#482: The Raven (VOY 4.06)

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8. Oktober 1997:
Schreiende Borg, bedrohliches Federvieh, ein verängstigtes Mädchen: Seven leidet neuerdings an alptraumhaften Halluzinationen. Das geht so weit, bis sich ihre Ex-Implantate neu bilden und sie unaufhaltsam ein Shuttle kapert auf der Suche nach ihrer eigenen Origin Story. Dumm nur, dass Captain Janeway gerade mit den nervös-xenophoben B’omar über Durchflug ihres Raums verhandelt.

In Deutschland: Der schwarze Vogel, ausgestrahlt am 11. Dezember 1998.

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare

  1. Maestro84

    Erst einmal zwei positive Dinge zur Folge:

    1. Anders als ich befürchtet habe, handelte es sich nicht um eine Cha-Ko-Tay-Indianerklamaukfolge. Da spielte mir meine Erinnerung, zum Glück, einen Streich. Puh.

    2. Endlich darf Ms. Ryan ein Outfit tragen, bei dem sie wohl immer noch keinen Schlüpper tragen darf, aber ein paar Sauerstoffmoleküle dürften mehr durchkommen. Dass das Outfit immer noch zur Ankurbelung der Einwegtuchverkäufe unter Trekkern dienen soll, lasse ich mal außen vor. Die 90er halt.

    Ansonsten gefiel mir die Folge wenig. Die Prämisse, dass die Raven in der Ecke des Alls abstürzte, sagt mir wenig zu, außerdem fiel es mir negativ auf, dass die Janeway einfach zu mit dicken Eierstöcken verbotenerweise in den Raum der Boomer einfliegt, egal, ob diese nun Xenos nicht leiden können oder nicht. Ich fand es auch frech, dass unsere Crew überhaupt meckert, dass die Boomer sie nicht frech, frank und frei durch deren Raum fliegen lassen wollten. Man merkt, dass die Janeway nie für Kontaktmissionen fortgebildet war. Der schlechte Ruf der Voyager ist absolut berechtigt.

    Mein Daumen geht für diese Folge also wieder weit nach unten. Ich wurde nicht gut unterhalten. Apropos. Ich hatte mir, u.a. wegen The Motion Picture, einen Monat Paramount+ gegönnt. Und alter Vadder, die Qualität dieser Voyager-Folge war mal bescheiden. Ich schaue sonst auf ~zehn Jahre alten DVDs meine wöchentliche Folge, da ist die Bildqualität aber um Einiges besser.

    PS: Vielleicht lag es an der frühen Uhrzeit, aber die letzte Folge mit dem Titel „Entscheidungen“ gab es doch bei Tiefraum Neun und nicht bei V’ger. O.o

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  2. SarahCrusher

    Was die Benennung von Folgen angeht haben die in den Star Trek Büros vielleicht aufgepasst aber einen Film den Titel einer Folge zu vergeben, damit hatten sie keine Probleme. First Contact da musste für den deutschen Filmtitel dann so sperrig das „der“ vorangestellt werden. Bei so vielen Veröffentlichungen bleibt sowas irgendwie nicht aus.

    Die Folge hier ist eine die ich mal in einer Wiederholung gesehen aber irgendwie komplett vergessen hab. Für die Entwicklung von Seven ist das eine echt starke Geschichte.
    Worf und Seven als Neulinge in einer Serie und deren Geschichten im Serienverlauf kann man ja auch nicht vergleichen – Seven ist ja eine komplett neue Figur und Worf ist ein alter Hase aus der Vorgängerserie.

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  3. Tregg0r

    Wo finde ich Infos zum nächsten Kinoevent?

    1. Simon (TaD)

      – Auf unserer Live-Seite, sobald es neue Infos gibt: https://trekamdienstag.de/live/
      – In unserem Blog hier, sobald es neue Infos gibt.
      – Außerdem auf unseren Social-Media-Profilen (Facebook und Instagram) und im Newsletter, den wir an unserer Supporter verschicken, sobald es neue Infos gibt.
      – Und natürlich im Podcast. 🙂

  4. Otic

    Ich verstehe nicht ganz, inwiefern Janeways Ansatz, Seven durch Kreativität an ihr Menschsein heranzuführen übergriffiger ist als Neelix‘ Kochstrategie. Ich stimme euch ja zu, dass eigentlich ein Counseling nötig gewesen wäre, aber beide überrumpeln Seven m.E. gleichermaßen, nur dass es bei Neelix unterhaltsamer inszeniert ist.

