#299: Rivals (DS9 2.11)

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2. Januar 1994:
Eigentlich wollte der Milester nur locker ein paar Runden Squash spielen, doch Hotshot Julian treibt ihn an den Rand des Herzinfarkts. Schwer haben es auch Quark und die Witwén an Bord der Station, denn Zuhörer und Glücksritter Martus möchte schwindeln, übervorteilen, um den Finger wickeln und die erfolgreichste Spelunke der Promenade eröffnen. Sie alle machen die Rechnung ohne die Stochastik.

In Deutschland: Rivalen, ausgestrahlt am 12. September 1994.

Dieser Beitrag hat 17 Kommentare

  1. Nils-MS

    Für mich war zu wenig „Science“ in dieser Folge. Das mit den linksdrehenden Neutrinokulturen habe ich der Story einfach nicht abgekauft und deshalb konnte sich der A-Plot auch nicht wirklich entfalten – schade um den Gastschauspieler.
    Allerdings finde ich den B-Plot umso besser. Auch wenn der Bau des Racquetballsets wohl aufwendig und teuer war, find ich es toll, dass sie es gemacht haben. Mit einem schnöden Dartspiel hätten sie wohl keinen durchgeschwitzten O´Brien mit nacktem Oberkörper darstellen können 😉

  2. Michael from Outer Space

    Tach!

    Martus hätte Guinans missratener Sohn sein sollen?! Das heißt: wann immer ein weiteres Mitglied der el-aurianischen Spezies auftaucht, muss es gefälligst mit Guinan verwandt sein…

    Ich bin froh, dass es nicht so ist.

    Viel mehr beschäftigt mich eine andere Frage:
    Martus heißt mit Nachnamen (oder mit VORnamen, wie bei den Bajoraner:innen?) Mazur. Wie lautet Guinans Nachname? Müller oder Schmidt wird’s sicher nicht sein.

    Gehören Friseur:innen auch zum Volk der Zuhörenden? „Ich bin Friseur, ich höre zu!“

    Martus ist auch für mich kein spannender Charakter. Er und dieses merkwürdige Spiel, das irgendwie Wahrscheinlichkeiten verändert, sind die großen Schwachpunkte der Episode.

    Die Story ist ziemlich Banane, aber ich mag die Szenen mit Julien und Miles und Roms Ausspruch, er ließe sich lieber von der eigenen Familie verarschen, trotzdem sehr. Miles als Everyman und Malocher stellt ein schönes Gegenmodell zu superperfekten Sternenflottenoffizier:innen wie Jean, Bill, Deanna usw. dar. Die Freundschaft zwischen ihm und dem Überflieger Julien ist die beste Bromance im Star Trek-Universum.

    Auch hier gilt wie so oft: „Show, don’t tell!“ Miles und Juliens Freundschaft wird langsam aufgebaut und gerade darum wirkt sie so lebensecht und glaubwürdig. Bei DISCO und PICARD bekomme ich erzählt: „Burnham dient schon seit sieben Jahren unter Captain Georgiou“, mir werden aber nur Bruchstücke davon gezeigt oder „Raffi ist jetzt Elnors Mentorin“, obwohl die beiden in Staffel 1 nur sehr wenige Szenen miteinander hatten und Raffi ihn sichtlich unbeeindruckt mit den Worten „a boy with a stick“ auf der La Sirena begrüßte. Das geht viel besser und v. a. DS9 beweist es. Klar, solche Storys kosten Zeit und Gehirnschmalz, aber hochkarätige Serien in einem Streaming-Abo, für das ich monatlich drei Streifen Latinum abdrücke, müssen das leisten.

    Mein Daumen für „Rivals“ geht quer.

    LL&P
    Michael from Outer Space

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  3. Bridge66

    Hallo Jungs,

    kein Wunder, daß Martus als Charakter nicht funktioniert. Er ist kein ebenbürtiger Gegner für Quark. Er definiert sich lediglich durch das Spielzeug, das über seinen Erfolg und Mißerfolg entscheidet. Ohne das Dingsi ist er eine leere Hülle. Wie ihr so ganz richtig gesagt habt: Zu dumm zum Milchholen – nimmt ein Netz und läßt es auch noch fallen.

    LL&P
    Eure Bridge

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  4. Stefan

    Hallo TaDler,

    ich bin noch nicht durch mit eurer Folge, wollte aber schonmal sagen: Der Chef der Bulldozer-Fahrer vor Arthur Dents Haus hieß Mr. Prosser und wäre gerne am Punkt D gewesen 😉

    Beste Grüße
    Stefan

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  5. Mister Incredible

    Moin zusammen,
    ach wie herrlich! Je mehr Macken in einer Episode sind, desto erquicklicher die Besprechungen. Wieder mal gut, dass Ihr mein zwiespältiges Guckerlebnis erklärt habt. Quark, Miles, Julian.. die Stammbesetzung rockt, der Glücksspielplot und der Belgier floppen. Das habt ihr glasklar formuliert. Ernst nehmen kann diese durchschaubare Schmierenkomödie der A-Handlung niemand.

