#199: Qpid (TNG 4.20)

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22. April 1991:
Als die mit allen Wassern gewaschene Vash im Rahmen einer archäologischen Konferenz zurück in Jeans Leben tritt – und dann auch noch Q eine Schuld wiedergutmachen möchte, bahnt sich eine locker-flockige Screwball-Komödie an, die sich jedoch nach rund zwanzig Minuten erstaunlicherweise in den Sherwood Forest verlagert.

In Deutschland: Gefangen in der Vergangenheit, ausgestrahlt am 16. März 1994.

Dieser Beitrag hat 32 Kommentare

  1. Parlatio

    Der schwarze Robin Hood ist Michael Praed, der blonde Jason Connery. Ja, der Sohn von Sean Connery. 😉

    Und ja, Michael Praed ist der Bessere. Oder zumindest der mit der besseren Story.

    1. Bridge 66

      „Robin of Sherwood“ war mir immer zu düster. Aber rein optisch hat mir Michael Pread auch besser gefallen.

      LL&P
      Bridge

  2. Parlatio

    Der Ausdruck, den ihr sucht, ist wahrscheinlich: „Deine Schuld ist getilgt.“

    Einfach gesagt, wir sind quitt!

  3. SarahCrusher

    Die Wohnung ist fürs Zeugenschutzprogramm 🤔😱🤔? Ganz sicher, zumindest wenn man zuviel 19 Uhr Krimis geschaut hat 🤔😅

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  4. Parlatio

    Den Blog vollschreiben. Wid gemacht. Ich habe es beteits gesagt, und sage es wieder: Worst Q-Episode ever. Mit Voyager fange ich gar nicht erst an, da hat man sich in mehr als einer Hinsicht verirrt. Ich bleibe bei TNG. Fast jede Folge kann ich mir ansehen, wenn ich muß. Diese hier gehört nicht dazu. Und wenn sich Patrick Stewart das nächste Mal bei Robin Hood wiederfindet, dann als König und mit Helden in Strumpfhosen, so rührt das vielleicht von dieser Episode her.

    Aber lasst euch nicht entmutigen, ihr habt aus schlechtem Material noch das Beste herausgeholt. Immerhin weiß ich jetzt, was das ganze überhaupt soll. Auf den fahrenden Zug aufspringen, weil sich ein Robin Hood Film ankündigt?
    Was kommt danach, Forest Gump?

    Wenigstens hätte man ein wenig experimentieren können. Mit Namensähnlichkeiten zum Beispiel. „Und das ist euer Gegenspieler, Guinan von Gisbourne!“ Hätte interessant sein können. Gehirngewaschen dürft ihr eure Antagonistin nicht töten, die aber ihrerseits keine Hemmungen hat, genau das mit euch zu tun. Hochzeit wird abgesagt, ist sowieso Quatsch.

    Haben eigentlich schon mal Darsteller wegen einem unterirdischen Drehbuch gestreikt?

  5. Michael from Outer Space

    Hallo!

    Ich kann Simons und Sebastians Kritik nachvollziehen, mag „Qpid“ aber trotzdem. Es ist eine dieser total blödsinnigen TNG-Episoden, die ich aus irgendeinem Grund unterhaltsam finde. Das trifft auch auf andere Folgen zu, die wirklich nicht gut sind. Vielleicht bin ich bei TNG zu nachsichtig.

    Marta und Kuba haben erst kürzlich „Q2“ besprochen, das ist die letzte Q-Folge in VOYAGER und damit auch die letzte Q-Folge in einer Realserie (soweit ich weiß). Sie kam bei den beiden nicht gut an und ich sehe es genauso:
    https://www.fantastische-wissenschaftlichkeit.de/category/podcasts/

    „The Drumhead“ wird bei TAD definitiv eine bessere Bewertung bekommen, dafür würde ich fünf Barren goldgepresstes Latinum als Wetteinsatz benutzen.

    Die Anbiederung an das Mainstream-Publikum werde ich in ein paar Jahren einem Kinofilm vorwerfen.

    LL&P
    Michael from Outer Space

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  6. Don

    Moin!

    Der Simon war beim Zahnarzt. „Is it safe?“

    https://www.youtube.com/watch?v=n4Rw4A7BDQA

    Dabei hätte man den Titel wunderbar ins Deutsche übertragen können: „Qpido“

    Ich hatte einen „Batman“-Waschlappen und für mich sah das immer aus wie ein Mund, der oben zwei Zähne und einen abgebrochenen und unten zwei Backenzähne hatte.

