#354: Emanations (VOY 1.08)

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13. März 1995:
Auf der Suche nach dem 247. Element purzelt Harry durch eine Subraum-Vakuole und findet sich im Diesseits wieder – falls davon auszugehen ist, dass die startreksche Realität das Jenseits darstellt. Im Beerdigungsinstitut Vhnori sorgt der junge Kim für einigen Schabernack. Außerdem, How Chuckles Got His A-koo-chee-moya Back, welches er Jahre zuvor beim Aufklauben eines heiligen Steins verlor.

In Deutschland: Das Unvorstellbare, auf VHS am 21. März 1996, ausgestrahlt am 9. August 1996.

Dieser Beitrag hat 38 Kommentare

  1. el_erwino

    Chef der Security von DS9 gespielt von Rebe Auberjonois

  2. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    Der Körper bleibt hier und es kommt was aus ihm heraus? Ui… besser hätte man meinen heutigen Tag nicht beschreiben können (Koloskopie). Sorry, will niemandem das Frühstück verderben…

    Ich finde, dass der unvergleichliche, unerreichte, unbeschreibliche und einzigartige Simon sehr nah an meiner Bewertung lag. Meinte er „Sonnen-Eruptionen“?

    Dieses klaustrophobische Kämmerchenspiel, die sinistere Fast-Witwe… und das Afterlife-Thema haben wir bei Star Trek zwischen Kahless, bajoranischen Propheten und Tapestry schon mehr aus ausführlich bespielt gesehen… dazu dann die eindeutig athletische Haraldmumie, die das Saure-Sahne-Häubchen des Wegguckzwangs war… naja.

    2001 absolvierte ich in La Antigua, Guatemala, einen Spanisch-Kursus. Damals fiel uns auf, dass man kaum alte Menschen sah. Als sich zwischen Schülern und Lehrern dann eine gewisse Vertrautheit etabliert hatte, fragten wir mal nach. Es hieß, dass dann, wenn man gar nicht mehr die Familie unterstützen könne und man denen eher viel Mühe mache, der Doktor käme mit einer Spritze und dann sei es auch vorbei.

    Inzwischen möchte ich einige, die sich einen gewissen „Systemwechsel“ wünschen, gern daran erinnern, dass der würdevolle Umgang mit den nicht (mehr) Leistungsfähigen auch einer Errungenschaft unseres demokratischen Gemeinwesens ist, den wir uns leisten können, wollen und sollten.

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    1. Benedikt

      Beim letzten Abschnitt bin ich absolut bei Dir, obwohl ich es nicht so sehr an der Demokratie an sich festmachen würde, eher am Aufrechterhalten (durchaus traditioneller) humanistischer Werte, von denen sich Diktaturen gerne abkoppeln, da sie ja sowieso den neuen Menschen schaffen werden.
      Solche Werte kann durchaus auch eine Monarchie vertreten, während eine Diktatur, die Würde des Individuums mißachtet, auch durch demokratische Wahlen an die Macht gekommen sein und zumindest formaljuristisch eine „Demokratie“ sein kann. Natürlich gab und gibt es auch diktatorische menschenverachtende Monarchien (das Zarenreich im Endstadium oder Japan nach 1932 kommen in den Sinn).

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    2. Maestro84

      Mich verwundert es, dass SeSi nicht auf die Folge von TNG verwiesen haben, bei denen eine Spezies alle Menschen ab 60 „freiwillig“ in den Tod schickt? Darauf habe ich andauernd gewartet, da diese Spezies anscheinend ähnliche Anschauungen wie die Spencianer hier haben.

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  3. Maestro84

    Beim Thema Höhlen kann ich nur noch an Lower Decks denken, bei dem dieses wunderbar verballhornt haben. ^^

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  4. Georg

    Was ist denn nun mit Element 247?
    Wird das nichtmehr untersucht?
    Was ist mit diesen Vacuolen?
    Kann man da nicht Nachrichten austauschen?
    Wo ist deren Endpunkt?

    Für alles möglich wird die Fahrt in den Alpha Quadranten unterbrochen, und hier ist es einem plötzlich egal, man fliegt weiter. Einfach so.
    Ohne irgendwas zu erforschen.
    Folge zuende, die Reise muss weitergehen. Tut uns leid, schaut nächste Woche wieder rein, aber alles hier eben gesehene ist ohne Konsequenz.

