#130: The Neutral Zone (TNG 1.25)

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16. Mai 1988:
Die geheimnisvollen Romulaner regen sich erstmals nach 53 Jahren Funkstille, doch den wirklichen Stress liefert der Bofrost-Mann: Drei unfreiwillige Besucher aus dem 20. Jahrhundert! Da dürfen sich Jean und seine Crew mal wieder tüchtig aufspielen und überlegen tun. Und hat da jemand Borg gesagt?

In Deutschland: Die Neutrale Zone, ausgestrahlt am 6. April 1991.

22 Gedanken zu “#130: The Neutral Zone (TNG 1.25)

  1. Hier, wie in der Sendung erwähnt, die Hausaufgaben für die kommende Sonderfolge…

    Die Episode The Bionic Bunny Show aus LeVar Burtons Kinderserie Reading Rainbow:
    https://www.dailymotion.com/video/x6eie3i

    Das TV-Special The Star Trek Saga: From One Generation to the Next:

    Letzteres Video beinhaltet nur die Rahmenhandlung des 90minütigen Specials. Ab Minute 18:38 wird eigentlich The Cage gezeigt, aber das wurde aus verständlichen weil lizenzrechtlichen Gründen nicht bei YouTube hochgeladen. Wenn ihr mögt, könnt ihr das Video an der Stelle unterbrechen, den allerersten Pilotfilm auf einem Datenträger oder einer Streaming-Plattform eurer Wahl anschauen und dann die restlichen zwölf Minuten.

    Am Freitag reden wir über alles.

    Bis in drei Tagen,
    Sebastian

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    • Hallo Simon und Sebastian,

      erstmal vielen Dank für die schöne Diskussion zu „The Neutral Zone“ und die beiden Links! Für die Episode gebe auch ich den Daumen nach oben. Mir sind 3 Dinge aufgefallen:
      1) Im Raum, in dem sich Clare, Sonny und Ralph aufhalten, sieht man hinter Clare ein Raumschiffmodel. Wenn mich nicht alles täuscht, ist es die „Refit“-Enterprise.

      2) Ralph verlässt das Quartier, um den Captain aufzusuchen. Er läuft orientierungslos herum, weil er sich an Bord der Enterprise nicht auskennt und betritt den nächstbesten Turbolift. Der bringt ihn dann auch prompt auf die Brücke. War es Zufall, dass er den richtigen Lift gewählt hat oder können alle Turbolifte auf dem Schiff überallhin fahren?

      3) Als Sonny seinem Kumpel Data anbietet, mit ihm durchs All zu reisen, steht Riker im Hintergrund und grinst auf seine typische Art.

      Die TV-Specials mit LeVar und Patrick fand ich super! LeVar Burton ist ein toller Entertainer, der in TNG leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient und die ich ihm gewünscht hatte. Sein Auftritt bei „Reading Rainbow“ erinnert mich an Armin Maiwald und die „Sendung mit der Maus“.

      Ich freue mich sehr, dass ihr am Freitag „The Cage“ besprechen werdet. Mir gefällt er viel besser als der 2. Pilotfilm.

      Macht’s gut, wir hören und schreiben uns am Freitag wieder!

      Michael from Outer Space

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      • Zu 2.
        Ja, so ist es. Du kannst Dich von jedem Turbolift zur Brücke bringen lassen.
        Wobei mich das mal interessieren würde, wie das technisch funktioniert. (Hatte hier nicht einer der Kommentatoren die Blaupausen der Enterprise-Konstruktionspläne? Vielleicht kann er da weiterhelfen.)

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        • Nabend zusammen,

          das funktioniert bestimmt wie das Rohrpostsystem bei uns auffe Firma, das auch von jeder Station zu jeder anderen Kapseln schicken kann. Wenn mal zwei aneinander vorbeimüssen, geht eine Kapsel kurz in eine Seitennische, während die andere vorbeizischt. Klappt eigentlich ziemlich gut.

          Und hmja, ich hab den Vornamen von Hervé Villechaize falsch ausgesprochen… Aber Simon und ich lachen noch heute.

