#145: Pen Pals (TNG 2.15)

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1. Mai 1989:
Unsere Helden stehen neben sich, als sie in den Selcundi-Drema-Sektor eindringen. Aber okay, wenn man auf mehrmonatiger Mission in geologisch instabile Gefilde ist, kommt schon mal Lagerkoller auf. Während Data CB-Funken als neues Hobby entdeckt, kämpft Wesley gegen die Arbeitsunlust seiner Mitarbeiter.

In Deutschland: Brieffreunde, ausgestrahlt am 3. April 1992.

Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. Emma Müller

    Zwei Dinge, die ich noch erwähnen möchte:

    Für die Szene, in der Troi Sarjenka zur Krankenstation bringen soll, gehört ihr eigentlich das Psychologie-Diplom entzogen. Da bewies Dr. Pulaskis Stein mehr Empathie als die Halb-Betazoidin.

    Dann noch kurz etwas Hintergrund zur Sarjenka-Darstellerin Nikki Cox: Neben vielen Minirollen konnte man sie Jahre später dann in „Auf Schlimmer und Ewig“, einer Variation von „Eine schrecklich nette Familie“ sehen, bei der sie eine Kelly-Variation gespielt hat. (Sie ist sehr sexy, aber auch sehr intelligent und spart sich ihre Jungfräulichkeit für einen Geldsack auf.) Nikki Cox war ausserdem jahrelang mit Bobcat Goldthwait zusammen, der uns wohl hauptsächlich als Zed aus Police Academy bekannt ist und in „Auf Schlimmer und Ewig“ den Stoffhasen Mr. Floppy gesprochen hat. (Der Vater hatte die Trennung in der ersten Folge der Serie geistig nicht gut verkraftet.)

  2. Michael

    Ich muss schon sagen, dass ich euch Böses und gleichzeitig lustiges Wortspiel gar nicht zugetraut hätte. Bei eurem kleinen Scherz auf Geordies kosten, blieb mir schon etwas das Lachen im Hals stecken. Die Starr Trek Folge an sich war Ok. Meine Meinung zur obersten Direktive ist, erstmal Leben retten, dann weitersehen. Bei einem Unfall ist ja auch erstmal jeder zur Hilfe verpflichtet. Wenn man nicht hilft und der Jenige ist tot, ist nichts mehr zu reparieren. Wenn man hilft na es kommt im Nachhinein zu Problemen, kann man immer noch weitersehen. Wesleys B Story war Ok. Aber da liegt eine Verwechslung vor. Der Reisende wollte eine Förderung für Wesley für höhere Aufgaben, nicht die Ausbildung zum kommandierenden Offizier. Picard war in meinen Augen wie immer. Daumen nach oben für die Folge.

    1. Max

      Das mit Wesley finde ich eine treffende Bemerkung!
      Und es passt auch gut zu dem Vorwurf, den Q Picard ganz am Ende der Serie macht: Statt neue Möglichkeiten zu erforschen, vertieft man die eigenschlagenen Wege, was aus Sicht der Menschen durchaus Sinn ergeben mag, das scheinbare Potenzial aber ungenutzt lässt.

  3. stef baura s

    Vielen Dank für Euren Podcast, den ich heute morgen unfallfrei hören konnte.

    Wieder eine der Folgen aus der zweiten Staffel, die ich bei rewatches tunlichst vermieden habe.
    Umso überraschter war ich, dass auch Wesley in der Folge eine Rolle spielt. Huch.
    Und sogar eine gar nicht so schlechte. Das hat mir gut gefallen, wie er sich als Teamleiter behauptet.

    Ich fand die Hauptstory von Data und dem „Kind“ allerdings so ätzend rührselig, dass die Folge bei mir keinen Blumenpott gewinnen kann, deshalb Daumen nach unten.

