#237: Schisms (TNG 6.05)

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19. Oktober 1992:
Ihr dachtet schon, Halloween sei vorüber, aber weit gefehlt! Das Fest des Schreckens wird heute mit einer unbehaglichen Episode nachgefeiert. Verlorene Zeit, irrationale Angst vor alltäglichen Gegenständen, strubbelige Bill-Frisuren und Katzen-Gedichte sind nur der Anfang des Grusels. Denn auch US-Promos und deutsche Titel, die zu viel verraten, können einem Schauer über den Rücken jagen.

In Deutschland: In den Subraum entführt, ausgestrahlt am 24. Mai 1994.

Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. Frank Rehders

    Zum Cold Open fällt mir nur eins ein…
    Melusine!
    Kraweel, Kraweel!
    Taubtrüber Ginst am Musenhain!
    Trübtauber Hain am Musenginst!
    Kraweel, Kraweel!

    1. Michael from Outer Space

      „Mein Name ist Lohse. Ich kaufe hier ein.“

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      1. Frank Rehders

        Und das auch noch im Subraum… 😂

  2. Nippel

    Hallo Zusammen!

    So, jetzt bin ich mit dieser Folge auch durch und habe tatsächlich etwas zu schreiben!

    Zu dem geneigtem Holztisch im Holodeck:
    Ihr habt ja recht, es ist nicht logisch wenn man dem Computer bittet, einen geneigten Tisch zu simulieren, dass der Kasten auf Anhieb weiß, dass genau die Tischplatte so geneigt sein muss und nicht der gesamte Tisch. Am Anfang dachte ich: „Ja, das hat man eben verkürzt, damit die Holodeckszene nicht zu sehr ausartet…“ -Als unsere Helden jedoch darauf kamen, dass es kein Holztisch, sondern ein Metalltisch ist, ging man aber doch wieder sehr ins Detail wie z.B. mit der Schere, dass diese gezackt ist, etc. etc…
    Ich war hierbei schon seit meiner Kindheit (lustiger weise) sehr angetan von diesen Holztischen, die man in dieser Folge sieht. -Es sind ja echte Schreinerarbeiten und wirkten recht massiv! Es gibt ja drei (?) Versionen der Holztische und die Produzenten mussten wohl sparen und die Szenen mit den Holztischen verkürzen (also dass sie schneller zum geneigten Tisch kamen), da ich mir schon vorstellen kann, dass so ein Holztisch schweineteuer in der Herstellung ist. -Und wer weiß, ob diese Tische überhaupt noch irgendwo anders Verwendung gefunden haben. Bei dem späteren Metallversionen war es wohl einfacher, da konnte man mehr spielen, da man „nur“ Teile modifizieren musste und ich denke, bei Metall ist es günstiger, einfach etwas dazuzuschweißen oder etwas umzuflexen…

    Zu der Folge an sich:
    Sie gehört zu meinen Lieblingsgeschichten von TNG! Um wieder in meine Jugend zurückzukehren, so war diese Geschichte eine fast klassische „Gothic Novel“ alà „Frankenstein“: Es wird nur angedeutet was passiert und nicht gezeigt. -Und wenn so etwas gut erzählt wird, ist es immer spitze! Dass (vor allem) Riker aus dem geschütztem Bereich namens Enterprise entführt wird und ihm der Arm (bei vollem Bewusstsein) amputiert und wieder angesetzt wird, finde ich ein tolles Kopf Kino!
    Ich habe eine versaute Kindheit gehabt… muss ich schon zugeben! -Mein Vater meinte es gut, dass wir von Sat 1 und RTL nicht verhundst werden und so hatten wir nur fünf Öffentliche Rechtliche zum Glotzen. Was mein Dad aber nicht wusste ist: dass ab und an auf ZDF spät abends sogar Horrorfilme gesendet wurden und nicht nur „Space Night“. So konnte ich mich still und heimlich spät abends zum Fernseher schleichen und mit ganz leisen Ton z.B. „Der teuflische Mr. Frost“ ansehen. -Von Kritikern nicht sehr geliebt, aber für mich ein Highlight, an das ich mich immer noch gerne erinnere. Ich glaube, es ist eine britische Produktion mit Jeff Goldblum in der Hauptrolle. Das Beste war, dass nur angedeutet wurde und nicht zu viel gezeigt wurde! -Sowas ist mir fast lieber als der „Body Horror“… aber nur fast.