  5. Carlos Omse

    Bei „der sieht aus wie Mark, als er seinen Namen vergessen hatte“ dachte ich zu erst ihr würdet über „Janeways Mark“ reden und war kurz verwirrt. Dann hat sich mein Wissen zum LPU (Lüdenscheid Podcast Universe) aktiviert und ich habe mich an die Geschichte erinnert xD

  6. René

    Hallo zusammen,

    dass man Seven hier erklären musste wie Essen funktioniert, fand ich sehr daneben. Die Borg haben Tausende Völker samt ihres Wissens und ihrer Biologischen Eigenheiten assimiliert. Da wird wohl auch irgendwas über die Tätigkeit des Kauens und Schluckens dabei gewesen sein.

    Schließlich hätte man ihr auch nicht erklären müssen, wie Schnickischnacki mit Harry funktioniert. Das machen die Borg eigentlich auch nicht (obwohl…man weiß es nicht🙂).

    Das machte Seven ziemlich dumm.

    Ich glaube, im B Canon kann man finden, dass die Hansen Eltern Borg Forscher waren und in so einem Tunnel einfach mal mit hinterher geflogen sind. Dabei wird aber die Zeitlinie schwierig…

  7. Mister Incredible

    Moin zusammen,
    Die Borg sind nach meinem Verständnis null innovativ denn sie bedienen sich parasitär mit den Errungenschaften assimilierter Spezies. Seven kann wie wir sehen immer in Nullkommanix abspulen von wem sie welche Erfindung abgekupfert hatten, aber was tun sie bei unnützem Wissen das sie als „irrelevant“ ansehen? Ich kann mir vorstellen dass sie da einfach auf „delete“ drücken und auch ihren Papierkorb regelmäßig schreddern – weg sind alle Informationen über Tischmanieren und was damit zusammen hängt. Nach dem Motto „save the collective Speicherplatz“. A propos – da offenkundig alle Borg als Hivemind über denselben Wissenstand verfügen wird es hier ja wohl mit kopierten Daten zugehen oder gar Cloud Computing – da kann man mal sehen: wenn man die Klügsten miteinander kombiniert wächst man sogar – anders als die Föderation – über das Pads-Umhertragen hinaus!

    Jetzt, beim zweiten „assistierten“ Gucken durch Euch fand ich auch dass es mit Sevens Rückvermenschlichung reichlich flott ging. Das war mir schon bei der Implantate-Entfernung durch den Doc zu schnell. Vielleicht fiel das zur Premiere in den 1990ern nicht so auf wegen des Wechsels mit DS9 – war es gar terminlich mehr auseinandergezogen als die TaD-Watch-Sequenz?

    Zur Farbe von Sevens neuem Outfit hätte ich spontan „Mauve“ gesagt, aber das wäre wohl zu pinkish. Die KI sagt dazu „kastanienbraun“, aber auch braun, ebenso Bordeauxrot / Plum / Burgundy und in anderen Folgen soll wohl Blau / Graublau / Cobald-Blue dazu kommen. Für Menschen mit eingeschränkter Farbwahrnehmung sicher ein optischer Festschmaus *lg*

    Was dieser Beacon sollte hat sich auch mir nicht erschlossen, da müsste auch die Ex-Drohne konstatieren „it serves no purpose“. Eure Hin-Und-Hergerissenheit zwischen Quer und Hoch unterschreibe ich gern. Und ja, auch ich kann Kunst bei unseren Cyber-Drohnen erahnen, wer kennt ihn nicht, den Fettwürfel des Joseph Borgs?

  8. Mister Incredible

    Ach, einen Gedanken hatte ich noch vergessen, und der bezieht sich auf den titelgebenden Aspekt. Voyager möchte uns erzählen dass der bedrohliche Rabe (Tier) in Sevens Flashbacks auftaucht weil er den Namen des Raumschiffs spiegelt wo sie als Kind schwerst traumatisiert wurde. Ich halte das für an den Haaren herbei gezogen. Es ist schlicht bequem weil es bei Janeway zum Aha-Effekt führen soll – „da war mal ein Schiff mit dem Namen“.