          Bis Freitag dann,
          Sebastian

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        • Achso, der Tattoo vom Khan Noonien Singh.
          (Ganz ehrlich, ich bin wirklich nicht drauf gekommen, wen Ihr meintet. 🙈)

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        • @Don: Ja, mindestens eine Kommentatorin hat die Blueprints und sie hat nachgeschaut. 😉

          Aber erstmal noch etwas interessanter einen Auszug aus dem deutschen technischen Handbuch S. 168-170:
          „13.6 Turbolift-Personaltransportsystem
          […] Das Turbolift-Netzwerk besteht aus zwei parallelen, vertikalen Hauptadern, die die Drehscheiben, die sich in horizontalen Netzwerken auf jedem Deck befinden, bedienen. Redundante horizontale Verbindungen auf den Decks 8, 10, 25 und 31 verbinden die diskontinuierlichen vertikalen Segmente. Das Netzwerk ist so konstruiert, daß es verschiedene Zugangswege zu allen Decks anbietet, so daß Umleitungen während Zeiten starker Systemnutzung möglich sind. Durch diese Konstruktion wird auch der Effekt, den eine Fehlfunktion auf das gesamte System haben könnte, reduziert. Zusätzlich gibt es noch einen speziellen Turboliftschacht, der von der Hauptbrücke auf Deck 1 zur Kampfbrücke auf Deck 8 führt.“
          Jetzt folgt ein Absatz über die Beschaffenheit des Turboliftwagen, des Antriebs, der Kommunikation und Routenberechnung. Interessant im Zusammenhang mit dieser und anderer Folgen noch dies… 😉
          „Der Audio-Empfänger liefert gleichzeitig eine Stimmidentifikation des Passagiers, was eine unauffällige Überprüfung nichtautorisierten Personals in zugangsbeschränkten Gebieten ermöglichst.“ Ehm ja, vielleicht sollte man Gäste auch entsprechend hinterlegen? 😉 Weiter heißt es:
          „Ungefähr zehn Turboliftwagen sind ständig innerhalb des Schiffes in Betrieb. Während der Stoßzeiten, wie zum Beispiel bei Schichtwechseln, kann diese Anzahl bei einer nur 22%igen Verlangsamung der System-Reaktionszeit verdoppelt werden. Das funktioniert, weil das Turboliftnetzwerk mit zahlreichen Zugangsschleifen konstruiert wurde, so daß es verschiedene Wege zu den meisten Zielen innerhalb des Schiffes gibt.“ (Sternbach, Rick ; Okuda, Michael: Star Trek : Die Technik der U.S.S. Enterprise : Das offizielle Handbuch. Königswinter: Heel-Verlag, 1994)
          Danach folgen noch Infos zur Nutzung während eines Alarmzustands und beim Andocken an eine Sternenbasis.

          Die Blueprints zeigen sowohl in den Schnitten, als auch den Grundrissen die Schächte und Zugänge. An mancher Stelle gibt es zwei Röhren unmittelbar hintereinander, die sogenannten Reserveturbolifte. Auf der Brücke sind die beiden regulären Lifte, vor und hinter dem Bereitschaftsraum damit ausgestattet. Wobei aus dem Schnitt nicht hervorgeht, wie dies genau zu verstehen ist. Hier gibt es keine doppelte Röhre und womöglich hilft diese, dann wohl nur zusätzliche Kabine nicht, wenn der erste feststeckt. Der dritte Lift der Brücke, rechts neben dem Hauptschirm, führt wie oben zu lesen, direkt zur Kampfbrücke. (Er wird allerdings nicht immer konsequent genutzt, bzw. womöglich hat die ein oder andere Person noch anderes zu erledigen und geht gerne mal einen Umweg. 😉)
          Wer übrigens schon immer mal die Badezimmer sehen wollte, schaue sich die Grundrisse an.
          (Sternbach, Rick et al.: Star Trek The next Generation : Die Original-Konstruktionszeichnungen der U.S.S. Enterprise NCC-1701-D : Blueprints. Königswinter: Heel-Verlag, 1997)

          Online findet man allerdings auch zu den offiziellen Blueprints abweichende Grundrisse. So soll der obere Lift auf der Brücke mancher Interpretation nach, auch vom oberen Ausgang des Konferenzraums zugänglich sein. Das entspricht der Seriennutzung des oberen Zu-/Ausgangs. In dieser Darstellung gibt es allerdings auch einen Gang, der hinter dem Bereitschaftsraum nach vorne zum unteren Lift geht, was ich als sehr unsinnig und nicht-kanonisch erachte. Aber mindestens der obere (Reserve)Turbolift sollte einen Zugang nach hinten aufweisen, denn der Konferenzraum wird sehr häufig auch mit Gästen von dort betreten und verlassen; dass dort nur ein Aufenthaltsraum sein soll, ist in den Blueprints leider absurd.

