#458: Favorite Son (VOY 3.20)

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19. März 1997:
TaD trägt die Trilogy of Terror über die Ziellinie – doch woher kommt der Fan-Begriff eigentlich? Sebastian geht auf Tauchstation und liefert eventuell Ergebnisse, während Simon seinen ersten Eindruck von Starfleet Academy schildert. Und auf der Voyager? Da wird Harry schießwütig, träumt schlecht von Muttern, bekommt Hautausschlag und besucht schließlich die Leather Goddesses of Phobos.

In Deutschland: Die neue Identität, ausgestrahlt am 28. August 1998.

Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. Maestro84

    Hach ja. Die Stimme von Simon und dessen Frau zu hören hat mich in alte Buffed-Zeiten versetzt. *seufz*

    Die Folge selbst ließ mich aber auch seufzen. Ich mag ja als Animefan schon keine Haremanime, da hat diese Voyager-Folge nicht geholfen. Ich kann mir vorstellen, dass ich diese Folge als Jugendlicher sogar gemocht habe, weil schöne, junge Frauen und so, aber heute muss ich eher den Kopf schütteln. Nicht Alles wird mit der Zeit besser. Wobei nicht nur das reine Harembild samt Schwarzer Witweeee stört, sondern auch die Prämisse an sich. Eine Spezies, die quasi ihre Männchen frisst und dadurch immer an der Grenze zum Aussterben ist, ist biologisch gesehen schon Blödsinn, aber dann noch dieses Aussterben mit einem zufällig verteilten Retrovirus zu verzögern ist ebenfalls keine gute Beschreibung einer Spezies. Selbst der ewige Fähnrich kommt in der Folge nicht supergut weg, auch wenn er vielleicht männlicher wirken sollte, weil Harry shot first.

    Ja, es gibt viele schlechtere Folgen bei Star Trek, aber diese hier ist eine typische Voyager-Staffel 3-Folge. Dann lieber eine Folge Discovery schauen.

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  2. Don

    Immerhin gab es mal wieder Wimmelquirken zu sehen!

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  3. Mister Incredible

    Moin, zusammen!

    Simons wohlwollender Blick auf „Starfleet Academy“ hat mich überrascht, da dieses Werk nach den ersten drei Episoden in meiner Empfindung zum schlimmsten Trek gehört, noch nach DSC und PCD. Abrufzahlen sind schlecht und die meisten Youtuber und Podcaster zerreißen es, was mir wiederum Spaß macht (wie auch bei TaD-Besprechungen zu Süddaumen-Episoden). Da bereits zahlreiche ausführliche Zuschauerbewertungen auf Youtube vorliegen, will ich nicht noch sämtliche Kanon- und Logiklöcher und das seltsame Verhalten der Charaktere herunterranten. Als Trostpflaster entdeckte ich die KI-Glosse „Star Trek -The Next Degeneration“:

    https://youtu.be/tAtWNWX2E4w?si=Nh6ZGz_kIq5qvi6X

    Die erste Folge von SFA ist übrigens noch kostenlos auf Youtube guckbar.

    Diese Voyager-Episode vom Lieblingssohn hatte ich vollkommen vergessen, obwohl mein Erstguck nur wenige Jahre zurück liegt. Vermutlich weil sie so öde ist. Bei Harris Gang ins Badezimmer wollte ich schon frohlocken, weil ich glaubte dass wir endlich mal eine Kloschüssel zu sehen bekommen – leider wieder nix. Aber ein Wasserschwallbecken hatten wir ähnlich in der Captain’s Suite vom Jean in First Contact, wobei es dort etwas schmaler schwallte. Ich würde aber wetten dass man die Sanitärarmatur aus dem Kinofilm wieder verwendet hatte.

