#122: Home Soil (TNG 1.17)

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22. Februar 1988:
Auf Velara III läuft der Genesis-Effekt im Schneckentempo ab, aber auch eine Agatha-Christie-Kriminalgeschichte. Dumm nur, dass unsere hässlichen Beutel voller Wasser an Amnesie leiden und keine alten Logbücher studieren, sonst käme ihnen vielleicht die Horta oder die kristalline Entität in den Sinn.

In Deutschland: Ein Planet wehrt sich, ausgestrahlt am 26. Januar 1991.

Dieser Beitrag hat 23 Kommentare

  1. Michael

    Sehr schöne Folge. Die hat genau meine Kragenweite. Data Holmes ermittelt. Der Vergleich mit Agatha Christie hinkt aber. Das ist eher Abenteuer als Fair Play Who donnit.

  2. TaoTao

    Hallo in die Runde,

    ich mochte die Folge ganz gerne sehen. Laut Larry Nemecek wurde bis kurz vor knapp auch einiges umgeschrieben, was vielleicht ein gewisses Unbeteiligtsein / Chaos für so manchen erklärt. Ich erinnere mich, dass ich beim Erstschauen gebannt war, womöglich schwingt das heute noch für mich mit.

    Ich fragte mich aktuell, welche Eigenschaften andere Lebensformen hatten, denen sie schon begegnet sind. Wie schaut’s mit Energiewolken, „Nebeln“ und der kristallinen Lebensform aus „Datalore“/ „Das Duplikat“ aus? Aber scha-nu, ja, es ist wirklich eine klassische Geschichte, die für mich mit der TNG-Crew funktioniert. Eine Betrachtung einiger unausgesprochener Punkte, wäre das i-Tüpfelchen gewesen.

    Ich weiß, ihr habt viel Spaß daran, aber so permanent auf Du und Du mit den Charakteren zu sein, hört sich für mich etwas komisch an.

    Bis nächste Woche 👋🏻🖖🏻

    Herzliche Grüße
    Tanja

    1. Sebastian

      Mahlzeit Tanja,

      da monierst Du etwas, das wir schon an anderer Stelle gehört haben. Simon und ich sprechen mal, ob und wie wir etwas mehr Distanz zu den Charakteren aufbauen könnten. Leicht wird das aber nicht. Die Enterprise-Kollegen „begleiten“ mich seit 28 Jahren und sie sind mir deutlich vertrauter als der Großteil meiner eigenen Verwandtschaft…

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

      1. Benjamin

        Also Ich sehe das Problem nicht, gerade das finde ich so sympathisch.
        Mir geht es ähnlich, Ich kenne die Serien ewig und da darf man auch „per du“ mir denen sein.

        Mittlerweile ist TaD für mich genauso Star Trek wie die Serien selbst. Beide sind sozusagen untrennbar miteinander verbunden (alle Star Trek folgen sind also jetzt über zwei Stunden lang)
        Speziell der sehr „nahe“ Tonfall hilft finde Ich dabei den Podcast mit der Serie zu verschmelzen…
        von mir also ein „weiter so Jungs… ihr macht das super“ 😃☝🏼👍🏼

      2. Bridge 66

        Hallo, Sebastian,

        Also ich sehe das ähnlich wie Benjamin. Zunächst einmal ist es eure Show und ihr erzählt, wie ihr die Serie(n) und die Charaktere erlebt,aus eurer ganz eigenen Sicht.
        Auch ich bin mit den meisten Figuren „per du“, nur bei einem habe ich ein wenig „Hemmungen“, und das ist Picard. Er ist einfach so eine Respektsperson, nicht nur als Captain, auch Patrick Stewart als Schauspieler, den kann man nicht mal eben duzen, es sei denn, er erlaubt es ausdrücklich.
        Übrigens: Wenn schon, dann richtig. Es heißt „Jean-Luc“, nicht einfach nur „Jean“. Ein Bindestrich-Name gehört immer zusammen. Aber das nur ganz nebenbei aus dem Alltag einer Büropflanze 😁

        Wie auch immer – macht weiter so wie ihr denkt.
        LL&P
        Eure Bridge

      3. TaoTao

        Hallo Sebastian,

        das kann ich gut verstehen, auch mich „begleitet“ die Crew seit 1990.

