#176: Sarek (TNG 3.23)

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14. Mai 1990:
Lange war es für Star Trek: The Next Generation tabu, Bezüge zur Originalserie herzustellen. Auch Vulkanier durften höchstens kleinere Nebenrollen spielen. Heute aber darf Jean Fanboy sein und den roten Teppich ausrollen, denn Spocks Vater Sarek kommt zu Besuch. Jedoch mit schwerem, emotionalen Gepäck.

In Deutschland: Botschafter Sarek, ausgestrahlt am 5. August 1993.

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Michael

    Der arme Sarek. Soviel Emotionen passen gar nicht zu ihm. Die Folge bekommt für Mark Lenard den Daumen nach oben.

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  2. Christian

    Moin moin, ihr beiden,

    erstmal vielen Dank für die neue Episode, sie war wie immer ein Genuss 🙂

    @ Sebastian, es waren übrigens die Jarada mit denen Picard geredet hat:)

    Abgesehen davon große Klasse die Episode, mit vielen Höhepunkten die ich auch so gar nicht mehr in Erinnerung hatte. Um so mehr machte es dann Spaß das ganze noch einmal revue passieren zu lassen. Wenn man Patrick Stewart so auf Hochtouren erlebt wie in dieser Episode, wünscht man sich fast Q hätte ihn mit einem Schnipsen in die aktuelle Picard Serie befördert, vllt. wäre die dann nicht so…..naja ich schweife ab^^

    Mark Lenard ist wie immer Weltklasse und bei der Szene wo Sarek mit den Tränen ringt lief mir ein Schauer über den Rücken. Schade das man die Legaraner nicht genauer zu Gesicht bekommt bzw. mehr über sie erfährt, aber vllt. werden sie in den Romanen ja noch einmal auf`s Tablett gebracht wie jüngst die Solanae die man erstmals in der Folge Schisms (6×05) sah und die im Titan Roman „Sight Unseen“ erneut einen wichtigen und bedrohlichen Auftritt haben.

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  3. Bridge 66

    Hallo Jungs,

    Vielen Dank mal wieder für eine schöne Besprechung. Allerdings finde ich, dass ihr diesmal ein wenig zu streng wart. Meiner (völlig unmaßgeblichen) Meinung nach hätte die Episode allein schon aufgrund der schauspielerischen Leistungen von Mark Lenard und Patrick Stewart einen Landarzt verdient. Und wenn ich sie mit anderen Preisträgern vergleiche, hatten die auch ihre Schwächen (z. B. „Measure of a Man“, s. dort).

    Warum mußte Picard die Verschmelzung eingehen und nicht Perrin oder Mendrossen? Nun, ich kann natürlich nur spekulieren, aber zwischen Sarek und Perrin muß es ja allein schon aufgrund der ehelichen Beziehung eine Art Gedankenverschmelzung geben. Vielleicht würde es zu größeren emotionalen Komplikationen kommen, wenn er seine geliebte Frau in Gefahr bringt.
    Über Mendrossen wissen wir nichts, vielleicht ist er einfach nur ein guter Organisator, der dem Chef den Papierkram abnimmt, aber nicht die emotionale Unterstützung geben kann, die Sarek braucht.

    Was der Handlung vielleicht ein wenig fehlt ist die Motivation. Die Würde des Botschafters zu wahren ist, bei allem Respekt für Sarek, nicht genug. Wer sind die Legaraner? Welche Bedeutung haben sie für die Föderation? Wir wissen absolut nichts über sie. Wenn es aber darum ginge, lebenswichtige Ressourcen oder strategische Vorteile zu sichern, oder einen Jahrhunderte langen Krieg zu beenden bzw. überhaupt erst zu verhindern, das würde den Druck erhöhen.

    Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.
    Eure Show – Euer Award.

    Ich freue mich auf nächste Woche.

    LL&P
    Eure Bridge

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  4. Yvonne

    Ach ja, Mark Lenard, da ist nicht nur Jean Fanboy von Sarek.
    Das Gespräch zwischen Picard und Sarek ist einfach großartig. Die beiden spielen so toll zusammen, dass mir Sareks Ausbruch jedes Mal unter die Haut geht. Ja, es ist theaterhaft übertrieben, wie Simon sagt, aber es passt in die Situation und es nimmt einen mit, also alles richtig gemacht.
    Ich verstehe auch nicht so ganz, warum Picard derjenige sein muss, der den mind melt machen muss – noch dazu ein Mensch. Sareks Vulkanischer Assistent scheint mir dafür eher befähigt. Ich fände Sebastians Idee, dass die Mission halt scheitert, auch sehr interessant.
    In dem mind melt ist es sehr witzig, Sarek „Number One“ sagen zu hören und auch sein Auftreten ist so Picard-haft. Umso tragischer, die Gefühle in Sarek durch Picard zu sehen.
    Schon komisch, es passiert sehr wenig in dieser Folge, aber emotional ist sie so stark, dass sie wirklich was Besonderes ist.

    Funfact zu Last Unicorn, den ich gerade gelesen habe: aus dem japanischen Studio Topcraft, das den Film animiert hat, ist später Studio Ghibli hervorgegangen. Das erklärt einiges. Und das Emotionslevel dieser Folge erklärt sich durch den Autor ebenfalls. Was hab ich am Ende von Last Unicorn geheult.

