Trek am Freitag #31: V’Ger Revisited

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Der Festtagsschmaus ist angerichtet: Die Fortsetzung der Besprechung von Star Trek: The Motion Picture! Warum ausgerechnet dieser Film? Einerseits ist und bleibt das die bisher meistheruntergeladene TaD-Episode. Und andererseits wisst ihr ja, wie schwer es Sebastian fällt, sich von diesem opulentesten aller Trek-Kinoabenteuer loszueisen. Doch auch Simon suchte nach dem Schöpfer und ist dabei in neue Bewusstseinsebenen vorgedrungen. Vor allem aber erschien in diesem Jahr die neu herausgeputzte Director’s Edition. Was wir zurückbekamen, hat zum Glück sehr lange gelebt!

Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. Meikel Börnhäm

    Ohne Eure Folge gehört zu haben, möchte ich schon einmal vorab anmerken, dass die Director’s Edition wirklich toll geworden ist und für mich persönlich den Film enorm aufgewertet hat!
    Habt frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr! Ich freue mich schon auf die vielen Stunden, in denen Euer Podcast mich auch 2023 unterhalten wird!

  2. Nippel

    Hallo Miteinander!
    Spock würde sagen: eine logische Weiterentwicklung zur ersten Podcastfolge von TMP. Sehr fein!
    Euch allen wünsche ich auch schöne Feiertage und das menschliche Abenteuer hat gerade erst begonnen…

  3. TKessel

    Hallo ihr lieben, ich bin noch mittendrin in der Folge, muss aber trotzdem dringend etwas los werden 🙂

    Sebastian berichtete gerade davon wie er „nah“ vor dem TV saß und der Film dadurch ganz anders wirkte. Eine ähnliche Erfahrung habe ich auch gemacht.

    Ich hatte mir im Frühjahr (weil ich es nicht abwarten konnte) ein Paramount+ Abo in den USA geholt und den Film per VPN geschaut. Da ich diesen Film immer schon gern im Kino sehen wollte um ihn einmal so zu sehen wie vorgesehen, habe ich ihn mir in „Big Screen VR“ reingezogen, einem virtuellen VR-Kino. Ich kann nur sagen das aus einem „na gucken wir mal wie das funktioniert“ eine vollständige Filmsession wurde, es war fantastisch. Ein Grund mehr zu hoffen, dass ich diesen Film irgendwann noch auf der großen Leinwand erleben darf.

    Liebe Weihnachtsgrüße an euch!

    Felix

  4. Christian

    Zum Thema große Leinwand: Vor ein paar Jahren hatte ich das Wohnzimmer mit Beamer ausgerüstet und den Ton mit der Musikanlage gekoppelt, das Bild nimmt eine komplette Wand des Raumes ein. Seitdem bin ich in keinem Kino mehr gewesen und könnte stundenlang zusehen wie in Star Trek: The Motion Picture oder auch 2001: A Space Odyssey die Raumschiffe zu klassischer Musik episch durchs Weltall gleiten. Leider ist diese langsame Art des Erzählens aus der Mode gekommen, Interstellar funktioniert auch noch ganz gut auf dieser Ebene. Vielleicht sieht die Mehrheit heutzutage Filme auf dem Mobilgerät.

  5. Christian Berger

    Tolle Folge, zumindest so weit ich die bislang gehört habe.
    Das mit V’Ger die zurück kehrt kann schon logisch schließen. Die realen Voyager-Sonden hatten ja auch als eine der wichtigsten Funktionen die „Bestrebung“ mit der Erde Kontakt zu halten. Ein relativ großer Teil von Hard- und Software ist dafür zuständig.
    Wenn jetzt eine Maschinenwelt solch eine Sonde erhält und interpretiert, so wird sie diesen Kontakt als eine der wichtigsten Aufgaben sehen und sie somit auch weiter entsprechend programmieren.

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  6. Roger, over

    Aufgrund der Erscheinung dieser 4k Director’s Edition habe am diesjährigen Black Friday meinen 15-jährigen TV durch einen 8k-TV ersetzt. Wenn ich das nicht gemacht hätte, würde ich dies jetzt wohl spätestens nach eurer Besprechung machen. Ich habe gerade wieder Lust bekommen, ihn nochmals anzuschauen! Tolle Besprechung. Danke.

    Bei der Szene, ihr habt sie auch angesprochen, mit den unscharfen McCoy und Kirk in der Lounge vor dem Weltall-Fenster habe zuerst zwar gezweifelt, ob ich das richtige gemacht hatte… (das war echt störend)… aber zum Glück, war das für mich der einzige Negativ-Punkt.

    Ich bin wohl ein seltsamer Trekkie (weil ich immer von anderen Vorlieben höre), aber für mich ist The Motion Picture nach wie vor (neben First Contact und Nemesis) mein Lieblingsfilm. Ich weiss, da bin ich seltsam. Aber ich finde sie haben mitunter die besten Stories der Film-Reihe

    Ich kenne auch die Kritik wegen der Langsamkeit. Aber ich weiss noch, wie es für mich als Kind war. Die (Vor-)Freude, dass neuer Star Trek-Inhalt veröffentlicht wird – und auch moderner bzw. für die Zeit adäquater (denn als Kind habe ich schon auch wahrgenommen, dass die Star Trek-Serie aus einer vergangenen Zeit stammt).