    Das mit der Kontakthygiene – also Papierhandtücher zu nutzen für Berührung von Türklinken / Wasserhähnen – wird z.B. auf seefahrenden (Raum-) Schiffen sehr intensiv praktiziert, zumindest propagiert, denn dort ist die Gefahr und schnelle Verbreitung von Noroviren ein ewiges Damoklesschwert welches eine Kreuzfahrt rasch zum Quarantäneerlebnis werden lassen kann. (Selbst leider schon erlebt) Oft gibt es extra neben der Toilettentür innen einen Papierhandtuchspender plus Papierkorb und sogar selbstöffnende Türen mit großem Wanddrücker / ellenbogenbedienbar, und massenhaft Handdesinfektionsmittel.

    Der Plot des vermeintlichen Paradieses welches sich schnell als Höllenplanet bzw. Horrorkultur entpuppt haben wir öfters schon gesehen. Ob in „Die Zeitmaschine“ oder auch bei „Young Wesleys“ Fall ins Blumenbeet – nur hatte man damals noch teure Außenaufnahmen und den japanischen Garten am LA-Wasserwerk spendiert statt eines klaustrophobischen Wartezimmers mit auf Schultergelenke spezialisierten Physiotherapeutinnen.

    Spannend war es nicht, und von Anfang an war mir klar dass der andere von Damen bekuschelte Typ mal drauf gehen würde. Der Plot lässt Logik vermissen. Ich hätte mal die Pilotinnen der Raumkampftruppen sehen wollen (auch in Tüll gehüllt?), und wenn man schon gigantischen technischen Aufwand betrieb für orbitale Verteidigung inklusive planetaren Schutzschildes, hätte man da vielleicht mal ein Budget für Molekulargenetik abzweigen können zwecks technischen Vorankommens?

    Und wo bleibt Tante Käthes föderales Helfersyndrom? Ist es nicht urtrekkige Selbstverständlichkeit gerne mal mit einem CRISPR/Cas-Bastelset aus des Doktors Fundus auszuhelfen, zumal es ja wohl eine warp-fähige Gesellschaft sein müsste (wer hat das vor dem Kontakt noch mal festgestellt?). Der lahme Vampir-Kannibalismus-Organklau-Plot kommt nicht in Fahrt, es bleibt lau und am Ende macht sich die Voyager aus dem interstellaren Staub ohne weitere Konsequenz. Man hätte ja mal eine Warnung an die galaktischen Nachbarn rundfunken können und Warnbojen aussetzen wie bei Teerpfützen-Armus. Die Prime Directive hätte es jedoch erfordert Assistenz für den Fortbestand der Zivilisation anzubieten in einer männerschonenden Version. Ich würde einen Maizlish-Award of Desaster zücken.

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    1. stef baura s

      zu den Bewertungen zu Startrek academy im Internet, speziell imdb und rotten tomatoes ist zu sagen, dass beide Plattformen, nachdem Vampir-Miller und Elmo-Darling die Sendung gedisst haben, von MAGA-Jüngern geflutet wurden. Ähnliches ist auch mit Stranger Things passiert, nachdem ein Charakter als homosexuell bezeichnet wurde.

      Was tiefergehende Bewertungen angeht, hab ich nicht weiters im englischsprachigen Internet gesucht. hinsichtlich des Versuchs durch MAGA die Meinungshoheit zu erlangen, möchte ich jedoch dieses Video von Steve Shives weitergeben, der sowohl startrek wie auch politischen content macht:
      https://www.youtube.com/watch?v=aw7FrJmiQWk

      Mir persönlich hat die neue Serie auch nicht so doll gefallen, weil ich generell mit Jugendserien äußerst wenig anfangen kann. Wenn ich aber lese, dass sich Leute über barfuß und im Captainssessel flezen echauffieren, meine Güte.

      1. stef baura s

        muss mich korrigieren: wollte schreiben „nachdem ein Charakter sich als homosexuell geoutet hat“.

