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12. November 1997:
Fortsetzung von vorletzter Woche. Ab Tag 133 des Höllenjahres wird es höchste Zeit, Antagonist Annorax näher kennenzulernen. Während sich Chakotay, sehr zu Toms Missfallen, auf die Seite dieses Echos eines Jules Verneschen Kapitän Nemo schlägt, ist der Zustand der Voyager und ihrer Captain Janeway zunehmend desolat. Nichts geht mehr, bis es an Tag 257 schließlich heißt: Time’s up!
In Deutschland: Ein Jahr Hölle, Teil 2, ausgestrahlt am 8. Januar 1999.
Euer Kinotag in Nürnberg wurde im FON bei Stayforever am Wochenende übrigens von Christian Schmidt überaus lobend erwähnt. Das sorgt hoffentlich für noch mehr Hörer.
Mein Tipp zum mysteriösen Geräusch wäre das Anfahren eine E-Autos.
Ja, das ist ein guter Tipp. Der Nissan Qashqai (SUV, irgendein E-Modell) meiner Eltern macht so ziemlich genau dieses Geräusch beim Rückwärtsfahren.
Da dachte ich auch sofort dran heute Morgen. Würde auch zur Regelmäßigkeit oft morgens und abends passen. Es wird also Zeit für den Göttling im Außendienst.
Nachdem ja verraten wurde, dass Simon schon das zweifelhafte Vergnügen hatte herauszufinden was die Quelle war – stand/lag er schon hinter dem rückwärts anfahrenden Auto? Ein Göttling im Außendienst in Lebensgefahr?! Ich sehe schon ein Fistrich zur Rettung springen 🙂 So in bullett-time über einen Lüdenscheider Gartenzaun, eine Rippe opfernd um seinen Podcastpartner zu retten…
Hö wo wurde es verrarten habe ich das überhört ? Was war es den?
Interessant, dass Sebastian das Ende der Folge erraten konnte, obwohl die Autoren eigentlich ein völlig anderes Ende dafür wollten.
Ja, es ist ein Reset Button, aber wie beim Deus ex Machina in „Sacrifice of Angels“ finde ich auch hier diese Lösung sehr gelungen.
Es ist schon ziemlich cool, dass Annorax am Ende sein Ziel erreicht hat, aber völlig anders, als er es eigentlich geplant hatte.
„Time’s up!“ wäre übrigens auch eine gute Einstimmung auf Eure Voyager-Fazits, in meinen Augen sogar besser als das doch recht unspezifische „Get the cheese to sickbay!“
Die Lösung bei DS9 gefiel mir nicht sehr gut, aber mir fiel auch keine besser ein. Das ist wie die Lösung am Ende des Schattenkrieges in B5. Diese war auch nicht super, aber besser hätte ich es auch nicht machen können. Wobei: Hätte die Föderation nicht Orchideen…
Erklärst du die Orchideen Referenz?
SPOILER Picard-Staffel 1:
Am Ende retten riesige Orchideen den Tag. Und ja, das war so blöd, wie es klingt.
Vielen Dank Euch für eure, wie nahezu immer, großartige Besprechung. An der Folge mag ich, dass „Prof. Vassbinder“ ein Crossover zu TNG ist. (Am Ende der Reise“ und „Gefangen in einem temporären Fragment“). Das ist mir erst jetzt bei eurer Besprechung aufgefallen, danke dafür. Ich mag es ja, genau wie ihr, wenn sie die Serien so dezent verbinden.
Hat wirklich Tom den Kern deaktiviert? Für mich versucht es Tom, schafft es nicht und Obrisk tut es.
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Ich sage die Kolonie kann nicht wiederhergestellt wegen der Locke in der Glocke 🙂
Das ist, wie die Voyager, ein Anker in der Zeit, welcher die „korrekte“ Inkursion verhindert.
So wie Annorax am Schluss schaut als das Haar verschwindet realisiert er für mich für eine Sekunde.
Hätte er die Locke beseitigt, wäre die Kolonie wieder hergestellt werden können.
re Locke: So hab ich aus das auch verstanden. Ich bin evtl zu beinflusst von The Outer Limits, aber das lag für mich auf der Hand.
Weiß nicht, obs das unterm Strich logischer macht. Aber das soillte man schon mitbekommen haben imho.
