#342: Caretaker (VOY 1.01)

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16. Januar 1995:
Endlich wird Star Trek Flaggschiff eines Paramount-eigenen Fernsehsenders – und sagt Goodbye zu Klingonen, Admirals und allem Vertrauten. Im spektakulären Pilotfilm verschlägt es die titelgebende Voyager, Captain Janeway (unser Making-of fokussiert sich auf ihr turbulentes Casting), ihre wackere Crew und abtrünnige Maquis in den Delta-Quadranten, 70.000 Lichtjahre von zuhause entfernt.

In Deutschland: Der Fürsorger, auf VHS am 13. November 1995, ausgestrahlt am 21. Juni 1996.

Dieser Beitrag hat 115 Kommentare

  1. Anton

    Die Anfangsszene im Straflager möchte ich mal zum Anlass nehmen…die humane Föderation hat sich immer noch nicht von klassischer Bestrafung entfernt. Das finde ich im Vergleich zu anderen Dingen nicht stringent. Besonders human ist das auch nicht. Man kann die Leute ja in irgendeine Art von Arrest nehmen, aber ein Arbeitslager? Das ist ein Verfall in unsere Zeit. 😉 Das ist leider keine sonderlich visionäre Vorstellung. Ich möchte es auch nicht besonders auf die amerikanische Tradition Verbrechen zu bestrafen schieben, da das ja alle mehr oder weniger so tun.

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    1. Maestro84

      Jo. Arbeitslager klassischer Art, egal ob die der Cardassianer oder Straflager der Föderation, wirken merkwürdig.

    2. Kleiner Bruder

      Bei der Föderation ist das aber kein Straflager, in dem die Insassen angekettet Steine klopfen müssen. Ich kann mich an einen Bericht über ein Kriegsgefangenlager im 2. Weltkrieg erinnern, in dem die Häftlinge weitgehend selbstverwaltet eigene Bildungs- und Kulturprogramme abgehalten haben. Sie wurden einfach nur festgehalten und überwacht, damit sie nichts anstellen konnten.

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    3. Ohrwell

      Star Trek Voyager war der erste Ableger, den ich wirklich regelmäßig geguckt und sogar auf VHS aufgenommen habe, als die Serie auf Sat 1 lief. Und auch irgendwie die einzige Serie, die mir neben TOS sehr am Herzen liegt. Angezeckt bin ich damals durch einen Studienkollegen worden; grad frisch auf der Uni, sehe ich meinen Sitznachbarn wie er die VHS-Hüllen aus seiner Tasche kramt. Ich bin seitjeher ein Fan von Space 1999 (zu deutsch Mondbasis Alpha 1) und irgendwie hat mich das Konzept sehr an diese alte Serie erinnert.

      Bin schon seht auf eure nächste Rezension gespannt.

  2. Anton

    Sorry. Erstmal natürlich ein Dank für die tolle erste Folge Voyager. Ich habe die Serie in guter Erinnerung, da ich die spät nachgeholt habe. Sie ist die letzte Serie im Stil von Tng. Das ist cool.
    In der deutschen Synchro ist dämlich, dass Paris und Kim sich bis zum Ende der Serie „siezen“ werden. Bei Miles und Julien, sowie Data und Jordie ist das auch so. Das passt nicht, auch wenn man beruflich miteinander zu tun hat.

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    1. Mister Incredible

      Dieses Gesieze in deutscher Synchro stört mich auch immer wieder. Sie retten sich gegenseitig den Allerwertesten, gehen gemeinsam durch Dick und Dünn, und dann bleibt man 7 Jahre per Sie. Schräg! Einer schrieb mal, dass Synchronfassungen wie „Stummfilm mit Hörspiel“ seien, hihi. Die Originalstimmen sind einfach so ausdrucksstark, dass die Synchro mit ihren austauschbaren Mon-Chèrie-Werbespotstimmen nur verliert. Da guckt man weg und weiß nie wer spricht. Wer Englisch nicht versteht: dennoch Original mit deutschen Untertiteln gucken!

      1. el_erwino

        Hab mal als Fachbegriff die „Kussgrenze“ kennengelernt in Bezug auf Synchro, bei Star Trek hat mich das immer enorm verstört.

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        1. themarstool

          Danke für die 5(!)-stündige Pilotfolgenbesprechung! Ihr seid verrückt, aber genau das ist gut so.

          Ich fand ‚Caretaker‘ als VOY-Auftakt eigentlich ganz gut gemacht. Es wirkte damals frisch und kurzweilig, aber dennoch vertraut. Vor allem in den ersten drei Staffeln gab es viele langweiligere Folgen. Leider ist VOY nach den starken Staffeln 4 und 5 später immer mehr zerfasert und hat das vorher vor allem von TNG und DS9 aufgebaute Universum immer weniger ernst genommen. Manchmal fühlte man sich mehr an einen mäßigen Comic erinnert, als an eine ST-Real-Serie.

          Verglichen mit New Trek ist man rückblickend betrachtet aber egtl. sogar noch über VOY froh…😉

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      2. Georg

        Es gehen so viele akustische Momente verloren.
        Nicht nur sind die Stimmen komplett austauschbar, auch gibt es keine „echte“ Atmosphäre. Besonders bei Straßenszenen (OK, nicht unbedingt in Star Trek) sind die Umgebungsgeräusche sehr künstlich, da nachvertont.
        Schon aus dem Grund bin ich ein Originaltonfetishist. Ja, auch bei Skandinavischen Krimis 😉

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      3. Don

        Interessant, denn das ist es gerade, was mich an US-Serien im Originalton oft stört: dass die Stimmen immer so ausdrucksarm sind.

    2. el_erwino

      Gibt es eine Antwort warum die Ausschnitte in den Uniformen unterschiedlich tief sind?
      Hängt nicht mit der Maquis Pip Denomination zusammen, weil das Phänomen findet sich auf beiden Seiten, bei mindestens 2 Geschlechtern und unterschiedlichen Zuweisungen und Rängen

  3. Kleiner Bruder

    Ah, Voyager – die Serie mit echter Dramatik. Wo sich Verzweiflung breit macht, die Mannschaft immer am Rande der Meuterei ist und die Werte der Föderation in Frage stellt. Wo das Raumschiff im Laufe der Serie immer mehr mit Draht, Kaugummi und Alien-Technologie zusammengehalten wird. Und wo zuwenig Energie vorhanden ist, um das Holodeck die ganze Zeit am Laufen zu halten. Da freue ich mich drauf.

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    1. Maestro84

      Es ist halt eine Serie der 90er, da erwartete ich damals nicht mehr. Wobei, Babyl…..

      Übrigens war ich beim Lesen der Folgenlänge um kurz vor fünf schlagartig wach. WTF.

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      1. Anton

        Vor allem bei Actionsequenzen. Da bewegen sich die Figuren dann einfach nur schnelleren Schrittes. Wirkliche Hektik gibt es selten. Aber ich mag das. Diese Art von Star Trek ist noch ruhig und übersichtlich erzählt und es gibt einfach einen Haufen Dialoge.

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  4. Alexandra

    Chakotay – zuerst ein recht blasser Charakter, die erstmal nicht weiß wie er als Ex-Maquis sich auf einen Raumschiff der Föderation eingliedern soll. Leider erfährt man nicht wirklich warum ein so derartiger Konflikt zwischen Tom Paris und ihm herrscht. Wenn man sich die Bilder auf Memory Alpha anschaut, wie Chakotay im Laufe der Sternzeiten sich verändert, erkennt man wenig unterschiedliche Merkmale.

    1. Johannes

      Wie schwach Chakotay ist, ist mir bei diesem Gucken der Folge auch zum ersten Mal aufgefallen. Er hat mit die wenigsten Sprechzeilen, steht quasi von Anfang an immer stumm hinter Janeway und im Epilog der Folge darf er auch kein Wort sagen. Dabei ist er es ja, der sein Schiff geopfert und seine Führung aufgegeben hat.

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  5. Georg

    Achtung Rant und Spoiler!
    Ich hab die Folge noch nicht gehört, möchte hier aber schonmal einen Kommentar hinterlassen.
    Denn eigentlich müsste ich noch knappe 300 Wochen warten, das ist mir aber zu lange.
    Voyager hatte nie einen richtigen Closure.
    Die kommen heim und fertig.
    TNG hat das nicht gebraucht, die Episoden waren recht unabhängig voneinander.
    DS9 ist mit Ender eine fast n sich abgerundete Geschichte.
    Bei Voyger scheint mir alles hingegen offen zu sein.
    7 Jahre lang pflügt sich das Schiff durch den Delta Quadranten und hinterläßt links und rechts deutliche Wegweiser und Pfeile in den Alpha Quadranten:“Wir kommen von dort!“
    Man macht sich ja nicht nur Freunde. Starfleet sollte hier also mächtig aufpassen.
    Hier hätte es wunderbar eine neue Serienoption gegeben.
    Wie sichern wir den Alphaquadranten gegen diese neuen Bedrohungen ab?
    Wie bauen wir jetzt schon diplomatische Beziehungen in den Delta Quadranten auf?
    Diplomatische Schiffe entsenden, zu verschiedenen Völkern, mit uns bekannten Personen als Diplomaten darin.
    Nichts davon wird aufgegriffen.
    Stattdessen nur Destruktives in PIC.
    (Hier höre ich mal auf, sonst wird das ein zu langer Rant über PIC)
    Wäre ich gut im Schreiben, hätte ich hier schon längst eine Fanfiction drüber geschrieben:D

    Jetzt aber leg ich mal los mit dem Hören und hoffentlich werden die verbrauchten Shuttles mitgezählt!
    😉

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    1. Emma

      Na, Prodigy so‘n bisschen.

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  6. Pfiff

    Hallo Simon und Sebastian,
    Vielen Dank für eure Arbeit und diese Folge, es waren vergnügliche 5 Stunden =O)
    Ihr hattet in der Folge ja die Frage gestellt, wieso die Kazon Warpschiffe aber sonst technologisch hinterherhängen, z. B. Wasserbereitstellung. Ich hatte das immer so verstanden, dass die Kazon vor Jahren von den Trabe erobert worden sind, sie sich in einer Revolution befreien konnten, sie ab da die Trabe unterdrücken und seither die Technologie ihrer ehemaligen Eroberer nutzen, ohne sie selber entwikelt zu haben. Wird wohl auch später mal in einer Folge thematisiert ( 2. Staffel, Folge: Allianzen). Aber alle angaben ohne gewähr.
    Ich freue mich schon darauf, auch diese Serie mit euch zusammen noch einmal unter neuen Gesichtspunkten erleben zu können.

  7. el_erwino

    Mit keinem anderen Star Trek Serienstart verbinde ich so viele Erinnerungen, aber bei erneuter Sichtung hab ich mir gedacht, dass Tuvok hinter seiner Konsole ausschaut, als ob er gleich einen Pumpkin Spice Latte mit aufgeschäumter Hafermilch ausgeben würde.
    Das Design von dem ganzen Ding ist so unglaublich 90er, es tut fast weh.
    Habe beim erneuten Schauen auch zum ersten Mal die Originalstimme von Kate Mulgrew durchgehend gehört, es war als so nagend an der Seele.
    Den Vorspann fand ich hübsch, aber zu fröhlich für die Situation.
    Hatte mich damals so darauf gefreut, sogar die erste VHS gekauft, aber trotz aller Euphorisierungshilfen war meine Enttäuschung schon damals eher groß und auch die erneute Sichtung war, vor allem nach meinem TaD Marathon seit Beginn des Jahres, eher ernüchternd.

    1. Maestro84

      Ich mag ja auch an Lower Decks, dass im Kern dort das Intro von Voyager auf die Schippe genommen wird.^^

      Ohne TAD hätte ich VOY aber wohl auch nicht mehr angefasst. DS9 gebe ich mir gerne alle halbe Jahrzehnte mal, aber VOY ist doch, ähnlich Stargate-SG1, eindeutig eine Serie der 90er – im Guten wie im Schlechten. DS9, ähnlich den Konkurrenzproduktes B5, ist irgendwie besser gealtert. Ich freue mich aber auf die nächsten Jahre TAD. Sogar auf Tuvix. Und Warp 10-Lurchi. Und die Schweden mit ihrer Ledermutti.

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  8. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    Das waren fünf vergnügliche Stunden mit Euch! Als ich gestern den Serienstart noch einmal guckte, war ich (wieder) von der epischen Größe, den vielen On Location Shots beeindruckt. Die Rolltreppe frisst sich wirklich bei jedem Zuschauer ein.

    Putzig fand ich die Eröffnungssequenz im Original Star Wars Look. Scrollschrift über die „Rebellen“, dann Schwenk auf das große Schiff, auf das kleinere ballernd. Hat dazu mal jemand was gesagt von den Machern?

    Dass sich Chakotay so schnell von Janeway domestizieren ließ, hatte mich schon beim ersten Gucken verwundert. Dann diese Stimme! Als Janeway im Prison Camp auftaucht, hört sie sich an wie eine schnarrende Mickymaus. Hat mich zu Beginn echt erschreckt. Später wirds besser.