      2. Mister Incredible

        Moin,
        wenn man sagt dass das Dissen von anti-woken MAGA-Ideologen käme dann greift das zu kurz. Es äußern sich im Netz massenhaft eingefleischte Star-Trek-Fans, die mit fundiertem Serienwissen zahllose Kanon- und Logiklöcher bemängeln. Das klingt mir nicht nach Maga-Hatern. Die gibt es auch, jedoch äußern sie sich nicht so qualifiziert dass es Bedeutung haben könnte. Auch mich stört diese so offensichtliche DEI-Bombe:

        1. Jugendliche, verhaltensauffällig, fehlende Impulskontolle
        2. Kanzlerin zickt, fläzt barfuß und verkörpert null Autorität
        3. viele Adipöse – weil im 32. Jh einige dick sein „wollen“?
        4. adipöses UND autistisches Hologramm (Photonic)? Wieso?
        5. Thok / Rino direkt als Lesbenpaar vorgestellt
        6. Darem – mindestens bi, knattert mit Männern
        9. sensibler Intro/Außenseiter, Klingone als Vogelbeobachter?
        7. Fehlsichtig (Brille) weil man es weiterhin sein „möchte“?
        8. im Rollstuhl sitzen weil man Querschnittslähmung toll findet?

        Too much is too much. Ich weiß durch meine eigene Vita was es bedeutet nicht ins Standardraster zu passen und ich musste mir meine Freiräume erkämpfen, doch das was SFA präsentiert ist quasi eine Karikatur von DEI oder „wokeness“, und wenn ich in jeder Minute fragen muss „warum tut ihr denn dieses jetzt?“ und sagen muss „ich weiß was ihr vermitteln wollt, aber ich muss es nicht mit dem Vorschlaghammer eingeklopft bekommen“, dann kann ich in solchen Werken nichts mehr wieder finden was ich jemals an Star Trek mochte. Sorry.

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        1. sternburg

          „offensichtliche DEI-Bombe:“

          -> Nennt völlig normalen Jugendserien-Content und komplett normale Leute an einer (Hoch-) Schule.

          Im Gegensatz zu Menschen, die unironisch einen Begriff wie DEI benutzen, sind mir an dieser Schule übrigens zu viele normschöne Darsteller. Das finde ich affig. Aber ich kann es ertragen. Weil ich weiß, dass es keine Schule ist, sondern bloß Fernsehen, und eine dauermasturbierende Zielgruppe hat. Also was solls.

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      3. Yggdrasil

        Hallo, mich hat Simons Eindruck auch überrascht. Nicht weil ich die Serie selber gesehen habe, aber „die Konkurrenz“ bei RedLetterMedia nehmen sich auf ihrem YT-Kanal nun Deep Space Nine vor und streuten da immer mal Clips aus SFA ein. 🙂

        1. Simon (TaD)

          Nach Folge 3 hat sich dieser Eindruck (leider) wieder geändert. Aber dazu dann zu gegebener Zeit mehr.

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  4. Özi

    ❤️❤️❤️ Wir haben uns SEHR gefreut! Ihr seid die Besten! 🙂

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  5. TJ

    Ich habe auch schon einen richtig coolen Tribble von Jaris bekommen! Kann man die kastrieren oder so, damit sie sich nicht so wild vermehren? 🤣🤣🤣

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    1. Kleiner Bruder

      Dr McCoy: „Die werden schon schwanger geboren“.

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  6. sternburg

    [ich muss wohl echt mal meinen Eingangsbock für elektronische Post von vor ein paar Wochen nochmal näher untersuchen; anscheinend hab ich da rr was verpasst??]

    Funny auf ne Art, wie unterschiedlich persönliche Wertungen im Grenzbereich sein können.

    Ich hab alle drei Folgen der Dingsbums of Terror zum ersten Mal im Leben gesehen (behauptet mein Gedächtnis). Und z.B. letzte Woche fand ich es erstaunlich, wie ihr zu einer derart wohlwollenden Bewertung gekommen seid.

    Weil ich fand alles daran (Rise) maximal und aussprechlich beschissen. In Bezug auf wirklich alles, woran man so eine zeitgenössische TV-Folge selbst mit noch so viel Fairness bewerten könnte. Ich saß mit offenem Mund vor der Glotze, nicht kapierend, wie man damals sowas anbieten konnte. Und dann steppt ihr mit so einer Bewertung rein. Und das seltsame: Mit eurer jeweils persönlichen Begründung hab ich das sogar auf ne Weise verstanden. Es hat mich nicht überzeugt, ich bleibe bei meiner Meinung, aber ich hab es verstanden.

