Trek am Freitag #11: The Writers Guild Strikes

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Für die einen ist es ein Autorenstreik, für die anderen die längste Sommerpause der Welt. Warum im Sommer 1988 auf einmal gar nichts mehr ging in Hollywood, darüber reden wir heute, aber auch über das Ersatzprogramm, das ausgehungerte Star-Trek-Fans in diesen schicksalshaften sechs Monaten zu sehen bekamen. Dabei geht es hinter die Kulissen und zurück nach 1964.

21 Gedanken zu “Trek am Freitag #11: The Writers Guild Strikes

  1. Hallo Leute,

    ich finde diese Sonderfolge toll. Ein Großteil der Faszination von Star Trek entsteht durch die Hintergrundgeschichten. Als Beispiel nenne ich mal „The Motion Picture“, der eine sehr bewegte Produktionsgeschichte hat. Ich kenne mich in der Historie von Star Trek nicht so gut aus wie Simon und Sebastian, glaube aber, dass es viele spannende Abschnitte gibt.

    Mit TNG kam das Franchise zu einer Hochphase, an die DS9 anknüpfte. Mitte der 90iger war Star Trek einfach ein grandioses Serienuniversum, dass seinesgleichen suchte. Am Ende dieses Jahrzehnts ging es meiner Meinung nach sowohl serien- als auch filmtechnisch bergab. Den Sprung ins 21. Jahrhundert hat es zwar geschafft, die langfristige Entwicklung steht jedoch buchstäblich „in den Sternen“. Aktuell befindet sich Star Trek wieder in einer Umbruchphase. Der angekündigte 4. Kinofilm in der Kelvin-Timeline fällt aus, neue Produzenten und Autoren übernehmen die Regie und eine Menge Serien wurden angekündigt. Da gibt es viele spannende Themen, die es wert sind, besprochen zu werden.

    „The Cage“ finde ich bei weitem nicht perfekt. Mir gefällt er trotzdem, so wie mir viele Episoden irgendwie gefallen, obwohl sie offensichtlich große Schwächen haben. Wenn ich ihn mit dem 2. Pilotfilm „Where No Man Has Gone Before“ vergleiche, dann hat er eine interessantere Geschichte, nämlich die Charakterhandlung um Christopher Pike. Er zweifelt an sich selbst, womit eine Art „Tradition“ begründet wird. Simon und Sebastian sagten es schon: Ben Sisko hegt ebenfalls Selbstzweifel, aber auch Picard hadert mit seiner Vergangenheit. Ähnliches sehen wir bei Janeway und Archer. Die Talosianer empfinde ich immer noch als gut geschriebene und gestaltete Aliens. Vinas Schicksal ist tragisch und wird von Susan Oliver gut verkörpert. Mich nimmt die Story um Pike und Vina mehr gefangen als so manch andere Story in Star Trek. Simons Abneigung kann ich nicht nachvollziehen, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Ganz neutral stelle ich aber fest, dass „The Cage“ auch im Jahr 2019 eine gewisse Kraft auf die Autoren ausübt, denn die Discovery-Folge „If Memory Serves“ kommt nicht von ungefähr. Ich habe zwar insgesamt mehr Schwierigkeiten als Spaß mit der Serie, aber manches haben sie gut gemacht.

    „Where No Man Has Gone Before“ baut eine Reihe von Elementen ein, um seine actionbetonte Handlung voranzubringen. Am Ende bleibt aber vieles im Dunkeln. Wer war denn eigentlich dieser Gary Mitchell? Wie verlief seine Freundschaft mit Kirk? Wir kriegen nur ein paar Brocken hingeworfen, mit denen diese erste „Männerfreundschaft“ begründet werden soll. Das verfängt bei mir alles nicht, weil Mitchell zum Bösewicht mutiert und getötet werden muss. Er wird für Kirk ja auch immer unzugänglicher. War es überhaupt nötig, die Freundschaft zu etablieren? Klar, die Story muss in 45 Minuten erzählt werden. Bei mir hinterlässt sie im Gegensatz zu „The Cage“ aber keinen bleibenden Eindruck. Es ist einfach nur das erste Abenteuer der Enterprise-Crew. Was für Mitchell gilt, trifft auch auf andere Dinge zu. Worum handelt es sich bei dieser mysteriösen Energiebarriere, die unsere Galaxis umgibt? Was hat es mit den außersinnlichen Wahrnehmungen auf sich und wie hängen sie mit der Energie zusammen? All das wird in der Episode nicht geklärt und auch danach nie wieder aufgegriffen. Die Relevanz von „Where No Man Has Gone Before“ besteht darin, dass er dem Studio aus den genannten Gründen besser gefiel und die Serie darum fortgesetzt werden konnte. Insofern ist er zwar wichtig für Star Trek, aber nicht für die Charaktere oder Themen, die dort gezeigt werden.