    Und dann kam er raus. Der Film. Auf grosser Leinwand. Und im Vergleich zum TV damals in super Qualität. (Wir hatten zwar schon einen Farbfernseher, aber viele hatten ja bis spät in den 70ern noch einen Schwarz-Weiss-TV – aber egal ob s/w oder Farbe, die Qualität war eh nicht so toll). Es war ein Riesenerlebnis die Enterpreise endlich und in dieser Weise (wieder) zu sehen. So hat z.B. die langsame Annäherung an die Enterpreise meine Sehnsucht sehr gut widergespiegelt. Ich glaube, damals im Kino hätten für mich gewisse Szenen sogar noch länger dauern können. Am liebsten hätte ich wohl im Kino den Film teilweise angehalten und mir alles, z.B. die Brücke und so, genau anzuschauen. Mein Taschengeld reichte leider nicht aus, um den Film mehrmals anzuschauen.

    Ich glaube ein paar Neuronen wecken bei mir bei diesem Film immer noch Erinnerungen an dieses Kino-Erlebnis von 1980 und deshalb beurteile ich diesen Film wohl auch immer unter diesem Gesichtspunkt.

    Schöne Festtage noch.

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  7. Julian

    Schöne Episode – ich habe richtig Lust den Film auch nochmal in dieser Fassung zu sehen. Leider sind die Streamingplattformen etwas undurchsichtig: weiß jemand welcher Anbieter gerade die neue Fassung in 4K anbietet?

  8. TKessel

    Hallo Julian,

    soweit ich weiß bekommen wir die Fassung in 4k aktuell nur bei iTunes. Paramount+ ist in Deutschland ja leider eher eine Katastrophe.

    Viele Grüße

    Felix

    1. Julian

      Danke Felix! 🙂

      Dann werd ich nachher mal alle Geräte beiseite legen und den Film schauen!

  9. Isador

    Ich hab als kleiner mal ST1 gesehen.
    Wurde zwar durch die Filme und der Sat.1 Ausstrahlungen irgendwie Fan. Ich weiß nicht wann und wie genau es mich gehooked hat, aber
    die Filme, TNG und meine damalige Abneigung zu DS9 trugen dazu bei, dass ich dann die Ausstrahlung von Voyager feierte.
    Als dann die FreeTV Premiere freitags zur PrimeTime mit 1-2 Folgen kam… war ich Hyped!

    Also: Macht mir den „Vogel“ Beltran nicht madig.
    Ja, ich weiß, dass er schwierig war und heute kaum 3 Worte zu ST verliert, aber als Amal Kotay kam er für mich gut rüber.

    Btw… ihr hab doch n Video-Schnittprogramm erwähnt. Leider finde ich die Stelle nicht mehr. Wie hieß das?

  10. Alte Warpgondel

    Ich hatte mir den Namen des Programms gleicht notiert – DaVinci Resolve

  11. Alte Warpgondel

    Nachdem Star Trek dieses Jahr bei mir aus persönlichen und beruflichen Gründen weitgehend pausieren musste fühle ich den starken Drang mich mit der Kommentarspalte zu vereinigen, wenn mein absoluter Liebling unter den Star Trek Kinofilmen nochmals besprochen wird.

    Wie manche der Vorredner habe ich den Film 1980 auch im Kino gesehen und nach TOS auf dem S/W Fernseher war es in Farbe und auf großer Leinwand eine echte Offenbarung. Aber nicht nur deswegen, sondern vor allem auch wegen der grandiosen Kamerfahrten wie z.B. die Enterprise im Spacedock und ganz allgemein wegen seiner Erzählweise. Das hat die technischen Defizite bei manchen Spezialeffekten und die etwas rohe Schnittfassung überstrahlt und ich bin total geflashed aus dem Kino gewankt.

    Für mich repräsentieren die Serien und Kinofilme immer bestimmte Aspekte des großen Star Trek Ganzen. STMP konzentriert sich wie kein anderer ST Film oder Serie auf das grandiose Abenteuer Weltraum, den Aufbruch zu fernen Welten und den Vorstoß ins Unbekannte. Dieser Aspekt bzw. emotionale und philosophische Unterton wird einerseits mit ästhetisch gewaltigen Kamerfahrten und Perspektiven erzählt, andeseits aber auch mit der Entwicklung der Charaktere. Besonders Spock und V’iger und ihrer Frage was die Existenz ausmacht. Der Film ist quasi das 2001 des Star Trek Universums. Besonders gut gefallen mir die Schluß Overtüre und das eingeblendete Motto „The Human Adventure has just begun“. Ein Satz der Hoffnung macht und optimistisch stimmt – auch einer der ganz wichtigen Star Trek Aspekte für mich!

    Egal in welchem Cut – aber am liebsten im perfektionierten Director’s Cut – fühlt sich der Film für mich an wie nach Hause kommen. Das von Sebastian angesprochene 70er Sci-Fi Design mag ich auch sehr und diese Aesthetik und Zeitgeist finden sich m.E. auch in zeitgenössischen Sachbüchern. Ebenso in NASA Broschüren, die das kurz vor dem Erstflug stehende Shuttle Programm bewarben und den damit geplanten großen Aufbruch ins All der NASA. Raumstationen, Große Spacedocks im Orbit in denen die ersten Mars Raumschiffe montiert werden, Solar Kraftwerke, Kolonien und und…
    STMP greift das auf und mir ist schon  damals im Kino sofort die Bildserie im Freizeitdeck aufgefallen welche die bisherigen Schiffe mit dem Namen Enterprise zeigt. Der Shuttle Prototyp OV-101 Enterprise ist dabei. Und natürlich zieht auch die Voyager Sonde die direkte Verbindung aus der damaligen Gegenwart ins 23. Jahrhundert. Für mein damals 10 Jähriges Ich war der Film „Future History“.
    Das letztlich alles ganz anders kam und viele Träume der Raumfahrt schon 6 Jahre später mit der Challenger Katastrophe geplatzt sind ist eine andere Geschichte. Trotzdem inspiriert (mich) der Film bis heute.