    Diese Folge hingegen … also versteht mich nicht falsch. Unter dem Strich für mich ein klarer Daumen nach unten. Aber ich fands … nicht so schlimm? Gab ein paar nette Szenen, ich fand mich streckenweise halbwegs gut unterhalten, ist für mich eher ein nach Süd-Süd-Mitte zuckender Daumen, wenn es sowas gäbe? Und anders als ihr kann ich das nicht sinnvoll begründen. Anscheinend ist sowas wohl wirklich schwer von Laune und Erwartungshaltung abhängig (btw: die bloße Tatsache von euch zu erfahren, dass wir uns hier im selben Zeitraum wie Akte X befinden, hat mich meine wohlwollende Bewertung spontan in Zweifel ziehen lassen). Aber ich fands seltsamerweise deutlicher weniger Schlimm als Rise.

    Wie dem auch sei: Objektiv betrachtet ist das natürlich ein großer Haufen Abfall.

    Zunächst mal verdient sich die Folge die Beschimpfung als „Incel-Fantasie“ sehr zu recht und mit fliegenden Boomerhumor-Fahnen („der Witz ist Sex und Frauen sind Ware“).

    Hinzu kommt dann, was ich normalweise als „man muss halt ignorieren, dass“ bezeichne: Grotesk unlogische Grundannahmen, ohne die eine Folge in sich nicht funktioniert. Man nennt es auch Logik-Löcher. Wobei ich persönlich zwischen unlogischen Grund-Annahmen und Logik-Löchern innerhalb des Plots unterscheiden würde. Wenn eine Folge in sich interessant ist und die Charaktere spannende Dinge tun, dann kann ich über 1 schwachsinnige Grundannahme hinwegsehen.

    Diese Folge aber hat beides. Und beides in einer kaum zu zählenden Ansammlung. Im Grunde in so wenig Screentime beeindruckend. Ihr habt einiges davon benannt, aber noch lange nicht alle. Ich möchte mal ein Beispiel ergänzen:

    Selbst wenn man das alles kauft, wie die Aliens auf diesem Planeten so ihr super sinisteres Ding am tun sind. Und selbst wenn das alles beständig und verlässlich genauso funktioniert, wie dargestellt. Was ist das eigentlich bitte für ein schwachsinniger Aufwand, um alle paar Monde einen Mann zum aussaugen einzufangen?

    Ich meine, irgendjemand muss diese drei Räume durchwischen, den Virus verbreiten, das waffenstarrende Raumschiff warten und die Energiebarriere in Schuss halten. Wissen die eigentlich, dass ähm notgeile Männer überall rumhängen und sehr einfach vor Ort eingefangen und ausgesaugt werden können?

    Und wenn wir schon dabei sind: Was saugen die galaktischen Vampierladys da eigentlich aus?

    Erzählt wird uns, sie tun das, weil sie nur Frauen haben. Ich bin jetzt kein Experte für Exobiologie. Aber soweit ich sexuelle Fortpflanzung verstanden habe, benötigt man zum Zugriff auf männliche Chromosonen keine Verwertung des gesamten Körpers (und tödlich muss das auch nicht sein). Außerdem wird man mit dem genetischen Input einer anderen humanoiden Spezies, mit dem die eigene Spezies lebensfähige Nachkommen zeugen kann, sicher einiges anstellen können, aber ganz sicher nicht das Überleben der eigenen Spezies. Weil was dabei rauskommt, immer ein Mischlingswesen sein wird. Bin ich jetzt persönlich nicht dagegen, aber das scheint mir auf Dauer nicht zielführend.

    Erzählen die also einfach Grütze und in Wirklichkeit geht es denen um das Aussaugen saftiger Männerschinken? Proteinspender?

