#148: Up the Long Ladder (TNG 2.18)

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22. Mai 1989:
Schizophren wie zwei Halbkolonien ist diese Folge dualistisch gespalten: Die Frage der Zuwanderung mit dem irischen Harald Juhnke und einer rassig-resoluten Rothaarigen – und das Recht auf freie Entscheidung in sexlos-kalter Umgebung. Niemand hat Zeit für Worfs Masern und Picard wird zum Sebastian.

In Deutschland: Der Planet der Klone, ausgestrahlt am 15. Mai 1992.

36 Gedanken zu “#148: Up the Long Ladder (TNG 2.18)

  1. Selten so gelacht wie heute! Vielen Dank an Euch. Macht genau so weiter!

    In dieser Folge wird versucht, das Thema Flüchtlinge und das Thema Klonen zu kombinieren. Ich finde ja, da sind sie kläglich gescheitert.
    Weder das eine noch das andere ist auch nur ansatzweise gelungen. Unhd obwohl ich beim Sehen der Folge auch Lachen musste würde mein Daumen nach unten gehen.

    und jetzt freue ich mich auf die nächste Woche und auf The Final Frontier!

    Grüße aus dem Schwabenland
    Euer James T.

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  2. vielen Dank für Eure Folgenbesprechung, ich musste viel mitgiggeln.

    Ich möchte ein Wort zur Teezeremonie sagen. Ich liebe diese Szene wirklich sehr. Und ja, es wird ÜBER Romantik gesprochen, aber aus meiner Warte betrachtet doch nicht so, dass ZWISCHEN Pulaski und Worf da irgendwas romantisches passiert. Sie sind sich da lediglich auf einer freundlichen Frequenz sehr nahe, und sind beide gerührt von einander, dass das so eine schöne gemeinsame Ebene ist.

    Und selbst wenn die Drehbuchautoren das nicht so gemeint haben, ich wil bittäää nicht, dass Worf und Pulaski was romantisches miteinander haben…

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  3. Die Folge hat zwei seltsame Szenen. Über das Ende habt Ihr ja bereits genug geredet. Erst regeln alte weiße Männer, was die Frauen zu tun haben, und dann beschwert sich die Frau kurz, um direkt danach aber als Gold Digger dargestellt zu werden. Da ging in wenigen Minuten alles schief.

    Und das schadet der Folge dann auch schwer, ich kann Simons Daumen nach unten nachvollziehen.

    Noch seltsamer die Teezeremonie: Worf kommt als Dankeschön bei Pulaski mit einer Teezeremonie an, an der sie aber nicht teilnehmen kann. Was ist das denn für ein Dankeschön? Ich gehe mit einem Schnitzel zur veganen Kollegin und esse es dann allein? Da wird sie sich aber geehrt fühlen.
    Okay, der Vergleich hinkt.
    Aber trotzdem: irgendwie seltsam. Und dann geht es Worf danach auch nicht mal schlecht.
    Und ob man nach einem Schwächeanfall auf der Brücke gleich wieder was trinken sollte, was einem schadet… Worf ist nicht gerade auf dem Weg zu einer Beförderung.

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    • Es gibt auch wieder einmal eine Troi- Szene die mich fassungslos zurück lassen würde… wäre sie nicht in ähnlicher weise erst letzte Woche bei „Samaritan Snare“ zu sehen gewesen.. Nachdem die Enterprise Kontakt zu Granger aufnimmt warnt Deanna Bill noch davor runter zu beamen da es gefährlich werden könnte…seine simple und nicht beachtende Antwort : „I’ll check it out.“
      Deanna’s Blick danach spricht allerdings Bände…..

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  4. Hallo zusammen,

    „Up the Long Ladder“ ist für mich eine besondere Folge, die mir im Gedächtnis bleibt. Die urigen und klischeehaften irischen Bauern auf der blitzblanken Enterprise sind einfach toll! Im krassen Gegensatz dazu steht der sterile Klon-Planet. Ich kann die Kritik aber vollkommen nachvollziehen und gehe da auch mit. Den „Daumen quer“ finde ich hier angemessen.

    Endlich… „The Final Frontier“… der erste und letzte Star Trek-Film, bei dem William Shatner Regie führen durfte. Ist es zu recht seine einzige Regiearbeit im Franchise? Simon hatte schon mal angedeutet, dass seine Ansichten nicht der „Lehrmeinung“ im Fandom entsprechen und das bezog sich meiner Meinung nach u.a. auf den 5. und 6. Kinofilm. Darum bin ich gespannt wie ein Flitzebogen auf euere Bewertungen. Meine steht jedenfalls schon fest, mal sehen ob ihr sie noch beeinflussen könnt.

