#471: Empok Nor (DS9 5.24)

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19. Mai 1997:
Schräg überm Quark’s geht das Plasma-Verteilerrohr in die Wicken – und ein Ersatzteil gibt es nur auf der bislang ungekannten Schwesterstation von Deep Space Nine, auf Empok Nor. Um das Gerät zu bergen, stellt der Milester ein Team zusammen aus Ingenieuren, Sicherheit und Garak. Letzterer sowie zwei eingefrorene Killersoldaten machen aus der verlassenen Station ein Spukschloss im Weltall.

In Deutschland: Ausgestrahlt am 23. März 1998.

Dieser Beitrag hat 26 Kommentare

  1. Michael from Outer Space

    Diese Folge ist richtig schwach und ärgerlich, gerade weil sie kurz vor dem Staffelfinale kommt. Sie erinnert mich an diese Vulkanier-Zombie-Folge in ENT.

    Garak wird ein weiteres Mal verhunzt, nachdem er in „Broken Link“ einen Völkermord an den Founders verüben wollte und dafür nur sechs Monate off-screen im Knast sitzen musste.

    Ich mag Horrorfilme durchaus, auch wenn sie Slasher-Elemente haben. Diese Darbietung ist aber sowas von inhaltslos und konsequenzbefreit, dass ich sie gar nicht mit dem üblichen Anspruch der Serie, die ihre Figuren in den meisten Fällen stringent weiterentwickelt, in Einklang bringen kann.

    Die größte Konsequenz ist, dass Empok Nor wieder zu sehen sein wird, wenn …

    !!!SPOILER-ALARM!!!

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    Dukat dort seine private Sekte aufbaut.

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  2. Jochen

    Moin zusammen.

    Zur Frage ob und warum Empok Nor schief hängt. Laut „Die Technik der USS Enterprise richten sich Raumschiffe normalerweise zur Mitte underer Galaxy, also der Milchstraße, aus. Ich meine, dass die Unterseite eines Raumschiffs gen Galaxiemittelpunkt weisen soll. Darum sind zwei Schiffe, die sich treffen, auch meist gleich ausgerichtet.
    Es wäre logisch, wenn auch Raumstationen so ausgerichtet werden. Es gibt also ein oben und unten.
    Warum hängt Empok Nor schief? Zwei Ideen als Erklärungsversuch: entweder haben die Cardassianer bei Aufgabe der Station noch militärische Übungen durchgeführt. Irgendeine Explosion hat die Station dann “ verschoben“. Allerdings wäre sie dann in einer Rotation, wenn sie nicht irgendwie (in falscher Lage) wieder stabilisiert worden wäre. Das würde aber auch die herabgefallenen Stahlträger erklären.
    Alternativ wurde die Station nur aufgegeben und alle Systeme deaktiviert, also auch Stabilisierungsdüsen etc. Irgendwas hat die Station danach in minimale Rotation versetzt, z. B. die Kollision mit winzigen Meteoriten. Dann wäre die Station gar nicht statisch schief sondern in einer seeeeeehr langsamen Rotation.

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    1. sternburg

      In Ergänzung dazu: Jede Ausrichtung an der „Ebene“ der Milchstraße halte ich – mit Verlaub – für neben der Spur (pun not intendet). Zum einen, weil die Milchstraße diese Ebene nur statistisch hat, insgesamt ist sie eher kugelförmig. Und zum anderen und vor allem, weil dazu die Distanzen innerhalb dieser Ebene zu groß sind, als dass das irgendwie bemerkbar wäre.

      Was aber gibt, das ist die Orientierung an der Ebene des jeweiligen (nächsten) Sternensystems. Das beobachten wir ja sogar in unserem Sonnensystem, dass der Uranus als Besonderheit quasi auf der Seite liegt und auf seiner Umlaufbahn um die Sonne rollt. Woraus wir dann Spekulationen ableiten, was dieser großen Masse irgendwann man wohl passiert sein mag, dass sie sich heute so außergewöhnlich verhält.

      Für mich als Betrachter transportierte dieses schief im Raum hängen von Empok Nor deshalb genau nur eines: Man sieht daran, dass diese Raumstation aufgegeben wurde. Und zwar schon seit ner Weile. Niemand führt standardmäßige Mikro-Kurskorrekturen aus oder bedient die Schilde. Dinge die auch im All ihren Einfluss haben, hatten ihren Einfluss.

