#105: Star Trek IV: The Voyage Home (MOV 04)

tad105 Episode herunterladen (MP3, 124 MB)

26. November 1986:
In den drei letzten Filmen waren große Antagonisten am Start und es wurde fleißig gestorben. „Genug davon!“ fand Leonard Nimoy und drehte ein Star-Trek-Kinoabenteuer für die ganze Familie. Genießt mit uns diese Actionkomödie (ein heute vergessenes Relikt aus der Reagan-Ära), die eine gehörige Portion Umweltbewusstsein vermittelt – dafür aber umso weniger Eddie Murphy.

In Deutschland: Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart, uraufgeführt am 26. März 1987.

Dieser Beitrag hat 42 Kommentare

  1. Felo

    Gerade schon mal eine Anmerkung zu Christine Chapel:
    mir war auch schon in den Titel-Credits aufgefallen, dass sie da als „Commander Chapel“ erscheint, daher habe ich gleich drauf geachtet: sie hat in dem Krisen-Raum, wenn ich mich richtig erinnere, als Dialog ein oder zwei Sätze, in denen sie verlangt, dass die Krankenhäuser mehr Notfall-Energie zugeteilt bekommen.
    Sie scheint also tatsächlich die Karriereleiter raufgefallen zu sein, aber nach wie vor im medizinischen Sektor geblieben zu sein.
    (Vielleicht leitet sie ja jetzt sogar die medizinische Abteilung der Sternenflotte, und McCoy muss ihr Rede und Antwort stehen – schöner Gedanke, oder? 😉 )

  2. peeweeski

    N’abbend Mädels!
    Ich bin zwar erst bei 9Min41Sek, aber ich glaube, es gibt Grund, da eine Kleinigkeit gerade zu rücken. Ihr macht euch sehr darüber lustig, dass das Marketing in Deutschland auf den Zurück-Titel ausgelegt war… ich glaube aber, das war keine rein deutsche Sache, sondern eher eine europäische. Zumindest das britische Poster geht da in eine sehr ähnliche Richtung, und das ohne die Ähnlichkeit zur McFlyschen Zeitreise (lernen wir bei Avengers 4, dat dat alles Quatsch is), also werft mal ein Blicklein hierauf: https://www.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fd1w8cc2yygc27j.cloudfront.net%2F-6207796529666018265%2F7407497904834284244.jpg&imgrefurl=https%3A%2F%2Fwww.collectors.com%2Fentertainment-item%2Fstar-trek-iv-original-british-rolled-27×41-movie-poster-4%2F-6207796529666018265&docid=zVE39mtY9LRkSM&tbnid=AJcyFL7B7HBhMM%3A&vet=10ahUKEwjS7fOqgefhAhXE0qYKHU95DjYQMwhIKAYwBg..i&w=332&h=500&itg=1&bih=632&biw=1366&q=british%20poster%20star%20trek%204&ved=0ahUKEwjS7fOqgefhAhXE0qYKHU95DjYQMwhIKAYwBg&iact=mrc&uact=8
    Gute Nacht!
    PeeWee

    1. Sebastian

      Mahlzeit PeeWee,

      da hast Du völlig recht, bei der Gewichtung der Titelschriftzüge auf den Postern ist ein europaweiter Plan erkennbar, „Star Trek“ kleinzuhalten. Zu dieser Marketingstrategie passt auch der rückblickende Teaser, den wir erwähnen.

      Die gewollt-erzwungene Titelverwechslung funktioniert aber nur in Deutschland.

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

  3. Benjamin

    Ich habe einen Gedanken zum transparenten Aluminium. Ich hatte die Szene immer so verstanden, dass die Formel nur als Bezahlung dient, das Aquarium aber aus herkömmlichen Acrylglas gebaut wird.

    1. Bridge 66

      Stimmt. Ich war zuerst auch darauf reingefallen, aber allein die Umstellung der Produktion hätte viel zu lange gedauert. Nichols sagte ja, die benötigte Stärke hätten sie auf Lager. Aber umsonst wäre das nicht gewesen und Stehlen kommt nicht in Frage.

    2. Felo

      So habe ich das auch aufgefasst. Allerdings ist mir das auch erst jetzt beim Anschauen aufgefallen. Ich hatte das nämlich früher auch immer anders verstanden, und war bis dahin immer davon ausgegangen, dass sie die dünneren Wände deshalb brauchen, weil in meiner jugendlichen Ahnungslosigkeit davon ausging, dass 6-Zoll-dicke Wände soooo dick sind, dass die allein schon den ganzen Frachtraum in der Bounty ausfüllen würden, und somit kein Platz mehr für die Wale bleibt.
      Ähem. *Rotwerd*
      15 cm! 😀

      Übrigens habe ich den Eindruck, dass Scotty auch deshalb so „ungeschickt“ tippt, weil James Doohan wieder mal seine Hand so gehalten hat, dass man den fehlenden Finger nicht sieht.

    3. Sebastian

      Mahlzeit Ben,

      oh Mann, jetzt ergibt die Szene nach über einem Vierteljahrhundert endlich einen Sinn. Danke, das hätte ich erkennen können. Nur finde ich jetzt den Kniff mit der verkauften Formel noch etwas schmutziger als sowieso schon.

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

      1. Kai

        Und ich frage mich immer: Warum sind die Fenster im Krisenstab (der vielleicht eher unter der Erde sein sollte) nicht aus transparentem Alu? Vielleicht wurde es doch nicht erfunden 😉

      2. HaChri

        Wenn man mal das Buch zum Film liest (Sicherlich – es ist nicht Canon), wird es etwas aufgedröselt . Ich meine mich zu Erinnern, daß Scotty explizied sich diese Firma des Herrn Nichols heraus gesucht hat, da dieser wohl in der Zukunft als Entdecker des transparenten Aluminiums glit. Zumindestens mehr angedeutet.

        Scotty verkauft dem Typen eine Idee, die er sowieso irgendwann gehabt hätte. Moralisch ? Tja…. aber witzig.

        Aber es ist auch schon Ewigkeiten her, daß ich das Buch gelesen habe.