          @Sebastian: Wie ist denn das „Illustrated Handbook“, wenn du es wie erwähnt gekauft hattest? Das erste Erschienene bildet ja die 1701-D ab und ich frage mich, ob es uns etwas „neues“ verrät.

          Herzliche Grüße
          TaoTao

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        • [quote]Ja, mindestens eine Kommentatorin hat die Blueprints und sie hat nachgeschaut. 😉[/quote]
          => Du hast recht, das war nicht in Ordnung von mir. Entschuldigung!

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        • (Jetzt antworte ich dem Don, weil wir WordPress‘ maximale Antwortverschachtelungstiefe erreicht haben.)

          Guten Morgen TaoTao,

          erstmal die schlechten Nachrichten: Das „Illustrated Handbook“ verrät nichts Neues und wiederholt quasi den Text des alten „Technical Manual“. Außerdem wurde gar nicht mal so gut lektoriert. Vorrangig soll es wohl als Verkaufshilfe für die Eaglemoss-Schiffchen dienen; stammt aus dem selben Verlag wie deren Begleitheftchen und deswegen darf auch Cross-Promotion nicht fehlen.

          Die guten Nachrichten: Es ist groß und von hervorragender Druckqualität, wodurch die neuen und sehr schönen Zeichnungen gut zur Geltung kommen.

          Also – wenn, dann sollte man es sich als hübsches Coffee-Table-Book holen, aber als Nachschlagewerk ist es weniger geeignet.

          Bis Freitag,
          Sebastian

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  2. Hallo Ihr 2.
    Vielen Dank für die schönen Stunden Star Trek in meinem Kopf.

    Eine Anmerkung noch zu dieser Episode.
    Ganz am Anfang ist Data erstaunt das noch eine Sauerstoff Atmosphäre an Bord des Satelliten vorhanden ist.
    An Worf seiner Stelle wäre ich sehr verwundert das man sowas nicht checkt bevor man gebeamt wird.
    Das mit der künstlichen Gravitaion ist mir dafür nicht aufgefallen. Sachen gibt es.

    Macht bitte so weiter.

    Goddysrache

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  3. So, dann erstmal nen Martini mit zwei Oliven!

    „Enteisent“ heißt, dass dem Mineralwasser Eisen entzogen wurde, weil es sonst nicht gut aussehen würde. Wenn das Wasser dem Körper Eisen entziehen könnte/würde, hieße es dann „enteisend“.

    Irgendwie krass, eine Fanfiction als Ausgangspunkt für eine „Story Arch“-Trilogie?

    Wobei diese Bienenstaat-Artigkeit der Borg genaugenommen erst für Star Trek VIII übernommen wurde, vorher war davon nicht die Rede und es hätte z.B. nicht das Schicksal von Hugh und den Seinen erklärt. Ich fand die Einführung einer (Bienen-)Königin eigentlich schade, es nahm den Borg etwas das Mystische, das Andersartige.

    4077 – hihi , ist ja geil!

    Hm, wer ist Erveel Chaise?

    Spinoff mit Sonny und Data, das wärs gewesen!

    Die Voyager-Version des Counselors war Neelix! :DDD

    Riker und auch andere haben niemals vorher auf nen Knopf am Replikator gedrückt, um dann zu kommunizieren. Wozu auch, man kann sich ja mal eben auf die Brust tippen.
    Das wurde hier nur gezeigt, damit Offenhouse es später nachmachen kann. Finde ich schlecht geschrieben von den Autoren.

    Clare stammt vom Doctor ab! 😀

    Das diese beiden Sicherheitstypen sonst nie da sind, stimmt aber nicht. Zumindest der größere von beiden war schon hin und wieder auf der Brücke zu sehen und stand z.B. auch schon an der Position des Sicherheitsoffiziers.