@Kai ja so hab ich es auch verstanden
Moin zusammen!
Wie wäre es mit einem schnarrenden Janeway-typischen „dismissed“ als Fazit-Einleitung? Das ominöse Lüdenscheid-Geräusch hat was von Dampfhammer oder erinnert mich entfernt an die Morlocks-Maschinen aus H.G. Wells „Time Machine“. Es gibt Netz-Tools die Geräusche online identifizieren können, ich fand „Mechanical Sound ID“ oder „Earzz“. Vielleicht klappt es damit.
Das mit dem Ende des Spielfilms oder TV als nicht-interaktive Unterhaltung in ferner Zukunft mag ich so nicht kaufen: schließlich finden immer wieder Theateraufführungen statt und wenn ich mich korrekt erinnere waren das auch keine Michmach-Aktionen fürs Publikum. Ich denke dass Star Trek nur Kosten sparen wollte und will. Wären gezeigte Produktionen das was bereits existiert würden Lizenzgebühren oder Tantiemen fällig, erfindet man neue fiktionale Inhalte entstünden weitere Produktionskosten.
Ach, schön dass gerade zum Sechzigsten ein so monumentales Doppelwerk bei TaD gefeiert wird, mit Landarzt, … – es wäre schade gewesen hätten wir heute einen Doppeldaumen runter erleben müssen. Story, alle am Start und in Hochform einschließlich Musik, was will man mehr?
Leider wurde soeben die Raumstation Saxon-Hitchhike 1 von einem cardassianischen GULrich angegriffen. Die Föderation sollte sich nach Kräften bemühen die Okkupation einzuhegen: das Dominion zurück in den braunen Link schicken.
GULrich SIECHmund!
Ich will mir gar nicht vorstellen, mit welchem Spruch seine Anhänger*innen ihn bejubeln werden, wenn er zum MP gewählt wird. Die erste Silbe seines Nachnamens weckt, insbesondere bei dieser Partei, „gewisse“ Assoziationen…
Ich freue mich auch über den Landarzt für „Year of Hell“.
Mir geht diese „Harteierstöcke“-Janeway ja etwas auf den Zeiger. Eine Frau zum harten „Kerl“ zu machen war schon vor dreißig Jahren weniger interessant, als es klang. Persönlich fand ich es auch schade, dass das bittersüße Ende mit der fehlenden Kolonie nicht gebracht wurde. Ich mag sowas mehr als eine Rücksetzung der ganzen Geschichte. Eine Staffel lang hätte ich damals auch ein Jahr Hölle nicht gebraucht. Das verbinde ich nicht so mit Schtar Trek.
Ansonsten wurde ich aber gut unterhalten und ich will auch nicht ständig unfair sein, wenn mittelgute Voyager-Folgen daran leiden würden, dass gleichzeitig der Höhepunkt von Tiefraum Neun besprochen wird. Auch von mir gibt es da den Daumen hoch, wenn auch ohne Landarzt. Maximal ein kleiner Dr. Sommer ist bei mir drin.Aber nur ein kleiner.
Das haben sie mal in einem Interview gesagt. Es war kein Problem für Produzenten und Writer Janeway „hart“ zu machen. Sie hatten Probleme und Angst sie „weich“ zu zeigen. Was man, leider in 90ern immer noch als typisch männlich und weiblich galt.
Das „weiche“ sehen wir später ein-zweimal, aber leider ist ST da sehr Klischee in den Rollenbildern.
Sie meinten nur eine männliche Frau würde Captain sein.
Ähm, dieser HTML-Fail war ein echt blöder Zeitpunkt, um hier das Edit-Feature abzuschalten. 🙂
Teil von Feminismus kann es auch sein das auch Frauen zu scheisse sein dürfen auf eine Art welche früher primär Männer durften.
Ist wenigstens eine Position die vertretten wird.
Aber ich bin ganz bei dir. Janeway ist auch für mich mehr ein Symbol für die Art von Verhalten welche uns heute zu 44% in Sachsen-Anhalt brachte und zu MAGA usw.
Aber: Ich mag den in-universe Gedanke, dass Janeway eigentlich nur Teilzeit Captain ist. Nie wirklich ausgebildet dazu wirklich lange Einsätze zu fliegen. Darauf angewiesen eng. geführt zu werden statt viel Entscheidungsraum zu haben. Würde für mich in-universe viele ihrer furchtbaren Entscheidungen erklären.