        Es ist euer Ding, das ist klar, ich wollte nur angemerkt haben, worüber ich seit ein paar Wochen nachdenke. Picards kompletten Vornamen immer mal zu hören, wäre alternativ schon schön. Wie oben geschrieben, bin ich mir bewusst, welchen Spaß es euch zu machen scheint. Gerade bei „Jean“ schwingt halt immer das Ungefundene von TNG mit, wenn Beverley es berauscht und von Sinnen sagt. Das hat was Süffisantes in meiner Wahrnehmung, die für mich nicht so zu einer ernstgemeinten Besprechung passt – die ihr aber auf jeden Fall macht! Das ist natürlich mein Thema, keine Frage.

        Ich sage das nicht um zu reglementieren oder zu fordern, nur um zu sagen, was mich bewegt. 🙂

        LG
        Tanja

        1. Don

          Also ich mag das mit „Jean“ irgendwie und freue mich jedes Mal, wenn es wieder ausgesprochen wird. 🙂
          Auf „Bill“ dagegen kann ich verzichten.
          (Wobei ich nicht mal sagen kann, warum mich das eine stört und das andere nicht.)

        2. Krassling

          Bei dieser Folge hat es mich wieder mal gestört, dass ihr gewisse Dinge einfach nur mit dann gibt es halt son Technobabble und das Problem ist gelöst abhandelt. Das kommt mir vor als würde man bei CSI sagen dann werden so ein paar Beweise gesammelt und dann ist der Fall gelöst.
          Ich finde die technischen Erklärungen auch nicht immer gut, aber hier dürfte man meines Erachtens noch etwas mehr differenzieren.
          Nicht alles ist einfach nur tbla tbla. Manchmal darf Star Trek auch mehr als allegorische social fiction sein.

      4. Felo

        Ich zucke ja auch jedes mal zusammen, wenn ich „Bill“ und „Jean“ höre – zum einen, weil es „verkehrt“ klingt (Jean ohne Luc und Bill statt Will (Bill = Will ohne Bart finde ich eine sehr clevere Definition!)), vor allem aber aus persönlichen Gründen, weil das in mir unangenehme Erinnerungen an einen Bekannten weckt, der mir vor etlichen Jahren mit seiner 200%-Fan-Art den Spaß am Nerdtum vermiest hat. Der hatte aber so eine extrem unangenehme Art, auf intimer Duz-Brüderschaft mit „SEINEN“ (durchaus besitzergreifend zu verstehen!) Helden zu sein, die ich bei Euch ganz und gar nicht höre. Ihr macht das deutlich charmanter und liebenswerter, das Alles-bestimmen-wollende Alles-Besserwisser-Gen scheint Euch glücklicherweise zu fehlen.

        Und „Jean“ und „Bill“ haben noch einen Effekt: ich fange jetzt an, drauf zu achten, wie oft Picard seine Untergebenen mit dem Vornamen anspricht – nicht nur in privateren Momenten, sondern auch wenn er ihnen ganz offizielle Befehle gibt. Da gibt es deutlich häufig „Tasha“, „Will“ und „Geordi“ zu hören, wenn man eigentlich „Lt. Yar“, „Number One“ oder „Mr. LaForge“ erwarten würde. Interessant.

  3. Michael from Outer Space

    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag!

    Als Data und Geordi auf dem Planeten im Hydraulik-Raum stehen und das blinkende Licht im Schacht untersuchen sagen sie:
    DATA: Speculation. Could it be alive?
    LAFORGE: How could it be alive? It’s inorganic.
    Dabei dachte ich mir: „Hallo Geordi! Dein Kumpel Data ist doch auch eine anorganische Lebensform, oder etwa nicht?“ Datas Status wird zwar erst in der 2. Staffel festgelegt, aber bis jetzt ist er ein voll akzeptierter Crewman der Enterprise. Es wurde ja sogar schon die spätere Freundschaft zwischen ihm und Geordi angedeutet.