    Dass Picard Reiter ist (theoretisch) kam bei mir natürlich gut an, damals, und immer wenn ich die Fotos mit den Klamotten die er trug, war ich davon angetan, stilechter britischer Landadel. Dass er über Arabische Pferde und die Legende ihrer Schöpfung sprach, hatte ich natürlich nicht mehr auf dem Schirm, weil ich ja die Folge nicht mehr gesehen habe. Ok, war ein bisschen schwafelig, aber für Pferdeleute trotzdem nett. Man bedenke, Pferde spielen im 24. JH noch ein Rolle, wie toll ist das denn.

    Thema Brieffreunde, Anfang der 80er, als Teenager, hatte ich einige Brieffreunde, über den International-Queen-Fanclub (die Band, nicht die Königin), weltweit, das war toll und aufregend.

    In Jugendzeitschriften konnte man damals auch so kostenlose Anzeigen schalten, dass man Brieffreunde sucht. Ich glaube, in den 90ern war das schon nicht mehr modern.

  4. bjoernhh

    Moin Jungs,

    ich wollte mal Eure Eröffnungen der Podcast-Folgen loben. Dass Ihr immer ein bisschen von Euren Wehwehchen berichtet, sorgt dafür, dass ich mit meinen eigenen Alterserscheinungen besser klar komme.

    Dann habe ich darüber nachgedacht, dass das Projekt „Trek am Dienstag“ ja noch lange laufen wird, hoffentlich! Wir haben ja jetzt schon noch mehr als zehn Jahre vor uns. Und so, wie Kurtzman und Co. zurzeit neue Serien und Projekte planen, ist ein Ende ja nicht abzusehen.
    Dann gehen wir zusammen ins Rentenalter und diskutieren nicht nur die neuen Handlungsstränge, sondern auch die eigenen Knieprothesen und Bypässe (die uns hoffentlich erspart bleiben).

    Und irgendwann müssen wir uns dann alle wirklich mal treffen, wenn wir uns doch so lange durchs Leben begleiten.

    Zur Folge: Ich hatte völlig vergessen, dass Howard Wolowitz auch zu Wesleys Team gehörte! 🙂

  5. Don

    Moin!

    Wenn der Simon seine Wehwehchen zum Besten gibt:
    Ich habe heut übelst Rücken. Ich kann z.Zt. nur so wie ein Ferengi, leicht gebeugt laufen. 🙁

    Die Mütze, die Picard hier trägt, erinnert mich etwas an seine auf dem Weingut in der ersten Folge von „Star Trek: Picard“.

    Da erzählt uns einer was vom Pferd!

    In der Data-und-Worf-Szene sehen wir auch diesen aus der Konsolenwand ausfahrbaren Sessel mal wieder. Den find ich immer cool!

    Heißt das, Data hat acht Wochen gewartet, bis er Picard sagt, dass er da Kontakt mit jemandem hatte? Kann dat sein, dat der Data für nen Androiden ziemlich nachlässig ist? (Dazu passt ja auch das Chaos an Werkzeugen, dass er da an der Konsole auf der Brücke hinterließ, sodass Worf fast draufgetreten wär.)

    Riker ist der Captain Jack Harkness von TNG. (Wird ja auch später in „The Outcast“ thematisiert.)

    Der von Sebastian angesprochene erste Offizier Datas (in „Redemption“) war nicht einfach nur unkooperativ, sein Verhalten gegenüber Data hatte schon rassistische Züge.
    Wo es mich aber persönlich sehr viel mehr störte, weil ich den Worf ja doch mag, war in „Gambit“, in der Worf regelmäßig Datas Führungsqualitäten infrage stellte. Und das ohne für mich ersichtlichen Grund.

    Diese Diskussion über den „kosmischen Plan“ fand ich auch etwas merkwürdig. Allerdings hatte Picard in „Where Silence Has Lease“ schonmal ähnliche Überlegungen angestellt, als er mit Nagilum in Gestalt von Data und Troi sprach.

