#110: Where No One Has Gone Before (TNG 1.05)

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26. Oktober 1987:
Verkleidete Wildschweine, Mütter und Feuerwände – sie alle warten dort auf uns, wohin die Enterprise nach einer wilden Fahrt mit zunächst lächerlicher und dann wahnsinniger Geschwindigkeit vordringt. Dort, am äußeren Ende des Universums, tief innen drin in unseren Wünschen und Ängsten.

In Deutschland: Video-Fassung veröffentlicht auf Die unheimliche Macht im Mai 1988; Der Reisende (TV-Fassung), ausgestrahlt am 12. Oktober 1990.

26 Gedanken zu “#110: Where No One Has Gone Before (TNG 1.05)

  1. Ich glaube, das ist ein persönlicher Rekord: gerade mal 51 Sekunden der Folge geschafft, und schon drängt es mich, den ersten Kommentar abzusetzen:

    Die Titelmusik ist
    DER
    HAMMER!!!

    …so, jetzt weiter mit der Folge…

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  2. Galaxy Class neben Excelsior Class gab es doch auch schon im Pilotfilm. „Au revoir, mon ami.“

    Dieses Eso-Geschwafel von Kosinski, dieses Vage, scheint doch aber beabsichtigt vom Drehbuch. Schließlich sagen die Enterprise-Chefingenieure (interessanterweise spricht Riker in dieser Folge vom Plural) ja dann entsprechend, dass das alles Blödsinn ist, was der Kosinski da so zum Besten gibt.

    In welcher Folge wird das denn eigentlich das erste Mal angesprochen, dass man bei Warp 10 sich praktisch überall gleichzeitig im Raum befindet?

    Da hat der deutsche Introtext ja dann doch irgendwie recht, wenn er sagt „dringt die Enterprise in Galaxien vor, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat“.

    Interessant dieser Gegensatz: Kosinski ist überglücklich, einen Fehler gemacht zu haben, der Reisende dagegen ist deswegen tief zerknirscht.

    Wesley sagt nicht, dass Raum und Zeit miteinander verknüpft sind, das wissen wir ja seit Einstein schon. Er sagt dagegen, dass Raum, Zeit und Gedanken miteinander verknüpft sind.

    Und Galileo hat auch nicht gesagt, dass die Erde rund sei, denn das war damals schon allgemeiner Konsens. Er vertrat vielmehr das heliozentrische Weltbild des Kopernikus.

    Cool finde ich, als das Raumschiff sozusagen kosinski/reisender-beschleunigt, dann dilatiert die Enterprise, sie sieht aus wie auseinandergezerrt.

    So, erstmal Pause. Heute abend hör ich dann weiter. 🙂

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    • Hallo Don!

      Das mit den „Chefingenieuren“ ist mir auch aufgefallen. Es muss natürlich einen Chef geben, der mehrere Untergebene und Stellvertreter hat. So richtig wird das bei Star Trek aber nie erklärt.

      „In welcher Folge wird das denn eigentlich das erste Mal angesprochen, dass man bei Warp 10 sich praktisch überall gleichzeitig im Raum befindet?“

      Das passiert in der VOYAGER-Folge 2.11 „Threshold / Die Schwelle“.

      Ja, in dieser EINEN Episode dringt die Enterprise tatsächlich mal in Galaxien vor, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat! 😉

      „Und Galileo hat auch nicht gesagt, dass die Erde rund sei, denn das war damals schon allgemeiner Konsens. Er vertrat vielmehr das heliozentrische Weltbild des Kopernikus.“

      Danke für diese Richtigstellung! Ich war auch schon auf dem Sprung, darauf hinzuweisen.

      MfG

      Michael from Outer Space

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    • So, jetzt habe ich auch den Rest angehört. 🙂

      Das, was die Crew erlebt, sind ja nicht immer nur Wunschträume. Denn ich glaube z.B. nicht, dass Tasha sich wünscht, vergewaltigt zu werden!
      Die Frage, was sich Data vorstellen könnte, ist aber wirklich interessant. Und verweist ja schon auf die Folge „The Measure Of A Man“, in der Louvois sich die Frage stellt, ob Data eine Seele hat. Oder sind es doch immer nur Algorithmen, die in seinem positronischen Gehirn agieren? Und würde das hier am „Ende des Universums“ eventuell trotzdem schon reichen, um irgendwelche Realitäten zu kreieren?