    Auch wissenschaftlich ist der Plot mit den vermurksten Neutrinos albern. Ersten besteht null Wechselwirkung, weil die durch alles, sogar die gesamte Erde, hindurch rasen. Zweitens, würden sich die Wahrscheinlichkeiten ändern, dann nicht nur auf makroskopischer Ebene, sondern auch im Kleinen, Lebendigen, bis hin zur Zellchemie und bis in die Planckschen Quantenmechanikdimensionen. Demnach müssten alle lebenden Organismen sofort tot umfallen und jeder kerntechnische Prozess z.B. in Reaktoren unkontrollierbar werden, und eben NICHT nur „minor accidents“ wie verknackste Fußgelenke. Ach, es werden bei Star Trek immer wieder Fässer geöffnet, bei denen ich mich fragen muss: wo war der wissenschaftliche Berater denn heute wieder? Wenn man beim Gucken denkt „Nein, macht den Belgier und die Witwée weg, holt Julian und den Milester wieder ran“, dann ist die Episode trotz der Highlights durch unsere Stammbesetzung leider kaputt. Trotz Up-Quarks leider ein Down-Quark.

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  6. BjoernHH

    Ich schätze, dass Cos in der Zelle einfach an Langeweile gestorben ist.

    Und das hätte uns allen auch leicht bei dieser Folge passieren können. 🙂

    Eine Erklärung für die Joggingstrecke vom Miles hätte ich:
    Genau wie die Leute, die in Hamburg auf dem Jungfernstieg joggen, joggt Miles auf der Promenade, damit ihn möglichst viele Leute sehen!
    Na sieh mal an, der O‘Brien, kaum über 38 und noch so toll am Laufen!
    Sehen und gesehen werden…

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  7. BjoernHH

    Die Profilbilder sind immer noch verschwunden!
    Oder nur in meiner Ansicht?

    1. Bridge66

      Hi Björn,

      bei mir ist alles prima.

      LG
      Bridge

    2. Gono

      Hallo Björn,

      ich hatte das Problem auch… Netzwerkkonsole öffnen und einmal mit deaktiviertem Cache laden (oder alternativ Browsercache leeren) behebt das Problem (zumindest bei mir).

      Gruß,
      Gono

    3. sternburg

      War bei mir auch so, bis zum Absenden meines Kommentars. Musst wahrscheinlich mal den Browser-Cache leeren (Laienvermutung).

      1. Padrino

        Die Verbindung von Ted Danson über Mary Steenburgen zu Star Trek hat Ted selbst auf der 30-Jahr-Gala im Jahr 1996 geliefert:
        Der Exmann seiner Frau hat Captain Kirk umgebracht. Steenburgen war nämlich vor ihm mit Malcolm McDowell verheiratet.

        Ich frage mich aber, warum sich dieser fetzen Celebrity-Gossip so in meinem Hirn festgebrannt hat 🙈🤣

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  8. Lisa

    Keikos Parfum? Flower von Kenzo.

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  9. sternburg

    Mir ist Siskos Arschverhalten gegenüber Quark auch sauer aufgestoßen.

    Andererseits aber glaube ich, das ist schlichtweg Siskos Respekt vor der …. naja, eben nicht vor der ferengischen Kultur, sondern vor der völlig anderen ferengischen Denkweise. Was wissen wir denn, wie Quark das wirklich empfindet? „Ich hab Dich nicht um einen Gefallen gebeten, ich hab Dich erpresst. Und wir haben beide davon profitiert. Ich schulde Dir gar nichts.“ – das ist doch sehr Ferengi. Und sehr Quark.

    Klar wäre es Quark in dem Moment lieber, Sisko würde ihn menschlicher behandeln. Aber würde das auch seinen Respekt vor dem Spencer steigern? Wohl eher nicht. Und Sisko kennt sich in diesen Fragen jedenfalls besser aus als wir.

    Zumal es ja nicht um eine Frage von Leben und Tod oder lieben oder nicht lieben geht. In solchen Momenten dann doch plötzlich Erbarmen und Empathie zu zeigen, das schließlich ist für Quark keineswegs ein Widerspruch zu seinem sonstigen konsequent ultrakapitalistischem Verhalten. Es geht um ein rein geschäftliches Problem. Und das, mein lieber Quark, ist Dein Problem.

    Das regelt der Markt. Und ihn dem rumzupfuschen, allein auf Grund einer sentimentalen Verbundenheit, das ist Blasphemie.

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    1. Michael from Outer Space

      Für mich zeigt der Spenser hier, dass er sich an die Ferengi-Denkweise angepasst hat. In Staffel 3 wird er ihre Erwerbsregeln auswendig aufsagen.

  10. Don

    Der el-aurianische Belgier wäre als Dauerantagonist von Quark jedenfalls erträglicher gewesen als der immer etwas peinliche „Brunt, FCA!“.

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  11. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!

    Herrlich, der Lachanfall (zwei Stunden spätör…)!

    Das ist tatsächlich schade, nach einigen tiefgehenden DS9 Folgen jetzt etwas eher belangloses zu haben. Aber klar, nicht jede Folge kann ei Jit werden. Dabei klang die ursprüngliche Idee doch schon gut: Quark verändert die Realität zu seinen Gunsten auf Kosten der Anderen auf der Station. Wie weit würde er für seinen persönlichen Vorteil gehen, wenn um ihn herum alles zerfällt?

    Der Teaser hätte besser mit der Szene im Gefängnis enden sollen. Ist ja auch klassisch, der komische Alte, der dem Protagonisten das verfluchte Objekt vermacht. Hätte vielleicht etwas spektakulärer aussehen sollen, aber die Aussage dahinter wäre auch nicht schlecht: Glück im Spiel, Pech im Leben. Was mich hier am meisten stört (von der Physik mal ganz abgesehen), dass der Replikator einfach so ein realitätsveränderndes Teil erschaffen kann. Keine unbekannte Alien- Physik, kein Hui Buh, einfache Physik. Na, danke.

    Harry Mudd kam doch angeblich in „Discovery“ noch einmal vor. Aber ich verstehe, Discovery hat es nie gegeben, wir sprechen nicht darüber.

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