Episode herunterladen (MP3, 84 MB)
31. März 1997:
Sicherheitschef Odo, rigide und barsch im Büro – sensibel und sehnsuchtsvoll im stillen Kämmerlein. Gemeinsam rechnen wir nach, dass er immer noch Jungfrau ist, insofern Vermischen mit seinen Artgenossen nicht zählt. Doch darum ist es nun geschehen, denn eine Femme Fatale kommt an Bord und hat neben einem Batzen Geheimnisse und einem mörderischen Duo auch Frühlingsgefühle im Gepäck.
In Deutschland: Der Datenkristall, ausgestrahlt am 13. März 1998.
Heute ist Sebastian aber nur mono links zu hören. Da fehlt das rechte Sebastianchen.
Mono Sebastian ist nicht so schön, ansonsten bisher gute Folge 😁
Verrückt: Ich sah’s an der Audiospur der rausgerenderten MP3 sofort, aber im Studio mit den Kopfhörern bekomme ich beim Abspielen das Stereoerlebnis. Ob da die KI meines Rechners den Fehler kompensiert?
So oder so: Ist korrigiert – die Datei ist ausgetauscht – die Internet-Crawler sind am Refreshen.
Danke für die Hinweise.
Das ist schon faszinierend.
Ich nutze Downcast als App.
Ich habe die Folge gelöscht, neu aus dem Feed geladen.
Wenn die Folge auf Streamen ist, dann höre ich Sebastian in Stereo. Bei Download switched es nach dem Laden auf die Download Datei und er ist nur noch mono zu hören.
Ich teste das morgen noch mal, falls da noch ein Refresh läuft.
Danke für eine, wie gewohnt , schöne Folgenbesprechung. Ja, Sebastian, es ist wirklich verwirrend und bedarf einer Erklärung, warum in einer Folge etwas verboten (geächtet?) ist, was in der Folgewoche als sinnvolles Upgrade mindestens mal akzeptiert wird. Ich versuche mich mal als Simon und Stelle die erklärende These auf, dass Bashirs genetische Manipulation zum einen für Andere nicht sichtbar ist, im Gegensatz zu Lordis (!) Augen. Möglicherweise noch entscheidender ist, dass ein Eingriff in die Genetik dauerhafte Auswirkungen im Falle der Fortpflanzung hat. Der Dataport dürfte wahrscheinlich nicht dauerhaft sein. Spannend finde ich allerdings die Frage, warum man in manchen Folgen genetische Änderungen wieder rückabwickelt bzw. korrigiert und in anderen nicht.
ja, das war auch mein erster Gedanke beim lauschen dieser Diskussion. Sofort schossen mir Erinnerungen ein an die „Gen-Mais“-Debatte und die Angst, dass die genetisch manipulierten Pflanzen auch das Erbgut der nichtmanipulierten Pflanzen ändern können, die auf dem Feld daneben stehen. Menschen haben viel Angst, wenn es um Erbgut geht, was ja ein bisschen seltsam ist, weil sie selbst aktiv schon durch Züchtung bei Pflanzen und Tieren in viele Erbprozesse eingegriffen haben. Aber von diesen Dingen verstehe ich persönlich viel zu wenig, vor allem von den ethischen Verwicklungen, wenn das Prinzip dann zu Menschenzucht und Eugenik führt.
Im Khan-Hörspiel wurde doch auch thematisiert, dass die Augments keine Kinder haben durften, oder?
Der Unterschied zwischen Zucht und Genmanipulation ist, dass Zucht bereits vorhandene Geninformationen und damit die gewünschten Merkmale einer Pflanze oder eines Tieres hervorheben und verstärken soll. Genmanipulation verändert die vorhandene Information durch Herausschneiden und Einfügen fremder Informationen. Die Befürchtung dabei ist, dass diese fremden Informationen sich sozusagen verselbstständigen und an Orten oder in einer Form auftreten, die man nicht haben will. Möglicherweise ist das nicht ganz so schlimm, weil das Erbgut grundsätzlich zur Vermehrung mit anderem Erbgut kompatibel sein muss, um sich überhaupt fortzupflanzen. Veränderungen würden also früher oder später von selbst verschwinden, wenn der Mensch nicht nachhilft.