    Sind die also (Achtung: Trash Film Trope) bloß Spinnen in Space? Die ihre Opfer aussaugen? Angereichert um das (Achtung: Trash Film Trope) Phänomen der Schwarzen Witwe, die nach dem Sex ihren Mate-Partner aussaugt? Das ist ja nebenbei bemerkt, was uns diese Folge visuell erzählt?

    Möglich. Aber das führt uns zurück zur Frage oben: Was für ein schwachsinniger Aufwand wäre dies, nur für ein paar Kilo saftigen Kim-Schinken?

    Die Schwarze Witwe tut das alles ja innerhalb ihrer Spezies, als Überlebensstrategie für den gezeugten Nachwuchs. Aber dies als Strategie inmitten des (sehr leeren) interstellaren Raums, auf andere humanoide Spezies bezogen? Mit einem derart technisch hochgezüchteten Plan voller genetic engineering and stuff?

    Kurz gesagt: Haben die keine Rinderfarm oder sowas in der Nähe? Wäre das nicht einfacher?

    Und um den Bogen zurück zu schlagen: All diese vielen hier weitgehend uninteressant abgelaichten Buchstaben beschreiben nur 1 blödsinnige Grundannahme, die ihr nicht ausdrücklich erwähnt habt. Weil ihr mehr als genug andere erwähnt habt. Und selbst das kratzt ja nur an der Overfläche des Unfungs.

    tl;dr: Ich fands diese Woche weniger schlimm als letzte Woche. Euch geht das andersrum. Ich kapier nicht, wie euch das so gehen kann. Ich kapier aber auch nicht, wie es mir so gehen kann.

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  7. sternburg

    Ach eins noch: Ich entnehme der Formulierung (vielleicht, bestimmt liege ich da falsch) „ich muss gestehen“ oder so ähnlich, dass ihr glaubt, damit irgendwas objektiv unrechtes zu tun.

    Ich darf euch insofern an den ordentlich gewaschenen Händen fassen und beruhigen: Ich hab vor gut zwanzig Jahren mal für einen Studenten-Nebenjob einen sogenannten Gesundheitspass (nicht zu trennen: Gesundheit-Spass) benötigt. Und bei dieser ~Belehrung nach Paragraph xy~ wurde uns vom Gesundheitsamt Berlin-Wilmersdorf im Grunde genau eine Sache beigebracht, an die ich mich bis heute erinnere: Gründlich händewaschen und frisches Obst. Ne Moment, das waren anderer Leute Erinnerungen:

    Nach dem Händewaschen und Abtrocknen ein weiteres Blatt Papier-Handtuch nehmen und damit den Wasserhahn ausdrehen. Weil sonst hätte man sich das Händewaschen ja auch gleich sparen können.

    Ich geb ungern zu, das hat damals so ein bisschen mein Mind geblownet, aber here we are.

    Die Existenz von Waschbecken ohne Papierhandtüchern wurde damals leider nicht behandelt und die von Türklinken ebensowenig. Aber unter dem Strich würde ich als amtlich belerhte Person behaupten, ihr handhabt das schon recht okay und dies auch präpandemisch bereits.

    Ich hoffe, diese Information beruhigt und bestätigt euch.

  8. stef baura s

    hallo Ihr beiden,
    vielen Dank für die Besprechung. Es war äußerst amüsant, Euch zuzuhören. Und ich staunte, wieviel Plotholes Ihr entdeckt habt, krass, wie die ganze Story aus dem Ruder lief.

    Ich fand den ersten Teil noch unterhaltsam, als es dann auf den „Planeten der Frauen“ ging, war es allerdings rum. Ich hab mich nur deshalb nicht über das gezeigte Frauenbild aufgeregt, weil der Rest der Folge dann wirklich nur noch blöd war.

    Von den 3-Terror-Folgen war allerdings die erste die schlechteste, mit ganz viel Abstand.

    Nächste Woche wieder DS9, freu.

  9. Dave

    Zu SFA: kann die Diskussion über wokeness auch nicht mehr ertragen weil sie in die falsche Richtung führt. Die Amis nennen das „Corporate Wokeness“ oder YAW (Young Adult Wokeness), was es sehr viel besser trifft.
    Der Begriff wurde entkernt und mit Kommerz gefüllt. Genau wie Star Trek/NuTrek.