    Das Konzept der tentpole pictures hat man inzwischen leider aufgegeben. Filme, die (mutmaßlich) kein großes Publikum anlocken und deshalb durch andere querfinanziert werden müssen, werden inzwischen einfach nicht mehr gemacht. JEDER Film muss ein Blockbuster werden, Wagnisse werden nicht mehr eingegangen!

    „Da ist fast der halbe Papst geschält.“
    => LOL, was ist das denn für ne Redewendung!?

    Nach den Fenstern zu urteilen ist der Symposiums-Saal wohl die umgebaute Beobachtungslounge.

    Herrlich finde ich die Szene, als Data gerade was sagen will und plötzlich eine Fleischkeule in der Hand hält.

    Als Picard alias Robin Hood in den Sherwood Forest geblitzdingst wird, steht neben ihm ein Baum mit einem Gesicht.

    Worf trägt einen richtig schönen Hut!

    „I’m not a merry man!“
    => Dies ist schon ein kleiner Ausblick auf das Staffelfinale „Redemption“, in der ja auch Worfs Mangel an Fröhlichkeit oder gar an der Bereitschaft zur Fröhlichkeit thematisiert wird.

    Das Stuntdouble des Guy of Gisbourne ist auffallend jünger als dessen Darsteller.

    Wobei ich Datas Ansage, Troi sei im Zielen ja schon viel besser geworden, dann aber doch wieder lustig finde.

    Fazit?
    Ja, diese Unausgewogenheit, die Ihr beschrieben habt, ist mir natürlich auch aufgefallen. Es war nett, Vash wiederzusehen. Q war so lala, die Robin-Hood-Story war meh. (Überhaupt habe ich den Eindruck, dass einzelnstehende Robin-Hood-Folgen in einer Serie selten funktionieren, es gibt z.B. eine Doctor-Who-Folge, die auch eher Luft nach oben hat.)
    Mein Daumen geht nach unten, wenn auch mit Zuckungen zur Seite.

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  7. Amal

    Hahaha….
    Ich sehe seit eh und je das Batman Logo invertiert und bekomme es wohl nie mehr aus meinem System… XD

    Gut zu wissen, dass ich nicht der Einzige bin.

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  8. stef baura s

    hallo Ihr beiden,
    danke für die Besprechung.
    Ihr seid mit der Folge schon sehr hart ins Gericht gegangen.

    Ich habe sie in Erinnerung aus der Erstaustrahlung und ich weiß, dass ich sie damals geliebt habe, weil ich die Robin-Hood-Saga als solche mag (und immer alles zu Robin Hood geschaut habe), weil ich den Errol-Flynn-Style in Picard sah, weil ich die Deanna in ihrem Kostüm so hübsch fand, und weil ich es tatsächlich super lustig fand, wie Worf die Mandoline zertrümmert, herrliche Asterix-Anleihe.

    Bei den Rewatches ist mir natürlich schon aufgefallen, dass die Story als solche irgendwie nicht so dolle und komisch zusammengestückelt ist.
    Aber ich mag halt immer noch Deanna in ihrem Kostüm, Picard im Flynn-Style und die Zertrümmerungsszene. Das ist für mich Wohlfühl-Serie-gucken, da mag ich nicht kritteln.

    Danke auch für die Erinnerung an die Robin-Hood-Serie. Für den dunkelhaarigen Darsteller hab ich damals sehr geschwärmt, und gerade eben feststellen müssen, dass der schon 60 ist. Kreisch. Ich bin halt auch nicht jünger geworden, nochmal Kreisch.
    Dass es dann noch ein blonden Nachfolger gab, hatte ich erfolgreich verdrängt, oder vielleicht gar nicht gesehen, ist ja schon fast 40(!) Jahre, dass ich das geschaut habe.

    Und ich fand auch den Costner-Robin-Hood damals gut, unterhaltsames Popcorn-Kino, mit DEM Song des Jahres.

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    1. Parlatio

      Hi Stef!