        ‚Live long and propper‘

  4. Bridge 66

    Hallo, Jungs,

    Hier ist er also, mein großer Schlüsselmoment in meiner „Karriere“ als Star Trek Fan. Nachdem wie bereits erwähnt die ersten drei Filme irgendwie an mir vorbeigegangen waren und ich eher zu Star Wars tendierte, besuchte ich eines schönen Tages im Frühjahr 1987 eine alte Brieffreundin, die kurz zuvor geheiratet hatte. Wohl auf Initiative ihres Mannes gingen wir ins Kino und was soll ich sagen – ich verliebte mich in diesen Film. Diese herrliche Komödie war im wahrsten Sinne des Wortes erfrischend („wie ein Sorbet zwischen zwei Hauptgängen“ – treffend ausgedrückt). Ich steckte mitten im ersten Ausbildungsjahr und brauchte eine Ablenkung. Der Humor des Films erinnerte mich an meine Lieblingsfolgen von TOS wie „Kennen Sie Tribbles?“ oder „Morgen ist Gestern“, wo es ja durchaus Parallelen gibt.
    Meine Lieblingsszenen:
    „Hallo, Computer…“
    Kirks entsetztes Gesicht, als Spock mit Gracie kommuniziert
    Die Jagd durch Krankenhaus
    Und „Klonk!“ – als die Harpune mitten in der Luft abprallt. Es ist mir immer wieder ein „innerer Reichsparteitag“.
    Ein wenig beneide ich Gillian. Welcher Fan wünscht sich nicht, mit Kirk & Co in die Zukunft reisen zu dürfen?

    Natürlich kam mir schon das eine oder andere komisch vor.
    Wo war die Enterprise? Ach ja, die war ja kaputt.
    Was machten Kirk & Co auf Vulkan und was war dieser grüne Schrotthaufen da eigentlich? Ach ja, da war ja was…
    Und wieso hat Sulu plötzlich Halsschmerzen? Wie bitte? Der wird von Tommy „Alf“ Pieper gesprochen? Oh my…

    Über den Titel konnte man ja nur müde grinsen. Kein Mensch hätte Jim, Spock und Pille mit Marty McFly und Doc Brown in Verbindung gebracht.

    Noch ein paar Kleinigkeiten :
    DNA kann tatsächlich ziemlich langlebig sein. Archäologen haben in den letzten Jahren die Verwandtschaftsverhältnisse von Jahrtausende alten Pharaonenmumien bestimmt.

    Shuttle „Enterprise“ :Ironie der Geschichte ist, daß sie nie ins Weltall flog. Sie hatte keinen eigenen Antrieb und keinen Hitzeschild und wurde nur zu Testflügen in der Atmosphäre eingesetzt,auf dem Rücken einer Boeing 747.

    Der Captain der Saratoga ist nicht nur Geordis „Mutter“, sie ist auch die Königin von Zamunda und damit die „Mutter“ von Eddie Murphy.

    Der Präsident, im beta-kanon Hiram Roth genannt, wird von Robert Ellenstein gespielt, der später in „Die Frau seiner Träume“ Steven Miller spielt, Deannas beinahe – Schwiegervater.

    Spock hat erstaunliche Kräfte in seinem Nackengriff. Der Punk im Bus hatte eine dicke Lederjacke mit Kragen an und trug dazu noch ein mit Nieten besetztes Halsband!

    Die Walmodelle waren so gut gelungen, daß sich Tierschützer darüber aufregten, wie rücksichtslos die Filmleute mit den Tieren umgegangen sind.

    Und wer sagt, daß Gillian ins Weltall fliegt? Ihr Schiff kann doch auch die Meere der Erde erforschen. Bestimmt wird sie ihren Lieblingen nicht von der Seite weichen wollen und sie selbst wies darauf hin, dass sie dreihundert Jahre nachzuholen habe.

    Der klingonische Botschafter heißt im Buch Kamarag. Es gab mal einen Karamellriegel, der so ähnlich hieß. Gibts den eigentlich noch?

    LL&P
    Eure Bridge

  5. Kai

    „Mission Farpoint Teil 1 und 2“ zeit Netflix an 😉

  6. Denilee

    Hey Leute,

    es tut mir leid euch enttäuschen zu müssen, aber ihr seid wohl nicht drum rum gekommen Eddie Murphys deutsche Stimme im Film zu hören, da Murphys Stammsprecher Randolf Kronberg in diesem Film, wie auch schon bei den SAT.1 Folgen Dr. McCoy spricht. 🙂

    Ansonsten – wie immer – toller Cast. Freue mich schon auf TNG.

    1
    1. Torsten aus Gross-Gerau

      Stimmt! Grundsätzlich finde ich es schade, dass die deutsche Syncro von Euch immer ignoriert wird. Deshalb wurde auch nicht von Euch erwähnt, das Sulu in diesem Film von Thommi Pieper (ALF) gesprochen wird.

      1. Sebastian

        Mahlzeit Torsten,

        mit der Synchro sind wir praktisch nicht vertraut, da wir seit 1995 keine Folgen mehr auf Deutsch gesehen haben. Bitte hab Verständnis dafür, dass es der eng getaktete Wochenrhythmus nicht zulässt, dass wir auch noch die uns zum Großteil unbekannte deutsche Synchronisation erarbeiten.

        Um das Thema wenigstens einmal angerissen zu haben, haben wir letztes Jahr eine Sonderfolge produziert, die unser erstes und letztes Wort dazu darstellt:

        https://trekamdienstag.de/2018/03/23/trek-am-freitag-3-synchronisation/

        Bis nächsten Dienstag,
        Sebastian

        1. Torsten aus Gross-Gerau

          Alles gut!👍ihr seit trotzdem die Besten!
          Ich schaue jede Folge vorher zweimal. Einmal auf deutsch und einmal auf englisch mit deutschen Untertiteln. War bei den Filmen natürlich jetzt auch etwas Arbeit 😉

      2. Bridge 66

        Hallo, Thorsten,

        Dazu sind doch die Kommentare da, dass Leute wie wir unseren Senf dazugeben können. Das ist doch der Spaß an der ganzen Sache. 😁

    2. Steffen

      Als ihr zum Thema Eddie Murphy gekommen seid, habe ich auch nur drauf gewartet, dass ihr auf Randolf Kronberg kommt. In einem Interview mit Randolf Kronberg habe ich mal gehört, dass Simon da nicht alleine mit seinem Hass auf Eddie Murphys Synchronstimme ist. Randolf selbst habe es immer geHASST, seine Stimme in derart hohe Tonlagen zu hieven. DeKelley war ihm deutlich lieber 😉

  7. Michael from Outer Space

    Tach allerseits!

