#30: Amok Time (TOS 2.01)

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15. September 1967:
Wir starten in die zweite Staffel der Originalserie – und wie in der letzten Woche ist Spock wieder krank. Diesmal untenrum. Man weiß nicht genau, wem das peinlicher ist: Ihm selbst, Jim (der von Bienchen und Blümchen erzählt) oder dem ZDF.

In Deutschland: Weltraumfieber (später: Pon Farr), ausgestrahlt am 12. Januar 1974.

13 Gedanken zu “#30: Amok Time (TOS 2.01)

  1. Moin. Als erstes Danke für euren Podcast. Ich bin Hörer seit Folge 10 und freue mich jedes mal wieder euch zu zuhören.
    Zu den Vulkaniern: Für mich ist es verständlich das man Kinder die zur selben Zeit das Pon Farr erleben, einander verspricht. damit dieser Zustand beim älter werden keine Gefahr mehr darstellt. Schlecht wäre: sich erst mit dem Blutfieber in eine Single-bar begeben zu müssen. Außerdem besteht die Möglichkeit unter logischen Wesen, sich gegenseitig zu erklären (Hörmal es ist meine Schuld, aber wir passen nicht zusammen) und dann einen anderen Partner zu suchen.
    Bis zum nächsten Mal.

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  2. Dass Vulkanier nicht unbedingt nur alle sieben Jahre mal körperlich kollidieren, haben die Autoren übrigens klargestellt. Die englischsprachige Wikipedia zitiert dazu D. C. Fontana:

    „Vulcans mate normally any time they want to. However, every seven years you do the ritual, the ceremony, the whole thing. The biological urge.“ – https://en.wikipedia.org/wiki/Pon_farr

    So, ich widme mich jetzt mal dem kürzlich erworbenen Reiseführer „Hidden Universe Travel Guide: Vulcan“.

    Live long and prosper!

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  3. Hallo, Jungs,

    Vielen Dank für eure wirklich ausführliche Besprechung dieses Klassikers. Ich finde ja die Vulkanier im wahrsten Sinne des Wortes ein faszinierendes Volk. Umso mehr wundert es mich, das wir über sie viel weniger wissen als z. B. über die Klingonen, obwohl gerade Spock doch einer der beliebtesten, wenn nicht sogar DER beliebteste Star Trek Charakter überhaupt ist. Wer weiß, was wir noch alles gesehen hätten, wenn TOS länger gelaufen wäre. Wusstet ihr, dass Klingonisch als offizielle Sprache anerkannt ist? Ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich das gelesen habe. Um das Vulkanische hat sich kein solcher Kult entwickelt.

    Thema Sprache: Ich gucke ja meistens die deutsche Fassung. Eigentlich hatte ich angenommen, dass man die ganze Folge neu durchsynchronisiert, nachdem sie restauriert war. Immerhin war der eine oder andere Originalsprecher schon verstorben oder einfach zu alt für die Rolle. Aber nein – man hat ein wildes Patchwork aus alten, neuen und ganz alten Stimmen zusammengeschustert, was ich sehr störend fand. Ich glaube ich guck sie mir nochmal im Original an.

    Noch ein paar Kleinigkeiten:

    Ich glaube, im Weltraum ist die Gesundheit der Crewmitglieder von größter Wichtigkeit, insbesondere, wenn es um Führungsoffiziere geht. Wenn ich einen Schnupfen habe, kann ich einfach mal zwei drei Tage im Bett bleiben, aber im Weltall kann selbst ein kleiner Schnupfen ungeahnte Folgen haben. In Star Trek gibt es unzählige Beispiele dafür. Deshalb besitzt das medizinische Personal wahrscheinlich weitreichende Kompetenzen. Natürlich hat Oberschwester Chapel einen „Schlüssel“: Emergency Override!

    Wenn wir uns mal im Tierreich der Erde so umsehen, dann fällt auf, dass gerade langlebige Arten, wie z.B. Wale oder Elefanten, lange brauchen, bis sie geschlechtsreif sind und dann bekommen sie meistens auch nur ein Kind auf einmal (Hallo, Gracie!). Vulkanier haben eine Lebenserwartung von über 200 Jahren. Selbst wenn sie sich nur alle sieben Jahre paaren würden, wären sie deshalb nicht gleich vom Aussterben bedroht. Soviel ich weiß hatte Tuvok vier Kinder.

