht mehr.
    Dass Kirk Freeclimbing macht ist schon seltsam. Überrascht hat mich aber eher, dass er, der große Trickser, der gerne noch ein As im Ärmel hat, sich von Spock retten lassen muss. Dass er keinen Antigravgürtel oder so etwas trägt. Übrigens waren das keine „Raketenstiefel“. Düsen hatten sie zwar, aber ohne eine Antigravitationstechnik wären die doch zu schwach gewesen.
    Langer Rede kurzer Sinn, mein Daumen geht mindestens zur Seite, ganz vorsichtig sogar nach oben.

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    • Wobei ich mich frage, wie Sarek darauf kommt. bei Spocks Geburt „so menschlich“ zu sagen. Spocks Physiologie wird immer als typisch vulkanisch geschildert. Mein Gedanke dazu wäre, dass vulkanische Väter normalerweise nicht bei der Geburt ihrer Kinder dabei sind und Sarek nur da war, weil seine Frau ihn darum gebeten hatte. Und er hatte gedacht, vulkanische Kinder müssten bei der Geburt doch besser aussehen…
      => Vielleicht bezieht sich das „so menschlich“ ja darauf, dass das Neugeborene so geschrien hat? (Wurde denn an anderer Stelle schonmal eine Vulkanier-Geburt gezeigt, sodass etwaige Unterschiede zu den Menschen ergründet werden könnten?)

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      • Hallo Don!
        Schreien ist ein guter Punkt. Aber brauchen vulkanische Babys nicht auch Luft? Und das Unterdrücken der Gefühle habe ich immer als so eine Art Kulturtechnik verstanden, nicht als etwas angeborenes. Hm, vielleicht sind vulkanische Mütter deswegen weniger gestresst, das wäre möglich.
        Aber dafür könnte klein Spock ja nichts. Wie auch immer, Sareks Reaktion könnte man als ein wenig irrational bezeichnen, was Wiederum Spocks „Schmerz“ noch nachvollziehbarer macht.

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  15. Ich frage mich gerade, ob es irgendwo einen Camping-Cut des Films gibt? Der Film beginnt (vom Cold-Opener abgesehen) beim Camping-Urlaub des Triumvirats und der Film endet auch da? Wie verlockend es doch wäre, alles dazwischen rauszuschneiden! 😉

    …ich muss gleich mal suchen gehen!

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  16. Hallo, Jungs,

    Auf den Film habe ich mich nicht gefreut, dafür ist euer Podcast umso unterhaltsamer ausgefallen. Vielen Dank dafür. 😁

    Ich habe den Film nie gemocht und ihn immer vermieden. Allerdings habe ich in den frühen 90er Jahren an zwei langen Star Trek Nächten teilgenommen, bei denen alle sechs bis dahin erschienenen Filme am Stück im Kino gezeigt wurden. Und jedes Mal habe ich mich geärgert, dass ich bei meinem Lieblingsfilm (IV) beinahe eingepennt bin und zum V wieder wach war. Dabei hatte ich mich 89 natürlich auf einen neuen Film gefreut, allerdings ließen die Kritiken nach dem US-Start nichts gutes ahnen, so dass ich ihn noch in der ersten Woche sehen musste, obwohl ich mitten im Umzug steckte. Ich wollte mir halt mein eigenes Bild machen und soooo schlecht konnte er doch nicht sein, oder? Wenn ich jetzt aber höre und lese, was Shatner ursprünglich für seinen Film geplant hatte, kann man ja noch froh sein, dass er so ausgefallen ist und nicht noch schlimmer. Über den „Humor“ ist genug geredet worden, auf die Spezialeffekte wären die Macher der „Raumpatrouille“ 1966 zu Recht stolz gewesen, 1989 waren sie so (unfreiwillig) komisch wie das berühmte Bügeleisen.

    Sebastian, traust du Shatner wirklich so viel Selbsironie zu, Kirk darzustellen wie er sich sträflich überschätzt? Nein, das war pure Angabe. Wenn Spock ihn nicht mit seinen „Weisheiten des großen Bin-Sen“ abgelenkt hätte, hätte er den El Capitan doch locker geschafft. Der Streifen sollte eine einzige Verherrlichung des Helden James T. Kirk werden, aber Shatner hat nicht gemerkt, wie sehr er ihn (und sich selbst) zum Narren gemacht hat. Das einzig Vernünftige, was Kirk in dem ganzen Film von sich gegeben hat, war: „Wozu braucht Gott ein Raumschiff?“

    Ein Problem des Films wurde bisher noch nicht angesprochen: Die Timeline. Botschafterin Dar sagte, die Kolonie sei vor 20 Jahren von den drei Großmächten gegründet worden. Wenn der Film 2287 spielt, käme man auf 2267 als Gründungsjahr. In diesem Jahr hatte aber die Enterprise gerade mal ihre erste Begegnung mit den Romulanern nach über 100 Jahren Funkstille. Wann sollen denn die diplomatischen Beziehungen etabliert worden sein, wie schnell sollen die Verhandlungen verlaufen sein? Ist doch ziemlich knapp, oder?

    „Du kannst den Allmächtigen doch nicht nach seinem Personalausweis fragen!“ Doch, Doktor, man kann. Allein schon deshalb, um nicht auf solche Betrüger wie in diesem Film hereinzufallen. Und der Witz ist: Diesen Perso halten wir seit fast zweitausend Jahren komplett in den Händen. Und auch wenn es im 23. Jahrhundert keine Religion mehr gibt, so scheint die Bibel immerhin noch ein respektierter Klassiker zu sein. Oder wie ein Außerirdischer in einer anderen beliebten Sternenserie auf die überraschte Frage: „Du liest in der Bibel?!“ antwortete: „Natürlich. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil eurer Kultur. Liest du sie nich, O’Neill?“ Auf jeden Fall lohnt es sich, sich näher mit ihr zu beschäftigen.

    LL&P
    Eure Bridge

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  17. Treffende Analyse. Der Humor war schon früher nicht gut und im Alter wird es nicht besser..
    Einzig: Don’t use while in Spacedock finde immer noch wirtzig 😉

    Zur „Ehrenrettung“ 😉
    McCoy hatte schon zu TOS Zeiten Angst vor Selbstgesprächen; während er sie führte.
    Das kann man als Reminiszenz verstehen.

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  18. Ihr habt, glaube ich, alles Wichtige zum Film gesagt. Das meiste würde ich unterschreiben.

    Nebenbei, als Zwischenfazit nach der ersten Staffel TOS und den Filmen:

    Wenn man Euch beim Autofahren hört, können einen die Krankenwagen ganz jeck machen, die gefühlt in jeder Sendung bei Euch vorbeifahren 😉

    Schöne Grüße aus Aachen

    Michael

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  19. Die zwischenmenschlichen Szenen bei STV empfand ich als grossartig. Die Dialoge zwischen dem Triumvirat waren einfach entspannend. Und, ich oute mich, ich mochte den Humor. „Sulu schau, die Sonne kommt heraus… ein Wunderrrr“ 😀

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