    Andere Aspekte habe ich bisher weniger gesehen, aber Sebastians Interpretation als Gene Roddenberry Sexfilm fand ich einfach herrlich! Mit seiner Lebensgeschichte als Schwerenöter kann es durchaus sein, dass Genes Unter- oder auch Oberbewusstsein diesen Aspekt im Film verewigt hat. Ob sich Robert Wise bewusst war, dass er Gene’s Sex Film dreht? Ich glaube eher nicht 🙂
    Gut übrigens, dass es die Hintergrund info über die Deltaner nicht so explizit in den Film geschafft hat. Wenn ich mal etwas Stammtisch Psychologie wagen darf: Dass Deltaner Menschen beim Sex – durch eine Überdosis? – töten könnten ist doch Gene Roddenberry’s heimliche/unheimliche Nirwanna Phantasie, oder?

    Durch meine Trek Pause war mir auch entgangen, dass die 4K Blue Rays erschienen sind und ich habe mir gleich noch bei Amazon UK die Complete Adventure Box bestellt. Ich hoffe wirklich dass sie den ABC Cut enthält. Den habe ich bisher nur in optisch suboptimal auf VHS und kann ihn mangels Abspielgerät auch nicht mehr sehen.

    Danke auch für die Erwähnung des Schnittprogramms DaVinci Resolve. Der Ken Burns Bildschwenk hat mich als Stilmittel auch schon immer interessiert und das muss ich mal ausprobieren. Da ich wusste, dass es mir gehen würde wie weiter oben Isador habe ich mir den Namen gleich notiert 🙂

    Eine tolle Besprechung und hoffentlich nicht die letzte zu The Motion Picture. Das nächste Jubiläum kommt bestimmt!

  12. Ghostbuster

    Moin Jungs!

    Erstmal ein frohes neues Jahr! Ich freue mich auf unzählige weitere großartige Besprechungen. Vielen Dank an dieser Stelle schon mal für die ersten Jahre.

    Ich habe eure Revisted-Besprechung noch nicht komplett gehört, bin aber in den ersten 30 Minuten über eine Fehlinformation von Simon den deutschen Ton betreffend gestolpert, die korrigiert werden muss. Es wird von einem „dramatischen“ Unterschied zwischen dem deutschen Ton und der Originalfassung gesprochen. Dies ist schlichtweg falsch, da die deutsche Synchronfassung für die Director’s Edition vollständig überarbeitet wurde und mit dem O-Ton nun erstmals quasi vollständig identisch ist. Und ich habe den Film über eine hochwertige Anlage gesehen und gehört. Auch kann ich die von Simon genannte Sogwirkung des Films aufgrund des tonalen Erlebnisses 1:1 für den deutschen Ton bestätigen. Darüber hinaus gibt es im Netz zahlreiche Reviews, die diese Tatsache ohnehin belegen. Es wurden sogar noch einige Fehler korrigiert, u. a. ein sehr offensichtlicher, der mich schon immer etwas gestört hat; so gibt Kirk in einer Szene nun nicht mehr den unsinnigen Befehl „Uhura, Normalgeschwindigkeit“ sondern „Navigator, Ausschau voraus“, worauf dann Sulu entsprechend antwortet. Es sind wohl insgesamt rund 11 Korrekturen in der deutschen Synchro erfolgt und wo es ging, noch mit den Originalsprechern. Überhaupt ging die Arbeit von Paramount hier enorm in die Tiefe und sogar besseres Quellmaterial für die deutsche Synchronfassung gesucht und gefunden. Die Dialoge klingen so frisch wie gestern eingesprochen.

    Hier hat Paramount ganze Arbeit geleistet und die deutsche Synchronfassung sehr liebevoll aufbereitet und ein zum O-Ton absolut identisches Hörerlebnis geschaffen. Dies war bei der Kinofassung nicht so. Hier jetzt von einem „dramatischen Unterschied“ zu sprechen ist faktisch falsch und würdigt nicht den geleisteten Aufwand, mit dem wohl niemand für die deutsche Synchronfassung gerechnet hat.

    Ansonsten aber schön, dass ihr dem Film bzw. dieser Veröffentlichung nochmal die verdiente Aufmerksamkeit schenkt. Ich habe den Film schon immer sehr geliebt, die 4K-Director’s Edition hat mich aber quasi hypnotisiert und in bis dahin unbekannte Sphären des Bewusstseins katapultiert. Und das eben auch in der deutschen Fassung. 🙂

  13. Kleiner Bruder

    Das war schon schön, euch noch einmal zu diesem Klassiker zu hören. Ich befürchte, zu ST V wird es das nicht geben, mit besseren Effekten und einer wohlwollenderen Besprechung. Na, dieses Jehr steht ja erst mal „Treffen der Generationen“ an, und da bin ich auch schon sehr gespannt auf eure Meinung.

    Einige eurer Bemerkungen verdienen vielleicht noch einen Kommentar. So ist das Gespräch zwischen Uhura und Spock über Gefühle im Kontext der Serie vielleicht überflüssig, für den Film wahrscheinlich aber wichtig. Denn die Serie lag ja schon recht lange zurück, und man hoffte sicher, auch neue Zuschauer anzusprechen, die niemals eine billige TV-SF Serie sehen würden. Denen wollte man das wohl erklären.