    Ja, T’Pau ist schon eine Marke. Manche spekulieren ja, dass sie so eine Art Tante von Spock ist. Als Ultrakonservative wird sie sich wohl gedacht haben, wer Vulkan besucht, um an einer antiken Zeremonie teilzunehmen, soll gefälligst erst mal seine Hausaufgaben machen. Oder sie ist einfach davon ausgegangen, dass Spock seine engsten Freunde über das Ritual informiert hat.

    Habt ihr schon mal Plomeek-Suppe gegessen? Viele haben sich anscheinend schon daran versucht, allein im Star Trek Cookbook von Ethan Phillips (!) stehen drei Rezepte, aber keines davon entspricht dem, was in der Folge zu sehen war. Ich würde es ja gerne mal ausprobieren, aber ich komme mit den amerikanischen Mengenangaben nicht zurecht.

    Holla, wer hat an der Uhr gedreht?! Da habe ich ja schon wieder einen ganzen Roman verzapft! Okay, für heute ist Schluss.

    LL&P
    Eure Bridge

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    • Den Dank für die Ausführlichkeit geben wir gern zurück – wie immer tolles Feedback von Dir.

      Obwohl ich leidenschaftlicher Koch bin, habe ich mich bislang noch an keiner Plomeek-Suppe probiert. Was da im Korridor pappt, kann ich auch nur sehr schwer beurteilen. Noch nicht einmal die Farbe mag ich erraten, das verhindert meine ausgeprägte Rot-Grün-Schwäche.

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      • Mahlzeit, Sebastian,

        „Neelix'“ Rezepte bestehen aus viel Gemüse (logisch!), vor allem Sellerie und Karotten. Was da aber im Korridor an der Wand pappte, war dunkelrot, eher wie Rote Beete, und enthielt keine festen Einlagen. In Wirklichkeit war es wohl nur rot gefärbtes Wasser.
        Vielleicht hilft dir das.

        Bridge

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  4. Ich finde es rein nach vulkanischen Überlegungen durchaus komplett logisch, einen Partner schon im Kindesalter verpasst zu bekommen. Denn die Überlegung, dass sich eine Person im Laufe des Lebens noch entwickelt und es erst im Laufe des Lebens herausstellt, wer am besten zu wem passt, sollte für die vulkanische Logik kein großes Gewicht haben, nach der alles, was zu emotionslastig ist abgelehnt wird, also auch die Frage, ob die Persönlichkeiten der Ehepartner zusammen passen. So ein Kriterium sollte zweitrangig sein, und weit hinter der Frage nach z.B. genetischer Kombatibilität rangieren.

    Andererseits wissen wir ja, dass die Vulkanier keineswegs so logisch und emotionslos sind, wie sie immer gerne tun.

    Noch etwas: dass ein Volk, dass sich selbst die Logik als höchstes Gut auf die Fahne geschrieben hat, in einem derart archaischen, geradezu dekorativen Look daher kommt, selbst bei Zeremonien (oder gerade da!), hat mich schon immer irritiert! DAS finde ich mal unlogisch!

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    • Wird nicht Sarek in einer späteren Folge gefragt, warum er Amanda, einen Menschen, zur Frau genommen hat? Und seine Antwort, „es erschien mir damals logisch“. Man (sprich: Mensch) rationalisiert sich ja gern emotionale Entscheidungen im Nachhinein zurecht. Vulkanier dürften darin die ungeschlagenen Meister sein.

      Was du ansprichst, hat mir auch immer schon Kopfzerbrechen bereitet: Wozu braucht ein vorgeblich so logisches Volk solche archaischen Rituale mit dem ganzen irrationalen Brimborium? Andererseits kann man das gewiss aus der Geschichte der Vulkanier heraus gut begründen. Sie waren ja ursprünglich eine extrem triebgesteuerte Spezies. Pon farr zum Beispiel ist ein Rest dieses Erbes. Und es entbehrt vermutlich nicht einer gewissen Logik, dies quasi in ein Korsett aus überkommenen Gesten und Gebräuchen zu schnüren, um es der Ratio zu unterwerfen. Ergibt das Sinn oder ist das schon zu verschwurbelt? ^^

      By the way, ich bin da absolut kein Experte, aber: Geht das anderen auch so, dass hier gewisse Anleihen an fernöstliche Weisheitslehren (Konfuzianismus, Zen…) zu spüren sind?