    Schade.
    Daumen quer nach unten zu Recht.

    1. sternburg

      > „Was ist denn nun mit Element 247?
      Wird das nichtmehr untersucht?“

      Da war ich ehrlich gesagt sehr dankbar für, dass die Folge diesen Granaten-Einstieg hinten raus komplett vergessen hat.

      Ich will mir jetzt keine Expertise anmaßen. Ich hab vor mehreren Jahrzehnten Chemie und Physik in der Oberstufe abgewählt. Aber selbst an mir ist nicht vorbei gegangen, dass wir heute hier auf diesem Planeten in unserer Zeit diverse „neue“ Elemente ausschließlich im Labor gefunden haben und woran das liegt.

      Nichts gegen Science Fiction. Und schon gar nichts dagegen, dass die Voyager im Delta Quadranten endlich mal was wirklich fremdes findet. Aber jetzt mal ehrlich, die sind wenige Jahrhunderte in der Zukunft und innerhalb unserer Galaxie. Solange man auch dann noch weiterhin an dem Konzept des Periodensystems der Elemente festhält, ist das an Entfernung nichts. Weder zeitlich noch räumlich. Und war es auch schon in den 90ern nicht. Da fliegen keine „neuen Elemente“ rum. Weil das denklogisch dem Konzept widerspricht.

      Dieser ganze Einstieg hat mich tief fremdschämend in den Sessel vergraben lassen.

  5. Benedikt

    Ein Bißchen Nitpicking…

    37:20: Mayas leb(t)en nicht in Südamerika, sondern in Mittelamerika (also auf dem nordamerikanischen Konitnent).

    Die Aussprache „Ankh“ ist englisch, auf Deutsch heißt es „Anch“. Das ägyptische Phonem ist eigentlich ein hartes „Ch“ wie in Deutsch „Ach“ („Onech“ im Koptischen), im Deutschen hat sich aber ein weiches „Ch“ wie in „Ich“ eingebürgert – sowohl umgangssprachlich, z.B. in „Tutanchamun“, als auch unter Ägyptologen.
    Das Englische ist generell arm an Frikativen und kann weder das eine noch das andere, daher wird aus „Ch“ eben ein „Kh“.

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    1. Sebastian

      „Ankh“ hat mir das Lucasfilm-Grafikadventure Zak McKracken and the Alien Mindbenders beigebracht, wo auch die deutsche Übersetzung die kh-Schreibweise verwendet. Seit heute weiß ich, dass das falsch ist, aber dieses Spiel wohnt seit 35 Jahren so hart in meinem Kopf, dass ich einen Lerneffekt zu 99% ausschließen möchte.

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      1. Benedikt

        Ja, man hört inzwischen so oft das aus dem Englischen übernommene „Ankh“, dass es fast schon eingebürgert ist. Aber es gibt eben auch eine „korrekte“ deutsche Variante, die der Ägyptologe in mir gern verteidigen möchte.
        Zak McKracken…
        Ein Name, der selbst bei mir eine nostalgische Note auslöst, obwohl ich es damals gar nicht selbst gespielt habe … habe zu der Zeit noch eisern am C64 festgehalten.

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  6. Swente

    Hallo Ihr lieben, zu der Folge kann man eigentlich wirklich nicht mehr viel sagen. Ich hab sie als Querdaumen empfunden, weil ich das Konzeptneinfach wesentlich interessanter fand, als die Folge der Vorwoche.

    Ein paar Fragen habe ich aber über eure Intromusik für die Voyager Folgen:

    Gehe ich recht in der Annahme, dass Simon sie wieder mit Cubase erstellt hat?
    Wenn ja, hast Du ausschließlich VSTs genutzt? Und wenn wiederum „Ja“, welche? Ich finde die Sounds sehr satt, gefällt mir sehr gut.

    Ich arbeite auch mit Cubase, für drums bin ich beim EZ Drummer 3, Gitarren über den Metal Amp Eclipse von Amplesounds, Bass meistens einer aus dem Cubase eigenen Halion.

    Und Bonusfrage zur Musik: Drums selbst einprogrammiert oder hast Du eine gute Quelle für Metal Midis?