Das Problem gerade des Feminismus im TV-Geschäft (früher und heute): Man(n) (gerne männliche Drehbuchschreiber und Produzenten) dachten und denken, dass Feminismus bedeutet, dass Frauen arschig daherkommen müssen. Es ist ja nicht so, als wäre eine z.B. Maggie Thatcher das Paradebeispiel für erfolgreichen Feminismus – mal abgesehen von sonstigen, fragwürdigen Einstellungen dieser Frau. Die Hinweise auf Wahlen in der echten Welt brauche ich hier hingegen echt nicht.
Aber gibt es eigentlich eine gut geschriebene Kapitänin im SciFi-Bereich? Mir fallen da nur Kapitäne ein über die Jahrzehnte. Wobei Ivanova aus B5 zumindest ein guter XO war, ähnlich Kira in DS9. Aber halt keine klassische Kapitänin wie Katharina Voyager.
Grundsätzlich Zustimmung, aber das ist kein Problem des Feminismus, sondern das Problem der Drehbuchautoren. 😉
Hallo in die Runde,
was denkt ihr, bezüglich gut geschriebener (im wahrsten Sinne des Wortes :-)) Kapitänin, über Honor Stephanie Harrington? Weitere Kapitäninen fallen mir auch nicht ein.
Viele Grüße
Julchen
Gehen Kommentare verloren oder müsst Ihr machmal freischalten?
Mein Kommentar von eben ist sofort da, der von heute morgen immer noch nicht!?!
Wir waren heute den ganzen Tag auf der Star Trek Celebration im Movie Park und konnten deswegen keine Kommentare freischalten. Manchmal dauert das etwas, Kommentare werden zurückgehalten, wenn es z.B. der erste Kommentar eines Users ist, Links eingebaut sind oder Zeichenfolgen und Worte, bei denen der Wortfilter anschlägt. Oder wir manuell wieder User in die Freigabeschleife setzen, das kommt aber nur äußerst selten vor. Kann verschiedene Ursachen haben.
Hallo Jungs,
nur mal eben kurz fürs Protokoll: Ja, Captain Nemo wurde von James Mason gespielt.
Happy 60th Anniversary🖖🎂🥂🎉
Eure Bridge
Robert D. Mc Neill fehlt dann aber doch Einiges zu Kirk Douglas. Wobei es schade ist, dass Douglas nie bei Star Trek mitgespielt hat. Frei nach: Kirk gegen Kirk, der Showdown beim neueste Star Trek-Film 1985.
Hallo Sebastian,
mein Tipp für das Ton Mysterium ist eine (neue) Bahnschranke. Verlaufen in Deiner Nähe Gleise?
Bin sehr gespannt auf des Rätsels Lösung, schöner neuer Spannungsbogen 😀
Beste Grüße und vielen Dank für den super Podcast!
Hallöchen, ich habe gerade die Folge gehört und muss meine Gedanken dazu loswerden. Falls es hier schon erwähnt wurde, tut es mir leid, aber ich habe nicht alle Kommentare gelesen.
Also meine Theorie: Es handelt sich um einen eigenen Zeitstrang, genau genommen um eine Zeitschleife. Die Versuche von Annorax haben die Zeit so weit beeinflusst, dass zwar Neelix mit an Bord ist, er aber Kes nicht mit dabeihat oder sie überhaupt kennt. Was möglich ist, da der Konflikt zwischen dem Fürsorger, den Kazon und der Voyager auch ohne Kes funktioniert. Was auch das Ende der Folge zeigt: Demnach sitzt Annorax vor 200 Jahren in seinem Arbeitszimmer und seine Frau lenkt ihn ab, was uns den Beginn der Schleife zeigt.
Dass die Voyager am Ende doch auf die Krenim trifft, trotz Zeitsprung, liegt demnach daran, dass das Territorium der Krenim so weitläufig ist, dass sie quasi auf einen Ausläufer des Reiches trifft. Als Janeway den Namen Krenim hört, zögert sie ja nicht lange und macht einen Bogen um das Territorium.
Zum Schluss wollte ich euch nur noch mal loben und euch beiden sagen, dass ihr mich die letzten Jahre immer wieder unterhalten habt und dass ihr noch viele Jahre so weitermacht. Danke für eure Arbeit!
