#60: Is There in Truth No Beauty? (TOS 3.05)

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18. Oktober 1968:
Was wären die Sechziger ohne Psychedelik? Also ist diese Woche alles Hässliche schön und alles Schöne hässlich. Wir verlassen wieder einmal die Milchstraße und verheddern uns in nicht einer, nein, gleich in zwei überlagernden Dreiecksbeziehungen voller Eifersucht und Verrücktheit.

In Deutschland: Die fremde Materie, ausgestrahlt am 30. September 1972.

13 Gedanken zu “#60: Is There in Truth No Beauty? (TOS 3.05)

  1. Sehen wir den roten Visor eigentlich in dieser Folge das erste mal? Ich bilde mir ein, dass dieses Prop schon mal vorkam.

    Dasselbe für das IDIC / UMUK-Symbol: War das hier zum ersten mal zu sehen?

    Übrigens: ich hatte den Roman „Die UMUK-Epidemie“ tatsächlich mal gelesen gehabt – vor sehr, sehr vielen Jahren. Kann mich aber an nichts erinnern, außer dem Titel – und das wahrscheinlich auch nur wegen dem schönen Wort „UMUK“. Fasziniert war ich damals von dem Original-Titel, der innen im Buch stand. Dass UMUK im Original IDIC hieß, hat mich sehr beschäftigt.

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    • Hallo, Felo,

      Ich habe mal ein wenig recherchiert, aber es stimmt tatsächlich :Sowohl der rote Visor als auch das Kol-Ut-Shan kommen in dieser Folge zum ersten Mal vor.
      Es könnte sein, dass du die Folgen in anderer Reihenfolge gesehen hast. Das Kol-Ut-Shan kommt noch einmal in der Enterprise-Folge „Der Anschlag“ vor, also chronologisch eigentlich vorher. Sonst kann ich mich aber nicht erinnern, dass ich es woanders gesehen hätte.

      LL&P
      Bridge

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      • Danke fürs Recherchieren. Dann muss ich mir das wirklich eingebildet haben. Oder ich hab die Folge schon früher so oft (oder so intensiv) gesehen, dass sich mir dieser Visor als Bild so fest eingebrannt hatte. Ich war auf jeden Fall richtig sicher, dass ich den schon kannte.

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  2. Hallo, Jungs,

    Endlich wieder eine gute Folge, da stimme ich ganz mit euch überein. So begeistert wie ihr wart habe ich mich gefragt, was fehlte denn zum Kelley-Award?
    Der einzige Punkt, wo ich ein wenig gestutzt habe, war die Sache mit der Gedankenverschmelzung, die Miranda am Schluß bei Spock versuchte. Sie ist zwar vier Jahre lang auf Vulkan ausgebildet worden, aber ich dachte immer, die Verschmelzung wäre in der Physiologie der Vulkanier begründet?

    Es muß nicht immer Shakespeare sein, George Herbert, Lord Byron oder Schiller tun es auch, aber die deutsche Synchronisation war hier mal wieder sehr kreativ. Zunächst wurde der Vorname von Dr. Jones in Marion geändert – people just liked it better that way?
    Laut der deutschen Version ist es nicht die vermeintliche Hässlichkeit der Medusen, was die Menschen verrückt macht, sondern ihre Strahlung! Damit verliert das Gespräch über Schönheit seinen Sinn und beschränkt sich nur auf Mirandas persönliche Attraktivität.
    Was mir aber gefallen hat, ist die Verwendung des vulkanischen Begriffs Kol-Ut-Shan für das IDIC-Medaillon. So jedenfalls heißt es in der Version wie sie auf Netflix zu sehen ist.
    Ach ja, die deutsche Stimme von Miranda ist keine Geringere als „McLanes Gouvernante“ Eva Pflug.

    So, und jetzt auf in den Wilden Westen. Yippee!
    LL&P
    Eure Bridge

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    • Mahlzeit Bridge,

      da kann ich nur für mich sprechen, aber für den De-Kelley-Award haperte es an zwei Sachen…

      I. Fehlender Feinschliff. Die vielen unterschiedlichen Ideen und Ansätze passten am Ende nicht alle hundertprozentig zueinander. Einige ulkig geformte Puzzlestücke lagen noch auf dem Tisch, als der Abspann lief.

      II. Die Art und Weise, wie die Episode mit der Trek’schen Physik und Geographie „fast & loose“ umgeht. Teilweise ein bisschen zu „drübber“, wie man hier sagen würde.

      Aber wie gesagt, das ist Meckern auf hohem Niveau. Mit dem Award war es ziemlich knapp, wie Du ganz richtig heraushörtest.

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

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  3. So sehr ich das Kreative und Besondere dieser Folge mochte, fand ich doch einige Stellen sehr seltsam:

    Also, Janeway fliegt 70 Jahre lang bei Vollspeed durch die Galaxis, um von einem Quadranten in den anderen zu gelangen, aber die Enterprise gibt einmal ein paar Minuten Gas und hat die Galaxis verlassen? Treiben die sich denn dauerhaft am Galaxisrand rum? Das ist ja ein Dauerthema!

