#192: Devil’s Due (TNG 4.13)

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4. Februar 1991:
Immerhin beginnt unsere Weihnachtsausgabe mit einer kurzen Szene aus Charles Dickens‘ A Christmas Carol, aber dann entgleisen die Geschichte und uns die Gesichtszüge. Ein vierzehn Jahre altes Drehbuch und einen tausend Jahre alten Fluch hat man ausgegraben – so TOSig war TNG noch nie, das muss doch mit dem Deifi zugehen.

In Deutschland: Der Pakt mit dem Teufel, ausgestrahlt am 7. März 1994.

Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. Parlatio

    Sehr interessant, daß in dieser Folge sowohl Scrooge als auch Barnum erwähnt werden. Die haben nämlich beide mit dem Begriff Humbug (Schwindel) zu tun. Von Scrooge ist es ja bekannt, und von Barnum gibt es ein amerikanisches Sprichwort. Übersetzt in etwa: „Der Humbug ist groß und Barnum ist sein Prophet.“ Und die Ardra (?) bezeichnet ihr ja auch als „Con artist“.

    Aber sonst finde ich die Folge nicht so gut. Sie ist eine der Episoden, die ich immer verdränge. Ich weiß, es gibt sie, aber ich will nicht. Der Teufel in Star Trek? Keine Sekunde glaubwürdig! Da sehe ich mir lieber Riker mit seine Rückblick-Träumen an.
    Die Einheimischen erinnern mich nach eurer Beschreibung, sie könnten Technik haben, wollen aber nicht, an was anderes. Die hören sich nach „Space Amish“ an. 🙂

    Seid vorsichtig mit dem frischen Gemüse! Knackige Möhren sind gefährlich. Ihr kennt bestimmt „Shoot ‚em Up“. 😉

  2. Myriam

    Jetzt weiss ich endlich, warum mir bei der Folge Jean-Luc so wenig Picard-mässig vorkam! 🙂 Der Folge merkt man, wenn man’s weiss (oder von euch erfahren hat) wirklich an, dass sie von TNG „rübergerettet“ wurde.

    Für mich ist dies eine schlechte Folge. Mit einem Plus: Ich find sie so schlecht und lächerlich, dass ich sie schon wieder lustig finde. Ich überzappe die bei Rewatches nicht, sondern lache ob der ganzen Lächerlichkeit und un-Trekkigkeit. 😀 Geht mir bei vielen billigen Katastrophen-Filmen übrigens auch so.

    Und dann gibt es auch noch schlechte Folgen, die ich bei Rewatches immer überspringe. Dass sind dann diejenigen, die ich einfach nur schlecht finde, ohne darüber lachen zu könnnen. Bei der Folge mit Tashas Schwester Ishara geht es mir beispielsweise so. Oder bei der Jutta/Yuta-Folge. Einmal ansehen reicht.

    1. Myriam

      P.S. auf die nächste Folge – Clues (Beweise) freue ich mich. Die Folge hat mir immer ganz gut gefallen.

    2. Myriam

      .. von TOS rübergerettet natürlich.

  3. Stefan Topo.

    Da sieht man mal wieder, wie die Meinungen auseinander gehen: Ich fand die Folge immer irgendwie sehenswert und ganz gut! Nichts überragendes, aber auch nicht schlecht! Jedenfalls für mich wesentlich besser als etwa dieses unsägliche ,,The Loss“ oder auch ,,Data´s day“, die ich auch einfach langweilig finde! Ja, natürlich ist in ,,Devil´s Due“ im Grunde viel Schrott enthalten und diese sexuelle Anbiederung an Picard ist auch einfach nur peinlich….vor allem mit ihrer Hexen-Friese da! Aber ich schaue die gern, die Folge unterhält mich gut und Ardra an sich wird eigentlich ganz gut gespielt, finde ich! Aber mir fällt es auch oft auf, dass ich manche Folgen gut finde, die bei vielen und auch bei auch im Podcast eher als schlechte Folgen bekannt oder bewertet sind und auch umgekehrt…Folgen, die als herausragend angesehen werden, sind für mich dann manchmal eher langweilig oder uninteressant, etwa Family oder auch Yesterdays Enterprise! So kanns gehen. Trotzdem wieder vielen Dank für eure Folge!