    Mein Punkt: Ihr seid doch immer so fortschrittlich, politisch korrekt, denkt an eure Ausdrucksweise usw. Also vermute ich, ihr tut das, um die Welt nach Mächten ein bisschen besser zu machen. Sehr lobenswert und ein bisschen Roddenberry-like.
    Aber: NuTrek tut das nicht mehr. Es ist (mit viel Wohlwollen!) eine Darstellung einer utopischen Welt ohne die Auseinandersetzung mit den Themen, die zu einer besseren Gesellschaft führen könnten.
    Das ist eine Krankheit, die nur zu mehr Gräben/Polarisierung und Perplexität durch surreale Idealvorstellungen führt. Das ist ein Riesenunterschied und fatal für alles, was Star Trek damals erreicht hat.
    Es wird nur noch darüber gesprochen, wie „schlecht“ die Serie geworden ist und ob zu „woke“ oder nicht und nicht über die Themen, die tatsächlich kontrovers behandelt werden und mit denen wir uns DRINGENDST lösungsorientiert zuwenden müssten!

    Star Trek als Name könnte so viel für brennende und explodierende Themen tun – und setzt nen fetten Haufen drauf. 20-Jährige behaupten dann, (-> zB. Mary Sue) Kritiker seien keine Fans und hätten Star Trek nicht verstanden. Das ist Gaslighting basierend auf einer geistigen Haltung, die JEDE Meinung achtet, vorausgesetzt, es ist die eigene.

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    1. Sebastian (TaD)

      Oh, wow.
      Und: Ja, dem kann ich kaum etwas hinzufügen.
      Es muss, finde ich ebenso, erzählt werden, wie erstrebenswert eine bessere Welt ist. Und diese bessere Welt in Kontrast gesetzt werden zum Ist-Zustand. Der Weg vom Hier zum Hoffentlich muss dargestellt werden. Aber auch die Schwierigkeiten, Kompromisse und Opfer, die sich unterwegs zwangsläufig ergeben. Dabei geht es auch viel um Güterabwägung und Komplexität – beides Begriffe, die, so habe ich den Eindruck, keine der „Seiten“ mehr versteht, sondern stattdessen einfach nur „ihres“ sehen will.
      Eine Serie, die in die Zukunft blicken will, aber diese Sachen nicht darstellt, die hat ihr Thema verfehlt. Dafür gab’s in der Schule ein „Ungenügend“. Dabei ist es auch völlig egal, welche Labels man dranpappt.
      Danke!

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  10. Micha

    Danke für die Folge, ich hatte viel zu lachen. Besonders eure Chakotay-Impersonations sind immer eine Freude.

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  11. Kleiner Bruder

    Hallo nochmal!
    Wegen SFA habe ich schon einige Kritiken und Rewiews – meist auf Youtube – angesehen. Paramount wird mir in absehbarer Zeit nicht ins Haus kommen. Neugierig bin ich aber schon, was sie uns noch erzählen wollen. Tatsächlich waren dabei, neben den vielen einfach nur verächtlichen Kommentaren, darunter sogar ein sehr rassistischer deutscher, einige positive Rezensionen.

    Ein paar Gedanken meinerseits: diese Serie funktioniert wahrscheinlich besser, wenn man sich vor Augen führt, dass sie eben nicht im bekannten Star Trek Kosmos spielt, sondern hunderte Jahre später, in einer postapokalyptischen Galaxis. Dass es hier um das Wiederherstellen der Föderation, und der damit verbundenen Hoffnung geht. Mein Kopfkanon geht etwa so, dass nach dem Brand (den wir hier einfach als gegeben hinnehmen müssen) die Erdregierung alle Mittel in das Militär, sprich, das Kriegscollege, gesteckt hat (nach dem Motto: „Der Imperator beschützt“😉). Als dann der Admiral mit der Idee um die Ecke kam, die Sternenflotte zur Forschung und Diplomatie wiederzubeleben, bekam er nur ein minimales Budget, mit dem er ein altes Kreuzfahrtschiff (der Dubai- Klasse, so nannte es ein anderer YouTuber) auf einer Auktion ersteigern konnte. Dann konnte er noch ein paar Ex- Offiziere rekrutieren, und bekam eine Liste der Kadetten, die vom Kriegscollege abgelehnt worden waren. So muss sich die Flotte also, trotz der eigentlich langen Tradition, erst einmal wieder finden und beweisen. Dabei legte der Admiral offenbar Wert auf eine eher unkonventionelle Haltung, als Gegenpol zur militärischen Organisation, die ja schon existiert. Ob das alles so passt und funktioniert, wissen wir wohl erst am Ende der Serie.