Zu den merkwürdigen Klingeln? Hat in der Nachbarschaft vielleicht jemand eine elektronische Klingel nachgerüstet weil die eingebaute Türklingel zu leise war? Und hat diesen Sound ausgewählt?
Fährt denn da ein Paketdienst, Essen auf Räder in der Zeit herum oder bekommt anderweitig Besuch? Wenn es nachts nicht ist könnte das ja sowas sein?
Sowas wie von Ring oder ähnliches?
Zum Thema Geräusch:
Genauso klingt mein Geschirrspüler, wenn er mit dem Spülarm beim Drehen an einem Teller (oä) anschlägt. Inklusive dieses „atmenden“ Geräuschs zwischendurch, welches vmtl vom Wasserstrahl herrührt. Würde nicht ausschließen, dass sich das auch über zwei Wohnungen hinweg übertragt.
Genau das wollte ich auch schreiben!
Genau das ist auch meine Vermutung. Die Frage ist nur, wie laut das Geräusch zu hören ist und ob der Geschirrspüler so laut werden kann.
Halli hallo
Zuerst ein großes Danke an euch beide für die tolle(n) Besprechung(en) der Doppelfolge!
Zu Folge selbst:
Für mich persönlich ist diese (Doppel-)Folge ein klares Highlight bei Voyager! Die Serie ist meiner Meinung nach sowieso sehr gut bei den Zweiteilern, da sind echt gute dabei. Was ich von vielen Einzelfolgen der Serie nicht so sagen kann (Sorry, bin halt eher DS9 Fan…). Das mit dem Problem von Kes und ihrem Geschenk darf ich nicht zu lange nachdenken, sonst platzt mir die Birne! Über das Problem bin ich auch schon damals beim ersten anschauen gestolpert und hab keine vernünftige Lösung gefunden.
Egal, sonst sehr gut geschrieben und optisch gut anzusehen! Die Daumen hoch und den Landarzt hinterher geschickt ist absolut berechtigt!
Der Mop
Hallo zusammen
Als ich die Folgen damals bei der Erstaustrahlung gesehen habe, war ich unglaublich wütend, dass sie den „Reset Button“ gedrückt haben.
Interessant, dass ich nun, viele Jahre später, dies viel gelassener sehe.
Voyager at its best! Der Award ist verdient.
Lg Roger
Filme werden übrigens auch im 23. Jhdt. noch geschaut, im Pilotfilm von „Strange New Worlds“ sieht sich Pike „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ an.
Eines gab es allerdings durchaus noch, was Janeway potentiellen Allierten trotz des desolaten Zustands der Voyager anbieten konnte: den temporalen Schild.
Hallo zusammen,
starke Besprechung einer tollen Folge. Ein Glück, dass zum 60. Geburtstag gerade so eine Doppelfolge dran war und nicht etwas im Stile von „Riker hirnt“.
Ein paar Anmerkungen noch. Ich habe es so verstanden, dass die Voyager den Kometen erforschen wollte und daher den Kurs geändert hat und dann in Krenim-Gebiet geriet, nicht dass der Komet so groß war, dass sie ihn umfliegen mussten. Selbst eine Dyson-Spähre ist im kosmischen Maßstab ja so winzig, dass man keinen großen Umweg fliegen muss.
Bei dem Kometen stelle ich mir aber auch eine Frage, wie mächtig ist eigentlich das Zeitschiff und dem gegenüber die temporalen Schilde?
Chakotay entfernt den Komenten (alle katastrophelen Folgen mal ausgeblendet). Die Voyager würde dann den Kurs nicht ändern. Aber die Voyager hat zu diesem Zeitpunkt temporale Schilde und würde nicht vom Eingriff beeinflusst. Würde sie also den Kurs nicht geändern haben? Was ist da stärker? Was ist, wenn Annorax die Erde negieren würde? Würde die Voayger weiter existieren, wenn es keine Föderation gibt? Oder gibt es einen Punkt in der Zeit, der eine so mächtige Veränderung wäre, dass er sie die Zeitschilde überschreibt? Was ist, wenn durch die Veränderungen von Annorax der Torpedo, den Seven untersucht verschwindet? Wir sind wieder beim Ei und der Henne.