    Euch ist wieder einmal ne super Diskussion gelungen! Manchmal schreibe ich das nicht extra hin, weil es für mich inzwischen schon selbstverständlich ist.

    Viele Trekkies finden, dass „The Search for Spock“ sehr an eine TOS-Folge erinnert. Dem stimme ich teilweise zu. Für mich ist aber „The Voyager Home“ derjenige Kinofilm mit der TOS-Crew, der sich am stärksten an die Serie anlehnt. Dafür gibt es mehrere Gründe.

    Dass die Story im Prinzip dieselbe ist wie in „The Motion Picture“ wurde im TREKcast schon erwähnt. Dort fiel es mir zum ersten Mal auf, obwohl ich die Filme vorher auch schon öfter gesehen hatte. MIND = BLOWN! 😀 Wahrscheinlich ist der Vorrat an mysteriösen Sonden, die im All rumfliegen und für Chaos sorgen nach „The Changeling“, „The Motion Picture“ und „The Voyage Home“ jetzt endgültig aufgebraucht. Die zweite Gemeinsamkeit zu TOS ist die Zeitreise. Zu Serienzeiten bediente man sich einer Zeitreise-Story, um das Budget zu schonen. Insofern ist die Zeitreise hier eine gelungene Homage an TOS. Übrigens nutzt die Crew dasselbe Manöver wie schon in der ersten Zeitreisefolge „Tomorrow is Yesterday“: Die Enterprise fliegt mit Höchstgeschwindigkeit auf die Sonne zu und wird durch die Zeit geschleudert. Die dritte Parallele ist in meinen Augen das Fehlen eines Antagonisten. Zwar könnte man die seltsame Sonde als Gegner bezeichnen, aber sie spielt im Film ja fast keine Rolle. Ihr einziger Zweck besteht darin, die Ausgangslage zu schaffen. So ergibt sich eine Situation, die in vielen (guten) TOS-Episoden anzutreffen war: Eine schwierige Situation muss gelöst werden, ohne dass man einen Feind hat, der einfach nur getötet werden muss. Dazu gehören wie schon erwähnt „Tomorrow is Yesterday“ und mindestens 12 weitere Folgen, die z.T. als Klassiker gelten. Hinzu kommt noch der Humor, welcher durch die Beziehungen der Charaktere seine Wirkung entfaltet und bei mir wieder einmal funktioniert hat (obwohl ich den Film zum ersten Mal vor ca. 20 Jahren sah).

    Die schon angesprochenen Tropes (Alien-Sonde, Zeitreise) kann man natürlich auch negativ auslegen und sagen: „Die sind doch zu faul, um sich endlich mal was Neues auszudenken!“ Es mus ja schließlich einen Grund dafür geben, dass bei späteren Serien eine Zeitreise als billiges Plot Device herhalten muss, um die festgefahrene Story aufzulösen. Das hemmungslose Herumpfuschen in der Vergangenheit zählt auch dazu. In „Tomorrow is Yesterday“ und „The City on the Edge of Forever“ bestand das Ziel noch darin, die Zeitlinie so wenig wie möglich zu beeinflussen oder begangene Fehler geradezubiegen. Ja, ich kann die Kritik verstehen. Was den Film für mich am Ende gut macht, ist nicht zuletzt seine Ausrichtung als Komödie. Wenn ich weiß, dass der ganze Plot sowieso nicht ernst gemeint ist, fällt es mir viel leichter über solche Dinge hinwegzusehen. In anderen Filmen oder Serien stören mich Logiklöcher, bei „The Voyage Home“ lache ich darüber. Mission erfüllt! 🙂

    Die Tatsache, dass eine Komödie beim Publikum gut ankam, zeugt in meinen Augen von der Vielfalt dieses SciFi-Universums. „The Motion Picture“ ist visuell beeindruckend und bietet als Story die Sinnsuche (Spock sucht nach der absoluten Logik, V’Ger sucht seinen Schöpfer). „The Wrath of Khan“ ist ein Action-Abenteuer mit einer Rachegeschichte. „The Search for Spock“ greift die Ereignisse des Vorgängers auf und bietet der Crew viele Szenen, in denen sie toll zusammenspielen. Bei „The Voyage Home“ setzte man dann vollständig auf Comedy und hatte Erfolg. Das beweißt die Kreativität und den Mut der Produzenten. Damals war man noch bereit, in viele verschiedene Richtungen zu denken. Genau das vermisse ich bei den späteren Filmen schmerzlich. Da gibt es nur noch Geballer und fiese Typen.
    Den mehrdeutigen Titel möchte ich hier nicht unerwähnt lassen. „The Voyage Home“, also die Heimreise, kann man einerseits als die Rückkehr der Crew in ihre Gegenwart verstehen. Andererseits ist es aber auch eine „Heimkehr“ auf die Enterprise. Kirks einziges Ziel besteht ja darin, wieder seine Enterprise zu kommandieren und das erreicht er am Ende dieses Films auch.

    Ich habe eine Frage an unsere beiden geschätzen Podcaster Simon und Sebastian:
    Ihr hattet in einer Sendung zu einer TAS-Episode (den Titel weiß ich nicht mehr) den Podcastpreis erwähnt. Werdet ihr dazu noch etwas sagen? Mich interessiert nämlich, wie das ablief, wie ihr es erlebt habt und wie nah ihr der Verleihung kamt. Ich habe schon auf der offiziellen Homepage nachgeschaut und euch dort nicht gefunden. Darum denke ich, dass ihr leer ausgegangen seid. Wie viele Stimmen hättet ihr denn gebraucht? Ich hatte natürlich für euch abgestimmt.

    TNG klopft schon an die Tür und ich freue mich sehr darauf, die Serie mit euch zu gucken.

    Engage!