    Die Romulaner ohne Stirnpartie in der TOS-Zeit waren vielleicht Augments. ^^

    Dass Whalen in dieser Folge nicht zum 20th-Century-Problem hinzugezogen wurde, bestärkt mich in der These, dass er seinen Verletzungen in „The Big Goodbye“ letztlich erlag.

    Die Folge war sicher kein Meisterwerk, aber auch bei mir geht der Daumen nach oben. Ich fühle mich gut unterhalten.

    Das für Freitag angekündigte Special und damit auch das erste Mal „The Cage“ hatte ich damals in Sat.1 gesehen.

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  4. Wow, so viele Hausaufgaben diesmal. Okay, wird erledigt!

    Die Besatzung der Enterprise hat mich in dieser Episode etwas verärgert. Arrogant sowieso. Sonst immer alle einen auf Hobby-Historiker machen, und dann völliges Desinteresse. Okay, sie hatten durch die Romulaner ziemlich Stress und waren abgelenkt. Aber diese Großkotzigkeit.
    Und am Ende heißt es dann wieder, die drei wären ein Fenster zu ihrer Vergangenheit gewesen. Aber eins, durch das keiner gucken wollte!

    Und außerdem hätte man auch schon vorher mal einen Counselor für die drei abstellen können! Psychologische Betreuung, hallo? Da entstehen ja Traumata. Die absolute Frechheit war dann ja wohl das Erwecken. Während die erste Dame erwacht, kann sie schon den Erläuterungen zum nächsten Patienten lauschen. Fast wie in einem Hörsaal zu viktorianischen Zeiten, wenn der Chefarzt die entstellten Körper vorführt. Also sowas!

    Und sowas Lächerliches wie Fernsehen, da stehen die Damen und Herren des 24. Jahrhunderts drüber. Aber spielen die Noir-Krimis und alles Mögliche auf dem Holodeck nach. Soviel zum Thema Selbstentdeckung und Verbesserung. Lacht ruhig über uns, Enterprise, heute schmunzeln wir auch über Euch. Spätestens während der nächsten Staffeln, wenn so manche Eurer Tugenden von Euch selbst bloßgestellt werden.

    I rest my case.

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  5. Danke für eine unterhaltsame Folge – und ganze Staffel! Ich finde es wirklich auch erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht.
    Ich freue mich schon auf die zweite Staffel, die zwar in der Masse vielleicht nicht so glänzt, aber mMn ein paar der stärksten Folgen der Serie überhaupt hat.

    Ich werden mir „TNZ“ wohl noch mal ganz anschauen müssen; meistens arbeite ich sozusagen aus dem Gedächtnis heraus. Von dieser Folge hatte ich eigentlich auch eine ziemlich genaue Vorstellung, die sich auch inhaltlich mit dem deckt, was Ihr nacherzählt habt. Nur meine Beurteilung der Folge fällt irgendwie weniger positiv aus.

    Aber es gut möglich, dass das auch daran liegt, dass der prägende Eindruck zu dieser Episode aus einer Zeit stammt, wo ich einfach noch recht jung. Action war mir bei ST seit jeher nicht so wichtig (obwohl ich natürlich auch nicht gegen sie hatte), mich faszinierte eher der Zauber der Entdeckungen.
    „TNZ“ ist bei mir als eher langweilige Folge abgespeichert. Ich kann gut nachvollziehen, dass der Auftritt der Romulaner am Ende eine dramatische Wirkung als Aussicht, als Versprechen auf mehr hat. Dennoch: Das Versprechen für die Folge selbst, die eigentlich Spannung zum Ende hin aufbauen will, wird – so mein hängengebliebener Eindruck – so gut wie gar nicht erfüllt. Ich bin mir selbst nicht sicher, was ich sehen hätte wollen, weil sich eine bewaffnete Auseinandersetzung auch irgendwie falsch angefühlt hätte. Aber einfach nur ein kurzes Gespräch? So bleibe ich eher mit einem Achselzucken zurück.
    Mir gefällt die Analyse, dass dieser Auftritt der Romulaner zukünftigen Folgen eine gewisse Wucht mitgibt, obwohl auch hier die wenigsten das besagte Versprechen so richtig einhalten können. Aber vielleicht bin ich hier zu negativ und mit Fortlauf der Serie erinnere ich mich dann wieder an mehr starke Details, wer weiß.