      Au ja, auf Star Trek VI im Podcast freu ich mich auch schon sehr. Das ist und bleibt mein Lieblingsfilm der Reihe.

      Dieses Gespräch mit dem Reisenden auf der Krankenstation ist einfach nur großartig. Alle Schlussfolgerungen der Anwesenden werden in den Antworten des Reisenden immer gleich relativiert. Und Picard ist so ziemlich der einzige, der zumindest erahnen kann, was der Reisende mit seinen Ausführungen sagen will.

      Herrlich finde ich auch, als Picard ihn fragt: „Wesley? Haben wir denn Zeit für sowas?“ und der Reisende, für den die Zeit ja eh etwas Fluides hat, fast amüsiert antwortet: „Ja natürlich.“

      Gehasst habe ich Wesley auch nie, aber nervig war er durchaus.

      Das mit den Illusionen ist aber irgendwie uneinheitlich. Tasha kann Wofs Targ sehen, Geordi ist aber nicht zusammen mit ihr auf Turkana IV. Picard sieht das Feuer, das der Crewman mit seinen Gedanken entfacht hat, die Ballettänzerin sieht für ihn aber auch nur wie ein tanzendes Crewmitglied aus und hat dann auch kein Ballettkleid an. Und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass Riker Maman sehen konnte.

      Vielleicht kann nur der die Illusion des Feuers löschen, der sie auch entfacht hat?

      Was ich etwas merkwürdig fand, dass Picard bei einem Logbuch-Eintrag meint, jede Zeitangabe sei nun bedeutungslos. Die Schiffschronometer werden ja wohl noch funktionieren, oder? Und am Ende sehen wir ja auch, dass es bei dieser Reise offenbar keine Zeitdilatation oder sowas gab.

      Was war zuerst da: Die Enterprise oder das Ei?

      Und auch von mir gibt es den Daumen hoch für diese Folge! (Für den Podcast ja sowieso!)

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  3. Was den Sporenantrieb von Discovery angeht, ich glaube nicht, dass viele Fans ein Problem damit haben, dass es hocus pocus ist, sondern vielmehr, dass so ein Hammerding vor TOS stattfindet.

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    • Auch das ist wohl nicht das Problem, sondern vielmehr, dass in den späteren Serien keine Rede mehr davon ist und bis zum Ende der zweiten Staffel Discovery nicht glaubwürdig erklärt wird, warum das Wissen über ihn scheinbar komplett aus dem Universum getilgt wurde. Gerade bei VOY würde man doch erwarten, dass er als mögliche, wenn auch unwahrscheinlich zu realisierende Option für eine schnellere Heimreise zumindest mal Erwähnung findet („Captain, vor fast 120 Jahren experimentierte man mal mit einem neuartigen Antrieb, der Sprünge blablabla… Der Antrieb hatte negative Nebenwirkungen auf das von ihm genutzte Myzelnetzwerk, aber vielleicht lässt sich mit dem Prinzip etwas anfangen“), aber nichts dergleichen. Man muss also davon ausgehen, dass nach Discovery niemand mehr von dem Sporenantrieb weiß. Sämtliches Wissen wurde gelöscht, alle Datenbanken davon gereinigt, niemand hat je wieder in der Richtung geforscht.

      Discovery hat aber noch eine finale Staffel, um das glaubwürdig zu erklären, also hat es in dieser Hinsicht Kredit bei mir. Kurtzman hatte auf diese (mehrfach geäußerte) Kritik immer damit reagiert, dass er sagte, es werde am Ende alles erklärt werden. Mal schauen, ob er liefert.