      Alles von Robin Hood, sagst du? Das trifft sich gut. Weißt du zufällig, wie dieser alte Film (in Farbe) heißt, in dem andauernd so ein Barde dabei ist? Der Film hört auch mit diesem Sänger auf. Läßt sich aber schlecht suchen, wenn man nicht mehr hat…

      1. Bridge 66

        Hallo Parlatio,

        Es könnte sein, daß du „Robin Hood und seine tollkühnen Gesellen“ von 1952 meinst. In der Hauptrolle sehen wir Richard Todd, der Film stammt aus den Disney Studios. Es ist auch einer meiner ersten und liebsten Robin Hood Verfilmungen.

        LL&P
        Bridge

        1. Parlatio

          Er könnte es sein. Aber um es genau zu wissen, müßte man ihn erst mal wieder sehen. Und da sehe ich schwrz. 😐

          Danke für den Tip!

    2. Michael from Outer Space

      Hallo stef baura s!

      Ich stimme dir 150%ig zu, Deanna sieht in ihrem Kostüm wirklich toll aus! In der Folge „A Fistful of Datas / Eine Handvoll Datas“ trägt sie ein Wildwest-Outfit und sieht darin auch sehr hübsch aus. Bei TNG mag ich diese „Kostüm-Folgen“ noch, bei VOY dann nicht mehr so sehr (mit Ausnahme von „Bride of Chaotica!“).

      LL&P
      Michael from Outer Space

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    3. Simon

      Hatte auch einen kindlichen Crush auf Michael Praed. Der hatte was.

  9. Parlatio

    Der Barde fungiert gewissermaßen als Erzähler.

  10. Michael

    Eine der schlechtesten Folgen. Also die Episode, nicht der Podcast. Der Podcast litt trotzdem etwas drunter, dass er nur das Material der Folge verwalten kann. Aber trotzdem gelungen. Überhaupt muss ich sagen, dass mir die Podcastfolgen in letzter Zeit wieder deutlich besser gefallen.

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  11. Kleiner Bruder

    Hallo zusammen!
    Ohne eure Sendung gehört zu haben – ich hoffe, ich habe heute Abend Zeit – ich gehe mit Michael from Outer Space mit. Totaler Blödsinn, wie – meiner unbescheidenen Meinung nach – alle Q-Folgen, aber vergnüglich. Welche Rolle wäre für unser aller liebsten Klischeebriten besser geeignet, als Robin Hood?🇬🇧 Und das „Lady Mariann“ so aus der Rolle fällt, einfach köstlich.
    Und, stef baura s, Top Comment „Nein, du wirst nicht singen!“ (oder so ähnlich). Okay, „I’m not a merry man“ passt perfekt.
    Von Robin Hood kenne ich leider auch nicht alles. Errol Flynn ist natürlich unübertroffen, streitet sich aber mit dem Zeichentrickfilm um den ersten Platz (in dem kam ja auch der Hahn als Barde vor, der als Erzähler fungierte). Danach kommen die „Helden in Strumpfhosen“.
    Danke schon mal im Voraus!

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  12. Driver 8

    Ahoi!
    Schon mal überlegt ob es „Q is stupid“ heissen soll?
    Q ist hier sehr menschlich, genauer: eifersüchtig. Er versucht Picard und Vash gegeneinander auszuspielen, weil beide nicht mit ihm spielen wollen. Sogar mit ihren sonst liebsten Themen: Picard mit Moral/Ethik, Vash mit Abenteuer, aber jeweils in einer Position, die sie sich selbst nicht aussuchen würden.
    Das Q eine beliebige Anzahl an Statisten töten würde, aber keine „Helden“ hebt die bedrohlichen Konsequenzen leider auf, und die „physical comedy“ ist zu vorhersehbar.
    Fazit: nette Idee, schlechtes Drehbuch, gezwungene Umsetzung — gefallen hat es mir auch nicht. 🙁

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  13. Roger

    Qpid habe ich verdrängt bzw. immer wieder ausgelassen beim Wiederanschauen der Serie. Es hatte aber mehr damit zu tun, dass ich solche Fantasie-Abenteuer (z.B. eine Episode Holodeck oder wie hier eine Folge Q-Simulation) weniger gern mochte als die Science-Fiction-Handlungen im Weltall oder auf Planeten. Erst Captain Proton hat mich da später mal versöhnt.

