Trek am Freitag #57.3: Khan III

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Das Finale unserer trilogischen Besprechung des Khan-Podcast-Hörspiels – Teil 1 und Teil 2 sind vor sechs beziehungsweise drei Wochen erschienen – nun heißt es Abschied nehmen von Ceti Alpha V (nicht VI) mit den Episoden: I Am Marla, Original Sin & Eternity’s Face. Alles läuft womöglich etwas anders, als man es sich nach dem Anschauen von Star Trek II: The Wrath of Khan bislang vorgestellt hatte. Erwartbar tragisch, ja, aber mit einem Minimum an ekelhaften Aalen, dafür umso mehr Belmondos. Am Ende stehen eine Beinahe-Überraschung und ein ungewohnt großherziger Tuvok.

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. özi

    Oh, ich freue mich auf diese Besprechung! Das Hörspiel fand ich fantastisch. Ein besonderes Schmankerl war, sich eure „uralte“ 😉 Besprechung der TOS-Folge noch mal anzuhören. Welche Vermutungen ihr damals anstellt. Das fügt sich alles ganz wunderbar. 🙂

  2. sternburg

    Ungefähr zeitgleich, während ihr an Raumschiffe von Dr Snuggles denken musstet, hatte ich bei „endlich mehr Tierstimmen im Podcast“ diese Assoziation. 🙂

    Als jemand, der das Hörspiel aus den genannten Gründen nicht im Original hören wird, habe ich eure Besprechung sehr genossen. Ich hab jetzt das gefühl, es erlebt zu haben, und es hat mir gut gefallen.

  3. Koboldkater

    Passend zu Eurer Folge habe ich gestern die letzten beiden Episoden dieses Hörspiels gehört. Ich bin keiner, der „New Trek“ in Bausch und Bogen verdammt, und kann mich z.B. an Strange New World oder Lower Decks erfreuen. Aber nichts erreicht auch nur annähernd die Qualität von Star Trek: Khan.

    Dieses Hörspiel zeigt mir, wieviel Potential in diesem Franchise und auch in bekannten Charakteren noch steckt, wenn man nur will und etwas Mut hat. Statt immer wieder die alten Geschichten aufzuwärmen und uns Klischees unserer geliebten Charaktere zu präsentieren, wurde hier wirklich was neues hinzugefügt, und das in einer wirklich spannenden Art und Weise. Eine tolle Geschichte, die sich nicht nur wunderbar in den „Kanon“ einreiht, sondern auch den bekannten Charakteren wie Khan als auch z.B. Tuvok oder sogar Sulu viele neue Facetten hinzufügt. So etwas wünschte ich mir tatsächlich als TV-Miniserie.

    Bei der letzten Folge habe ich bei Star Trek endlich mal wieder was gefühlt, was ich zuletzt bei „What we left behind“ hatte (und zuvor bei Star Trek VI und „All good things“): Traurigkeit, dass die Serie endet, und ein Gefühl, als würde ein Teil von mir entrissen werden. Das Gefühl von Verlust, aber auch Dankbarkeit, so eine tolle Reise habe mitmachen zu dürfen. Das haben weder Voyager, noch Enterprise, und schon gar nicht Discovery und Picard geschafft.
    Mein Dank geht an Nick Meyer, Kirsten Beyer und David Alan Mack für dieses tollen Hörspiel und ich hoffe, dass die Macher von New Trek endlich den Mut schöpfen, dorthin zu gehen, wo Star Trek noch nicht gewesen ist. Vielleicht sogar mit diesen drei tollen Geschichtenerzählern!

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  4. JoeM from the border

    Eine tolle Besprechung des 9-teiligen Hörspiels. Ich hoffe sehr, dass ihr wieder ein interessantes Hörspiel findet, dass ihr besprechen könnt.
    Zumindest kann ich so auch an solch einem tollen Format teilhaben.
    Auch ohne Englischkenntnisse.

    Leider vermute auch ich, dass so ein Hörspiel in der, nach euren Kommentaren, fantastischen Qualität, ein Einzelfall bleibt. Trotz dem Erfolg der Formate wie Podcast und Hörbuch, sind Hörspiele (leider) nicht mehr angesagt.

    Aber vielleicht (hoffentlich) irre ich mich und es kommt doch noch etwas nach. Und egal wie se wird: Wenn Ihr es besprecht wird es bestimmt toll!!!

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  5. Michael from Outer Space

    Vielen Dank für eure tolle Besprechung des Hörspiels!