    Über ein „Trek am Freitag“-Special zu Maurice Hurley oder anderen AutorInnen würde ich mich riesig freuen! Simon und Sebastian, ihr macht einen fantastischen Podcast! Vielen lieben Dank dafür!

    Alles Gute & Liebe Grüße,

    Michael from Outer Space

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  5. Dia dhuit!

    Mir geht es genau wie Sebastian, ich habe null Affinität zu Mode und die Skechers, ja, das sind die Schuhe, die meinen Quanten am besten passen!

    Bate und Kill 😂
    (Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Folge passt diese Bezeichnung ja erst recht richtig gut!)

    Simon hat recht, eine bemerkenswerte Fähigkeit von Geordi und seinem VISOR, Lügende zu erkennen. Nur etwas schade, dass er das vorher und auch nachher nie wieder genutzt hat.

    Ob die Mariposas von Geordi keine Probe entnommen haben, weil er von Geburt an blind ist?

    Ich sehe das wie Sebastian, die Klone in diesem fortgeschrittenen Stadium zu töten ist schon ziemlich krass. Denn wenn man die von Euch angeführte Analogie zur Abtreibung aufgreift, dann gibt es ja auch da ab (ich glaube) der 14. Woche eine Grenze, ab wann man einen Abbruch nicht mehr akzeptiert.

    Als Brenna zu Wilson kommt, präsentiert sie auch wieder ihre Beine, als würde sie nun erneut diese „Wo kann ich meine Füße waschen?“-Nummer abziehen will.

    Tja, was soll ich sagen? Die Folge hatte so ihre Momente, aber insgesamt überwog der ärgerliche Schrott! Daumen runter.

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    • Ihr wisst aber schon, warum sie ihre Füße waschen wollte und sich umgezogen hat? Sie war voll mit dem verschütteten Suppen-Feuerstellen-Gemisch. Sie stand mit ihren Sandalen drin und der Rock war darin vorne gedrängt.

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        • Auf die Gefahr hin, dass die Antwort zweimal ankommt… bisher ist es die erste nämlich nicht…

          Ich glaube du hattest offenbar noch nie Sandalen mit flachen Sohlen an. Das erste an was ich dachte war, dass sie sicher ziemlich eingesaut ist. Das kann sie aber beim Umziehen/ Schuhe auswischen etc. gut behoben haben und das würde man so auch nicht gesehen haben. Ich trage im Sommer gerne Sandalen an denen kaum was dran ist – trust me. 😉

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  6. Hallo zusammen!
    Da ist etwas, was ich an dieser Folge eher erschreckend finde, nämlich, wie unverbindlich Beziehungen dargestellt werden. Man hat Lust? Dann macht man’s einfach. Man braucht einen großen Genpool? Dann arrangiert man die Beziehungen. Man will keine Kinder? Dann „macht man sie weg“. Sorry, aber auch ungeborenes Leben ist menschliches Leben, das keine Schuld daran hat, wie sich die Mutter fühlt. Ich persönlich vermute, dass die meisten Abtreibungen vermieden werden könnten, wenn Frauen und speziell Mütter mehr Unterstützung und Respekt bekommen würden. Und, wie Odo später einmal sagen wird: „Killing your clone is still murder“.
    Ernst beiseite, da gab es mal einen Film, der hieß: „Vier lieben dich“, von 1996. Darin lässt sich ein gestresser Mann mehrfach klonen: einer geht zur Arbeit und einer kümmert sich um die Familie. Der eine Klon lässt sich aber noch einmal klonen, mit dem Ergebnis, das die neue Kopie ein Trottel ist. Frage: wie viele Generationen sind eigentlich seit der Bruchlandung der Mariposa vergangen? Viele können es eigentlich nicht sein, auch weil die Zahl der Bringloidi mit gut zweihundert nicht gerade gross ist.
    Danke, dass ihr den sprachlichen Hintergrund des Titels erklärt habt. Aber macht der irgendeinen Sinn? Da ist keine Leiter, kein Aufwärtsstreben, und hingerichtet wird hier auch keiner (das Problem mit dem sinnlosen Titel haben wir nächste Woche noch dicker).
    Gut hingegen fand ich den Gegensatz zwischen der bäuerlichen Welt und der hochtechnisierten. Das hätten die Macher mal näher beleuchten sollen.
    Und, auch schade, die Szene mit der klingonischen Giftteezeremonie bleibt frei im Raum stehen, sie gibt zwar einen neuen Einblick in deren Kultur, aber sie führt zu nichts. So wirkt sie eher störend.
    Diese Folge ist in all ihrer Klischeehaftigkeit schon amüsant, hinterlässt dennoch einen faden Beigeschmack. Mit Mühe kann ich den Daumen quer geben.