    LL&P

    Michael from Outer Space

  8. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!
    Ich habe bisher nur kurz reinhören können. Deswegen ganz kurz ein paar Worte. Den deutschen Titel halte ich für besser als das Original. Denn, ehrlich, „Die Reise nach Hause“ ist doch eher nichtssagend. Gerade die Anlehnung an „Zurück in die Zukunft“ gibt da schon die Richtung vor: Zeitreise und Komödie.
    Was mich immer ein wenig gestört hat: diese Sonde. Wer ist das, warum ist er/sie/es da? Eigentlich ist das nur ein „McGuffin“,ein völlig austauschbarer Aufhänger für die Handlung. Es hätten auch Nashörner oder Maiglöckchen sein können. Aber OK, Wale sind halt fotogener. Wobei – da fällt mir Douglas Adams ein: „Macht’s gut und Danke für den Fisch“. Da hieß es doch sinngemäß, dass man den Intelligenzunterschied zwischen Menschen und Delphinen daran erkennen könne, dass letztere ständig nur im Wasser spielen. Und dass die Delphine das genauso sehen…

  9. Boga

    Da ich nicht so ein TOS-Fan bin habe ich euch bisher nur sehr selten mal gehört, aber seit den Filmen bin ich voll dabei und ihr macht das super. Freue mich auf eure weiteren Film- und Serienbesprechungen.

  10. Kleiner Bruder

    Hallo nochmal!
    Ein paar kleine Anmerkungen noch, bevor ich wirklich schlafen sollte. Es gibt hier zwar jede Menge Logiklöcher, und ein großer Freund von Zeitreisen bin ich auch nicht, aber diesem Film verzeihe ich so einiges. Einfach, weil er lustig und dabei gut getimt ist, aber auch wegen seiner friedlichen und moralischen Grundhaltung.
    Eine Frage brennt mir aber noch auf den Nägeln: wenn die Sonde Geräusche macht, die sowohl auf Raumschiffen als auch auf der Erde, und sogar unter Wasser gehört werden können – welches Trägermedium wird denn da genutzt? Die Sonde befindet sich im luftleeren Raum und die Wale haben kein Funkgerät!
    Auch zeigt der Film nicht, dass sich die Menschheit durch die Umweltzerstörung selbst vernichten würde. Wäre nicht diese besch…. äh, seltsame Sonde gekommen, hätte niemand, ausser ein paar Altertumskundlern, was gemerkt.
    Und Spock und McCoy haben etwas vergessen. „Shore Leave“! Spock meint ja, er könne nur mit jemandem über den Tod diskutieren, der das auch schon mal erlebt hätte ( und ich kann mir vorstellen, das er das ernst meint ). Ja, und was war damals McCoy passiert? Oder war der da doch nicht tot gewesen?
    Hm, der Typ, der da immer den Gehweg abspritzt – ist der vielleicht von Rent a Spy?

  11. econ

    Oh man, was habt ihr jetzt schon wieder gegen Randolf Kronberg. Eddy Murphys Erfolg hierzulande wäre nicht der gewesen – den er zweifelsfrei hatte – ohne die Deutsche stimme. Einfach unnachahmlich. Leider war Randolf Kronberg mit den letzteren Filmen Murphys um die Jahrtausendwende herum nicht glücklich und auch zunehmend schwieriger für seine Stimme. Wer einen direkt Vergleich möchte, möge in Shrek 1&2 und dann 3 ein Ohr auf den Esel werfen, denn leider ist Kronberg während der arbeiten an Shrek 3 2007 verstorben. Das Comeback des gerade mal 60 Jährigen Murphys (Gerüchte sagen: Berverly Hils Cops und/oder Prinz von Zamunda) wird dem entsprechend wahrscheinlich „Dennis Schmidt-Foß“ seine Stimme verleihen.

    Ach misst, Denilee hat es mir vorweggenommen aber um den Kreis zu Star Trek wieder zu schließen:
    Randolf Kronberg ist auch die Stimme der 1985er Sat1 Übersetzung und Film 4-6 von … DeForest Kelley aka. Dr. McCoy aka. Pille aka. Bones in TOS.

  12. TaoTao

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin noch nicht ganz durch, es ist aber wie immer eine große Freude und sehr unterhaltsam.

    Auch das Bonusmaterial der DVD machte mir Spaß, wenn ich auch Walter Koenigs Erzählung über seine Fluchtszene mit eigenem Theme, mit einem lachenden und einem traurigen Auge sah. Er erzählte breit grinsend wie glücklich er mit seinem Plot und dem speziell für ihn geschriebenen Thema ist. Dass es das einzige Mal gewesen sei, dass er sich als Teil des Ganzen gefühlt habe. Hm.

    Aber jetzt noch etwas uneingeschränkt sehr schönes – herzlichen Glückwunsch zum 2. Jahrestag! Schön dass es TaD gibt. Vielen lieben Dank! 🎈🎉🙌🏻

    LG
    TaoTao 👋🏻✌🏻👍🏻🖖🏻

    1. Sebastian

      Na, *wir* haben zu danken – für die Feier-Unterstützung, die ich gestern aus dem Briefkasten geholt habe! Du bist uns eine!

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

      1. TaoTao

        Ich fand es war Zeit für einen Award. 😉

        1
  13. Ingenieur

    Hallo ihr ✌🏼, eueren längeren Podcast werde ich vermissen wenn TNG komm. Aber zugleich freue ich mich mega auf die Besprechung meiner Lieblingsserie.

    Etwas anderes, ist es euch aufgefallen dass der Admiral der während der Übertragung von Yortown mit dem Präsidenten redet, Benjamin Siskos Vater spielt bei Deep Space Nine?

    Grüße und Make it so ✌🏼🖖🏼

  14. bjoernhh

    Wow, was für eine gespickte Podcast-Woche.
    Discovery geht ins Staffelfinale, da hatte ich fünf Stunden Podcast vom Discovery Panel, plus drei Stunden Trek am Dienstag.
    Viel mehr Podcasts habe ich nicht geschafft. Uff. Das muss sich jetzt mal ein bisschen entspannen, die Rückstände werden größer! Der Pile of Shame…

    Was für ein schöner Film! Ich sehe ihn immer wieder gern. Die Yes/No-Szene von Kirk und Spock im Auto war großes Timing, und so viel andere tolle Szenen…
    Am erstaunlichsten war die gewachsene Niere. Wie lange hat das gedauert? Ne knappe Stunde? Da hat der Körper aber was geleistet. Die Dame hat sich eine große Portion Krankenhaus-Abendessen verdient!
    Aber trotzdem sehr witzig!

