Episode herunterladen (MP3, 81 MB)
12. Mai 1997:
Die Überreste des Maquis-Widerstands schicken einen Schwarm getarnter Langstreckenraketen Richtung Cardassia und riskieren, dass der kalte Krieg zwischen Föderation und Dominion zu einem heißen eskaliert. Da hilft nur eins: Ben Sisko holt seinen liebsten Feind, Verräter Michael Eddington, aus dem Knast für eine Art Buddy-Komödie. Indes sehnt sich Nog nach klingonischem R-E-S-P-E-C-T.
In Deutschland: Glanz des Ruhms, ausgestrahlt am 20. März 1998.
Gut, dass meine Englischkenntnisse so miserabel sind, denn ich hab den deutschen Titel für eine perfekte Umsetzung des englischen gehalten. Naja, eine Generation eine Sprache nicht zu nutzen, in der man schon zu Schulzeiten miserabel war, ist da sicher nicht hilfreich….
Die Folge selbst hat mir recht gut gefallen. Ich finde es gut, dass die Maquis-Story endet, auch wenn mir deren Ende an sich leid tut. Lachen musste ich am Anfang, als Martok zugab, dass man dem Maquis vielleicht….aus Gründen….Tarntechnologie übergeben hat. Waffengeschenke dieser Art sind ja auch in der Realität immer eine gute Idee, gell Ami und Mudschaheddin *hust*. Natürlich klingt die Täuschung, durch die der gute Eddie vom Spencer mitgenommen werden soll, konstruiert, aber ich mag das Duo mit unterschiedlichen, aber durchaus beide Male richtigen Ansichten. Dass die Jemies, die Ultragutengenetischdragonballsupersoldaten kämpfen wie Sturmtruppen in Star Wars, ist halt der Geschichte geschuldet, ich gönne aber dem guten Eddi den Tod als Held in der Schlacht. Weniger Valjean, aber Leonidas geht auch immer – auch ohne Sixpack und Lendenschurz.
PS: Ich hätte übrigens gerne Actionfiguren meiner Podcaster, also nicht nur von Sebastian und Simon, sondern auch gerne von u.a. Heinrich Lenhardt oder Jörg Langer oder, als Erinnerung an früher, von David, Suse und Zam – da gerne mit optionaler Angel 😀 .
Das beste an der Folge ist, dass hiermit diese unsägliche Eddington-Story endlich ein Ende findet.
Als stocksteifen Sternenflottenmann, den eigentlich keiner von der DS9-Crew so wirklich mag, fand ich ihn durchaus interessant, als Maquis-Superchef aber empfand ich ihn dagegen immer als völlige Fehlbesetzung.
Eine Folge der Ohrwürmer für mich:
„Going out in a blaze of glory
No price is high enough,
I‘m fighting back with feeling,
I‘m fighting back with love!“
(The Alarm, Blaze of Glory)
Nicht nur diesen Song aus den 80ern hatte ich immer im Ohr, natürlich auch Jon Bon Jovi mit dem Titelsong des zweiten Young-Guns-Films.
Und dann fliegen sie auch noch in die Badlands, und in meinem Kopf läuft Bruce Springsteen! 😉
Moin zusammen,
Ach, was war ich erleichtert zu hören dass dieses ewige „Lameful Banter“ zwischen Sisko und Eddington Euch ebenfalls so sehr auf den Keks ging wie mir. Ich war schon bei der Knastszene so gelangweilt weil sich das ganze Gelaber nur im Kreise drehte und dann Eddingtons ständiges Entrüstetsein, hatte aber befürchtet vielleicht den „wahren Kern“ der Dialoge-Lyrik verpasst zu haben, den Ihr natürlich pinibel sezieren würdet. Tut aber richtig gut und war erleichternd mein Guckgefühl bestätigt zu sehen.
Den Plot fand ich ebenso lahm wie die endlosen Dialoge. Da flötet eine Unbekannte an einen Michael was von Raketen und schon wird es für bare Münze genommen und alles in Bewegung gesetzt um das Ungemach abzuwenden, kommt gar nicht erst auf die Idee den Wahrheitsgehalt solcher Depeschen zu überprüfen. Au wei. Ich frage mich, wieso ansonsten eigentlich immer ganze Riesenflotten bemannter Raumschiffe los segeln, dabei ihre Besatzungen gefährdend und oft genug im Feuerball verglühend, um irgendwas zu zerdeppern wenn das doch mit Fernlenkwaffen auch klappen kann – wie man leider in aktuellen Kriegen der Jetztzeit erleben muss. Was ist es für eine schlaffe James-Bond-Krücke für Anfänger zu postulieren dass man ein Abbruchsignal nur vom Abschusspunkt senden könne? Es krachte und ächzte an allen Logikenden. A propos „Bond“. Mir fielen als Scherzkeks-Buddies noch „Die Zwei“ ein – Moore und Curtis – deren Wortwitz durch Rainer Brandts Synchro erst zum Kult wurde.
Das Wort „Kammerspiel“ ploppte mir auch ins Bewusstsein beim Ansehen, aber ich konnte letztendlich nur ein Nebelkammerspiel entdecken. Hat mir wenig Spaß gemacht und auf allerhöchstens den Querdaumen gehofft. Da Eure Quark-Morn-Nog-Liebe so nachvollziehbar groß ist war und deren kurze (Off-) Screen Time so erfrischend erschien wurde mir klar dass es wahrscheinlich nicht gänzlich Richtung 6 Uhr gehen könnte. Dass die Astronomische Einheit auftauchte fand ich bemerkenswert, denn man könnte doch annehmen, dass die Föderation gerade bestrebt sei bei Maßeinheiten eine gewisse Erdendominanz zu vermeiden. Kellicams wären auch lustig gewesen.
Habt Ihr schon mal „Corn on the Cob“ zubereitet – ganze Maiskolben? Mit Butter bestreichen, in Alufolie einwickeln und im Backofen bei 180°C eine Dreiviertelstunde garen? Ich finde es köstlich und Euer Stichwort San Francisco rief diese Erinnerung wach, denn genau dort auf einem Dach-BBQ unweit Market / Powell – damals waren die Verhältnisse dort „aushaltbar“ – bekam ich Anno 1997 von echten Kennern (US-Bürgern) großes Lob für meinen Side Dish. O-Ton „I always boil them in water“. Episode war nix, Euer Podcast ganz doll was. Macht den Dienstag zum Feiertag.