    Wieso sprach Spock im Zusammenhang mit V’Ger von Logik? Nun, die Herangehensweise an dessen Auftrag, „Daten sammeln und an seinen Schöpfer senden“ wurde wohl mathematisch präzise ausgeführt, ohne Rücksicht auf Ethik oder so.
    Und wieso hing V’Gers Überleben davon ab? Wir vermuten doch, dass V’Ger von einer Maschinenzivilisation aufgerüstet wurde. Die wurde selbst erschaffen, und zwar zu dem Zweck, ihren Schöpfern zu dienen. Fehlen diese Schöpfer, fehlt die Daseinsberechtigung, der „Sinn im Leben“. Ich hoffe, ich kriege euer Zitat noch zusammen: Leer, suchend, unvollständig. Geschaffen um zu dienen, doch ohne Herrn.
    Doch, ich denke, die Frage „Warum bin ich hier“, die sollte man einem Schöpfer durchaus stellen dürfen.

    Wie kam ihr eigentlich auf Matt Decker als Sith Lord? Er war doch ein Guter, der sich dem Bösen entgegenstellte, auch um den Preis seines eigenen Lebens. Wartet mal – bilden Will/Ilia/V’Ger jetzt eine Identität in einer höheren Dimension, noch über den Q? Sind sie es, die die Erde beschützen, die hinter z.B. Gary Seven stecken? Oder sind das doch nur die Autoren?

    An einer Stelle fühlte ich mich an einen ganz bestimmten Satz aus einem ganz bestimmten Film erinnert: „Mittler zwischen Hirn und Hand muss das Herz sein“. Schon fast hundert Jahre alt, aber immer noch sehr bekannt. Es kam auch eine Androidin drin vor und es endete mit einer Heirat.

    Der Film ist vielleicht technisch besser geworden, das werde ich mangels Equipment wohl nie beurteilen können. Dass er euch heute besser gefällt könnte vielleicht aber auch daran liegen, dass ihr -entschuldigt bitte- älter geworden seid.
    👴👵🧓🎅🧙‍♂️🧝👳‍♂️

  14. Michael Klein

    Auch von mir erstmal ein ‚frohes neues Jahr‘ und möge das Jahr 2023 insgesamt hoffentlich doch besser werden …

    TMP als Sexfilm zu betrachten ist vielleicht etwas übertrieben, dennoch gibt es natürlich mehr als genug deutliche Momente
    wie z.B. das rückwertige Andocken des Shuttles an die Enterprise 😀
    Der Money Shot ist für mich das ganz dezent angedeutete Lächeln auf Ilias Gesicht kurz vor der Vereinigung mit Decker.

    Vielleicht ist es aber doch mehr ein Liebesfilm ?
    Charaktere die in der Original Series zusammen durch dick und dünn gegangen sind und dabei mehrfach auch ihr Leben riskiert haben – sind nun entfremdet und müssen erst wieder zueinander finden.
    Interessant ist dabei evtl. das bei einigen Brückenszenen auch andere Triumvirats-Konstellationen gezeigt werden , wie z.B. mit
    Kirk, Decker und Spock.

    Nun gut, ich hab den Director’s Cut noch nie gesehen und hab auch kein wirkliches Interesse daran, denn die Kinofassung finde ich genial ! Wenn ich etwas rausnehmen würde, dann wäre es die Szene mit Ilia und dem hässlichen Stirnband oder was immer das auch sein soll.

    Beste Grüsse,

    Michael

    1. TKessel

      Dann wird es Zeit die Directors Edition zu sehen. Wer die Kinofassung als genial bezeichnet wird diese Fassung als super genial bezeichnen.

  15. Michael Klein

    Sorry, aber nein. Ganz kurz zwei Punkte.

    Das der Film keine vernünftige Post-Production hatte liegt in der Verantwortung aller Beteiligter und das beinhaltet Robert Wise.
    Es liegt hier für mich also kein Alan Smithee-Fall vor, sondern ein ganz normales Kino-Release.
    Selbst für die nicht-englischsprachige internationale Auswertung ab ca. März ’80 wurde diese Schnittfassung genutzt obwohl man doch sicher locker noch eine Woche ins Fine-Tuning hätte investieren können.

    Ausserdem – und dies ist für mich noch viel wichtiger – die Unvollkommenheit das Films ist gleichzeitig auch seine Stärke.
    Denn wenn der Film perfekt wäre, wären bestimmte Fragen noch problematischer.

    Warum z.B. hat V’ger schlussendlich nicht alle Lebewesen zurück gebracht ?
    Man stelle sich vor – Kirk kommt zurück auf die Enterprise und da sitzt dann der Kligonen-Kapitän in seinem Sessel 😀

    Wieso haben die Techniker der Maschinenwelt V’ger mit allen möglichen Gedöns ausgestattet aber nur DEN einen Weg zum Nachrichtenempfang belassen ?

    Wieso werden Kirk&Co. nicht zum Rapport auf die Erde gerufen ? Wer sagt denn das V’ger/Ilia/Decker auf lange Sicht nicht auch eine fette Bedrohung sein kann ? (Zumindest zeigt ja Star Trek 4 das das neue Lebewesen ja wohl nicht mehr auf/bei der Erde ist, bzw. kein Interesse oder die Fähigkeiten hat schützend einzugreifen.)

    Und einiges mehr …

    Aber, kein Grund zur Kontroverse.

    PS: Bzgl. des Transporterunfalles. Gab es nicht irgendwann die Information das ein Abbild des zu Beamenden zur Sicherheit im Speicher des Transporters liegt ?? War das bei der Animated Series ?