In Deutschland herrscht bei dem Thema halt von links nach rechts der Glaube der Bewahrung der „Reinheit“. Bei den Einen liegt dies wohl begründet in der Esoterik der 70er und 80er und bei den anderen bei dem Blut&Boden-Mythos des 19. und 20. Jahrhunderts. Siehe auch eine ähnliche Einstellung zum Thema Impfungen. Aber ich schweife ab.
Bei Gentechnik geht es, meiner Meinung nach, über Ideologie hinaus. Da gibt es konkrete Sicherheitsbedenken, weil der Mensch mit Dingen experimentiert, die wir nur ansatzweise verstehen, Stichwort Zauberlehrling.
Moin zusammen,
die schönsten Szenen fanden zwischen unseren allwöchentlichen Charakteren Statt. „Keine Chemie“ traf es. Irgendwie war alles vorhersehbar. Ach ja, die landen bestimmt im Bett. Ach ja, aber es wird keine Zukunft geben. Die Gaststarin brachte nichts rüber, vermutlich fand sie es merkwürdig nun den Mann mit der Gummimaske küssen zu sollen. Das ewige Herumreiten auf „Schönheit“ hat mich total genervt. Holzhammermethoden. Sehr schade auch für den Odo-Charakter dass man sein „erstes Mal“ so verkrampft anlegte. Wer Chemie miteinander hatte waren die beiden versteckten Meuchler im Lagerraum, und Timing.
Dieses respektlose Teilhabenwollen an Beziehungen anderer fand ich schon als Kind sehr übergriffig, wenn z.B. irgendwelche ältlichen Nachbarinnen oder Tanten ausfragten ob ich denn „schon eine kleine Freundin hätte“. Am liebsten hätte ich denen schon mit 12 um die Ohren geschlagen dass ich höchstens an eineM großeN Freund Interesse hätte. Insofern überschreitet Dax auch nach meiner Meinung immer wieder die Grenze zur Intimsphäre. Das ist einer Serie der 90er nicht (mehr) würdig, es fühlt sich so „Sixties“ an.
Ich habe mich gefragt, warum auch der kleine Bösewicht die Dame der Woche so schön findet. Ist es allgemein so bei allen Aliens, dass menschliche Frauen das allgemeingültige Schönheitsideal verkörpern? Müssten für ihn nicht Frauen seiner eigenen Spezies viel schöner sein? Hätte Odo sich auch in eine Frau aus der Spezies der Attentäter verliebt, weil er sie so schön gefunden hätte? Wohl eher nicht.
Zum Thema Dataport: erzählt sie nicht, dass sie von einer Nicht-Föderationswelt kommt, zumindest ist das ihre Tarnung. Da kümmert es wahrscheinlich niemanden, ob man sich einen Stöpsel in den Kopf macht oder sich sonst wie verbessert.
Menschen sind halt immer die Vanille der Fantasy oder SciFi: Die finden irgendwie Alle toll, egal ob Orcs/Orks (Klingonen) – ich rede eher von Warcraft- Orcs oder Arran-Orks -, Elfen (Vulkanier/Romulaner) oder Zwerge (Ferengi). Die Menschin, das pure Vanilleextrakt.
Also mit Menschen kann ich mich zumindest eher identifizieren als mit Klingonen oder Orks. Allenfalls noch mit Vulkaniern. Die Eldari aus Warhammer 40k mag ich aber auch🖖😉
Zur Holodeck-Szene:
Odo hat bestimmt als Sicherheitschef einen Admin-Zugang und nutzt den mal brutal aus, klopft stehend beim fahrenden Auto an das Fenster, um sich einzuschalten. Bestimmt findet er die ganze Holonummer ein bisschen lächerlich, und mit diesem unsensiblen Eindringen in die Echtheit des Programms will er das passiv-aggressiv verdeutlichen.
Fand ich super! Besonders, weil es einfach so stehengelassen wird.
Die Erklärungsversuche zur erlaubten „Augmentation“ sind ja schon gemacht worden, da schließe ich mich an.
Kleine Korrektur zur „Gaststarin“: es ist nicht Susan Dey, sondern Dey Young, Schwester der sensationellen (!) Leigh Taylor-Young, bekannt aus „Soylent Green“ und dann später natürlich als Bürgermeisterin in „Picket Fences“.