    Die Vorspannmusik ist grandios, und dieses da-da-daaa ist wie ein „will nach Haus“ oder „let’s go home.“ Kes wird ja oft als leerer Charakter und „tut nix“ beschrieben, aber hier fand ich sie stark und sie hat die Action voran getrieben. Tolle Stimme auch!

    Ocampa und Kazon, wie die Eloy und Morlocks in „Die Zeitmaschine“, nur Oben und Unten vertauscht. Dass eine Spezies mit Raumschiffen, ob Kazon oder Thalaxianer, kein Wasser aus Asteroiden oder anderen Planeten gewinnen kann, extrem unglaubwürdig. Die Ernie-Bert-Hassliebe ist ein knuffiges Element das gut funktioniert.

    Schade, dass das Franchise-Erwachsenwerden von DS9 zugunsten von angeblicher sendetauglicher Stromlinienform ignoriert wurde, in Kauf nehmend vieler verpasster Chancen.

    Im englischen Memory Alpha wurde auch von 23 Mio USD gesprochen, das Bujold-Desaster wird ausgiebig beschrieben. Bin gespannt wie es weiter geht und freue mich auf Euer Serienpingpong. A propos Pizza: futtert man zuerst den Rand, ist man vielleicht schon zu satt, um die leckere Mitte noch genießen zu können.

    1. Sebastian

      Ich spürte gerade eine Erschütterung in der Macht, so als würden drei kleine Italiener aufschreien und dann plötzlich verstummen.
      Dann sah ich den Grund: Du hast die Worte „Pizza“ und „satt“ in ein und demselben Satz verwendet.

      Danke an alle Bloggys für eure Worte zu unserer Pilotfolge! Voyager wird ein wundervoller Mix aus in sich guten Elementen und Durchkommerzialisierungs-Impulsen, die sich wiederum hervorragend zum Darüber-Podcasten eignen. Ein Phänomen entwickelt sich zu „The Franchise“; soziokulturell und medienhistorisch haben wir da viel Saftiges vor uns. Und natürlich auch den Delta-Quadranten!

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    2. Maestro84

      Ich mache es wie Sebbe, das mag aber auch am Namen liegen: Bei Pizza wird erst der Rand gefuttert und bei Kuchen erst der Boden, sofern es ein dicker ist. Früher hab ich mir Nutella-Toast gemacht und auch erst den Rand gefuttert.

      PS: Pizza, Kuchen, Nutella. Deswegen meint mein Hausarzt wohl, zehn Kilo weniger wären gut. 😀

      1. Emma

        Also ich esse Pizza (wenn sie nicht irgendjemand geschnitten hat) indem ich auf einer Seite mit dem Rand anfange und mich dann durch die Pizza zum Rand auf der anderen Seite vorarbeite.

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    3. Tom

      >Ocampa und Kazon, wie die Eloy und Morlocks in „Die Zeitmaschine“,
      >nur Oben und Unten vertauscht.

      Dieser Analogie lässt sich etwas abgewinnen. 😐

    4. Max

      Die Rolltreppe ist wirklich ein außergewöhnlicher Anblick; gleichzeitig sollte sie aber auch nicht wirklich überraschen oder „störend“ sein. Warum sollten Außerirdische nicht auch auf diese Idee kommen. Sähe man einen Leiterwagen mir Rädern würde man ja auch nicht an den Rädern Anstoß nehmen.

      1. Sven

        Moin ihr Beiden, ihr bemängelt ja das die Marquis ihre Kleidung gegen die Sternenflottenuniformen getauscht haben. Ist euch aufgefallen, das die Marquis andere Rangabzeichen tragen und somit für jeden an Board auf den ersten Blick ersichtlich ist, wer Marquis war und wer zur Sternenflotte gehört?

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        1. Sebastian

          Moin Sven,

          die alternativen Rangabzeichen sind allenfalls ein Unterscheidungsmerkmal, aber an der Uniform hängt doch noch so viel mehr. Sie steht mindestens für Pflichtgefühl, „treue“ Ergebenheit usw.
          Allein die Saga von Cal Hudsons Uniform, die Ben Sisko ihm in die Badlands hinterherbringt – und die Hudson als Zeichen seiner Maquis-Zugehörigkeit zerphasert.
          Später dann bei einem gewissen Starfleet-Abtrünnigen (keine Spoiler) gibt es sogar eine Folge mit dem Titel For the Uniform, in der Sisko brüllt: „You betrayed your uniform!“
          Es geht doch nicht bloß darum, wer wer ist.

          -Sebastian

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  9. Georg

    Hat jemand Simons Nieser mitgezählt?
    :))

    1. Maestro84

      Ich saß an der Arbeit und konnte leider nicht bei jedem Nieser einen Schnaps trinken. 🙁 Aber so geht die Jahreszeit des Krankheitspodcasts los.

  10. James T. Tucker

    Gestattet mir eine kleine Bemerkung zu der Entscheidung von Janeway, im Delta-Quadranten zu stranden zu Gunsten der Okampa. Ihr hattet bemerkt, dass diese Sache später nie wieder thematisiert wurde. In der Folge „Shattered!“, Folge 07/11, wird es doch zu einem Thema für Janeway. Mehr möchte ich momentan gar nicht verraten. Allerdings erinnere ich mich an keine andere Folge, wo es nochmal thematisiert wird. Vielleicht kennt ja jemand noch eine andere Folge! Herzliche Grüße an Euch und alle anderen Zuhörerinnen und Zuhörer.

    1. Hyrican

      Also in S02E10 wird es zumindest erwähnt. Seska erwähnt das auch immer wieder bis zum Schluss.

      Ansonsten trifft es Janeway noch mal Ordentlich in S05E01. („Night“) In S06E09 wird das ganze auch noch mal als Verschwörung in verschiedenen varianten Thematisiert.

      Mehr fällt mir spontan auch nicht ein aber ich bin mir recht sicher das ist noch öfter vorgekommen.

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  11. Florian

    Die Entscheidung von Janeway, im Delta-Quadranten zu stranden zu Gunsten der Okampa wird mehrmals ein Thema zb auch in der ersten Folge von Staffel 5

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  12. Bridge66

    Bin gerade erst halb durch, aber möchte doch kurz was einwerfen: In der Episode „Relativity“ (5.24) wird gesagt, dass die Voyager das erste Schiff ist, das mit einem EMH ausgestattet ist. Die Enterprise-E wurde erst danach in Dienst gestellt.

    🖖 Bridge

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    1. Georg

      Und in einer Ds9 Folge kommt der Erschaffer ja auch zu Bashir, um das Model für die nächste Generation zu programmieren. Dort wird das glaub ich auch nochmal angesprochen.

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    2. Roger

      Hm… stimmt aber dann nicht mit „Eqiunox“ zusammen. Die haben ja auch einen Doc, und das muss vor „Caretekater“ gewesen sein, da der Fürsorger ja jetzt Geschichte ist…

      1. Bridge66

        Hallo Roger,

        stimmt, das hat mich auch genervt, zumal die Equinox-Folgen nur ganz kurz nach Relativity kamen. Ich habe es mir dann so zusammengereimt:
        Die Voyager ist ein Neubau, die Equinox schon ein älteres Schiff, das nachträglich mit dem EMH ausgerüstet wurde. Während die Voyager noch im Dock war, ist die Equinox schon wieder unterwegs und wurde dann vom Caretaker entführt. Aber der Zeitablauf ist ziemlich knapp.

        🖖Bridge

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        1. Roger

          Das kauf ich so 🙂
          Lg Roger

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  13. Soleta

    Hi hi!
    Hat mich auch gewundert, dass das Star Wars Zitat am Anfang (Fließtext, kleines Rebellenschiff wird von imperialen Kreuzer/Cardassianern gejagt) gar nicht thematisiert wurde!
    😺

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  14. Soleta

    Hi hi!
    Hat mich auch gewundert, dass das Star Wars Zitat am Anfang (Fließtext, kleines Rebellenschiff wird von imperialen Kreuzer/Cardassianern gejagt) gar nicht thematisiert wurde!

  15. Emma

    Bei der Gelegenheit ein Vorschlag für ein Trek am Freitag (mit einem Gast, der mehr in der Materie ist als ich): Die völlig vergurkte Sat.1-Ausstrahlung.
    Es fing ganz groß mit Freitags 20:15 an. Irgendwann hat man dann plötzlich Freitags auf Sat.1 einen Trailer gesehen, dass den Abend stattdessen eine Doppelfolge JAG läuft. Oder Bergdoktor. Und dann ging ein Stop-and-Go los. Irgendwann hat man dann Voyager auf den Samstag Nachmittag gelegt, denn „Samstags fliegt die Science-Fiction-Kuh“. (Nein, ich bin nicht verrückt, das war tatsächlich ein Werbespruch von Sat.1.) Dann hat man’s Freitags 20:15 mit Farscape versucht. Hat auch nicht die Quoten gebracht, also hat man ebenso spontan wie mit dem Bergdoktor die Sendeplätze von Farscape und Voyager getauscht. Und dann wieder zurück. Usw…

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    1. el_erwino

      Ich kann mich erinnern, dass Sat1 zu Beginn ziemlichen Aufwand betrieben hat, zuerst mit der Star Trek Nacht, wo Fan Videos und Fan Favorites gezeigt wurden.
      Danach lief es Freitags Abends, gefolgt von MiB und Extreme Ghostbuster Cartoons wenn ich mich recht erinnere.
      Hatte mir die Ausstrahlung meist von der Badewanne aus angeschaut.
      Ich kann mich erinnern, dass Sat1 damals ein Österreich Fenster hatte und einmal lief ein Fußball Länderspiel statt Voyager und ich saß in der Badewanne fest und konnte nicht umschalten.
      Aufgrund der unguten Ausstrahlungsreihenfolgeund der mangelnden Qualität der Folgen habe ich bald das Interesse verloren.

    2. Don

      Freitag abend ist eben auch ein schwieriger Sendeplatz, wenn man jüngere Zuschauer als Zielgruppe ansprechen will.

    3. stef baura s

      Ich kann mich sehr gut an den Freitag abend Termin erinnern.
      Aber dass es dann auf Samstag nachmittag gerutscht ist, das weiß ich nicht mehr.
      Das müssen wir dann aufgenommen haben, weil da haben wir garantiert nicht live geschaut.

  16. Fritz

    Oh man, schön, dies erleben zu dürfen. Ich folge euch nun seit geraumer Zeit und habe mich wahnsinnig auf den Start eurer Besprechungen von VOY gefreut.

    Goldige Monate stehen uns bevor. DS9 wird besser und besser, VOY erwartet uns mit vielen interessanten und vielen echt miesen Episoden.

    Es wird ein Fest. Danke Simon und Sebastian. Danke, dass ihr ein fester Bestandteil meiner Wochenabläufe seit und danke, dass eure Podcasts mich durch dick und dünn begleiten.

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  17. Tom

    Die Illusion der ländlichen Umgebung, in der sich die Crew wiederfindet, hat mich sehr an den Episodenroman „The martian Chronicles“ „Die Mars Chroniken“) von Ray Bradbury erinnert. Eine entsprechende Szene kkommt auch in der 1980er Verfilmung mit Rock Hudson vor. Die Astronauten wundern sich zunächst, dass es auf dem Mars genauso ausschaut wie bei ihnen zuhause und kommen erst allmählich auf den Trichter, dass da nichts so ist wie es scheint. Soweit ich mich erinnere, haben auch bei Bradbury die Aliens nicht die besten Absichten.

    Vielleicht hat sich Michael Piller davon inspirieren lassen.

  18. Rudi Ratlos

    Vielen Dank für die tolle Folge. Ich bin jedes Mal wieder überwältigt und unfassbar gut unterhalten.

    Ein kleiner Hinweis (ohne eine große Diskussion vom Zaun zu brechen): Ist Kate Mulgrew wirklich den US-Republikaner so nah? Ja, sie ist zwar eine Abtreibungsgegnerin (gibt es aber auch häufiger bei den Demokraten), aber sie äußerte sich ziemlich negativ zu Trump, bezieht Stellung gegen die Todesstrafe und ihr zweiter Mann ist ein Demokrat und kein Republikaner. Ich hab aber jetzt auch nicht weiter nachrecherchiert.

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    1. Gono

      Hallo Rudi,

      ich bin gerade bei besagter Stelle und die Aussage brachte mich auch dazu, hier einen Kommentar da zu lassen. Dies hast du nun schon gemacht 🙂
      Ich meine mich zu erinnern, dass Kae Mulgrew sogar Ihren Mann 2003 mit nach Hagen brachte und diesen mit auf die Bühne holte um eine Stimme gegen die Politik der Republikaner sprechen zu lassen…
      Zum Thema Abtreibung sagte sie übrigens selbst, dass das für sie zwar keine Option gewesen sei, sie es aber richtig findet, Frauen die Wahl zu lassen. D.h. sie ist zwar persönlich gegen Abtreibung, findet es aber ebenso falsch es gesetzlich verbieten zu lassen. Siehe dazu ihr Twitter-jetzt-X-Posting:

      https://twitter.com/thekatemulgrew/status/1542554184360280066

      Sehe das also wie du: Sie in die Nähe der Republikaner zu stellen, finde ich auch nicht sehr naheliegend.