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      • Ich habe bei dem Mann ja leider nicht mehr die Hoffnung, dass er weiß was er sagt… aber ich lasse mich überraschen – was sonst. 😉

        Bzgl. des künftigen Unwissens um den Sporenantrieb hatten sie meiner Meinung nach die beste Vorlage! Der Antrieb WAR ja geheim, bis sie dies scheinbar vergessen haben und dann schrieben sie sich das Versprechen an die JahSepp ins Drehbuch, da meinte ich sie bekämen noch die Kurve – nein, es wird fröhlich offen weiter gesprungen. Wenn Björn Sülter nicht auf Twitter (!!!) Anthony Rapp (!!!) gefragt hätte, warum sie den Antrieb weiterhin nutzen und er meinte, mit Dr. Culbers Verlassen des Netzwerks wäre man der Meinung das Versprechen sei hinfällig, wäre ich wohl noch mitten in der 2. Staffel durchgedreht. 😉 Ganz ehrlich, man möcht‘ sich beim darüber Nachdenken den Kopf an der Wand anschlagen, denn so geht es mir mit so vielen DSC-Aspekten. Wie kann man die Karre immer und immer in den Graben fahren? Bekommt Discovery noch irgendwann ’nen Führerschein? Ich bin mir nicht sicher, aber was soll ich machen… nicht schauen? – Derzeit noch keine Option, ich gucke natürlich weiter. 😉

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  4. Hallo, Jungs,

    Auch von mir erstmal großes Lob für das neue Intro. Ich musste ein wenig suchen, bis ich herausgefunden hatte, woran mich die Musik erinnert. Es klingt so wie Jean Michel Jarre und die Musik der ganz alten Terra X Folgen aus den 80ern. Befremdlich aber faszinierend. 😁

    Für die Folge kann ich aber nur einen Daumen quer geben. Ich weiß nicht, ob ich das schon mal erwähnt habe, aber ich habe immer so ein Problem mit Surrealismus. Ich kann damit einfach nichts anfangen. Und ich verstehe immer noch nicht, warum Wesley nun so ein Genie sein soll. Er scheint so das jugendliche alter ego von Roddenberry zu sein, sein zweiter Vorname lautet nicht zufällig Wesley.

    Außerdem habe ich den leisen Verdacht, dass diese Folge so eine Art Halloween light sein soll, mit den leichten Gruseleffekten und so. Wenn das tatsächlich so gewollt war, dann hat es allerdings nicht gut funktioniert. Ich habe schon gruseligere Halloween-Folgen gesehen.

    In der Szene als Wesley beschreibt, was er gesehen hat, sagt er im Original „he phased“. Das wurde in der Synchro zu „er desintegrierte“ – AUA!

    LL&P
    Eure Bridge

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    • Nachtrag:

      „Forscht, wo ihr was zum Forschen findet
      Das Unerforschbare lasst unergründet“
      (Erich Kästner „Das fliegende Klassenzimmer“)
      😁

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    • Das meinte ich, als ich sagte die Arena Syncro sei etwas lieblos in der ersten Staffel. In der Syncro von Studio Hamburg für die Videothek sagte er „er fasierte“

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      • Bon soir miteinander!

        Jaaaaa, das Thema Synchro. Ich mag die Synchro von TOS sehr, sehe die Serie lieber auf deutsch als im O-Ton. Das mag keine populäre Meinung sein, geht mir aber am Allerwertesten vorbei. Die folgenden Serien dagegen ziehe ich auf englisch vor. Worüber man sich bei TNG nicht beschweren kann, bevor sie zu SAT1 wechselte, sind die Stimmen, allen voran Rolf Schult (Robert Redford, Anthony Hopkins im „Schweigen der Lämmer“, Captain Kirk in der Fernsehfassung von TAS, ja, die war in jeder Hinsicht daneben) und Michael Pan für Data. Die beiden waren es damals, die mich durch die ersten Staffeln gebracht haben. Was man aber auch nicht übersehen sollte, ist, dass die deutsche Fassung eine Sache besser macht als das Original… und das haben unsere beiden Podcaster übernommen: sie sagen Picar und nicht, wie es der britischste Franzose aller Zeiten auf englisch tut, PicarD (denn das D wird nicht ausgesprochen). Es ist also nicht alles schlecht…

        Gut Nacht
        PeeWee

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  5. Wenn Wesley so ein Wunderknabe ist, dass er Raum, Zeit und Gedanken manipulieren kann: Macht ihn das zu einem Thetan der 16. Stufe, ähnlich wie Tom Cruise?

    Ihr sagtet ja bereits im Podcast, dass L. Ron Hubbard ein Kumpel von Roddenberry war. Versteckte pseudoreligiöse Church-Botschaften?