    Eine schöne Woche an Alle!

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  3. Lisa

    Nur ne kurze Meinung aus Gründen der Meinungsdiversität, die es ja hoch zu halten gilt: Ihr habt jetzt schon ein paar mal bemängelt, dass TNG nicht den ganzen Weg Richtung Horror gegangen ist und was das für ungenutzte Gelegenheiten waren. Dazu kann ich nur sagen: Halleluja, zum Glück war das nicht so! Ich war zwar schon um die 13 als ich die Serie zum ersten Mal sah, aber mir fehlt einfach das Horror-Gen. Ich kann das überhaupt nicht ertragen!

    TNG hatte für mich tatsächlich das richtige Mass an Horror, nämlich nicht zu viel! Der beste Horror spielt sich für mich nämlich im Kopf und der Einbildungskraft ab (vor allem der jugendlichen), da braucht es kein Kunstblut und keine Erbsensuppe und keine Schleim-Aliens. Wenn die Welt schon ein bisschen aus den Fugen gerät, wenn sich etwas ins Irreale leicht verzerrt, wenn das Vertrauen in sicher geglaubte Gegebenheiten wegfällt… was gibt es schlimmeres?

    Oft sass ich vor dem Fernseher, war total investiert und gefesselt von der Spannung der Folge und habe richtig mitgefiebert. Manchmal konnte ich die Folge nur weiterkucken, weil ich wusste, dass am nächsten Tag die nächste Folge kommt, in der alle wieder mit dabei sind und die Enterprise weiterfliegt. Also muss es ja gut ausgehen! Ich weiß, das ist überhaupt nicht cool, aber ich war halt ne kleine Schissbuxe. Muss es ja auch geben.

    Darum sei Euch Euer Verlangen nach mehr Horror in Star Trek zugestanden, aber ich persönlich freue mich sehr, dass es nicht so war!

    PS: Erst letztes Jahr hatte ich mal wieder Lust „Genesis“ abzuspielen. Heute mag ich die Folge, weil man sieht, was die Macher wie warum gemacht haben. Damals war das für mich die allerextremste Gruselfolge von TNG, die ich kein zweites Mal schauen wollte.

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  4. Frank Rehders

    Ich hab eigentlich nichts gegen Horror aber ich bin auch der Meinung das Star Trek Splatter nicht nötig hat.

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  5. BjoernHH

    Hallihallo!

    Zur Holodeckszene: Das Holodeck funktioniert bestimmt so wie unsere heutigen Algorithmen bei Amazon und Netflix und so weiter.
    Leute, die dieses Produkt gekauft haben, interessierten sich auch für…

    Das heißt, Worf und Riker haben sich bisher auf dem Holodeck hauptsächlich Metallsachen angeschaut und Labore erschaffen. Wenn sie also jetzt dem Computer Anweisungen geben, wird das Ergebnis durch die vorherigen „Suchen“ beeinflusst.
    Klingt logisch, oder? Verdammte Algorithmen!

    Schöne Folge, Jungs! Freue mich auf den Adventskalender. Gleich mal Folge 2 suchen…

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  6. Daniek

    Habe mir die TNG Folge ausnahmsweise vor eurer Sendung angeschaut, mache ich sehr selten, und bin bei diesen Tischen im Holodeck aus den Latschen gekippt.
    Gott sei Dank habt ihr das auch erwähnt, sonst hätte ich euch nicht weiterhören können. That was weird..
    ansonsten ganz okaye Folge.