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  19. Dennis

    Ich frage mich wie es die Geneviève Bujold bloß durch das Casting und dann auch noch auf Platz 1 geschafft hat?
    Selbst wenn sie sich während des Auswahlprozesses mit ihren Attitüden zusammen gerissen hat, müsste doch den Verantwortlichen aufgefallen sein, dass ihr Schauspiel so wie ihr es beschrieben hattet nicht zu der Rolle passt?
    Insbesondere wenn man sich die teils namhaften Konkurrentinnen anschaut.

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    1. Benjamin

      Vielleicht ist ihr beim Lesen des Drehbuchs/Studieren des Drehplans o.ä. so richtig bewusst geworden, was diese Rolle für sie an Arbeit bedeutet, hat da für sich schon gemerkt, dass das nichts für sie ist und war aber auch zu stolz offen zuzugeben, dass sie das nicht will. Also hat sie dann bei den Dreharbeiten Dienst nach Vorschrift bzw. sogar deutlich weniger gemacht, in der Hoffnung, dass der Regisseur und die Produktion sie erlöst.

      Ist aber nur Spekulation von mir

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    2. Bridge66

      Hallo Dennis,

      so wie ich es verstanden habe, musste sie kein Casting absolvieren oder Probeaufnahmen machen. Sie wurde einfach so engagiert, weil sie so ein Star war.

      Mir ist allerdings ein Rätsel, was sie sich eigentlich dabei gedacht hat, selbst nachdem man sie noch einmal eindringlich über die Sache aufgeklärt hat. Ich finde ihr Verhalten ziemlich unprofessionell, gerade für eine so erfahrene Schauspielerin.

      🖖Bridge

  20. Dave vom Mateschrank

    Eine wunderbare Folge – hat mir mal wieder sehr gefallen, wie ihr die positiven und negativen Aspekte der Folge sowie die gesamte Hintergrundgeschichte beleuchtet habt.

    Nur eine kleine Korrektur: Als Ende der 1970er Paramount das eigene Network an den Start bringen wollte, war es als „der vierte“ große Sender gedacht. Als es dann in den 1990ern wirklich so weit war, gab es schon einen vierten Sender: FOX. UPN und The WB waren dann Nummer fünf und sechs. Aber das ist nur ein Detail 😉

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  21. Michael from Outer Space

    Ich bin noch in der 1. Hälfte eures wieder mal unfassbar langen Podcasts, aber die verstellbaren Warpgondeln der Voyager erinnerten mich schon in den 90ern immer an die Flügel der X-Wings aus Star Wars. Die klappen ihre Flügel zu, um schnell zu fliegen und wenn sie in einen Dogfight gehen, klappen sie die Flügel wieder auf.

    Die Voyager klappt ihre Warpgondeln nach oben, um auf Warp zu gehen. Ob das Sinn ergibt, hat mich nie interessiert. Ich muss allerdings zugeben, die Technical Manuals nicht gelesen zu haben. Für mich ist das Intro einfach eines der schönsten im Franchise.

    Ich finde, das Intro mit seiner orchestralen, getragenen Musik hilft sehr gut, sich mit dem Raumschiff zu identifizieren. Die Voyager ist hier schon ein Charakter, das habe ich bei der Ur-Enterprise in TOS, bei der Enterprise-D (R. I. P.!) und bei DS9 in den ersten Staffeln nicht so empfunden. ENTERPRISE ist eine eigene Geschichte, zu der wir auch noch kommen werden! 😉

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    1. Max

      Was das Hochklappen der Gondeln anbelangt: Andrew Probert – der Schöpfer der Ent-D – hat zusammen mit Gene Roddenberry ein paar „Regeln“ des Raumschiffdesigns aufgestellt. Dazu gehört auch, dass sich die Gondeln gegenseitig (zu mehr als 50%?) „sehen“ müssen. Das wäre erst dann einigermaßen gegeben, wenn die Gondeln im gekippten Zustand sind, und, nebenbei ein Grund, warum die „Defiant“ fiktionsintern nie mit Warp fliegen können dürfte.

  22. Mo

    Es gibt so viel was man zu dieser Folge sagen kann, ich belasse meinen Kommentar mal bei einer ganz banalen Sache:

    Mein 90er-Ich hat auch den Vorspann als „unser Sonnensystem“ wahrgenommen. Vielleicht hing das TNG-Intro noch zu sehr im Hinterkopf. Danach habe ich es nie mehr hinterfragt.

    Insbesondere in dem Moment, wenn „THE“ Voyager über den Planetenring entlang cruist und die Kamera durch die Partikel taucht, war ich mir sicher: Das ist doch Uranus! Der Planet ist vergleichbar gestreift blau. Ohne die TAD Folge gehört oder die Social-Media-Diskussion verfolgt zu haben schaute ich in der Vorbereitung zum neuen Podcast einmal genau hin. Meine Gedanken dabei: Moment mal, wenn ich von Uranus aus zum nächsten Planeten schauen kann und das Saturn sein soll, warum ist der dann so nah und hat keine Ringe? Soll das eine Art Collage sein? Um so schöner also, dass ihr genau dieses Thema noch einmal aufgenommen habt.

    So, nun kann ich endlich den mir aufgesparten Podcast „Wieder Voyager“ weiter hören, den hatte ich mir für diesen Rewatch mit euch aufgehoben. Auch dem The Delta Flyers Podcast gebe ich nun noch mal eine zweite Chance um die Woche bis Dienstag rum zu bekommen.

    Beste Grüße,
    Mo

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    1. Alessandro

      Vielen Dank an Euch für diese tolle neue Folge zum Serienstart von „Tante Polli und ihre Crew im Deltaquadranten“, die so hübsch kurzweilig daherkommt, dass fünf Stunden sich fast wie eine anfühlen ! Ich mochte die Charaktere und die Darstellung in Voyager immer gerne, vor allem den späteren Doc – der war meist für einen Lacher aber auch für Drama gut. Leider waren die Stories bis auf nicht sehr viele Highlights oft medioker bis hanebüchen…das Engagement der Darsteller hat es dann meist trotzdem für mich zumindest erträglich bis leicht vergnüglich gemacht…Die Pilotfolge fand ich im Großen und Ganzen gelungen, aber nicht so gut wie die DSN Startfolge. Ich stimme Euch da zu, das Caretaker etwas zu überladen ist, etwas weniger wäre vermutlich mehr gewesen. Freue mich auf weitere Folgen von Euch, macht weiter so, Danke nochmals !

  23. Benjamin

    Ach ja, Star Trek Voyager. Die erste Star Trek-Serie, die ich von Anfang an als Fan mitbekommen habe. Zwar habe ich damals nicht die Trek World oder andere Fanmagazine gelesen, aber da Star Trek (wie von euch schon erwähnt) damals in Deutschland fast schon Teil des Mainstreams war, gab es beispielsweise auch einen eine Seite umfassenden Artikel in der Bravo, in dem die Hauptcharaktere vorgestellt wurden (und in dem auch, so meine ich mich zu erinnern, der Doctor mit Dr. Zimmerman genannt wurde).

    Den Pilotfilm habe ich dann auf Video aufgenommen und mehrmals geschaut und Voyager hat es auch geschafft, dass wir alle in der Familie das geschaut haben, zumindest solange es abends zur Primetime kam. Zum Beispiel kann ich mich noch gut erinnern, dass später die Doppelfolge „The Killing Game“ von Sat 1 als Eventfilm ausgestrahlt wurde und wir da zusammen mit der Nachbarsfamilie saßen und uns das angeschaut haben.

    Es ist zwar schon etwas her, dass ich die Folge (wie auch den Rest der Serie) gesehen habe, aber ich habe sie in guter Erinnerung und meine auch, dass Voyager von allen Berman-Trek-Serien den besten Start hatte.

    Im Nachhinein betrachtet allerdings auch eine Serie der verpassten Chancen, was sicherlich an dem von euch genannten Spannungsfeld zwischen kreativer Freiheit und der Position als Leadserie eines neuen Fernsehsenders lag. Die Domestizierung des Maquis hattet ihr ja schon angesprochen, es gibt da noch weitere Punkte im Laufe der Serie, die nur kurz angeschnitten wurden und aus denen man so viel mehr hätte machen können. Oder die Tatsache, dass egal was in der vorangegangenen Folge passiert ist, die Voyager zu Beginn jeder Folge aussah, als hätte sie grad das Dock verlassen…

    Ich bin schon gespannt, wie die gemeinsame Reise im Deltaquadranten weitergeht. 🙂

  24. Roger, over

    Zuerst ein grosses Merci für die Besprechung, obwohl ich sie viel zu kurz fand… gefühlt ging sie nur 10 Minuten 😉

    Ich finde Vergleiche mit DS9, die vielerorts gemacht werden (ich mein’s also nicht TaD-spezifisch, sondern allgemein), nicht optimal, da DS9 (wie auch PIC) ein anderes Konzept ist – schon nur durch die Raumstation. Valabel finde ich persönlich eigentlich eher Vergleiche mit TOS, TNG, ENT, DSC und SNW.

    Was ich nicht ganz verstanden habe, ist das Mainstream-Labeling… war den TNG nicht auch Mainstream? Aber ja, inhaltlich stimmt die Aussage schon.

    Ich kann gut verstehen, dass man den Konflikt Föderation vs. Maquis als verpasste Chance anschaut. Oder der Wunsch nach einem seriellen Erzählen. Für mich ist die Serie aber so wie sie ist gut… auch das episodische Erzählen… eigentlich ist es fast meine liebste Raumschiff-Serie, obwohl ich sie alle liebe (und ja, auch ich mag gewisse Folgen nicht, wie bei allen Serien, die ich bei einem Rewatch auch immer skippe).

    Was mir persönlich an VOY gefällt: ich hatte damals wieder mal etwas das Gefühl eines Treks im wahrsten Sinne des Wortes. Also so wie bei gewissen Western mit Planwagen-Reisen (Treks) oder sonst Entdecker-Stories, die in unbekannte Gefilde vordrangen, das ich in ähnlicher Form als Kind bei TOS hatte, nur halt im Weltraum. Dieses Gefühl hatte ich bei TNG nicht. Und nochmals, ich liebe auch TNG, Jean und Co, DS9 und ENT.

    Apropos Jean. Ich bin gespannt welchen Spitznamen ihr für Janeway entwickeln werdet… ich selbst nenne sie ja immer – dank Q – Cathy.
    Lieber Gruss

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  25. Ina

    Ich muss bei Janeway immer an die großartige Katharine Hepburn denken. Nicht nur wegen der Frisur, sondern auch wegen ihrer Stärke. Kate Mulgrew macht das großartig, wie sie alles im Griff hat, inklusive der Maquis Besatzung.
    LG Ina

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    1. stef baura s

      fällt mir jetzt erst auf, aber stimmt, die Frisur ist tatsächlich Katherine Hepburn Style, ganz besonders wie in dem Film „African Queen“ (den ich sehr mag).

  26. deftone

    Lieber Simon und Sebastian, was fuer eine tolle und kurzweilige Besprechung! Danke fuer die viele Recherche und das neue TaD Musikintro, ich hatte Gaensehaut! Ich habe viele neue Details erfahren. Die Delta Flyers koennen sich mehr als eine Scheibe von euch abschneiden 😉 Und wie schoen, dass Jean & co nicht vergessen sind und immer noch in der ein oder anderen Folgenbesprechung auftauchen 🙂

  27. Dominik

    Hi TaDeriche,
    Vielen Dank mal wieder für ein richtiges Episoden-Brett!
    Kurze Anmerkung zu den Kazon und dem Thema Wasser. Ich könnte mir vorstellen, dass in der von den Kazon regierten Gegend des Delta Quadranten einfach nicht viele Planeten zu finden sind, die Wasser enthalten. Entsprechend schwierig sind hier auch Versorgungslinien. Aber ist doch schön, kann man sich im Kopf alles so zurecht legen, wie man will. 🙂
    Liebe Grüsse
    Dominik

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  28. Roger

    Hallo zusammen

    Da hab ich mich zu Recht auf Caretaker und den Beginn der Voyager-Reise mit euch gefreut. Super besprochen, extrem kurzweilig und so viele verschiedene Aspekte beleuchtet. Grosses Kompliment.

    Es wurde schon weiter oben angesprochen: Das Ur-trekkige „auf der Reise sein“, die Frage, was hinter dem Horizont oder hinter dem nächsten Hügel (Nebel) uns erwartet… dies hat mich in den 90er Jahren extrem angesprochen. Ich hatte die deutsche VHS-Kassette vom „Fürsorger“ zuerst und war enorm gespannt auf diese Abenteuer. VOY habe ich von A bis Z in der deutschen Erstausstrahlung gesehen.