    Ich muss aber gestehen, bei Deannas Pfeilschuss musste ich echt lachen… und zwar wegen Trois deutscher Synchro, die mit einem unglaublichen gequälten Sound ein kultiges „DEEETAAAA!!!“ herauspresst. 🙂

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  14. Don

    Achja:
    Data mag zwar Qs Fürsprecher in der vorherigen Folge gewesen sein, aber der Versuch, Q vor den Calamarain zu retten, ging von Picard aus.
    Insofern ist ein „in der Schuld stehen“ Qs in Bezug auf Picard zumindest nicht unplausibel.
    (Und Data hatte Q ja bereits damals schon belohnt, diese Schuld war also längst beglichen.)

  15. Spocks Bart

    Sorry, ihr Zwei, aber dieses Mal seid ihr wirklich unfair in eurer Bewertung gewesen.

    Ich habe gerade einen Rewatch von TOS hinter mir, den ich nur gemacht habe, weil ich danach eure Folgen dazu hören wollte. Alle anderen Folgen hatte ich schon durch. Bei TOS wart ihr selbst bei extrem cheesigen Folgen, die vor Logiklöcher, Handlungsinkonsistenten und teilweise Diskriminierung nur so trieften, gut gelaunt und habt mit Daumen nach Oben um euch geschmissen. Immer mit der Begründung „hat mich prima unterhalten“. Teilweise habt ihr zwei Minuten lang alles aufgelistet, was nicht gut war und mit nur diesem eine Satz dann einen Daumen nach oben gegeben.

    In einer eurer TOS-Besprechungen zu einer Folge hat Sebastian mal gesagt, dass er es ganz schlimm findet, wenn Fans einen Besitzanspruch auf „ihre“ Serie erheben und eine Serie den Machern (gemeint waren die Kreativen) gehört. Das stimmt auch. Aber hier habt ihr das scheinbar vergessen und schimpft, weil die Macher es gewagt haben eine Folge abzuliefern, die nicht das Star Trek liefert, was ihr als Star Trek bezeichnet. Das sprecht ihr sogar im Fazit sehr offen aus. Simon sieht es für sich sogar als non-canon.

    In dieser Folge merkt man euch den Spaß an der Folge an. Ihr lacht, ihr seid amüsiert. Aber dann kommt es zu Robin Hood und ab da seid ihr auf einmal extrem überkritisch und rantet ziemlich ab. Was ist schlimmer an Robin Hood als an Sherlock Holmes oder Dixon Hill? Warum ist es ein gute Folge, wenn Kirk auf einen 30er-Jahre-Klischee-Gangsterplaneten trifft, aber wenn Q die Umgebung eines Klassikers der menschlichen Sagen- und Heldenerzählungen nutzt um ein Bedrohungsszenario zu schaffen, wird an jeder Kleinigkeit herumgekrittelt, weil der Humor nicht zur Folge passt? Der Humor passt komplett zum ersten Teil der Folge.

    Sebastian, du äußerst immer wieder, dass du ein Niner bist und Deep Space Nine verehrst. In dieser Folge schimpfst du, dass sich die Macher hier an ein anderes Franchise gehangen haben um den Mainstream für sich zu begeistern. Mal abgesehen davon, dass Robin Hood kein Franchise ist. Schon TOS sollte den Mainstream begeistern. Star Trek war nie auf eine Nische ausgerichtet und ganz speziell DSN wurde bekanntlich sehr stark am damaligen Erfolg von Babylon 5 ausgerichtet.