    Dass die Romulaner-Geschichte so wenig zündet oder in meinen Augen ein wenig enttäuscht ist, liegt für mich daran, dass mich der Plot rund um die drei Leute aus der Vergangenheit auch nicht richtig erreicht hat und somit nichts kompensieren konnte. Normalerweise habe ich bei ST – vor allem bei TOS – nichts dagegen, wenn auch mal Stereotype eingesetzt werden, um eine Botschaft voranzutreiben oder damit die Grundidee einer Story aufgeht. Mit den Dreien aus der Vergangenheit konnte ich aber gar nichts anfangen. Am besten gefällt mir noch die rührselige Geschichte um Claire, denn hier merkt man mMn emotional noch am ehesten, was so ein „Zeitsprung“ wirklich bedeutet. Die beiden Herren habe ich eher als nervig empfunden; auch Offenhouses Erkenntnismoment auf der Brücke fand ich jetzt nicht so beeindruckend, wohl vor allem, weil er nicht wirklich zu etwas Nennenswertem führte.

    Unschlüssig bin ich mir noch, was ich vom „Level“ der Romulaner halten soll. Klar, ihr Schiff ist riesig, aber das ist im Grunde auch schon alles. Wir lernen kaum etwas über sie (auch nicht über das Schiff, das der Enterprise gar nicht automatisch haushoch überlegen sein muss). Die Zerstörung der Kolonien geht ja nicht auf das Konto der Romulaner, damit gibt es eigentlich überhaupt keine Kriterien, wonach sie der Föderation überlegen wären.
    Die Kluft zwischen der Enterprise-Crew und den Leuten aus dem 20. Jahrhundert ist indes so groß, dass das Aufeinandertreffen mit den Romulanern für die Sternenflotten-Crew kein Grund darstellt, das eigene Standing infrage zu stellen. Nach allem, was man in der Folge gesehen hat, wären die Romulaner höchstens militärisch voraus, das 20. und das 24. Jahrhundert trennt aber zivilisatorisch eine Menge.

    Das Zukunftsbild (am Anfang) von TNG mag in manchen Aspekten heute arg naiv wirken, aber ich schätze den Ansatz, mal ein wenig mehr in Richtung Utopie zu denken sehr. Natürlich kann eine Science-Fiction-Serie immer ein Spiegel der Gegenwart sein. Aber zu zeigen, dass sich bei der Mentalität der Menschen etwas getan haben kann, ist nicht minder spannend, und ich kreide es DS9 immer noch sehr an, dieses Vorstellungsgebäude eingerissen und auf dem Altar der Action und des Pathos geopfert zu haben.
    Oft erscheint es mir so, als hätte die Macher der Mut (oder auch der Einfallsreichtum?) verlassen, wenn die Leute aus dem 24. Jahrhundert dann Hobbys oder Interesseren aus unserer Zeit nachhängen. Vor allem in VOY hatte ich fast das Gefühl, als ob so mancher Autor, Regisseur oder Produzent lieber mal eine Serie gedreht hätte, die im 20. / 21. Jahrhundert spielt, aber ich schweife zu sehr ab 😉

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  6. Diese Folge hat etwas, was mich zutiefst stört. Die Stelle mit dem Interkom. Das ist ganz schön reingekrampft. In jeder anderen Folge, hätte Riker sich auffiel Brust geklopft um ranzugehen. Ansonsten war es euer bester Podcast seit einem halben Jahr. Und das euch nichts menschliches Fremd ist, weiß ich. Und das finde ich wirklich nicht schlimm..