    Das Intro zeigte für mich immer Stationen aus dem Deltaquadranten, es wäre mir nie in den Sinn gekommen, dies mit unserem Sonnensystem zu assoziieren. Die Musik ist episch, ich durfte schon eine Version auf einer Kirchenorgel hören… da muss der Goldsmith irgendeine geile Modulation hinein komponiert haben, die einen sowas von packt… Wow!

    Ich mochte die Crew von Anfang an und freue mich auf die TAD-Begleitung durch den Deltaquadranten.

    Zwei persönliche Anmerkungen noch:

    1) es muss Ende 1992 oder Anfang 1993 gewesen sein, Star Trek kannte ich da schon, da habe ich in der Freizeit eine Kurzgeschichte geschrieben und Bilder dazu skizziert. Die Story: Ein Raumschiff wird mit seiner Besatzung in die Andromedagalaxie verschlagen und muss sich dort behaupten. Leider gibt es das Material bzw. das entsprechende Heft nicht mehr, aber ich bin mir sicher, dass ich dieses „Werk“ damals verfasst habe, BEVOR Voyager angekündigt worden ist.

    2) An der Mittelschule hatten wir im Deutschunterricht – muss etwa 1999 gewesen sein – das Thema „Starke Frauen in Literatur und Film“. Als Beispiel kopierte ich einerseits Ausschnitte von Dana Scully aus Akte X, anderseits auch Szenen von Janeway auf eine VHS-Kassette und stellte so eine rund 10-minütige Clipshow zusammen. Der Kommentar der Deutschlehrerin zu Janeway war: Diese Frau hat etwas „Domina-haftes“ an sich, mit welchem die Macher offenbar das männliche Publikum binden möchten. 🙂

    Schöne Grüsse

    Roger

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    1. Emma

      Zu dem Kommentar deiner Deutschlehrerin:
      Ich glaube zwar nicht, dass das von den Machern beabsichtigt war, aber so mancher dachte in ähnliche Richtungen. Jedenfalls hab ich mich gerade an die alten „Mistress Janeway“-Stories erinnert, auf die ich als Jugendliche auf einschlägigen Seiten gestoßen bin. (Und da heißt es immer, Harry Kim wäre nutzlos…)

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  29. Sascha

    Ich könnte 1701 Sache zu dieser Podcastfolge schreiben aber ich schreibe mal nur dies. Wenn es zu TUVIX kommt, hört euch den Abschnitt von TAD 342 an in dem es um das Verhältnis Janeway/Tuvok geht.

    Ihr zwei habt gerade das Ende von Tuvix perfekt erklärt.

  30. Dennis

    In Bezug auf den Gastauftritt von Quark, fand ich die Szene schon toll.

    Ich hätte mich aber glaub ich noch mehr gefreut wenn stattdessen (oder zusätzlich😀) der Sisko die Staffelübergabe gemacht hätte.

    Ich könnte mir sehr gut eine Szene vorstellen, z.B. im Spencer-Büro, bei der Sisko die Capt Janeway verabschiedet und ihr noch in zwei drei Sätzen seine Erfahrungen mit dem Maquis (Stichwort Cal Hudson) mit auf den Weg gibt.

    Wäre auch eine nette Möglichkeit, den neuen Zuschauern noch ein paar erweiterte Hintergründe zu vermitteln, ergänzend zum Lauftext am Anfang.

    Aber vermutlich geht es am Ende dabei ums Geld, und ein Shimerman wird wahrscheinlich günstiger gewesen sein als die Gage eines Avery Brooks 😉

  31. Joe

    Hallo zusammen. Wieder mal eine opulente, tolle Folge!
    Ich bin nicht der größte Voyager Fan freue mich aber trotzdem sehr auf Eure Besprechungen! Ich fand es immer schade, dass die Voyager trotz großer Sparmaßnahmen und Energieproblemen jede Folge wieder wie aus dem Ei gepellt aussah. Das hatte Enterprise Staffel 3 viel besser gemacht. Auch, dass die Kazon die Voyager über Jahre verfolgen (und mithalten können) finde ich einen zu krassen Logikbruch, auch wenn das ja wohl mit Absicht billigend in Kauf genommen wurde.

    Ein paar Behauptungen zu Voyager würde ich gerne mal in den Raum werfen, vielleicht könnt Ihr die ja bestätigen oder widerlegen:

    1. Die Voyager ist das Schiff der niedrigeren Dienstgrade: auf der Voyager ist der Rang eines Lieutenants schon echt ne Ansage. Darüber gibt es vielleicht eine handvoll Leute. Selbst Cavit, der verstorbene erste Offizier, war „nur“ ein Lieutenant-Commander und sogar B’Elana als Chefingenieurin ist bloß Lieutenant Junior Grade. Tuvok wird erst später zum Lieutenant Commander befördert. Der Großteil der Crew sind Ensigns, Crewmen und Lieutenants (J.G.). Der verstorbene Arzt (übrigens der gleiche Schauspieler, der auch Roga Danar dargestellt hat) war meine ich auch Lt-Commander.

    2. Die Voyager ist gelb-rot: die Anzahl der Crewmitglieder, die die blaue Uniform tragen, ist seltsam gering. Der Großteil der Crew scheint rot oder gelb zu tragen.

    3. Harry Kim wird gemobbt. Er wird 7 Jahre lang nicht befördert. Gibt es keine Planstelle? Aber um ihn rum wird trotzdem munter befördert. Tom Paris bekommt seinen Rang im Pilotfilm, wird später befördert, degradiert und wieder befördert (wenn ich mich recht entsinne), Tuvok wird Lieutenant-Commander und B’Elana…mh, da weiß ich es nicht wirklich, dachte aber sie steigt auch zum „normalen“ Lieutenant auf.

    4. Die Voyager ist weder Fisch noch Fleisch: laut Memory Alpha ist die Voyager ein Forschungsschiff, bzw. „Long Range Explorer“. Aber ist sie das wirklich? Auch bei TaD hattet Ihr ja den Eindruck, dass Janeway und damit die Voyager alle paar Wochen zuhause ist. Das passt nicht zum Long Range Explorer. Warum wird außerdem ausgerechnet ein Forschungsschiff damit beauftragt, den Maquis zu jagen? Wegen der Manövrierbarkeit in den Badlands (und der Verbindung zu Tuvok)? Das könnte die Defiant vermutlich auch. Und auch mein Eindruck, dass es kaum blaugewandete Crewmitglieder gibt, widerspricht dem Forschungsschiff. Selbst Tom Paris sagt in einer Szene zu Harry Kim, dass die Voyager als Kampfschiff designed wurde (als sich Harry Kims Nachbar über seine Musik beschwert). Und auch mein Eindruck ist, dass die Voyager viel mehr das Polizeischiff ist, als das Ihr Kirks Enterprise aus TOS immer bezeichnet habt. Dagegen spricht aber, dass wohl nur 38 Photonentorpedos an Bord sind, was mir eher sehr wenig erscheint (auch wenn es noch diverse andere Bewaffnungen gibt). Dass diese 38 aber auch nicht so ganz stimmt sieht man ja im Laufe der Serie. Gibt man bei youtube „Voyager torpedos“ ein, dann findet man ein schönes Video, das die Zahl der verschossenen Torpeds mitplottet. Apropos mitplotten. Plottet doch mal mit:
    – wie viel Torpedos die Voyager verschießt
    – wie viele ihrer Shuttles zerstört werden
    – wie viele Crewmitglieder während der Reise das Zeitliche segnen

    Ich bin gespannt. Viele Grüße,
    Jochen

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    1. Roger

      Hallo Joe

      Ja, man muss wohl einiges etwas zurechtbiegen oder passend machen, um die Reise der Voyager zu erklären.

      Das wäre sowieso mal ein Thema für sich: Es gibt so viele Karten der Galaxis mit den Völkern aus den vier Quadranten eingezeichnet. Alles sehr übersichtlich. Aber die Proportionen sind oft völlig unlogisch.

      Beispiel
      http://glanzmann.bplaced.net/allgemein/kartographie/kartographie.htm

      Gemessen an der Distanz zum Deltaquadranten müsste es im Vergleich etwa 10 Jahre dauern, um den eingezeichneten Föderationsraum zu durchqueren oder von der Erde ins Zentrum des romulanischen Raums zu gelangen. Das kann nicht stimmen. In allen Serien gelangt man innert nützlicher Frist zumindest an die Grenze der Födertation. Solche Karten findet man noch und noch.

      Diese Ungereimtheiten müssen wir aber wohl schlucken, um mit VOY glücklich zu bleiben oder zu werden 😉

      Beste Grüsse
      Roger

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      1. BlueShirt

        Ich habe in den 90ern bei einem Kumpel mal so ne Karte gesehen und das gleiche Problem gehabt. Die Entfernungen passen nicht…
        Darauf angesprochen kam seine Antwort wie aus der Pistole geschossen: ‚Naja, die Karte ist zweidimensional, der Raum dreidimensional. Das geht ja auch in die Tiefe‘
        Ich weiß noch wie baff ich war und wie schlau ich das damals fand.
        Jetzt weiß ich nicht, es ist mir auch fast egal, ob jetzt unsere Milchstraße wirklich weit in die Tiefe geht oder doch eher flach ist. Wahrscheinlich zweiteres und das mit den Proportionen stimmt tatsächlich nicht. Seht diese Post bitte einfach als Denkanstoß… Grüße

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        1. Roger

          Nein, ich glaube, diese Erklärung deines Kumpels macht die Sache nicht besser 🙂 Denn die Entfernung in den vorliegenden zwei Dimensionen muss ja so oder so irgendwann zurückgelegt werden.

          Es wurde auch schon diskutiert: Warum setzt die Voyager den Kurs so, dass sie durch einen grossen Teil des Delta- und Betaquadranten fliegen muss? Stattdessen könnte sie – zumindest wenn man die Karte als Referenz nimmt – direkt in den benachbarten Gammaquadranten fliegen und das Wurmloch quasi von der Hinterseite her anfliegen.

          Natürlich, das wollten die Macher der Serie natürlich nicht, die wollten ja den Deltaquadranten und das Unbekannte zeigen … aber mal abgesehen davon sieht die Strecke sehr viel kürzer aus und über das Dominion wusste man zu jenem Zeitpunkt (Caretaker) noch nicht so viel wie später. Da hätte man locker sagen können: „Darum kümmern wir uns, wenn wir dann mal da sind.“

          Hätte hätte… 😉 Ich glaube bei Voyager werden wir uns alle diese Frage noch sehr oft stellen… „Hätten die da nicht anders entscheiden können?“ … viel mehr als in den anderen Serien.

          Wird spannend!

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  32. Joe

    Ach ja: gibt es bei 150 Personen an Bord echt niemanden, der besser für den Job auf der Krankenstation geeigent ist, als Tom Paris???

  33. Stefan

    Au Backe. Voyager. Dank euch werde ich mich nun wieder trauen meine mit Abstand unbeliebteste ST-Serie neubzu betrachten. Trotz einiger guter Folgen habe ich bei VOY meine einzigen „Hass“-Charaktere. Mal schauen ob das 2023/24 immer noch so ist.

  34. Michael from Outer Space

    Die Prämissen von VOY finde ich super:
    – einsames Sternenflottenraumschiff im unerforschten Delta-Quadranten
    – Frau als Captain
    – Chefingenieurin
    – Maquis + Sternenflotte

    Leider hat die im Podcast erwähnte Maßgabe von UPN „Die Serie muss einem Massenpublikum gefallen und den Erfolg von TNG wiederholen!!“ dem ganzen Projekt einen riesigen, schweren Klotz ans Bein gekettet, den es sieben Jahre lang nicht loswerden wird. Darum kriegen wir schon in den ersten regulären Episoden direkt nach dem Pilotfilm die altbekannte „Phänomen der Woche“-Kost geboten: Planet der Woche, Nebel der Woche, Alien der Woche, Holodeckfehlfunktion der Woche, Shuttleabsturz der Woche usw.

    Ich mag die Serie schon irgendwie und einige meiner Lieblings-ST-Folgen sind aus VOY, z. B. „Deadlock“, „Course: Oblivion“, „Year of Hell“ und „Bride of Chaotica!“, aber gefesselt hat sie mich nie. Es gibt auch viel zu viele Inkonsistenzen: Janeway sagt irgendwann in Staffel 1 mal, dass sie nur 30 Photonentorpedos an Bord haben, aber letztendlich verschießen sie viel mehr als 30 Torpedos; die Voyager wird glaube ich 47 Mal halb zu Schrott geballert, aber B’Elanna kriegt das alles im Handumdrehen wieder hin; Janeway wehrt sich hier noch mit Händen und Füßen dagegen, Sternenflottentechnologie weiterzugeben, aber durchhalten wird sie das nicht; vom Holodoc wird nie ein Backup erstellt, obwohl er durch seine Holo-Natur dafür eigentlich prädestiniert ist usw.

    Na ja, ich bin trotzdem gespannt auf eure Bewertungen zu kontrovers diskutierten Folgen wie „Tuvix“.