    Widersprecht mir bitte, wenn ihr anderer Meinung seid!

    MfG

    Michael from Outer Space

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  2. Super Folge, da Sie uns mit Hintergrund-Infos versorgt, die nicht in eine klassische Episodenbesprechung gepasst hätten. Vielen Dank dafür.

    Vielleicht bietet es sich ja an am Ende einer jeden Staffeldurchsprache noch so ein Special einzuschieben, dass auf bestimmte Aspekte eingeht die sich rund her rum um die Staffel ereignet haben und eben nicht in Eure Episodenbesprechung passen.

    Über die Ersetzung von Crusher zu Pulaski erfahren wir bestimmt kommende Woche mehr.

    Ihr macht meinen Mega-Job! Vielen Dank ganz viele kurzweilige Stunden und Euer Engagement.

    Werdet Ihr noch Worte zu Star Trek Picard verlieren, jetzt wo der erste richtige Trailer draußen ist?

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    • Hallo Sören,

      danke für Dein Lob, wir freuen uns riesig!

      Über Picard werden wir wahrscheinlich erstmal nicht sprechen.

      Nicht zuletzt deswegen, weil ich mir den Trailer gar nicht ansehen möchte. „Letzte“ Trailer verraten für meinen Geschmack viel zu viel – und wenigstens ein bisschen überrascht zu werden gehört für mich dazu, wenn ich mir etwas zum ersten Mal anschaue.

      Außerdem bin ich, das haben wir beim letzten kurzen Gespräch über „Picard“ angerissen, gar kein Freund davon, über ungelegte Eier zu spekulieren.

      Und: Es gibt mittlerweile echt viele Star-Trek-Podcasts, die tagesaktuelle Themen besprechen. Wenn wir in diesem vielstimmigen Chor auch noch mitsingen, haben wir weniger Zeit für Sondersendungen wie diese hier. Doch gerade solche Themenschwerpunkte finden wir wichtig und besonders, denn diese tieferen Einblicke in die Produktionsgeschichte gibt es anderswo in dieser Form und Ausführlichkeit nicht zu hören.

      Man soll sich ja die Großen & Guten zum Vorbild nehmen und daher wollen wir versuchen, das „Stay Forever“ von Star Trek zu sein. (Auch wenn es bis dahin noch ein weiter Weg ist.)

      Ich hoffe, das trifft Dein Verständnis und auch weiterhin Deinen Geschmack!

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

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      • Das trifft glaube den Geschmack sehr vieler Hörer, dafür lieben wir TaD. Herzlichen Dank für euer Herzblut!
        Sehr gerne höre ich Einschübe wie diesen hier, ganz großartig, Dankeschön. 😁👍🏻

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  3. Hallo,
    was für eine phantastische Folge. Vielen Dank. Ich bin zwar ein alter Star Trek-Fan und wähne mich in prominenter Gesellschaft als „Seher der Videobänder, Kenner der Episolden“, nachdem ich vor einigen Jahren endlich TAS als letzte Star Trek-Serie gesehen habe. Auch das ein oder andere Buch Sekundärliteratur habe ich gelesen, so dass ich bei vielen Hintergrund-Facts nur wohlwollend müde lächle ;-). Aber dieses Kapitel TNG war mir weitestgehend unbekannt und ist absolut faszinierend. Danke für eure ganze Recherche.
    Was die Aktualität angeht, musste ich auch gerade an „Stay Forever“ denken, die wohl auch gerade festgestellt haben, dass aktuelle Casts am wenigstens ankommen. Also gerne mehr Themenschwerpunkte dieser Klasse. Gerade Star Trek im Kontext seiner Zeit ist superspannend und meiner Meinung viel zu wenig beackert.

    Was mir noch einfiel am Ende der 1. Staffel TNG: Auch wenn man sich gerne über die Qualität vieler Dinge lustig darin macht, wird doch gemutmaßt, dass es einer von wahrscheinlich mehreren Gründen für die Absetzung von Doctor Who nach über 25 Jahren war, dass die Verantwortlichen der BBC TNG gesehen haben und meinten, dass sie mit diesem amerikanischen Qualitätsstandard nicht konkurrieren können und es lieber ganz bleiben lassen, statt sich zu blamieren.