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  5. Noch mal was anderes: McCoy ist zwar durch seine „He’s dead, Jim!“-Zeilen berühmt geworden, aber erstaunlich ist es, wie zielsicher er die Toten immer bestimmen kann. In dieser Folge ist es okay, da es ja eh ein Trick ist, aber letzte Woche bei Kirks Bruder wurde nicht mal der Tricorder gezückt oder Körperkontakt hergestellt, wenn ich mich recht erinnere. Gleich mal für tot erklärt.
    Gut, dass McCoy immer recht hat.

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  6. Hier noch ein Nachtrag:

    Vor kurzem habe ich mal wieder meine alten „Kuschelrock“-CDs ausgegraben. Auf der zweiten Ausgabe war der Titel „China in your Hands“ drauf, von einer Gruppe namens T’Pau. Da erinnerte ich mich dunkel, dass die Sängerin in einem Interview, ich glaube, es war für „Formel 1“, erklärt hatte, sie hätten sich tatsächlich nach der Dame aus der Folge benannt. Allerdings bezeichnete sie sie fälschlicherweise als Spocks Mutter. Fand ich interessant und wollte das nicht unerwähnt lassen

    Bridge

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  7. Der Kommentar kommt vielleicht zu spät, aber egal. Die Figur Chekov wurde, soweit ich mich erinnere, eingeführt, weil in der sowjetischen Zeitung Prawda kritisiert wurde, dass die angeblich so fortschrittlichen Amerikaner zwar einen Japaner und eine Afroamerikanerin an Bord haben, aber natürlich keinen Russen. Da dachte sich Roddenberry wohl „Das lasse ich nicht auf mir sitzen“ und brachte Chekov ins Spiel. Damit haben alle drei „ausländischen“ Rollen der Stammcrew zeitpolitische Hintergründe: Sulu als japanischer Amerikaner 20 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, Uhura als Vorbildrolle während der Bürgerrechtsbewegung (siehe die Geschichte mit Martin Luther King) und Chekov als Produkt des Kalten Krieges. (mit entsprechenden Seitenhieben auf den nationalen Stolz der Russen…)

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  8. Vor nicht einem Jahr ging meine, über Jaaahre zusammengestellte und gepflegte Videosammlung den Weg irdischen Wertstoffs. Aber ich glaube da war Pon Farr und nicht Weltraumfieber dabei, nun gut…

    Wie immer ist viel besprochen und ich komme hinterher getröpfelt, aber auch hier muss es mal wieder sein.
    Dass man einfach bei Leuten ins Quartier hiereinlaufen kann, sahen wir bisher recht oft, ich glaube Chapel braucht da gar keinen Schlüssel. Als sie bei ihm reinplatzt, als er vermeintlich schläft, wollte sie ihm sagen, dass jetzt endgültig doch nach Vulkan geflogen wird. Sie weiß nichts über die Gründe seiner Probleme und macht sich einfach riesig sorgen. Ich kann das schon gut verstehen, er ist seit Tagen arg verändert, isst nicht, in üblem gesundheitlichen Zustand, McCoy bestätigt, dass sein Leben auf dem Spiel steht… Seit spätestens „Implosion in der Spirale“/„The Naked Time“, wissen Spock und wir, dass sie viel für ihn empfindet und sie, dass daraus nichts wird. Dennoch will sie für ihn da sein, ich finde das absolut glaubwürdig, auch wenn ich fand, dass sie sich diesen Besuch hätte besser sparen sollen. – Aber gut, wie er in der Krankenstation wegen ihr laut wurde, hatte sie nicht mitbekommen. Sie hört es erst in T´Prings Angesicht „klirren“. Mehr von ihrer Seite hätte für mich auch am Ende der Folge nicht gepasst.
    Sein Satz mit dem Traum, hat mich auch zum Nachdenken gebracht. Ich denke, es ist seine Art sich für die Suppe, wegen der man die Wand abwaschen musste, zu entschuldigen. Dass er sich womöglich nicht richtig erinnern konnte, wie mit dem Befehl an Chekov, glaube ich nicht. Hier nimmt er klar Bezug und das Suppenangebot nachträglich an, sein Wutanfall scheint ihm leid zu tun.