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    • Ich finde es ganz und gar nicht bedenklich, wenn Menschen selbstbestimmt darüber entscheiden Sex miteinander zu haben ohne eine weitere emotionale Beziehung einzugehen. Gerade das in der aktuellen Folge Odell da als selbstbestimmte Frau dargestellt wird, finde ich einen guten Aspekt an der Episode. Wenn dies alle Beteiligten so wollen, sehe ich daran nichts „unverbindliches“. Sie wollen genau das, können das selbst entscheiden und Unbeteiligte sind davon nicht betroffen und haben daher auch kein Recht sich da einzumischen.

      Nicht jede sexuelle Beziehung muss auch eine emotionale oder eine dauerhafte Komponente haben. Ich finde Verbindlichkeit zwar persönliche sehr wichtig aber ich verstehe darunter das gemeinsame einigen darüber, was zu einer Beziehung gehören soll und was nicht. Das haben nur die Beziehungspartner*innen zu entscheiden und muss keinen kulturellen Vorgaben oder gar Verboten folgen. Im konkreten Fall sind das nur Odell und Riker. Monogamie-Gebote oder das Verbot auch weitere Menschen sexuell attraktiv zu finden oder zu lieben als eine*n Partner*in halte ich persönlich hingegen nicht für einen Ausdruck von Verbindlichkeit.

      Offensichtlich gibt es also ganz verschiedene Blickwinkel auf das Themenfeld und ich denke, nur die jeweils involvierten Personen sollten das offen und konsensual miteinander entscheiden – darüber hinausgehende Vorgaben werden der Vielfältigkeit von menschlichen (und außerirdischen) Beziehungen nicht gerecht. Erinnert sei hierbei noch an Doktor Phlox aus ENT, dessen Ehefrauen ja bekanntlich ebenfalls weitere Männer haben.

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      • Hallo Benni!
        Kann es sein, dass wir unterschiedliche Definitionen von Unverbindlichkeit haben? Emotionen ganz herauszuhalten scheint mir doch ein wenig schwierig. Nicht jeder hat einen Partner wie Troi, der sich geduldig so eine On/Off Beziehung gefallen lässt. Das war doch nett dargestellt in „The Child“, wie Riker etwas betreten schaute. Und spätestens wenn Kinder da sind wäre es psychologisch förderlich, wenn sie eine vertrauensvolle Elternbeziehung erleben könnten. Gut, die hängt von mehreren Faktoren ab.
        Nicht vergessen sollte man das Risiko gewisser Infektionen. In ferner Zukunft mag man die im Griff haben, heute ist das ein durchaus reales Risiko, auch wenn nicht oft darüber gesprochen wird. Ja, jeder ist da für sich selbst verantwortlich. Nur, kann denn jeder das Risiko einschätzen? Hat man da nicht eine gewisse Verantwortung gegenüber anderen?
        Das sind Fragen, die innerhalb einer solchen Serie natürlich (?) keine Rolle spielen. Wie schon gesagt, bei mir bleibt da einfach ein ungutes Gefühl.

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  7. Hey Simon und Sebastian,
    erst mal möchte ich mich bei euch für euren tollen Podcast bedanken, den ich vor ca. einem halben Jahr entdeckt habe. Mittlerweile habe ich alle TNG Folgen gehört und und erwäge nun ernsthaft, mir auch die Original Series anzuhören bzw. anzusehen. Ich habe TNG mit 15 oder 16 Jahren für mich entdeckt und nach der Schule musste als erstes SAT1 angeschaltet werden. Eine Folge zu verpassen fühlte sich damals, mangels Videorecorder, tatsächlich wie ein kleiner Weltuntergang an. Deshalb habe ich mir im Erwachsenenalter irgendwann mal sämtliche DVDs angeschafft, um die Lücken zu füllen. Was soll ich sagen, jetzt gibt es wenigstens wieder einen Grund die ollen Dinger aus dem Regal zu holen, mir wöchentlich eine Folge reinzuziehen und danach morgens auf dem Weg zur Arbeit euren Podcast anzuhören. Ich hab selten auf der A5 so gelacht. Die nächsten Jahre werde ich definitiv dabei bleiben und freue mich jetzt schon wie Bolle, wenn es bei euch mit DS9 losgeht.

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    • Danke fürs Hören & willkommen an Bord!

      Es freut uns sehr, dass wir Dir Star Trek wieder „geöffnet“ haben und Deinen Arbeitsweg unterhaltsam gestalten dürfen.