    Diese Wendung in der Diskussion finde ich persönlich etwas plump. Weil Picard nun die Stimme von Sarjenka und auch ihre Angst vernommen haben, ist nun plötzlich alles anders? Nun kann man sich nicht mehr von ihr abwenden? Warum war das dann eine Minute vorher noch die bevorzugte Handlungsweise?
    Und später in „Homeward“ hat man es ja schließlich auch so durchgezogen. Da konnte Nikolai Rozhenko die Crew nicht überzeugen. Weil sie da keine boraalianische Kinderstimme zu hören bekamen oder warum?

    Die Szene mit O’Brien fand ich herrlich. „Ja, ich dös mal ne Runde.“ „So jetzt bin ich wieder wach.“ 😀

    Mit viel (sehr viel!) gutem Willen gebe ich auch den Daumen quer…

  6. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!
    Vorweg: das hier ist tatsächlich eine meiner Lieblingsfolgen. Und so ganz unspannend fand ich das damals auch nicht. Na, sie werden doch nicht – nein, Data hats geschafft!
    Okay, Picards neues Hobby, das kommt mal wieder sehr plötzlich, ähnlich wie damals Geordis Modellbauerei. War es hier, das er als Umgebung einen „Englischen Wald“ wählte? Hat vielleicht schon mal jemand das Wort „Klischeebrite“ benutzt? Seine Ausführungen zur arabischen Mythologie waren vielleicht etwas übertrieben (Stichwort „Mansplaining“), aber bei seinem Interesse für alte Geschichte durchaus stimmig.
    Wesleys Geschichte war nett, einfach mal wieder aus dem Management-Grundkurs.
    Der eigentliche Kern der Geschichte war für mich aber immer die Diskussion zur Ersten Direktive. Und da sah die ganze Enterprise Crew, eben bis auf Data und Pulaski, nicht gut aus. Wozu ist die nochmal da? Um keinen schlechten Einfluss auf weniger entwickelte Kulturen zu haben? Picard sagte noch irgendwann, das sie auch die Mitglieder der Föderation davon abhalten sollte, Gott spielen zu wollen. Ein durchaus lobenswerter Ansatz. Aber hier sagt man gewissermaßen: „Tut uns leid, aber wenn wir euch helfen würden könnte eure Kultur schaden nehmen, deswegen müsst ihr leider alle sterben“. Das heisst für mich, das der Sinn dieses Gesetzes nicht verstanden wurde. Wie Michael schon sagte, erst die Notfallhilfe, dann kann man weitersehen. Es wurde ja nicht einmal überlegt, ob es denn irgendeine Möglichkeit gäbe, etwas zu tun. Data hat da sehr geschickt die menschliche Psychologie ausgenutzt.
    Bei Star Wars VIII hatte ich dann ein kleines Deja vu, als nämlich R2D2 Luke die alte Nachricht von Leia vorspielte, um ihn zum Helfen zu bewegen. Roboter sind doch die besseren Menschen…
    Übrigens, Morn dürft ihr nicht den Mund verbieten. Seine Kommentare sind immer sehr amüsant und treffend.
    Was war das mit dem Scherz auf Geordis Kosten? Tut mir leid, den habe ich wohl verpasst.
    Ach ja, von mir gibt’s den Daumen hoch für diese Folge. Zum Award reicht’s leider nicht, wegen Picards Paragraphenreiterei. Wäre er doch bei den Pferden geblieben!
    Vielen Dank für eure inspirierende Arbeit und gute Besserung!

    1. Michael

      Zum Scherz auf Geordis Kosten: Bei ihm wurde gesagt, er hätte die humanistische Sicht. Also ausgerechnet der, der ohne Kybernetilk und Visor gar nichts sieht. Normalerweise ist das ja so der Einstieg in die transhumanismus Debatte im Cyberpunk: Ab wieviel Technik geht die Menschlichkeit verloren.
      Hier heißt es dann der Blinde hat die Sicht. Ich weiß, im Zeitalter der Inklusion ist das unangebracht, aber schmunzeln musste ich dennoch. Insbesondre mit Blick auf das korrekte Wording bei der Folge mit dem Vermittler, ist das schon Kontrast.