Wenn sich Frank und sein Kumpel dann Richard Bashir in Neuseeland anschließen, heißt die Serie natürlich „Drei Mann im Knast“ 🙂
Mit „Soylent Green“ habe ich dasselbe Problem wie mit „Planet of the Apes“, dem zweiten dystopischen Film mit Charlton Heston:
Beide Storys haben einen großen Twist, der jeweils am Ende enthüllt wird. Ich kannte die Wendungen lange bevor ich die Filme zum ersten Mal sah.
Tasha Yar hatte auch nen Dataport.
*badamtss*
Wo Ihr über Vic Fontaine redet: Wenn Sebastian das Verhalten von Dax übergriffig findet, dann bin ich echt mal auf die Besprechung der Kuppelfolge mit Vic gespannt. Da ging mir der Hut hoch.
Moin
Wieder eine tolle Folgenbesprechung von euch, auch wenn ich persönlich zwei Daumen runter als zu hart für die Folge empfinde. Klar wir brauchen gar nicht diskutieren, dass wir weit von irgendwelchen DaumenhochLandarztspähern weg sind. Alleine wenn ich mal diese Folge, mit der Folge von letzter Woche vergleiche, finde ich doch das es bei aller berichtigter Kritik doch ein ganz anderes Level von Daumen runter ist. Ich finde auch, dass die Folge hat gute Ansätze und auch gute Momente hat, die mich persönlich noch auf einen Querdaumen bringen. Aber gut Eindrücke und Geschmäcker sind halt verschieden.
Spannend finde ich die Sache, dass wir ja nach dieser Folge den Agenten Bashir auf dem Holodeck nie wieder sehen. Ob der Milster seine Badguy Rolle doch wohl durchgezogen und den Holodeckbashir umgelegt hat?
Zu dem Punkt, ob sich Arissa am Ende an die Beziehung mit Odo erinnert, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie das tut. Denn sie soll ja auch über alles auspacken und aussagen, was sie über den bösen Crimelord gelernt hat. Dann muss sie sich ja zwangsweise auch an alles erlebte erinnern, damit diese Ermittlungsmethode überhaupt irgendwie funktioniert und vor einem Gericht bestand hat.
Die Diskussion warum Aufwertung durch Technik offensichtlich in Ordnung, die genetische Variante aber verboten ist. Finde ich in der Tat auch bizarr. Aber vielleicht gibt es da eben auch keine logische Erklärung. Die Menschen haben halt durch Kahn und seinen Krieg offensichtlich immer noch ein schweres Trauma, dass sie dieses Verbot halt auch in die gesamte Föderation getragen haben. Vielleicht ist ja eben der Gedanke, dass man Technik eben doch kontrollieren kann, weswegen sowas in Ordnung ist. Selbst Odo hat ja in der Folge Sicherheitsvorkehrungen in den Computer eingebaut, welche dem Träger eines solchen Implantates ja Unbehagen bereiten. Und Lebewessen mit weniger Skrupel, ja auch dafür sorgen, dass man sich das Gehirn wegbruzelt, wenn man diese Technik einsetzt. Wird ja in der Folge in einer Expositionsbombe so erwähnt. Gegen genetisch veränderte Wessen, hätte man die Möglichkeit einer technischen Firewall dann halt nicht. Wenn wir dann aber wieder auf den Punkt gesellschaftliches Trauma zurückkommen, ist es spannend, dass es hier noch kein Umdenken in der Gesellschaft der Föderation gibt. Denn wenn man mal überlegt das ein neuer starker Gegner wie die Borg ja im Grunde genau das wollen, biologisches Leben durch technische Implantate verbessern, stellt sich schon die Frage warum man mit dieser individuellen Aufwertung durch Technik dann noch so cool ist. Die Frage ist halt auch, ob das die Mehrheit in der Föderation noch so sieht, oder die Diskussion auch schon aufweicht. Halt wieder schade, dass wir nichts von Nachrichten oder Presse in Star Trek mitbekommen. Ich will jetzt nicht spoilernd vorgreifen, aber wir treffen ja noch jemanden der für einen bestimmten Bereich in Starfleet arbeitet, der das mit der genetischen Aufwertung ein ganzes Stück flexibler sieht. Von daher wäre da ein weiterer Blick in der Zukunft spannend. Ein weiteres Indiz dafür könnte dann ja auch sein, dass Julians Vater eben ein so mildes Urteil bekommen hat. Er hat nämlich halt ohne viel Tamtam einen Deal ausgehandelt, denn die Föderation angenommen hat. Vielleicht auch, weil ein langes Gerichtsverfahren mit der entsprechenden Presse den Diskurs in der föderalen Gesellschaft Richtung Pro genetischer Manipulation verschoben hätte.