    Meine Kritikpunkte sind ähnlich wie eure:

    1. Die „Belmondos“ (seit eurer ersten Verwendung dieses Nicknames habe ich ständig das Lied „Chi Mai“ im Ohr) dienen bloß als Vehikel, um zu erklären, warum Ceti Alpha V explodierte und wie Kali in die Föderation kam.
    2. Der Zeitsprung von fünf Jahren gegen Ende ist zu weit.
    3. Entwicklungen wie der von Ivan angeführte Aufstand gegen Khan gehen zu schnell.

    Ich denke, das Ausgangsmaterial aus „Space Seed“ und „The Wrath of Khan“ tragen dazu bei, dass diese Geschichte schwierig zu erzählen und nachzuvollziehen ist.

    Schon „Space Seed“ (In-Universe-Jahr: 2267) schreit förmlich nach einem Prequel, das die Eugenischen Kriege sowie die Herkunft und das Leben der Augments im 20. Jahrhundert auf der Erde beleuchtet. Die Folge basiert auf einem gigantischen „Info Dump“, in dem uns die damaligen Ereignisse „im Schweinsgalopp“ im Stil einer Geschichtsstunde nur rudimentär vermittelt werden.

    „The Wrath of Khan“ (In-Universe-Jahr: 2285) erzählt die Story zwar weiter, aber dazwischen liegt eine Lücke von schlappen *achtzehn* Jahren. Diese Lücke ist einfach zu groß, um sie glaubwürdig zu überbrücken. Dafür bräuchte es eine eigene Streaming-Serie mit mehreren Staffeln oder eine monumentale Romanserie, in der jeder Band den Zeitraum von ein bis zwei Jahren behandelt.

    Handlungselemente wie die Explosion von Ceti Alpha V wurden in „The Wrath of Khan“ wahrscheinlich nur eingefügt, um die Geschichte dramatischer zu machen. Khan brauchte einfach einen Grund, um Kirk zu hassen. Dieser Hass bildet die Motivation für seinen Rachefeldzug. Die Vorstellung, dass ein Planet mir nichts, dir nichts explodiert ist leider Unsinn und wir nehmen es nur hin, weil es ein Science-Fiction-Film ist.

    Auch die beiden Joaquins waren für mich ein Problem, zumal es sich um ein *Hörspiel* handelt und ich keine Gesichter habe, um die Charaktere zu unterscheiden.

    Die angesprochene Sprachbarriere dürfte ein Übriges dazu beitragen, dass „Star Trek: Khan“ ein Nischenprodukt bleiben wird.

    Mir hat „Star Trek: Khan“ trotzdem viel Spaß gemacht. Ich fand es schön, neben Serien, Filmen und einigen PC-Spielen wie „Elite Force“ ein zusätzliches Medium zu konsumieren, das auf der Audio-Ebene abläuft. Und es präsentiert uns mit Kali alias Dr. Lear eine neue Perspektive auf die Föderation/Sternenflotte, die es so nur selten gibt, z. B. mit Charakteren wie Quark und Garak.

    Mein Daumen zeigt für „Khan“ nach oben.

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  6. Football prediction software download

    Hach, dieser Khan-Hörspiel-Furore! 😂 Klingt nach einer Mission für die Belmondos, um uns den Kaffee zu erzählen, während Ceti Alpha V heimlich explodiert. Die Sprachbarriere war ja auch ein *kleiner* Witz, nicht wahr? 😉 Die Joaquins waren für mich die besten Charaktere – sehr… identifizierbar. Und der Zeitsprung? Beeindruckend, wie man eine Lücke von 18 Jahren mit einem Satz überbrücken will. Toll, dass es dir Spaß gemacht hat, aber für mich ist das Hörspiel-Ambit wohl noch etwas zu uncharted territories für mich. Auf die nächste spannende Besprechung freuen wir uns! 😉

  7. Der Mop

    Hallo ihr beiden!
    Ich habe mir eure Besprechung vom Hörspiel angehört, weil ich genau zu denjenigen gehöre, die sich mit Englisch schwer tun. So habe ich durch euch einen Einblick in die ganze Sache bekommen.
    Das reicht natürlich nicht, um mir eine vollständige Meinung zu bilden oder gar eine Bewertung ab zu geben.
    Schade ist wohl klar die lange zeitliche Lücke, die man bestimmt etwas eleganter hätte schließen können und es wäre sicherlich schöner gewesen mit der Story unmittelbar vor dem Film aufzuhören.
    Danke für eure Besprechung,
    schönen Gruß, der Mop

  8. Bravo Mike

    Vielen Dank für die tolle dreiteilige Besprechung zu einem wirklich großartigen Hörspiel!