      Natürlich ist das als optischer Effekt im Raum gnadenloser Unfug. Niemand bestreitet das. Aber irgendwie … ich weiß nicht, vielleicht war ich gut drauf, vielleicht werde ich altersmilde, aber ich fand das diesmal nicht schlimm. Schlimmer: Ich fands gut. Ich empfands als das, was wir alle immer wollen: „show, not tell“. Denn jeder Mensch kapiert intuitiv, was das aussagen soll.

      Auch wenn es Blödsinn ist.

      ps: Was nebenbei bedeuten würde, dass es zwar ein „schief“ gäbe, nicht aber ein „oben und unten“; nur zur Wortwahl. 🙂

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  3. Mister Incredible

    Moin zusammen!
    Oh, was bin ich froh über diese Eure Bewertung. Habe schon bei Insta abgeranted wie sonst nie, weil mir diese Episode sowas auf den Nerv ging. Unorganisch, uncharakteristisch für Garak, einfach nur daneben und lahm und an den Haaren bzw. blauen Kaugummi herbeigezogen. Bemüht ein Genre zu imitieren und grandios gescheitert. Ihr brachtet es auf den Punkt: „Wat willste da sagen? Mehr gibt diese Folge einfach nicht her.“ Jawoll. Der Schneider arbeitet im Atelier (wie es sich für einen Künschtler gehört und Garak ist ja auch Modedesigner). Cheerio. Hoffentlich wird es schnell wieder besser.

  4. Doris

    Jungs, ihr bringt mein Gehirn immer wieder auf gedankliche Pfade von denen ich auch nicht dachte sie je wieder betreten zu müssen 🙂 Die braune Farbe von Kot kommt von einem Stoff aus der Galle, der wiederum ein Abbauprodukt von Hämoglobin ist (stark vereinfacht). Die Häufchen von Boleanern könnten also schon ins bläuliche bzw. die von Vulkaniern ins gründliche gehen. So ein bisserl in Richtung geronnenes Blut. Knall-blutfarben natürlich nicht, weil da ja noch viele andere Stoffe ausgeschieden werden.

    Das war mein Klugschiss des Monats.

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    1. sternburg

      (ich finds nur fair, das hier als Unter-Thread zu behandeln)

      Und ich Abiturient dachte bisher immer, Kot sei deshalb meist näherungweise braun, weil das als Farbe halt rauskommt, wenn man ausreichend viele Farben mischt. Nunja.

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      1. stef baura s

        Pferde, die 24/7 auf der Weide stehen und nur Gras fressen, scheißen auch noch braun, ein etwas grüneres feuchteres braun, aber immer noch braun…
        (…um auch noch was zum Fäkalthema beizutragen…, Pferdeleute haben ohnehin kein Problem mit dem Thema, das ist in dem Bereich was essentielles…)

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      2. Doris

        Sorry, ich kann das Klugscheißen nicht lassen:-)

        Ziemlich viel von dem was wir an Feststoffen ausscheiden (ich glaub fast 40%) ist gar nicht Nahrung, sondern eigene Bakterien und Zellen die wir nicht mehr brauchen. Die haben oft gar keine Farbe.

        Aber es stimmt schon, der Großteil der Körperbestandteile geht mehr ins Braun-Gelb-Rot Spektrum. Und wenn man wirklich was stark färbendes isst wirkt sich das natürlich auch auf die Farbe aus.

        Du hast natürlich Recht dass verschiede Farben gemischt auch was bräunliches ergeben. Und diese ganzen Umbauprozesse im Darm führen wahrscheinlich auch dazu dass die Farbe der Nahrung eher ins welke, braune geht.

        Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass die Häufchen bei Boleanern eher ins Auberginefarbene gehen könnten und beim Vulkanier in…Spinat, dreimal aufgewärmt.

        Sowas skurriles haben sie mir zumindest leider nicht in der Schule beigebracht:-)

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  5. Micha_sechzig

    Die Star Trek: Deep Space Nine-Episode „Empok Nor“ gehört vielleicht nicht zu den ganz großen, ikonischen Meilensteinen der Serie aber sie ist ein verdammt starkes Beispiel dafür, wie gut Deep Space Nine im kleineren, fokussierten Rahmen funktionieren kann.