    In einer Zeit, in der die Menschheit mehr denn je sich den heutigen Umweltproblemen widmen sollte, diese aber zu einem großen Teil einfach verdrängt, kann man einen Film mit dieser Botschaft sehr gut schauen,

    Und da Wale sowieso ein bisschen so aussehen, als wären sie nicht von dieser Welt, habe ich überhaupt nicht vermutet, dass hier mit Animatronics gearbeitet wird. Naja, wenn ich ein bisschen nachgedacht hätte: es war schon unwahrscheinlich, dass sie mit echten Walen gearbeitet haben. Aber ich gucke die Filme zur Unterhaltung, da muss man auch mal dem Kopf ein bisschen freigeben können…

    Gerade habe ich den TNG-Pilotfilm geguckt. Da gibt es auch viel anzumerken. So perfekt, wie man TNG in Erinnerung hat, ging es scheinbar nicht los. Freue mich auf Dienstag!

  15. Björn Ruberg

    Lieber Simon,

    es ist OT, aber du hast es (dankenswerterweise) erwähnt. Dein Plan, dem Klimawandel zuliebe deinen Diesel auszutauschen, ist gut gemeint, aber gerade deswegen möchte ich eine mögliche Modifizierung anregen. Denn der Austausch alter Wagen durch neue gefällt der Industrie, wirkt sich aber nur begrenzt positiv auf das Klima aus. Ein paar Feststellungen:
    – das Verschrotten funktionierender Autos hilft dem Planeten erstmal gar nicht
    – es hilft hingegen schon, die Mehrzahl seiner Personenkilometern in verbrauchsarmen Fahrzeugen zurückzulegen
    – Autos sind in der Herstellung so ressourcenintensiv, dass schon fraglich ist, ob der Austausch eines funktionierenden Autos durch ein sparsameres Neues überhaupt jemals in der Bilanz klimaschonend ist. Es muss jedenfalls viel gefahren werden, um das zu schaffen. (Man sollte aber auch nicht extra viel fahren, um das zu erreichen 😉 )

    Letzter Punkt gilt umso mehr in Anbetracht dieses unsäglichen Trends zu schweren, großen und klima- und platzfressenden Autos. Wenn du wirklich einen Effekt entwickeln willst, nimm am besten ein kleineres Auto – aber vor allem kein größeres.

    Die bessere CO² Bilanz haben Elektroautos. Das gilt trotz nachweislicher Gefälligkeitsrechnungen wie jüngst z.B. vom IFO-Institut. Der Trend zu großen Autos mit großer Reichweite ist hier zwar auch völlig kontraproduktiv, weil die Batterien eben auch sehr teuer herzustellen sind. Der Gesamtvorteil wird dadurch zwar kleiner, aber bleibt. Der Schlüssel zu wirklicher Klimaschonung liegt eben hier auch in kleinen Autos mit eher geringer Reichweite (was das Gegenteil ist von dem, was die Industrie verkaufen will)

    Der kurze konkrete Hinweis, wie man meines Erachtens in deiner Situation am ökologischsten mobil sein kann (ich mache es jedenfalls so): Prüfe, ob ein Peugeot Ion/Citroen C-Zero deinen Bedürfnissen entsprechen kann. Das ist ein charmant kleiner und extrem wendiger Stromer, gleichzeitig auch das günstigste vollwertige E-Auto. Du kannst ihn ab 145€ im Monat gebraucht dauermieten/leasen (monatlich kündbar). Ja, die Reichweite kann manchmal ein Problem sein und wahrscheinlich fehlt ihm auch für manche Transporte der Platz. Aber genau für den Fall hättest du ja noch deinen alten Diesel, den du einfach für solche Fahrten in Reserve halten kannst. Vielleicht sogar geteilt mit anderen Menschen, die es genauso machen. Du würdest deine Personenkilometer also auf einen ökologischen Wagen verlagern und machst nur die Strecken mit dem Diesel, für die du dessen Reichweite brauchst.

    Dieses Konzept taugt natürlich nur was, wenn das Halten von zwei Autos finanziell oder parkplatztechnisch machbar ist und deine täglichen Strecken nicht die 70km überschreiten. Wenn es aber passt, kannst du so wirklich etwas für das Klima bewirken. Falls nicht, sehe ich auch als Klimabewegter wenig Anlass, deinen lieb gewonnenen alten Diesel abzugeben. Dann kannst du stattdessen vielleicht jemand passenderen hiervon überzeugen und versuchen, deine Strecken mehr ohne eigenes Auto zurückzulegen. Das bringt mehr.

    Grüße,

    Björn

    1. econ

      Ja, blöd mit dem embedded Video, hier noch mal die Zeitmarke:
      25:15 Minute
      ?t=1515
      youtu.be/VuCCbZQzmYU?t=1515

  16. Martin Bräunlich

    WOW! Unimatrix Zero!!! (hier schreib ich Euch auch mal auf Eure Homepage).

    Mir ist beim Hören der Episode Euer Kommentar zu dem Apple Computer aufgefallen und natürlich auch die Anzeige für die „Yellow Pages“

    Könntet Ihr eventuell mal auf eventuelle Produktplatzierungen innerhalb des Star Trek Univerums in einem eurer nächsten Folgen eingehen? Finde so etwas immer sehr spannend und ich bin immer erstaunt wie viel Hintergrundwissen Ihr habt!

    Ich habe mich natürlich auch mal auf der englischsprachigen Memory Alpha belesen, in der es einen Artikel dazu gibt. Es interessiert mich aber natürlich auch was Ihr Beiden dazu denkt und was Ihr davon haltet wenn für aktuelle Produkte in einer Zukunftsvision in der es ja eigentlich keinen Kommerz mehr geben soll dafür geworben wird.

    Freue mich auf Eure Kommentare und vielleicht ist es Euch ja auch eine kleine Randnotiz in der nächsten Episode wert.

    Auch dass im Star Trek Film ein zeitgenössischer Song (Beasty Boys-Sabotage) zu hören ist, was ich aber ehrlich gesagt ziemlich cool finde. Das spricht vor Allem meine Generation (Jahrgang 88 ((Retro!!! ;-P)) an.

    Ich wette dass die Downloadzahlen nach Release des Films durch die Decke gegangen ist…
    Das kann ja auch eine Art Produktplatzierung sein.