    Eine Sache will ich schon seit langem loswerden: Ihr beschwert euch (zurecht) so oft über die deutsche Übersetzung der Folgen. Geht doch mal auf die Suche nach den Übersetzern von damals, die leben doch sicher noch, ladet mal einen ein. Das wärs mal:) Und der soll mindestens 30 bekloppte Titel erklären, nicht weniger.

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  7. Darth´Nok

    Was ich nicht ganz kapiert habe:
    Geordi war ja mit seine Kristall-Energie verantwortlich für den „Riss“ in den Subraum. Riker hatte aber bereits Schlafstörungen bevor Geordi den Vorschlag gemacht hat.
    Oder habe ich hier etwas verpasst?

    Ansonsten, Tolle Folge, Tolle Besprechung

  8. Ingo

    Alien-Entführungsgeschichten waren damals (in den 90ern)sehr beliebt. Ich habe diese Geschichten immer schon gemocht und so liebe ich auch diese Folge. Für mich kratzt die Folge an einem Award, trotz der von euch zu Recht angesprochenen Mängel. Für mich ist es die Atmosphäre, die richtig schön aufgebaut wird. Noch ein geileres Ende und ich hätte meinen persönlichen Award gezückt.

    Ich hatte die Riker-Entführungsszene übrigens so verstanden, dass Riker nicht etwa seinen Ficus knacken hört, sondern dass man bereits die Klick-Sprache der Aliens hört (was auch ein netter Gruseleffekt gewesen wäre). Andererseits: Was sollen sie in der Situation sagen? „Guck mal, da liegt er! SCHLÄFST DU SCHON?! Test, Test.“…

    Bei der Gelegenheit wollte ich zwei etwas wunderliche Verhaltensweisen meinerseits zur Kenntnis geben:
    – ich höre euch überwiegend im Auto auf dem Arbeitsweg (mindestens 35 Minuten). Im Regelfall brauche ich also noch einen zweiten Tag für eine Folge. Damit ich auch genug Podcast für die Fahrt am zweiten Tag habe, spare ich mir ziemlich genau 35 Minuten auf und mache einen harten Cut, auch wenn ich dann gerade noch unterwegs bin.
    – ich meide Episodenlisten und lasse mir immer schön am Ende der Folge von euch erzählen, was als nächstes kommt. Das ruft manchmal freudige Reaktionen hervor („Aaah, Inner Light!“) oder halt eben weniger („Oh Nein, ein Friedenvermittler/Sonderbotschafter….“).

    Nur damit ihr wisst, was für merkwürdige Menschen euch hören.

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  9. Michael

    Mir gefällt die Folge. Die hat einen guten Flow.

  10. szt0rno

    The UFO incident lässt sich auch bei YouTube schauen 🙂

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  11. Roger

    Diese Folge gehört zu meinen Lieblingen in Staffel 6 und 7. Wie sich die Story entwickelt und man nach und nach den Entführern auf die Schliche kommt, gefällt mir nach wie vor sehr gut.

    Aus den Aliens werde ich nicht ganz schlau. Was sind das für dämliche Versuche, welche die da machen? z.B. menschliches Blut durch einen flüssigen Plastik ersetzen und schauen was passiert? Das ergibt eigentlich nur Sinn, wenn entweder

    …a) die Physionomie der Enterprise-Besatzung sowas von anders ist als diejenige der Aliens (sieht aber nicht danach aus)

    …oder b) diese Aliens kleine sadistische A***** sind, welche genau wissen was sie da tun und grosse Freude haben, unsere Leute zu quälen. Merkwürdig, merkwürdig.

    Der Tisch mit der geneigten Platte (bzw. diese komische Streckbank) ist irgendwie Kult für mich 🙂 Nirgendwo anders habe ich jemals sowas gesehen und ich kann mir echt nicht vorstellen, wer so ein Modell gebrauchen könnte. Echt unpraktisch.