    Natürlich durfte auch eine, aus meiner Sicht ungerechtfertigte, Spitze gegen Discovery nicht fehlen. Angeblich sei Star Trek immer dann am Besten, wenn es sich nicht an den Mainstream hängt, aber es „leider auch heute zu beobachten sei“. Ich verstehe euch echt nicht. Bei TOS wurdet ihr nicht müde zu erwähnen, dass man selbst die käsigste Episode unter dem „Retro-Sci-Fi“-Aspekt betrachten muss, weil es schließlich die 60er Jahre waren. Aber bei DISCO ist es nicht okay ein Kind der Zeit zu sein? Zumal viele der in vergangenen Folgen gemachten Vorwürfe gegen Discovery nicht einmal stimmig sind. Man merkt der Serie an, dass Kurtzmann ganz bewusst Trekkies in den Writers Room gesetzt hat. In jeder Folge gibt es Bezüge zu den anderen Serien. Lustigerweise sind es oft die Bezüge auf TOS, dem Ursprung allen Star Trek-Seins, wo von Trekkies der große Plothole- und Logikloch-Hammer geschwungen wird, z.B. der kontaktlosen Gedankenverschmelzung, die in TOS Standard war (z.B. durch Türen) oder dem telepathischen Kontak über Lichtjahre hinweg (wie war das noch als Spock die Zerstörung der Intrepid mitbekam?). Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich höre euch wirklich gerne zu, nur verstehe euch nicht immer. Sehr oft hat man das Gefühl ihr legt verschiedene Messlatten an. Natürlich hat jeder seine eigene Meinung und eure subjektiven Vorlieben stehen euch zu. Ihr erhebt auch keinen Ansprucch objektiv zu sein. Ich würde mir nur wünschen, dass ihr bei der Betrachtung euch selbst gegenüber konsequenter sein würdet. Bei dieser Folge hat man das Gefühl, dass ihr sie nicht mögen wolltet, weil ihr die Hintergrundgeschichte zur Einbindung von Robin Hood kanntet und das schlichtweg doof gefunden habt. Wären statt Robin Hood die drei Musketiere verwendet worden oder Ivanhoe oder die Artus-Saga, wäre die Folge bei euch besser weg gekommen, weil es dazu bei Erscheinung der Folge keinen Film gab. Na und? Dann hat man halt versucht den Hype damals zu nutzen um weitere Zuschauer zu gewinnen. Ist doch nicht schlimm. Ohne Zuschauer werden Serien abgesetzt. Abgesehen davon passt es komplett zu Q und seinen „Späßen“ mit der Menschheit, dass er sich so einen Mist ausdenkt und die Opfer in fiktive Szenarien aus ihrer eigenen Kultur versetzt.

    Ich fand den Robin Hood-Teil der Folge nicht schlimm. Auch weil der Bezug zum Hollywood-Film gar nicht erkennbar ist. In den USA mag die TV-Erstausstrahlung zeitlich mit dem Costner-Film gepasst haben, in Deutschland war das schon nicht mehr spürbar und heutzutage beim Anschauen auf Netflix, SyFy, Tele5 oder von Blu-Ray muss man das schon als Hintergrundwissen haben um überhaupt an diesen Film dabei zu denken. Sicher, Qpid ist keine sehr gute Folge, aber immer noch eine gute. Ihr vergebt Noten von 1 bis 6 (1=Award, 2=zwei Daumen nach oben, 3=ein Daumen hoch, einer quer, 4=beide Daumen quer oder einer hoch, einer runter, 5=ein Daumen quer, einer runter und 6=beide Daumen runter). Dieser Folge habt ihr eine glatte 6 verpasst, was bei ganz vielen TOS-Folgen gerechtfertigt gewesen wäre, die von euch aber eine 2 erhielten.

    Die Aussage, dass diese Folge versucht hat nicht Star Trek zu sein, gar die erste Folge gewesen sei, die damit angefangen hat, kann ich nur ablehnen. Q war wie er ist. Ist Q kein Star Trek mehr? Was war an der Wilde Westen-TOS-Folge bitte Star Trek? Hat man sich da nicht „rein zufällig“ an den damals vorherrschenden Western-Mainstream dran gehangen? Oder als Kirk zu den Indianern kam und Medizinmann wurde. Auch die ständigen Bezüge zu den 30/40ern, die damals in der Popkultur sehr hoch im Kurs standen. The City on the Edge of Forever bekam von euch trotz massiver Plotholes und Logiklöcher sogar einen Award und gilt bei Trekkies allgemein als eine sehr gute Folge. Kann nicht daran liegen, dass dies auch an der entsprechenden Mainstream-Ausrichtung dieser Folge lag, dass so viele Menschen diese Folge mögen?

    Vor ein paar Folgen wurde Riker vergewaltigt und das ging für euch klar, aber wenn Q die Besatzung zum eigenen Vergnügen demütigt und in alberne Klamotten steckt, also Q eben Q-Sachen macht, rantet ihr. Das verstehe ich nicht. Das ist sehr inkonsequent.

    Nun, lange Rede, kurzer Sinn: bitte legt an TNG und später bei euren Bewertungen von DSN, VOY, ENT, DISCO und LOW die selben Maßstäbe an wie ihr sie an TOS angelegt habt.