      1. Kleiner Bruder

        Hallo Michael!
        So tragisch finde ich den Spruch jetzt nicht. Im Gegenteil, „der Blinde sieht, was die Sehenden nicht sehen“. Das ist hochphilosophisch!

      2. TaoTao

        Ja, ich finde das auch OK. Mal abgesehen davon, dass es auch einfach umgangssprachlich ist zu sagen, wie man etwas „sieht“, das sagen auch blinde Menschen, wie auch taube sagen oder gebärden, „ich habe gehört…“. Inklusion soll dazu führen, dass man einen Weg findet miteinander zu sein, nicht einem Komplexe zu machen, dass man sich nicht mehr ausdrücken kann. Klar, ich weiß sehr wohl, dass es sprachliche Wünsche gibt, die aus negativen Erfahrungen der Vergangenheit erwachsen, ich habe einige selbst schon hier vorgebracht, aber dennoch ist es kein Mienenfeld sich zu unterhalten. 😊
        Abgesehen davon erlebe ich hier sehr achtsame Menschen.

        1. Michael from Outer Space

          Hi TaoTao!

          Die von dir beschriebene Umgangssprache fällt mir im Podcast „Planet Trek FM“ auf. Dort disktutiert Björn Sülter mit wechselnden Gästinnen und Gästen über Star Trek. Sein „Copilot“ ist Moritz Wolfart, ein blinder Informatiker. Moritz sagt jedes Mal, dass er sich die Folge, um die es gerade geht, angeschaut hat. Bei der ersten Sendung, die ich mir angehört hatte, wirkte es etwas seltsam. Mittlerweile nehme ich es aber kaum noch wahr, weil es normal geworden ist.

          LG

          Michael from Outer Space

  7. Max

    „Pen Pals“ sortiere ich gedanklich immer viel früher ein; vielleicht nicht in die erste Staffel, aber doch eher an den Anfang der zweiten. Vielleicht aufgrund des außerirdischen Sets haftet dieser Folge für mich ein wenig der Hautgout des Alten an. Ähnlich ging es mir schon bei „The Dauphin“, dort lag es sicherlich an den verwendeten Kostümen. Aber gut, sowas muss ja nicht per se etwas Schlechtes sein bzw. die Folge als Ganzes abwerten.

    Ich finde „Pen Pals“ gut, ohne richtig begeistert zu sein. Ich denke einfach, es ist eine schöne ST-Folge. Bedenkt man, was einem heutzutage da so unter dem Namen ST angeboten wird – und PIC scheint da wohl leider auch keine Ausnahme zu sein – kann man das richtig zu schätzen wissen.

    Einige Figuren haben in „Pen Pals“ wohl wirklich nette Momente, bei ein paar anderen geht das Drehbuch diesmal vielleicht ein bisschen in eine spezielle Richtigung.
    Selbst wenn Picard hier also ein wenig über das Ziel hinausschießt… Die Lesart, er habe eine Art Gottkomplex finde ich inzwischen etwas übertrieben. Sicher, er ist bedacht darauf, als jemand zu gelten, der eigentlich keine Fehler macht oder Makel besitzt. Aber das ist weit von einem Gottkomplex entfernt, bei dem sich eine Person ja quasi für allwissend und allmächtig hält.

    Dass in der Folge so viel Zeit vergeht, war mir gar nicht mehr bewusst.
    Ja, es hat Vor- und Nachteile, wenn die eigentliche „Brieffreundschaft“ zwischen Data und dem Mädchen gar nicht richtig vermittelt wird. Hier musste sich die Folge entscheiden und ich finde diesen Weg eigentlich gar nicht so schlecht, zumal man aus der heutigen Perspektive ja wirklich beruhigt festhalten kann, dass andere Folgen den anderen Weg beschreiten werden.

    PS: Ach ja, den Scherz auf Geordis Kosten habe ich auch nicht mitbekommen.