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    1. Gono

      Nur der Vollständigkeit halber: Es gibt ein Backup vom Doc, sogar mehrere. Die ganze Episode 4×23 „Living Witness“ (Der Zeitzeuge) basiert darauf.

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  35. Jan

    Als bisher stiller Zuhörer muss ich euch doch endlich mal meinen allergrößten Dank für eure Arbeit aussprechen. Nach vielen TNG, DS9 und Kinofilm Folgen hat mich keine Folge mehr in meine Kindheit zurückversetzt als diese. Damals war ich 11 und kann mich noch gut erinnern wie hyped ich war, nachdem ich die ersten Teaser für Star Trek Voyager in der Sat1 Werbung gesehen habe.
    Auch wenn heute DS9 und Enterprise meine Lieblingsserien aus dem Star Trek franchise sind, hat Voyager, als erste Star Trek Serie die ich von Anfang an im Fernsehen verfolgt habe, einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.
    Danke für das wiedererwecken dieser wundervollen Erinnerungen 🙂

  36. BjoernHH

    Moin!

    Erstmal zur Pizza-Rand-Diskussion:
    Man kann doch den Rand der Pizza eigentlich nur zuerst essen, wenn man sie nicht in die klassischen winkelförmigen Slices schneidet, denn bei den Slices hält man ja den Rand in der Hand.
    Also ist Sebastian ein Pizza-mit-Messer-und-Gabel-Esser.
    Soso!

    Auf geht‘s in den Pilotfilm:

    „Badlands, you gotta live it everyday,
    Let the broken hearts stand as the prize you‘ve gotta pay,
    We‘ll keep pushin till it‘s understood,
    and these badlands start treating us good!“
    Springsteen hat Voyager vorweggenommen! 🙂

    Janeways Gespräch mit ihrem Mark hatte so Leg-Du-auf-Nein-leg-Du-auf-Momente!

    Okay, bei B‘Elanna gab es in der Ocampa-Krankenstation eine „Garderobenfehlfunktion“? 🙂
    Es kam mir auch im Pilotfilm schon so vor, als wäre sie da sehr locker gekleidet. Da ist dann wohl in der Actionszene ein bisschen zu viel sichtbar geworden und musste neu gedreht werden…

    Warum tragen die Ocampa so seltsame Mundschutz-Vorrichtungen? Und alle krumm und schief, mal nur vor dem Mund, mal vor Mund und Nase, manchmal ganz am Kinn?
    Wie seinerzeit in der U-Bahn, als die Leute gegen die Maskenpflicht protestieren wollten. 😀

    Warum nennt Ihr Chakotay Fred? Habe ich einen Insider verpasst?

    Kes‘ Originalstimme finde ich auch total toll! Freue mich schon auf ihre Szenen.

    Schön, es geht los! Ich freue mich auf Voyager! Es passiert noch so viel!

    1. Don

      Robert Beltran hat wohl auf einer Convention, nach dem Vornamen von Chakotay befragt, mit „Fred“ geantwortet.

      Was mich ja noch interessieren würde: Die Website mit den ganzen Star-Trek-Transcripts heißt ja „Chakoteya“. Warum? Und gibt es da einen Zusammenhang zu Chakotay?

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  37. Bridge66

    Henning Voscherau (SPD) ist Hamburgs Erster Bürgermeister, von Hamburg-Finkenwerder aus startet der Airbus A319 zu seinem Erstflug und in München stirbt Synchronsprecher K.E. Ludwig (Scotty) im Alter von 70 Jahren. Wir schreiben das Jahr 1995. Ich befinde mich auf dem Höhepunkt von Phase II meines Fan-Daseins: Mitgliedschaft im STCE, Trekworld, Brieffreundschaften, Andere Welten, Trekdinner, Fanfiction und Cons (zumindest in Hamburg).

    Wie schon in der Launch-Party erwähnt sah ich „The Caretaker“ auf der Con Course am Freitag dem 12. Mai 1995. Eigentlich fand ich es keine gute Idee, so kurz nach dem Ende von TNG schon eine neue Star Trek Serie auf den Markt zu schmeißen. Wäre es nicht besser gewesen, wenn sich die Produktion erst mal auf DS9 konzentriert hätte? Im Nachhinein war es wohl tatsächlich gut für DS9, da die Autoren ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten, aber das konnte man zu der Zeit ja noch nicht ahnen.

    Allerdings war der Film sehr unterhaltsam, er atmete den Geist von Star Trek (to boldly go usw), am Schluss waren sich alle zwar einigermaßen einig, aber das mußte ja nicht heißen, das gleich sämtliches Konfliktpotenzial über Bord geworfen wird (das zeigte sich erst später). Das fehlende „mythische Element“ störte mich nicht im geringsten, im Gegenteil! Das waren gerade die Dinge, die mich an TNG und DS9 genervt haben. Das Horror-Element, die Nadeln im Bauch, das fand ich unangenehm, aber das war ja zum Glück nur kurz.

    Mir geht jetzt erst auf, wie lange im voraus und mit welchem Aufwand die Maquis-Story vorbereitet wurde – nur um dann in der Serie, für die sie eigentlich entwickelt wurde, sang- und klanglos unterzugehen (ups – Spoiler alert ☺️).

    Ja, der Vorspann ist echt beeindruckend. Vor allem den Schattenwurf des Schiffes auf den „Saturn“-Ringen fand ich cool. Vor einiger Zeit las ich irgendwo, daß astronomisch gesehen der Planet im Verhältnis zum Schiff viel zu klein ist. Es kann sich also gar nicht um „unseren“ Saturn handeln. Allerdings überspringe ich den Vorspann auch immer. Nicht nur bei Voyager.

    Was den menschlichen Doc der Voyager betrifft: Ich dachte immer, daß er mir vage bekannt vorkommt, konnte ihn aber nie unterbringen. Erst durch eure Besprechung von „The Hunted“ ging mir eine Supernova auf. Schade, daß der keinen Namen bekommen hat, wenn auch nur der Vollständigkeit halber.

    Bujold hätte vielleicht einen Cameo-Auftritt als Admiralin geben können, aber das, was sie da abgeliefert hat, ist wirklich krass. Hatte sie vielleicht psychische Probleme oder so? Oder war sie einfach nur eine eingebildete Diva? „Ich will dies, ich will jenes, ich will dies nicht, ich will das nicht…“ Glaubt die etwa, alle müssten nach ihrer Pfeife tanzen? Star Trek war immer eine Ensemble-Sache, nie stand eine Person allein im Vordergrund (bis… Aber das ist eine andere Geschichte).

    Bei manchen Frisuren frage ich mich, wie lange die jeweilige Dame wohl morgens im Bad verbringt, um sich so zu stylen – ohne Zofe oder Friseur. Ziemlich unpraktisch für einen Job im Weltall, bei dem man von jetzt auf gleich parat sein muss. Man denke nur an Janice Rand und ihren aufwändig geflochtenen Beehive! Aber ich hab ja auch leicht reden mit meiner Kurzhaarfrisur…

    Chakotay ist einfach durch und durch Sternenflotte und kein Rebell im eigentlichen Sinn. Er kennt die Regeln und ihre Notwendigkeit und passt sich der Situation an. Schließlich können Janeway und ihre Crew nichts dafür, daß die Föderation seinen Planeten den Cardassianern überlassen hat. Und da kräht hier im Delta-Quadranten ja auch kein Hahn nach. Insofern konnte ich ihn als Offizier immer respektieren, auch wenn ihn das letztendlich zu einem langweiligen Charakter macht. Schade fand ich wieder, daß nie genau gesagt wird, welchem Stamm er nun eigentlich angehört. Sein Tattoo hilft auch nicht weiter, das erinnert mich eher an die Maori von Neuseeland. Kurze Frage: Harry und Harald kann ich ja noch verstehen, aber wie kommt Ihr auf Chakotay und Fred?

    Die Käson 🧀 als Gegenspieler fand ich lächerlich. Die waren ja noch primitiver als die Klingonen, und die fingen schon an mir auf den Geist zu gehen.
    Das gesuchte Zitat lautet: „Wie können wir jemandem helfen, der so mächtig ist, daß er Wasser aus Luft erschaffen kann?“ (Nach Paramount+).

    Neelix ist auch einer meiner Lieblingscharaktere. Ja, er kann nervig sein und „drübber“ wie Ihr immer so schön sagt, aber er meint es nie böse und hat das Herz am rechten Fleck. Wir lernen ja später noch etwas über seine Hintergrundgeschichte kennen. Er hat bestimmt lange allein gelebt in einer rauen bis feindseligen Umgebung, da gehört schon eine gewisse Portion Egoismus dazu, um zu überleben. Und seine exotischen Kochkünste bringen Farbe ins Worldbuilding.

    Seltsam finde ich die Rangabzeichen, die die Maquis-Leute bekommen haben. Manchmal habe ich schon Probleme, die Knöpfe auseinanderzuhalten. Ist das nun ein voller Knopf, was da das Licht reflektiert, oder ein schwarzer mit Rand? Aber die klitzekleinen schmalen Streifen kann ich auf meinem Bildschirm kaum sehen. Dabei sollten Rangabzeichen doch möglichst schon auf Entfernung zu sehen sein. Muß ich den Kollegen zuerst grüßen oder der mich? Muß ich seine Befehle befolgen oder er meine?

    Natürlich war Voyager nicht „tot“, sonst hätte die Serie kaum die erste Staffel, geschweige denn sieben überstanden.

    Nein, langweilig war euer Podcast nicht, das ist er nie, auch wenn ich zwischendurch manchmal eindöse, aber dann höre ich ihn eben noch mal. Vielen vielen Dank und auf viele weitere fröhliche Stunden. 🥂

    LL&P
    Eure Bridge

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    1. Tom

      >Wir schreiben das Jahr 1995. Ich befinde mich auf dem Höhepunkt von >Phase II meines Fan-Daseins: Mitgliedschaft im STCE, Trekworld,
      >Brieffreundschaften, Andere Welten, Trekdinner, Fanfiction und Cons
      >(zumindest in Hamburg).

      Dann warst du vielleicht auch an der Vorlesungsreihe an der Uni Kiel als Gasthörerin mit dabei? Das war etwa zur selben Zeit.

      1. Bridge66

        Nein, tut mir leid. Was das Fandom betrifft bin ich aus Hamburg nicht hinausgekommen. Die einzigen Cons, die ich besucht habe (ich glaube, es waren insgesamt vier) fanden im Rieckhof in Hamburg-Harburg statt.

        🖖Bridge

        1
        1. Tom

          Da hast du was verpasst. 😃
          Im vollbesetzen Audimax gab es u.a. eine Lektion in Klingonisch und die Analyse der TOS Folge 3.18 („The Lights auf Zeta“, zu Deutsch „Strahlen greifen an“) durch Walter von Lucadou, DEN deutschen Experten auf dem Gebiet der Parapsychologie. Zugegeben … seinen Vortrag habe ich als eher holperig in Erinnerung.

          Am besten kam bei uns allen die Vorlesung eines Architekten an, dessen Namen ich leider vergessen habe. Der war recht locker drauf und hat auf unterhaltsame und anschauliche Weise nachgewiesen, warum das Zusammentreffen von Raumschiffen im All nicht so stattfinden kann, wie „Star Trek“ es sich vorstellt. Unter anderem hat er sich auch zum Vorspann von Voyager geäußert: „Wieso fliegt das Schiff so langsam? Ich denke, die wollen nach Hause!“ 😃

          1. Bridge66

            Hallo Tom,

            tja, die Geschmäcker der Publikümmer sind verschieden.
            Die Klingonen fingen schon damals an, mir auf den Geist zu gehen. Ich habe kein Verständnis dafür, welche Auswüchse die Entwicklung der klingonischen Sprache genommen hat, während wir z. B über das Vulkanische so gut wie nichts wissen.

            Um Parapsychologie mache ich aus Prinzip einen großen Bogen, und auf die Frage. warum die Voyager im Vorspann so langsam fliegt, kann ich nur antworten: Weil man innerhalb eines Sonnensystems nicht mit Warp fliegen darf.

            🖖Bridge

            1
          2. Tom

            Stimmt … das Klingonische ist in den Episoden und Filmen allgegenwärtig. Aber ich kann mich nciht erinnern, wann die Vulkanier sich jemals miteinander in ihrer Sprache verständigt haben. Interessanter Punkt! Das war mir vorher gar nicht so aufgefallen.

  38. soylentsoja

    Ich verpasse beim Caretaker-kucken immer, wie Belana und Kim geheilt werden und wie sie die Voyager wieder flott kriegen.
    Wird das wirklich nicht erwähnt oder liegt es nur daran, dass mir in der 2. Hälfte immer die Aufmerksamkeit nachlässt (ab dem Besuch in der Okampa-Messehalle finde ichs etwas hektisch und wenig fesselnd)?

    1. Bridge66

      Das sind Selbstgänger, das braucht man nicht extra zu zeigen.