    1. Sebastian

      Mahlzeit Bart,

      klar darf sich Star Trek an aktueller Popkultur ausrichten. Doch wenn es dermaßen unverhohlen geschieht wie beispielsweise bei „Qpid“, dann sollte es wenigstens irgendwie gut gemacht sein. Geschickt eingewoben und intelligent verpackt. Denn dann ist, finde ich, so ziemlich alles erlaubt. In dieser Episode fand ich es leider extrem dümmlich.

      Also: Ne coole und plausibel hergeleitete Robin-Hood-Trek-Story, nehm ich sehr gern! Robin Hood zum Selbstzweck und dann auch noch mit Hirn aus, nope.

      Trotzdem freue ich mich über alle, die „Qpid“ besser goutieren können als ich. Doch wenn ich finde, dass eine Episode für mich ein stinkender Kackhaufen ist, dann sage ich genau das.

      Außerdem (da kannst Du versuchen, es uns anders vorzuschreiben, bis Du lila im Gesicht wirst) werden wir bei allen weiteren Besprechungen, wie wir es seit Beginn tun, tagesformabhängig individuelle und völlig subjektive Maßstäbe anlegen. That’s TaD, deal with it.

      Bis nächsten Dienstag,
      Sebastian

      PS: Wir besprechen, wie schon wiederholt gesagt, bis einschließlich Enterprise.

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  16. JackJean'n'Walker-Buddy-Movie

    Auch nochmal mein Senf zu der Folge: Irgendwie hatte ich bis heute immer gedacht, die Folge steht in der Tradition der TOS-Folgen, bei denen jemand festgestellt hat, dass da noch ein Set für umme rumsteht und man noch ein paar Kostüme gefunden hat aus den 50ern, die man mal flott umschniedern kann.
    Eurer Einschätzung stimme ich aber zu: Ich erinnere mich, mich auf die Folge gefreut zu haben, damals, und fand sie dann doch irgendwie mau. Ähnlich wie auf Terry Pratchetts Schweingsgalopp oder Futuramas erster Fernsehfilm: Der Klappentext verspricht irgendwie ( in den Fällen) unglaublicher super Klamauk und dann wird nicht geliefert (oder in Pratchetts Fall anders geliefert).
    Man sehe sich im Vergleich mal 1964er Dr. Who: The Reign of Terror an: Auch hier sollen die Protagonisten ständig geköpft werden, aber wie düster ist das hier (gerade für Kinderprogramm). Und der Antagonist ist sogar cleverer als der Doktor und seine Companions und lässt diese ständig in Fallen laufen.
    Dennoch: Unterhaltsame TaD-Folge: Vielen Dank.

    2
  17. Bridge 66

    Hallo Jungs,

    Ich kenne das Gefühl, wenn man weiß, was hätte sein können, und das mit dem vergleicht, was man bekommen hat. Das gleiche Gefühl habe ich z. B. bei Star Trek Into Darkness. Tja, und das muß dann auch irgendwann irgendwie mal raus.

    Gefangen in der Vergangenheit, Wettlauf mit der Zeit oder Auf Leben und Tod – wenn ich noch einmal einen solchen Titel höre oder lese, kriege ich Schreikrämpfe!
    Die Ruinen von Tagus III oder gar einen Trip in die Vergangenheit des Planeten hätte ich auch gerne gesehen. Und selbst Shakespeare hätte näher gelegen. Wie wäre es denn z. B. mit „Viel Lärm um nichts“ mit Picard als Benedict und Vash als Beatrice? Und Q ist dann der Don Juan, der nur Unruhe stiften will. Muss ja keine 1:1 Nacherzählung sein.
    Der Robin Hood Teil war voll der Griff in die Klischeekiste, aber doch immer nocht vergnüglich, wenn es gelingt, sich darauf einzulassen. Űbrigens: Die Minions und die Pinguine finde ich auch knuffig. Na ja, die Geschmäcker der Publikümmer…

    Die Verbindung zwischen Qpid und dem König der Diebe war mir seinerzeit gar nicht aufgefallen, immerhin kam die Folge ja auch erst drei Jahre später ins deutsche Fernsehen. Außerdem sind die Parallelen zur Flynn-Version doch deutlicher.