    Liebe Grüße vom Swente

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    1. Sebastian

      Hallo Swente,

      die Voyager-Titelmusik hat nicht Simon erstellt, die stammt mit freundlicher Genehmigung von unserem lieben Captain Meatshield. Hier gibt’s die volle Dröhnung.

      Schöne Restwoche Dir,
      Sebastian

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      1. sternburg

        TIL.

        Wow. Auch ich war bisher der festen Überzeugung*, es mit einer (coolen) Intro-Mucke zu tun zu haben, die einer der beiden geneigten Podcaster, der auch schon mal freiwillig ein Instrument in der Hand hatte, für diesen Podcast erstellt hat. Ohne dass dies jemand gesagt hat. Einfach nur, weil sich das für mich als Hörer ohne groß nachzudenken so logisch zusammenfügte.

        Kein Vorwurf, ganz bestimmt nicht, der Fehler liegt wenn dann bei mir, will auch niemandem was vorschreiben, aber eventuell solltet ihr das bei Gelegenheit mal in der Sendung gesondert erwähnen.

        *(die ähm unpersönliche Formulierung folgt meiner Aufmerksamkeit, räusper)

    2. Simon

      Hey Swente, ich hatte an einer Voyager-Titelmusik gearbeitet, aber Sebastian hat diesen Track ausgegraben, den wir beide vorzüglich fanden. Vielleicht gibt’s meine Variante mal als Bonustrack irgendwo. Meine große Stunde kommt dann ohnehin bei „Enterprise“. 😉

      Mein Cubase-VST-Setup ansonsten: Halion 6, Ugritone für Drums (tolle MIDIs), Retrologue, Arturia Analog und viele kleinere Pakete.

      Wenn ich was mit Gitarren mache, dann sind die in 99 % über DI-Spuren „echt“ eingespielt und dann reampt.

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  7. Swente

    Vielen lieben Dank und ebenso 🙂

  8. Bridge66

    Der Harald hat den Grafen von Montecristo gelesen.

    Übrigens: Kenotaph spricht man im deutschen normalerweise so aus wie man’s schreibt. Das Wort kommt aus dem griechischen und bedeutet wörtlich „leeres Grab“ oder „Scheingrab“. Es wird als Gedenkstätte angelegt, wenn der Verstorbene woanders beerdigt ist oder wenn es keine Überreste gibt, die beigesetzt werden könnten.
    Guckst du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kenotaph

    🖖Eure Bridge

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    1. Maestro84

      Hoffentlich pinkelt der Harald nicht bald betrunken auf der Brücke in eine Ecke.

      1. Bridge66

        Igitt! Wie kommst du denn auf diese ekelhafte Idee?!
        🤮

        1. Maestro84

          Bezug zu Gerard Depardieu, der den Grafen mal spielte und mal in ein Flugzeug pinkelte.

          1. Bridge66

            oh, das hatte ich total verdrängt. Depardieu ist sowieso nicht mein Typ, Jean Marais (1954) oder James Caviezel (2002) schon eher.

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  9. Sören

    Eine sehr launige Besprechung von Euch, danke!
    Eure Bewertung kann ich nachvolllziehen, auch mich hat die Folge unterhalten und Langeweile wollte sich nicht einstellen. Aus dem Thema hätte man noch mehr machen können. Das Kammerspielartige hat mich nicht gestört, wenngleich etwas mehr Worldbuilding der Motivation der Aliens der Woche gut getan hätte.
    Das eine Gesellschaft so gläubig ist, finde ich auch nachvollziehbar. Im Mittelalter war es für die Menschen ebenfalls unvorstellbar nicht an eine Religion zu glauben. Es lädt mich dazu ein mehr über dieses Volk wissen zu wollen.

    Zum Thema Leichenhalle auf der Voyager: ich hab mir das so erklärt, dass man ja infolge des Caretaker Transports einige Verluste erlitten hat und gehofft hat rasch wieder in den Alpha Quadranten zurückzukehren. Deswegen hat man die Toten nicht Wrath of Khan Style in den Weltraum geschossen, sondern will diese mit nach Hause bringen. Wäre aber schön gewesen mehr davon zu sehen. Bei Battlestar Galactica gab es eine Wall of Rememberance – hätte auch zu Voyager gepasst.

