Trek am Freitag #12: The Questor Tapes

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23. Januar 1974:
In den letzten Monaten ging es im Podcast oft um künstliche Intelligenz im Allgemeinen und Data im Besonderen. Deswegen blicken wir in unserer weihnachtlichen Sondersendung zurück auf Questor, namensgebender Held eines gescheiterten Roddenberry-Pilotfilms und Vorfahre unseres liebsten Androiden.

In Deutschland: Ein Computer wird gejagt, ausgestrahlt am 17. Juni 1978.

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare

  1. Volker

    Sehr schöne Sonderfolge. Als nächstes Androiden Special vielleicht den Kultfilm „Westworld“ ?

  2. Hans Olo

    Oh ich meine mich zu entsinnen diesen Film in jungen Jahren gesehen zuhaben.(Was für ein Satz 😉

    Spoiler (?)
    Ich bin ja mal gespannt, ob er es ist. Szenen die hängen geblieben sind waren: Wie sich der Android Haare macht und flieht. Das sein Konstrukteur einfach verschwunden ist. Das sein Magen irgendwie Materie zu Energie wandelt und damit betrieben wird, und am Schluß das er sich in einer großen Halle befindet wo alle seine ‚raus kommt das es Tausende von Vorgängern gibt (Einschließlich seines Konstrukteues ?) die die Menschheit durch die Jahrhunderte/tausende (?) begleitet/geleitet habe.
    Der Film muß irgendwann mal auf den öffentlich-rechtlichen im Spätprogramm gelaufen sein – wir hatten ja nix. 🙂
    /Spoiler (?)

    Jetzt freue ich mich auf die Folge und wenn ich sie gehört habe – schreibe ich ob es so war… 😉

    Hans Olo

  3. Bridge 66

    Hallo, Jungs,

    Vielen Dank für die Besprechung dieses Films. Ich habe schon viel davon gehört, insbesondere im Zusammenhang mit Data, aber ich konnte mir nie so recht etwas darunter vorstellen. So konnte ich mir besonders Robert Foxworth nicht als Androiden vorstellen, aber es scheint ja gut funktioniert zu haben. Auf Youtube bin ich auf eine Fassung gestoßen, allerdings kam das Bild nur in Briefmarkengröße, dazu auch noch spiegelverkehrt und der Ton war hochgepitcht, so dass alle wie Mickymäuse klangen. Warum stellt man sowas ins Netz?! Nur um ein paar Klicks zu kriegen?
    Zu schade, daß aus der Serie nichts wurde. Es ist nicht das erste Mal, daß eine gute Sache durch zu viel Einmischung vom „grünen Tisch“ kaputtgemacht wird.
    Ja, bitte bringt unbedingt mehr von solchen Sachen. Besonders neugierig bin ich auf „The Lieutenant“, was ebenso häufig erwähnt wird wie „Questor“, worüber aber ebenso wenig bekannt ist.

    LL&P
    Eure Bridge

    1. Sebastian

      Nabend Bridge,

      kein Problem, die US-DVDs von „The Lieutenant“ hab ich hier, ebenso wie das gesamte restliche Roddenberry-Œuvre (mit Ausnahme des nie auf DVD erschienenen Pilotfilms „Spectre“). Eine Menge toller Sachen, über die wir sprechen könnten. Nicht nur Roddenberry, auch Sachen wie Nick Meyers „Time After Time“, bei dem er später in Sachen „Star Trek IV“ von sich selbst abschrieb. Also, gerne Wünsche äußern.

      Bis Dienstag dann,
      Sebastian

  4. peeweeski

    Bon soir!
    Martin Hirthe ist der gesuchte Name. Neben Wolfgang Hess und Arnold Marquis war er die dritte wichtige Stimme für Bud Spencer, auch wenn hier an Hess niemand herankommt. Hirthe sprach für Walther Matthau, was zweimal Blofeld und beehrte „Raumschiff Enterprise“ als Commodore Stone in „Kirk unter Anklage“. Ein großartiger Sprecher, bei dem ich mich immer freue, wenn ich ihn höre und der hier John Vernon vertonte. Für Robert Foxworth spricht Joachim Kemmer, der öfter auf John Cassavetes besetzt wurde, Marty Feldmann sprach und meiner Meinung nach die beste deutsche Stimme für Humphrey Bogart war, der auch hier und da mal von Arnold Marquis gespochen wurde… aber nie von Martin Hirthe.
    Und damit beenden wir unsere kleine Exkursion in die deutsche Synchronisation,
    ich wünsche allen
    ein frohes Fest
    einen guten Rutsch ins neue Jahr
    und überhaupt
    Schönigliche Grüße
    PeeWee

  5. Peter Schmidt-Tannert

    Ich kenne den Film (noch) nicht. Aber würde Besprechung hat mit sehr gut gefallen und macht Lust auf mehr Trek am Freitag mit Filmen und Werken von Roddenberry.