    „Ich kann die Geschichte nicht ändern…“ Eine dümmere Ausrede für Frauenfeindlichkeit habe ich noch nie gehört. Eine Ohrfeige für die beiden Schauspielerinnen. Zunächst mal ist die Geschichte voll von weiblichen Kriegerinnen, von den mythischen Amazonen über Jeanne d’Arc bis Mulan oder die Piratin Anne Bonney, um nur die bekanntesten zu nennen. Und auch Hollywood wußte schon in den 40er und 50er Jahren, dass Frauen auch mit dem Schwert in der Hand eine gute Figur machen können, ich erinnere nur mal an Maureen O’Hara als Musketier-in in „Die Söhne der drei Musketiere“ oder als Piratenkapitän Spitfire Stevens in „Gegen alle Flaggen“ (beide Filme von 1952).

    Am Schluß der Folge bleibe ich ratlos zurück. Was wollte Q uns jetzt damit sagen? Es war nur wieder eines von diesen Spielchen, um sich auf Kosten des Captains zu amüsieren. Und ihm dann auch noch die Freundin ausspannen – das Kontinuum hätte ihn gleich wieder rausschmeißen müssen.

    Jonathan Frakes mit einem Splitter im Auge? Autsch! An sowas ist schon mal ein König gestorben (Heinrich II von Frankreich nach einem Turnierunfall im Jahre 1559).

    Star Trek macht keine popkulturellen Referenzen – die Popkultur macht Referenzen auf Star Trek.

    Freue mich sehr auf nächste Woche. Eine würdige Episode für euer 200. Jubiläum.

    LL&P
    Eure Bridge

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  18. Sebastian

    https://www.startrek-index.de/tv/tng/tng4_20.htm
    Nun können wir uns fragen:

    Kann Q eine Geschichte erschaffen, in die er nicht eingreifen kann?

    Wenn er es kann, dann ist er nicht allmächtig, weil er nicht eingreifen kann.
    Wenn er es nicht kann, dann ist er nicht allmächtig.

    Ich bin hier zufällig auf ein altes philosophisches Problem der Logik gestoßen: Das Allmachtsparadoxon.

    Dies zeigt uns, wie unwahrscheinlich es ist, dass ein solches Wesen tatsächlich existiert, da dieses Problem der Logik nicht lösbar ist.

    Sehr interessant, wenn man sich die Zeit nimmt, einmal kurz darüber nachzudenken. 😉
    eine schlechte folge

    1. Kleiner Bruder

      Gegenfrage: gibt es etwas größeres als „unendlich“?
      Im entsprechenden Wikipediaartikel wird dieses Paradoxon reduziert auf „kann Gott seine Allmacht abgeben und sie dennoch behalten?“ oder, noch kürzer: „Kann Gott etwas tun und gleichzeitig nicht tun?“.
      Kurz gesagt, alleine die Frage ist schon unlogisch.
      Die Frage kommt wahrscheinlich von der Vorstellung, dass Gott ein Wesen wäre, das innerhalb unseres Kosmos‘ existiert.
      Q kann doch offensichtlich jederzeit in die Handlung eingreifen wie er gerade lustig ist. Und das macht solche Geschichten dann auch albern, wenn die Handlung sich nicht logisch entwickelt, sondern dem Zufall und der Laune folgt.

      2
  19. BjoernHH

    Michael Praed als Robin Hood hatte was, vor allem die Vokuhila-Frisur!
    Ja, es waren halt die Achtziger…

    Ich mochte die ersten beiden Staffeln dieser Robin-Hood-Serie aber auch, weil man sehr auf das mystische Thema des Jägers eingegangen ist und dadurch mal eine ganz andere Seite dieser Geschichte gezeigt hat.

    1. Don

      Kommt Herne in den ursprünglichen Robin-Hood-Erzählungen denn überhaupt vor?

      1. Driver 8

        Wenn ich mich recht an eine Doku erinnere, gibt es rund um den Sherwood Forrest drei Gemeinden die für ihren Tourismus den aus alten Aufzeichnungen abgeleiteten Anspruch auf die „wahre“ Herkunft von Robin Hood erheben.
        Aber er war immer nur ein Räuber der arme Leute verschonte, und nicht der „la lala … hooded man …“. Auch Richard, Marian und die ganze Bagage sind (glaub ich) erstmals für die Verfilmung mit Erol Flynn eingefügt worden.
        Allerdings ist Robin dort ja (genau besehen) ein aufsässiger Spross eines übervorteilten Adelshauses, der seine eigenen Privilegien wiederherstellen will und dafür die Vogelfreien einspannt. 😉

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  20. Kleiner Bruder

    BILD titelt:
    TREK AM DIENSTAG IN DER KRISE!
    Simon und Sebastian: Das ist nicht Star Trek!
    Hörer uneinig: dürfen die das? Sind sie zu streng?

