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In der legendären Crew der originalen Star-Trek-Serie war er der letzte Zugang und als solcher ein oft unbeschriebenes Blatt: Pavel Chekov, in Deutschland gelegentlich Pane genannt. Sitznachbar von Sulu, später für eine desaströse Mission auf der Reliant angeheuert und schließlich Sicherheitschef der Enterprise-A. Greg Cox‘ neuer TOS-Roman Identity Theft setzt dem Russen buchstäblich die Hörner auf, schickt ihn auf ein spaßiges Action-Abenteuer zwischen fünftem und sechstem Kinofilm und bedient sich unverhofft einer eher unbeliebten TOS-Episode. Die Tadderiche laden zum Buchklub.
So sympathisch mir die Rolle als Pavel Chekov war, aber ich werde Herrn König immer mit Bester aus B5 verbinden. In der Rolle war der einfach verdammt stark, obwohl er nur einmal pro Staffel auftauchte.
Erst mal ein großes Danke an Simon und Sebastian für diese und die regulären zwei letzten großartigen Folgen. Haben mich beruflich wirklich durch zwei anstrengende und leider nicht ganz so schöne berufliche Wochen auf dem Weg zur Arbeit begleitet und auch durch diese Zeit getragen.
Da ich als Vorbereitung auf den Cast mich für die Hörbuchvariante entschieden hatte, da ich durch eine Aktion bei Jeffs Hobbyprojekt und Tochterklische Audible noch ein Monatsguthaben hatte, habe ich mir diese Variante angehört. Ich kann die top Qualität des Hörbuchs wirklich bestätigen. Allerdings sollte man wissen das der Sprecher, Chekov dann auch durchgehend mit einem russischen Akzent aller Classicseire spricht. Aber das passt ja auch gut zur Geschichte. Macht er bei anderen Hörbüchern aus der Classicreihe aber wohl auch immer so zu machen. Hatte mir ja auch schon mal nachträglich zum Cast das Hörbuch von Lost to Eternity angehört und da wurde Chekov auch so gesprochen. Die Krische auf der Sahnetorte ist dann natürlich das Namensbutchern und raten unser beiden Tadderiche auf Grund der Unwissenheit wie diese dann ausgesprochen werden.
Ansonsten kann ich mich der Kritik nur anschließen. Nette actionreiche Geschichte für zwischendurch. Ein Aspekt den ich noch spannend finde ist, dass Sulu in dem Buch ja zwischen den Zeilen nicht besonders gut wegkommt. Da er ja ständig versucht das Verhalten des falschen Chekov weg zu erklären und schönzureden. Ja sich sogar auch zu der Aussage hinreisen lässt, dass das Verhalten von diesem bei der Rettungsmission das ist wie er es von einem seinem langjährigen Freund erwartet. Während ein gewisser Doktor ja durchaus im Nachhinein anmerkt, dass Chekov sich bei der Mission etwas seltsam verhalten hat. Eine spannende Frage was dies über die Freundschaft der beiden aussagt. Entweder ist die Freundschaft gar nicht so dicke, oder der Sulu versucht da krampfhaft was weg zu ignorieren.
Danke auch nochmal für den Hinweis auf das Interview mit Greg Cox. Werde ich mir auch nochmal anhören.
Was die Diskussion vom Anfang des Cast zum generellen Stand von Star Trek Büchern angeht, denke ich dass halt mehre Aspekte zusammen kommen. Einerseits hat wie angesprochen Star Trek nicht mehr die Popularität wie in den 90er und 00er Jahren. Anderseits kann man sich auch fragen, ob weniger nicht unbedingt schlecht ist. Denn auch bei den Star Trek Büchern waren damals dann auch schnell echte Gurken dabei. Klar war man in der Breite von Star Trek besser aufgestellt, aber man hatte eben auch mehre Serien und Kinofilme als Zugpferde. Und zumindestens in Deutschland war die Anzahl an Veröffentlichungen auch gefühlt nicht viel höher, da es ja auch nicht jeder Roman zu uns geschafft hat. Wäre vielleicht mal interessant diese Frage in der Retroperspektive in einer Sonderfolge genauer zu beleuchten, ob dieses Gefühl sich irgendwie mit Fakten unterlegen lässt.