    Freue mich auf „The Child“ 😉
    Viele Grüße

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  4. Danke für die interessanten Einblicke! 🙂

    Ich kann mich nicht erinnern, „Reading Rainbow“ schon einmal bewusst wahrgenommen zu haben. Mir gefällt nicht nur allgemein, dass Burton diese Sendung gemacht hat, sondern auch, wie lange er diesem Projekt treu blieb!

    Der Zufall wollte es, dass ich „The Cage“ vor „The Menangerie“ gesehen habe. Das hatte gewaltigen Einfluss auf die Wahrnehmung beider Folgen. Ich konnte (jetzt ist es nicht mehr so schlimm) nicht umhin, mich damals darüber regelrecht zu ärgern, dass man einfach die Szenen des Original-Piloten nimmt und in eine neue Rahmenhandlung packt; das funktionierte für mich aus mehreren Gründen nicht. Zum einen finde ich die neuen Handlungselemente von „TM“ gar nicht mal so überzeugend und zum anderen konnte ich hier besonders schwer akzeptieren, dass das eingefügte Bildmaterial hat Drehmaterial ist, als ob ein Kamerateam die Enterprise-Crew, Pike und die Talosianer begleitet hätte.
    Vielleicht liegt es also daran, dass „The Cage“ einen originären Status für mich hat, dass ich gar nicht schlecht oder langweilig finde, während „The Menangerie“ für mich eher eine Art Abklatsch ist.

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  5. Hallo, Jungs,

    Vielen Dank für diese erhellenden Einblicke. Ich wusste zwar von dem Streik und dass die zweite Staffel deswegen kürzer war, aber dass auch die erste schon betroffen war, war mir neu.

    So einige Serien sind damals wohl eingegangen, aber auch manch neues ist dazugekommen. Auf der Suche nach Stoff um die Lücke zu füllen kam man bei Paramount auf die Idee, alte Drehbücher von „Mission: Impossible“ (bei uns bekannt als „Kobra übernehmen Sie“) zu recyclen, mit neuen und weitgehend unbekannten Schauspielern (nur Peter Graves konnte überredet werden, seine alte Rolle als Jim Phelps wieder aufzunehmen) und gedreht in Australien! Ich fand das Ergebnis gar nicht mal so übel, immerhin hielt die Serie zwei Staffeln, allerdings gingen die Drehbücher gegen Ende doch ziemlich „über Tische und Bänke“.

    Sagt mal, Jungs, habt ihr euch die große bunte… äh, „The Bionic Bunny Show“ mal richtig angeguckt? Ich fand sie alles andere als langweilig. Das ist eine köstliche Parodie auf Superheldenserien à la Batman, Superman & co. Kaninchen Wilbur ist ein Schauspieler, der in einer TV-Serie einen Superhelden spielt, aber in Wirklichkeit ein ziemlicher Jammerlappen ist und zu hause nicht mal ein Marmeladenglas aufkriegt. Am meisten gelacht habe ich, als einer der Ratten-Bankräuber (!) auf der Flucht zu seinem Kumpel sagt: „Quick, to the Ratmobil!“ und damit mal eben das ganze Batman-Gedöns auf den Kopf stellt. 😂😂😂

    Kleine Korrektur, nur fürs Protokoll: Whoopie Goldberg wurde zwar für „Die Farbe Lila“ für den Oscar nominiert, erhielt ihn da aber noch nicht. Sie bekam ihn erst 1991 für „Ghost – Nachricht von Sam“.

    Und damit komme ich zu meinem Buchtipp: Horatio Hornblower. Es handelt sich um eine Romanreihe in elf Bänden, die C. S. Forester zwischen 1937 und 1967 schrieb. Ich habe sie vor Jahren einmal alle durchgelesen und kann sagen, dass es keineswegs locker lustige Abenteuergeschichten sind. Erzählt wird die Geschichte eines britischen Seeoffiziers während der napoleonischen Kriege zu Beginn des 19 Jahrhunderts. Die Charakterbeschreibung Hornblowers würde eher auf Pike als auf Kirk zutreffen. Wer sich für die Epoche oder die Geschichte der Royal Navy interessiert, sollte sie unbedingt lesen. Wer nicht alle Bücher lesen möchte, der könnte vielleicht mit „Der Kapitän“ anfangen, mit dem Forester die Reihe auch begann.
    Dieser und die beiden folgenden Romane sind die Grundlage für das Drehbuch für „Des Königs Admiral“ (USA 1951 mit Gregory Peck), das Forester persönlich verfasste. Ausserdem verfilmte das britische Fernsehen zwischen 1998 und 2003 die Jugendabenteuer Hornblowers in acht Teilen mit dem Waliser Ioan Gruffudd in der Hauptrolle. Sehenswert, allerdings liegt der größte Teil noch bei mir „auf Halde“ 😳

