#121: When the Bough Breaks (TNG 1.16)

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15. Februar 1988:
Kaum hat man einen sagenumwoben-atlantischen Planeten entdeckt, melden sich Deep Throat und dessen Tochter. Übergriffig wie Q sind sie, außerdem verzweifelt – und so kommt es, dass erneut eine Geiselnahme stattfindet. Wesley wird zu Gandhi Junior und Jean stellt sich seiner größten Angst: Kinder.

In Deutschland: Die Sorge der Aldeaner, ausgestrahlt am 19. Januar 1991.

10 Gedanken zu “#121: When the Bough Breaks (TNG 1.16)

  1. Hallo ihr Lieben,

    was eine spannende Woche. Ich hatte diese Folge seit jeher mit schlechtem Gefühl verbunden. Das „Alde“-Alter macht’s offenbar, denn ich sehe die mich schon im ZDF nervenden Aspekte komplett gleichmütig und finde ich Folge einfach richtig gut. Die Story könnte aktueller nicht sein. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sowohl Radues Einsicht bzgl. ihres globalen Problems, als auch die von Harry, der Notwenigkeit für Mathe, etwas glaubwürdiger gezeigt worden wäre, aber das ist marginal.

    Tja, es ist zweischneidig. Einerseits klar, es ist gefährlich Kinder mitzunehmen, auf welche Art der Mission letztlich auch immer. Aber wer wäre ohne diese Option an Bord Enterprise D? Das sahen wir teils in TOS… Leute die sich eine Familie versagen (Kirk…), unglücklich damit sind sie verlassen zu haben oder unglückliches hinter sich lassen wollten (McCoy). Viele kluge Köpfe wären dann vielleicht auf irgendeinem Planeten und oder gar nicht erst in ihrem Bereich tätig! Wäre es so toll für die Kinder fern der Eltern oder eines Elternteils aufzuwachsen? Das Thema kommt ja immer mal auf. Auch wenn die Enterprise D nicht sooo weit weg ist, wie viele Tage würden die Kinder effektiv ihre Eltern erleben, wären die Kinder auf der Erde (oder auf welchem Planet auch immer)? Ich glaube das wäre eine sehr geringe Zeit. Ist das wirklich besser?
    Zudem frage ich mich eh, ob die Mehrheit der entführten Kinder alleinerziehende/ verwitwete (?) Elternteile haben. Oder ist der Rest nur nicht an Bord oder bleibt auf Posten? Klar, dass die Aldeaner nur so wenige Kinder (die „Elite“?) zu sich nahmen und hierzu wiederum nur wenige Elternteile präsentiert werden, hilft es übersichtlich zu halten und spart Drehkosten. Schön gesagt, es ist allegorisch. Ich denke zudem auch, die Enterprise war erst der Anfang. Die Aldeaner sind sicher in der Lage noch viele Schiffe in ihr System zu locken – bzw. es würde sich auch rumsprechen, der ein oder andere wäre sicher froh, diverse Kinder feil zu bieten bzw. würde womöglich eine Bildungsoption darin sehen. So könnten nach und nach viele Dörfer auf Aldea eine neue Generation großziehen.

    Laut Memory Alpha kam die Nachvertonung von Rikers Erläuterung zu Aldea anfangs dadurch, weil der Planet zunächst anders heißen sollte. („Aldea“ ist spanisch und heißt Dorf.)

    Ich denke die „Grenzenlosigkeit“ der Aldeaner kommt durch ihre mangelnde Erfahrung im Umgang mit anderen. In den „Dörfern“, die wir gezeigt bekommen, scheinen sie ja auch untereinander eher wenig Bewusstsein für Privatheit zu haben und kennen womöglich das Konzept nicht, unterschiedlich distanziert mit unterschiedlichen Leuten umzugehen. Ich nenne es mal „kulturell“. Und, dass es ihnen fremd ist, anderen Kulturen zu begegnen kann ich schon glauben. Inwieweit die Tausende von Aldeanern untereinander Kontakt pflegen, wissen wir auch nicht. Wir bekommen hier nur die wenigen Leute rund um die Führungsriege (dieses Kontinents?) gezeigt, die immerhin die Möglichkeit hat den Planten zu enttarnen, also eine Entscheidung für alle zu treffen.
    Und tatsächlich sagt Picard ganz am Anfang, sie wären für ein Treffen jederzeit bereit. Das nahmen die Aldeaner nur wörtlich 😉 – kulturelle Missverständnisse.

    Ja, ich denke, die Aldeaner können durch die Schilde beamen. Ich fand es eher komisch, dass auch die Deflektoren durch Picard mit den Schilden hochgefahren werden. Das geht gegen mein Verständnis der Deflektoren. Da flogen sie vorher recht gefährlich…

    So, das soll’s mal sein, macht es gut.