  39. Deus Figendi

    Jetzt habt ihr mich getriggert doch mal was zu kommentieren XD
    (nee nix Schlimmes)

    als ich gerade die Notizen zur Planung höre, die ihr so vorlest und einschätzt ob und in wiefern die umgesetzt wurden hat’s bei mir das ein oder andere Mal geklingelt, wo ihr das vielleicht nicht gesehen habt (dass Tom Paris der „Mann auf der Flucht“ ist hätte ich dafür nicht mehr aufm Schirm gehabt ^^)

    „Mann ohne Heimat“ ist glaube ich Neelix geworden, er erzählt später von einem zerstörerischen Krieg auf Talax (oder Talaxia?) und ist eher überrascht wenn er noch Talaxianer trifft, seine Familie hat er verloren.

    „Ein Crewmitglied wird in der ersten Folge geboren und altert rapide“ – Diese Idee ist meiner Meinung nach in Kes aufgegangen, sie ist nicht neugeboren, aber blutjung (ich glaube ein oder zwei Jahre alt) und wird auch ein bisschen naiv und unerfahren dargestellt und sie wird ungewohnt schnell „alt“.

    „Tashas Schwester“ – also ich finde Seska hat was von ihr.

    „Der letzte Vertreter seiner Spezies“ – siehe oben, das könnte Neelix sein, wenngleich sich später herausstellt dass er es nicht ist. Auch der Caretaker ist (zunächst) ein letzter Vertreter seiner Spezies, aber natürlich kein Crewmitglied. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese Idee da mit in den Piloten geflossen ist.

    Und ich glaube wieder Neelix (und kein Changeling) ist auch der „soup guy“

    1
  40. Jack'n'Jean

    Die Folge war so vollgepackt, ich musste sie gleich zweimal hoeren.

    Ich war nach Jahren Trek-abstinenz ganz heiß auf diese Serie (so um 2006 herum) und hatte mir viel von der 3.-5. Staffel auf Englisch angeschaut. Leider bin ich damals nicht so richtig mitgenommen worden.
    Habe dann einen Komplett-Sichtung gemacht, nachdem ich auch TOS und TAS nachgeholt hatte und fand das Ganze oft etwas mau.

    Für die TAD-Besprechungen habe ich vor einem halben Jahr einen weiteren Rewatch angefangen und plötzlich festgestellt, wie super die Serie ist. Ich schaue gerne Folgen oft mit Bluetooth-Kopfhoerern quasi als Hörspiel bei der Arbeit (bei ganz stupiden Sachen) und schaue nur gelegentlich auf den Bildschim und es funktioniert erstaunlich gut.
    Viele angelegten Entwicklungen der Charaktere werden dann doch aufgegriffen, aber es wird nie so ganz heiß gekocht (wie auch oft in den Geschichten). Aber, so what, es sind halt alles vielleicht etwas langweiligere Typen wie in anderen Serien, und oft sehr konformistisch, aber warum nicht mal Geschichten mit solchen (fast schon natürlicheren) Personen erzählen.
    Heute (etwas gealtert) finde ich das großartig und entspannt.
    Einzig schade finde ich, wenn man schon ein kleines Raumschiff hat, nicht, wie bei z.B. Scrubs, kontinuierlicher die selben Gestalten/Statisten durch das Bild gewackelt kommen (wie der Snoop-Dog-Stationsarzt oder der Colonel-Doktor). Und die hätte man auch mal opfern können. Selbst wenn eine Figur nie ein Wort gesprochen hätten, wäre ich emotional mitgenommen gewesen, wenn ein Gesicht, das mich 5-6 Jahre im Hintergrund begleitet hat, dann doch stirbt, um den Ernst der Lage zu unterstreichen (gerade wenn das nur Off-Screen geschehen wäre und in irgendeiner Besprechung der Name genannt würde und die Figur ab da nicht mehr aufgetaucht wäre / keiner will bisher namenlose Charaktere, die in einer Folge plötzlich wichtig werden und eine Hintergrundgeschichte bekommen, damit sie noch „effektvoller“ sterben gegen Ende der Folge).

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  41. Don

    Moin!

    Kate Mulgrew hat im Beginn ihrer Karriere in „Dallas“ einen Love Interest für Ray Krebbs gespielt, welcher ihm dann aber von J.R. „ausgespannt“ wurde.

    Der Auslöser von Geordis und Datas Freundschaft war, dass sie sich, in vielen gemeinsamen Schichten vorne auf der Brücke sitzend, gegenseitig Witze erzählten, mit denen der Gegenüber nichts anfangen konnte. Und durch diese gleichermaßen etablierte Unzulänglichkeit entwickelte sich ein Gemeinschaftsgefühl der beiden.

    Worin sich der Ready Room Janeways von dem Picards in erster Linie zu unterscheiden scheint: Janeways Ready Room ist gleichzeitig auch ihr Quartier. Darum ist dieser Raum auch deutlich größer als der von Picard.

    Ich glaube, Cavit versuchte sich wie Janeway und Paris auf den Stuhl zu setzen, aber war einfach zu langsam. Er wollte den „Brace for impact“-Befehl also durchaus befolgen, hat dafür aber die falsche Entscheidung getroffen.

    Was bei den Stewardessen im Flugzeug gerne vergessen wird: sie sind ein ganz wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts. Ohne sie dürfte ein Flugzeug gar nicht abheben! Das mit den Saftschubsen ist eher eine Art Nebenberuf, weil sie nunmal gerade an Bord sind.

    Was ich irgendwie lustig fand, dass Janeway auf dem Weg zur Rettung des Warpkerns erstmal ihre Frisur richtet.

    Mit seiner Undercover-Aktion gibt Tuvok ein weiteres Beispiel dafür, dass die Behauptung, Vulkanier könnten nicht lügen, einfach nicht stimmt.

    btw zum Thema „Zoom“: https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/videokonferenz-ueberblick

    Zwei Wasserstoffatome mit einem Sauerstoffatom zu verbinden, ist nicht schwer, das stimmt, aber energieintensiv. Vermutlich rührt eher daher der Mangel in diesem Quadranten.

    Könnte das Array nicht auch nach des Caretakers Tod weiter Energieimpulse an die Ocampa senden?

    Seska ist, glaube ich, die Einzige, die Janeway offen dafür anprangert, dass sie allen die Chance zur Rückkehr verbaut hat.

    Irgendwann später wird die Crew ja auf die zweite Caretakerin (Suspiria) treffen und das läuft auch nicht gerade gut ab.

    Fazit?
    Nach TNG und DS9 nun schon der dritte schwache Pilotfilm. Irgendwie scheint da Star Trek kein Händchen für zu haben. Daumen quer!
    (Obwohl mir ja dann „Enterprise“ zeigen wird, dass die Star-Trek-Macher durchaus Pilotfilme können, wenn sie wollen.)

    Die Ausrichtung von „Voyager“ ist aber anscheinend nicht der einzige Grund für das geringer werdende Zuschauerinteresse, denn bei DS9 war es ja von Anfang an genauso, dass die Quoten immer mehr abfielen. Vielleicht war man zu dem Zeitpunkt mit Star Trek oder gar Science-Fiction-Serien an sich übersättigt?

  42. Ränkeschmidt

    Eure Affinität zum englischen „Original“ (O-Ton) und die ihr diametral gegenüberstehende ungesund-negative Obsession mit der deutschen Synchronisation kann ich einfach niemals nachvollziehen. Abgesehen davon, dass ich den Pilotfilm „Der Fürsorger“ mindestens 500 Millionen Mal auf Deutsch gesehen habe und ihn auf Englisch grauenhaft fand (die englischen Original-Stimmen gefallen mir nicht), bin ich mir zu 100% sicher, dass die Passage mit der „thin air“, aus welcher der Replikator Wasser herstellen kann, nicht wörtlich mit „(aus) dünner Luft“ übersetzt wurde, sondern mit „(aus) purer Luft“. Und dies ist akkurat, da quasi aus „reiner“ („purer“) Luft etwas erzeugt wird, wobei die Kazon an dieser Stelle eine erfrischend-witzige Unwissenheit bezüglich der Funktionalität des Replikators beweisen. Man hat also richtig übersetzt. Die deutschen Stimmen passen perfekt – und schon auf der DVD-Version konnte ich in 7 Staffeln immerhin zwischen 4 (!) Synchronfassungen vergleichen (ich weiß nicht, ob es auf der Bluray noch mehr Sprachfassungen gibt) – und zwar mit der französischen (die Franzosen synchronisieren, wie die Deutschen, auch sämtliche filmischen Medien, die ihnen zugespielt werden), der spanischen sowie der italienischen. Sie alle sind recht ordentlich, wobei die Stimmen längst nicht so markant klingen wie die der vielen deutschen Synchron-Profis, die viele Filme und Serien im deutschen Ton sogar noch veredeln (wer würde sich schon eine dämliche Sitcom im englischen Original anschauen, selbst WENN 2-3 Witzchen verloren gehen mögen, was man schnell bemerkt, wenn man ansonsten Englisch kann). Die spanische Janeway klingt mir zu alt, die französische hat einen ungewohnt strengen Tonfall (und ich liebe das Französische normalerweise). Die deutsche Sprecherin, Gertie Honneck (ein Wiederhören mit ihr gab es bei Folge 205 der DREI ???) macht das super, dasselbe gilt für alle weiteren, bis in die kleinsten Rollen. Die seltsame, freche Stimme für Neelix ist besonders passend und verleiht diesem durchaus nervigen Charakter die angemessene Nervigkeit und dennoch gleichzeitig Sympathiepunkte. Nun, man kann sich ja aussuchen, von was man sich verzaubern lassen will. Mir geht es ganz einfach so, dass ich mir Filme und Serien nach Möglichkeit auf Deutsch ansehen möchte (einzige bisherige Ausnahme ist für mich THE OUTER LIMITS, deren Originalserie aus den 60ern leider nie synchronisiert wurde, nur die neue Version, von 1995-2003 produziert, von der die finale Staffel im Dezember 2023 endlich auch mit der deutschen Tonspur erstmalig auf dem deutschen Markt auf DVD erscheint). Englischsprachige Kanäle auf YOUTUBE sind zwar cool, ich höre gern THE CRITICAL DRINKER, NERDROTIC, THE DAVE CULLEN SHOW, MATT WALSH, COUNT DANKULA und andere Meister ihres Fachs, aber das US-Amerikanische ist, besonders im Vergleich zum britischen Englisch, eine nicht gern gehörte Tonalität. Eine weitere Ausnahme ist natürlich die Musik: Ich liebe englischsprachige Musik, da ich mit ihr hauptsächlich aufgewachsen bin. Deutschsprachige Musik ist zwar auch wunderbar (ich liebe die NDW), doch oftmals ein Graus (Popschlager). Nun, die Euerseits konstatierte Dualität der 1990er stimmt weitestgehend. Es war ein Jahrzehnt, das wahrlich frei und bunt und schön war (viel freier und offener, als es von dieser Jetztzeit der 2020er unablässig behauptet wird – und das unter einer konservativen Regierung bis ’98), allerdings auch oft zu laut, oberflächlich, grell, schrill, übersteigert, dumm und (intellektuell) flach. Doch seine andere Seite war reichhaltig. Es lagen Freude und Leid dicht beieinander, es gab genialen GRUNGE aber auch recht eindimensionalen EURODANCE, es gab gehaltvolle, nachdenkliche deutsche Musik (Tocotronic, Die Sterne, Selig et al.) aber eben auch ulkige Schlager („Guildo hat euch lieb“) und viel Schmonzes. Im Gegensatz zu den düsteren 80ern war es ein fröhliches Jahrzehnt, eines, das nicht nur die wunderbare Wiedervereinigung, einen Fußball-Weltmeistertitel (1990) und einen -Europameistertitel (1996) einbrachte, sondern auch viele Highlights hatte, von denen wir noch lange zehren können, wenn wir Kinder der 90er sind, etwa Anfang der 80er geboren. Die Sonnenfinsternis, das Klonschaf, STAR TREK VOYAGER, „Die Star-Trek-Geburtsnacht“, die damals auf SAT 1 lief, die Erfindung des Internets (1991), selbst wenn es bis zum Ende der Dekade weder Wikipedia noch Youtube, geschweige denn Sozialnetzwerke gab. Letztere wären nicht unbedingt kläglich vermisst worden. Was die Loveparade betrifft, kann man geteilter Meinung sein. Ich wäre gern dabei gewesen, war aber zur Hochzeit dieses Phänomens noch zu jung, um mitspielen zu können/dürfen. Voyager jedenfalls war eine Offenbarung, es war ein guter Start. Ich fühlte mich zu keiner Sekunde schlecht unterhalten, das Anschauen der ersten Episode machte großen Spaß, auch wenn ich es falsch in Erinnerung habe: Es war nicht zu Ostern, als der Pilotfilm um Punkt 20.00 Uhr auf SAT 1 lief (deren Primetime war um 15 Minuten nach vorn verlegt worden, was wenig später wieder abgeschafft wurde, dann kehrte man zum allbekannten, sehr beliebten 20.15 Uhr zurück), sondern im Hochsommer, im Juni 1996 also, jedoch erinnere ich mich noch, als sei es gestern gewesen, wie ich mich wie Bolle freute, das Event live im Fernsehen als Free-TV-Premiere verfolgen zu können und dürfen. Den makellosen Pilotfilm schaue ich immer wieder gern, wenn er mal kommt, am besten an einem Stück – Ausstrahlungen, wo er nach der Hälfte in zwei Teile geschnitten wurde und dann mit „Fortsetzung folgt“ belegt, kotzen mich an. Es ist ein zeitlos guter, actiongeladener Pilot, der zwar mehr zur Sache geht als alle bisherigen von STAR TREK bis zu diesem Punkt (New Trek übertrieb es dann vollends, insbesondere die exzessive Gewalt stieß mich ab), aber dennoch nicht übertreibt. Der Film hält die Balance zwischen Action, Effekten und Storyentwicklung, auch die Dialoge sitzen – ja, AUCH IM DEUTSCHEN, verdammt! Einfach ein wenig patriotisch darf man ja auch sein, zumindest was den Ton anbelangt.