    Die Folge setzt von Anfang an auf eine dichte, düstere Atmosphäre. Die verlassene cardassianische Station wirkt beklemmend, unberechenbar und fast schon wie ein eigenes, feindliches Wesen. Diese klaustrophobische Stimmung zieht sich kompromisslos durch die gesamte Episode und sorgt für eine Intensität, die man im Star-Trek-Universum nicht oft erlebt.

    Im Mittelpunkt steht Elim Garak, der hier eine seiner eindrucksvollsten Darstellungen bekommt. Sein Kontrollverlust und die daraus entstehende Bedrohung bringen eine dunkle Seite zum Vorschein, die man so selten sieht. Gerade dieser Kontrast macht die Folge so packend.

    Natürlich erreicht „Empok Nor“ nicht die erzählerische Tragweite von Episoden wie „In the Pale Moonlight“ oder „Far Beyond the Stars“. Sie verändert keine großen Handlungsstränge und genau deshalb bleibt sie oft etwas unter dem Radar.

    Aber: Als eigenständige, intensive Story funktioniert sie hervorragend. Spannung, Atmosphäre und Charakterdarstellung sind hier auf einem Niveau, das man einfach anerkennen muss.

    Und ganz ehrlich: Trotz dieser Einordnung bleibt für mich ein Punkt klar diese Episode ist immer noch besser als 95 % der Folgen von Star Trek: Voyager. Sie ist mutiger, düsterer und deutlich konsequenter erzählt.

    Keine Top-5-Folge von Deep Space Nine aber eine, die zeigt, wie stark die Serie selbst abseits ihrer größten Highlights sein kann.

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  6. Padrino

    Hallo ihr Lieben,

    die Folge Empok Nor hat für mich eine emotionale Verbindung und irgendwie mag ich sie trotz allem Richtigen und Wichtigen, was ihr gesagt habt. Für mich ist sie vor allem deshalb besonders, weil ich sie mit 14 Jahren auf Sat1 gesehen habe, an dem ich Star Trek als Konstante gut gebrauchen konnte:
    Als ich an dem Tag aus der Schule kam, war ungewöhnlich viel Verwandtschaft bei uns zu Hause, weil meine Großmutter gestorben war. Ich war mit 14 Jahren also das erste Mal mit dem Verlust eines Angehörigen und dieser Trauer konfrontiert. Ich habe mich also nach einiger Zeit in mein Zimmer zurückgezogen und als Konstante Star Trek gesehen. Die Handlung war nun nicht wirklich beruhigend, ich bin bis heute kein großer Horror-Freund, aber trotzdem hat es mir trotz allem schlimmen geholfen, weil Star Trek für mich auch die warme Kuscheldecke ist, von der Sebastian oft erzählt. Objektiv gesehen ist es trotzdem keine gute Folge, aber für mich hat es in der Situation trotzdem funktioniert. Vermutlich war ich aber auch ob der Ablenkung etwas milder mit der Folge.
    Bei eurer Besprechung hat es mich aber mal wieder gefreut, dass Simon immer wieder versucht hat die Folge zu verteidigen, wo es geht. Dass man sich nach der Ebene der Milchstraße mit oben/unten orientiert hat Sebastian vermutet, was ich auch gesagt hätte. Ich hatte übrigens auch den Eindruck, dass ihr (mit Ausnahme von Mutmaßungen über das bolianische Verdauungssystem) nicht so viel durch Abschweifhausen gefahren seid, wie noch in den letzten Wochen. Mal wieder: vielen Dank für die schöne Zeit!

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  7. sternburg

    Sorry, Leute. Ich bin ein einfacher Mann. Ich sehe drei meiner All Time Lieblingscharaktere im Fernsehen überhaupt in einem düsteren Action-Szenario in einer Folge mit- und gegeneinander agieren, nämlich:

    a) Garak,

    b) den Milster und

    c) Terok Nor bzw Terok Nor als Konzept (gibt es häufiger),

    -> ich wähle den Daumen nach oben.

    Alles, was ihr über diese Folge gesagt habt, ist korrekt. Und ich hab das auch alles so gesehen und bewertet. Aber ich fands vergnüglich.