    Würde mich freuen, in diesem Sinne „Trek On“ !!! Macht weiter so!

    1. Sebastian

      Hallo Martin,

      Product Placement ist in Star Trek jetzt gar nicht sooo häufig, aber wenn es besonders eklatant ist, weisen wir darauf hin. In Folge 60 geht es z.B. auch darum, aber auch demnächst in der 149. (Aber noch keine Spoiler.)

      Bis Freitag,
      Sebastian

  17. Michael Kleu

    Obwohl mir Reisen in die „Gegenwart“ nicht so sonderlich gut gefallen, mag ich den Film sehr.

    Das mit den Walen ist mir nie sonderbar vorgekommen. Ich habe mir immer gedacht, dass Außerirdische mal an der Erde vorbeigekommen sind und dabei das lokale intelligente Leben studiert haben. Und zu der Zeit waren Wale dann eben die intelligentesten Wesen auf dem Planeten.

  18. Alex K.

    Die Idee mit den um das Schiff fliegenden fand ich toll, das stelle ich mir gerne vor 😀

  19. appiller

    Hallo Sebastian und Simon!
    Wieder eine klasse Podcastfolge; ich mag den Film sehr!
    Eine Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen :
    Zu Strafjustiz in der Zukunft, bei der so bilanziert wird – wobei man dann auch mal die guten Dinge ansieht und dergestalt einbezieht, dass dann plötzlich so einige Straftaten hintenrunter fallen.
    Wir haben in Deutschland in den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts bei einem hochrangigen Politiker ein Strafverfahren, bei dem es um erhebliche Tatvorwürfe ging, gemäß § 153a Abs. 2 StPO eingestellt, wegen der besonderen Verdienste deren sich dieser Politiker um die Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht hat!…
    🙂

  20. René

    Hallo zusammen,
    in der Tat ist Star Trek IV extrem lustig und einfach mal andere Kost. Und weil die Intention eben eine andere ist, kann man über das ein oder andere Plotloch getrost hinwegsehen. Ihr habt es ja angesprochen: Warum parken sie die Bounty mitten der City?
    Und noch viel besser: Wenn man sich doch aussuchen kann in welcher Zeit man sich die Wale holt, warum dann nicht ganz umkompliziert? Als Menschen noch auf allen Vieren gingen und man die Wale wahllos beim Planschen aus der Luft hätte beamen können? Klar dann wäre es nicht dieser tolle Film geworden. Allerdings … die TOS Crew in der Steinzeit… mmh.:)

  21. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    das mit dem „abzustoßenden Diesel“ hat auch mich aufmerken lassen. Es ist eine gängige Fehlanahme zu vermuten, man würde der Umwelt „etwas Gutes tun“, wenn man ein ineffizientes Gerät durch ein moderneres, sparsameres ersetzen würde. Betrifft auch Kühlschränke. Außen vor gelassen wird stets und ständig der ökologische Fußabdruck der Produktion. vom Erzgewinn bis finalem Transport. Diese Scheindiskussion hilft je nach Unternehmensinteressen bestens dabei, den eigentlichen Kasus Knacksus (nicht „Knacktus“!) zu verschleiern, dass wir nämlich viel viel weiter herunterkommen müssen in unserem Ressourcenverbrauch. Die Frage kann also nicht sein „welches Auto kaufe ich mir“, sondern „wie häufig kann ich wirklich Bahn / ÖPNV nutzen“ und „wann ist es unerlässilich, auf möglichst kurzen Strecken ein geliehenes Fahrzeug individuell zu leihen?“. Gibt es ein verkehrstüchtiges älteres Fahrzeug, ist dessen Weiternutzung mit Augenmaß besser als ein Neukauf.

    Als ich nun nach den Motion Pictures I, II und III diesen „mit Euch zusammen“ guckte, fiel mir sogleich die etwas seltsame Musik auf und dachte „Ach, DAS ist der Film mit diesem Sound.“ Weihnachtsmusik, aufgrund des Gebimmels hatte ich dieselbe Assoziation, dann wieder wie heroische teilmilitärische Marschmusik, mit fühlbarem Glorienschein, für mich ein sehr schräger Soundtrack, dem es an Weite, Raumgefühl, Sehnsucht, Einsamkeit, Unendlichkeit fehlt, wie wir es sonst oft empfinden, wo einem sogar manchmal die Gänsehaut den Körper entlangkribbelt. Es setzt sich fort bei den Tönen, die die Handlung untermalen. Schräge Fanfaren, die aus „Kojak“ oder „Die Staßen von San Francisco“ stammen könnten. (Auch wenn wir diese Straßen erleben dürfen, hihi)

    Meine allererste Flugreise führte mich 1982 nach San Francisco, zum Glück ein Jahr bevor HIV identifiziert wurde, mit „Northwest Orient Airlines“ von Hamburg über London-Gatwick und Minneapolis, was für ein Trip. Ein früher Lebenstraum. Drei Wochen San Francisco und dann Rundreise über Grand Canyon und Yosemite, was für ein Erlebnis.

    Umso entzückter war ich, als ich unsere Protagonisten nahe der Transamerica Pyramid durch die Straßen San Franciscos stolpern sah! Ich war im Kino hin und weg – mein Ort der Träume, mit Star Trek! Besser geht’s nicht.

    „I was born here“ – eine Anspielung auf George Takeis Homosexualität? Ganz sicher nicht! Er outete sich erst 2005, im Alter von 68 Jahren! Und ein Hint ohne seine Zustimmung, undenkbar. Anschließend war er aber auch sofort auf Pride Parades zu sehen, mit Vulkaniergruß und Regenbogenflagge. Die positiven Reaktionen haben ihn offenbar inspiriert. Ich wette, er hat es bereut, nicht früher Out OfThe Closet gekommen zu sein, aber es ist ja niemals zu spät dafür…

    Kleine Hintergrundinfo: San Francisco gilt zurecht als Mekka der LGBTQ+ Community, lange noch vor Köln, sogar seit den 1940er Jahren! Der Grund lag in zahlreichen unehrenhaften Entlassungen (Dishonourable Discharges – a tongue twister of its own!) der US Navy. Junge schwule Männer, aufgewachsen in Kleinstädten, im Bible Belt und dort, wo ein selbstbestimmtes Leben unmöglich war, nutzten die Chance die ihnen die Navy bot, welche massenhaft Personal wegen des Zweiten Weltkriegs benötigte. Ertappt in Flagranti oder durch Denunzierung, gab es bei festgestellter homosexueller Neigung sofort die Entlassung durch die Navy. Natürlich hatte niemand der Betroffenen Lust auf Rückkehr, Schmach und Schande in der alten stockkonservativen Heimat. Die in San Francisco Bleibenden ließen sich in der Castro Street und Umgebung nieder und begründeten die LGBTQ+ Community, die damals noch „Gay Village“ hieß. 1997 hatte ich das große Glück, eine tolle Stadtführung mit einer der damaligen Bewegungs-Veteraninnen zu erleben.