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  7. Hallo zusammen!
    Tatsächlich war das eine durchwachsene Folge. Als ob damit zwei Ziele angepeilt gewesen wären: einmal die heile Star Trek-Welt zu zeigen, die positive Utopie. Die liegt mir tatsächlich näher als z.B. die Star Wars-Welt. Gerade haben wir „Solo“ gesehen – überall nur Gangster, Syndikate, Sklavenhalter, Leute, die in den Ruinen einer technischen Zivilisation leben – und natürlich das Imperium.
    Zum Anderen schon mal ein Teaser für die Action Fans. Schaltet auch die nächste Season wieder ein, wenn ihr Romulaner sehen wollt!
    Nur noch ein paar Gedanken: ja, die Enterprise Crew hätte sich schon ein paar Gedanken machen sollen, was eine irdische Raumsonde so tief im Raum macht. Ich habe versucht, die mögliche Strecke anhand der Voyager Sonden auszurechnen (Voyager 1 aktuell 3,6 AE/Jahr). Dann hätte diese Sonde ohne zusätzlichen Antrieb in den 375 Jahren etwa 20 Lichtjahre zurücklegen können (wenn ich mich nicht verrechnet habe 😰). Ich hätte gedacht, dass die Föderation ein wenig größer wäre.
    Die Ausstattung der Sonde ist für die frühe Zeit schon überraschend. Zum Teil liegt das natürlich auch an „Der schlafende Tiger“, wo die Botany Bay schon so ähnlich aussah. Für eine Sonde, die nur dazu gedacht ist, Tiefkühlkapseln zu transportieren, ist das aber wohl etwas übertrieben, verschlingt doch die Aufrechterhaltung einer Atmosphäre und eines Schwerefeldes sicher eine Menge Energie. Mein Vorschlag: Es war der Prototyp eines Hospitalraumschiffes, dessen Hersteller pleite ging.
    Und Fernsehen? Ich könnte mir vorstellen, dass es kein lineares Fernsehen mehr gibt. Aber Medieninhalte, Streaming, auch von älteren Filmen? (In diesem Zusammenhang möchte ich die neueste Folge von Star Star Space empfehlen, Stichwort „Avatar“). Nachrichten sowieso über Subraumfunk.
    Dass Offenhouse nach seinem Konto und nach seinem Anwalt fragt, finde ich jetzt nicht so unglaubwürdig. Stellt euch vor, ihr hättet 300 Jahre traumlos geschlafen – ihr hättet auch keine Vorstellung, was das bedeutet. Zumal die armen Leute von der Enterprise Crew wirklich stiefmütterlich behandelt wurden.
    Einige meinen anscheinend, dass ihr zuviel rumalbert. Okay, mein Humor ist das auch nicht immer. Aber dafür lasst ihr uns kostenlos an eurem Spass teilhaben! Ich wundere mich nur manchmal, wie viel privates Ihr da öffentlich macht…
    Danke auch für eure Links zu den beiden Beiträgen. Jetzt dauert es ja nicht mehr lange, bis ihr zu Star Trek V kommt, und darauf freue ich mich schon.

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  8. Ich schreibe mal wieder aus der Warte des Erstsehers bei der Erstaustrahlung:
    Ich fand die Folge damals sensationell. Leute aus meiner Zeit, die in der Zukunft aufwachen, konnte es spannenderes geben? Nein, konnte es nicht.
    Die Anfangssequenz auf dem Raumschiff weckte damals bei mir – ja, lacht ruhig – Erinnerungen an „Alien“.
    Dass die Romulaner einen Bezug zu TOS hatten, wusste ich damals nicht. Meine Raumschiff Enterprise Erinnerungen waren nebulöse bunte Bilder aus meiner Kindheit. Für mich war das also eine völlig neue Spezies, von der ich nichts wusste, ich fand sie zwar auch bedrohlich, aber die Tragweite der Handlung war mir nicht klar.

    Als ich Jahre später die Folge nochmal schaute, ist mir erst aufgefallen, dass sich Picard komisch verhält. Damals war dieses Interesse an Geschichte ja noch gar nicht etabliert an der Figur, und ich finde heute, dass Picard – Bedrohung hin, Bedrohung her – viel zu uninteressiert auf die Menschen aus dem 20. JH reagiert.

    Ich mag die Folge bis heute sehr gerne, einfach wegen der guten Erinnerung an die Erstaustrahlung.

    Gefällt 1 Person

      • Ach ja, das Statussymobol für Reichtum und Männlichkeit, das einige Zeit als Transportmittel genutzt wurde. 😉
        Wir Menschen sind schon lustig.