    LL&P
    Eure Bridge

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    • Hallo Bridge!
      Mit deinem Buchtipp gehe ich voll einig. Der Film von 1951 nimmt sich zwar diverse Freiheiten, bleibt aber der Vorlage im Tonfall treu. Von der Neuverfilmung habe ich nicht viel gesehen, aber mich schwer über die Machart geärgert.
      Es gibt noch eine sehr lesenswerte Biografie über Hornblower von C.N. Parkinson. Er behandelt auch die im Roman offene Frage, ob der junge Hornblower während einer Gefangenenrevolte seinen Captain ermordet hatte, weil dieser drohte, die ganze Mission scheitern zu lassen.
      Wie ich früher schon sagte, auch Picard erinnert mich an ihn (Klischeebrite)!💂

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    • Nabend Bridge,

      die Anspielungen in der Bionic Bunny Show waren schon teilweise clever, aber ich fand es dennoch eher kindgerecht und behäbig, so dass mir die sieben Minuten wie 15 vorkamen. Für die eigentliche Zielgruppe aber sehr super.

      Und da kannste mal sehen, hab ich der Whoopi für einen meiner absoluten Lieblingsfilme den Oscar verliehen. Aber okay, in „Ghost“ war sie neben Schiavelli und den Cheesy-Schattenmonstern einer von wenigen Lichtblicken, ansonsten finde ich den Film eher… naja, sagen wir mal – wenn schon Swayze, dann bitte „Road House“.

      Der 51er Film ist tatsächlich der einzige Hornblower-Content, den ich kenne. Irgendwann möchte ich die Bücher mal lesen – aber wahrscheinlich wird das vor der Podcast-Rente nix.

      Bis Dienstag,
      Sebastian

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  6. Eine sehr schöne Sonderfolge.
    From One Generation to the Next kenne ich noch. Ich habe sie damals, ich glaube von Sat 1 dem selbsternannten Star Trek Sender mit der lächerlich peinlichen fliegenden Star Trek Kuh, aufgezeichnet. Damals habe ich jedes Fitzelchen, wo einer der Star Trek Charaktere vorkam aufgezeichnet. Von „The Cage“ habe ich damals den Zusammenschnitt in der Original Serie gesehen und das hat mir auch gereicht. Der Pilot für sich alleine fand ich auch Langweilig. Das Levar Special habe ich mir mit eurem Link angesehen. Sehr Interessant. Allerdings die Werbung alle zwei Minuten. Kein Wunder wenn Amerikaner alle durchdrehen 🙂
    Bis Dienstag 🙂

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  7. The Guild Strikes Back!

    Was mich immer irritiert hat: Wollen sich Trekkies wirklich lieber Trekkers nennen lassen? Oder ist das ein Mythos? Ich kenne jedenfalls keinen ST-Fan, der ein Problem damit hat, als Trekkie bezeichnet zu werden.

    „Wowwwww, that’s amazing!“ erinnert mich aber weniger an „Löwenzahn“ als an „Willi will’s wissen“.

    Da DeForest Kelley ja sogar auch am Set von TNG war, hätte man ja durchaus damit rechnen können, dass auch er im Special zu Wort kommt.

    Schön fand ich, wie gerührt Nichelle Nichols war, als sie erzählte, Robert Wise hätte sie alle zusammen als „Living Legend“ bezeichnet.

    Auf jeden Fall stimmt bzgl. der Besetzung von Chekov die Geschichte mit der Prawda nicht. Aber die hat Roddenberry in diesem Special hier ja auch nicht so erzählt.

    Roddenberry charakterisiert Riker quasi als „Ich will au mal Captain sein!“

    In der Sendung wird ja sinngemäß gesagt, Whoopie Goldberg hätte sich gemeldet, sie würde so gerne bei TNG mitmachen. Ob das wirklich so gelaufen ist?

    Beeindruckt war ich ja vom Auftritt von Marina Sirtis. Die war ja richtig aufgetakelt und mit riesigen Klunkern an den Ohren, als würde sie jetzt gleich noch auf einen Ball gehen.