    Vielleicht noch zum ersten Gedicht, welches Data vorträgt: Da ist die deutsche Übersetzung wirklich sehr mager. Und wer zur Hölle ist eigentlich „Blunz“??? 🙂 Das englische Original des Gedichts hat für mich immerhin eine gewisse Eleganz.

    Schöne Woche allerseits

    1. Kleiner Bruder

      Hallo Roger!

      Das mit dem Entführen und Sezieren war für mich auch immer die offene Frage bei solchen Alien Stories. Warum?
      Inzwischen weiß ich die Lösung: das sind Exobiologen in Ausbildung. Und zur Ausbildung gehört es auch, einen Menschen auseinander zu nehmen und wieder zusammen zu setzen.

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      1. Roger

        Ok…
        Modul 1: „Versuche mit fremden Lebewesen aus dem Hyperraum“
        Workload: 10.0 Creditpoints 🙂

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  12. René

    Ich finde die Szene sehr beruhigend, in der Riker mal kurz das Steuer übernehmen will. Weil … ein Blick auf die Konsole zeigt, dass auch im 24. Jh noch die guten alten SPAX Holzschrauben mit Kreuzschlitz existieren. Damit sollte das Panel noch eine Weile halten. 😊

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  13. Driver 8

    Eine Wertung fällt mir schwer. Eine „bottle show“, aber mit eingeschmuggelten Aliens. Wenig Handlung, aber mit subtiler Dramaturgie. Auf den Punkt zurückgenommene Darsteller, aber „Durchhänger“ gegen Ende.
    Adaption popkultureller „Wahrheiten“, nur um … oh, Akte X startete tatsächlich ein ganzes Jahr später! Wirft dann aber auch DIE Frage auf: Der Titel Schisms, dt. Schisma. Das bedeutet Spaltung, Abtrennung einer Glaubensrichtung im Bezug auf eine etablierte Kirche. Ich muss mir den DS9 Countdown noch anhören, aber man sagt ja das mit DS9 und Voyager eine Neuausrichtung von Star Trek stattfand.
    Ist diese Folge eine Art Grundstein? Unkontrollierte Anwendung von Technik kann schlimme Folgen haben?! Wir schließen neue Völker nicht mehr ad hoc in die Arme, die können auch „böse“ sein?!

  14. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!

    Eigentlich ja eine gute Idee, solche Alien Entführung Geschichten in Star Trek zu erzählen. Und ja, das Ende ist zu unspektakulär. Aliens sind weg, keine wirkliche Ahnung was die wollten, Ende. Horror hätte ich jetzt auch nicht gebraucht, aber etwas mehr hätt’s schon sein können.

    Zwischendurch fiel mir Star Wars ein, da soll es einen „Great Hyperspace War“ gegeben haben, der auf dem Relief in Palpatines Büro zu sehen ist. Hatten die Aliens die Schnauze voll, dass immer mehr Raumschiffe durch ihr Wohnzimmer brettern? Übrigens macht das die Enterprise doch angeblich nicht, die fliegt nicht durch den Hyperspace, die faltet den Raum oder verbiegt ihn.
    (Sonst wären aber auch die Aliens aus Indiana Jones 4 ein Kandidat dafür, die sahen so ähnlich aus).

    Das mit dem Tisch, was euch so beschäftigt hat, kann ich mir auch erklären. Der Computer hat vorgefertigte Muster im Speicher, und bei den Angaben: niedrig, aus Metall, geneigt, hat der Algorithmus dieses Bild ausgewählt.

    Ach ja, was hat denn nun der Titel zu bedeuten? Von was für einem Schisma oder welchen Schismen ist hier die Rede, wer oder was spaltet sich wovon ab? In deutsch hätte ich „Verlorene Zeit“ vorgeschlagen, aber das englische macht für mich so gar keinen Sinn.

  15. Michael Kleu

    Ich fand die Folge stimmungsvoll und die Aliens interessant. Das Klack-Geräusch ist eine coole Idee. Hat mir insgesamt gut gefallen. Ricker mit schlechter Frisur hat was.