    Ähnliches müsste man bei den Überlebenden des ICE-Unglücks von Eschede erwarten. glaubt wirklich jemand die Personen hätten Flashbacks in denen ein früher Radiologe vorkommt, weil der Zug „Wilhelm Conrad Röntgen“ hieß? Ja, wer im Zug sitzt dem ist der Name sicher egal, jedoch wurde dieser in den Folgewochen und -monaten nach dem Unfall ständig durch alle Medien gepeitscht, somit hätte er sich allen Betroffenen einprägen können und Teil eines Flashbacks nach dem Voyager-Konzept führen können. Halte ich aber für absurd. Ich denke die Autoren nehmen hier eine sehr bequeme Abkürzung.

    Ich denke, dass Alpträume oder Flashbacks sich viel eher an direkt gesehenes Geschehen, an einer körperlichen / seelischen Misshandlung anlehnen, an sinnliche Eindrücke (sehen, hören, riechen, fühlen, Schmerz) nicht an den Namen eines Ortes oder einer Person, zumal ein schwarzer Vogel rein gar nichts mit der Assimilation durch die Borg zu zu hatte. Es ist mir zu abstrakt. Hätte ihr Entführer Richter und Kaufmann geheißen, Frau Kampusch hätte sicher keine Flashbacks über diese Berufsgruppen erlitten. Ich denke, das wäre auch ein Punkt den man jemanden fragen könnte der sich mit Trauma-Psychologie auskennt. Ich bin gespannt ob sich jemand mit Expertise meldet und Ihr dann offene Fragen in einer späteren TaD-Besprechung auflösen werdet.

  9. stef baura s

    hallo Ihr beiden,

    Eure Besprechung war wieder super unterhaltsam.

    In der deutschen Synchro heißt das Folge Boomer, während Ihr Bomar sagt. Jedenfalls hat es bei jeglicher Erwähnung des Volkes für Erheiterung bei mir gesorgt.
    Ich hab ja vor jeder Voyager-Folge „Angst“, aber das war eine, die ganz unterhaltsam war. Ich war überrascht, dass soooo schnell 7o9 menschlicher gemacht wurde, das hatte ich ganz anders in Erinnerung. Nun gut, Ihr sagtet ja, es wird wieder zurückgeschraubt…

    Ich höre ja viele Podcasts und Ihr habt unabsichtlich gleich 2 „crossovers“ gemacht.

    Einmal mit „Haken dran“… und einmal mit der Erwähnung von Vincent Raven, den ich nicht kenne, nie im TV gesehen habe, der aber als running gag als Kurz-Toneinspielung sehr häufig im Podcast „Drinnies“ vorkommt. (über was sich so alles freuen kann)

    Freu mich jetzt auf den DS9 Block.

    Grüße
    Eure Stef

  10. saruis

    (Im folgenden sind Spoiler enthalten, wer das nicht will, einfach nicht lesen 🙂 )
    Servus zusammen
    ich muss sagen, dass mich die Folge immer wieder unterhält. Bei aller berechtigten Kritik am Umgang der Crew mit Seven, möchte ich doch mal ein paar Argumente für die Crew bringen:
    1. Keiner in der Crew ist auch nur Ansatzweise ein ausgebildeter Psychologe. Ich habe viel eher das Gefühl, dass die Charaktere auf ihre Art und Weise versuchen Seven zu helfen, es aber teilweise nicht besser wissen. Was den Doktor angeht: Ja, er kann psychologische Programme hinzufügen, das sehen wir später noch. Da geht das aber grandios schief, weil man auch da zu dem Schluss kommt, dass Theorie allein, noch keinen guten Psychologen macht.
    2. Am Ende macht Janeway Seven ja ein Angebot. Ich finde es aber gut, dass sie die schlussendliche Entscheidung ihr überlässt. Wie ihr ja bereits am Anfang der Folge meint, sind ja erst 3 Wochen oder so vergangen. Da erscheint es mir auch noch reichlich früh, Seven zu irgendwas zu zwingen.
    3. Das Argument ist zugegeben etwas holprig, aber ich möchte dennoch mal eine Lanze für Voyager brechen. Die Serie nimmt sich hier einem sehr schweren und komplexen psychologischen Thema an, das sie in den nachfolgenden Staffeln immer wieder behandelt. TNG hat sowas nie gemacht. Picards Borg-Trauma hat effektiv 2-3 Folgen gehalten. Und obwohl Troi an Bord war, wurde nie eine richtige Psychologische Betreuung einer Figur auf lange Sicht versucht. Auch DS9 macht das nicht. Miles wird nach seinem Knast Erlebnis alleine gelassen und auch sonst gibt es kaum Aufarbeitung. Das Voyager vorzuwerfen finde ich also ein bisschen unfair, da das eher ein generelles Star Trek Phänomen ist.