Aber diese Gerichtsverhandlung gab es in der Lore seit SNW doch schonmal.:D
SNW ist ein Reboot in einem Paralleluniversum.
Zumindest wird die Zeit endlich erträglich. TOS kann ich mir trotz mehreren Versuchen einfach nicht mehr antun. Die Serie ist einfach zuuu alt – die Filmen gehen ja noch teilweise. Ich hoffe sogar, dass es auch ein TOS-Reboot gibt.
Ich bin mit dem Podcast noch nicht ganz durch, aber die Changeling-Sex-Diskussion hat mich getriggert! 😉
Wir müssen gar nicht darüber debattieren, *ob* und falls ja, *wie* Odo mit einer humanoiden Frau Sex haben kann. Die Physiologie der Changelings ist „an und für sich“ ein Mysterium, das so viele Fragen offen lässt, dass eine eigene Serie nötig wäre, um sie befriedigend zu beantworten.
Ich frage mich z. B. immer wieder, wie Odos Sinnesorgane funktionieren. Er hat ja Sinnesorgane und -eindrücke, die denen der humanoiden Personen auf DS9 zumindest so weit ähneln, dass er ihre Eindrücke nachvollziehen kann. Wenn Odo beispielsweise im Quark’s am Tresen sitzt und mit dem allseits beliebten Besitzer des Etablissements diskutiert, während Morn daneben hockt und seinen Drink in sich hineinkippt oder Jadzia am Dabo-Tisch einen Jackpot einstreicht und sich überschwänglich darüber freut, dann bekommt Odo das alles mit. Das heißt: Sein Körper bildet Zellen aus, die „humanoide“ bzw. menschliche Augen und Ohren nachahmen. Passiert etwas ähnliches muss mit seinen anderen Sinnen Tasten, Riechen und Schmecken? Eigentlich müsste das der Fall sein, denn Odo kann ja nicht einfach einen Gegenstand in die Hand nehmen und so fest zudrücken, dass er ihn kaputtmacht. Odo muss *merken*, dass er gerade einen Gegenstand in der Hand hält, der eventuell empfindlich ist und vorsichtig behandelt werden sollte. Das gilt erst recht für seinen Umgang mit anderen Personen. Odo muss sehr viel Feingefühl an den Tag legen, bevor es überhaupt zum Akt mit Arissa kommt!
Und wenn Odo dazu in der Lage ist, kann ich mir gut vorstellen, dass er auch in anderer Hinsicht – analog zu Data – „voll funktionsfähig“ ist. Vielleicht hat er sich in Anatomie-Bücher vertieft und die Nachbildung männlicher Geschlechtsorgane geübt. Warum eigentlich nicht? 🙂
Mir gefällt „A Simple Investigation“ auch nicht so gut, v. a. wegen der gestelzten Love Story zwischen Arissa und Odo. Wir wissen seit Jahren, dass Odo in Nerys verknallt ist und Arissa höchstwahrscheinlich nicht zurückkehren wird. Was soll aus ihrer Beziehung werden? Es kann nur ein kurzes Techtelmechtel sein. Die meisten Dialoge der beiden sind schlecht geschrieben und unglaubwürdig, v. a. im Vergleich zu den angesprochenen Paaren wie Kassidy – Spencer, Grilka – Quark oder auch Leeta – Rom bleibt diese Kurzbeziehung auf der Strecke. Arissa finde ich ehrlich gesagt sterbenslangweilig, was nicht an Dey Young liegt! Ihre Rolle ist einfach nicht gut geschrieben.
Zu der Diskussion, wieso „bionische“, also künstliche, Augen wie beim Schorsch in „First Contact“ erlaubt sind, während genetische „Augmentierung“ streng verboten ist, fällt mir keine gute Begründung ein. Wahrscheinlich ist es einfach nur inkonsistent geschrieben. Ich kann mich auch nicht an eine Begründung erinnern, die in einer der Serien geliefert werden würde.
Ein Doppel-Daumen nach unten ist mir als Urteil aber auch zu hart. Mein Daumen geht hier quer, weil ich die Episode weder gut noch schlecht finde.
Ich freue mich schon auf eure Besprechung zu „Business as Usual“ mit dem unvergesslichen Steven Berkoff! Zu der Folge werde ich mehr zu sagen haben.