  16. Alte Warpgondel

    Ich denke nicht, dass Robert Wise das in diesem Sinne mit verantwortet hat. Der Film MUSSTE einfach zum Release Date „fertig“ sein, weil das schon mindestens 6 Monate vorher landesweit (USA) kommuniziert worden war. Die Kinos haben auf den Film gewartet und ihn ja ebenfalls angekündigt. Und er war teuer. Das war m.E. eine reine Business Entscheidung und keine künstlerische. Eine bessere internationale Schnittfassung wäre klasse gewesen, aber diese nicht zu machen war vermutlich auch eine Business Entscheidung – sofern das überhaupt diskutiert wurde. Der Film galt ja schon zum Release als unglaublich teuer und man wollte vermutlich nicht noch mehr Geld ausgeben. Sollte der Film doch erstmal laufen und was einspielen…

    Die originale Kinoversion ist ein Zeitdokument, das ich auch in meiner Sammlung haben will – keine Frage. Aber zum anschauen bevorzuge ich den Director’s Cut. Der Film sieht beginnend mit dem DVD Release 22 Jahre später endlich so aus wie er hätte sein sollen. Die Fragen, die er aufwirft bleiben desselben. Das hängt für mich nicht von der Filmfassung ab.

    1. Sebastian

      So ist es, die Kinofassung ist ein aus der Not heraus geborener Workprint. Der einzige Film in Wises Karriere, bei dem ihm ein Studio die Möglichkeit nahm, einen finalen Schnitt und Tonmix zu machen. Deswegen ist die Director’s Edition genau so faszinierend und legitim wie die Kinofassung. Den Film nach US-Release nicht mehr für die internationale Veröffentlichung anzufassen, war eine Frage des Geldes und der Studiopolitik und eben nicht, ob dafür Zeit gewesen wäre oder nicht. In den Chefetagen war die Ansicht aber, dass man schon viel zu viel Geld in dieses eine Projekt versenkt hatte. Ein Schlussstrich sollte gezogen werden. „Doch sicher locker noch eine Woche ins Fine-Tuning investieren“, das schreibt sich schnell und unbedarft ins Internet, hat aber mit der Realität 1979 nichts zu tun.

  17. cyan

    Hallo TaD-Community!

    Ein schönes Special, zu dem ich einiges loswerden muss.
    Ich habe mich mal über ein paar Themen ausgetobt:

    * HUMAN ELEMENT
    * GROßES KINO
    * EMOTION UND LOGIK
    * FILMKORN
    * MISC

    __ HUMAN ELEMENT __

    Nach langer Zeit ohne echte Filmecke habe ich mir einen 65-Zöller samt Blu-Ray-Player zugelegt. Anlässlich des Jubiläums und eures Tributes daran, ist „The Motion Picture“ nun die zweite Blu-Ray in meiner Sammlung. Und das passt, denn ich hatte mir vorgenommen, dass in unserem kleinen Heimkino auch mal Filme laufen sollen, auf die man sich ‚einlassen muss‘. TMP ist für mich ein solcher Film, auch wenn ich durchaus Kindheitserinnerungen mit ihm verbinde (-> GROßES KINO).

    Es ist die Director’s Edition (nicht aber eine ‚Complete Edition‘), die ich nun zum ersten (und zweiten) Mal schauen durfte. Und was soll ich sagen? Ich glaube, ich habe dem Film immer ein bisschen Unrecht getan und vor allem Robert Wise.

    Sebastian, du hattest ja neulich Christopher Nolan gedisst und seinen Filmen mangelnde menschliche Wärme der Figuren vorgeworfen, wenn ich mich recht entsinne? Ich war empört und mir ging durch den Kopf: „Robert Wise fing doch nicht an zu drehen, bevor sein Cast fünf Stunden in der Kühlkammer eingeschlossen war.“

    Dieses Bild hatte sich definitiv im Kanon der Rezessionen gefestigt. Denn so wie die Farbpalette im Vergleich zur TV-Serie reduziert wurde, so scheinen zumindest die sympathischen Charaktereigenschaften unserer Crew heruntergefahren. Ignorierten nicht die Filme der Harve-Bennett-Ära den ersten Teil geflissentlich und galten sie nicht als Retter des Charmes, der die Serie noch auszeichnete? Eine wirre Erinnerung an den Film „West Side Story“, den wir Schulkinder uns mal im Musikunterricht ansehen durften, tat sein übriges. Darüber hinaus hatte ich Wise noch als einen leicht versnobten Regisseur im Kopf, der hier sein eigenes Ding durchziehen wollte und vermeintlich noch nie eine Folge der Originalserie geschaut hatte.

    Zu meinem Erstaunen verhielt sich die Crew aber wiedererkennbar und glaubwürdig in Anbetracht der langen Zeit der Abwesenheit. Auch wird viel menschlicher interagiert als ich es in Erinnerung hatte. Es wird gar gelacht und gelächelt! Was mit dem Shuttleflug von Kirk und Scotty beginnt. Die Tatsache, dass Robert Wise Kirk im neuen Schnitt sympathischer gestalten wollte, lässt mich fast vermuten, dass er sich hier missverstanden fühlte in Anbetracht der Rückmeldungen.
    Der Wandel Kirks ist jedoch immer noch Umfangreich und an der Grenze zu „Out-Of-Character“. Dies wurde u.a. von der Fan-Produktion „Star Trek Continues“ aufgefangen, die sich genötigt sahen, zu erklären, warum Kirk so grimmig geworden ist.