    Ich werde allerdings den Gedanken nicht los dass Real Humans hier auch inspiriert wurde.

  6. Torsten aus Gross-Gerau

    Tolle Folge über einen tollen Plot ohne Serie. Ich war einer derjenigen, der sich extra die DVD gekauft hat 😉. Grüße an Felo: Dieser Film war doch einendlich eine Vorlage auf dem Silbertablett für den Sumpf und Deta sein Hals. 😉 Ich wünsche Euch allen Frohe Weihnachten und einen erfolgreichen Start in das Jahr 2020. Sebastian und Simon: Macht weiter so !! Ich freue mich schon auf viele kurzweilige Stunden mit Euch im nächsten Jahr. Euer Podcast ist für uns alle ein sehr großes Geschenk und das nur zu Weihnachten !! 👍

    1. Sebastian

      Nabend Torsten,

      vielen Dank für Dein großes Lob – Dir auch frohe Feiertage!

      Und in der Tat, von der unwiderstehlichen M*A*S*H-Connection hab ich Felo auch erzählt, als er mich neulich besucht hat. Wer weiß, vielleicht machen die Kollegen demnächst was…?

      Jetzt ist Felo aber in diesem Monat noch zweimal in der Rückspultaste zu hören. (Nur mal so’n Teaser für meinen anderen Podcast.)

      Bis Dienstag dann,
      Sebastian

      1. Torsten aus Gross-Gerau

        Danke Dir! 😀

  7. Don

    Moin!

    Vielleicht wollte Harlan Ellison ja erstmal abwarten, ob „The Questor Tapes“ auch erfolgreich ist und erst dann gerichtlich zuschlagen.

    Die Ferengi kommen in der zweiten Staffel aber in „Peak Performance“ nochmal.

    1973 war die „Mission Impossible“-Zeit von Leonard Nimoy auch schon vorbei, oder?

    Interessant, D.C. Fontana scheint daraus eine Erzählung geschrieben zu haben.

    Aber das Ende von „Auf der Flucht“ war doch da schon 6 Jahre her, hat das wirklich noch so eine Rolle im 70er Fernsehen gespielt?

    Die Suche nach dem Schöpfer konnte durchaus weitergehen für Questor, denn Vaslovik war ja auch nur eine Schöpfung in einer langen Reihe. Man könnte sich also auf die Suche nach dem machen, der den allerersten Androiden konstruiert hat. Da seh ich jetzt noch keine Ablehnung des Pilotfilms durch die (potentiellen) Serienmacher.

    Insgesamt gefällt mir das, was ich von Euch über den Film erfahren habe, recht gut. Ich glaube, den sollte ich mir mal anschauen.

    Und ja, bitte mehr von Roddenberry-Projekten!

    1. Sebastian

      Nabend Don,

      Du hast recht, „Mission: Impossible“ war im Vorjahr abgesetzt worden.

      Zu „The Fugitive“: Das war 1974 zwar schon lange durch, aber ein großer Hit in den Syndication-Wiederholungen. Und tatsächlich tonangebend, denn Questor wäre nicht die letzte Serie gewesen, die in die Fußstapfen von Richard Kimble tritt. Am nächsten dran, was das Konzept des Gejagten angeht, der auf der Flucht dem Gaststar der Woche aus der Patsche hilft, ist „The Incredible Hulk“ von 1977. Darin war Bill Bixby auch ohne Sidekick unterwegs, ganz wie Universal es bei Questor wollte – und hey, die haben auch Hulk gemacht, wasn Zufall. In dieselbe Kerbe schlug später „Highway to Heaven“ mit Michael Landon. Auch „The A-Team“ und die Scott-Bakula-Serie „Quantum Leap“ gehören in dieses Subgenre und haben gemeinsame DNS mit Dr. Kimble. Dann aber mit Sidekicks.

      Bis Dienstag dann,
      Sebastian

      1. Michael

        Erstmal Lob Vorweg. Das war seit langem euer bester Podcast. Hat mir sehr gut gefallen. Aus der o. g. Aufstellung ist Quantum Leap rauszunehmen. Auch wenn es nie einer so richtig zugegeben hat, entstand das doch aus den Genen der ersten Battlestar Galactica Serie. Das passt nicht so ganz zu Dr. Kimble. Das A-Team passt auch nur so halb, weil die Obristen Decker und Lynch nicht die gefährlichen Jäger waren, wie Gerad, sondern eher die komische Nebenrolle. The Pretender hat dann, eine Ecke später eine sehr viel reinere Kopie abgeliefert.