    1. Sebastian

      Das deutsche Fernsehen fütterte uns mit der TNG-Druckbetankung 1994 massiv an – danach ließ man uns Fans laaaange zappeln, es kam einfach nichts nach – wir lernten unsere supernette Bochumer Bezugsquelle für Videos aus UK kennen – diese VHSse waren deutlich vor der SAT.1-Ausstrahlung verfügbar – wir stiegen ins Videobusiness ein – wir haben die deutschen Folgen nie gesehen, weil sie einfach zu spät dran waren – die deutsche Synchro ist uns völlig fremd.

      Was ist daran „niemals“ nachzuvollziehen? Ist doch eine geschlossene Kausalkette. Der wir sogar schon eine eigene Folge widmeten.

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    2. Max

      Ich glaube, dass sich die deutsche Snychro und auch die deutschen Sprecher meistens schon richtig Mühe geben, auch wenn zwischendurch teils regelrecht erheiternde Fehler herauskommen.

      Sebastian und Simon scheinen wahrscheinlich einfach auch durch den entsprechenden Medienkonsum mit der deutschen Sprache und mit deren Sprichwörtern inzwischen in vielen Fällen weniger gut vertraut zu sein als mit dem Englischen.
      Möglich, dass die englischen Einwürfe für nicht wenige auch den Charme des Podcasts ausmachen, weil sie dem Ganzen einen anderen Charakter geben.

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      1. Sebastian

        Zum Glück haben meine Redakteurinnen und Redakteure eine andere Sicht von mir. Wenn ich wirklich „weniger gut vertraut wäre mit der deutschen Sprache“, dann bekäme ich wohl kaum so oft die Rückmeldung: „Danke, dass du einen neuen Artikel geschrieben hast, bei dir müssen wir viel weniger lektorieren als anderswo!“

        Apropos – Teil 2 meiner TNG-Staffel-3-Retrospektive bei der PC Games ist online, yay!

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    3. Don

      Ich gebe zu, Deinen kurzen kulturellen Abriss der 90er fand ich, auch wenn ich teilweise andere Erfahrungen damals machte, doch recht unterhaltsam.
      Das Hören der deutschen Synchro einer Fernsehserie zum patriotischen Akt auszudeuten, finde ich dann aber doch reichlich albern.

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  43. Ränkeschmidt

    Soweit ich es noch kann/weiß: Der Satz lautet im Deutschen: „Wie können wir einer Spezies helfen, die Wasser aus PURER Luft herstellen kann?“

  44. Dominik

    Kurzer Einwurf zur deutschen Synchro-Landschaft. Die ist/war grundsätzlich genial. Wer mit deutschen Synchros grossgeworden ist (so wie ich), hat automatisch ein wohliges Gefühl in der Magengegend, wenn er die bekannten Stimmen der Kindheit wiederhört. Aber… es stimmt halt auch, dass Synchro eigentlich nichts anderes macht, als ein Werk auch zu verfälschen. Die Inbrunst eines Avery Brooks zum Beispiel ist nicht nachzuahmen.

    Ich seh mich selbst da zwischen den Stühlen, da ich auch der Meinung bin, dass Trek im Grossen und Ganzen eine tolle deutsche Synchro hat – sofern man nicht allzu genau hinhört oder die Episodentitel versucht zu deuten.

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    1. Don

      Stimmt, die Titel sind teilweise wirklich bescheiden!

  45. Christian Wischott

    Ich hab eure Folge noch nicht gehört, leider hänge ich etwas hinterher, aber jetzt werde ich mich wohl bald meinem Angstgegner, den ersten Staffeln Voyager stellen müssen. Wenigstens lockert DS9 das ganze etwas auf, denn da geht es jetzt bald mit der Story erst so richtig Vorwärts!
    Mfg, der Mop

  46. Don

    Das Maquis-Schiff von Chakotay heißt übrigens „Val Jean“, ist also benannt nach der Person, als diese Eddington sich Sisko gegenüber selber sieht.

    1. Roger

      Ist das eine Anspielung auf Les Miserables (Jean Valjean, der ja auch gejagt wird von Inspector Javert wie der Maquis von der Föderation und den Cardsssianern) oder interpretiere ich da zuviel hinein?

  47. Christian Berger

    Ach ja das mit den komischen Dingen die ins Video eingeblendet werden: Das ist wohl ein Bug in MacOSX ab einer bestimmten Version auf ARM-Prozessoren. Das versucht Gesten im Bild zu erkennen und spielt dann Animationen ein. Das kann man mit „Daumen hoch“ testen.

    1. Sven

      Hi,

      Danke für euren Podcast, habe jetzt endlich aufgeholt und heute lief der Caretaker. Die Icons im Video Chat sind kein Bug, sondern ein Feature: https://support.apple.com/en-asia/105117
      Braucht ein iPhone/iPad oder Mac mit Arm Prozessor.

      Viel Spaß damit und Viele Grüße
      Sven

  48. Maik

    Ich habe vor gerade einmal zwei Jahren meinem kompletten VOY-Rerun beendet.
    Wenn ich jetzt daran zurückdenke, fällt mir absolut kein „das war geil!“-Moment ein. Mir fallen nur die Dinge ein, die ich absolut fürchterlich finde, und die ich den Produzenten einfach nicht vergeben kann; die Entmystifizierung der Borg und Jeri Ryan im hautengen Korsett sind da nur die Spitze des Eisbergs.
    Ansonsten fand ich die meisten Episoden halt immer so „okay“, viele fand ich nicht so toll, und eine richtig gute will mir einfach nicht einfallen.
    Auch die Charaktere sind (mit Ausnahme des Doktors) größtenteils einfach nur blass und weichgespült und uninteressant und entwickeln sich kaum.

    Nichtsdestotrotz freue ich mich auf Eure Besprechungen.
    Habt vielen Dank für Eure Mühen, TaD ist mein Podcast No. 1 und die Butter auf meinem Mittagspausen-Spazierbrot an der Außenalster.

    Viele herzliche Grüße aus Hamburg. 😀

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    1. Dominik

      Eines der Hauptärgernisse für mich, neben der Demystifizierung der Borg, ist das von den Machern wohl gewollte ignorieren der Situation an Bord der Voyager. Das Schiff wurde in einen anderen Quadranten geschleudert, hat permanent Energieprobleme, trotzdem sind die Gänge stets hell beleuchtet, die Uniformen gebügelt, die Leute frisch rasiert und frisiert. Niemand scheint an irgendwas zu mangeln. Und gleichzeitig wirkt das Schiff immer, als wäre es grad vor 5 Minuten zum ersten Mal aus dem Raumdock geflogen. Und wenn man dann im Gegenzug das „neue“ (haha) Battlestar Galactica anschaut, kann man schon auch erkennen, welche erzählerischen Möglichkeiten man so verpasst hatte.

      Nevertheless, heute bin ich massiv zufriedener mit Voyager und schaue mir die Serie immer wieder gerne an, aber sie steht in meinem eigenen Ranking hinter DS9 und TNG.

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      1. Christian Berger

        Naja, Rassieren, hell und sauber machen sind jetzt keine energieintensiven Tätigkeiten, vermutlich noch nicht mal das Holodeck. Zumindest verglichen mit Geräten wie dem Warpantrieb oder den Teleportationsgeräten.
        Dazu kommt noch, dass ein sauberes und helles Schiff gut ist für die Motivation. Als Kapitän würde ich da ggf. schon eine gewisse Priorität drauf legen.

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  49. Parlatio

    Du liebe Zeit, hier ist aber viel los!

    Ich wollte mal einen Kommentar schreiben, bevor ich die Folge gehört habe. Unbefangen sozusagen.

    Hurra! Die Cyber Knight-Spiele bekommen eine eigene Serie! Wie, doch nicht? Schade. Das hätte mir als Plot besser gefallen, als diese Heimreise mit Mutti (Janeway ist schon sehr gluckenhaft – aber nicht negativ gemeint) auf gut Glück. Kennt wahrscheinlich keiner. Die Voyager wäre dann im Delta-Quadranten gestrandet, hätte erst mal mit der Situation zurecht kommen müssen, um dann nacheinander Planeten zu besuchen, um den dort lebenden Aliens unter die Arme zu greifen oder Ruinen auszugraben, um im Gegenzug bessere Technik oder Wissen zu erhalten, was dann letztlich in Kombination den Weg nach Hause öffnet. Das wäre auch sternenflottiger gewesen, als sich mit jedem anzulegen.

    Aber trotzdem: Es gibt ein paar sehr schöne Voyager-Folgen. Und im Gegensatz zu dem was heute so als Star Trek verkauft wird, ist es allemal. Wir sind auch wieder unterwegs, anstatt nur auf so ’ner blöden Station rumhängen und Kriege zu führen. Auch die Religionskonflikte werden wir noch hinter uns lassen. Gottseidank! 😉

    Die Sache mit dem Zerstörten Heimweg fand ich jedoch etwas halbgar. Damit kein Bösling die Technik in die Finger bekommt. Schon mal was von Zeitbomben gehört? Also wirklich…

    Es ist mir bei Voyager schwer gefallen, einen „Lieblingscharakter“ zu finden. Sogar noch schwerer als bei DS9. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wüsste ich nicht, wen ich da nominieren sollte. Jedenfalls wenn wir bei der Kernbesatzung bleiben.

    Die Erstausstrahlung der Serie konnte ich nicht sehen, von ein, zwei Folgen mal abgesehen. Der Pilot müsste dabei gewesen sein. Und später habe ich so eine Themenbox (VHS) recht wohlfeil erwerben können. Wahrscheinlich weil das schon wieder veraltet war. Die „Seven of Nine“-Box. Da war dann auch meine Lieblingsfolge dabei. Dazu mehr, wenn die dran ist.

    Überrascht war ich, als ich festgestellt habe, daß es eine Soundtrack CD gab, auf der ausschließlich die Musik der Caretaker-Folge war.

    Zur Wasserproblematik: Schenkt doch den durstigen Aliens mal ein paar Fremen-Destill-Anzüge!

    So. Jetzt zum eigentlichen Hören der Folge.

  50. Parlatio

    Ah. Verstehe. Wo ihr sonst viel auf die Goldwaage legt, entscheidet ihr euch hier dafür, Janeways dämliche Entscheidung zu ignorieren. Gut, kann man machen, wenn’s so funktioniert. 😉
    Mache ich auch oft, wenn mir die Storyline ansonsten gefällt. Die wird noch besser. Wenn diese aggressiven Käse-Igel Aliens keine Rolle mehr spielen. Die waren vom Konzept her einfach nicht gut.

    Diesen Maquis/Sternenflottenzwist habe ich, ehrlich gesagt, nicht vermisst. Das ist schließlich was für einen anderen Quadranten. Und wenn man dahin zurück möchte, dann muß man sich halt am Riemen reißen. Wird ja später auch noch mal behandelt. In dieser Folge mit den Maquis der „Lower Decks“. Name vergessen. Aber Mr. Mot sein Bruder spielt da mit.

    „Um die Okampa zu beschützen…“ Nur, was machen die denn, wenn sie unterirdisch eingeschlossen sind, und die Energie in 5 Jahren alle ist? Wurde das mal erwähnt? Weia…

    Ich hätte mir allerdings gewünscht, ihr hättet mir nicht das Bild in den Kopf gepflanzt, wie ihr beide zusammen nackt Voyager guckt. Auf die betazoidische Art, sozusagen. 😉

    Für mich ein großer Minuspunkt der Serie: Aufgrund der Entfernung war davon auszugehen, daß die lieb gewonnenen Gastauftritte ausfallen. (Lwaxana und so)

    Hoffe, ich bin keinem auf die Zehen getreten.
    Werde hin und wieder mal reinhören. Wenn ich Zeit habe.

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  51. Kleiner Bruder

    Geschafft!

    Wie vor kurzem jemand geschrieben hat, ist es manchmal ganz praktisch, krank zu sein, trotz des matschigen Gefühls. Ich muss aber auch zugeben, dass ich in den letzten Wochen „fremdgegangen“ bin, indem ich mir alle möglichen Reviews zu Ahsoka angesehen habe. Das klang leider nicht besonders spannend.