    Abgesehen von Data hatte die Crew mit Portal 63 zu tun, der vor 600.000 Jahren von der untergegangenen T’Kon-Zivilisation geschaffen wurde. Woher weiß Geordi, dass es sich nicht um so eine KI handelt? Das Kristallwesen aus „Datalore“ vergisst man hier völlig, was ich auf die berüchtigte Weltraumamnesie (analog zum Weltraumfieber) züruckführe. Bei der Untersuchung im Labor der Enterprise stellt der Computer auf Beverlys Befehl hin eine Theorie auf. Das traue ich nur einer intelligenten Lebensform zu.

    Simon und Sebastian haben schon recht, es gibt hier viele ungeklärte Fragen und die Charaktere erscheinen mir etwas stur und begriffstutzig. Trotzdem finde ich die Zusammenarbeit und die Einigung mit der Lebensform gut. „Home Soil“ erreicht zwar nicht die Klasse seines Vorbildes „The Devil in the Dark“, aber für mich ist es trotzdem eine schöne Folge. Daumen hoch!

    Interessant finde ich, dass diese Folge von zwei starken Wesley-Folgen „eingerahmt“ wird. In „When the Bough Breaks“ war er der Anführer der Kinder und machte seine Sache sehr gut. In „Coming of Age“ legt er seine Aufnahmeprüfung an der Sternenflottenakademie ab und steht dadurch wieder im Vordergrund. Hier hat er meiner Meinung nach auch gut hineingepasst. Wahrscheinlich wird er sich erst in den späteren Staffeln zum nervigen Charakter entwickeln. Ich erinnere mich z.B. an „Evolution“, wo er wie ich finde fahrlässig handelt. Das liegt aber noch in weiter Ferne! 😉

    Jonathan Frakes trug in seiner Rolle des Stanley Hazard in „North and South / Fackeln im Sturm“ in einigen Folgen einen Bart und in anderen nicht. Ich habe mir diese Serie auch sehr gerne angeschaut, u.a. wegen meines Interesses an Geschichte.

    MfG

    Michael from Outer Space

    1. TaoTao

      Hm, ich bin mir nicht sicher, aber Data halte ich schon für mindestens teilweise „organisch“. Aus was besteht bspw. seine Haut? Ist das eine Silikonverbindung? Keine Ahnung, aber die wäre auch teilweise organisch.
      Ich habe mal nachgeschaut, das Quadratanium, das Data wohl auch im Körper hat und welches Lore Data in ins Glas zu geben scheint, gibt es zwar (noch?) nicht 😉, das halte ich für organisch.
      Aber klar, das Prinzip, offen zu sein für andere Arten von Lebensformen, sollten sie schon etwas mehr verinnerlicht haben.

      LG 🙋🏻‍♀️

      1. Michael from Outer Space

        Hi TaoTao!

        Ja, Data ist wahrscheinlich zum Teil aus organischem Material aufgebaut. Er kann Getränke zu sich nehmen und in „Birthright / Der Moment der Erkenntniss“ sagt er zu Bashir, dass er atmet und seine Haare wachsen.

        Er wird aber immer als Androide bezeichnet und nicht als Cyborg, so wie die Borg. Für mich ist Data physisch gesehen eine Maschine und hat mehr mit dem Schiffscomputer gemein als mit den Menschen. Seine organischen Bestandteile erfüllen im Gegensatz zu den Implantaten der Borg meines Wissens nach keine lebenswichtigen Funktionen. Datas Erinnerungen, Persönlichkeit und Programmierung wurden von Dr. Soong im positronischen Gehirn gespeichert, was höchstwahrscheinlich anorganisch aufgebaut ist.

        Ich lasse mich gern eines Besseren belehren! 😉 Es wäre natürlich spannend, wenn Datas Gehirn z.T. aus lebenden Zellen bestehen würde. In TNG wurde die Beschaffenheit seines Körpers jedenfalls nie richtig ausgearbeitet.

        MfG

        Michael from Outer Space

        1. TaoTao

          Hi Michael =)

          Lebende Zellen – das glaube ich auch nicht. Man denke nur an die Auswirkungen in „Gefahr aus dem 19. Jahrhundert“ / „Time’s Arrow“ in dem Fall auf seinen Kopf. Aber da er auch aus organischen Materialien bestehen dürfte, scannt ein Computer ihn entsprechend. Geordi könnte daher nicht auf die Idee kommen, ihn sozusagen in der gleichen Kategorie zu sehen. Das womöglich wortwörtlich, so wie er mit seinem Visor sieht. Hier wird ja herausgestellt, wie ungewöhnlich bzw. anfangs undenkbar ein anorganisches Lebewesen ist.