    LG
    TaoTao 🖖🏻✌🏻👋🏻

    P.S. Ach Leute, ich muss ja sagen, ich habe gar kein Musikohr. Herrlich, was ihr dazu immer habt. Vielleicht läuft im Alltag Turbolift-Musik vom Laien-DJ der Woche. 😂

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  2. An der letzten Szene hat mir besonders Geordi gefallen. Der saß am nächsten zu Picard, als der sich zu dem ärgerlichen Gekicher hinter seinem Rücken umdreht. Der Huster, in dem Geordi sein Kichern verschluckt, klingt herrlich witzig!

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  3. Hallo Leute,

    ich hatte in einem früheren Kommentar geschrieben, dass mir viele Folgen heute besser gefallen als früher. „When The Bough Breaks“ gehört dazu. Die Dynamik der Charaktere passt hier sehr gut, v.a. Wesley als Anführer der Kinder ist großartig. Bei Picards Interaktion mit der kleinen Alexandra wird mir ganz warm ums Herz! 😉 Es ist einfach eine sehr schöne, sympathische, herzerfrischende und kurzweilige Folge. Das Ende ist trekkig und der Custos‘ Kern erinnert mich stark an die Krell-Maschine im SciFi-Klassiker „Forbidden Planet / Alarm im Weltall“ mit Leslie Nielsen von 1956. Den Film kann ich nur wärmstens empfehlen, u.a. weil sich Gene Roddenberry davon inspirieren ließ. Man muss sich natürlich auf den 50iger-Jahre-Charme einlassen, aber da sind wir von Star Trek ja schon einiges gewohnt! 😀

    „When The Bough Breaks“ stelle ich zusammen mit „11001001“ und einigen späteren Episoden, die mir auch gut gefallen, in eine Reihe. Langsam aber sicher baut sich hier bei TNG etwas ganz Tolles auf. Und ich hatte schon befürchtet, die 1. Staffel wäre einfach nur schlecht! XD Da habe ich mich wohl von meiner falschen Erinnerung und einigen wenig schmeichelhaften Reviews in die Irre führen lassen.

    Ich als hässlicher, großer Beutel, hauptsächlich mit Wasser gefüllt kann den Daumen nur nach oben geben.

    MfG

    Michael from Outer Space

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  4. Wie gehts, Alde?

    Interressanterweise ist es in dieser Folge Riker und nicht der Beinahe-Archäologe Picard, der sich „außerordentlich“ mit einem großen Mythos der Galaxie-Geschichte auseinandergesetzt hat.

    Dass Worf in der ersten Staffel eher unterrepräsentiert ist, finde ich jetzt nicht so erstaunlich, ganz im Gegensatz zu Tasha. Worf ist zu diesem Zeitpunkt einfach nur der Klingone an Bord, ohne besonderen Aufgabenbereich. Tasha dagegen hat ja eine zentrale Funktion auf dem Raumschiff inne und wird trotzdem storytechnisch immer unwichtiger. Diese Folgen hier müssen Denise Crosby letztlich dazu bewogen haben, ihre Rolle aufzugeben. Für Michael Dorn war das dann natürlich ein Glücksfall.

    Wieso werden Riker, Troi und Crusher nach Aldea gebracht, Picard aber nicht? Da haben sich doch die Aldeaner die völlig falschen Verhandlungspartner ausgesucht.

    Das ist doch aber gar keine Geiselnahme!? Die Aldeaner haben die Kinder ja nicht entführt, um damit irgendwelche Forderungen durchzusetzen. Nein, sie haben doch damit bereits erhalten, was sie wollten.

    Der letzte wirkliche Bösewicht, den wir vor dieser Folge hier gesehen haben, dürfte wohl Lore gewesen sein.

    Das Lamm schrie „hurz“ und der Genpool macht „huch“. ^^

    Das war eine der wenigen Folgen, in der ich Wesley gut fand. Als Ältester der Gruppe war er auch einfach die natürliche Autorität für die anderen, nicht wie sonst gegenüber der Brückencrew, wo er immer eine gewisse Arroganz austrahlt und dadurch aber auch immer etwas lächerlich rüberkommt. Und er zaubert auch kein technobabbeliges Wissenschaftskaninchen aus dem Hut, sondern bedient sich realistisch der Mittel, die ihm und den anderen zur Verfügung stehen. In einen gewaltlosen Widerstand überzugehen, das traue ich durchaus einer solchen Kindergruppe zu. (Zumindest für eine Weile.)

    Das Gefeixe von Riker, Troi und Crusher wegen des Tribbles an Picard wirkte dagegen auf mich ziemlich gestellt.

    Fazit: Ja sicher, es gab schon schlimmere Folgen und Deep Throat hat mir auch sehr gut gefallen. Aber mehr als „durchschnittlich“ kann ich sie dann doch nicht bewerten, dafür war mir die gesamte Handlung einfach zu holzschnittartig.

