#228: Imaginary Friend (TNG 5.22)

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4. Mai 1992:
Ulf und Sebastian sind heute froh, dass Simon eine Zeitlang Pädagogik studiert hat. So kann er ihnen das Phänomen der Fantasiefreunde näherbringen. Das ist zum Verständnis dieser Episode auch nötig, denn die kleine Clara Sutter hat eine unsichtbare Spielgefährtin, die sich gefährlich in Geschehnisse an Bord der Enterprise einmischt – und Guinan kennt ein gar schröckliches Klingenbiest.

In Deutschland: Die imaginäre Freundin, ausgestrahlt am 4. Mai 1994.

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare

  1. Alexander

    Hallo Simon und Sebastian,

    Vielen Dank für eure Besprechung dieser Folge. Ihr habt wie gewohnt, wieder sehr viel zu dem Thema“imaginäre Freundin“ mit eingebracht. Und danke Simon für deine Info zum Thema „Phantasiefreund“. Bei dem Ulf musste ich schließlich auch richtig lachen.🙂 Da ich zuerst dachte, ihr hättet jemanden reales bei eurem Podcast dabei. Ich selber arbeite im sozialen Bereich, deshalb hat mich das Thema natürlich auch gleich mit interessiert. Einen imaginären Freund oder Freundin hatte ich in meiner Kindheit nicht. Ich war mehr in Phantasiewelten unterwegs und habe Filme, Serien auch TNG Folgen nachdem ich sie im Fernsehen geschaut habe in meinem Kinderzimmer auch verbal nach gespielt. Das nannte ich immer „das Rumrennen“. Vielleicht kennt das jemand. Das konnte ich immer wunderbar mit meiner Phantasie kombinieren, um im nachspielen toll mit gestalten. Von Michael Knight bis zu Handlungen in Krieg der Sterne. Ich habe wirklich alles durch gespielt. Vielleicht musste ich meine Impulse oder meine Phantasie dort einfach ausleben. Jedenfalls weiß ich das noch. Die Folge ist wegen den Horror Elementen auch recht spannend gestaltet. Da dachte ich auch kurz an die Mädchen in Shining die zu Danny sagen:“Hallo Danny, spiel mit uns für immer und immer und immer.“ Jedenfalls gibt es spannende Stellen und das Thema über den Phantasie Freund bringt auch das Thema über die Kindheit wieder zurück. Gut dargestellt anhand der beiden Mädchen. Diese Folge hat es natürlich deutlich einfacher als die Folge“ eine hoffnungslos Romanze“ vom letzten mal. Die war wahrscheinlich auch einfach mit zu vielen Klischees überzogen auch innerhalb ihres Konzeptes zu schwach erdacht. Da ist diese Folge viel unschuldiger und unbefanger anhand des Aufmachers zum Thema imaginäre Freundin. Den Daumen würde ich mindestens Quer geben. Ihr habt ihn Hoch gegeben. Auch gut!! Danke für euren gewohnten Humor, den Enthusiasmus und die Leidenschaft für Star Trek. Weiter so.

    Viele Grüße Alexander

  2. Bridge 66

    Hallo Jungs,

    Ihr könnt es nicht kurz? Ich verrat euch ein Geheimnis:
    Wir wollen es nicht kurz!

    LL&P
    Eure Bridge

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  3. Anarch

    Herzlichen Glückwunsch an Simon & Partnerin. Klingt sehr gut. Weitermachen! 😁

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  4. Anarch

    Wenn das Energiewesen das Konzept „Kind“ nicht kennt, verstehe ich den Eindruck, dass grosse Menschen gegenüber kleinen Menschen grausam sind. Es wirkt, als wären das Personen zweiter Klasse, Leibeigene, die zu gehorchen und keinerlei Rechte haben.
    Eine der wenigen Kinderfolgen, die mir gefiel. Und Guinan war immer ein Lichtblick.

  5. Michael Kleu

    Noley Thornton ist eine großartige Kinderdarstellerin und Shay Astar ist wirklich gruselig!

    Mir hat die Folge auch sehr gut gefallen und sie gehört zu den Episoden, an die ich mich noch von damals erinnere. Als ich Noley Thornton gesehen habe, war sofort ganz vieles wieder da.

    Mensch Simon, Sutter Cane! Da habe ich ja schon ewig nicht mehr dran gedacht! Tolle Erinnerung!

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  6. Michael from Outer Space

    Hallo Simon, Hallo Sebastian!