    Als Sebastian erklärt hat, dass Kali eben mindestens fünf Jahre alt sein muss, damit die spätere Geschickte funktioniert, sind mir wirklich die Schuppen von den Augen gefallen. Dadurch wird die gehetzte Erzählweise im letzten Teil erklärbar. Ich wüsste jetzt aber auch nicht, wie man es besser machen könnte. Für mich war die Szene mit Marla und Khan, als die schwere Entscheidung gefällt werden musste, wirklich eine der stärksten. (Zugegeben, meine persönliche Wahrnehmung kann auch daran liegen, dass meine Frau gerade im neunten Monat schwanger ist und ich mir ganz ernsthaft an drei Stellen im Hörspiel die Tränen nicht wegdrücken konnte. Emotional ist das jedenfalls außerordentlich gut produziert.)

    Mich hat die Raffung im letzten Drittel aber nicht besonders gestört, da bin ich ganz bei Simon, dass die Atmosphäre und die entscheidenden Szenen mich über jede Strecke dünnen Eises getragen haben. Und ein paar Sachen gab es ja schon. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob ich es vielleicht in Eurer Besprechung überhört habe, aber ich glaube, ihr habt zum Beispiel total unterschlagen, dass es zwischen den Augments und den Elborianern zu Liebesbeziehungen kommt (erinnert Euch an Ursula und Paolo, als er so wütend ist, dass er nicht mit an Bord des Schiffes ist).

    Ich bin durchaus der Meinung, dass die Story uns punktgenau zum Khan aus dem Kinofilm führt. Er lernt so viel über Kooperation, Friede, Freundschaft und Familie und hat alle Hoffnung, und dann nimmt ein tragischer Moment ihm (vermeintlich) alles. Psychologisch und dramatisch ist das für mich vollkommen schlüssig. Wenn das nicht bei allen so durchschlägt, dann liegt es an der dramaturgischen Entscheidung, den Moment des Absturzes im Hörspiel zu „zeigen“ (Khan zerschlägt das Funkgerät) und dann in die Rahmenhandlung zu blenden. Hier hätte man vielleicht noch eine Folge an späteren Logbuchaufzeichnungen nachreichen müssen, in denen Khan immer verbitterter und immer hasserfüllter wird. Aber das wäre keine gute letzte Folge gewesen, auch nicht in einer Staffel mit 22 Folgen. Für mich ist auch aus Autorensicht gut nachvollziehbar, warum das Ende so ist, und es funktioniert für mich eben ganz passgenau. Khan, der sieht, wie die Elbonianer sich für seine Tochter opfern und der die Führung über sein Volk gegen Ivan verteidigt, hat die maximal mögliche Hoffnung auf Rettung und darauf, eine großartige Zukunft mit seiner Familie und mit seinen Leuten zu haben. Aber in dem einen Moment, in dem das Funkgerät schweigt, in dem Moment wird der Khan geboren, der Kirk um die Monde von Nibia, durch den Antares-Mahlstrom und durch die Flammen der ewigen Verdammnis jagen will.

    Eine Nitpick im Detail: Bei der Szene zur Entscheidung über den Namen des Kindes habt Ihr Euch vergaloppiert. Penelope ist nicht die Göttin der Zeit und der Ewigkeit, sondern die Frau von Odysseus, die ihm zwanzig Jahre lang die Treue hielt. Das ist Marlas Wunsch. Khan antwortet darauf aber sofort, dass für ihn nur ein (d.h. ein anderer) Name in Frage kommt, nämlich der Name der Göttin der Zeit und der Ewigkeit: Kali.

    Es mag an der besonderen Lebensphase sein, in der mich das Hörspiel erwischt, dass seine Themen mich so stark ansprechen, aber unabhängig davon ist es erstklassig produziert und toll erzählt. Eine sehr gute Ergänzung zum Khan-Mythos. Ich kann es jedem, der sich auf ein Hörspiel einlassen kann (eigentlich auch nicht meine Gattung) nur empfehlen.

  9. Christiane

    Vielen Dank für die tolle Besprechung!
    Mir hat das Hörspiel sehr gefallen, es war mit sehr viel Aufwand und hoher Qualität erzählt, die Story war gut geschrieben (bis auf die paar Ungereimtheiten die ihr herausgearbeitet habt) Da ist noch Leben in dem alten Star Trek Schlauch! Und wenn man es wie ich als 3 Phasen Khan Happening erlebt
    1. die Folge Space Seed
    2. das Hörspiel Khan
    3. der Film Wrath of Khan
    ist es eine richtig runde spannende Science Fiction Saga!
    Go Star Trek!

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