    Die wiederholte Filmvorführung im Herrenratszimmer von Enterprise-Zerstörung (wer hat das noch mal gefilmt?) plus der Genesis-Infographik – zum dritten Mal – fand ich wieder ärgerlich. Die Filmemacher weigern sich offenbar beharrlich dazuzulernen. Schade.

    Empfand ich die Landung des Klingonenschiffs auf Vulkan während einer Nachtszene noch als ziemlich gelungen, so erschien mir das Matte Painting bei Tageslicht als Billigkulisse. Das wäre mit einer anderen Lichtszenerie deutlich besser gegangen. Weiß jemand, warum Bedienstete auf Vulkan Schlumpfmützen tragen? Warum hat Spock keine?

    „Spock weiß sofort, was die Walgesänge bedeuten.“ Nein, er musste erst die Datenbanken der HMS Bounty durchsuchen, da tastet er sich langsam an die Spezies Humpback Whale heran. Man mag sich fragen: wie kann es sein, dass eine Klingonen-Datenbank die Fauna von Planet Terra beinhaltet? Meine Erklärung: die Umrüstung des Schiffs auf Vulkan kam auch mit der vollständigen Föderationsdatenbank als Komplettpaket. Schön auch Euer Einwurf, dass ja ein Abspielen von Tonkonserven in Richtung Sonde nichts brächte, weil ja niemand „walisch“ konnte. Ich musste an Dorie denken, aus „Finding Nemo“, die konnte walisch (oder meinte es zu können).

    Der Wasserschlauchmann: als Spock und Kirk eintreffen, ist dieser NICHT anzutreffen, dafür eine junge Dame in einem schrecklichen 1980er Jogginganzug, die sich euphorisch vor das Museumsschild stellt um sich vom Begleiter fotografieren zu lassen. In vielen Ländern, u.A. in Spanien, ist es leider üblich, nachts die Straßen und Gehwege mit irrsinnigen Wassermengen abzuspritzen. Ob da bei fortschreitendem Klimawandel und Wassermangel auch in Zukunft so bleiben mag, wage ich zu bezweifeln, denn es gäbe Alternativen wie z.B. mechanische Kehrmaschinen, die nur mit sparsamem Sprühnebel auskommen. Aber auch in den letzen Jahren sah ich es in Spanien weiter genau so. Hintergrund mag vielleicht die gefühlte Realität sein, dass man so den Staub binden könne.

    Straßenszene in San Francisco: in Interviews wird gesagt, dass es hier nur eine minimale Absicherung des Drehortes durch die Polizei gab, vorwiegend bezüglich der Auto-Fast-Kollision, die natürlich „staged“ war. Es heißt, man habe quasi „unentdeckt“ gefilmt, zufällig vorbei kommende Passanten angesprochen, wo man denn „Se Nuukliawössels in Alameda“ fände, und der Cop mit dem ausdruckslosen Blick sei auch einer von denen gewesen, die den Drehort sichern sollten. Die Frau, die dann schließlich im Vorbeigehen die erhellende Antwort gab, habe man dann „genommen“ für den Film, die aber anschließend nicht mehr wieder gefunden. Kann das wirklich so gewesen sein?

    Dr. Taylor musste offenbar mehrfach durch absichtlich angelockte (Brotkrümel!) Taubenschwärme fahren, vielleicht um ihren ungestümen Fahrstil und Temperament zu betonen. Als sie losfährt nach der Entdeckung der heimlichen Wal-Auswilderung, wie auch an der Promenade, wo sie erneut auf Kirk und Spock trifft, besonders dort sieht man deutlich, dass die Tauben vor der uralten Chevrolet-Pickup-Gurke Krümel wegpickten. Aufgeflogen – bildhaft gesprochen 🙂

    Ist Euch der rote „Quit Smoking“-Button aufgefallen, den der Prexicorp-Chef trägt? Ach, das passt in die Zeit, oder? Man sieht eigentlch keine rauchenden Leute, das wäre doch wieder eine Steilvorlage für unseren lieben „Landarzt“ gewesen. Auch ich verstand es so, dass man schnell das haben wollte, was dem Wasserdruck Stand hält, also das 6-Inch-Plexiglas, was man nicht für lau zu bekommen hoffen konnte, somit war das Geheimrezept für transparentes Aluminium die „Bezahlung“. Als Sulu in seinem Helikopter die Platte am Haken hat, kann man ja sehen, dass sie doch recht breit war (nun, es hätten natürlich auch mehrere dünne sein können). Als die Fracht ins (unsichtbare) Schiff versenkt wird, kann man den „verschwundenen“ Körper immer noch blässlich gegen den Himmel erkennen.

    Die Szene auf dem Flugzeugträger war eine echte Kooperation mit der Navy und alle Beteiligten hatten viel Spaß damit, wie man hört. Man durfte überall drehen, nur nicht im Reaktorraum. Den hat man dann im Studio nachgestellt, was aufgrund der auffällig großen Zahl der Radioaktiv-Warnschilder fast „unbeachtet“ bleibt.

    Da Chekov (zum Glück) nicht starb, lag er nicht auf einer BAHRE. Selbige ist nur für Verstorbene. Es ist immer eine Trage oder Rolltrage. Auch sollten wir nicht von „Ausstrahlung“ sprechen, da Kinofilme ja nie durch Radiowellen gesendet wurden. Ich würde „Veröffentlichung“ nehmen. Natürlich wissen alle, was gemeint war.