    Alles in allem fängt TMP den Charme von TOS ein. Scotty liebt sein Schiff und lamentiert, Pille hat seine humorvoll-zynischen Einwände, Kirk zwinkert Chekov zu, Chekov grinst schelmisch, als er Ilia erblickt (der wird wohl das ewige Nesthäckchen bleiben). Vielleicht hätte der Film den angesprochenen Ruf gar nicht, wenn unsere Helden noch in den knallbunten Strampelanzügen auf der Leinwand mit V’Ger verhandelt hätten. (Er hätte vermutlich einen anderen Ruf. Und V’Ger hätte nicht so lange gezögert, die Enterprise von infizierenden Kohlenstoffeinheiten zu befreien.)

    Auf den Film muss ich mich immer noch einlassen und mich ein klein wenig überwinden. Letztlich habe ich aber dann immer das Gefühl, dass ich dafür belont werde.

    __ GROßES KINO __

    TAF #31 – TIMECODE 00:35:00
    Simon: „Da ist so ein besonderer Rythmus drin,
    der – glaube ich – nur dann wirkt, wenn du im Kino
    sitzt – und zwar nicht nur im kleinen Scheisskino
    oben auf dem Dach sondern im größten Saal […] oder
    eben möglichst nah vor dem Fernseher.“
    ___

    Die Directors-Edition in 4K und HDR wirkt wirklich (bis auf ein paar Macken) grandios – in meinem Fall auf einem neuen 65″-Fernseher. Trotzdem schreibe ich nun etwas Unerhörtes:
    Vielleicht ist durch diesen Luxus auch etwas verloren gegangen!

    Ich kann mich erinnern, dass ich TMP bei meinen Großeltern gesehen habe – das war eine Sat1-Ausstrahlung irgendwann in den 1990er-Jahren. Es handelt sich um ein großes Haus und in einem abgedunkelten Zimmer stand eine Flimmerkiste als Sekundärfernseher (vom Premiumhersteller Clatronic). Dieser Eindruck des Films bleibt für mich unvergessen. Auf der einen Seite die unheimliche Macht der Wolke, ein Eldorado des Unbekannten und potentieller Quell unserer Auslöschung. Auf der anderen Seite die Enterprise, die unser bestes Vereint: Technische Ausrüstung, der ich als kleiner Nerd eine gewisse Bewunderung entgegen brachte. Eine Crew, der ich Leib und Leben anvertrauen würde.

    Das kleine Zimmer wurde quasi zur Brücke der Enterprise, die kleine Flimmerkiste füllte nun den Raum, wie das Imagingsystem V’Gers das All. Als Teilnehmer auf der Brücke kann ich bestätigen: Wir fühlten uns geborgen auf der Enterprise und nicht ganz machtlos gegenüber der Wolke. Auf der anderen Seite war da das Erstaunen darüber, dass die Enterprise quasi verloren ging in diesem endlosen Strukturen. Das Schiff, seine Brücke und damit wir als Besatzung wirkten klein. In meinem Kopf entstand das Unheimliche als etwas abstraktes, in das sich die Enterprise verlor, die wiederum als Blase alles enthielt, was uns ausmachte. Als sei unser Schiff umgeben von einer Strahlung, die wir nicht gänzlich verstehen, aber dennoch eine Zeitlang durch unsere Schilde heraushalten könnten.

    Ich glaube auf 65″ wirkt mir die Brücke nun doch etwas zu groß. Oder ich bin einfach kein Kind mehr (glaub ich aber nicht).

    __ EMOTION UND LOGIK __

    TAF #31 – TIMECODE 00:35:54
    Das Maschinenwesen sei laut Spock „pure Logic“,
    was Simon bezweifeln möchte.

    TAF #31 – TIMECODE 01:12:25
    Simon: „Spock sagt: ‚Ich empfange hier pure Logik.
    Alles ist logisch.‘ V’Ger will seinen Schöpfer
    finden. […] Ist das logisch?
    […] Warum ist es für V’Ger logisch seinen
    Schöpfer zu finden?“

    Sebastian: „So richtig logisch ist das nicht.“
    […]
    Simon: „Ist das vielleicht ‚emotional logisch‘?
    Schließt sich das aus – Emotion & Logik?“

    Sebastian: „Es werden […] ja unterschiedliche
    Sachen darüber gesagt. Es wird einmal gesagt,
    es ist Teil seiner Programmierung. Und das hieße,
    es ist total deterministisch. [Es ist mehr Instinkt
    als Logik.] […] In einer geschnittenen Szene sagt
    die Ilia-Sonde ein einziges Mal was anderes über
    den Grund, warum V’Ger seinen Schöpfer sucht.
    Er sagt, nur wenn er seinen Schöpfer findet,
    kann er _überleben_.“

    Simon: „Es ist weniger die Suche nach dem Schöpfer
    für mich sondern dieses ‚Sense of Belonging‘.
    […] Ist das alles was ich bin?“
    ___

    Im Grunde müssten wir sagen: Pure Logik kennt keine Motive. Nehmen wir an, dass V’Ger von den Maschinen programmiert wurde, müssen die Maschinenwesen doch einen Grund gehabt haben? Setzen wir voraus, dass V’Ger in irgendeiner Hinsicht ‚bestrebt‘ ist, so muss dieses Bestreben doch aus einer logischen Erwägung resultieren?