      Was TOS angeht: Obwohl ich einer der größten Retro-Fans unter der Sonne bin, dachte ich anfangs, dass die Urserie ein Berg ist, über den wir erstmal drüber müssen. Ich hätte nicht falscher liegen können, denn diese 79 Episoden waren für Simon und mich nicht nur perfekt, um nach ein paar Jahren ohne einander wieder warmzulaufen. Nein, die Serie ist auch so wunderbar gealtert, dass ich sie als unfassbar erfrischend und geradlinig wahrgenommen habe. Als sie vorüber war, trauerte ich ihr einige Wochen lang nach.

      Also, nur zu. TOS ist es wert, wiederentdeckt zu werden.

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

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      • Hallo Sebastian,
        danke für Deine Antwort. Ich habe TOS nie gesehen und stand der Serie bisher eher skeptisch gegenüber. Aber es scheint einen Versuch wert zu sein, ich lasse mich überraschen 🙂
        Viele Grüße
        Steff

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  8. Ganz eindeutig Daumen so weit runter wie möglich (und zwar nach Rechts):

    Das Ende der Episode ist krass patriarchal und anti-feministisch. Eine kleine Männerrunde entscheidet ohne jegliche Bedenken darüber, allen Frauen ihrer beiden Gesellschaften jegliche sexuelle und körperliche Selbstbestimmung zu nehmen. Selbst, wenn das Vernichten der Klone von Riker und Pulaski als Pro-Choice-Positionierung verstanden wird, macht das Ende der Episode dies komplett zu Nichte. Unmöglich und äußerst kritikwürdig – nicht erst aus heutiger Sicht.

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  9. Bemerkenswert finde ich, dass diese aus der Feder einer Frau stammende Episode ein solch merkwürdiges Bild von Frauen zeichnet.

    Aber wie immer eine höchst unterhaltsame Folgenbesprechung – vielen Dank dafür!

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    • Nachsatz:
      Ich freue mich wie Bolle auf Eure Besprechung von Star Trek V – am Samstag abend mache ich meinen Rewatch. Freue mich auf viele Szenen zwischen Kirk, Spock und meinem Lieblingslandarzt 🙂
      „What does god need with a starship“

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  10. Anstatt den Ausgang so schrecklich frauenfeindlich zu finden, denn ich tue das nicht – Picard bietet ja auch die Möglichkeit auf dem Schiff zu bleiben und die sich bildende Gesellschaft zu verlassen (womöglich nahm das jemand in Anspruch) – frage ich mich eher, ob es generell klappt. Werden die Mariposaner ihre Abgestoßenheit von Sex, natürlicher Fortpflanzung und die vom Obersten geäußerten Vorurteile, um nicht zu sagen Rassismus, gegenüber den in seinen Augen Primitiven überwinden? Könnte es den Bringloidi womöglich genauso ergehen wie Riker und Pulaski auf Mariposa? Angst ist ein großer Motivator und die Mariposaner hätten die Mittel und waren schon einmal mitten drin… Aber dieses Thema macht die Folge nicht auf, genauso wenig wie die Möglichkeit, dass die Bringloidi Frauen nach dem Erfahren ihrer Optionen sich gegen die Gründung einer neuen Gesellschaft/Vermischung mit den Gastgebern aussprechen. (Wir sehen von allen jeweils nur eine Person reagieren, die offenbar repräsentativ für ihre Peergroup herhalten muss – damit die Folge hier enden kann.) Mal abgesehen davon, dass sie sich an Pulaskis Rat nicht halten müssen, es war eine Empfehlung, aber die Bringloidi haben auch vorher wunderbar gelebt, womöglich machen sie auch genetisch die Mariposaner platt.
    Also woher dann die von manchen angebrachten Vorbehalte? Ich kann gut verstehen, wie eine Frau das schreiben konnte.

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  11. Hallo, Jungs,

    Ja, das war eine wirklich kontroverse Episode. Sie hat ihre lustigen Momente, aber auch dicke Probleme. Mehr als einen Daumen quer kann ich auch nicht geben.

    Die Sache zwischen Worf und Pulaski fand ich ziemlich süß, wie sie kurz entschlossen Picard anschwindelt, um Worfs Würde zu bewahren und wie er sich mit der Teezeremonie bedankt. Sie hat anscheinend nicht zum ersten Mal einen klingonischen Patienten behandelt. Die Zeremonie selbst soll wohl japanisch anmuten, kam mir aber irgendwie gehetzt vor. Und es passt nicht zu den raubeinigen Wikinger-Klingonen, wie sie später in den Serien dargestellt werden. Wie „Kleiner Bruder“ schon sagte: Nett, aber führt zu nix. Und zumindest in der deutschen Version habe ich nichts von einem erotischen Unterton bemerkt.