    Wäre jede Folge DS9 so, DS9 wäre nicht die Serie, die ich so mag. Aber es ist eine DS9-Folge. Und als solche find ich sie gut.

    DS9 darf das für mich. Mal eben gegen Ende der fünften Staffel ein … sagen wir mal … beklemmendes Kammerspiel (ja also ganz ehrlich, das ist es nicht) mit Garak und Miles (und Nog!) einstreuen, als Quatschfolge für uns leicht zu begeisternde Fanboys, da bin ich leicht zu begeisternder Fanboy.

    Und da kann ich auch über all den Blödsinn in Aufbau und Durchführung hinwegsehen. Und sogar verzeihen, dass diese Quatschfolge in ihrer Auflösung quasi von sich selber behauptet, in der weiteren Serienzukunft so Simpsons-mäßig kein Kanon zu sein. Ich kann mir das sogar zurechtlügen: Die bekanntermaßen uns heutigen Menschen charakterlich und rational weit überlegenen Utopie-Bürger der Föderation, die hegen ein anderes Verhältnis zu Schuld und Vorwurf. Eine gewissenhafte Untersuchung kam zu dem Schluss, dass Herr Garak under the Influence stand und schuldlos handelte. Weshalb er für diese Taten nicht sanktioniert werden kann. Und die Utopie-Bürger der Föderation – auch diejenigen, welche enge Kollegen und Freunde verloren haben – nehmen diese Wertung der Autoritäten zur Kenntnis und sagen: Ach so. Ja wenn das so ist, dann kann ich ihnen, sehr geehrter Herr Garak, wegen dieses Vorkommnis nicht gram sein. Wegen all der anderen Anlässe, weswegen ich ihnen mit Misstrauen begegne, begegne ich ihnen selbstredend weiterhin mit demselben Misstrauen. Aber diese eine Sache, also Schwamm drüber.

    Es gibt nur ein Detail, dass ich auch inhaltlich anders empfand: Für mich erzählt diese Folge beständig im Subtext, dass die Cardassianer Empok Nor – vermutlich im Rahmen des andauernden Krieges – zum einen unfreiwillig und überstürzt aufgeben haben, und zum anderen derzeit darin keinen strategischen Wert (mehr) sehen. Das erklärt, warum man dort unbesorgt mit einem Runabout hinfliegt und zutreffend mit keinerlei Feindkontakt rechnet. Und das erklärt, warum eine sinsitre Unterabteilung des Geheimdienstes dort Exemplare und Techniken seines fehlgeschlagenen Supersoldaten-Programms ungesichert hinterlassen hat.

    Das ist eine verlassene Festung des Feindes weit hinter der Frontlinie, im Hinterland mittlerweile. Und irgendjemand auf Cardassia ist sehr froh darüber. Jemand, der bei der Evakuierung an sich gegen die normale „wir vermienen das, weil wir kommen zurück harharhar“-Doktrin das Ding gerne in die Luft gesprengt hätte – aber das bedeutet so viel Papierkram und unangenehme Fragen.

    Apropos unangenehme Fragen: „in einem düsteren Action-Szenario“. Ich persönlich mag keine Horror-Filme. So grundsätzlich nicht. Ich mochte eure Auseinandersetzung über die trennscharfe Unterscheidung zwischen verschiedenen Horror-Gattungen anlässlich dieser Folge. Aber um ehrlich zu sein, ich wäre vor eurer Besprechung nie auf die Idee gekommen, diese Folge als Spielart einer Interpretation des Horrorfilms zu sehen, welche Gattung auch immer. Ich kapiere das
    jetzt, nachdem ich eure Ausführungen dazu gehört hab. Ich denke, die stimmen alle. Aber ich fühle das weiterhin nicht. Und vermutlich erklärt das nicht unerheblich mein abweichendes Empfinden insgesamt.

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    @Sebastian: Anders als Simon bin ich großer Fan von Nerd-Quizzes in Podcasts. Vielleicht ist folgendes auch wieder nur mein Problem. Aber man weiß ja nie, wer zufällig mitliest, also schreib ich es mal hier rein: Als Du erwähnt hast, dass das ab jetzt in der ARD-Audiothek verfügbar sei, da wollte ich aufgrund gewisser Erfahrungen schon … wollte ich natürlich nicht. Niemand wollte passiv aggressiv, gleichwohl wohlwollend darum bitten, bescheid zu sagen, sobald das auch usw. Wie dem auch auch sei, ich hab „Battle of the Nerds“ in die Suche meines normalen Podcatchers eingegeben. Und ich freue mich darauf, das als übernächste Position in meiner Wiedergabeliste zu hören. RSS Feed FTW.