    Bereits durch die Vulkanier wissen wir ja, dass der Logik-Begriff im Star-Trek-Universum eine etwas eigenwillige Definition hat.
    Vulkanier geben an, sich einem strikt logischen Leben zu widmen und sich aller (nutzlosen bis kontraproduktiven) Emotionen zu entledigen. Dennoch haben sie eine Idealvorstellung vom Leben – Wissenschaft (eine Parallele zu V’Ger – lerne alles, was da zu lernen ist) und persönliche Entwicklung („to live long and prosper“) scheinen stets ihre obersten Leitmotive zu sein. Diese Leitmotive stehen im rein logischen Kontext allerdings als Axiome. Sie sind nicht selbst durch die Logik begründet – wie sollten sie auch? Logik ist schlicht ein Instrument unseres Verstandes. Ein wirklich rein logisches Wesen – sollte solch eine Existenz überhaupt möglich sein – wäre unfassbar intelligent und zugleich unfassbar flach. Zyniker könnten gar sagen pure Logik verfällt dem Nihilismus und entzieht sich selbst jeglichem Nutzen. Vulkanier sind aber ambivalent. Ihr Hang zur Logik kommt ironischerweise im spirituellen Gewand daher. Sie erinnern mich häufig an Darstellungen tibetanischer oder christlicher Mönche. Vulkanier leben in emotionaler Enthaltsamkeit zum Wohle der Wissenschaft und der persönlichen Entwicklung.

    Der Logikbegriff ist schon sehr schwach im Film. Viele Handlungen, die V’Ger vollzieht könnte man eher dem ‚trotzigen Kind‘ zuschreiben als einem logischen Wesen. Neugier ist eine Sehnsucht – also eine Emotion. Wo hat das eigentlich angefangen? Ich denk doch, schon bevor Ilia ‚digitalisiert‘ wurde. Das menschliche (oder humane) Element muss doch schon durch etliche Begegnungen mit anderen Spezies in den Aufzeichnungen V’Gers widerhallen. Trotzdem sagt Spock, V’Ger verstehe einfache Dinge wie Freundschaft nicht. Aber welches Bewusstsein ist schon in der Lage sich selbst zu begreifen?

    Auf der anderen Seite: Sind Emotionen ein notwendiger Antrieb für das Erreichen bestimmter Ziele? Für den Vollzug einer Entwicklung? Hier haben wir eine Parallele zu Data. Die Frage, ob Data nicht immer schon Emotionen hatte – nur eben unbewusst – greift übrigens Steven Shives in einem seiner aktuellen Videos auf.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Vielleicht ist TMP doch bloß eine Coming-of-Age Story. 😉

    __ FILMKORN __

    TAF #31 – TIMECODE 00:26:48
    Sebastian: „… und ich hab auch das Gefühl gehabt,
    dass einige Szenen zu sehr entgrained wurden.“

    TAF #31 – TIMECODE 02:50:50
    Simon: „Der Grain scheint zu stark reduziert zu sein.
    […] Ich dachte am Anfang tatsächlich der wäre weg,
    ich dachte die hätten den Grain gegen Null gedreht.“

    Sebastian: „Gerade in einem Film aus den 70ern gehört
    es dazu, dass das Filmkorn sichtbar ist.
    [Sie sagen] sie haben den Grain komplett raus genommen
    und haben [ihn] dann wohldosiert wieder hinzugefügt,
    damit doch so eine Filmstimmung aufkommt.
    Da ist fast schon digital getrickst worden an dem,
    was eigentlich eine analoge Sache ist,
    die der Film einem bietet.“

    __

    Hier schlagt ihr wunderbar einen Metabogen zur Philosophie des Films. Auch ihr stellt die pure Logik (die kalten und glatten Bilddaten des Films) der Emotion gegenüber (dem ‚analogen‘ Charme des Films).

    Es gibt da aber eventuell einen technischen Twist.

    Ich glaube, dass Filme auf einem Datenträger eigentlich immer (und zwangsläufig) aalglatt gespeichert sind. Die Kompression stößt beim Grain an ihre Grenzen, da reine Entropie keine Redundanzen mehr bietet, an denen man Daten sparen könnte. Oder in anderen Worten: Die Filme würden die Kapazitäten der Scheiben bei weitem sprengen, würde man versuchen, das Filmkorn hier einzufangen. Jedenfalls war dies mit der DVD noch der Fall; mit der UHD könnte es freilich anders sein.

    Natürlich fragt ihr euch jetzt, was ich für einen Quatsch erzähle – schließlich ist ja Filmkorn üblicherweise in den Filmen enthalten. Manch ein Amazon-Kunde beschwere sich sogar darüber. Stimmt: Aber dieses Filmkorn wird vielleicht nur künstlich von eurem Player ‚eingestreut‘. Auf der Scheibe gibt es lediglich die Information für den Player, welche Ausprägung das Rauschen haben soll. Das original Filmkorn ist verloren – für das heimelige Gefühl sorgt ein Algorithmus. Es gibt mehrere Patente auf Grieselsimulation. Würde der Player ein Interface dafür bieten, könntet ihr das Grieseln ganz nach eurem Gusto fein justieren, so wie die Heizstufe der kuschelweichen Elektrowolldecke eures Kinosessels. 😉

    __ MISC __

    TAF #31 – TIMECODE 00:20:05
    Simon: „Sebastian, ich schau gerade so ne Doku
    über ILM – Industrial Light & Magic.“

    Die Doku heißt „Light & Magic“ und wie ihr schon festgehalten habt, kann man sich diese auf Disney+ anschauen. Sehr schön gemacht und auch John Dykstra höchstpersönlich kommt hier zu Wort, da er 1976 der SFX-Supervisor für „Star Wars“ war (und damit ein Pionier). Ähnlich wie bei TMP musste er auch bei seinem ersten Blockbuster eine Schieflage und darauffolgende Crunchtime miterleben. Aber ein richtig cooler Typ!