          Ich habe gerade noch mal geschaut, das intelligente Wesen aus „Die geheimnisvolle Kraft“ / „Lonely Among Us“ bestand nur aus Energie und konnte vom Computer auch nicht als Lebensform gescannt werden. Solche Begegnungen gab es früher auch schon, daher finde ich das … nun ja, egal.
          Mich würde interessieren aus was Q besteht. Vermutlich kann er das selbst entscheiden, ja nach angenommener Form, aber was ist seine natürliche Form und sein Wesen? Ach da kommt man wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen. 😉

  4. Don

    Seid gegrüßt, Ihr lieben hässlichen Beutel, hauptsächlich mit Wasser gefüllt.

    Das ist mal einer der seltenen Fälle in der ersten Staffel, in der man auf Troi hört. Die Tatsache, dass sie Mandls Panik wahrnimmt, hat Picard misstrauisch genug gemacht, um der Sache auf den Grund zu gehen.

    Das mit der Poesie kommt doch von Bill nur, weil er die Kim klarmachen will.

    In „Fackeln im Sturm“ trägt Bill bzw. Stanley Hazard vor dem Krieg zunächst keinen Bart, im Krieg dann aber doch.

    Wenn Picard vermutet, dass einer der drei anderen den Malencon umbringen wollte, bedeutet das ja, derjenige hätte somit den Laserbohrer umprogrammieren müssen. Waren die drei dazu vom Wissen her überhaupt in der Lage? Wäre Kim z.B. damit nicht schon aus dem Rennen der Verdächtigten ausgeschieden?

    https://www.youtube.com/watch?v=Arc2rTLXqQ4

    Simon nennt die Darstellung Trois hölzern. Mir hat ihre Art in der ersten Staffel dagegen sehr gut gefallen. Sie ist eine Psychologin, die die Emotionen der anderen wahrnehmen kann und trotzdem ein professionelle und überlegte Distanz wahrt. Das fand zumindest ich sehr viel überzeugender als die leicht hysterische Troi der späteren Staffeln, die der Funktion eines Counselors nur schwer gerecht wird.

    Mandl legt äußerst großen Wert auf den Zeitplan und alles, was diesen gefährden könnte, findet er ganz ganz schlecht. Daher auch seine Panik.
    Wie Sebastian schon sagt, sie ahnten wohl, dass dies da Leben zumindest sein KÖNNTE und machten dann einfach weiter nach der Devise: „What I know not, that makes me not hot!“

    Wenn diese Dinger immer weiter wachsen, werden die dann irgendwann zum Kristallwesen?

    Ich weiß gar nicht, was Ihr immer habt. Ich find Technobabble total klasse!
    https://www.youtube.com/watch?v=8Y69R9oguTk

    Hätten die Leute auf der Brücke überhaupt noch einen Techniker auf dem Maschinendeck erreichen können, um ihm zu sagen, er soll da mal das Licht ausmachen?
    Und falls doch, hätte dann das Mikrogehirn diesen Befehl nicht auch mitbekommen und dann Gegenmaßnahmen eingeleitet?

    Der Wunsch nach „Mehr Licht“, Goethe hätte es nicht besser sagen können.

    Einen Planeten unter Quarantäne zu stellen, dazu ist ein Starfleet-Captain wahrscheinlich durchaus befugt. Dauerhafte Entscheidungen werden dann aber sicher auf höherer Ebene getroffen. Und wenn die andere Seite erstmal keinen weiteren Kontakt wünscht, dann wird das sicher respektiert werden, da spielt ja dann im Prinzip auch die oberste Direktive mit rein.

    Ich kann alle Eure Einwände gegen die Folge durchaus nachvollziehen. Und trotzdem hat sie mir gefallen. Daumen hoch!

  5. Bridge 66

    Hallo, Jungs,

    Oh, Terraforming ist ein faszinierendes Thema. Bestimmt hat der eine oder andere schon mal von der Mars-Trilogie von Kim Stanley Robinson gehört (Roter Mars, Grüner Mars und Blauer Mars). Sie wird allgemein sehr gelobt, ich habe auch mal angefangen sie zu lesen, aber ich bin mit den Charakteren nicht warm geworden und hatte schnell keine Lust mehr.