  4. MickTargPig

    Trotz dem Für und Wider bzgl. dieser Folge, sie ist dem Autor John Jackson Miller dann doch so sehr in Erinnerung geblieben, dass er diese Folge als einen Ausgangspunkt für seine „Prey“ Buch-Trilogie genommen hat. Davon gibt es auch die passenden Hörbücher, die von dem Worf Synchronsprecher Raimund Krone eingesprochen wurden. Kann ich empfehlen. Allerdings nur mit etwas höherer Geschwindigkeit. 😉 Auch bei diversen Musik-Streaming Anbietern im Angebot….

  5. Michael

    Mir gefällt die Folge. Die Gerichtsverhandlung mit Data als Richter ist doch lustig. Besonders der Hinweis, dass man seinen Opponenten nicht verschwinden lässt. Hätte Riker damals gutgetan, wenn man ihn angewiesen hätte seinen Opponenten nicht abzuschalten. Und man muss ja vieles im richtigen Verhältnis sehen. Die Folge ist deutlich besser als die Lowlights Shakes of Grey und Qpid (der Robin Hood Klamauk).

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  6. 666 hinten - der geheime Metalkeller der USS Enterprise

    Ziemlich trashig die Folge, aber ich kann sie mir auch öfter angucken.
    Das Teufels Kostüm ist aber in der Tat ziemlich lächerlich.

    1. Parlatio

      Schön wenn’s dir gefällt. Ich glaube mal, jeder hat so seine Folgen. Ich brauche mal dringrnd Urlaub; Am besten im Hotel Royal. 😉

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      1. Myriam

        Hotel Royale ist interessanter eine dieser Folgen, die ich immer wieder gerne sehe 🙂 Sehr erholsam 😉

  7. Stefan Topo.

    Das stimmt allerdings, da haben auch Simon und Sebastian Recht, das Teufelskostüm wirkt wie vom Woolworth-Grabbeltisch. Da war wohl zu viel Zeit und Geld in das Klingonenmonster gesteckt worden, so dass man am Ende nichts mehr hatte für den Teufel! Der war wirklich mies!

  8. JackJean'n'Walker-Buddy-Movie

    Ich musste später an diese Folge immer denken, wenn ich die Rani in Dr. Who gesehen habe. Irgendwie haben beide diese „Achtzigerheit“ und von der Figur irgendwie ähnlich angelegt. Und beide in eher schwächeren Folgen vorkommend (wobei ich bei Dr. Who eigentlich oft mehr Spaß mit i.A. als schwächer bewertenden Episodicals habe, da sie oft den ganzen Trash dann auch konsequent voll ausleben (wobei die Schauspieler meist großartig sind bis in die Nebenrollen.)).
    Habe letzt festgestellt, dass der Podcast mich bei meinem Rewatch fast eingeholt hat und werde wohl mein Wiederschauen mit diesem synchronisieren können (zumal ich eh vorhatte, DS9 und TNG in Ausstrahlungsreihenfolge zu schauen).
    Euch ein frohes Fest und vielen Dank für ein Jahr voller grandioser Besprechungen.

  9. SarahCrusher

    Ja, vielen Dank, für die vielen Hintergründe zu dieser komischen Folge. Sie fühlte sich auch mehr an wie eine frühere Folge und nicht fast Mitte der 4. Staffel. Jetzt ergibt das Sinn. Ich konnte mich beim Wiederanschauen auch nur schwach an den Anfang erinnern, die Demonstaration der Kräfte der Ardra war noch am einprägsamen für mich.