Q, kannst du mal bitte alles erklären?
Und Annorax weiß, dass die Voyager temporale Schilde hat und außerhalb seiner Eingriffe steht. Warum lässt er Chakotay dennoch nach Wegen suchen, die Voayger vorab aus dem Konflikt zu ziehen? jeder Eingriff würde doch nichts am Schiff ändern? Belügt er Chakotay aktiv und hintegeht ihn, um ihn auf seine Seite zu ziehen um dann später eine Möglichkeit zu haben die Voayger zu zerstören? Oder weiß er, dass gewissen Eingriffe die temporalen Schilde überschreiben?
Ich finde auch die Botschaft am Ende der Folge sehr gut. Liebe gewinnt. Annorax handelt aus Liebe. Aus einer verdrehten Form, aber er macht es für die Liebe seines Lebens. Und gerade diese Liebe ist es am Ende auch, die den Zeitverlauf ändert. Seine Frau bittet ihn Zeit mit ihr zu verbringen. Er legt seine Zeitforschung weg. Ich vermute mal, dass es dabei um den Bau des Zeitschriffes ging. Annorax folgt der Liebe und nicht dem Hass (Ausrottung von Gegner mit Zeiteingriffen) und das bringt schließlich auch das Happy End: Die Voyager ist wieder ganz. Kes‘ Geschenk ist wohl wieder da. UND das Krenim-Imperium scheint wieder hergestellt und sogar ohne Annorax‘ Eingreifen gewachsen zu sein. Ich denke immer noch, dass das Imperium einfach sehr groß ist. Die Föderation ist auch um die 10.000 Lichtjahre groß. Warum also nicht auch die Krenim (fragt sich nur, warum die Borg sich da nicht mehr für sie interessieren?)? Und der Kniff am Ende, dass die Gegend umkämpft ist und die Voyager einen Bogen darum macht, finde ich auch gut.
Ist auch interessant, dass es derselbe Käptain ist, der sie zu Beginn von Teil 1 noch arrogant angemacht hat, obwohl er die schwache Schiffsvarriante hatte. Und jetzt auf seinem Kriegsschiff sehr freundlich ist und die Voyager warnt. Auch das ist für mich ein Zeichen, dass sich mit dem Zeitschiff die Krenim auf einen Weg des Hasses begeben haben, dem sie jetzt nicht mehr folgen.
Das Modell des Nihydron-Schiffes werden wir noch zwei Mal in „Voyager“ sehen. In „Das ungewisse Dunkel“ könnte es sogar tatsächlich ein Nihydron-Schiff sein, wird aber nicht gesagt.
Auch das zweite Mal lässt offen, ob es ein „echtes“ Nihydron-Schiff ist oder „nur“ eine Wiederverwertung. Immerhin weiß die Crew am Ende ja nichts von dieser Spezies. Das zweite Mal ist aber weniger wahrscheinlich, da dann wieder einige Lichtjahre dazwischen liegen.
Und zum Schluss noch einmal die Locke!
Es ist interessant, dass sie ihre eigene temporale Abschirmung hat. Annorax bringt das Zeitschiff ja aus dem temporalen Fluss, um die Voyager anzugreifen. In dem Moment müsste die Locke sofort verschwinden, weil Annorax‘ Frau ja nicht mehr existiert bzw. jemals existierte. Aber die Locke bleibt in ihrer Pyramide. Sie ist weiterhin zeitgeschützt. Warum sichter Annorax die Locke doppelt? War sie einfach nur zu wichtig für ihn und er wollte auf Nummer sicher gehen? Schalteten sie ab und an den Temporalkern mal aus?
Für mich ganz klar ein weiterer Hinweis, dass es diese Locke ist, die verhindert, dass Annorax sein Ziel erreicht. Solange sie existiert, kann die Kolonie nicht neu erschaffen werden, weil sie bzw. ein winziger Teil noch existiert. So wie die Voyager mit ihren Zeitschilden, veränderte die Locke in ihrem Schild jeden Versuch die Zeit zu manipulieren. Annorax hatte es die ganze Zeit vor Augen und vielleicht wusste er es sogar. Aber er konnte nicht loslassen. Er wollte nicht riskieren, auch noch das letzte Stück zu verlieren und damit verdammte er sich und seine Crew. Sie verloren alles.