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  6. Hallo ihr Lieben,

    danke für die schöne Folge mit toller Musik und wie gesagt, den Award habt ihr verdient. ☺️

    „Der Reisende“/„Where no one has gone before“ hatte ich im Okt. ’90 auf dem ZDF gesehen und dann seeehr viele Jahre nicht mehr. Hier war auch eine Lücke in meiner MC-Sammlung, so dass ich lange nur wage Erinnerungen hatte, was mir die Episode und alles etwas mystifiziert hatte. Von daher fühlt es sich immer wieder besonders an sie zu sehen und die kindlichen Eindrücke, die mir so lange verschwurbelt blieben, zu entschlüsseln. Die Folge bietet tolle Bilder und viel zum Grübeln und Weiterspinnen.

    Data mit der Stimme von Biene „Willi“, super Simon. 😉👍🏻

    Bis nächste Woche 😀🖖🏻
    LG

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    • Oha, gerade aus dem Lach-Flash zurück… nachdem ich in der Rückspultaste gerade den offenbar echten stimmlichen „Willi“ hörte, muss ich den Data-Willi relativieren. 😂👍🏻

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  7. Was ich ganz vergessen hatte… zur Frage ob Data hätte Visionen haben können. Er hat Ziele/ Vorhaben, aber ich glaube bei dem Gesehenen brauchte es Phantasie. Ich denke erst später, als er sein Traumprogramm hat, hätte er in dieser Galaxie auch ein solches Erlebnis haben können.

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  8. Hallo zusammen!
    Wieder habt ihr eine schöne Zusammenfassung der Folge gegeben. Doch, den Reisenden fand ich schon sehr geheimnisvoll. Was diese Illusionen sollten ist mir aber nach wie vor nicht klar. Lag das an diesem speziellen Raumgebiet oder am Reisenden oder am Stress? Wozu war das gut, mal so rein erzähltechnisch?
    Der Anfang der Folge erinnert mich an STC „Computer M5“: verrückter Wissenschaftler und technische Experimente, die natürlich schiefgehen.
    Ja, und die Frage nach dem Hocus- Pocus. Bei Star Trek war es doch sonst immer Konsens, dass die Technik zumindest einen pseudowissenschaftlichen Anstrich hatte und auf wissenschaftlichen Theorien, Ideen oder zumindest Gedankenspielen beruhte. Anderes konnte vielleicht mal als ausserirdische Technologie vorkommen. Natürlich wissen wir, dass der Warp-Antrieb irrsinnig viel Energie verbrauchen und am Rand der Warpblase grossflächige Zerstörungen anrichten würde. Aber es klingt wenigstens nach einem Antrieb. Bei STD gibt es ein unsichtbares Pilzgeflecht, das mit einem Riesenbärtierchen genutzt werden kann.
    Echt jetzt? So was hätte ich bei Farscape erwartet. Und es wird anscheinend nicht weiter thematisiert, wo das her kommt, wer das entdeckt haben soll, ob das ein Testprojekt ist – nix. Es ist einfach da und wird benutzt, Punkt. Irgendwann, so habe ich gelesen (ich weigere mich ja, für Netflix Geld auszugeben), werden mal ethische Fragen gestellt, immerhin. Wäre das eine originäre Serie wäre das wohl egal, aber dann würden das garantiert nicht so viele Leute gucken. Und auf den Trailern sieht es so aus, als ob die Discovery sich wie ein wildgewordener Quirl um die eigene Achse dreht, das fand ich auch sehr seltsam.
    Vielleicht doch auch ein paar Worte zu eurer Titelmusik. Ich steh jetzt nicht so auf den alten Synthesizerklang. Und mehrmals hatte ich den Eindruck, dass die Tonspur hakt – oder war das Absicht? Die Musik davor war ja auch ein wenig schräg, besonders zum Schluss hin, aber doch ein bisschen besser.

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  9. Für mich eine weitere gute Folge der 1. Staffel. Einführung des Reisenden. Das erste Mal, dass die Enterprise wirklich die Galaxis verlässt. Und auch andeutungen der Entwicklungen von unserem „Liebling“ Wesley.

    Daumen hoch

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