In dem veränderten Büchermarkt ist neben der Hörbuchsache auch das Thema Ebook noch ein Thema. Auch dieses Buch hätte ich mir, wenn ich jetzt nicht zum Hörbuch gegriffen hätte, wahrscheinlich als Ebook geholt. Denn für mich ist das so ein Teil das man einmal wegliest und dann auch Jahre erst mal nicht mehr anschaut. Das Cover habe ich mir beim Hörbuch auch nicht wirklich angeschaut, da es nur als kleines Bild zu sehen war und beim Ebook springt mein Ebook Reader ja auch immer gleich an die letzte Stelle. Heißt mit dem Cover werde ich bei diesen Medien als Konsument gar nicht so viel mit konfrontiert wie beim Lesen des pysischen Mediums Buch. Das man dann auf Marketingaspekten ehr auf eine unwissende Kundschaft setzt, die das Buch dann so als Mitnahmeteil kauft, macht da Sinn und scheint ja laut Sebastian am Beispiel der Tochter, die das Buch als Geschenk kauft, ja auch funktioniert zu haben. Wobei der Aspekt der Kundenirreführung den Sebastian benennt auch nicht von der Hand zu weiße ist. Stellt sich auch die Frage, ob man ein passenderes Cover zur Handlung hätte gestalten können. Eine Enterprise vor diesem explodieren sterbenden Planten hätte doch sicherlich auch cool ausgesehen und hätte dann ja auch handlungstechnisch nicht zu viel versprochen und mögliche Käufer an der Nase herumgeführt.
Ich hatte das Buch auch als Hörbuch konsumiert. Der Sprecher Robert Petkoff macht einen super Job – nicht nur Chekov ist ihm gut gelungen, auch die anderen TOS Helden sind recht gut gelungen – nur bei Kirk hat er die berühmten Shatner Pausen ein bisschen vergessen. Aber dennoch hörenswert.
Die „Buchclub“ Folgen sind in meinen Augen immer wieder ein Highlight. Ihr habt es geschafft den Roman zu besprechen, ohne sämtliche Überraschungen und Wendungen auszubreiten. Chapeau!
Gäbe es eine Chance, dass ihr eure liebsten Bücher mal auf der Homepage postet? Oder bewahrt ihr diese euch bewusst, weil es noch Stoff ist für viele weitere Freitag Treks?
Anyway, danke für die schöne Besprechung.
Danke für die Blumen, Sören!
Manche Dinge, darunter meine liebsten Trek-Romane, behandle ich tatsächlich als „Druidenwissen“, um nicht zu viel öffentlich über die Zukunft von TaD durchsickern zu lassen. Der Wettbewerb muss nicht alle Betriebsgeheimnisse kennen, weißte?
Wenn Du akut auf der Suche nach einem persönlichen Buchtipp bist, schreib gern mit grob einengenden Wünschen (Charaktere, Ära, Völker, Stil) an die hallo@, dann gibt’s eine diskrete Empfehlung von mir.
Simon, die umgedrehte Pyramide auf „Tatooine“ hat vermutlich wirtschaftliche Gründe: Grundsteuer wird nach bebauter Fläche berechnet. oder: Die Wohnungen oben lassen sich wegen der Aussicht teurer verkaufen.
Aber ernsthaft: danke euch beiden für die Buchvorstellung. Habe mich bisher nicht an die Romane herangetraut, das werde ich wohl mal ändern.
Sehr pfiffig! 🙂 Das wird’s ein.
Mich erinnert das irgendwie an die Trichterhäuser der Arkoniden.
Die unendliche Geschichte ist und bleibt für mich das beste Buch, das je geschreiben wurde, ein Dreh- und Angelpunkt meines Lebens.
Und mich mit einem Buch zurückzuziehen nimmt ebenfalls einen ziemlich hohen Prozentsatz meiner Kindheitserinnerungen ein. Star Trek damals noch nicht, aber mein Vater hatte Bananenkartons von Taschenbüchern (die Altpapier-Variante) von Perry Rhodan bis Asimov, und ich habe ohnehin alles gelesen, was ich in die Finger bekam…
Apropos Taschenbücher – Die mass market paperbacks werden „auf dem amerikanischen Markt beerdigt“?
Ich glaube Euch ja gerne, aber verstehe nicht so ganz, wie diese Aussage gemeint ist. Jeder Verlag und jede Druckerei kann doch publizieren, was sie mögen, oder nicht?
Fast hätter Ihr mich erwischt mit der Titelgrafik – ich wollte schon schreiben, daß die Form der Warpgondeln doch ganz klar die NCC-1701-A (oder die gerefittete NCC-1701) verrät…
Gott sei Dank hatte ich im letzten Moment einen Verdacht und habe das Cover noch mal gegoogelt… Da hat jemand in der Podcast-Titelgrafik ein Bißchen „uncredited“ Korrekturarbeit geleistet…
(Nein, ich habe das Buch nicht gelesen, ich habe günstig ein Konvolut von etwa 50 klassischen Startrekromanen ergattert und habe damit noch eine Weile zu tun…).
„… daß wir im ersten Kapitel in das letzte Jahr der Fünfjahresmission gehen…“
Ich dachte immer, im vierten und fünften Jahr wäre Chekov gar nicht an Bord gewesen, auf seinem Platz saß zu dieser Zeit doch Arex.