    Und damit sind wir bei Voyager. Nach eurem Podcast weiß ich wieder, was mich damals gestört hatte. Die Handlung war nicht nur furchtbar überfrachtet, sie hatte auch eine Vielzahl von Unstimmigkeiten, die mich rausgerissen hatten. Da ist die verrückte Aktion des Caretakers, die Ocampa in einem schicken Bunker unter der Erde einzusperren, statt ihnen die Gründung einer neuen Zivilisation zu ermöglichen. Sollte das eine Kritik am Sozialstaat sein? Und am Ende versorgt er sie mit Energie für fünf Jahre und macht den Deckel zu. Ernsthaft? Das surreale Setting mit der Farm fand ich eher albern. Keine Zeit, aber die Leute zappeln lassen. Ach was. Von dem Wahnsinn, mit Gewalt galaxisweit auf Partnersuche zu gehen mal ganz zu schweigen.

    Die Hässlichen sind wieder mal die Bösen, wie kreativ. Nicht nur das, sie sind die Blöden, weil sie Raumschiffe haben, aber kein Wasser. Und natürlich sind sie Plünderer, mit denen man nicht verhandeln kann.

    Kes hatte für mich die Ausstrahlung von einem Stück Tapete, während Neelix eher wie eine Kröte wirkt. Nichts gegen Kröten, aber die beiden als Liebespaar wirkte völlig unglaubwürdig. Janeways zweifelhafte Entscheidung und die Assimilation der Maquis Mitglieder fiel da schon gar nicht mehr ins Gewicht.

    Am besten gefiel mir schon damals der Doktor. „Spezifizieren sie die Art des medizinischen Notfalls“. Hier kann mich meine Erinnerung trügen, aber war das nicht von Anfang an sein Spruch? Und wollte er sich nicht gleich abschalten als er hörte, dass kein Doktor mehr an Bord war? Für diese Situation wäre er nicht programmiert worden, oder so ähnlich. Ach ja, und Belanna, wie sie Harry als „Sternenflotte“ abkanzelt.

    Einiges war ja vielversprechend, aber selbst das wurde kaum weiterverfolgt. Mehr als den Querdaumen kann ich hier nicht geben.

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  52. Christiane

    Ach ich wollte euch eigentlich eingeholt haben bis Jahresende! Jetzt sind es noch 5 Folgen 🙂 Am Anfang waren es über 200! Aber ich komme nicht so schnell vorwärts und ihr seid schuld! Ihr habt „For all Mankind“ empfohlen, und der Serie bin ich grad verfallen. Großartig!
    War ein schönes Jahr mit euch Tadderichen, ein kleiner Escape in die wunderbare Star Trek Zukunft, bei fast jeder Autofahrt.
    Hat mich safe durch dieses wirklich harte Jahr gebracht.
    So, und jetzt Voyager.
    Ich bin nicht sicher ob ich dabei bleiben kann. Ist für mich, deren Heimat die TNG Crew ist, eher so mittel…
    Meine Gedanken zum Pilot Film:
    Die Kazon finde ich schlimm, die Haare wie die Putzwolle für Töpfe. Und ja Simon, die Frisur von Kes macht mich auch aggressiv.
    Die Entscheidung von Janeway, die Array zu zerstören, ist wirklich unsinnig und ich wäre richtig pissed wenn ich in ihrer Crew wäre.
    Es musste halt sein, um die Exposition der ganzen Serie möglich zu machen.
    Und die Maquis in den Sternenflotten-Uniformen, wie Marionetten.
    Aber alles in allem finde ich es viel weniger schlimm als vor dreißig Jahren.
    Ich werde nur froh sein wenn wir endlich die Kazon hinter uns lassen und auch diese Organ Steeler, nicht meine Lieblings-Aliens.
    Wegen euch geh ich auch zum 1. mal auf die FedCon und freue mich schon sehr darauf! Ich habe sogar dafür meine jährliche Party zum Eurovision Song Contest dafür abgesagt! Meine Freunde sind alle sehr unglücklich aber Star Trek bekommt dieses Jahr den Vorzug.
    Vielen Dank für eure Arbeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr,
    wünscht Christiane <3

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    1. Thomas L.

      „For All Mankind“ – oh ja … 🙂

      Was hätten wir nicht verpasst ohne Simons und Sebastians Empfehlung … ?

      1. Christiane

        Oh ja! Was für eine tolle Serie, das hat mir so viel Spaß gemacht wie lange nichts mehr in der Serienwelt.

  53. Thomas L.

    Hallo.

    Vielen Dank für eine weitere 5-Stunden-Podcast-Schwarte (im positiven Sinne).

    Die Geschichte mit der Geneviève Bujold (Dein Namen muss ich immer googeln, weil ich stets vergesse, wie man ihn schreibt.) hat mich echt vom Hocker gehauen. Bei youtube kann man sich eine Szene mit ihr anschauen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das ein deepfake ist. Allerdings bin ich mit Kate Mulgrew – oder aber Captain Janeway an sich – auch nie richtig warm geworden. Ben, Jean, Jim und ja, sogar Jonathan habe ich charakterlich immer besser verstanden. Vielleicht ist sie mir aber auch einfach nur unsympathisch. Ich reibe mich jedenfalls immer etwas an ihr.

    Timercode 4:27:50
    Warum wird Mainstream eigentlich immer so negativ konnotiert? Jedenfalls habe ich es so verstanden, wenn Ihr Voyager zu „mainstreamig“ findet. Man wünscht einer Serie doch Erfolg. So eben war TNG sehr erfolgreich, was Ihr ja auch schon oft besprochen habt. Das wäre meines Erachtens nicht möglich gewesen, wenn es nicht in der breiten Masse geschaut worden wäre, eben im Mainstream. DS9 hätte man sicher auch abgesetzt, wenn es nicht genügend Leute interessiert hätte. Vielleicht liegt es daran, dass es im Menschen ein gewisses Streben nach Individualität gibt. Man will in gewisser Weise etwas Besonderes, etwas Besseres sein und nicht wie alle anderen. Das will ich Euch aber nicht unterstellen. Ich verstehe das so: Die Produzierenden der Serie wollten kein Risiko eingehen. Aus heutiger Sicht wäre es besser bzw. interessanter gewesen die Maquis-Crew mehr Maquis sein zu lassen, also keine Sternenflottencrew zu werden und den Chakotay oppositioneller. Jetzt fällt es aber auch leichter das so zu sehen, weil wir ja jetzt wissen, wohin die Reise ging. Ich denke übrigens auch, dass dies wesentlich interessanter gewesen wäre.

    Andererseits, jetzt im Rewatch, sehe ich einen Chakotay, der in dem Moment über sich hinauswächst, indem er sagt „It is her decision. She is the captain!“ Da geht der Fred zum Chakotay, so zu sagen. Er hat in dem Moment erkannt, was jetzt noch alles auf die Crew zukommt und dass es heißt zusammen zu halten, wenn man es durchstehen will. Er muss also über seinen Schatten springen und vom Antagonisten zum Verbündeten Jaenways werden, eine Rolle, die er in der Serie konsequent verfolgt. Von allen Voyager-Charakteren, habe ich Ihn, auch dafür, am meisten gemocht. Er ist offenbar auch von edleren Motiven erfüllt und denkt nicht nur daran nach hause zu kommen. Für Ihn wiegen die desaströsen Konsequenzen für die Ocampa schwerer. Da sind wir wieder beim Wohl der Vielen … . Vielleicht ist er aber auch froh, das die Kathryn die Entscheidung für Ihn fällt.

    Stichworte Kazon – Wasser – Raumschiffe
    In dem Teil des Delta-Quadranten gibt es keine Replikator-Technologie und – da gleiche Technikfamilie – auch keine Transporter. Ergo, kann man viele Dinge, so auch Wasser, nicht einfach replizieren. Für mich war diese Logik einleuchtend. In ENT gibt es ja schließlich auch noch keine Replikatoren und der Transporter ist noch hoch experimentell. Trotzdem hat man Warpantrieb und Phaser. Wenn man argumentiert – wie weiter oben in den Kommentaren kurz gestriffen – es sei dann unlogisch, kein Eis aus Asteroiden raus zu holen, dann hat man es meines Erachtens mit Star Trek immer schwer, denn um diese Art der Logik hat man sich in den Geschichten nur selten geschert. Aber ich muss gestehen, jetzt im Rewatch, wirkt dieser Aspekt trotzdem etwas holprig. Viel unlogischer ist, dass der Universalübersetzer, der hier mit völlig neuen Sprachen konfrontiert wird, vom ersten Wort an alles perfekt übersetzt. Sogar Harry und B’Elanna können sofort mit den Ocampa reden, obwohl sie kein Kommunikator mehr haben. Aber sicher hat sich der Fürsorger auch darum gekümmert.

    Der Caretaker und auch die Geschichte der Ocampa bleiben leider recht blass. Ein Dreiteiler wäre vermutlich zu viel des Guten gewesen. Bei der Fülle an neuen Dingen, hätte es der Geschichte aber gut getan. Die 500 Generationen der Ocampa unter der Erde und was damals genau passiert ist, wären schon spannend zu erfahren. Zu den Kazon bekommen wir ja später noch mehr Hintergrund, der – wie ich finde – auch ganz gut erklärt, warum die so große Raumschiffe haben, technologisch aber trotzdem etwas hinterher wirken.

    Fehlende Szenen bei Paramount-Plus
    Auf Paramount Plus fehlen mehrere Szene:
    – in der Harry so schreit, als er von der Nadel gepikst wird.
    – bei der sie sich an dem Kraftfeld vorbei quetschen.
    – in der Paris sich mit „Warpantriep“ an die Shuttlepilotin ran schmeißt.
    Ihr erwähnt diese Szenen kurz in der Besprechung und ich glaube mich daran zu erinnern, wie ich die beim ersten mal gesehen habe. Wisst Ihr, warum man diese Szenen raus genommen hat? Ich hoffe, dass das bei anderen Folgen (auch in den anderen Serien) nicht so ist? Der Pilotfilm wurde in zwei Teile geteilt. Versucht man damit die Zeit des Vorspanns wieder rein zu holen? Das ergibt bei Streaming keinen Sinn, es sei denn, es ist die TV-Version, die bereit gestellt wird. Echt schade. Bei Emissary fehlte, glaube ich, auch etwas.

    Vielen Lieben Dank nochmals an Euch und die wirklich zahlreichen Kommentator*innen. Dauerauftrag ist eingerichtet :-).

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    1. Sebastian

      Hallo Thomas,

      danke für Deinen Kommentar und die Unterstützung!

      Re Mainstream: Erfolg wünsche ich einer guten Serie, damit sie weitergeführt werden kann, aber viel dringender wünsche ich mir selbst gute Storys zum Wegschnubbeln. Das ist sicher ein wenig egoistisch, aber Qualität und mediale Beachtung gehen leider nicht immer Hand in Hand. Wenn dem so wäre, würden wir womöglich in einer viel schöneren Medienlandschaft leben, in welcher der hervorragende DS9-Zweiteiler Past Tense nicht inmitten all des Voyager-Trubels völlig unterging. Die Anbiederung Voyagers an den Mainstream wird ja viele merkwürdige und bedauerliche Dinge hervorbringen, am krassesten vielleicht die Wrestling-Episode mit The Rock.

      Re Wasser: Aber für Wasser braucht es doch wirklich keinen Replikator. Da genügen Wasserstoff (das häufigste Element im ganzen Universum, nur ein Proton und ein Elektron) Sauerstoff in der Atmosphäre (anscheinend vorhanden, sonst würde unsere Crew auf der Oberfläche von Ocampa aus den Latschen kippen) und ein Feuerzeug. Okay, zusätzlich ein bisschen Übung, damit die freigesetzte Energie einem nicht ständig die Augenbrauen versengt oder bei größeren Reaktionen den halben Kazon-Kral sprengt.

      Re kürzere Folgen: Ja, da hat jemand einfach die später gezeigte, zweiteilige Version aneinandergepappt, schade. Die hat einmal Abspann, einmal Vorspann und das Previously on zusätzlich. Das sind etwa vier Minuten, die anderswo gekürzt werden „mussten“, weil das Verhältnis Werbung pro Stunde auf nur wenige Sekunden Toleranz festgelegt war.

      Schönes Restwochenende Dir,
      Sebastian

      2
      1. Thomas L.

        Danke für die promte und ausführliche Antwort.

        Es ist schon über 10 Jahre her, dass ich Voyager geschaut habe. Ich habe das irgendwie nicht so mainstreamig in extremo in Erinnerung. Jetzt beginnt mit Euch der Rewatch. Ich bin schon gespannt auf die TAD-Folgen, die die Mainstreamanbiederung zum Thema haben werden.

        Den Marsianer habe ich mehrfach gesehen und auch gelesen. Ich hätte also selbst darauf kommen können, wie man auf einem trockenen Planeten an Wasser kommt und was bei einer Knallgasreaktion alles schief gehen kann … 🙂

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