    Okay, in meiner Erinnerung war die Folge auch besser. Meine Kritik liegt aber ein bisschen anders als eure.
    Wenn man nämlich die Voraussetzungen akzeptiert, dann ergibt die Handlung durchaus Sinn.
    Der erste Teil ist dazu da, Picards Beziehungsproblem zu zeigen. Auftritt Q, der „helfen“ will. Dazu erzeugt er eine Illusion, in der Picard und Vash die klassische Variante eines Liebespaars spielen könnten – wenn sie denn wollten. Da liegt diese künstlich romantisierte Mittelalterversion von Robin Hood schon nahe, denn in einer realen Welt, noch dazu einer real mittelalterlichen, wäre das ganze noch unrealistischer. Ich habe mal kurz überlegt, aber so viele Liebespaare in Geschichte oder Literatur gibt es, glaube ich, nicht, die auch ein Happy End haben?
    So kann ich die Comedy – Elemente genießen und brauche nicht nach einer Botschaft zu suchen. Vielleicht gibt es ja sogar eine: Liebe lässt sich nicht erzwingen.
    Dass die Crew keine großen Anstrengungen unternimmt, Q Widerstand zu leisten, kann ich dabei gut verstehen. Nach ihren bisherigen Erfahrungen ist ihnen einfach klar, dass sie gegen ihn keine Chance haben.
    Und da setzt meine Kritik an: Q nervt. Und Picard lässt sich jedesmal von ihm rumschubsen, wie vom Bully auf dem Pausenhof. Wie wünsche ich mir da eine Figur wie Kirk, der nicht einfach nur dasitzt und fragt „Was wollen Sie von mir? Lassen Sie mich in Ruhe!“, sondern auch intellektuell Paroli bietet. Eine Diskussion, nach der Q sich freiwillig selber beim Kontinuum anzeigt. Vielleicht komisch, dass ich das über Kirk sage, aber ich fand ihn besser geschrieben, aktiver, zupackender. Da fallen all die anderen versäumten Gelegenheiten, wie mit dem Schwert kämpfende Frauen, kaum noch ins Gewicht.
    Das Ende ist auch eher folgerichtig: jeder geht seiner Wege. Seien wir doch ehrlich, das hätte nie geklappt mit den beiden. Der aufrechte Captain und Archäologe mit der Grabräuberin und Schmugglerin.
    Dass Star Trek sich beim Mainstream anbiedern würde sehe ich hier nicht, da muss ich „Spocks Bart“ recht geben. SF hat nun mal die Eigenart, in ganz unterschiedlichen Verkleidungen daherzukommen. Von Hard SF bis zur Space Fantasy, von Abenteuer und Action bis zu philosophischen Abhandlungen über Politik, Gesellschaft und Moral ist alles möglich. Und eben auch als Screwball Komödie oder Sitcom oder einfach nur als Klamotte. Viele Holodeckfolgen finde ich absurder als dieses Szenario. „Oh, Hilfe, unsere Unterhaltungstechnik bringt uns um!“ Ja klar, das versucht mein Fernseher auch jedes Wochenende.
    Schwierig wirds erst, wenn das positive, hoffnungsvolle Gefühl, dass selbst die düsteren Folgen aufwiesen, einer reinen Actionorientierung geopfert werden, so etwa „erst schießen, dann fragen“. Han Solo durfte zuerst schießen, Starfleet darf das nicht.
    Mein Fazit: Daumen hoch fürs Lachen, Daumen runter für Q (und Picard, den alten Stiesel), ergibt Daumen quer.

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  21. Myriam

    Jaaaaaaa! Bitte! MagnumAmMittwoch machen! 😍

  22. SarahCrusher

    Die Folge find ich schon lustig. Nur war ich damals der Ansicht Q hätte eine Holodeck-Simulation ohne diese Sicherheitsprotokolle erschaffen. Was noch lustig gewesen wäre Trois Mutter die sich auch an Picard rangemacht hätte und Mister Homn der in der Schlusskampfszene auf den Gong geschlagen hätte. Hat Q echt vergessen herzuzaubern wie Schade.

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