    NASA-Wissenschaftler denken ja schon seit einiger Zeit daran herum, den Mars zu terraformen, aber ich fürchte, daraus wird wohl in absehbarer Zeit nichts werden. Professor Harald Lesch holt einen da schnell auf den Teppich zurück. (Alpha Centauri: Was ist Terraforming?) Zunächst einmal müsste man den Planeten erwärmen, indem man eine Art Treibhausklima erzeugt. Wenn man dann Pflanzen ansiedelt, kommt der Sauerstoff dazu und Voilà – wir haben eine Atmosphäre. Dabei hatte der Mars vor laaaaanger Zeit einmal eine gehabt, nur ist die entfleucht, weil er zu klein ist. Wenn es also gelingt, eine Atmo aufzubauen, wie soll er sie dann halten? Und selbst wenn alles nach Plan verläuft, dann würde es laut Lesch immer noch einige tausend, wenn nicht zehntausend Jahre dauern, bis der Mars bewohnbar ist.

    Immerhin, mit dem Aufheizen haben wir ja schon reichlich Erfahrung. Leschs Lieblingswitz:
    Treffen sich zwei Planeten. Fragt der eine: „Na, wie geht’s?“
    Sagt der andere: „Gar nicht gut, ich hab‘ Homo Sapiens.“
    Sagt der erste: „Mach dir keine Sorgen, das geht vorbei…“

    LL&P
    Eure Bridge

  6. Spacedude

    Hallo Ihr beiden und vielen Dank für die schöne Besprechung!

    Ich fand die Szene sehr schön, in der Worf, Data und Geordi nebeneinander an Computerkonsolen sitzen und professionell das Problem bearbeiten. Dabei stellt jeder dem Computer eine schlaue Frage. Der Schlussgag der Szene ist, wenn Worf eine Frage stellt und der Computer antwortet, aber Worf die Frage eigentlich an Geordi gerichtet hatte: „I wasn’t asking you, Computer!“ Das fand ich sehr lustig. Ich frag mich ja immer, woher der Computer weiß, dass man mit ihm spricht. Es gibt zwar am Anfang der Konversation mit dem Computer immer das Startwort „Computer!“, aber es git kein Schlusswort. Woher soll der Computer wissen, dass er jetzt nicht mehr gemeint ist? Vielleicht können Alexa-Besitzer oder Besitzer anderer Wanzen darüber Auskunft geben?

  7. Michael Kleu

    Das mit den hässlichen Wasserbeuteln hat mir sehr gefallen 😉

    Simon, was Du da sagtest über einander ähnelnder „Typen“ ist mir auch irgendwann mal aufgefallen. Der Typ, den ich nach einem Jugendfreund als Typ „Alex“ bezeichne, scheint mir besonders gerne in Ungarn als Schaffner zu arbeiten. Da habe ich gleich mehrere gesehen 😉

  8. appiller

    Onkel Dagobert’s Glückstalerkäseglocke! 😀😀😀
    die ist das Laborgefäß 1 zu 1!

  9. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    Simon ist eine Software? Gar ein Holodeck-Charakter vielleicht? Hätte den Vorteil, dass dieser sich bei einer gewissen IT-Freiheit in jedes beliebige Freizeitprogramm versetzen könnte, vom Wild Water Rafting bis Gruppenkuscheln auf Risa.

    Hatte ich mich verhört? Simon hasst Urlaub? Warum? Ich kann nachvollziehen, dass Massenauflauf in Barcelona oder Venedig üble Erfahrungen sind, jedoch gilt immer noch „Reisen bildet“, wenn man auf individuelle Weise reist, zu der die Begegnung mit Einheimischen gehört.