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    1. Kleiner Bruder

      Zum Nerdquiz: ich habe einfach auf den Link hier im Forum geklickt, da war die ganze Liste der Qizzes da. Vergnüglich, auch mit der Frage „Was begeistert dich persönlich an Star Trek?“ Ich hätte da Probleme, mich zu entscheiden. Wer es noch nicht gehört hat, da gibt es auch eine Episode zu Star Wars, die ich mir hoffentlich bald anhören kann. Und zu Alien wurde gerade angeteast.

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      1. sternburg

        Hä, welcher Link hier im Forum? *scroll* Bin ich blind? Naja, umso besser.

        Ich habs übrigens mittlerweile gehört und fand Sebastian und Rebecca richtig gut. Ach und übrigens, Sebastian, ich hätte im Abschlussquizz weniger Punkte gehabt als Eva – so viel hast Du anscheinend nicht falsch gemacht. 🙂

        Das Format an sich sagt mir mehr so mittel zu, aber muss ja auch nicht jedem gefallen. Ich wiederhole jedenfalls meine Forderung, die TaDeriche mal in der Wendetreppe ins Nichts hören zu wollen. Oder meinetwegen auch nur den einen, der Quizze mag.

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        1. Kleiner Bruder

          Entschuldigung, das war natürlich nicht „hier“, sondern bei Trek Nights 47, in der Beschreibung.

  8. BlueShirt

    Lustig. Ich habe der Folge vor Jahren gesehen und meine persönliche Höchstwertung gegeben. Warum? Hmm, ich glaube, ich sah sie isoliert. Einfach mal so auf Tele 5 und ich fand sie toll. Ich kannte die ‚Charakterentwicklung‘ von Garak und Co. einfach nicht, weil ich später erst einen kompletten Sichtung von DS9 gemacht habe. Und für zufällig mal reingeschaut hat sie prima funktioniert.
    Und dann mag das daran liegen, dass ich leicht zu begeistern bin und so grundsätzlich keine Ahnung von Horrorfilmen habe (wusste bis gestern nicht, was ‚Slasher-Filme‘ sind, aber ich lerne ja mit euch gerne dazu). Mir gefällt auch das Konzept von ‚Empok Nor‘ und mag es, wenn die Crew dort ist.
    Ich weiß noch, im Rewatch fand ich die Folge dann nicht mehr sooo gut, aber egal, ich denke mit warmen Gefühlen daran zurück. Also was soll’s, Daumen hoch von mir :))
    War im Vorfeld echt gespannt, wie ihr die Folge findet – weil ihr ja so ‚düstere Episoden‘ gerne mal hoch bewertet (vgl. TOS – The Immunity Syndrome). Kann aber eure Wertung schon nachvollziehen und finde es fein, gibt Diskussionsbasis, irgendwie cooler, als wenn eine Folge von allen Seiten total abgefeiert wird.
    Also dann, bleibt stabil.

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  9. Micha_sechzig

    Normalerweise bin ich bei euch ja oft auf einer Linie, aber bei eurer Besprechung zu „Empok Nor“ war ich diesmal wirklich komplett anderer Meinung was ja auch völlig in Ordnung ist. Gerade das macht solche Diskussionen ja spannend.

    Ich konnte tatsächlich fast keinem eurer Argumente zustimmen, vor allem beim Thema Elim Garak sehe ich es komplett anders.

    Ihr hattet ja den Eindruck, dass die Folge dem Charakter schadet und genau das sehe ich überhaupt nicht so. Im Gegenteil: Für mich wird hier eher etwas Entscheidendes hinzugefügt.

    Man darf nicht vergessen, wer Garak eigentlich ist. Vor seiner Zeit auf Deep Space Nine war er Teil des cardassianischen Geheimdienstes und ganz sicher kein „netter“ Charakter. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass er in dieser Zeit deutlich schlimmere Dinge getan hat als das, was wir in „Empok Nor“ sehen.