Ohne die Folge gehört zu haben (Die Zeit fehlt), bionische Augen im Gegensatz zur Augmentierung klingt für mich so, als ob es bei den ersteren um reine „Ersatzteile“ geht, beim anderen um einen Eingriff in die Grundstruktur. Da kriegt jemand nicht nur neue Reifen, da wird der Motor getunt.
OK, aber die „Ersatzteile“ können ja trotzdem, zumindest in einigen Bereichen, nützlicher sein als die „Originalteile“.
Wenn z. B. der Schorsch mit seinen bionischen Augen im für Menschen sichtbaren Spektrum des Lichts ähnlich gut sieht wie ein Mensch mit natürlichen Augen und einem guten Sehvermögen, er aber zusätzlich Infrarot- und Ultraviolettstrahlung wahrnehmen kann, dann ist das meiner Ansicht nach eine Verbesserung. In diesem Fall würde ich seine bionischen Augen nicht als „Ersatzteile“ bezeichnen.
Meine Frau Heidi ist ein riesiger Star Trek Fan und hat mich auch zu einen gemacht.
Sie hört oft den TAD Podcast und ich höre manchmal mit.
In dieser Folge haben Simon und Sebastian sich darüber Unterhalten, warum der Datenkristall mit der Persönlichkeit von dieser Spionin, in die sich Odo verliebt, nicht noch irgendwo anders auf einem Computer gespeichert ist.
Außerdem hat meine Frau mir erzählt, dass es oft merkwürdig rüber kommt, wenn Daten nur Übertragen werden und nur an einem einzigen Ort liegen und nicht kopiert werden. Da hatten wir uns dann auch darüber unterhalten, dass nicht jeder im Musterpuffer gespeichert ist und einfach materialisert wird wenn er stirbt.
Hier möchte ich als Physiker die Autoren von Star Trek mal in Schutz nehmen.
Tatsächlich gibt es das sogenannt „No-Cloning theorem“ (https://en.wikipedia.org/wiki/No-cloning_theorem) was besagt, dass ein Quantenzustand nicht geklont oder kopiert werden kann. Wenn man jetzt noch die Annahme macht, dass das Bewusstsein einer Person ein Quantenzustand ist, was zwar jetzt keine „harte“ Wissenschaft ist, aber bei Weitem auch kein Humbug zu sein scheint und von vielen sehr ernst-zunehmenden Wissenschaftlern diskutiert wird (https://en.wikipedia.org/wiki/Quantum_mind), ist es absolut realistisch, dass ein „Datenkristall“ oder einen Musterpuffer mit einer Person nicht kopiert werden kann.
Jetzt stellt sich die Frage: Haben Physiker das „No-Cloning theorem“ entwickelt um Plot-Holes in Star Trek zu füllen? Vielleicht…. aber es hat auch sehr praktische Anwendungen. Zum Beispiel sind Quantencomputer so schwer zu entwickeln, weil man keine Redundanz einbauen kann. Unsere normalen Computer funktionieren heutzutage unter anderem so gut, weil alles mehrfach abgespeichert wird. Speicherfehler in der Festplatte? Kein Problem, ist mehrfach abgelegt. Verbindungsabbruch beim Wifi? Kein Problem, Datenpaket wird nochmal gesendet.
Das geht alles beim Quantencomputer nicht. Das No-Cloning Theorem verbietet, dass man eine einmal verlorene Information oder Zustand aus einer Kopie wieder herstellen kann.
Man kann aber die Zustände problemlos transferieren (wie beim Beamen) oder Zwischenspeichern (wie beim „Datenkristall“).
Meine Frau und ich hatten dann noch eine Diskussion über den Doktor vom Voyager. Erst mal sollte er sich wie ein klassisches Computerprogramm verhalten, was natürlich kopiert werden kann. Allerdings könnte es aber auch sein, dass durch die moderne Technologie bei Star Trek das Programm vom Doktor auch zu einem großen Teil aus Quantenzuständen besteht, die mit der Zeit gewachsen sind und der Doktor mit seiner einzigartigen Persönlichkeit dann doch nicht kopiert werden kann.
Nur der ursprüngliche Zustand, welcher durch ein klassisches (nicht-quanten) Programm definiert ist, kann kopiert werden.
Ich hoffe, dass trägt ein bisschen zur Diskussion bei.