    Es gibt doch so viele Optionen, und wenn es das Besuchen von Star Trek Drehorten ist. Abschalten bei einer Schiffspassage mit Queen Mary 2 zwischen Southamton und New York auf der Titanic-Route. Oder Seele baumeln lassen auf einem kleinen Segelschiff. Bildungsurlaube mit ökologischen Themen fand ich auch toll, das kann man auch im normalen Tarifurlaub buchen. Ich erinnere mich an Schärengärten Südnorwegens… ein Traum. Bei Beratungsbedarf stehe ich gern bereit *lg*

    Terraforming… da schließe ich mich Bridge an. Ich halte diese Phantasie sogar von potenziell gefährlich. Nicht weil man da mit einem Versuch scheitern und was kaputtmachen könnte, sondern weil solche Fantasien einige Leute auf die fatale Ideen kommen lassen könnten, dass wir Gott spielen könnten, dass man mit Technik alles beherrschen und ganze Ökosysteme künstliche erzeugen können. Räumlich begrenzte Versuche wie „Biosphere“ scheiterten nach kurzer Zeit. Wer meint, dass er jeden Planeten zur zweiten Erde machen könne, der mag es für überflüssig halten, unseren Heimatplaneten zu erhalten. Was für ein Trugschluss.

    Und immer wieder fabulieren Leute vom Mars, von denen man meinen sollte, dass sie es besser wissen müssten. Keine ausreichende Gravitation für eine dichte Atmosphäre, null Magnetfeld, das wird nichts. Abgesehen von der aberwitzigen Vorstellung, dass man ausreichend Maschinenparkt, Energie, Material, Wasser etc. zur Verfügung habe, um aus dem Nichts ein Paradies zu schaffen. Und das durch eine Gesellschaft, die immer noch daran herumstümpert, 50 Jahre nach dem letzten Besuch mal wieder einen Menschen einen Katzensprung von 380.000 km zum Mond machen zu lassen. Wer Terra zugunsten von Terraforming für obsolet hält, der wählt die Selbstvernichtung.

    Die Art des hier gezeigten Terraformings, in dem man mit einem Laser in den Fels feuert, würde ich eher als dramaturgischen Unfall bezeichnen, vielleicht schrieb Mr. Goldfinger das Drehbuch.

    Podcasten am Sonntag fühlt sich ein wie die Lethargie des Wochenendes abzuschütteln? Man könnte auch sagen, es ist das Frühzeitige Hochfahren der Systeme für die Arbeitswoche *g*

    Der Darsteller von Mandl existierte in meiner Vorstellung immer als sowjetischer Vorsitzender der KPDSU, und hinter ihm sah man ein Fenster… draußen schneite es, immer! Die Föderation hat doch die Subspace Communication erfunden, umso mehr finde ich verwunderlich, dass man nie mit denen zuvor Kontakt aufnimmt, die man zu besuchen gedenkt. Man fliegt immer erst hin und dann, huch, erlebt man Überraschungen jeglicher Art.

    Die Uhren mit dem „Drehdings“ unter Käseglocken hießen Jahresuhren. Die ersten Exemplare waren aufwändige mechanische Uhren, die so geringe Reibungswiderstände hatten, dass sie mit einmal „Aufziehen“ (fragt mal Jüngere, was Uhr aufziehen bedeutet!) ca. ein Jahr lang liefen. Die Käseglocke verhinderte störenden Luftzug an der Unruh, dem Drehpendel. Solche Dinger waren natürlich teuer. Und sehr begehrenswert von vielen. So baute man die Teile als Elektronik-Fake nach, oft mit zwei voneinander unabhängigen Systemen. Normales Quarzwerk für die Uhr. Mit zweiter Batterie wurde ein oszillierender Magnet betrieben für die Drehung des Kreisels, mehr Fake ging nicht. Millionen von den Dingern wurden nach dem Mauerfall ab 1989 verkauft. (Ich war einer dieser Händler)…

  10. Kleiner Bruder

    Heureka!

    Endlich mal jemand, der etwas von Planetologie bzw. vom Mars versteht. Tja, wer dauerhaft dort leben möchte, der müsste ständig „unter Tage“ bleiben und könnte nur mal einen Blick durchs Panzerglas werfen. Vielleicht ein paar mal im Jahr einen „Ausflug“ im Schutzanzug.

    Dazu käme die Frage, ob sich die Menschen dauerhaft an die niedrige Gravitation anpassen könnten. Wie würde eine Schwangerschaft unter solchen Bedingungen verlaufen? Es soll da einen Film geben, „Den Sternen so nah“, über einen Jungen, der eher versehentlich auf dem Mars geboren wurde. Seine Mutter, eine Astronautin, hatte die Schwangerschaft zu spät bemerkt und stirbt bei der Geburt. Aber wie sähe das aus, wenn schon die Mutter auf dem Mars geboren worden wäre?