    Die Doku hat einen Fokus auf die Star Wars Filme schaut allerdings auch mal über den Tellerrand.

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    TAF #31 – TIMECODE 00:54:56
    Sebastian: „Die Untertitel-Schriftart, wenn
    die Außerirdischen sprechen – die Klingonen
    oder die Vulkanier – […] war immer ‚Pump Demi‘.
    In der Director’s Edition ist es auf einmal
    die Schriftart ‚Montalban‘.“

    Sebastian: „Ich bin ja ein Fontnerd.“

    Ich bin auch ein Fontnerd. =) Es gibt ja etliche Fontpages im Netz, wo man sich zumindest Klone dieser Typefaces anschauen kann.

    Daher nochmal zwei konkrete Links zum Buch von Dave Addey, der zum Thema auch bei den „“Inglorious Treksperts““ zu Gast war:

    https://typesetinthefuture.com/2018/12/11/book/

    https://podcasts.apple.com/us/podcast/type-trek-the-font-frontier-w-dave-addey/id1439126593?i=1000502747836

    ‚Pump Demi‘ habe ich irgendwie immer mit Pulp Fiction in Verbindung gebracht. Komisch – zumindest Tarantinos Film hat wohl nichts mit diesem Typeface am Hut. Eventuell aber irgendwelche alten Science-Fiction Groschenheftchen.

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    TAF #31 – TIMECODE 02:36:46
    Sebastian: „Es ist jetzt alles brilliant. High Fidelity. Sowohl der Ton als auch das Bild.“

    Die 4K-Fassung wurde gut remastered, vor allem wenn man bedenkt, wie alt das Ausgangsmaterial inzwischen ist. Allerdings hat sie ihre Macken. Oft wirkt das Bild (oder einzelne Elemente) unscharf – oder gar leicht verschmiert, sowohl im Schiff als auch im Weltraum. Ihr habt selbst mehrere Szenen erwähnt, die eben nicht so perfekt wirken. In Amazon-Rezessionen finden sich gar ein paar ganz Enttäuschte. Ich bin zufrieden und weiß die Arbeit der Beteiligten sehr zu schätzen. Aber alles ist brilliant & ‚hifi‘? Naaa. Trotzdem eine bemerkenswerte Scheibe, für die sich das kleine Heimkino alleine schon gelohnt hat.

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    Schließlich möchte ich mich noch bei euch bedanken. für eurer Podcast-Worldbuilding, aber auch für diese Ausgabe im speziellen. Ich persönlich war versucht mir die ‚Complete Edition‘ zu holen. Dann hörte ich von dem fehlenden ABC-Cut. Und schließlich holte mich die Vernunft ein. Trotz einer gewissen Faszination bin ich doch kein Hardcorefan von TMP. So nehme ich jetzt den Director’s Cut in 4K als die ultimative Version des allerersten Star Trek Films. Wenn es etwas über die andere Versionen zu erzählen gibt, dann würdet ihr es schon tun. Und so war es – macht weiter so!

  18. Michael Klein

    Allein durch Entfernung oder Kürzung der Wurmlochsequenz – die für die eigentliche Handlung des Films keine wirkliche Bedeutung hat – hätte einiges an wertvoller Drehzeit gespart werden können ! Evtl. sogar schon soviel wie für eine (sehr) gute Post-Production.

    Da ich nicht weiss ob ich hier direkt Links posten darf, noch ein Tipp.
    Es gibt auf theasc.com ein Artikel von Richard H. Kline in dem er beschreibt wie ‚unflexibel‘ das Brücken-Set in Bezug auf Kamerapositionen und Lichtsetzung war. Und dazu kamen dann auch die Split-Diopter-Shots !! All dies hielt natürlich zusätzlich ständig auf.

    Und, sorry, all dies hätte ein erfahrener Mann wie Robert Wise wissen und seinen Drehplan anpassen müssen, denn der Starttermin war ihm doch sicher auch bekannt. Der ABC-Cut beweist doch wieviel Footage er gedreht hat.

    1. Sebastian

      Die eigentlichen Dreharbeiten dauerten fünfeinhalb Monate und waren im Zeitplan; die letzte Klappe fiel pünktlich am 26. Januar 1979. Wenn Bob Wise Reshoots hätte machen wollen oder müssen, dafür hätte er alle Zeit der Welt gehabt. Im Prinzip hätte er sogar den ganzen Film noch ein zweites Mal drehen können! Der Mann war ein alter Hase, ein echter Working Director und bestimmt nicht auf schlaue Tipps „von der Tribüne“ angewiesen. Das Hauptproblem (neben dem Roddenberry-Livingston-Drehbuch-Hickhack) war der Totalausfall des ersten Effektstudios Abel & Associates. Die späte Zusage des Douglas Trumbull im März 1979 war die Rettung, aber es war trotzdem so viel Zeit verloren gegangen, dass der letzte Effekt am 29. November fertig wurde. Sieben Tage vor der Premiere. Deswegen gab es keine Zeit für eine ordentliche Postproduction, da liegt der Hase im Pfeffer. Das alles erzählen wir in unserer ersten Folge zu TMP, schon gehört?

  19. Christian Berger

    Ich hab mir gerade den Film noch mal angeschaut, zwar nur die BluRay Version, aber mal auf einem großen Bildschirm.

    Mir ist da was aufgefallen. Auf der Brücke sind ziemlich viele Stationen die 2 ovale Bildschirme nebeneinander haben.
    Schaut euch mal die Konsole dieses Computers an:
    https://en.wikipedia.org/wiki/CDC_6600

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