    Wann passt es schon mal so gut… auch von mir
    LL&P 🖖🏻

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  9. Tja da sind wir nun in der zweiten Staffel mit der ersten Folge die eigentlich zwei Folgen ist/sind.
    „Die Ära des Russen“ beginnt, wie ihr das ausgedrückt habt. Natürlich synchronisiert von einem echten Bayern.
    Aber Checkov ist ja in dieser Folge nicht wirklich wichtig, also beschränke ich mich mal auf die Folge selbst bzw. was das ZDF daraus gemacht hat.
    Warum nur hat man die Folge nicht wie die halbe Serie weggelassen, anstelle sie so zu verunstalten?
    BTW, vor ein paar Folgen habt ihr mal gefragt, ob jemand die kaputte Fassung noch hat. Habt ihr sie inzwischen bekommen, sonst hätte ich da noch was…
    Die eine habe ich aufgehoben, zusammen mit einem Machwerk aus TAS, wo das ZDF ja gleich fast die ganze Serie verschandelt hat. Mehr so als historisches Dokument.
    Zum Glück entführt ihr mich gleich wieder in ein anderes Universum. Aber zum gleichen Ärgen.
    Ihr erzählt etwas von der Star Wars Sammelausgabe mit Episode 4-6. Da möchte ich doch mal fragen (falls ihr in so einen alten Thread hier noch reinschaut): Ist in der späten Sammelausgabe der Murks bei der Übersetzung immer noch drin wie in der deutschen Erstausgabe? Nein, nicht See-Threepio und Artoo-Detoo, an die hat man sich schnell gewöhnt, sondern die Sache mit dem Himmel! Kennt ihr nicht? In Yodas Sterbeszene sagt er im Film noch zu Luke „Da ist noch ein Sky…..walker“. Im Goldmann-Taschenbuch der Erstausgabe wird daraus „Es gibt noch einen anderen Himmel“. Als hätte es damals Google Translate schon gegeben.
    Ups, wieder vom Thema abgewichen, zurück zu Star Trek.
    Die fliegende Suppe war lustig, aber bitte bitte bitte nicht mehr „Schappähl“. Heisst ja auch nicht „Käptn Kööörk“.
    Anstelle Kabine ginge am einfachsten „Quartier“.
    Abgesehen davon dass die Admiräle bei Starfleet auch in dieser Staffel alle völlig doof sind, wird die Folge dann ziemlich gut.
    Die ohne Traum natürlich.
    Was nur irgendwie seltsam ist bei Spocks Heimkehr, die ja ein paar Tage dauern sollte: Warum ist absolut kein Verwandter, z.B. die Eltern da?
    Statt dessen nur Tante(?) T’Pau, die aber mehr so als Chef kommt. Ein wenig fremdenfeindlich ist sie schon, oder?
    Was dann auch irgendwie fies und unvulkanisch war, ist die Falle in die Kirk dann tappt, als der Kampf plötzlich auf Leben und Tod sein soll. Eine solche Verschwendung würden die Vulkanier nicht tolerieren. Von den Verwicklungen, die entstehen können, wenn man einen Raumschiffcaptain mal eben aus familiären Gründen umbringt, mal ganz abgesehen.
    Na ok, Kirk und Spock hauen sich, Kirk zerschneidet sich das Hemd und stirbt scheinbar. T’Pau faltet den sturen Admiral zusammen.
    Und Spock gibt seinem Nebenbuhler noch weise Ratschläge.
    Überhaupt Stonn. Aha, so sieht der Mann also aus, wenn er keine Blechbananenschale auf dem Kopf hat. Aber so recht dauerhaft scheint das mit T’Pring nicht geworden zu sein. Oder wieso heiratet er Jahrzehnte später dann Uhura?
    Nichtsdestotrotz, die Folge schaut sich deutlich unterhaltsamer als man es dann beschreiben kann.
    Wertung: klarer Daumen hoch für „Amok Time“, klarer Daumen runter für „Weltraumfieber“.

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