  10. Kleiner Bruder

    Ja, hoppla – da wart ihr aber richtig streng mit unser aller Lieblingsserie. Dabei ging es doch hier um Themen, die zentral für Star Trek sind: Bekämpfung von Aberglauben und religiöser Scharlatanerie, Hilfe für die Unterdrückten. Hm, seid ihr sicher, dass ihr wirklich echte Fans seid?🤨
    Spass beiseite, soo schlecht fand ich das heute nicht, trotz einiger offensichtlicher Schwächen. Ihr hattet z.B. die „Erste Direktive“ angesprochen. In einigen Episoden wird sie ja zu eng ausgelegt. Ich erinnere mich da an „Pen Pals“/“Brieffreunde“.“Oh, euer Planet wird von Naturkatastrophen geplagt und ihr werdet alle sterben? Tja, das ist dann wohl die natürliche Entwicklung, da dürfen wir nicht eingreifen“. Hier kam die Bedrohung aber ganz klar von ausserhalb des Planeten, und Kontakt bestand bereits. Klar, eine kurze Begründung hätte hier nicht geschadet.
    Und Ardra war doch endlich mal eine starke Frauenfigur, nicht nur Objekt der Begierde oder Fräulein in Nöten oder gar nur Deko. Ich frage mich, wie Kirk auf ihre Anmache reagiert hätte. Aber seit „Miri“ wissen wir ja, dass er nicht auf ältere Frauen steht. 1000 Jahre, brrrr. Und dabei hat sie sich noch verraten, dass sie Picard nicht wirklich kennt, indem sie sich in Troi verwandelt hat – und nicht in Beverly!
    Übrigens, als Picard sagte, er könne Ardras Fähigkeiten nicht erklären, da hatte er doch recht. Er hatte nur einen Verdacht, musste aber auf Geordi warten, um Gewissheit zu bekommen.
    Erstaunlich auch die beiden Teufelskostüme, bzw -masken. So viel Aufwand für ein paar Sekunden Sendezeit. Spielt der klingonische Fekh’lar noch irgendwo eine Rolle? (Und bei dem roten Typen dachte ich nicht nur an TAS, sondern auch an seine Verwandten in Star Wars).
    Was für mich das größte Rätsel ist: was soll damals wirklich passiert sein? Ist es glaubhaft, dass eine ganze Zivilisation ihr Verhalten ändert, weil jemand sagt: „Verhaltet euch gut, dann werden eure Nachfahren später Sklaven werden“? Müsste damals nicht irgendeine Machtdemonstration dabei gewesen sein? Aber alles, was wir sehen, ist nur ein erstaunlich detaillierter Vertrag. Und was für ein Zufall, dass die falsche Ardra genau zu dem Zeitpunkt da war, als der Vertrag fällig wurde…
    Insgesamt würde ich sagen: gutes Thema, witzig – Daumen nach oben ginge auch in Ordnung.

    1. Parlatio

      So wie sich das für mich darstellt, greift die erste Direktive hier nicht. Die hatten ja schon mal höhere Technologie. So wie die Leutchen aus dem Briar Patch. Wie war… Ach! Die Baku.

      Der Vertrag würde so auch nicht funktionieren. Man kann nur die eigene „Seele“ verkaufen, nicht die von anderen. Und schon gar nicht, wenn die erst in 1000 Jahren geboren werden, oder auch nicht.

      Das Teufelskostüm sieht aus wie vom Grabbeltisch bei Hertie. 😉

      Warum verschwinden die Smilies hier eigentlich manchmal und manchmal nicht?

  11. Felo

    Eine meiner guilty pleasure Folgen. Picard, der in seinem Schlafanzügchen auf den Planeten runter gebeamt wird, da nicht wegkommt, und dann richtig pissig wird, das ist Lächerlichkeits-Gold!

    Dass das hier eigentlich Kirk & Co. hätten sein sollen, erklärt allerdings so einiges. Auf einmal passt alles wieder.

    Ganz sicher keine gute Folge, wegen ihrer Lächerlichkeit aber eine, die ich immer wieder gern sehe und mich darüber amüsiere.

  12. Michael from Outer Space

    Hi,

    wie einige meiner „Vorkommentatoren“ finde auch ich „Devil’s Due“ ganz unterhaltsam. Hin und wieder gefällt mir so eine Trash-Folge, die sich selbst nicht ganz ernst nimmt. In dieselbe Kategorie fallen für mich „The Nth Degree“, „Qpid“, „Schisms“ und ein paar andere. Da ist viel „Guilty Pleasure“ dabei, das gebe ich gern zu. Trash funktioniert wesentlich besser mit einer Prise Humor und Selbstironie. „Skin of Evil“ empfinde ich z.B. auch als trashig, aber die ist bierernst und das ist einer der Gründe dafür, dass ich sie nicht mag.