  8. Michael from Outer Space

    Ein herzliches Grüß Gott!

    Die Besprechung von „The Questor Tapes“ hat mir viel Spaß gemacht. Ich habe den Film vorher nicht gesehen, bin jetzt aber auf den Geschmack gekommen. Schade, dass aus der Serie nichts wurde! Die Story spricht mich durchaus an. Das Präastronautik-Thema wurde bestimmt in vielen SciFi-Filmen und Serien verwurstet, spontan fällt mir da mein heiß geliebtes „Stargate“ ein.

    Ich kann mir gut vorstellen, wie sich Erich von Däniken zufrieden die Hände reibt! 😁 Im ZDF gab es in den 90igern eine Serie, in der er seine Theorien darstellte. „Landebahnen für außerirdische Flugobjekte“, die „Glühbirnen von Dendera“, Maya-Reliefs mit angeblichen Astronauten, die Nazca-Linien und und und… dazu sein unnachahmlicher schweizer Dialekt! Obwohl ich im kein Wort glaube, finde ich seine Ausführungen irgendwie interessant. Aus der Neurologie und Psychologie wissen wir, dass unser Gehirn dafür ausgelegt ist, überall Muster zu erkennen. Manchmal schlägt es dabei eben über die Stränge und erkennt Muster, wo es keine gibt!

    Über Sonderfolgen zu weiteren Projekten von Gene Roddenberry oder anderen Autorinnen und Autoren von STAR TREK freue ich mich sehr! Die Western-Serie „Have Gun Will Travel“ wird in diesem Zusammenhang oft genannt. Daran waren neben Roddenberry auch Gene L. Coon und Fred Freiberger beteiligt und DeForest Kelley spielte als Gaststar mit.

    🎆🎆🥂

    Ich wünsche euch allen und euren Lieben schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue, sternenflottige Jahr 2020!!!

    Stay healthy, be happy and carry on spocking! 🖖

    🥂🎆🎆

    Liebe Grüße,

    Michael from Outer Space

    1. Sebastian

      Nabend Michael,

      dankeschön, Dir auch frohe Feiertage!

      Die wunderschöne Komplettbox von „Have Gun – Will Travel“ steht tatsächlich bei mir im Regal. (Wie so manch anderes, siehe meine Antwort auf Bridges Post weiter oben.) HGWT hat auch eine viel größere Trek-Connection, als man meinen könnte… Also, bietet sich völlig an, ma kuckn.

      Bis Dienstag dann,
      Sebastian

  9. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!
    Ohne den Film gesehen zu haben kann ich eure Begeisterung nicht so recht nachvollziehen. Ein Android sucht seinen Schöpfer auf der Suche nach seiner Bestimmung und entdeckt, dass dieser selber nur ein Geschöpf ist. Immerhin hat er eine Bestimmung gefunden, nur ist das dann nicht mehr das Thema, der Film ist zu Ende. Und mittendrin gibt es diese Szene wo es heißt, das jede Handlung irgendwelche schlimmen Folgen hätte. Ja wie jetzt? Was soll der arme Questor denn machen? Die Serie, wenn sie denn produziert worden wäre, hätte doch wohl völlig anders ausgesehen als der Pilotfilm.
    Ihr hattet Gary Seven erwähnt, der auch schon so einen Ansatz hatte. Wie wäre das weitergegangen? Welche Krisen wären wie gelöst worden? So etwas wie die Kuba Krise. Es hätte wohl auch noch einen Antagonisten gebraucht, der gewissermaßen den Weg ins Chaos symbolisiert, das ja überwunden werden muss. Einen, der zusätzlich Spannung erzeugt, meinetwegen auch in bester Absicht, wie z.B. den Lieutenant Gerard bei Dr. Kimble.
    Etwas verwirrt hat mich auch das Ende. Was macht das Militär da? Hieß es nicht zuerst, dass Questor an das Militär verkauft werden sollte? Warum wollen die ihn jetzt auf einmal zerstören?
    Ach ja, das mit der Flugreise am Anfang. Ich könnte mir schon vorstellen, dass das so eine Art Firmenjet war. Nur, wie soll der Questor am Ziel durch die Passkontrolle kommen, woher hat er die nötigen Papiere?
    So ganz neu wäre diese Idee jetzt auch nicht gewesen. Isaac Asimov hat schon in den frühen 50er Jahren nicht nur seine Robotergeschichten geschrieben, sondern auch seine „Foundation“ Trilogie. Darin ist die sogenannte Foundation auch so eine Art Hüter für die galaktische Menschheit, nur dass es hier nicht Ausserirdische waren, sondern alles auf der Erde angefangen hat.