  16. Ich kann mich den Kommentaren anschließen, die es auch bereits erwähnten: Ich bin etwas befremdet von dem Wunsch nach mehr Body Horror. Das ist etwas, dass „New Trek“ machen würde, aber doch nicht „Heritage Trek“. Und dann wären wir ganz schnell bei solchen unpassenden Geschmacklosigkeiten wie in „Star Trek: Picard“ und das will doch niemand.

    Kurz gesagt: mir hat es es Kind, dass unter der Woche nach den Hausaufgaben vor dieser Folge saß, auch vollkommen gereicht, was die Episode anbietet. Die Vorstellung, dass dein Arm abgenommen und wieder montiert wurde ist an sich schon so gruselig, dass ich es nicht auch noch explizit sehen muss.

    Ja, doch, bei allen Schwächen ist und bleibt dies eine meiner Lieblingsepisoden der ganzen Serie.

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    1. Driver 8

      Nichts ist gruseliger als das was man sich vorstellen muss, weil man es nicht sieht. 😉

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  17. Ronnsen RD

    Nabend zusammen!

    Diese Folge gehört auch für mich zu den gruseligsten TNG-Episoden. Gruselig, weil (wie schon erwähnt) vieles nur angedeutet wird – der abgetrennte Arm oder Blut zu Polymer. Tolle Spezial-Effekte und schöne Kameraarbeit bekommen wir ebenso zu sehen.

    Bei Data habe ich mich aber mal wieder gefragt, warum er eigentlich keine „Emotionen“ hat bzw. keine Gedichte mit Emotion vortragen kann? Jedes Holodeckprogramm kann Emotionen simulieren und glaubhaft vermitteln. Wieso kann Data das nicht? Sind die Holodecks etwa doch weiterentwickelt? Verstehe ich nicht.

    Was mich aber wieder freut ist, dass Mr. Mott ein bisschen was erzählt über Haare und wie sie strapaziert werden durch die ganzen Außenmissionen etc. Das gibt dem ganzen so einen Flair der Alltäglichkeit, dass es nicht nur die „großen“ Probleme gibt, wie die Soliton-Welle der Woche, sondern auch mal die „Dauerwelle der Woche“, wie wir sie ja leider von nun an bei Troi sehen.
    Da scheint sich ja sonst auch niemand Gedanken zu machen, wie die fremde Umgebung eines Planeten auf die Haut oder Haare wirkt. Ach ja wir haben ja den mächtigen Transporter, der alles rausfiltert, was keine Miete zahlt.

    Im Frachtraum ist diesmal natürlich wieder alles komplett ungesichert, so wie immer. Es sind ja auch noch nicht genug Unfälle passiert in letzter Zeit. Völlig unverständlich, wie man das damals an der Realität vorbei konzeptioniert hat. Wenn man solche Sicherungen schon nicht sieht, hätten die wenigstens erwähnen könnten, dass das ganze Gerümpel da von Stasisfeldern gesichert wird… einen Nebensatz. Hm, na ja, dann hätte man aber auch wieder erklären müssen, warum die Teile versagt haben, als so eine Tonne dem lieben Worf ins Kreuz geballert ist. Trotzdem auch diese Woche gibt es wieder Punktabzug für den Lagerkommandanten.. ähm -leiter.
    Auch wenn sich später der Riss auftut, denk keiner daran, mal die Fässer wegzuräumen. Fässer, auf denen eine ganze Menge Warnhinweise (Explosiv, Toxisch, Nicht Schütteln…) draufgedruckt sind.

    Seit wann sind die LCARS vorne an der Konsole mit Kreuzschlitzschrauben befestigt? Die wirken da völlig deplatziert und wie ein Relikt aus dem 20 Jhd. Das haben wir da noch nie gesehen und ich lehne mich gerne mal weit aus dem Fenster und sage, das war sonst auch noch nie der Fall. Hätte man bitte irgendeine andere Situation für Riker gefunden, die für sein Flashback gesorgt hätte, als die Steuerkonsole, die wir schon oft gesehen haben und wo es niemals Schrauben gab! Bei Data sind die doch auch nicht! Herrje!