    Ich fürchte, die Idee mit dem Terraformen ist (auch) ein Mittel, Forschungsgelder zu bekommen. Bei Kolumbus hat doch auch geklappt😆⛵. Und einen schönen Traum lässt man nicht so leicht los. Dass der Mensch die Erde nicht retten wird ist angesichts all der vielen Baustellen weltweit (Umwelt, Soziales, Kriminalität etc.) leider wahrscheinlich.

  11. Mister Incredible

    Hi, Brother 🙂

    Wie mein Held der Astronomie Prof. Harald Lesch immer sagt: es gibt ein Recht auf die eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten. Und bezüglich dieser inzwischen verbreiteten Allmachtsphantasien, dass man nur genügend Technik einsetzen müsse, und schon ließen sich alle ökologischen Probleme überwinden, da wird mir wirklich mulmig.

    Wie Du schon schreibst, lieber Bruder, es gibt da so viele ungelöste Fragen und zahllose physikalische Umstände, die sich nicht ändern lassen. Wir sollten uns davor hüten, nur weil im Film jemand einen Planeten tarnen kann, zu glauben, wir könnten dessen Gravitation erhöhen oder aus dem Nichts ein planetares Magnetfeld erzeugen. Die aufzuwendenden Energiemenge (auch bei „Warp“ ec.) hat offenbar keiner so richtig auf dem Schirm, und Energeerhaltung / Thermodynamik gelten im ganzen Universum, auch im 24. Jahrhundert. Wie sieht denn die Realität aus? Wenn wir Tunnel graben, stürzen Gebäude ein und Bahngleise sind auf Wochen unbenutzbar, gibts winzige Problemchen beim Manovrieren eines Schiffs (nicht „Raumschiffs“, bricht die Versorgung Europas zusammen, und ob ein Gebäude in Florida statisch sicher ist, weiß niemand. Fusionsreaktoren? Vor 40 Jahren Zukunftsmusik, heute immer noch. Physik lässt sich nicht zurechtbiegen. Immer wieder gut, sich an die traurige Realität neu heran zu tasten…

    Offenbar gibt es viele, die gar nicht mehr reflektieren, welch sensibles und fragiles Gleichgewicht unsere Erde in ihrer habitablen Zone hat, wie glücklich die Zufälle waren, die uns möglich machten, und wie schnell man einen Planeten aus dieser Balance kippen kann. Das Problem: wenn wir es einmal vermasseln, war es das mit uns… Der glaube an die Allmacht der Technik ist gerade am rechten Rand sehr verbreitet – kreuzgefährlich.

    Man muss immer wieder klar machen, dass sich gerade auf Terra das Leben in seiner Vielfalt entwickelte, WEIL die Bedingungen hier so sind wie sie sind, und dass man diese Ökosysteme nicht einfach woanders hin verpflanzen kann. Unser durchtechnisiertes Leben, in welchem Rindersteaks, Brot und Eier im Supermarkt zu wachsen scheinen, hat viele so weit vom „Circle of Life“ entfernt, dass sie heute sogar annehmen, wit könnten den Menschen komplett aus der Biosphäre abkoppeln. Schwerer Irrtum. Wie ein Planet reagiert, wenn man seine Energiebilanz stört, sahen wir 2020 in Australien und 2021 in Nordamerika.

    Ich würde mir wünschen, dass neue Folgen von Star Trek hier deutlich mehr Position beziehen – vielleicht ist es ja schon geschehen, denn bis zu DSC bin ich noch nicht vor gedrungen. Weniger Schwurbel im echten Leben, mehr Fakten und mehr „Föderation“, ach das wäre schön…

    1. Kleiner Bruder

      Nur noch kurz, wo du Energieerhaltung / Thermodynamik angesprochen hast. Es wird ja gelegentlich vorgerechnet, wie viele wie unwahrscheinliche Zufälle es gegeben haben müsste, damit das Universum und wir existieren.
      Der Mensch kann kein Zufall sein. Und der Gedanke ist sehr tröstlich für mich.

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