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  5. Wiederum danke für die Folge, Ihr beiden 🙂

    Ich weiß gar nicht, ob ich das hier in irgendeiner Folge schon geschrieben habe, aber…

    Zum Thema Kinder an Bord:
    Ich finde es aus mehreren Gründen super, dass es auf der Ent-D Familien gibt.
    Zum einen zeigt es, dass sich die Mentalität geändert hat; das Beforschen des Weltraums ist weniger ein Job (im militärisch geprägten Umfeld), sondern vielmehr eine Lebenseinstellung. Das Leben mit allen Aspekten wurde einfach ins All verlegt. Das ist schön und für Science Fiction – vor allem für eine utopisch-positive Science Fiction – auch angemessen.
    Zum anderen würde ich die Frage der Sicherheit gar nicht überbewerten, Natürlich bringen die Reisen Gefahren mit sich, aber grundsätzlich böte die Ent-D mit der Untertassenabtrennung ja ein Mittel, bei manchen Missionen schon im Vorfeld zu entscheiden, dass hier die Familien einfach nicht mitkommen. Bei Raumstationen, so mein Eindruck, wird allgemein eher akzeptiert, dass dort auch Familien an Bord sind, obwohl sie auch in mehr als nur brenzliche Situationen geraten können und ihnen dann aber die Möglichkeit, wirklich effektiv zu fliehen, fehlt! Allgemein sehe ich in dem Punkt der Familien an Bord der Ent-D auch eine andere Facette einer neuen Einstellung: Vielleicht wird ein gewisses Risiko inzwischen einfach hingenommen, denn ST hat auch immer wieder gezeigt, dass es so etwas wie einen „sicheren Hafen“ (sei es nun eine Kolonie oder die Erde selbst) eigentlich überhaupt nicht gibt.

    Zur Episode selbst:
    Ich bin mir sicher, dass „DSdA“ nicht meine erste TNG-Folge war, aber sie gehörte wahrscheinlich schon zu den füheren. Teile davon haben mir ausgesprochen gut gefallen, zum Beispiel, dass die Aldeaner ihre Technik so selbstverständlich benutzten, ohne sie zu verstehen. Insgesamt besitzt sie für mich wiederum eine dieser angenehmen TOS-Ausstrahlung, die die frühen TNG-Staffeln schon auch noch bereichern können, während spätere Staffeln einfach zu routiniert wirken.

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    • Zum einen zeigt es, dass sich die Mentalität geändert hat; das Beforschen des Weltraums ist weniger ein Job (im militärisch geprägten Umfeld), sondern vielmehr eine Lebenseinstellung. Das Leben mit allen Aspekten wurde einfach ins All verlegt.
      => Das ist durchaus ein bedenkenswerter Ansatz. Entsprechend ist ja dann genau dies auch eines der Dinge, die Guinan in „Yesterday’s Enterprise“ an der veränderten Zeitlinie als falsch auffallen: Die Enterprise ist kein Kriegsschiff, darf kein Kriegsschiff sein, sondern die zweite Heimat für viele Familien, deshalb müssen die Kinder wieder an Bord zurückkehren.

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  6. Hallo zusammen!
    Danke für diese Besprechung einer unerwartet aktuellen Folge. In einem Punkt muss ich euch auch recht geben, wenn man nämlich nur auf Logikfehler achten würde, könnte man sich praktisch gar nichts mehr anschauen. Das Star Trek als Allegorie funktioniert, gilt wohl für einen Grossteil der SF.
    Einen Punkt möchte ich aber doch nennen, der mir ein wenig seltsam vorkommt. Wie tarnt man einen Planeten? Ich meine, er kann ja nicht gegen alle Gravitationseinflüsse abgeschirmt sein, sonst würde ihn alleine die Fliehkraft aus dem System heraustragen. Seine Gravitation aber würde ihn unbedingt verraten. Schon Ende des 19. Jahrhunderts konnte die Position des Planeten Neptun alleine aus Störungen der Bahn des Uranus errechnet werden.
    Na ja, mit Hard Science hat Star Trek das ja eher nicht so…
    Übrigens, der letzte wirkliche Bösewicht war doch eindeutig dieser Karnas aus „Die Entscheidung des Admirals“. Bürgerkriegsgeneral, Geiselnehmer, rachsüchtiger Fallensteller. Reicht das nicht?
    Daumen hoch für diese Folge.

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    • Hallo Kleiner Bruder!

      Ich stimme dir 100%ig zu, was die Tarnung des Planeten angeht. Es ist ja auch seltsam, dass Aldea lange Zeit als Mythos galt, aber sobald die Enterprise dorthin fliegt und ein bisschen in der Gegend herumscannt, lüften sie dieses „große Geheimnis“.

      Bei Karnas hast du auch recht, mehr Bösewicht geht kaum! 😉

      MfG

      Michael from Outer Space

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