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Walter Koenig (1936-2026) – der erste Trek-Schauspieler, der zum Trek-Drehbuchautoren wurde. Auf Conventions stets liebenswert ironisch-griesgrämig. Und natürlich war er unser „Pane“ Chekov. Patrick Stewart (1940-2026) – Shakespeare-Mime ersten Ranges. Schon lange vor Star Trek zu sehen gewesen in Genre-Krachern wie Excalibur, Dune und Lifeforce. Und er war Captain Jean-Luc Picard, als ruhiger Diplomat und bester Chef im All der Nordstern der Utopie für zahllose Fans weltweit. Nach einer Woche, in der wir doppelten Abschied nehmen mussten, erinnern wir uns gemeinsam.
Danke für diesen schönen Rückblick. Für mich waren (oder: sind) Picard und Stewart so miteinander verschmolzen, dass es mir schwer fiel, seine Autobiographie zu lesen und die Geschichten NICHT in mein Bild von Picard einzupflegen, sondern Stewart als Schauspieler zu sehen. Vieles passte auch zu gut. Wie schön für uns, dass es schier endloses Videomaterial von Stewart und Koenig gab, in dem sie für uns als Betrachter und Fans unsterblich präsent bleiben.
Ich, Jahrgang 84, hatte TNG erst in den 90ern nachgeholt, da war Patrick Stewart DAS Gesicht von Star Trek. Ich sehe den Charakter des Picard aber durchaus kritischer. Klar, es gab sehr viele gute Folgen, in denen er das Banner der Menschenwürde und Freiheit hochhielt, aber auch so einige, da flog er irgendwie abgehoben mit der Enterprise D durch All und erklärte den dummen Aliens, dass die Föderation (=USA) doch die richtige Kultur hat. Mir war Picard so oft zu akademisch, aber vielleicht liegt das auch daran, weil ich nur ein dummer Realschüler ohne akademische Bildung bin. Mir waren da die Kapitäne wie Sisko in DS9 oder Sheridan in B5 menschlicher. Oder auch später Archer oder Pike. Meine liebste Rolle von Stewart war aber, nach Picard, die des Captain Ahab. Eine passende Rolle irgendwie. Die Serie Picard hingegen hätte ich nicht gebraucht. Diese zerstörte mir mehr von Picard als sie Sinnvolles dazu schuf.
Walter König kannte ich hingegen nur aus den ST-Filmen, aber da war er nur ganz nett. Wirklich gut war er ja in B5, eine Serie, die zu viele Trekker aus Dummheit und Arroganz nicht schauen wollen, weil angeblich Star Trek die bessere SciFi bietet. Geistig offene SciFi-Fans hingegen schauen ja querbeet und haben daher sicher auch den Charakter den Bester genossen, der gefühlt mehr anwesend war als in echt. Da hätte ich König gerne als Hauptcharakter in einem Spin Off gesehen, zu dem es ja leider nie kam. Die Szene, als er Garibaldis Geist befreit, bleibt aber legendär. Ein durchaus vielschichtiger Antagonist und das zu einer Zeit, als es diese in Serien noch nicht überall gab.