    Warum sollte Dr. Jones die Enterprise nicht fliegen/steuern können? Ihr Sensor-Kleid ist doch so erstklassig, dass sie im Alltag fast keine Probleme hat und es den anderen nicht mal auffällt, dass sie blind ist. Da wird das bisschen Navigieren doch wohl klappen!

    Und dann IDIC: Als Fan kenne ich die englische und deutsche Abkürzung natürlich, aber hier dachte ich, ich hätte nicht richtig aufgepasst. Es wird kurz gesagt: Hey, Spock, Sie tragen ja Ihr IDIC-Abzeichen. Aber es wird überhaupt nicht erklärt, was das bedeuten soll. Oder? Bin ich kurz abgelenkt gewesen?
    Sehr seltsam.

    Und die Kampfszenen in der Froschperspektive sehen völlig bekloppt aus, zumindest bei Scotty am Anfang. Das hatte was unfreiwillig komisches.

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    • Hallo Björn,

      das ständige Verlassen unserer Milchstraße hat mir auch zu denken gegeben, aber ich hab mich entschieden, das mit zugekniffenen Hühneraugen zu akzeptieren. Wir sind in einem äußeren Arm unserer Galaxie und Stand 1968 war alles Gezeigte noch halbwegs kohärent. Richtig problematisch wird es für mich 1989, als der fünfte Film das Zentrum unserer Galaxie in Windeseile erreichte.

      Wir freuen uns auch schon auf TNG und rechnen fest damit, dass bereits die Kinofilme nächstes Jahr im April viele neue Hörer mitbringen! (Im Gegensatz befürchte ich, dass wir bald in der wohl experimentellsten Phase unseres Projekts, wenn wir nämlich die Zeichentrickserie durchnehmen, weniger Wachstum haben werden. Aber wir haben Bock drauf und ziehen das durch. Einschaltquote ist nicht alles!)

      Ich selbst hatte viele Jahre auch keine große Lust auf TOS, kann aber nur jedem empfehlen (und vielleicht magst Du das Deinen Freunden von mir ausrichten): Keine Berührungsängste vor oberflächlich wahrgenommener Altmodischkeit. Das sind Fake News. Die Serie ist viel moderner und tiefgehender, als ich in Erinnerung hatte. Immerhin schaffen wir es fast immer, Woche für Woche deutlich länger als eine Stunde über die einzelnen Episoden zu sprechen, so viel steckt da drin. Es ist das Fundament, auf dem der ganze Rest von Star Trek gebaut wurde. Jeder, der zögerlich ist, könnte beispielsweise eine Folge schauen, die er in diffus guter Erinnerung hat – und dann unsere Sendung dazu anhören.

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

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  4. Hallo zusammen!
    Die Vorgeschichte? Um einen heißen Riesenstern kreist in einer engen Bahn ein kleiner, felsiger Planet. In einem guten Raumanzug kann man es gerade ein paar Stunden aushalten. In diesem System ist ein Prospektor mit seinem Schiff verschwunden. Von einem Schiff der Raumpatrouille (kleiner Scherz), das ihn suchen sollte, ist ein Funkspruch gesendet worden. Nach den Aufzeichnungen des Prospektors, die man gefunden habe, habe dieser eine „Fremde Materie“ entdeckt, danach habe er offenbar Selbstmord begangen. Selber habe man einige seltsame Leuchterscheinungen bemerkt, denen man nachgehen wollte, dann aber sei ein Besatzungsmitglied wahnsinnig geworden und versuche jetzt, das Schiff zu sabotieren. Damit endet dieser Funkspruch. Nun wird ein Forscherteam beauftragt, das als Gast einen vulkanischen Experten für mentale Phänomene an Bord nimmt. Der Captain heißt übrigens Mr. Stuart und wirft ständig mit Shakespeare-Zitaten um sich ( Der englische Titel klingt so, als wäre es so eines. Weiss da jemand mehr?). Der Vulkanier, der sich an Bord SEHR unwohl fühlt, schafft es tatsächlich, eine Gedankenverbindung zu den Lichtwesen herzustellen, die diesen Planeten bewohnen, allerdings um den Preis seiner eigenen geistigen Gesundheit. Er verlegt sich ab jetzt darauf, lyrische Gedichte zu verfassen. Einige seiner Aussagen wurden dabei missverstanden, so dass sich das Gerücht verbreitet, diese sogenannten Medusen wären hässlich. Immerhin erfährt man, das sie Sterne auf große Entfernungen sozusagen „spüren“ können, und damit exzellente Navigatoren abgeben würden. Nun wird man nach geeigneten Telepathen suchen, um entsprechende Versuche durchzuführen.

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    • Hallo, Kleiner Bruder,

      Tolle Story, klingt plausibel. Den Roman würde ich gerne lesen.

      Der Originaltitel stammt ausnahmsweise mal nicht von Shakespeare, sondern von einem gewissen George Herbert (1593-1633), engl. Dichter und Geistlicher, immerhin ein Zeitgenosse von ihm.
      Shakespeare ist in der Folge auch drin: Miranda ist eine Figur aus „Der Sturm“ und sie und Spock/Kollos tauschen auch ein Zitat aus dem Stück aus.
      Kollos‘ an Uhura gerichteter Spruch stammt im Original von Lord Byron, im Deutschen ist es von Schiller.

      Ich hoffe, ich konnte helfen.
      LL&P
      Bridge

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