    Simon, ich wünsche dir und deiner Ehefrau alles Gute zum Jahrestag! 😀

    Vielen lieben Dank für das Zurückbringen meiner Pumuckl-Kindheitserinnerungen! 😉 Ich habe den Kobold mit dem roten Haar als Kind auch geliebt, die Folgen rauf und runter geguckt und die Hörspiele gehört. Besonders gut gefällt mir sein Motto „Nicht geärgert ist geholfen genug“! 😅

    Ich finde Noley Thornton als Clara Sutter und Shay Astar als Isabella auch toll. Hätte mir nur gewünscht, „Fadda“ und Tochter Sutter öfter zu sehen. Wenn man sie vor „Imaginary Friend“ schon gekannt hätte, wäre die Folge noch besser gewesen.

    Isabella finde ich einerseits zu einseitig-böse. Kann Isabelle nicht einfach mit Clara spielen? Muss sie unbedingt zu dem Schluss kommen, dass die ganze Besatzung den Tod verdient hat, weil sie ihrer Meinung nach schlecht mit Clara umgehen?

    Andererseits ist mir Isabella nicht fies genug. Tassen umwerfen und Tonklumpen durch die Gegend schmeißen stellt keine wirkliche Bedrohung für die Enterprise dar. Wenn sie die Antimaterieeindämmung im Warpkern manipuliert und so die Ingenieur*innen im Maschinenraum in Panik versetzt hätte, wäre sie eher als Bedrohung rübergekommen.

    Insgesamt ist es für mich eine gute Folge, die ich gern mit einem „Daumen hoch“ bewerte. Auf Noleys zweiten Auftritt in der DS9-Episode „Shadowplay / Die Illusion“ als Taya freue ich mich schon sehr. Das ist tatsächlich eine meiner Lieblingsfolgen in der Serie, weil Odo und Taya so schön miteinander interagieren. Der deutsche Titel ist zwar ähnlich doof wie „Horta rettet ihre Kinder“, aber wat wellste machee?

    LL&P 🖖 👋
    Michael from Outer Space

  7. BjoernHH

    Ich rede bis zum heutigen Tage mit meinen Stofftieren. Täglich.

    Sonst wären sie bestimmt beleidigt. Und fühlten sich vernachlässigt.

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  8. Florian

    Die beiden Kids waren echt gut.

  9. Roger

    Hallo zusammen

    Ich habe ja vor einigen Wochen mich an „Imaginary Friend“ erinnert und in einem meiner Kommentare angetönt, dass ich sie als sehr schlechte und langweilige Episode in Erinnerung habe.

    So schlimm war sie nun dann letztlich doch nicht. Ja, die Mädchen machen das sehr gut. Vielleicht lag es daran, dass ich damals so geflasht war von den neuen Episoden TNG mit Borg, Klingonen usw., dass mir diese Mädchen-Geschichte einfach brutal auf den Keks ging. 🙂

    Was ich noch weiss: Als ich die Episode 1994 zum ersten Mal gesehen habe, fand ich den Namen „Sutter“ grossartig. Denn das ist (vielleicht nicht ausschliesslich, aber doch nach meiner Erfahrung) ein Schweizer Nachname, und der Gedanke, dass dieses Mädchen eine Landsfrau von mir sein könnte, war irgendwie cool.

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  10. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!

    (Sebastian, ganz unter uns, diese Einleitung habe ich nicht verstanden. Warst du auf einem Hühnerhof, ein Grillhähnchen aussuchen???)

    Okay, diesmal habe ich mehrere Abende gebraucht, euch ganz zu hören. Meine Tagd sind zurzeit wieder recht lang.

    Wegen dem Wort „Imaginär“ muss, nee möchte ich doch ein wenig klugsch… äh, beckmessern. Das ist eher nicht denglisch, sondern wenn, dann „lateutsch“, von lateinisch „Imago“, Bild.

    Die Episode selbst finde ich eher verwirrend. Diese „Isabella“ zwingt die Clara zu Sachen, die diese nicht tun will, bedroht sie geradezu, behauptet dann aber, für sie zu sprechen? Das kann ich mir gerade so erklären, dass die Clara sich im Verhältnis zu ihrer Umgebung als Schwach empfindet und sich eine starke Figur als „seelische Unterstützung“ fantasiert hat, die sich, im Gegensatz zu ihr, trauen würde Grenzen zu überschreiten. Aber das war nicht so klar zu sehen.

    Was auch noch störend wirkt ist, dass das jetzt schon das x-te Energiewesen war, das sich mehr oder weniger ungefragt einmischt. Ein paar habt ihr ja auch erwähnt.

    Wenn ihr wieder mal die „Schichten“ einer Episode analysiert, wie wäre es mit Torte? Jeder mag Torten. Zwiebeln bringen einen doch nur zum weinen.