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    1. JoeM

      Danke Sören. Du hast mir den Beitrag, den ich schreiben wollte, vorab weg genommen. Inhaltlich zumindest. Das Thema „Leichenhalle“ lief bei mir eher unter der Rubrick : nicht hinterfragen und einfach akzeptieren.
      Für mich auch eine Folge, die mich unterhalten hat und ihr Potential leider nicht ausschöpft. Ein solider Daumen quer.

  10. derblaueClaus

    Das Problem ist doch, dass die Folge nicht weiß wohin sie will. Für Philosophie hat sie zu wenig Tiefgang. Und für eine „Wir retten Harry Kim“-Folge zu wenig Action und Technobabble. Wo die Folge ein übergeordnetes Konzept bräuchte, klafft eine große Lücke. Ob das am Rewrite liegt? Bin voll bei Simon, die Folge hat sich den Daumen runter verdient.

    1. Knorke Knooshood

      Dem kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen.

  11. stef baura s

    hallo Ihr beiden,
    wie immer, vielen Dank für die schöne Besprechung.

    Die war deutlich unterhaltsamer als die Folge.

    Habe sie am Sonntag gesehen und fand sie schrecklich. Da war nix zu Ende gedacht, selbstbestimmtes Sterben nicht, sterben um anderen nicht zur Last zu fallen auch nicht, und das Religiöse, also Leben nach dem Tod auch nicht.
    Von hinten bis vorne weichgespült und einfach nur ärgerlich.

    von mir hätte es nicht nur Daumen nach unten, sondern einen richtigen Rant gegeben.

    DeepThroat hab ich – natürlich – nicht erkannt, ich erkenne ja nie jemand, seufz…

    Grüße
    Eure Stef

    1. Florian

      Habe den auch nicht erkannt 🙂

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  12. Florian

    Ich hatte den Titel immer so verstanden das es eben Unvorstellbar ist das die Toten nicht in das Paradies kommen sondern eben nur tot auf den Planeten rumliegen wie es Harry dann ja denen sagt..

  13. Florian

    Die Frau von ihm war ja voll echt voll scharf das der die Biege macht absurder Brauch er war ja weder total alt noch super krank

  14. Ingo

    Hatil sagt, dass sein (this!) Leichentuch schon von Vatter und Oppa genutzt wurde… Also ist jemand zum Asteroiden geflogen, hat dem Vatter das Ding ausgezogen und der Hatil hat sich dann darin eingewickelt…? Und dann weiß man nicht, wo die Leute nach dem Tod hingehen? Wäre sehr lustiger Quatsch, habe es eventuell aber falsch verstanden.

    1. Sebastian

      Das kommt alles seit Generationen an Hatils von derselben Klopapierrolle – noch ist sie nicht alle.

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  15. yeppy

    Hallo ihr Lieben,

    zunächst sei erwähnt, dass ihr in mir einen neuen treuen Zuhörer gewonnen habt. Ich war immer schon ein großer Star Trek Fan, habe erst kürzlich das Genre Podcast für mich entdeckt. Dabei bin ich schnell auf eure kenntnissreichen Analysen gestoßen, die mich jedes Mal aufs Neue erheitern. Leider hat die Woche zu wenig Dienstage, sodass ich mich nun auch rückwärts durch die Zeit höre. Besonders sympatisch ist aber die Tatsache, dass ihr beiden nur wenige Jahre älter und nur knapp 20km südlich von mir aufgewachsen seid. Immer wenn ich den Podcast einschalte, kommt da so’n Gefühl von Heimweh in mich auf, da ich getz schon ne ganze Weile nich mehr in diese Gefilde wohne, sondern beim Bäcka imma „Wecken“ bestellen darf. Da sind die Klänge aus der Heimat doch immer ganz wohltuend. Daher geht der Daumen für eure Aufnahmen aber sowas von nach oben und ich hoffe, dass ihr in den nächsten Jahren weiterhin gesund und kreativ bleibt und dieses Projekt weiter durchziehen könnt. Vielen herzlichen Dank!