    Liebe Grüße und bis nächste Woche,
    Yvonne

  5. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!
    Eine sehr bewegende Folge. „Mentales Parkinson“ ist, glaube ich, eine gute Beschreibung dessen, was wir da sehen. Allerdings – wenn das so selten ist, wie kam Perrin darauf, dass eine Gedankenverschmelzung helfen könnte? Dass es Picard sein musste ist klar, er ist der an Bord mit der meisten Erfahrung und der rechten britisch – steifen Coolness 🇬🇧💂‍♂️🤣
    Und dieses – wie sagtet ihr – „Sci Fi Zaubermittel“ ist ja schon seit alten Classic Zeiten etabliert. Wäre es nicht vorgekommen, hätten alle garantiert gefragt „Warum hat man es nicht damit versucht?“
    Die Konferenz mit den Leguanen platzen zu lassen wäre jedenfalls keine Option gewesen. Seit jeher zeigt sich in Star Trek eine gehörige Portion Pflichtbewusstsein. Schon Kirk musste und konnte sich mehrmals zusammenreißen, um seine Missionen zu erfüllen, das sollte Picard doch erst recht können!
    Schön aber auch, mehr über die Vulkanier und Sareks Familie im Besonderen zu erfahren. Nur – weder Sybok noch Sareks (hypothetische) erste vulkanische Frau werden erwähnt. Und wer ist dieser Sohn, der geheiratet hatte?
    Ach, es muss nicht immer alles erklärt werden, wo bleibt da sonst die Phantasie?
    Daumen rauf ist klar, und der Landarzt winkt zumindest.

  6. Michael from Outer Space

    Hallo!

    Den „Daumen rauf“ für „Sarek“ unterstütze ich! Getragen wird die Folge von den hervorragenden schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarsteller Patrick Stewart und Mark Lenard und aufgrund dessen ist diese Wertung gerechtfertigt. Schwächen in der Story kann ich darum wie in der vorherigen Episode verzeihen. Zum DeForest Kelley Award of Excellence fehlt meiner Meinung nach eine gut begründete Motivation für die Verhandlungen und Sareks persönlichen Einsatz oder eine ethisch/moralische Frage bzw. ein Dilemma. Ich verstehe zwar, dass Sarek seine Arbeit als Botschafter trotz der fortschreitenden Krankheit weiter ausüben möchte, aber wenn die Verhandlungen mit den Legaranern so wichtig wären, hätte die Föderation nicht nur Sarek als Botschafter dorthin geschickt, sondern einen ganzen Stab hochrangiger Diplomaten mit dieser Aufgabe betraut. Wenn dann einer von ihnen krankheitsbedingt ausfällt, übernehmen seine Kollegen die Arbeit. Bei einem interstellaren Staatenbund wie der Vereinigten Föderation der Planeten halte ich diese Vorgehensweise sogar für notwendig. Bei Star Trek fokussieren sich die Autoren gern auf wenige Charaktere, aber dadurch wirkt die Story eben oft konstruiert.

    LG
    Michael from Outer Space

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  7. Amal

    Hey Boys.

    Danke an Sebastian für diesen Eye-Opener zum Ende hin.
    So hätte ich die Ereignisse nie interpretiert, aber Du hast völlig Recht. Es kommt ja auch noch hinzu, dass Sarek zum Zeitpunkt der Entscheidung zur Gedankenverschmelzung offenbar nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist und entsprechend die Risiken für Picard garnicht einschätzen kann. Hier wäre es definitiv Aufgabe seines Teams und schlussendlich Perrins gewesen, wenigstens klarer die Risiken in den Vordergrund zu stellen.

    Die Konferenz scheitern zu lassen, wäre jedoch too much, meiner Meinung nach. Ich finde es bereits mutig genug Sarek so zu zeigen. Ihn dann aufgrund seiner Erkrankung auch noch versagen zu lassen, hätte der Folge und dem Charakter nicht sonderlich gut getan.

    Wie auch immer – eine gute Besprechung und Ihr tut der Folge damit keinen Abbruch.

    Aber die Rolling Stones hätte ich dennoch gerne gesehen. Vor allem mit Data als Jagger 😀

    Cheers…

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  8. BjoernHH

    Wenn Ihr den großartigen Klassiker „Das letzte Einhorn“ damals auf deutsch gesehen habt, dann habt Ihr trotzdem der Stimme von Christopher Lee lauschen dürfen.
    Dieser sprach nämlich so gut deutsch, dass er seine Rolle auch für die deutsche Tonspur eingesprochen hat.
    Beeindruckend, der Typ.

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  9. Ronnsen RD

    Eine sehr gute Folge und eine ebenso gute Besprechung, der ich auch vollkommen zustimme.
    Bei aller Ernsthaftigkeit musste ich bei einer Szene doch sehr schmunzeln: Als Picard Serak mit der dessen Krankheit konfrontiert, endet das mit Sareks wütenden „Unlogisch!“ Rufen. Da musste ich unweigerlich an Kirk denken, wie er regelmäßig diverse Supercomputer/Roboter mit seinen unlogischen Eingaben zum Absturz gebracht hat. Das endete auch immer mit „Unlogisch! Unlogisch!“ und einer Rauchwolke.
    Bei Sarek dachte ich in dem Moment auch: “ Ups, jetzt hat Picard ihn kaputt gemacht!“ 😉

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