    Als es um Star Trek V ging, erzählt ja Shatner erstmal was von „Junge trifft Mädchen“ und ich dachte (auch damals schon): ‚Häh, gibt es in der Handlung einen Subtext, der mir entgangen ist? Das kommt doch gar nicht in dem Film vor!?‘, aber dann löste Shatner das ja auf, dass er nichts zu dem Film sagen kann bzw. will.

    Die Art, wie der Off-Sprecher „Data“ ausspricht, ist aber keine Unkenntnis oder gar Bosheit, sondern ein Dialekt, in dem das so klingt.

    Dr. Boyce in „The Cage“ hat mich immer ein bisschen an Dr. Piper aus dem zweiten Pilotfilm erinnert.

    Man sieht dann im Pilotfilm auch diesen Vogel, den Ihr im „Menagerie“-Podcast angesprochen hattet.

    Was natürlich völlig anders als im Zweiteiler ist, ist das Ende. Die Talosianer schaffen für Vina eine Illusion von Christopher Pike, mit dem sie dann hoffentlich glücklich bis an ihr Ende lebt. Das mit der Nachkommenschaft wird so aber eher schwierig.

    Also ich fand „The Cage“ eigentlich ganz gut, wobei es natürlich schwer zu beurteilen ist, wenn man ja „The Menagerie“ schon öfter vorher gesehen hat.

    Es muss allerdings noch einen weiteren Autorenstreik in der TNG-Ära gegeben haben, denn ich habe mal irgendwo gehört, dass aufgrund dessen auch das Drehbuch zu „Devil’s Due“ aus dem „Phase II“-Papierkorb herausgefischt wurde.
    Aber vermutlich war dieser Autorenstreik bei weitem nicht so einschneidend wie der von 1988.

    Ich kann mich erinnern, in Sat.1 noch ein weiteres Star-Trek-Special gesehen zu haben, das meiner Erinnerung nach von William Shatner und Leonard Nimoy gemeinsam präsentiert wurde. U.a. wurde da immer wieder der damalige Vizepräsident Dan Quayle angekündigt und am Ende auch interviewt. Keine Ahnung, warum sie den eingeladen haben. Vielleicht dachten sie, wenn wir schon den zweiten Mann auf dem Mond in der Sendung haben, dann nehmen wir doch auch noch den zweiten Mann im Staat dazu. Eine besondere Affinität zu Star Trek schien Quayle jedenfalls nicht zu haben, außer ein paar Allgemeinplätzen fiel ihm nicht sonderlich viel dazu ein.

    War wieder eine schöne Podcast-Folge von Euch! ❤

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    • Ja, ich kenne die Erzählung so, dass Whoopi Goldberg gleich bei Ankündigung von TNG ihren Manager anrufen oder es über LeVar Burton ausrichten ließ (da habe ich schon unterschiedliche Versionen gehört), dass sie mitspielen wolle. Das wurde aber, so kenne ich es wie gesagt, nicht ernst genommen und sie sei enttäuscht gewesen sein, dass die erste Staffel ohne Rückmeldung an sie gedreht und ausgestrahlt wurde. Zur 2. Staffel wurde ihr Anliegen, das darin begründet war, wie sie in Interviews erzählte, dass sie als Mädchen Uhura als Vorbild feierte, noch mal deutlich gemacht. =)

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  8. Hallo ihr Beiden!
    Schwer erstaunt muss ich feststellen:
    1. Ihr habt bei der Bionic Bunny Show nicht aufgepasst.
    2. Ihr kennt Horatio Hornblower nicht. Gerade in den späteren Romanen ist er äußerst nachdenklich und besorgt, ob er das Richtige tut.
    3. Ihr habt eine sehr schlechte Meinung von Kirk. Er hätte sich doch bestimmt geweigert, sich als Marionette benutzen zu lassen.
    4. Ihr seid keine Fans von anspruchsvoller SF. Nee, ehrlich, wenn euch The Cage zu anspruchsvoll ist… Den Kampf in der Zitadelle zum Beispiel fand ich dann doch etwas albern. Offenbar war die ganze Atmosphäre auch eher militärisch gedacht, daher die knappen Befehle und das schnelle Schiessen. Spock in Mc Coys Rolle? Ein faszinierender Gedanke…. Kleiner Dank hier an Michael für seine Bewertung und an Max.
    5. Okay, das mit Whoopi Goldberg hätte ich jetzt auch nicht gewusst. Ich dachte damals auch schon, was macht ein Hollywood Filmstar in einer SF Serie im Fernsehen? Das konnte nur daran liegen, dass es Star Trek ist.
    Kleine Buchempfehlung: „Artemis“ von Andy Weir, dem Autor von „Der Marsianer“. Nicht ganz jugendfrei und alles voller Gangster, aber mit toll dargestelltem wissenschaftlichen Hintergrund.