  8. Michael from Outer Space

    Hi,

    Der „Daumen quer“ geht für mich in Ordnung. „Pen Pals“ ist in meiner Wahrnehmung v.a. „die Episode vor dem Auftauchen der Borg“. Picard als Reiter gefällt mir, weil das in einer meiner Lieblingsfolgen („Starship Mine“) wieder aufgegriffen wird. Wesley als Teamleiter ist auch cool, ich wünschte, man hätte ihn in diese Richtung weiterentwickelt. Merkwürdig finde ich Sarjenkas Gleichmut, als sie von Datas „Androidendasein“ erfährt. Sie stammt aus einem Volk, dass aus Sicht der Föderation „unterentwickelt“ ist und nimmt Data als künstliche Lebensform einfach so hin. Seltsam ist außerdem, wie Sarjenka als einzige Vertreterin ihrer Spezies dargestellt wird. Wie kommt es, dass sie (scheibar) ganz allein auf ihrem Heimatplaneten ist? Wo sind ihre Eltern oder andere Dremaner?

    Gut finde ich wieder einmal die ruhige Story, die ohne Gegner und Action auskommt, bevor es in der nächsten Woche „borgig“ wird.

    LL&P

    Michael from Outer Space

    1. Kleiner Bruder

      Hi,
      Ich glaube, deine Fragen zu Sarjenka sind ganz leicht zu beantworten. Als Kind ist sie eben unvoreingenommen gegenüber Fremden. Ob sie auf ihrem Planeten auch SF Stories haben und von Robotern und KI sprechen – vielleicht. Automatische Türen haben sie ja. Und ihre Eltern waren schon weg. Sie hatte sich aber noch einmal losgerissen oder fortgeschlichen, weil sie etwas vergessen hatte, wahrscheinlich ihre Puppe. Oder ihr Funkgerät, falls Data sich doch noch mal melden sollte.

      1. Michael from Outer Space

        Hi Kleiner Bruder,

        auf die Erklärung mit Sarjenkas Unvoreingenommenheit bin ich nach dem Abschicken meines Kommentars auch gekommen! 😉

        Trotzdem geht mir die Tatsache ihres Alleinseins nicht aus dem Kopf. Na gut, sie ist noch mal zum Haus zurückgelaufen, um etwas zu holen. Ihre Eltern müssen also in der Nähe sein, weil Sarjenka nicht weit gelaufen sein kann, ohne dass ihr Verschwinden bemerkt wird. Über ihre Familie kann ich nur Mutmaßungen anstellen. Wer sind ihre Eltern? Reden wir dabei nur von ihrem Vater und ihrer Mutter oder gehören Großeltern, Urgroßeltern usw. auch dazu? Vielleicht handelt es sich um einen ganzen Clan mit ein paar Dutzend Personen.

        Selbst wenn ich das alles in Betracht ziehe, finde ich es etwas unlogisch. Ich verstehe, warum es so geschrieben und gedreht wurde: es gab zu wenige Schauspieler, das Make-Up/Kostüm war zu teuer etc. Das ist auch kein Punkt, der die ganze Folge kaputt macht. Bei STAR TREK nehme ich sowieso vieles hin, sogar eine auf Silizium basierende Lebensform, die von einem auf dem Boden herumkriechenden Schauspieler mit einem „Teppich“ als Kostüm dargestellt wird („The Devil in the Dark“).

        Mir wurde heute gesagt, ich würde zuviel nachdenken. Es ist gut möglich, dass das hier auch der Fall war! 😅

        LL&P

        Michael from Outer Space

        1. TaoTao

          Dann denke ich sicher auch zu viel über sowas nach 😉, mir geht es genauso. Wie Bridge schon schrieb, wir wissen ja nichts über deren Technologie, womöglich haben sie Möglichkeiten sich schnell von A nach B zu transportieren, um nicht zu sagen, zu beamen oder einer Futurama-Dremaner-Rohrpost. Nein, im Ernst… Ja, vielleicht ist die Familie auch gar nicht weit entfernt. Für alle Lücken sind so viele Erklärungen denkbar, das finde ich im Grunde auch schön an der Folge. Sie erzählen uns zwar nicht viel, womöglich ein verpasstes World-Buildung, aber die Offenheit für so vieles ist mir lieber, als ein unbedingtes Füllen, was am Ende womöglich nicht mehr stimmig ist.