    Die Bezeichnung „Europäische Hegemonie“ (wenn das eine offizielle Bezeichnung sein sollte) kommt mir reichlich arrogant vor. „Hegemonie“ bedeutet „Vorherrschaft, Vormachtstellung, die ein Staat gegenüber einem anderen oder mehreren anderen Staaten besitzt“ (Wikipedia). Meine Frage ist: Gegenüber wem? Dem Nahen Osten? Oder Afrika? Die Vorherrschaft, die Europa (speziell Großbritannien) mal hatte, endete spätestens mit dem Zweiten Weltkrieg, als die USA und die Sowjetunion quasi die Welt unter sich aufteilten. Heute sind die Staaten der EU heillos zerstritten, eher in der Situation wie die Föderation im Jahr 2385,if you know what I mean 😉 Hach, was waren das noch für Optimisten, damals in den 80ern…

    Brenna war nicht abgeneigt, die Kinder in die Schule zu schicken. Ich glaube nicht, dass es hier um den Versuch einer Indoktrination ging, sondern schlicht um Beschäftigungstherapie. Es war doch von vornherein klar, dass die Bringloidi nicht lange auf dem Schiff bleiben würden, und Brenna hatte genug damit zu tun, die Männer daran zu hindern, sich hemmungslos zu besaufen.

    „James T.“ meinte, dass Pulaski als Frau schließlich auch an der Lösung des Problems beteiligt war. Na ja, sie hat eigentlich nur die medizinische Seite vertreten, die kulturelle, persönliche und ethisch-moralische Seite steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall hätte Brenna bei der Besprechung dabei sein müssen. Ich hätte gerne gesehen, wie sie empört auf den Tisch haut und ihre Meinung energisch vertritt – was ja nicht ausschließt, dass sie sich überzeugen lässt, so locker, wie sie das anscheinend selbst mit dem Sex sieht. Und wie TaoTao richtig anmerkt, standen ja auch andere Optionen offen. Was mich an der Szene wundert: Pulaski hatte doch gesagt, dass jede Frau drei Kinder von drei Männern haben soll. Und dann sagt O’Dell, er wolle sich drei Frauen aussuchen. Hey, das hat Frau Doktor nicht gesagt! Es ist DAMENWAHL!
    Okay, wir wissen nichts über das Zahlenverhältnis zwischen Männern und Frauen in den beiden Kolonien. Und bei den Denobulanern mag das vielleicht funktionieren, das ist eine fremde Kultur mit langer Geschichte, über die wir wiederum nichts wissen – aber bei Menschen? Ich habe da auch massive Zweifel. Übrigens: Den Bringloidi und den Mariposanern kann man in einer Geschichte der e-Book-Reihe „Starfleet Corps of Engineers“ wieder begegnen: „Out of the Cocoon“. Ich hoffe, Cross Cult kommt bald mal damit hinterher, die Storys als Taschenbuch herauszubringen. Es gibt da so einige, die mich sehr interessieren würden.

    Noch etwas Trivia hinterher :

    Barrie Ingham hat mal den Robin Hood gegeben, und zwar in „Robin Hood, der Freiheitsheld“ von 1967 aus dem Hause Hammer-Films. Nein, es ist ausnahmsweise kein Horrorfilm, und ganz gewiss kein Errol Flynn, aber doch ganz amüsant. Für Fans durchaus zu empfehlen. Lange habe ich die beiden Auftritte nicht miteinander in Verbindung gebracht, bis ich den Film vor einiger Zeit endlich mal sehen konnte. Wenn man es weiß und berücksichtigt, dass 20Jahre dazwischen liegen, erkennt man ihn wieder.

    Colm Meaney hat später eine ähnliche Rolle wie O’Dell gespielt und zwar in dem Fantasy-Zweiteiler „Kampf der Kobolde“ von 1999. Whoopie Goldberg hatte darin auch einen Auftritt.

    So, das wars für heute, auf ST V freue ich mich ja nicht so sehr, aber na ja…

    LL&P
    Eure Bridge

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  12. Hallo Bridge!
    Kleine Anmerkung nur zur Teezeremonie. Im Hinblick auf die klingonische Kultur finde ich die gar nicht so unpassend. Man teilt den Tod miteinander, natürlich nur, wenn man ein starker, tapferer Krieger ist. In der klingonischen Heimat sieht das natürlich viel stimmungsvoller aus – zwischen dunklen Burgmauern, in der Ahnengruft, bei Fackelschein.

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