    Gerade deshalb finde ich die Darstellung in dieser Folge absolut stimmig. Sie erinnert uns daran, dass Garak eben nicht nur der charmante, intelligente Schneider ist, den wir im Alltag auf der Station erleben. Diese freundlichere Seite sehen wir ja nur in einem sehr kleinen Abschnitt seines Lebens.

    Für mich hat „Empok Nor“ deshalb einen wichtigen Effekt: Erst durch diese Folge wurde mir wirklich bewusst, wie gefährlich Garak eigentlich sein kann. Diese latente Bedrohlichkeit gehört zu seinem Charakter dazu und wird hier nicht verfälscht, sondern sichtbar gemacht.

    Ich finde daher nicht, dass der Figur geschadet wird. Im Gegenteil: Sie wird greifbarer, ehrlicher und auch ein Stück weit konsequenter dargestellt. Garak bleibt dadurch ambivalent und genau das macht ihn für mich so interessant.

    Am Ende ist es natürlich Geschmackssache, aber für mich stärkt die Folge den Charakter eher, als dass sie ihm schadet.

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    1. Michael from Outer Space

      Hallo Micha_sechzig! 😀

      Ich finde deine Meinung auch spannend, weil sie nicht mit meiner eigenen übereinstimmt. Du hast absolut recht: erst dadurch kommt eine Diskussion in Gang.

      Ich stimme dir auch dahingehend zu, dass Garak gefährlich ist. Ja, er ist eben AUCH ein eiskalter Killer. Nur frage ich mich dann: Wieso lässt man ihn auf einer von der Föderation betriebenen Raumstation voller Zivilist*innen und Kinder wohnen? Müsste Garak wegen seiner offensichtlichen Gefährlichkeit nicht ständig bewacht werden?

      Mir ist die Erklärung, dass er hier unter Drogeneinfluss steht, auch zu banal. Vielleicht hätte man die Story aufwerten können, wenn Garak vorher von der Existenz der Droge gewusst hätte und er sie sogar früher selbst als Waffe eingesetzt hat. Jetzt wird er zum Opfer dieser Droge und erlebt ihre Auswirkungen am eigenen Leib. Das hätte ihn gezwungen, sich ein weiteres Mal seiner Vergangenheit zu stellen, ähnlich wie schon in der Folge „The Wire“ in Staffel 2.

      Ganz großes Garak-Kino sind für mich auch die Folterszene mit Odo in „The Die Is Cast“ und sein Dialog mit Quark in „The Way of the Warrior“, als sie Root Beer mit der Föderation vergleichen und uns damit eine tolle Außenperspektive auf die Organisation bieten, die wir sonst fast nur von Innen betrachten.

      Für mich ist Garak ein höchst ambivalenter und undurchsichtiger Charakter. Er führt gerne mal was im Schilde und setzt durchaus auch Gewalt ein, um seine Ziele zu erreichen. Trotzdem ist er kein irrer Mörder wie sein Artgenosse Prin in der Episode „The Darkness and the Light“. Garak und Prin könnten ja fast einen Club gründen, so abgedreht, wie Garak sich hier verhält. Garak macht hier ein paar Umdrehungen zu viel, als dass er noch glaubwürdig wäre.

      Mein Problem mit „Empok Nor“ ist nicht, dass Garak als gefährlich dargestellt wird, denn das ist er nun einmal. Für die beiden cardassianischen Killer ist er ja auch gefährlich und sogar tödlich. Das Problem ist, dass er unter dem Einfluss dieser nicht näher beschriebenen Droge steht und anfängt, in seinem Wahn seine Kolleg*innen zu ermorden. Das hat er während seiner Dienstzeit im Obsidian Order bestimmt nicht getan, sonst hätte Tain ihn ohne mit der Wimper zu zucken eliminieren lassen!

      An Garak mag ich, dass der seine Gefährlichkeit meistens verbirgt. Ja, er kann sein Geschäft mit einer Bombe in die Luft jagen, Odo foltern und … sagen wir mal „diverse interessante Dinge tun“. Er verfolgt damit aber immer einen bestimmten PLAN. Hier fasst er in den blauen Kaugummi und mutiert ratzfatz zum Psycho-Killer. Das kaufe ich nicht!