    Natürlich ist die Story mit dem abgestürzten Schiff sehr convenient, aber auch hier nichts neues. Vor allem wenn man bedenkt, dass das hier erzählte nicht einfach vergessen wird. Wir sehen später eine Erklärung dafür, wie die Hansens in den Delta-Quadranten gekommen sind und auch das Verhältnis von Seven zu ihren Eltern wird immer wieder in späteren Folgen beleuchtet. Hier muss ich an der Stelle auch ein bisschen kritisieren, dass ihr solche Sachen bei DS9 tendenziell positiv auslegt, wenn nicht alles in einer Folge besprochen wird, sondern die Serie sich später daran erinnert. Bei der Besprechung wirkte es leider auf mich so, als würdet ihr genau dieses Aufmachen von Erzählstrangs bei Voyager kritisieren. Dabei bietet die Folge echt viel: der Anfang der Seven-Neelix Beziehung, Seven und Tuvok, Sevens künstlerische Seite (später sehen wir, dass Musik Sevens Leidenschaft ist) und die Hansen Geschichte. Die Folge ist in meinen Augen vielleicht die wichtigste für alles danach Kommende, da massiv auf diese Folge aufgebaut wird.

    Von meiner Seite daher ein ganz klarer Daumen nach oben.

    1. Sebastian (TaD)

      Das stimmt so nicht: Miles wird nach seiner Knasterfahrung langfristig Patient bei Counselor Tellnori, das besagen die Dialoge ausdrücklich.
      Sicher, diese Therapiesitzungen passieren offscreen, aber wie im Podcast gesagt: Auch bei Seven wäre ich damit schon zufrieden gewesen.

  11. sternburg

    Für mich ein Daumen zur Mitte. Stellenweise gute bis sehr gute Charakter-Szenen (ihr habt das ausreichend ausgeführt) auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ist der Plot einfach dünn, höflich formuliert.

    Insofern gibt es von mir nichts wesentliches zu eurer erneut sehr angenehmen Besprechung beizutragen, außer diesem Detail:

    Ich hab das so verstanden, dass der Funk-Sender, der Seven dorthin lotste, kein Borg-Sender war, sondern der Standard-Notruf der Raven. Der von den Borg all die Jahre als komplett irrelevant ignoriert wurde, und deshalb bis zu diesem Tag vor sich hin sendete. Der aber in der weitgehend entborgisierten Seven einen menschlichen Part in ihr triggerte, dann dort ihre Kindheitstraumata wachrüttelte, und der sich dann mit den tief in ihren restlichen Borg-Stammhirn-Prozessen verborgenen Borg-Notfall-Rückruf-Prozeduren überlagerte.

    Was übrigens auch erklärt, warum sie diesen Funkspruch aufgefangen hat, die Voyager und die Boomer aber nicht: Sie hat den nie empfangen. Er existiert einfach im kollektiven Wissen der Borg. Und menschliche Erfahrungen wie z.B. essen zu sich nehmen hat dieses Wissen in ihr frei gerüttelt.

    Klingt jetzt zugegeben stark nach „wir schreiben das Drehbuch neu“. Aber so kam mir das rüber beim gucken NGL.

    Ebenfalls NGL: Sooo wanhnsinnig viel besser wird das ganze auf einer reinen Logik-Ebene damit ohnehin nicht.

  12. Raphael

    Bilde ich mir das ein oder ist das an Stelle 40:43 (Tuvok und Seven werden vom Planeten auf die Voyager gebeamt) sehr offensichtlich nicht Tim Russ?

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