    LL&P
    Michael from Outer Space

    1. Parlatio

      Trash hilft beim abschalten. 🙂
      Da du gerade Qpid ansprichst: Die meisten Q-Folgen liebe ich heiß und innig. Aber mit der tue ich mir schwer. Denn die Folge mögen zu können, setzt die Fähigkeit voraus, diesen Mensch gewordenen Ferengi zu ertragen. Was ist denn anziehend an gierigen Dieben? Und wenn ich jetzt so 2-3 Folgen zurückschaue, muß ich sagen: Gebt mir Keiko! Aber verschont mich mit der Vash-Maschine! 😉
      Ich glaube, das ist *für mich* der unerträglichste nicht Starfleet-Charakter.

      Was sieht Picard in dieser Person? Wieso traut er sich dort und bei Beverly nicht? Aaaaghhhh! Diese Autoren! Mein armes Gehirn.
      Guinan, einen Drink von dem grünen Zeug!

      1. Kleiner Bruder

        Crusher ist nicht nur die Frau des verstorbenen Freundes, sie ist eine Untergebene und etwa genauso reserviert wie Picard. Keine Chance. Das mit Vash war für beide unverbindlich. Übrigens – wenn ich an die letzte TAF-Folge denke – anscheinend ohne „Folgen“. Na, da hat unser guter Captain ja noch mal Glück gehabt.

        1. Parlatio

          Das weiß ich natürlich. Aber einsam glücklicher? Was’n das für’n Konzept für die „fortgeschrittene“ Menschheit?
          Jack Crusher kommt nicht wieder. (Nur in den Romanen.)

          Ein Vash/Picard Kind? Das wäre lustig gewesen. Da ich die Mutter für ziemlich verantwortungslos halte, hätten wir dann mal den „kinderlieben“ Pappa Picard erlebt. 🙂

          Er wäre dann auch nicht der/die letzte seiner Linie.

  13. Kleiner Bruder

    Entschuldigung, nicht TAF, sondern Trek Nights.

  14. Cardinal

    Puh hätte ja nicht gedacht, dass diese Folge so schlecht bei Euch wegkommt. Muss aber sagen, dass ihr das in der Tat auch sehr gut begründet habt 🙂
    Trotz der objektiv vorhandenen groben Schwächen habe ich mich von dieser Folge irgendwie immer ganz gut unterhalten gefühlt, mein Daumen ginge eher zur Seite.

  15. BjoernHH

    Ich hatte bei dem 1000-Jahre-Vertrag eine andere, aktuellere Assoziation: den Klimawandel.

    Bei TNG sagen die Bewohner: 1000 Jahre Frieden, den nehmen wir. Wenn dann unsere Nachfahren versklavt werden: deren Problem. Das war es wert.

    Heute sagt sich auch so mancher: Die Kreuzfahrt und den SUV lasse ich mir doch nicht verbieten. Und wenn dann in 30 bis 40 Jahren es echt ungemütlich wird: da müssen die nachfolgenden Generationen dann damit leben, auch wenn es vielleicht die eigenen Enkel trifft.
    Ganz schön bitter.

    1. Parlatio

      Hallo BjörnHH! (Hamburg? Verstehe ich das richtig?)

      Wenn man denn Nachkommen hat. Die Sache mit den SUV habe ich ehrlich gesagt nie verstanden. Nicht nur, daß diese Dinger potthässlich sind, es ist auch total unlogisch. Petrochemische Ressourcen werden knapp? Dann kaufe ich mir ein Auto, das 2-3 mal so viel Sprit braucht, wie normal. ???
      Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht schon ewig Menschen, die gebetsmühlenartig immer wieder dasselbe predigen. Nur hat denen keiner zugehört. Einer bestimmten Greta jetzt seltsamerweise schon. Warum ging das vorher nicht?
      Da kommen aber auch größtenteils nur Lippenbekenntnisse und hohle Gesten.

      Wahrscheinlich liegt das daran, daß sich die Menscheit als *Masse* unglaublich leicht beeinflussen lässt? *Ein* Mensch ist intelligent. Viele Menschen sind…
      Sie suchen sich halt *immer* irgendwen, der ihnen das Denken abnimmt, und dem sie dann blind folgen können. Leider. 🙁
      So funktioniert „Undendliche Vielfalt in unendlichen Variationen“ nicht.

      Das zumindest scheint in Star Trek besser zu sein; Abseits vom riesigen Militärapparat zumindest. Und das ist ja größtenteils das, was man als Zuschauer sieht, Starfleet.
      Vielleicht liebe ich deswegen die Nebencharaktere so.

      Wie negativ, sorry. Ist aber so.

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