Man hätte den Roman schon verfilmen können, jedenfalls wenn das einzige Hindernis war, Chekovs Gedanken von außen darzustellen. Für dieses Problem gibt es einen alten Trick: man gibt dem Charakter einen Sidekick, mit dem er sich unterhalten kann. Das ist ja eigentlich auch der geniale Grundgedanke hinter dem Triumvirat – im Grunde handelt es sich um einen einzigen Hauptcharakter, der in Verstand, Herz und Antrieb aufgeteilt wurde, so daß wir an seinem somit nicht mehr inneren Dialog (Tetralog?) teilnehmen können.
Ich mag die Episode The Turnabout Intruder recht gern. Wenn ich Euch recht verstehe, habt Ihr sie auch im Podcast nicht wirklich gut beurteilt, aber leider komme ich momentan nicht dazu, TAD #79 nochmal zu hören (das „leider“ ist absolut ernst gemeint, ich hätte gern mehr Zeit für TAD). Aber ich weiß, daß die Folge auch auf Plattformen wie Memory Alpha, wo ich recht häufig unterwegs bin, nicht sehr gut weg kommt, und zwar, weil Viele Zuschauer sie so verstehen, daß es in Starfleet keine weiblichen Kapitäne gibt. Das halte ich für einen Irrtum, ich habe die Folge nie so verstanden, und kann mir auch kaum vorstellen, daß die damaligen Autoren es so gemeint haben. Janice Lester hat offensichtlich eine verschobene Wahrnehmung der Realität, die Folge sagt gerade, daß diese Vorstellung eben falsch ist.
Der bedeutendste US-Buchgroßhändler, ReaderLink, eine gigantische Firma, hat das Mass Market Paperback grundsätzlich aus seinem Sortiment genommen, weil die Absatzmenge stark eingebrochen ist (-84% in zwanzig Jahren) und die Profitmargen im Vergleich zum Trade Paperback und Hardcover nur noch wahnsinnig gering sind. Etwa zwei Drittel aller MMPs liefen über ReaderLink in den Markt, denn an diesem Großhändler hängen exklusiv die meisten großen Warenhäuser wie Walmart. Klar können Verlage dieses Format immer noch drucken lassen, aber die Handelskette ist de facto zusammengebrochen. Im Ergebnis ist das MMP damit beendet.
Ok, das macht die Sache schon klarer. Lieben Dank für die Information. Und schade um ein Stück Kulturgeschichte…
Ach ja – „Tetralog“, da habe ich wieder versucht schlauer zu sein, als gut für mich ist… Wie würde man denn einen Dialog a trois nennen? Trilog?.
Lieber Simon, lieber Sebastian,
vielen Dank für diese tolle Besprechung! Eure Buchfolgen sind für mich das neue Highlight des Trek am – Kosmos, ich merke immer wieder, dass mir eure Buchbesprechungen- also wenn ihr ein Buch besprecht, nicht der Buchclub- inzwischen viel mehr Spaß machen als die regulären Folgenbesprechungen.
Zum Einen ist mir dieser Teil des Star Trek-Universums gar nicht so bekannt wie die Serie; da habe ich alle Folgen gesehen, manchmal mehrfach. Oft habe ich da eine klare (ggf. sogar festgefahrene) Meinung zu.
Zum Anderen mag ich es, wenn ihr Beide unterschiedliche Herangehensweisen und Perspektiven an ein Betrachtungsobjekt habt. Bei den „regulären“ Folgen finde ich, dass ihr eure Rezeption schon sehr aneinander angepasst habt, bzw. im Laufe der Besprechung euch dem jeweils anderem annähert. Manchmal fehlt mir dann die intellektuelle Kompetenz, eurer Wahrnehmung (noch) folgen zu können. Da bricht sich euer unglaubliches/unheimliches cineastisches Wissen einfach seinen Weg, und eure Erfahrung aus hunderten Besprechungen der verschiedensten filmischen Machwerke.
Bei der Buchreihe ist das anders, da habt ihr beide – wie ich finde- jeweils eigene, mehr emotionalere Zugangswege und das empfinde ich als erfrischend. Ihr seid dann wieder mehr die beiden Kumpels auf der Couch die nicht so sehr sezierend-analytisch rangehen, sondern mit einer „ich hab Bock über Star Trek zu sprechen“-Attitüde, und gleichzeitig, wenn die Bücher auch für Euch neu sind, so einen optimistischen Entdeckergeist- ich möchte es fast star trekkig nennen.
Das ist jetzt alles sehr ins Unreine geschrieben und noch unter dem geradezu euphorisierten Eindruck der Besprechung des Buches. Deswegen hoffe ich, dass das hier nicht als Kritik oder Angriff ankommt, sondern einfach nur als ganz dickes Lob. Dickes Danke-Schön-Bussi!