    Nachdem ich nun einige Wochen stiller Zuhörer war, möchte ich aber auch ein bisschen was zur Folge loswerden. Ich teile eure Auffassung, dass diese Episode nicht wirklich das Gelbe vom Ei war. Neben euren Anmerkungen habe ich da noch ein paar weitere:
    * Kim wird von seinem Vorgesetzten im süffisanten Erklärmodus getadelt, wie frevelig es doch sei, durch Tricorderscans Grabmäler zu schänden, auch wenn man gar nicht die Absicht dazu habe. Bevor Harry sich aber erklären kann, hat Chakotay alle seine Ideale über den Haufen geworfen, weil „gelbes Licht“ natürlich erstmal gescant werden muss. Da muss der Harry doch denken, der Alte hat auch nicht mehr alle Latten am Zaun. Man hätte ja auch einfach weglaufen und das Phänomen aus der Ferne visuell mit den eigenen Augen studieren können. Direkt darauf sagt Seska, die drei sollen für den Transport eng zusammenrücken, von „einen halben Schritt zurückgehen und den Abstand beibehalten“ war nicht die Rede. Vermutlich hätte Chakotay Einwände gehabt, weil „aufm Friedhof wird nicht gerannt!!!“
    * Torres stellt am Anfang fest, dass die Leichen alle nackt sind. Später kleidet sich Hatil in seine Bandagen und betont, dass seine Ahnen dieses Leichentuch schon benutzt haben. Das spricht ja dafür, dass die Kleidung im Cenotaphen zurückbleibt. Nur der Harald vakuoliert ständig mit seinen Klamotten.
    * Harry hat keinerlei Interesse an der Kultur der Vhnori. Wenn mir gesagt wird, ich sei die erste Person, die aus dem Jenseits zurückgekehrt ist, würde ich doch erst mal fragen: ‚Wer seid ihr? Was ist euer Jenseits? Wie funktioniert euer Leben/Glauben?‘, um irgendwelche Informationen zu bekommen, wie ich wieder nach Hause komme. Stattdessen sagt Harry: „Tja, da wo ich herkomme, sind überall eure Leichen“ und verweigert sich anschließend einer Untersuchung. Das erschließt sich mir gar nicht.
    * Wenn Hatils Frau ernsthaftes Interesse daran hätte, dass Kim nicht mit ihrem Mann spräche, würde sie doch an seiner Seite bleiben und Kim gar nicht erst die Gelegenheit geben, ihn zu versunsichern. Warum läuft sie einfach weg?
    * Paris bringt die Voyager in wenigen Sekunden etwa ein halbes Lichtjahr aus dem System. Ich habe ausgerechnet, dass die Voyager bei dieser Geschwindigkeit in etwa 486 Tagen wieder zu Hause wäre. Da hat der Eugen heute wohl Super getankt. Nicht Diesel!
    * Mit Ptera stirbt eine Person, deren Tod eindeutig von der Crew herbeigeführt wurde. Niemand scheint damit ein Problem zu haben. Stattdessen wird sie auf den Asteroiden entsorgt, getreu der Prämisse: Wir geben Leben, wir nehmen Leben. Das ist überhaupt nicht föderationslike.
    * Als Kim am Ende der Folge noch nicht wieder da ist, wird so getan, als ob die Crew schon alles Erdenkliche probiert hat, Kim herbeizuholen. Auf die Feststellung: ‚Wir sollten weiterfliegen.‘ nickt Chainway – ich kann auch diktieren 😉 – einfach nur, als ob es das normalste der Welt ist, seinen Brückenoffizier so schnell zurückzulassen. Warum schickt man nicht irgendwelche Sonden durch die Vakuole, um Kims Aufenthaltsort zu lokalisieren?
    * Die wichtigste Frage von allen aber ist: Wie entkommt Hatil aus dem Krematorium ohne gesehen zu werden? Antwort: Auf dem Planeten gibs keine Fenster 😉

    Für mich ist diese Folge eine der schlechtesten Voyager-Episoden überhaupt. Hoffentlich kann ich beim nächsten Mal optimistischer kommentieren. Ich freue mich schon.

    Bis dahin, bleibt sauber.

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  16. Knorke Knooshood

    Eine der ersten Folgen der ersten Staffel ST Voyager, bei denen ich mich leider traurig abwenden muss. Das ist eine typische Überspringen!-Episode, die weder den notwendigen philosophischen und/oder menschlichen Tiefgang noch die Emotionalität noch etwas Ähnliches wie Spannung, geschweige denn Action hat und einfach nicht über das richtige Setting verfügt.
    Definitiv nicht eine der größten Empfehlungen, die man tätigen könnte.