    Einige Kritikpunkte wiegen jetzt auch nicht so schwer, wie z.B. die Person im Rollstuhl. Auf DS9 gab es ja mal die Melora, die von einem Planeten mit geringerer Schwerkraft kam. Gut, angesichts der vielen schwebenden Roboter hätte ein „Schwebestuhl“ vielleicht besser ausgesehen. Die Roboter sehen denen aus dem alten Film „Das Wunder in der 8. Straße“ übrigens verdächtig ähnlich. Ach, ich liebe solche Übereinstimmungen.

    Zu Voyager kann ich nur sagen, dass ich damals kaum noch etwas davon geschaut habe. Ich habe mir die Episodenbeschreibungen angesehen und meist nur den Kopf geschüttelt. Dank euch sehe ich, dass ich nichts verpasst habe.

  12. Koboldkater

    Zu Starfleet Academy: Ob die Serie „zu woke“ oder „zu wenig woke“ ist, dazu kann ich als alter weißer heterosexueller CIS-Mann nichts sinnvolles beitragen. Was „woke“ ist und was nicht, ist ja eh immer dem Zeitgeist unterworfen. Ich weiß noch dass ich vor 20 Jahren noch als extrem links und progressiv galt, und ohne mein zutun oder ohne dass ich meine Meinungen groß geändert habe, scheine ich manchmal auf einer Seite zu stehen, wo ich gar nicht hinwollte. Na ja.

    Ich finde aber, die „woke“-Frage ist auch gar nicht so wichtig für die Beurteilung der Serie und nur ein Nebenkriegsschauplatz. Das Problem mit Starfleet Academy ist für mich simpel: Die Geschichten werden nicht gut erzählt. Die Charaktere sind fade Klischeeabziehbilder, wo – und ich bitte den Ausdruck zu verzeihen- „Andersartigkeit“ fehlende Tiefe ersetzen soll. Ob sich also ein Captain/Chancellor im Sessel fläzt oder nicht, ist für mich erstmal unerheblich, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht nur um den „Effekt“ geht und ein „hi hi, sie ist so anders“, sondern sich natürlich aus dem Charakter selbst ergibt. Aber wir sind hier wie schon bei Discovery im emotionalen Overacting, tränenverschleierte Augen wo man auch hinblickt, und nach meiner Ansicht stinklangweilige Geschichten, was ich besonders verwerflich finde. Und lustig finde ich es auch nicht. Dabei stehe ich „New Trek“ noch nicht mal ablehnend gegenüber, aber irgendwann kann ich auch nicht mehr.

    Womit ich den Bogen zu dieser Besprechung schlage: Ich brauche auch gar kein „New Trek“, es gibt ja Voyager! Obwohl ich erst während der Pandemie meinen letzten Voyager re-watch hinter mich gebracht habe, ich das heutige Machtwerk also mindestens zweimal gesehen haben muss (90er, 2021), habe ich bei der Besprechung gedacht, von welcher Folge sprechen die denn da? Es war für mich also quasi „New Trek“.

    Habe mir „Favorite Son“ dann nochmal angeschaut und mein lieber Scholli, ich glaube mein Gehirn wollte ich mich vor diesem Schwachsinn schützen. Ihr habt vieles angesprochen, und die Folge bietet noch viel mehr Ansatzpunkte. Aber ich will nicht auch noch draufhauen.