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  9. Hallo nochmal,

    jetzt kam ich dazu die TNG-Folge zu schauen. 😊 Danke für die schöne Besprechung.
    Mit meiner Erinnerung gehe ich mit Stef Baura S, ich war damals auch fasziniert von der Idee, dass Menschen aus dem 20. Jhd. eine solche (Zeit-)Reise machten und die Chance bekommen „mein Star Trek“ zu erleben. 😁 Daher kann ich gut verstehen, dass die Folge zu weiteren Erzählungen anregte.

    In meiner Vorstellung waren alle Kältekammern besetzt, Data hat womöglich in dem einen Fall nur nicht auf der richtigen Höhe den Frost aufgetaut. Vielleicht war in der vermeintlich leeren Kammer ein Kind oder jemand, der einfach kleiner war.

    Die Romulaner waren mir damals nicht bekannt, TNG war meine Einstiegsserie und ich war froh, dass es zwischen den beiden Schiffen nicht zum Kampf kam.

    Eine schöne TNG-Folge, auch wenn sie mit dem heutigen Wissen über bspw. Picards später eingeführtes Hobby, nicht mehr ganz nachvollziehbar scheint, habe ich noch immer den gleichen Spaß wie damals.

    LG
    🖖🏻✌🏻 jetzt mache ich mal meine Hausaufgaben nach😉
    TaoTao

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  10. Hallo, Jungs,

    Zum Abschluss der Staffel eine Folge mit einem versöhnlichen Ausklang. Ich mag die Folge trotz ihrer Schwächen, daher gebe ich auch einen Daumen hoch. Vor allem das Romulanerschiff fand ich toll mit seinem neongrünen Glühen. Bedrohlich, aber elegant und majestätisch. Schade, dass es zunächst nicht zu einer Fortsetzung der Story kam. Ich hatte gehofft, dass wir mit den Romulanern sehen würden, was wir mit den Klingonen bis dahin nicht gesehen hatten, nämlich wie aus Gegnern Verbündete oder gar Freunde werden. Leider wurde nie wirklich etwas daraus.

    Die B-Handlung um die drei Aufgetauten aus der Vergangenheit fand ich teilweise recht witzig, obwohl mir Offenhouse ziemlich auf den Geist ging. Wer glaubt er eigentlich wer er ist, dass er einfach so auf die Brücke latschen kann? Auch der Captain der QE II hätte ihn achtkantig rausgeschmissen.

    Was mich aber am meisten gestört hat: Seit wann kann man in der Zukunft Tote auferwecken? Und warum musste Tasha sterben? Dr. Crusher hat eindeutig gesagt, dass die drei eingefroren wurden, NACHDEM sie gestorben waren. Die Heilung ihrer Krankheiten allein hätte nicht für eine Auferstehung gereicht. Für die Heilung hätten sie erst mal am Leben sein müssen. Oder irre ich mich da?

    Fun fact am Rande: Laut Star Trek Encyclopedia soll der Satellit „in ganz kleinen Buchstaben“ mit „SS Birdseye“ beschriftet worden sein. Ich habe den Witz lange nicht verstanden, bis ich erfuhr, dass ein gewisser Clarence Birdseye in den USA die Tiefkühlkost einführte und als Erfinder der Fischstäbchen gilt. LOL!

    LL&P
    Eure Bridge

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  11. Was die angesprochene Logiklücke angeht in Bezug auf die Borg – wurde denn je offiziell gesagt, dass die Borg dafür verantwortlich waren? Und in diesem Fall würde es mit der „weitererzählten“ Zeitlinie doch ganz gut hin hauen. Soweit ich das noch zusammen gebaut kriege, sind die Borg ja letztlich nicht durch Q auf die Erde aufmerksam geworden, sondern durch das später entstandene Zeitparadoxon nach First Contact und der abgestürzten Sphere in ST:Enterprise(S02E23), in welcher die Borg am Ende eine Nachricht nach Hause gesendet haben.

    Schöne Folge.

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    • Was die angesprochene Logiklücke angeht in Bezug auf die Borg – wurde denn je offiziell gesagt, dass die Borg dafür verantwortlich waren?

      Ja, darauf wird in „Qwho“ (indirekt) hingewiesen.

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