  17. Emma

    Witzig, normalerweise gefallen mir Voyager-Folgen bisher tendenziell weniger als den Tadderichen und den Kommentaren, die gefiel mir aber möglicherweise recht gut.

    „Möglicherweise“, weil mir ein Punkt sehr über die Leber gelaufen ist, ich aber nicht weiß, wie sehr mir der auf die Wertung drückt:
    Das Rumgeeier um das Leben nach dem Tod. Die Crew und Harry sagen immer „Ja, das wissen wir auch nicht so genau“ und dann dieser Fake-Out, dass da irgendeine Energie von den Leuten im Ring rumschwebt… Mir fehlte da ernsthaft ein grantelnder Roddenberry der rumbrüllt „Ne, das mit dem Leben nach dem Tod ist alles Quatsch!“

    Und das mit dem neuen Element noch als Nitpick. Wie kommt es, dass die toten Aliens dieses Element abgeben? Haben die dieses Transuran, das doppelt so schwer ist wie alles, das je für Mikrosekunden im Labor existiert hat, auch schon Leben in sich? Wo kommt das her? Könnte man irgendwie noch abwiegeln, wenn die nicht aus unserem Universum sondern der Transport aus einer anderen Dimension erfolgt oder so. Oder wird da durch die Subraumvakuole irgendwas in deren Körpern hart fusioniert? Schwitzt Harry jetzt auch Element 276 aus?

    1. Benedikt

      Das mit dem Leben nach dem Tod zieht sich aber durch.
      Z.B. L’oxanas Nahtoderfahrung, da bleibt es auch, sogar für den Zuschauer, letztlich eine Glaubensfrage, ob sie das Schiff der Toten wirklich gesehen hat.
      Überhaupt reicht Star Trek gern der Religion die Hand über den Umweg einer „wissenschaftlichen“ Erklärung – vgl. die transdimensinalen Propheten im Wurmloch. Warum dann nicht ein „Leben nach dem Tod“ auf einem fernen Asteroiden?

  18. BjoernHH

    Ich musste bei dem Kenotaphen vom Aussehen her an einen Floating-Tank denken.
    Das habe ich vor Jahren mal probiert, war aber überhaupt nix für mich. Habe Salzwasser in die Augen bekommen und war von da an unentspannt. Und weil man oben schwimmt, war mir die ganze Zeit kalt. Bin zu sehr Kopfschmerz für sowas.

    Dass die Ehefrau von Hatil ihn so sehr loswerden will, finde ich nur folgerichtig. Er braucht mit seiner Beinverletzung anscheinend zu viel Pflege, und darauf hat in dieser Kultur der Jenseitigkeit niemand Lust oder Zeit.

  19. CptCalhoun

    Das mit der Leichenhalle hab ich mir so erklärt, dass man wahrscheinlich erst mal temporär einen Frachtraum umfunktioniert hat, weil man vielleicht nicht gleich jeden Körper einzelnen weiterbeamen wollte.
    Alles im Allem aber auch leider eine Folge die irgendwie nicht so richtig weiß was sie will und wo es Story technisch hingehen soll. Da hat Star Trek und andere SciFi Serien zu der Zeit die Thematik Leben nach dem Tod deutlich besser umgesetzt. Mir fallen da z.B. spontan aus Babylon 5 die Soul Hunters als Kontroverse ein.
    Da ihr ja nach Ausstrahlungsreihenfolge besprecht, und zur Zeit ja so ein Voyager Run ist, stellt sich die Frage, ob dass vielleicht sogar das Problem ist. Denn es ist jetzt schon die zweite negativ bewerte Folge in Folge. Warten wir mal ab wie es qualitativ jetzt am Dienstag weitergeht.
    P.S: Wie oben schon geschrieben zum Thema Star Trek und Höllen wurde in Lower Decks nun alles ausführlich aufgeklärt.

  20. Viktor Steinbach

    Hi, die Besprechung war richtig gut. Die Folge selbst hat mir auch ganz gut gefallen, obwohl ich mit Religion nichts am hut habe. Übrigens, die Leichenhalle der Voyager wird erst gegen Ende der siebten Staffel nochmal erwähnt, untzwar in der vorletzten Folge. Die Auferstehung von Harry wird übrigens nicht die letzte bei Voyager sein.

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