    @Roger: der Name Sutter ist in Amerika wohl recht bekannt. Auf dem Grundstück von Johann August Sutter wurde der Goldfund gemacht, der den großen Goldrausch in Kalifornien auslöste. Was Sutter leider kein Glück brachte.

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    1. Roger

      @Kleiner Bruder: Yes, genau, der „General Sutter“ in Kalifornien, ausgewandert aus dem Kanton Bern. Diese Biografie mussten wir im Geschichtsunterricht mal lesen… 🙂

        1. Roger

          … oh ja unser Alain… der hatte zu der Zeit von TNG eher die Frisur von Isabella als die von der Clara Sutter 😉

  11. Mister Incredible

    Daher auch die Sutter Street, in San Francisco und vielen anderen Orten.

  12. Mister Incredible

    Oopps… doch etwas zu schnell abgeschickt…

    Gruselig war es auf der zehnstufigen Schreckliches-Kinderlachen-Skala etwa 5,2 würde ich sagen. Bisschen unheimlich, aber eigentlich hätte es so sein müssen, dass Clara ganz allein Isabella sehen konnte, niemand sonst.

    Bei den Übersetzungen von Filmtiteln, den Dialogen und auch Politikerinterviews passieren immer wieder gravierende Fehler, auch bei Simultanübersetzungen im TV. Bei Politik finde ich das geradezu leichtfertig, was man da für Sprachakrobaten ran lässt, denn es ist eben nicht „kritisch“ gemeint, wenn ein US-Präsident von „critical negotiations“ spricht, sondern „entscheidend“. Ebenso wie „eventually“ eben nicht eventuell bedeutet, sondern „schlussendlich“. Hier wie dort werden massenhaft Fehler gemacht, immer und immer wieder und auch immer dieselben wieder. Bei Filmen ärgerlich, in der Politik potenziell gefährlich.

    Die unheimliche Spiegelung in Sebastians neuer Reflektionsapparatur. Hier geht es wie oft um das Erkennen von Mustern. Das tun wir optisch, aber auch bei scheinbaren Zusammenhängen und Korrelationen. „Natürlich bringt der Storch die Kinder. Wie kann man es sonst erklären, dass dort sehr viele Störche leben wo die Geburtenrate besonders hoch ist?“ Wir neigen zu Fehlinterpretationen bei vielen Mustern, weil wir dort glauben Erklärungen zu finden wo keine sind oder andere als uns gefallen würden. Ich empfehle die Liste der „kognitiven Verzerrungen“ mal anzusehen, wie sie Wikipedia umfänglich erklärt oder der Youtubekanal Mailab punktuell. Man nennt es auch BIAS. Mein Liebling ist der Dunning-Kruger-Effekt, die Selbstüberschätzung. Kognitive Verzerrungen bieten enorme Chancen, was über sich selbst zu lernen, und bei entsprechender Offenheit auch den Blick auf die Welt zu korrigieren.

    Dass wir zu Musterinteepretation neigen, erklären Evoluionsforscher so: es war für die frühen Menschen sehr viel gesünder den Busch tausendmal für einen Bären zu halten als nur ein einziges Mal den Bären mit einem Busch zu verwechseln…

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  13. Robert

    Hey, wieder einmal eine gute Besprechung! Ihr habt eine Parallele zu Mein Nachbar Totoro gezogen (dh Sebastian hat das getan). Ich kenne den Film schon sehr lange (in der Tat ein großartiger Film!). Auf die Idee gekommen, dass die Folge eine Referenz darauf ist oder sein könnte, bin ich aber überhaupt nicht gekommen. Ein kleiner Augenöffner! 👍 Und schön, dass die Studio Ghibli-Filme, die zu einem großen Teil äußerst sehenswert sind, wenn man Anime mag, auch bei euch vorkommen!

  14. Kai W

    Hallo,
    Episoden mit Kindern bleiben mir eher im Gedächtnis als andere. Auf diese Folge habe ich buchstäblich gewartet. Oftmals, wie auch hier sind gruselige Elemente in der Handlung. Die Kinder, die zu Marcus 12 wollten, habt Ihr angesprochen. Man könnte auch Miri anführen.

    Diese „Isabella“ gibt mir in keiner Sekunde den Eindruck, dass sie wirklich um Clara besorgt ist. Stattdessen macht sie egoistisch ihr eigenes Ding. Sie will mehrfach in den Maschinenraum, weil es dort um Energie geht, die sie braucht. Sie oder „Es“ schützt Clara nicht sondern benutzt verängstigt sie und schadet ihr und ihren Bezugspersonen.

    Es könnte durchaus ein, dass Clara noch einige Zeit traumatisiert ist.

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