      Dennoch hat mich deine Perspektive zu einer ausführlichen Antwort verleitet! 😉

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      1. Micha_sechzig

        Hallo Michael,
        danke für deine Nachricht und deine Perspektive.

        Mir ging es in meiner Erklärung auch eher darum, dass es dem Charakter von Elim Garak für mich nicht wirklich schadet. Klar, man muss die Drogenerklärung komplett akzeptieren, sonst funktioniert die ganze Geschichte einfach nicht.

        Für mich hat diese Erklärung ausgereicht, damit die Folge funktioniert. Wenn ich da anfange, zu sehr zu hinterfragen, müsste ich ehrlich gesagt auch viele andere Folgen deutlich kritischer sehen.

        Deshalb konnte ich das in dem Fall einfach so annehmen und die Folge hat für mich trotzdem ihren Reiz behalten.

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  10. Maestro84

    Ich mochte die Folge, obwohl ich Horrorfilme gar nicht mag und auch erkenne, dass Garak sich hier nicht immer vollständig wie er selbst verhalten hat. Natürlich war es klar, dass die Yellowshirts gefretzelt werden und das weder dem Garak noch dem Milester oder dem Nog mehr als eine Verletzung passieren kann. Bzgl. Garak hätte ich sogar eine kleine Erklärung für seine Sticheleien am Anfang, denn er hatte bislang noch nicht so richtig mit dem Milester zu tun und er testet ja auch schon andere Charaktere aus, z.B. den Julian oder den Worf. Des Milsters Spruch „Ich bin kein Soldat, ich bin ein Ingenör.“ -> BÄM! war schon cool. Der Milster kann auch ein Badass sein, wie man u.a. in Alarmstufe Rot oder Stargate Atlantis sehen konnte.

    Alles in Allem wurde ich besser unterhalten als bei der letzten Folge vor dem Finale von Voyager. Mal schauen, wie der Vergleich zur letzten Folge vor dem Finale von DS9 übernächste Woche aussehen wird.

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    1. Michael from Outer Space

      „Der Milster kann auch ein Badass sein, wie man u.a. in Alarmstufe Rot oder Stargate Atlantis sehen konnte.“

      Und in beiden Rollen segnet Colm Meaneys Charakter spektakulär das Zeitliche!😁Wobei er in „Red Alert“ glaube ich einfach nur erschossen wird, aber Cowen wird in SGA mit einer Atombombe verdampft.

      1. Maestro84

        Eine Atombombe ist das Mindeste, mit der ein Milester abtreten darf! Besser als eine lebenslange Ehe mit Keiko.

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  11. stef baura s

    wow, so viele unterschiedliche Meinungen, super spannend.

    Das ist für mich eine Folge gewesen, die ich auch fast immer bei rewatches ausgelassen haben, weil ich Horror nicht mag,.

    Fand sie nun prinzipiell recht unterhaltsam.

    Ich fand, wie unsere Tadderiche anmerkten, das Verhalten von Garak auf dem Flug zur Station unpassend, weil vorgreifend auf etwas, das noch nicht geschehen war.

    Über die Gefangennahme von Nog und den Faustkampf am Ende war ich maximal überrascht, das hatte ich total vergessen, und meine Güte, das zieht die Folge mächtig herunter. Hätte man das etwas eleganter gelöst, wäre es ein runde Folge gewesen.

    Ich finde nicht, dass Garaks Charakter beschädigt wurde. Er ist nunmal ein (auch) Auftragsmörder gewesen.

    Ich bin schon sehr gespannt auf die Voyagerfolge, freu mich diesmal richtig auf meine Hausaufgabe.

    grüße
    Eure Stef

  12. BjoernHH

    Immer wenn Garak durchdreht, muss ich zuerst an Dirty Harry und Andrew Robinsons Figur Scorpio denken. Den Film habe ich aber tatsächlich erst nach dem ersten Schauen von DS9 nachgeholt.

    Eigentlich erstaunlich, dass Robinson im Filmbereich nicht erfolgreicher war.