    Auch ich verstand „Wissenschaftsschiff“ auch eher als Wasserfahrzeug auf welchem Dr. Taylor nun tätig sein wollte. „See you in the Galaxy“ muss ebenfalls nicht bedeuten, dass es nicht auf einem meerbedeckten Exoplaneten sein könne.

    Es war ein wirklich erheiternder Star-Trek-Film, und der Plot mit „Mensch aus der Vergangenheit landet in der Zukunft“ oder „Mensch von gering entwickeltem Planeten ist plötzlich auf der Enterprise und guckt seinen Planeten von oben an“ – das bietet, wie wir inzwischen wissen, auch zum wiederholten Mal zahlreiche dramaturgische Highlights. Wir sehen uns da natürlich selbst: haben wir uns nicht immer wieder gefragt, wie es wohl wäre, eine Person wie Da Vinci aus dem Mittelalter ins Heute zu katapultieren? Was wäre, wenn ein Steinzeitkind plötzlich hier wäre und im Jetzt aufwachsen könnte? Wie wäre es, wenn wir uns von heute in Star-Trek-Jahrhundert versetzen würden? Kämen wir noch zurecht? Science Fiction kommt an dieser Phantasie nie vorbei, denke ich. Zeitreisen, auch wenn wir wohl instinktiv wissen, dass sie unmöglich sind, faszinieren uns eben.

    Dass weder die Müllmänner noch sonst jemand bei der Polizei Alarm schlug wegen eines seltsamen Objektes im Golden Gate Park, ist schon ein echtes Logikloch.

    Den Abspann – wie von Euch erwähnt „im Stil der 1980er“ – fand ich so unpassend wie die Musik. Star Trek hat sich doch bisher durch einen Abspann nur mit Credits und epischer Musik ausgezeichnet, der es erlaubte, den Film noch einmal „nachzufühlen“. Das wird durch diese willkürlich zusammengwürfelten Standbilder oder Filmszene, die auch in nicht chronologischer Reihenfolge standen, unmöglich gemacht. Sehr schade.

    Stichwort: Nimoy hatte genug von der Spock-Rolle. Nichols wollte nicht mehr Uhura sein, Farrell nicht mehr Dax, McFadden nicht mehr Crusher, Crosby nicht mehr Yar. Auch Koenig und Takei hatten über lange Phasen Sorge, dass sie bis in alle Ewigkeit nur noch Konsolenknöpfe drücken und „Warp fiiiiiive!“ sagen durften. Ist dieses eine übliche Serienmüdigkeit oder eher ein Star-Trek-Phänomen?

    Lange hatte man nicht beachtet, dass viele Darsteller nach einiger Zeit ihr Potenzial verkümmern sahen, denn ein „Aye, Sir!“ reicht eben nicht aus. Irgendwann erkannte man wohl, dass es einerseits möglich war, einzelne Episoden einem anderen Crewmitglied zu widmen, indem man es in den Mittelgrund stellte oder auch abweichende künstlerische Darstellung zu ermöglichen, in dem „Alien Influence“ konstruiert wurde, wie Mikroben, Geister/Besessenheit, Seelenwanderung, Spiegeluniversum, Rollenspiel im Holodeck und anderes. Hätte man hier von Anfang an mehr Fürsorge zu Gunsten der Schauspieler betrieben, hätte man sicher auf das eine oder andere Herausschreiben verzichten können.

    Ich finde auch, dass man viele Darsteller unvorbereitet hatte in die Welt von Star Trek hinein geschubst hatte. Spätestens nach dem Rerun-Erfolg von TOS, den ersten Conventions, dem Erfolg der ersten Motion Picture, hätte man schon zu Beginn von TNG wissen müssen: das Star Trek Universum ist so groß, dass es geeignet ist, das Leben eines jeden Beteiligten, vor allem der Darsteller, für alle Zeiten zu prägen. Wie oft hören wir in Interviews „I haven’t been a Star Trek Fan, I’ve never watched it, so I didn’t have a clue how big Star Trek was.“ Auch Patrick Stewart sagt es so, Marina Sirtis, Nana Visitor und viele mehr. Alle, die zu Conventions reisten, waren überwältigt, besonders – wie man hört – von jenen in Deutschland. Nicht jeder war darauf vorbereitet. Ich hoffe, dass die neuen Startrekmacher es heute wissen, dass es nicht reicht, einem „Neuen“ ein paar Staffeln an Videos zu schicken, Zettel dran zu kleben „Guck das mal, damit du weißt um was es geht.“

    Schön zu hören, dass die Star-Trek-Musik auch für Euch ein Teil des Fandoms ist. Die Vorstellungen von melancholischer Unendlichkeit, umgesetzt durch ein Symphonieorchester, ist auch für mich ein toller Aspekt von Star Trek. Hatte ich es schon mal empfohlen? Egal – ich gucke/höre mir gern auf Youtube an „Star Trek Concert Prague 2-11-2016“. Umwerfend gut mit einem fast euphorischen Dirigenten und einem begeisterten Publikum sehr gemischten Alters, quite A FEW generations!

    The Next Generation – welch eine Doppelbedeutung. Waren meine Helden der Kindheit Kirk und Spock, so wissen wir von Simon und Sebastian, dass es bei ihnen Picard und Riker waren. Ich freue mich sehr auf eine gemeinsame Reise mit Euch „ins nächste Jahrhundert“.

  22. Nippel

    Servus,
    Nachdem ich „Die Eugenischen Kriege“ von Peter David gelesen habe, schwirrt mir die Vorstellung im Kopf herum, wie unglaublich kein das Star Trek Universum doch ist. David schreibt, dass der Chef von „Plexi Corp.“ mit dem transparenten Aluminium genug Kohle machte, um ein neues Projekt zu starten. -Nämlich kybernetisches einfrieren von Leuten, die tödlich erkrankt waren und diese dann in den Weltraum zu schießen… -Seine Frau viel bei einem Terroranschlag von den hochgezüchteten Supermenschen zum Opfer und er eiste diese auch ein… -Wenn ich mich jetzt nicht recht täusche; und ich habe das Buch grad nicht am Mann, soll seine Frau sozusagen die eingefrorene „Hausfrau“ aus „The Neutral Zone“ sein… -Kann mich jetzt aber auch täuschen. Peter David hat den Spleen, solchen Fanservice in seinen Büchern zu liefern, aber mir ist dies doch oft zu viel…

Schreibe einen Kommentar