          Auch gefällt mir das Einführen des Hobbys reiten, ich finde es nicht weithergeholt, dass da noch bei jedem viele Dinge sind, die wir über sie nicht wissen. Wir sehen nur wenig ihrer Freizeit, Interessen und (vergangenen) Leidenschaften, ich glaube gerne, dass da noch jeweils Schichten sind, die man ergründen kann. Und das Aufgreifen in der tollen Folge „Starship Mine“/„In der Hand von Terroristen“ hat mich auch immer sehr, sehr gefreut. 😃

          Zum Dilemma helfen oder nicht eingreifen, möchte ich sagen, dass sie ja das Drehbuch nicht kannten. 😉 Also es gibt ja nicht nur die beiden Optionen für einen Ausgang der Lage. Was ist, wenn plötzlich wieder ein „Wächter“ des Planten auftaucht, der die Dremaner als seine Kinder vor der Sternenflotte schützen möchte, wie bei den Edo? Vielleicht wäre es nie zum Äußersten auf dem Planeten gekommen. Gut, sehr vermutlich aus unserer Sicht doch – aber was, wenn der Versuch zu helfen zwar sehr gut gemeint, aber völlig in die Hose gegangen wäre? Was wenn sie nur mehr kaputt gemacht hätten? Das kann nur nicht sein, weil wir wissen, dass das die 2. Staffel TNG ist, stände aber Dystopie oder Horrordrama auf dem Etikett, würden wir wohl denken, dass es vermutlich nicht ganz so einfach sein kann zwischen „wegfliegen“ und „reparieren“ zu wählen.

          Ich mag die Folge, sie regt mich seit dem ZDF zum Nachdenken an und ich verbinde auch persönlich mehr damit und muss positiv aufhorchen, wenn bestimmte Worte hieraus fallen.

          LG
          TaoTao

    2. Bridge 66

      Hallo, Michael,

      Wir wissen eigentlich ja nichts über die Technologie der Dremaner, ausser, dass sie keine Raumfahrt haben. Dafür haben sie coole Türen. Wir wissen auch nichts über Philosophie oder Religion der Dremaner. Es gibt bestimmt jede Menge Erklärungen zu Sarjenkas „Gleichmut“.

      Schade eigentlich, wieder eine verpasste Gelegenheit für Worldbuilding. Aber vielleicht ist das auch gut so, denn was zählt ist: Es steht Leben auf dem Spiel. Egal ob dremanisch oder romulanisch – nein: Leben! Und das hatte mich immer an dieser Folge gestört. Der Sinn der obersten Direktive ist, eine fremde Kultur zu schützen, da kann man sie doch nicht sterben lassen. Unterlassene Hilfeleistung ist ein Straftatbestand.
      Sorry, jetzt bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen, ich wollte ja eigentlich nur auf deinen Kommentar antworten… 😳

      LL&P
      Bridge

      1. Michael from Outer Space

        Hi Bridge!

        Ich finde dein übers-Ziel-hinausschiessen nicht schlimm. Schön, dass du die Pilotfolge von PICARD auch schon gesehen hast! 😉

        LG

        Michael from Outer Space

        1. Bridge 66

          Moin, Michael,

          Danke für deine nette Antwort. Äh, nein, ich habe PICARD noch nicht selbst gesehen, weil ich nämlich nicht einsehe, warum ich für jede Serie, die jetzt in Arbeit ist, gleich einen ganzen Sender abonnieren soll. Aber ich kann es auch nicht mehr abwarten und bin hinter jedem Schnipsel hinterher. Dann lasse ich mich eben spoilen, ist mir auch egal. 😜

          LL&P
          Bridge

  9. Volker

    Wie in meinem Kommentar zur vorigen Folge bereits erwähnt, ist Riker ein echt ausgekochtes Schlitzohr. Er hat in der vorigen Episode die Gelegenheit genutzt um sich von Troi nochmal anschmachten zu lassen. Diese Folge hatte er ja schon den nächsten Flirt am laufen. Man sollte mal seine Bettgeschichten zählen. Ich wette er übertrifft den guten alten Kirk um längen 🙂