  10. Kleiner Bruder

    Hallo nochmal!
    Vor kurzem kam mir ein ganz ketzerischer Gedanke. Dieses „die Menschheit zu beschützen“ klingt für mich ein wenig wie die Rolle der Jedi Ritter, die für Frieden in der Galaxis sorgen wollten. Das aber ist ja bekanntermaßen ziemlich schief gegangen. Heute habe ich „Der Aufstieg Skywalkers“ gesehen. Da gab es doch vor ein paar Wochen in einem Kommentar den Ausschnitt aus BBT, was denn der Unterschied zwischen Star Trek und Star Wars wäre. Ganz einfach: In der einen Serie heißt es: „Live long and prosper“, in der anderen: „May the force be with you“. In welchem Universum wärt ihr lieber? Allerdings habe ich den Eindruck, dass Star Wars die cooleren Filme hat…

    1. Michael

      Das mit Live Long a Prosper ist aber nur ein Volk. Bei anderen heißt es Widerstand ist zwecklos oder es ist ein guter Tag zum Sterben. Ich glaube in dem Bereich und auch in anderen Punkten tun sich die beiden nicht viel. Des einen Todesstern ist des anderen Planetenkiller.

  11. Yvonne

    Dank eurer Besprechung habe ich mir Questor Tapes gekauft, was ich normalerweise niemals getan hätte – schon deshalb, weil ich davon nichts gewusst hätte. Also allein dafür: gut gemacht, schöne Folge TaF 🙂 Dass ich sie gehört habe, ist allerdings schon ein paar Wochen her, somit habe ich eure konkreten Ausführungen nicht mehr im Ohr. Deshalb folgend mein eigenes Fazit:

    Story: fand ich nicht besonders interessant. Das Motiv „Suche nach dem Schöpfer und dem Sinn der eigenen Existenz“ ist mir zu religiös bzw. spirituell, was einfach nicht mein Ding ist. Man merkt auch, dass die Geschichte eigentlich mehr sein sollte, aber nicht sein konnte, wohl aufgrund dessen, dass sie ein Pilotfilm ist. Und wie man darauf eine Serie aufbauen wollte, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, da die Geschichte im Grunde zuende erzählt war. Ja, Questor hat den Schöpfer nicht gefunden, aber den Grund, warum er existiert schon. M.E. man müsste komplett anders einsteigen, was ich schwierig finde. Interessant fand ich den Konflikt mit dem Militär und auch die Auflösung dessen, vor allen die Entwicklung des Antagonisten. Aber das das Militär nun denkt, dass Questor zerstört ist, wäre auch dieser Antagonist erst mal raus bei einer Serie.

    Charakter Questor: Ich mag die Entwicklung von Questor von einer nackten Maschine zu einem menschenähnlichen Lebewesen. Das ist auch genau, was ich an Data so mag und man sieht ihn überdeutlich in Questor. Aber auch hier krankt die Entwicklung an der Kürze des Pilotfilms. Ich hätte das gern „natürlicher“ gesehen. Mir kommt es komisch vor, dass der Android in so kurzer Zeit so einen riesigen Entwicklungssprung macht. Und für eine Serie nimmt man natürlich alles Potenzial weg.

    Gespielt fand ich es allerdings wirklich gut. Ich mochte Robert Foxworth in der Rolle des Questor, ich mochte sein Spiel, ich mochte einfach, was er aus dieser Rolle gemacht hat. Auch die entstehende Freundschaft zu Jerry und der Umgang mit der Dame, deren Name mir entfallen ist, gefiel mir. Was der Grund ist, dass mir letztlich auch der Film gefiel, trotz allem Gemecker. Ich fand auch den Militärmann (wieder Name vergessen) interessant, der sich geopfert hat. Wiederum ein Charakter, der mehr Zeit gebraucht hätte in einer Serie.

    Das gesagt, hätte ich noch einen Vorschlag für eine Trek am Freitag Besprechung: The Forbidden Planet. Ich hatte mich zuvor überhaupt nicht über den Film informiert und beim Gucken mehrere „Das gibt’s auch in Start Trek!“-Momente. Zu recht, der Herr Roddenberry hatte sich bei diesem Film intensiv bedient, sowohl was das World/Protagonist Building angeht (Vereinigte Planeten, späteres TOS Triumvirat aus Captain, 1. Offizier und Oberarzt), als auch Technik (Replikator) und Motiv (überlegene Spezies hinterlässt Technik auf einem verlassenen Planeten, wobei das im SciFi ja regelmäßig vorkommt). Und einige der Tricktechniken sind selbst mit modernen Augen betrachtet immer noch sehenswert. Würde mich sehr freuen, wenn ihr dieses ST Vorbild irgendwann besprechen würdet.

    Viele Grüße
    Yvonne

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