    Beverly fordert eine Blutkonserve an bei der Krankenstation. Was ist, wenn da gerade keine ist? Muss da sich da jetzt jemand das Ding untern Arm klemmen und damit zu Beverly rennen? Warum gibt es dafür kein Automatismus? Wir sind doch im 24. Jhd. Sie haben doch die Technologie. „Computer, Nottransport! Blutkonserve B negativ, mein Standort!“ Der Computer beamt augenblicklich eine Blutkonserve aus dem Lager zu Beverly. Ganz einfach. Ganz schnell. Sehen wir nie, soweit ich weiß.

    Sehr schön finde ich den Effekt, wie Riker waagerecht in den Vortex schwebt. Da haben Dan Curry und sein Team das Stunt-Double von Jonathan Frakes, Tommy Morga, von einer Plattform in einen Haufen Kartons springen lassen. Das wurde von oben mit hoher Geschwindigkeit gefilmt, dann die Kamera gekippt und mit normaler Geschwindigkeit abgespielt, sodass es aussieht, als schwebe Riker waagerecht durch den Raum.

    Für die Sache im Holodeck muss man schon einiges an Fanliebe aufbringen, um den Weg von „Es gibt 5047 verschiedene Tische im IKEA Katalog! Bitte spezifizieren!“ hin zu „Computer, einen Metalltisch!“ und Zack: drehbarer OP-Tisch mit Fußplatte, Kopfstütze und Standfuß… sofort und ohne Nachfrage. Bitte whuuat?!

    Die Aliens sehen ganz gut gemacht aus, allerdings frage ich mich regelmäßig bei den Figuren-Designs, wie eine Rasse mit klobigen Scheren als Hände („Crab People!“) bitte kleine, zierliche Instrumente a) bauen und b) benutzen kann, wie wir es hier sehen? Glaubhaft wären große klobige Instrumente, die sie Jungs(Mädels?) auch bedienen können, ohne dass es ihnen aus den Griffeln rutscht. Schade, leider sehen wir das öfter mal, dass die Gebrauchsgegenstände fremder Völker nicht an ihre eigene Physiognomie angepasst sind, was für mich immer mächtig an der Glaubwürdigkeit zerrt.
    Die Idee von Wesen, die den Subraum bewohnen oder bereisen, ist allerdings sehr faszinierend und das hätte man in Star Trek ruhig nochmal aufgreifen können. (Bei Babylon 5 gibt es auch die „Fen“ als Lebewesen aus dem Hyperraum.)

    Und dann verwandelt sich dieser Subraumspalt in Zini von „Spaß am Dienstag“… uuuuuuund haut ab!
    Am Ende sind alle vermissten Crewmitglieder wieder heil auf der Enterprise zurück und haben ihr nächstes unverarbeitetes Trauma erlebt. Welcome to the team!

    Fazit: Für die Atmosphäre und die Inszenierung gibt es klar einen Daumen hoch! Für die Logiklöcher aber einen quer! Also Daumen schräg hoch und damit gebe ich zurück an die geschlossenen Anstalten.

  18. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    Spukhafte Merkwürdigkeiten können sie ja ganz gut, wenn sie nur die Auflösungen nicht öfter so vergeigen würden. Also, diese Aliens wirken doch wie die letzten Honks. Und Rikers ewiges Herumliegen, das macht die ganze schöne Spannung kaputt, die sie vorher mühsam erbastelt haben. Bemerkenswert finde ich, dass der blonde Ensign ständig im Hintergrund rüberguckt und grinst, der mit der großen Nase. Mal hier, mal dort. Die Kamerafahrt im Laderaum, von oben runter, mal was anderes. Die Kameraarbeit brachte Dynamik in die Handlung. Daumen quer…

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