Die Doppelfolge ist eine echt tolle Folge, die enorm zum Interpretieren und Nachdenken einlädt. Und sie hält auch die Star-Trek-Werte hoch. Sich mutig dem Unbekannten zu stellen und für das Gute einzutreten auch wenn es der schwerere Weg ist. Janeway hätte jederzeit den Kurs ändern und fliehen können, aber sie wusste, dass sie Annorax aufhalten musste. Zum Wohl der Galaxie.
Ich hätte es am Ende schön gefunden, wenn es gehießen hätte, dass die neuen Verbündeten durch Crew-Mitglieder in den Rettungskapseln aufgetan wurden, so wie Janeway es ja am Ende von Teil 1 sagte: „Sucht Verbündete!“ – Wobei, kann es sein, dass die ganzen Kapsel und Crewmitglieder schon alle weg sind, weil die Rettungskaspeln ja nicht durch temporale Schilde geschützt wurden und jedem Eingriff ausgesetzt waren?
Liebe Grüße
Alexander
Guten Morgen,
aufgrund temporaler Verzerrungen konnte ich erst heute Eure Besprechung zu ende hören 😉
Ich habe den Knoten am Ende kommen sehen und ich habe drei Theorien.
Zur Ausgangslage: Wir haben zwei Zeitlinien:
Before und After: Kes bleibt an Bord und entwickelt keine besonderen Fähigkeiten, die Voyager springt nicht und trifft auf die Krenim und das Year of Hell beginnt, in dem Belana stirbt und Kes und Tom heiraten usw.
Year of Hell I+II: Kes hat die Voyager verlassen und ganz woanders hin befördert und die Voyager trifft trotzdem auf die Krenim und durchlebt mal das Year of Hell (in anderer Form) und mal nicht.
Hier nun meine Ideen:
1. Ich schließe mich Marnsud an und das Gebiet der Krenim ist einfach so groß, dass die Voyager es auch mit dem Sprung durch Kes durchqueren oder umfahren muss. Das erklärt allerdings nur mit einigen Umwegen, warum die Voyager an Tag 1 zu Beginn vom Year of Hell (und davon ausgehend, dass Kes bereits gelöscht wurde und es keinen Sprung gab) und am Tag 1 nach Year of Hell, Part II (Timeline ist wieder hergestellt und es gab den Sprung) auf denselben Krenim stoßen. Aber vielleicht sehen die sich alle sehr ähnlich oder er ist halt in beiden Zeitlinien zufällig gerade da eingesetzt, wo die Voyager auftaucht.
2. Es gab den Sprung auch in Before und After. Also Kes hat tolle Fähigkeiten entwickelt, konnte das Schiff springen lassen, hat sich dabei aber nicht zu neuen Existenzformen aufgeschwungen, sondern ist an Bord geblieben. Da ist natürlich sehr schlecht zu erklären, warum das nicht auch in der Folge vorkommt, aber da ging es ja mehr um die Beziehungen von ihr zu Tom und ihrer Tochter und Harry.
3. Die Autoren hatten sich mit the Gift eigentlich dahin manövriert, dass die Krenim nicht vorkommen, weil die Voyager das Gebiet nun übersprungen hat, wollten das Year of Hell, das sich in Before und After so verlockend angekündigt hatte, nicht liegen lassen und haben gehofft, der Widerspruch fällt schon nicht auf.
Aber ich gebe zu, auch mein Hirn hat sich nun verknotet. Ich hatte während des Schreibens noch zwei Ideen, die jetzt schon wieder weg sind 🤪. Danke für die Anregung zu so schöner Knobelei!
Liebe Grüße
🖖
Swantje
Das Faszinierende an der Folge ist ja auch, dass es durch sie eigentlich keine Diskontinuitäten mehr im Star-Trek-Franchise geben kann.
Die Krenim basteln ja schließlich schon seit 200 Jahren an der Zeitlinie herum. Wenn dann also ein Zuschauer sagt, dass dies und das ja gar nicht sein könne, weil doch der Picard damals in dieser einen Folge etwas veranlasst hätte, was das alles unmöglich macht, dann kann man jetzt immer antworten:
„Jahaaa, das war aber eine andere von den Krenim geschaffene Zeitlinie, die nun durch das Auslöschen des Zeitwaffenschiffs verschwunden ist!“