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    • Nabend kleiner Bruder,

      da haben wir uns womöglich falsch ausgedrückt. Die Programmverantwortlichen waren es – nicht wir – denen „The Cage“ zu anspruchsvoll war. Wir nennen, soweit ich das erinnere, andere Gründe dafür, dass wir den ersten Pilotfilm eher mögen (Sebastian wegen der phantasmagorischen Atmosphäre) oder nicht mögen (Simon wegen Langeweile). Den Anspruch haben wir nicht kritisiert, nur angemerkt, dass Roddenberry hiermit sicher auch bei den Sturgeons, Heinleins und Asimovs Eindruck schinden wollte.

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

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  9. Eine wunderbare Folge! Hat mir mal wieder sehr gefallen! Ich wusste, dass es da einen Streik gab, aber der Umstand, dass der Streik so einen Einfluss auf die Story hatte, war mir nicht klar.

    Auch hatte ich nicht mitbekommen, dass der Streik bei ‚Batman‘ von Tim Burton mit reinspielte. Es mag zwar sein, dass der Ton nun mit der neuen 4K UHD Blu-ray zum ersten Mal einen kompletten Ton bekommen hat – aber der Ton ist auch anders als damals und ich finde, nicht unbedingt besser:

    Zu dem Streik 2007/2008: Der hat uns den gar nicht mal so guten ‚007: Quantum of Solace‘ beschieden, da nur der Hauptdarsteller und der Regisseur am Drehbuch weiterschreiben konnten (was ich eine sehr eigenartige Regelung finde). Aber jener Streik von 2007/2008 hatte nicht nur schlechte Auswirkungen: Bei ‚Smallville‘ haben die Autoren den Story-Arc der siebten Staffel rechtzeitig gestrafft und aus einem Fünfteiler am Ende der siebten Staffel eine wundervolle einzelne Folge gemacht (‚Arctic‘) – für mich als Superhelden-Fan eine der besten TV-Folgen aller Zeiten. Aber wer weiß, ob es bei ‚Star Trek: Enterprise‘ auch gelungen wäre. Das fand ich einen interessanten Einwand!

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  10. Unsere Buch- und Podcast-Empfehlungen zu dieser Sondersendung…

    „Inside Star Trek“ von Herb Solow und Bob Justman
    https://memory-alpha.fandom.com/wiki/Inside_Star_Trek:_The_Real_Story

    Sebastians liebster Trek-Podcast „Inglorious Treksperts“
    https://www.podbean.com/podcast-detail/nsy68-7941c/INGLORIOUS-TREKSPERTS-Podcast

    Das Interview mit The-Cage-Regisseur Robert Butler bei „The Trek Files“
    http://thetrekfiles.trekfm.libsynpro.com/4-0-in-conversation-with-robert-butler-july-2019

    Viel Vergnügen!

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  11. Hallo liebes Trek am Dienstag / Freitag Team!

    Das war die erste Folge, die ich von Eurem Podcast gehört habe. Sie gefiel mir gut, und ich bleibe dran 🙂

    Der letzte Autorenstreik hat übrigens den 2009er Star Trek Film beeinflusst. Das hätte ich für erwähnenswert gehalten. Ebenso dass es das Special mitsamt Der Käfig (mit komplett neuer Synchronisation) auch auf deutsch in Sat 1 gab.

    p.s.: ich bin zwar kein Fan von der Serie, aber man sollte Moonlightning nicht als „Schmonzette“ abtun. Ich erinnere mich zwar kaum noch, aber es gab zum Beispiel einigen Meta-Humor.

    LG
    ~ Daniel

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    • Mahlzeit Daniel,

      vielen Dank fürs Reinhören & herzlich Willkommen an Bord!

      Du hast natürlich völlig recht. Ich hab mich letzte Woche nochmal mit „Moonlighting“ auseinandergesetzt, und die standen in Sachen Vierte-Wand-Durchbrechen anderen Serien wie „It’s Garry Shandling’s Show“ und „St. Elsewhere“ in nichts nach. Allein die Tatsache, dass der 1988er Autorenstreik in die Handlung eingebaut wurde, wäre eine Erwähnung wert gewesen.

      Bis Dienstag,
      Sebastian

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