  10. Michael from Outer Space

    Hallo TaoTao,

    ich habe einen Nachtrag zu deinem Kommentar:
    „aber was, wenn der Versuch zu helfen zwar sehr gut gemeint, aber völlig in die Hose gegangen wäre? Was wenn sie nur mehr kaputt gemacht hätten?“

    Genau das wird in 5.13: „The Masterpiece Society / Das künstliche Paradies“ ausdiskutiert! Ich habe sie als sehr gute Folge in Erinnerung. Die Thematik mit der obersten Direktive und dem Eingreifen der Crew zur Rettung einer fremden Zivilisation ist dieselbe. Picard versucht eine Gesellschaft vor der Zerstörung durch eine Naturkatastrophe zu retten und muss dann erkennen, dass er gescheitert ist. Es gibt darin einen schönen Dialog zwischen Picard, Dr. Crusher und Worf, der so verläuft:
    CRUSHER: There must be something we can do to help.
    PICARD: We may have done too much to help them already, Doctor.
    WORF: We saved them from destruction.
    PICARD: Did we?

    Toll! Das ist eine der Besprechungen bei TaD, auf die ich mich sehr freue!

    LL&P

    Michael from Outer Space

    1. Michael

      Das meinte ich ja in meinem Kommentar. Nothilfe geht vor. Wenn ich nach einem Verkehrsunfall zu viel Druck bei der Herzmassage mache, kann es auch zu weiteren Verletzungen am Brustkorb kommen. Trotzdem ist die Lage hier die, dass es die bessere Alternative zur unterlassen Hilfeleistung ist. Hier und jetzt waren auf dem Planeten leben in Gefahr und Hilfe war möglich. Wenn das die Erde wäre, hieße das am Tag vor dem ersten Kontakt alle sterben lassen, am Tag danach alle retten. Zumal die Menschheit z. B. auch ohne Warp Schiffe wie die Botaney Bay im Deep Space fliegen hatte. Bei der Frage nach dem Handeln bin ich im Zweifel für Aktion. Natürlich darf es nie soweit kommen, dass die Helfer gerettet werden müssen. Eigensicherung hat Vorrang.

    2. Kleiner Bruder

      Hallo Michael!
      Ich habe mir vorhin die Episodenbeschreibung auf dem Deutschen Star Trek Index angesehen. Da gab es aber erhebliche Unterschiede zur heutigen Folge. Dort war es nämlich eine Erdkolonie, zu der bereits Kontakt bestand. Die Hilfe erfolgte mit dem Einverständnis der Bewohner, und diese mussten feststellen, dass sie keineswegs so perfekt waren, wie sie dachten. Mir schien es eher eine statische Gesellschaft zu sein, die kaum noch zu Fortschritt und Entwicklung fähig wäre. Damit wiederum wäre sie über kurz oder lang sowieso zum Untergang verurteilt gewesen.
      Vielleicht sehen wir klarer, wenn die Folge zur Besprechung dran ist.
      Keep up the good work!

      1. Michael from Outer Space

        Hi Kleiner Bruder!

        Du hast recht, die Situation ist anders. Die oberste Direktive greift in „The Masterpiece Society“ nicht, weil die Zivilisation auf Moab IV weit genug entwickelt ist, um zur Föderation Kontakt aufzunehmen und die Crew selbst um Hilfe bittet. Meine Erinnerung täuschte micht an dieser Stelle.

        Trotzdem finde ich die Fragen, die in dieser Folge gestellt werden, spannend: Hatte die Crew jemals eine Chance, der Zivilisation zu helfen? Richtete sie durch ihr Eingreifen letztendlich mehr Schaden an als die drohende Naturkatastrophe? Welche Schlüsse sollte die Föderation/Sternenflotte aus diesem Ereignis ziehen?

        MfG

        Michael from Outer Space

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