  13. Michael

    Ich glaube nicht, dass Sebastian Horrorfilmfan ist. Sebastian könnte Gruselfilmfan sein. Eine Unterscheidung, die leider nur im deutschsprachigen Raum existiert, aber die meiner Ansicht nach durchaus angebracht ist. Wo der Gruselfilm eher subtiler ist und unter unsere Haut kriechen will, ist der Horrorfilm auch gerne mal ein rüpelhafter Straßenschläger, bei dem es auf die Zwölf gibt. Die Grenzen sind natürlich fließend und viele Filme beliefern beide Seiten, aber Slasher findet man eher selten im subtilen Gruselsektor. Nightmare on Elm Street wäre vielleicht so einer. Der tritt einerseits Arsch und ist gleichzeitig ein wunderbar schauriger Angstmacher.
    Vielleicht mal ein Thema für ein Zauberlaternen-Special. So viel zu Michls Horror-/Gruselfilm-Theorie 😉

    Lg

    1. Sebastian (TaD)

      Naja: Der moderne Slasher wurde 1974 mit Black Christmas und Texas Chainsaw Massacre etabliert. Zu dem Zeitpunkt existierte der Horrorfilm aber bereits 78 Jahre. Ich schließe mich nicht der Auffassung an, dass alle älteren Horrorfilme ab dem Zeitpunkt zu Gruselfilmen relegiert wurden.

      Der Slasher ist ein Subgenre des Horror, ebenso der daraus entwickelte Torture Porn. Subgenres werden auch weiterhin ständig erfunden – Überwachungskamera-Horror, Zoom-Konferenz-Horror – ohne dass dadurch das übergeordnete Genre anders kategorisiert wird.

      Vielmehr würde ich sagen, dass ich von den großen Kategorien des Horrorfilms, wie Brigid Cherry sie unterscheidet, die Bereiche Gothic, Okkultismus/Übernatürliches, psychologischer Horror und Monsterfilm klar bevorzuge. Und auch die Grenzgänger zum Science-Fiction-Genre.

      So gar nichts anfangen kann ich mit Slashern und Exploitation. Bei Body Horror unterscheide ich fallweise, je nachdem, wie stark da der Wille zur Kunst vorhanden ist (Videodrome mag ich sehr).

  14. Michael

    Das widerspricht ja im Grunde auch gar nicht dem, was ich beschrieben habe. Ich bin ja auch gar nicht der Auffassung, dass ältere Filme ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch als Gruselfilme zu bezeichnen sind. Also überhaupt nicht. Wenn dieser Eindruck entstanden sein sollte, dann muss ich da ganz entschieden zurückrudern. Mir geht es darum, dass Filme, die der Amerikaner seit jeher „Horror“ nennt, durchaus unterschieden werden können, in – sagen der Einfachheit halber – subtil und unsubtil. Wobei ich mit dieser Beschreibung zugegebenermaßen selbst nicht so zufrieden bin. Aber ich hoffe, du weißt, was ich meine, mir fällt gerade nichts besseres ein. Du dröselst das Ganze ja dann noch ein bisschen weiter lediglich in Subgenres auf. Und auch die großen Kategorien des Horrorfilms machen diesbezüglich auch keine Aussage. Ein Monsterfilm kann ein Schauerstück sein, aber auch ein Exploiter. Und wie gesagt, die Grenzen sind fließend und viele Filme nutzen beide Herangehensweisen, kippen dann aber oft in eine Richtung, auf der mehr Gewicht liegt.

    Ich finde, wenn man weit genug herauszoomt, kann man diese Unterscheidung generell machen, unabhängig des Subgenres. Denn ich bin mir sicher, irgendwo da draußen gibt es auch den Slasher, der dir gefällt. Bei Bodyhorror unterscheidest du von Fall zu Fall. Ich finde, das kann man immer machen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nur wenige Slasher kenne, die nicht irgendwann auf die Exploitation-Seite umgekippt sind oder diese zumindest embracen. Deswegen habe ich frecherweise die Schlussfolgerung gezogen, dass dir die andere Seite wichtiger ist.

    Das meine ich auch gar nicht irgendwie wertend. Um Gottes Willen, bitte nicht falsch verstehen. Das ist einfach nur so eine Beobachtung. Ob sie stimmt oder nicht, kannst nur du sagen. Aber ich glaube auch, daher kommt so ein bisschen der Satz von Simon (korrigiere mich da gerne), den du offenkundig so ein bisschen in den falschen Hals bekommen hast. Ein Erklärungsversuch ohne die Absicht jemandem zu nahe treten zu wollen.

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