    Aber auf anderen Seite: Ich finde, die Daumen-Runter-Folgen sind eure Besten. Hatte wahnsinnig Spaß, und die Chakotay-Impressionen haben mich echt gerissen. Dafür: Daumen hoch.

    Der Nachteil: Auf Grund eurer Besprechung hat sich diese Folge nun in mein Gedächtnis eingebrannt. Für immer.

  13. Emma

    Also ich war Starfleet Academy im Vorfeld sehr skeptisch gegenüber (der Idee schon seit Jahrzehnten), bin von den ersten drei Folgen sehr angetan.

    Bei einigen Kommentaren fühle ich mich ehrlich gesagt als bisexuelle, autistische trans-Frau mit Brille die öfter mal auf ihrem Fuß sitzt und in ihren Teens und Twens adipös war nicht sonderlich willkommen.

    Im Vergleich zu meiner Bubble ist die Akademie doch noch sehr konservativ. 😁

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  14. BjoernHH

    Und hier erhält der gute alte Patrick Fabian alias Rechtsanwalt Howard Hamlin aus „Better call Saul“ sein Urteil! Und zwar:

    …um mit unseren Freunden von Futurama zu sprechen:

    DEATH BY SNU-SNU !!!

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  15. TaiFei

    Also ich muss zugeben, dass ich an diese Folge nur noch rudimentäre Erinnerung habe. Ganz offensichtlich fand ich diese wohl auch unterwältigend. Eure tolle Besprechung bestätigt diese Vermutung auch wenn ich die jetzt nicht vorkucken konnte, da Netflix……Ich muss mich also auf eure Zusammenfassung und meine angestaubten Erinnerungen verlassen. Euer Fazit kann ich hier sehr gut nachvollziehen. Allerdings würde ich eine klitzekleine Anmerkung einschieben, da ihr das hier zurecht thematisiert habt. Es geht um die kinky Vermählung und den Vergleich zu 50 Shades…
    Jetzt kann man von 50 Shades halten was man will. Ich persönlich kenne die Bücher nicht und den 1. Film nur in Auszügen, weil ich den so langweilig fand, dass ich da ständig weggenickt bin. Allerdings muss man zugestehen, dass beides einen gewissen Impakt zu Kink und BDSM im Mainstream hatte. Nur ist beides eben erst über 10 Jahre nach der YOY-Folge erschienen. Insofern ist dieser Vergleich nicht ganz fair. Wenn man also den Kontext berücksichtigt, dass es sich hier um eine TV-Folge aus den 90s handelt, die dazu nicht im Late-Night lief, sondern deren Zielgruppe, recht jung und meist männlich (Männer als Sub erfahren bis heute eine gewisse Abwertung) war, dann war zumindest dieser Teil nicht ganz ohne Risiko.
    Klar, die Ausführung in dieser Folge ist nach eurer Beschreibung wirklich eher prüde aber Kink hat im Mainstream allgemein ein großes Problem mit der Visualisierung. Kink ist viel öfter ein Mindfuck. Der größte Teil spielt sich im Kopf/Fantasie der Teilnehmenden ab. Die verwendeten Praktiken sind eher eine Art Trigger, also eine Hilfe sich in dieses Mindset zu begeben. Für Menschen, die dadurch nicht getriggert werden, ist das i.d.R. schwer nachvollziehbar. Die Entscheidung welche Art der Darstellung gewählt wird, ist daher nicht einfach. Kink ist sehr individuell und zudem ein seeeeeehr weites Spektrum. Wenn es, wie in dieser Folge, mit leichter Fixierung eher mainstream-tauglich bleibt, dann wirkt das natürlich boring oder vielleicht sogar cringe. Anderseits ist es auch schwer, da etwas explizierter zu werden. Speziell die „härteren“ Sachen sind für die Meisten, ohne diesen Kink, kaum zumutbar und würden eher verstörend als erotisch wirken.
    Fazit: Zumindest in DIESEM Punkt respektiere ich durchaus den Willen, auch wenn es an der Ausführung haperte.

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